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Dokumentenidentifikation DE60012949T2 28.07.2005
EP-Veröffentlichungsnummer 0001214270
Titel VERFAHREN ZUM INDIVIDUALISIEREN VON EINEM SATTEL ZU EINEM PFERD, UND GERÄTE DAFÜR
Anmelder Roskies, Greg, St. Anicet, Quebec, CA
Erfinder Roskies, Greg, St-Anicet, Quebec J0S 1M0, CA
Vertreter Samson & Partner, Patentanwälte, 80538 München
DE-Aktenzeichen 60012949
Vertragsstaaten AT, BE, CH, CY, DE, DK, ES, FI, FR, GB, GR, IE, IT, LI, LU, MC, NL, PT, SE
Sprache des Dokument EN
EP-Anmeldetag 13.09.2000
EP-Aktenzeichen 009602608
WO-Anmeldetag 13.09.2000
PCT-Aktenzeichen PCT/CA00/01060
WO-Veröffentlichungsnummer 0001019722
WO-Veröffentlichungsdatum 22.03.2001
EP-Offenlegungsdatum 19.06.2002
EP date of grant 11.08.2004
Veröffentlichungstag im Patentblatt 28.07.2005
IPC-Hauptklasse B68C 1/12
IPC-Nebenklasse G01B 13/16   G01L 1/06   

Beschreibung[de]
Gebiet der Erfindung

Die vorliegende Erfindung betrifft im Allgemeinen das Gebiet des Pferdereitens. Insbesondere betrifft sie ein Verfahren zum Individualisieren oder Anpassen eines Sattels auf einem Pferd und Vorrichtungen hierzu.

Hintergrund der Erfindung

Die Sattelpassform, die Beziehung zwischen dem Pferd und dem Sattel, hat Reiter seit der Einführung des Sattels mit festem Rahmen beschäftigt. Im 4. Jahrhundert n. Chr. hatten Reiter bereits lange die Wichtigkeit eines gut sitzenden Sattels verstanden, sie hatten jedoch nicht die Werkzeuge, die Sattelpassform akkurat zu bestimmen. Ebenso wie Menschen nicht in der Lage sind, ihr athletisches Potential in schmerzenden Schuhen zu erreichen, können Pferde das ihrige mit einem Sattel, der ungleichen Druck ausübt oder der stößt, nicht erreichen. Nicht passende Sättel sind der häufigste Grund für Krämpfe, die die Schulter des Pferdes anheben und nach hinten ziehen, was selbstverständlich eine normale Bewegung verhindert. Ein Sattel, der stößt, kann zu eingeschränktem Blutfluss und Krämpfen in diesen und anderen Muskelgruppen führen. Der Schritt des Pferdes kann sich verkürzen, was die Art und Weise verändert, wie seine Füße auf dem Boden auftreffen. Dies kann einen Schaden an dem Bruchband und an den Oberflächensehnen des Zehenbeugemuskels hervorrufen.

Eine Tierärztin, die sich mit ausführlichen Studien von Sätteln und Passformen beschäftigt hat, ist Joyce C. Harman, DVM, MRCVS von der Harmany Equine Clinic in Washington, VA. Harman hat Artikel und Diskussionen zu diesem Thema präsentiert, einschließlich einer Präsentation bei einem Treffen der Association of Equine Sports Medicine in San Antonio, Texas im Jahr 1997. Sie hat auch ausgiebig über dieses Thema geschrieben, einschließlich der Autorenschaft eines Buches über Sättel und richtige Passformen. „Sättel sind das notwendige Übel des Wettkampfpferdes" sagt Harman. „Ein Sattel ist eine feste Struktur, die die dynamischen Strukturen des Pferdes mit dem Reiter verbindet. Die Passform und Position des Sattels beeinflussen die Bewegung des Pferdes und die Fähigkeit des Reiters, seine oder ihre Wünsche an das Pferd zu kommunizieren. Sättel haben einen hauptsächlichen Einfluss auf die schlechte Leistungsfähigkeit und auf Verhaltensprobleme und Probleme mit Lahmen, die in jeder Sportart bei Pferden beobachtet werden."

Das korrekte Anpassen dieser im Wesentlichen festen Struktur auf dem Rücken eines Pferdes kann verwirrend und frustrierend sein, sagt Harman, weil so viele Variablen eine Rolle spielen. Es ist auch eine Sache der Kosten. „Wenige Pferdebesitzer können es sich leisten, einen speziell gestalteten Sattel für jedes Pferd im Stall zu haben. Oder, wenn sie lediglich ein Pferd besitzen, ist es häufig nicht ökonomisch machbar, einen neuen Sattel zu erhalten, wenn das Pferd verkauft oder getauscht wird, und man ein anderes erhält."

