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Dokumentenidentifikation DE202005006673U1 28.07.2005
Titel Zirkel mit Schenkelgelenk und Informationsträgerflächen
Anmelder Intertech Zeichengeräte GmbH, 91448 Emskirchen, DE
Vertreter Buchau, E., Dipl.-Ing., Pat.-Anw., 91058 Erlangen
DE-Aktenzeichen 202005006673
Date of advertisement in the Patentblatt (Patent Gazette) 28.07.2005
Registration date 23.06.2005
Application date from patent application 25.04.2005
IPC-Hauptklasse B43L 9/02

Beschreibung[de]

Die Erfindung bezieht sich auf einen Zirkel mit Schenkelgelenk, durch welches die beiden an ihren unteren Enden mit Halterungen für Minen oder Nadeln veresehenen Zirkelschenkel an ihren oberen Enden gelenkig miteinander verbunden sind, vorzugsweise mit einer in Nähe des Schenkelgelenkes vorgesehenen, die Zirkelschenkel durchdringenden Verstellspindel.

Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen solchen Zirkel so auzugestalten, daß er hinreichend große Informations- und Werbeträgerflächen aufweist, ohne daß seine Funktionstüchtigkeit oder Handhabbarkeit dadurch eingeschränkt wären.

Erfindungsgemäß wird die gestellte Aufgabe durch die im Kennzeichen des Anspruchs 1 angegebenen Merkmale gelöst, nämlich dadurch, daß die Schenkel, vom Schenkelgelenk zu den freien Schenkelenden gesehen, bis zu einer flächigen Zone der größten Schenkelbreite sich verbreiternd verlaufen und die flächige Zone längs der verbreiterten Schenkel bis kurz vor die Nadelhalterungen sich erstreckt, daß die flächige Zone als eine ebene Informations-Trägerfläche ausgebildet ist und daß die Schenkel im Anschluß an die flächige Zone sich bis zu den Halterungen für Minen oder Nadeln auf Normalmaß verjüngen.

Vorteilhafte Weiterbildungen sind in den Ansprüchen 2 bis 7 angegeben. – Die mit der Erfindung erzielbaren Vorteile sind vor allem darin zu sehen, daß im Vergleich zu bisherigen Zirkelschenkeln, die maximal ca. 9 mm breit sind, Informations-Trägerflächen in einer Breite von z.B. 30mm und einer Länge von 85 mm als geschlossenes Druckfeld möglich sind.

Bevorzugt ist ist der neue Zirkel als Metalldruckguß- oder Kunststoffspritzgußteil gefertigt. In dieser Technik lassen sich Zirkel nach der Erfindung preisgünstig herstellen. Damit das Gewicht des Zirkels mit demjenigen normaler Zirkel vergleichbar ist, ist es vorteilhaft, wenn die Dicke der flächigen Zone im Vergleich zur Dicke der angrenzenden Schenkelpartien verringert ist.

Gemäß einer Weiterbildung der Erfindung ist die flächige Zone von einem umlaufenden, erhöhten Rand umgeben, der praktisch wie ein Griff wirkt. Dadurch werden die Handhabbarkeit und Griffigkeit des Zirkels verbessert. Außerdem wird ein Schutz der in der flächigen Zone applizierten Drucke bzw. Werbedrucke erreicht. Insbesondere wird durch die Höhe des umlaufenden Randes die Randdicke der flächigen Zone auf das Normalmaß der Schenkel vergrößert. Zur besseren Flächenausnutzung kann es vorteilhaft sein, wenn die flächige Zone auch auf ihrer Rückseite als Informations-Trägerfläche ausgebildet ist. Es ist günstig, wenn bei geschlossenen Zirkelschenkeln auch eine geschlossenen Info-Fläche zu sehen ist. Hierzu hat die flächige Zone beim Erfindungsgegenstand eine solche Ausbildung, daß in der Nullstellung des Zirkels die durch einen Spalt voneinander getrennten beiden Teile der flächigen Zone mit ihren einander zugewandten Spaltflächen satt aufeinander liegen.

Im folgenden werden anhand mehrerer in der Zeichnung dargestellter Ausführungsbeispiele Aufbau und Funktion des Erfindungsgegenstandes noch näher erläutert. In der Zeichnung zeigt in Draufsicht (bis auf 3) und z.T. in vereinfachter schematischer Darstellung:

1 einen Zirkel ohne Verstellspindel mit besonders großer Informations-Trägerfläche;

2 einen Zirkel mit Verstellspindel mit im Vergleich zu 1 etwas verkleinerter Informations-Tägerfläche;

3 den Schnitt gemäß Schnittebene III-III aus 1 durch die flächige Zone der beiden Zirkelschenkel;

4 den Gegenstand nach 1 ohne Druckfeld bzw. Info-Einsatz und

5 ein drittes Ausführungsbeispiel für einen Zirkel, dessen flächige Zone eine etwa ovale Informations-Trägerfläche bildet.

