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Dokumentenidentifikation DE202005004232U1 28.07.2005
Titel Vorrichtung für Heizkörper, bestehend aus Filtergehäuse mit Filtereinsatz und Verbindungselement
Anmelder Donath, Martin, Dipl.-Ing., 18211 Ostseebad Nienhagen, DE
DE-Aktenzeichen 202005004232
Date of advertisement in the Patentblatt (Patent Gazette) 28.07.2005
Registration date 23.06.2005
Application date from patent application 16.03.2005
IPC-Hauptklasse F24F 7/00
IPC-Nebenklasse F24F 3/16   F24D 19/06   

Beschreibung[de]

Moderne energiesparende Bauweise führt zunehmend zu einer Verringerung der Luftwechselzahl in einem Gebäude bzw. den entsprechenden Räumen. Damit erhöht sich die Gefahr des Ansteigens von Schadstoffkonzentrationen in der Raumluft und der Zunahme von Geruchsbelästigungen. Weiterhin ist die Zeit des Aufenthaltes von Personen in Gebäuden zwar zeitlich steigend, die Zahl der Personen pro Raumvolumen und Zeit aber abnehmend. Es kann damit verstärkt zu einer Anreicherung der Luft mit Schad- oder Geruchsstoffen kommen, ohne dass sich Personen im jeweiligen Raum aufhalten. Eine Frischluftzufuhr zur Aufrechterhaltung der Sauerstoffkonzentration bzw. Absenkung der Kohlendioxidkonzentration ist daher nicht unbedingt notwendig.

Auf vorhandene oder vermutete Schadstoffe reagieren die Nutzer des Raumes meist mit Erhöhung der Luftwechselrate durch langzeitiges Öffnen der Fenster bei Bebehaltung des Betriebes der Heizkörper, zumal wenn sie wie in Hotels nicht durch die steigenden Energiekosten belastet sind. Dies führt zu hohen Energieverlusten.

Bei der Beheizung von Räumen mittels Heizkörpern (Radiatoren, Rippenrohrheizkörper, Plattenheizkörper, Konvektoren mit Primär- und Sekundärluft, Sockel – Heizkörper und sonstige Heizelemente) erfolgt die Raumlufterwärmung primär durch Konvektion. Dabei wird durch den Heizkörper die Erwärmung der Luft bzw. mit Unterstützung von Ventilatoren eine Luftströmung entlang der Heizflächen bewirkt. Diese Luft strömt dabei kontinuierlich durch eine durch die Bauform des Heizkörpers geometrisch definierten Eintritts- und Austrittsquerschnitt.

Derartige Heizkörper, welche durch ihre hohe Oberflächentemperaturen starke Konvektionsströme erzeugen, verwirbeln die Luft und führen im Gegensatz zu Verdrängungslüftung und Quelllüftung auch zu hohen Staubablagerungen im beheizten Raum. Damit kann besonders die Konvektionsheizung zu Einschränkungen der Behaglichkeit oder auch gesundheitlichen Beeinträchtigungen führen. Um diese Beeinträchtigungen zu mildern, wurden bereits Systeme entwickelt, die Filtersysteme mit gerichteter Frischluftzufuhr über die Heizkörper kombinieren.

Diese Systeme haben den Nachteil, dass sie in der Installation aufwändig sind und zu höheren Luftwechselraten mit entsprechenden Energieverlusten führen. Der im Schutzanspruch abgegebenen Erfindung liegt die Überlegung zugrunde, die durch den Betrieb des Heizkörpers entstehende Luftströmung (Umluft) zu nutzen, um damit eine Durchströmung durch einen Filter zu erzielen, der in diesen Luftstrom eingeordnet wird. Das Filtermaterial kann spezifiziert (chemische, physikalische biologische Filter) oder allgemein (Aktivkohle, Zeolithe, Filterstoffe) einsetzbar gewählt werden. Ebenfalls sind Kombinationen mit Zusatzstoffen oder Befeuchtern denkbar.

Bei Verwendung dieses Systems wird eine kontinuierliche durch den Betrieb des Heizkörpers bedingte Luftströmung (Umluft) genutzt, es ist keine Hilfsenergie notwendig, ebenfalls entfallen aufwändige Installations- oder Wartungsarbeiten. Das Filtergehäuse kann an die jeweiligen Heizkörper angepasst werden, das Filtermaterial ist an die detektierten oder wahrscheinlichen Schadstoffe anpassbar.

Mit der Erfindung soll eine Vorrichtung (Filtersystem) zur Reinigung der Luft im Zusammenhang mit dem Betrieb von Raumheizkörpern zur Erhöhung der Luftqualität und Behaglichkeit bei gleichzeitiger Einsparung von Heizenergie geschaffen werden.

Eine einfache Ausführung der Erfindung zeigt 1

Bei Betrieb des Heizkörpers (2) wird die Luft am Heizkörper erwärmt und die Verringerung der Dichte führt zum Aufsteigen der Luft. An der Unterseite des Heizkörpers entsteht ein Unterdruck (1), der zum Ansaugen der Luft an die Heizkörperflächen führt. Durch ein Verbindungselement zwischen Heizkörper und Filtersatz (3) wird die Luft in den Filtersatz (4) (hier Heizkörperaufsatz) geführt und anschließend (5) ausgeblasen.

1Belastete Raumluft wird angesaugt 2Heizkörper erzeugt durch Konvektion Erwärmung und Strömung 3Verbindung zwischen Heizkörper und Filtergehäuse 4Durchlässiger Heizkörperaufsatz mit eingebettetem Filtermaterial absorbiert Luftschadstoffe 5Gereinigte Raumluft wird ausgeblasen

Anspruch[de]
  1. Vorrichtung für Heizkörper, bestehend aus Filtergehäuse mit Filtereinsatz und Verbindungselement dadurch gekennzeichnet, dass das Gehäuse mit dem Filtereinsatz so gestaltet und mit dem Heizkörper verbunden wird, dass die bei Betrieb des Heizkörpers durch Konvektion entstehende Raumluftströmung genutzt wird, um mittels des in das Filtergehäuse eingebetteten und durchströmten Filtermaterials eine Absorption von Schadstoffen aus der durchströmenden Raumluft zu erzielen.
  2. Vorrichtung nach Anspruch 1, bei der das Filtergehäuse luftdurchlässig mit mindestens einer Ein- und Ausströmöffnung gestaltet wird.
  3. Vorrichtung nach Anspruch 1, bei der das Verbindungselement zwischen Filtergehäuse und Heizkörper so gestaltet wird, dass eine optimale Durchströmung des Filters erzielt werden kann.
  4. Vorrichtung nach Anspruch 1, bei der das Filtermaterial luftdurchlässig und als fixierter Filtereinsatz in das Filtergehäuse eingebettet wird.
  5. Vorrichtung nach Anspruch 1, bei der das Filtermaterial die Schadstoffe physikalisch, chemisch, biologisch oder in Kombination von zwei oder mehreren dieser Wirkprinzipien absorbiert.
  6. Vorrichtung nach Anspruch 1, bei der der Filtereinsatz austauschbar ist.
  7. Vorrichtung nach Anspruch 1–5, die eine Kombination einzelner Filtersysteme miteinander oder mit Systemen zur Befeuchtung oder Anreicherung von Luft mit Zusatzstoffen darstellt.
Es folgt ein Blatt Zeichnungen






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