Viele Reiter versuchen, das Problem der Sattelpassform mit einem Kissen zu korrigieren. Das funktioniert selten, sagt Harman: „Viele Sattelkissen gibt es auf dem Markt, die helfen können, das Passformproblem zu lösen; jedoch führen die meisten von ihnen zu mehr Problemen, als sie lösen. Das Anordnen eines Kissens über dem Widerrist unter einem Sattel der bereits zu eng ist, kann verglichen werden mit dem Anziehen von dicken Socken in einem Paar Schuhen, die bereits zu klein sind. Der Druck wird tatsächlich erhöht und Muskelverhärtung ist häufig das Ergebnis."

Es gab bereits Versuche, das Problem der Sattelpaßform zu lösen. Talley INC aus Romsey, England, entwickelte ein Kissen aus Luftzellen, die mit einer Steuereinheit über dünne flexible Plastikröhren verbunden sind. Vistamed aus Winnipeg, Kanada, entwickelte eine Feldanordnung mit druckempfindlichen Widerständen. Tekscan, ein Unternehmen in Cambridge, Mass., entwickelte eine ausgedehnte Feldanordnung mit einer kraftempfindlichen Tinte, die auf einem Polyesterfilm gedruckt worden ist. Das US-Patent 5,315,397 offenbart ein Kissen mit einer Sensorfeldanordnung zum Bestimmen der Druckverteilung unter einem Sattel. Der durch die Sensoren gemessene Druck wird in den Computer eingegeben, der eine Anzeige der Druckverteilung erzeugt. Auch bekannt ist eine mechanische Vorrichtung, die es einem Benutzer erlaubt, einen Pferderücken zu vermessen und die Messwerte mit einem Sattel zu vergleichen.

Alle bisherigen Versuche haben mehrere Einschränkungen, die umfassen jedoch nicht darauf beschränkt sind: Die Systeme sind zu sperrig, zu teuer und in den meisten Fällen technisch zu anspruchsvoll für den durchschnittlichen Reiter. Es gibt einen weiteren Hauptnachteil bei den vorgenannten Systemen. Diese sind alle so gestaltet, um die Sattelpassform auf einem statischen Pferd zu testen; ein Pferd, das sich nicht bewegt. Dies ist grundsätzlich falsch, da man glaubt, dass die Beziehung zwischen einem Sattel und einem Pferd nur dann gut verstanden werden kann, wenn sich eine Person auf dem Sattel befindet und sich das Pferd tatsächlich bewegt.

Andere Beispiele für den Stand der Technik, die sich auf dieses Gebiet beziehen, sind in den US-Patenten 4,136,506; 4,669,255; 5,027,589; 5,058,367; 5,119,618; 5,175,986; 5,375,397; 5,577,372; 5,782,070; 5,787,692; 6,050,067; und in WO 97-17281 offenbart.

Es gibt somit einen aktuellen Bedarf für ein Verfahren und/oder Vorrichtungen zum Verbessern der Sattelpassform eines Pferdes.

Abriss der Erfindung

Es ist daher eine Aufgabe der vorliegenden Erfindung ein Verfahren und Vorrichtungen zur Verfügung zu stellen, die diesen Bedarf befriedigen.

Insbesondere stellt die vorliegende Erfindung ein Abdruckkissen zum Sichtbarmachen eines Abdruckmusters der Druckverteilung eines Sattels auf den Rücken eines Pferdes zur Verfügung, wobei der Sattel eine Unterseite mit zwei symmetrischen Balken mit einer definierten Oberfläche aufweist, die so gestaltet ist, um auf dem Rücken eines Pferdes aufgebracht zu werden. Das Abdruckkissen umfasst:

  • – eine Hülle aus flexiblem Material und mit einer Oberfläche, die mindestens so groß ist wie die Oberfläche der Balken des Sattels; und
  • – ein verformbares Kittmaterial, das in der Hülle enthalten ist.

Die Erfindung sieht auch ein Verfahren vor, um ein Abdruckmuster der Druckverteilung eines Sattels auf dem Rücken eines Pferdes zu erhalten, mit den Schritten:

  • a) Bereitstellen und Nivellieren eines Abdruckkissens wie oben definiert;
  • b) Anordnen des abgeflachten Abdruckkissens des Schritts a) zwischen dem Sattel und dem Rücken des Pferdes; und
  • c) Reiten des Pferdes für eine Zeit, die ausreicht, um das Abdruckmuster der Druckverteilung des Sattels auf dem Rücken des Pferdes auf dem Abdruckkissen abzubilden.