Der Zirkel Z1 nach 1 hat unterhalb seines Kopfes 1 ein Schenkelgelenk 2, von dem die beiden Gelenk- oder Kopfschrauben 3 zu sehen sind. Durch diese sind die beiden an ihren unteren Enden mit Halterungen 4a, 4b für eine Mine 5 oder eine Nadel 6 versehenen Zirkelschenkel ZS1, ZS2 an ihren oberen Enden gelenkig miteinander verbunden. Die Gelenkplatte 7 und eine ihr gegenüberliegende (nicht sichtbare) gleichartige Gelenkplatte sind mit dem Kopf 1 und dem sich daran anschließenden Rändelzylinder 8 fest verbunden. Neuerungsgemäß verlaufen die Schenkel ZS1, ZS2, vom Schenkelgelenk 2 zu den freien Schenkelenden gesehen, sich verbreiternd bis zu einer flächigen Zone 9a, 9b der größten Schenkelbreite, wobei sich die flächige Zone 9a, 9b längs der verbreiterten Schenkel bis kurz vor die Nadelhalterungen 4a, 4b sich erstreckt und die Schenkel ZS1, ZS2 im Anschluß an die flächige Zone 9a, 9b sich bis zu den Halterungen 4a, 4b für Minen 5 oder Nadeln 6 auf Normalmaß verjüngen. Die Verjüngungszone beider Schenlel ZS1, ZS2 ist mit 10a bzw. 10b bezeichnet, ihre Erweiterungszone am Kopfende mit 11a, 11b. Unter flächiger Zone 9a, 9b wird ein im Vergleich zu den übrigen Zirkelteilen verhältnismäßig großflächiger Bereich der Schenkel ZS1, ZS2 verstanden, der als eine bevorzugt ebene Informations-Trägerfläche bzw. ein Druckfeld 20 ausgebildet ist. Wie es 1 und 2 zeigen, kann man Text- oder Bilddarstellungen oder auch z.B. mathematische Formeln als dünne Aufkleber oder Einsätze auf der flächigen Zone aufbringen, entweder unlösbar oder lösbar. Im letztgenannten Fall kann ein Aufkleberwechsel vorgenommen werden. In vielen Fällen kann die Informations-Trägerfläche Werbezwecken dienen.

Der Schnitt III-III in 3 zeigt, daß die Dicke der flächigen Zone 9a, 9b im Vergleich zur Dicke der angrenzenden Schenkelpartien verringert und die flächige Zone 9a, 9b von einem umlaufenden, erhöhten Rand 12a, 12b umgeben ist. Dadurch wird Material und Gewicht gespart, wogegen die Festigkeit wegen der größeren Schenkelbreite nicht verringert ist. Es ist zweckmmäßig, wenn, wie dargestellt, die Höhe des umlaufenden Randes 12a, 12b die Randdicke der flächigen Zone 9a, 9b auf das Normalmaß der Schenkel ZS1, ZS2 vergrößert. Es ist weiterhin eine solche Ausbildung der flächigen Zone 9a, 9b zweckmäßig, daß in der Nullstellung des Zirkels Z1 die durch einen Spalt oder eine Trennungsfuge 13 voneinander getrennten beiden Teile der flächigen Zone 9a, 9b mit ihren einander zugewandten Spaltflächen satt aufeinander liegen. Es ergibt sich dann ein Spalt 13 der praktisch Null ist, und bei geschlossenen Schenkeln ZS1, ZS2 macht das Druckfeld 20 mit seinen beiden Teilen 20a, 20b einen ganzheitlichen Eindruck. Auf der rückseitigen (nicht ersichtlichen) flächigen Zone kann auch ein durch einen dünnen Spalt geteiltes Druckfeld bzw. eine Informations/Werbe-Trägerfläche angeordnet sein.

Der dargestellte Zirkel Z1 wie auch die weiteren Zirkel nach 2, 4 und 5 sind wegen rationeller Fertigung der verhältnismäßig komplexen Form bevorzugt als Metalldruckguß- oder Kunststoffspritzgußteil gefertigt.