Die vorliegende Erfindung stellt weiterhin ein Verfahren zum Individualisieren der Passform eines Sattels auf ein Pferd zur Verfügung mit den folgenden Schritten:

  • a) Bereitstellen und Nivellieren eines Abdruckkissens wie oben definiert,
  • b) Anordnen des abgeflachten Abdruckkissens nach Schritt a) zwischen dem Sattel und dem Rücken des Pferdes;
  • c) Reiten des Pferdes für eine Zeit, die ausreicht, um das Abdruckmuster der Druckverteilung des Sattels auf dem Rücken des Pferdes auf das Abdruckkissen abzubilden;
  • d) Formen eines Korrekturpolsterkissen mit einem Abdruckmuster, das dem in Schritt c) erhalten Abdruckmuster entspricht; und
  • e) Anordnen des in Schritt d) erhaltenen Korrekturpolsterkissens zwischen dem Sattel und dem Rücken des Pferdes.

Das Korrekturpolsterkissen besteht vorzugsweise aus zwei individuellen und symmetrischen Polsterkissen, die jeweils in Schritt e) unter einem entsprechenden Balken des Sattels angeordnet sind. Auch umfasst der Schritt d) des Formens eines Korrekturpolsterkissens vorzugsweise für jedes individuelle Polsterkissen die folgenden Schritte:

  • – Bereitstellen einer Basisplatte und einer Reihe von Polsterabstandshaltern mit variabler Dicke, wobei jeder Polsterabstandshalter eine Fläche aufweist, die lösbar auf einer Fläche der Basisplatte befestigbar ist; und
  • – Befestigen der Polsterabstandshalter auf die Basisplatte derart, um das Abdruckmuster des in Schritt c) erhaltenen Abdruckkissens nachzubilden.

Auch umfasst der Schritt d) vorzugsweise folgende Schritte:

  • – Anordnen der Basisplatte jedes individuellen Polsterkissens auf einer entsprechenden Seite des Abdruckkissens des Schritt c), bevor die Polsterabstandshalter darauf befestigt werden.

In einer weiteren bevorzugten Version des Verfahrens umfasst der Schritt e) des Anordnens des Abdruckkissens zwischen dem Sattel und dem Rücken des Pferdes die folgenden Schritte:

  • – Bereitstellen einer Satteldecke mit einer eingebauten Tasche zum Aufnehmen der individuellen Polsterkissen;
  • – Einsetzen der individuellen Polsterkissen in die Taschen der Satteldecke; und
  • – Anordnen der Satteldecke zwischen dem Sattel und dem Rücken des Pferdes.

Das Verfahren kann auch vorzugsweise zwischen den Schritten d) und e) die folgenden Schritte umfassen:

  • – Überprüfen der Passgenauigkeit des Korrekturpolsterkissens, das in Schritt d) geformt worden ist, was durchgeführt werden kann durch:
  • i) Nivellieren und Anordnen des Abdruckkissens auf dem Rücken des Pferdes;
  • ii) Anordnen des im Schritt d) erhaltenen Korrekturpolsterkissens zwischen dem Abdruckkissen und dem Sattel;
  • iii) Reiten des Pferdes für ungefähr die gleiche Zeit wie in Schritt c), um ein Abdruckmuster der Druckverteilung des Sattels auf dem Rücken des Pferdes abzubilden;
  • iv) Überprüfen des Abdruckmusters des in Schritt iii) erhaltenen Abdruckkissens, und, wenn es nicht flach ist, Verstärken des Abdruckmusters des Korrekturpolsterkissens, um dem Abdruckmuster des Abdruckkissens zu entsprechen; und
  • v) Wiederholen der Schritte ii) bis iv), bis das in Schritt iii) erhaltene Abdruckkissen eben ist.

Die vorliegende Erfindung betrifft auch eine Gesamtanordnung zum Formen eines Korrekturpolsterkissens wie oben beschrieben, wobei die Gesamtanordnung umfasst:

  • – Ein Paar symmetrischer Basisplatten, die jeweils eine erste Oberfläche aufweisen, die einer zweiten Oberfläche gegenüberliegt, und die eine Kontur aufweist, die im wesentlichen einer Kontur der Balken eines Sattels entspricht; und
  • – eine Reihe von Polsterabstandshaltern von variabler Dicke und variabler Länge, die jeweils eine Fläche aufweisen, die lösbar auf der ersten Seite jeder Basisplatte befestigbar ist.

Die Erfindung betrifft weiterhin eine Gesamtanordnung zum Individualisieren der Passform eines Sattels auf dem Rücken eines Pferdes, wobei die Gesamtanordnung umfasst:

  • – ein Abdruckkissen, wie oben definiert ist; und
  • – eine Gesamtanordnung zum Formen eines Korrekturpolsterkissens, wie oben beschrieben,

Was das vorliegende Verfahren und die Vorrichtung so vorteilhaft macht, ist, dass, wenn man einmal einen Abdruck mit. dem Abdruckkissen erhalten hat, ein Benutzer in der Lage ist, die Korrekturpolsterkissen zu verwenden, um jede ungleiche Verteilung des Satteldrucks zu kompensieren. Wenn immer es notwendig ist, kann der Sattel erneut getestet werden und weitere Anpassungen mit dem Korrekturpolsterkissen durchgeführt werden.

Kurze Beschreibung der Zeichnungen

Die vorliegende Erfindung und ihre Vorteile werden einfacher verstanden, nachdem die folgende, nicht beschränkende Beschreibung einer bevorzugten Ausführungsform gelesen worden ist, die mit Bezug auf die nachfolgenden Zeichnungen vorgenommen worden ist, in denen:

1 eine perspektivische Ansicht eines Abdruckkissens gemäß einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung zeigt, die auf einem Rücken eines Pferdes angeordnet ist und geeignet ist, einen Sattel aufzunehmen;

2A eine Vorderschnittansicht des Abdruckkissens der 1 zeigt, bevor ein Sattel darauf aufgesetzt ist;

2B die gleiche Ansicht wie 2A zeigt, die einen Sattel darstellt, der auf dem Abdruckkissen angeordnet ist, nachdem das Pferd bestiegen und geritten worden ist;

3A eine Querschnitts-Seitenansicht des Abdruckkissens ohne den aufgesetzten Sattel wie 2A zeigt;

3B die gleiche Ansicht wie 3A mit einem Sattel gemäß 2B zeigt;

4 eine perspektivische Ansicht eines Seitenabschnitts des Abdruckkissens der 1 mit einem darauf abgebildeten Abdruckmuster darstellt, das als ein Modell dient, um ein Korrekturpolsterkissen gemäß der Erfindung zu formen; und

5 eine perspektivische Ansicht einer Satteldecke darstellt, die so gestaltet ist, um die Korrekturpolsterkissen, die in 4 dargestellt sind, aufzunehmen.

Abdruckkissen

In Bezug auf die 1 bis 4 ist ein Abdruckkissen (10) gemäß einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung dargestellt. Das Abdruckkissen (10) wird verwendet, um ein Abdruckmuster der Druckverteilung eines Sattels (11) auf dem Rücken eines Pferdes (1) abzubilden. Es umfasst eine Hülle (16) aus einem flexiblen Material, das mit einem verformbaren Kitt ähnlichen Material (18) gefüllt ist, vorzugsweise ein nicht aushärtendes Material. Wie aus dem Stand der Technik wohl bekannt ist und wie in 1 gezeigt ist, umfasst ein Sattel (12) üblicherweise eine Unterseite mit zwei symmetrischen Balken (auch Platten genannt) (14), die so gestaltet sind, um auf dem Pferderücken angeordnet zu werden, um das Gewicht eines Reiters auf dem Pferd (1) zu tragen. Nur einer dieser symmetrischen Balken (14) kann in 1 gesehen werden. Von allen Elementen eines Sattels (12) sind es diese Balken (14), die den gesamten Druck auf den Pferderücken ausüben. Daher, wie aus den 1, 2B, oder 3B entnommen werden kann, weist die Hülle (16) eine Oberfläche auf, die mindestens so groß ist wie die Oberfläche der Balken (14) des Sattels (12), wodurch der Druck, der von den Seitenbalken (14) ausgeübt wird, auf das Abdruckkissen (10) übertragen wird, wenn es zwischen dem Sattel (12) und dem Pferderücken angeordnet ist. Bevorzugterweise ist sie größer, um sicherzustellen, dass der gesamte ausgeübte Druck auf das Abdruckkissen (10) übertragen wird. Das Abdruckkissen (10) weist vorzugsweise eine Gestaltung auf, die existierenden Sattelkissen ähnelt, wie solchen, die beim englischen Reiten oder beim Westernreiten verwendet werden.