2 zeigt das zweite Ausführungsbeispiel eines Zirkels Z2, bei dem im Vergleich zu 1 zusätzlich in der Nähe des Schenkelgelenkes 2 eine die Zirkelschenkel ZS1, ZS2 durchdringende Verstellspindel 14 gelagert ist, wobei mittig zwischen den Zirkelschenkeln ein Rändelrad 15 auf der Spindel 14 sitzt, das durch Drehung in der einen oder anderen Drehrichtung ein Aufspreizen oder Zusammenführen der Zirkelschenkel ZS1, ZS2 ermöglicht. Bei gleicher Schenkellänge im Vergleich zu 1 steht wegen des Spindelantriebs (4) für die flächige Zone 9a, 9b und damit für das Druckfeld 20 in Längsrichtung etwas weniger Platz zur Verfügung. Durch die ovale Form steht dafür in Querrichtung etwas mehr Platz zur Verfügung. In diesem Beispiel enthält das Druckfeld 20 einen Werbetext.

4 zeigt den Zirkel Z1 nach 1 ohne Druckfeld. – Beim dritten Ausführungsbeispiel nach 5 ist die Breite der flächigen Zone 9a, 9b nicht konstant, sondern verläuft bogenförmig, so daß die flächige Zone 9a, 9b und damit die Informations-Trägerfläche 20 in etwa als ein Oval bzw. eine Ellipse mit abgeflachten Schmalseiten ausgebildet sind. Im übrigen entspricht dieser Zirkel Z3 dem Zirkel Z2 nach 2. Das Druckfeld 20 zeigt als Beispiel ein Amphibien-Skelett.

Z1Zirkel 1Zirkelkopf 2Schenkelgelenk 3Gelenk- oder Kopfschrauben 4aHalterung für Mine 4bHalterung für Nadel 5Mine 6Nadel ZS1, ZS2Zirkelschenkel 7Gelenkplatte 8Rändelzylinder 9a, 9bflächige Zone 10a, 10bVerjüngungszone 11a, 11bErweiterungszone 20Informations-Trägerfläche bzw. Druckfeld 20a, 20bTeile von (20) 12a, 12berhöhter Rand um (9a, 9b) 13Spalt bzw. Trennungsfuge 14Verstellspindel 15Rändelrad

Anspruch[de]
  1. Zirkel mit Schenkelgelenk, durch welches die beiden an ihren unteren Enden mit Halterungen für Minen oder Nadeln veresehenen Zirkelschenkel an ihren oberen Enden gelenkig miteinander verbunden sind, vorzugsweise mit einer in Nähe des Schenkelgelenkes vorgesehenen, die Zirkelschenkel durchdringenden Verstellspindel, dadurch gekennzeichnet, daß die Schenkel (ZS1, ZS2), vom Schenkelgelenk (2) zu den freien Schenkelenden gesehen, bis zu einer flächigen Zone (9a, 9b) der größten Schenkelbreite sich verbreiternd verlaufen und die flächige Zone längs der verbreiterten Schenkel bis kurz vor die Nadel- und Minenhalterungen (4a, 4b) sich erstreckt, daß die flächige Zone (9a, 9b) als eine Informations-Trägerfläche (20) ausgebildet ist und daß die Schenkel (ZS1, ZS2) im Anschluß an die flächige Zone (9a, 9b) sich bis zu den Halterungen (4a, 4b) für Minen oder Nadeln auf Normalmaß verjüngen.
  2. Zirkel nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß er als Metalldruckguß- oder Kunststoffspritzgußteil gefertigt ist.
  3. Zirkel nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Dicke der flächigen Zone (9a, 9b) im Vergleich zur Dicke der angrenzenden Schenkelpartien verringert ist.
  4. Zirkel nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die flächige Zone (9a, 9b) von einem umlaufenden, erhöhten Rand (12a, 12b) umgeben ist.
  5. Zirkel nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Höhe des umlaufenden Randes (12a, 12b) die Randdicke der flächigen Zone (9a, 9b) auf das Normalmaß der Schenkel (ZS1, ZS2) vergrößert.
  6. Zirkel nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß die flächige Zone (9a, 9b) auch auf ihrer Rückseite als Informations-Trägerfläche ausgebildet ist.
  7. Zirkel nach einem der Ansprüche 1 bis 6, gekennzeichnet durch eine solche Ausbildung der flächigen Zone (9a, 9b), daß in der Nullstellung des Zirkels die durch einen Spalt (13) voneinander getrennten beiden Teile der flächigen Zone mit ihren einander zugewandten Spaltflächen satt aufeinander liegen.
  8. Zirkel nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß die flächige Zone (9a, 9b) eben ist.
Es folgen 2 Blatt Zeichnungen






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