Die Hülle (16) ist vorzugsweise aus Plastik gefertigt, bevorzugterweise ist sie aus klarem flexiblen Vinyl gebildet. Die Größe des Vinyls liegt vorzugsweise bei ungefähr #20, d.h., das Vinyl weist eine Dicke von ungefähr 0,5 mm auf. Jedoch sollte angemerkt sein, dass die Hülle aus jedem anderen flexiblen Material wie beispielsweise einem textilen Material gefertigt sein kann, so lange sie dem darin enthaltenen Kittmaterial erlaubt, einfach deformiert zu werden. Das Kitt ähnliche Material (18) kann aus jedem teigigen Material gebildet sein, bevorzugterweise kann es aus einem Rezept aus Mehl, Salz, Mineralöl, Wasser und Tatarcreme hergestellt sein.

Wie in den 1, 2A und 2B gezeigt, umfasst das Abdruckkissen (10) vorzugsweise einen zentral angeordneten Kanalbereich, der so gestaltet ist, um das Rückgrat (2) des Pferdes von dem Bereich des Widerristes (4) des hinteren Bereichs (6) des Pferdes abzudecken. Das Abdruckkissen (10) umfasst weiterhin zwei Seitenabschnitte (22), die jeweils lateral von einer Seite des Kanalbereichs (20) sich erstrecken. Jede der Seitenabschnitte (22) weist einen Vorderabschnitt (24), der gestaltet, um den Schulterbereich (8) des Pferdes abzudecken, und einen Rückabschnitt (26) auf, der so gestaltet ist, um den Rücken (6) des Pferdes abzudecken. Der Vorderabschnitt (24) ist größer als der Rückabschnitt (26), um der Form des Pferdes zu entsprechen.

In der dargestellten bevorzugten Ausführungsform bestehen die zwei Seitenabschnitte (22) der Hülle (16) aus zwei individuellen Seitenhüllen, die jeweils einen Innenrand (28) aufweisen, der lösbar mit dem Innenrand (28) des anderen Seitenabschnitts (22) verbindbar sind, um so im zentral angeordneten Kanalbereich (20) des Kissens (10) zu bilden, sobald sie verbunden sind. Eine VELCRO® Befestigung, wie beispielsweise VELCRO® Gurte (30) können verwendet werden, um die Innenränder (28) der Seitenabschnitte (22) der Hülle (16) miteinander zu verbinden. Nur eine der beiden Seitenabschnitte (22) ist in 4 dargestellt.

In Bezug auf 4 kann die Hülle (16) vorteilhafterweise einen verschließbaren Auslass (32) aufweisen, um die Luft abzulassen, die sich in der Hülle (16) befinden kann.

Bei einer weiteren Ausführungsform der Erfindung, die nicht dargestellt ist, könnte die Hülle vorteilhafterweise einstöckig sein, wobei die beiden Seitenabschnitte permanent mit dem zentral angeordneten Kanalbereich verbunden wäre.

Verfahren zum Erhalten des Abdruckmusters der Druckverteilung unter einem Sattel

Die Druckverteilung des Sattels (12) auf dem Rücken eines Pferdes (1) bei Bewegung und beim Tragen eines Reiters kann man erhalten und wird sichtbar gemacht, indem zunächst gemäß Schritt a) ein Abdruckkissen (10) wie oben beschrieben, nivelliert wird. Dies kann durch Anordnen des Abdruckkissens (10) auf einer ebenen Oberfläche und durch Nivellieren des Abdruckkissens unter Verwendung einer Rolle (Nudelholz) durchgeführt werden, so dass das Kittmaterial (18) in dem Abdruckkissen (10) eine konsistente Dicke aufweist, wie in den 2A und 3A gezeigt. Wie es für jeden Fachmann selbstverständlich ist, kann das Abdruckkissen (10) auch auf andere Weise nivelliert werden.

Dann wird, wie in den 2A, 2B, 3A und 3B gezeigt, das nivellierte Abdruckkissen (10) gemäß Schritt b) auf dem Rücken eines Pferdes (1) angeordnet, wobei seine Anordnung die gleiche ist, wie ein normales Sattelkissen. Die VELCRO® Gurte (30) werden so angepasst, dass das Abdruckkissen (10) flach auf den Konturen des Pferderückens aufliegt.

Ein Sattel (12) wird dann auf das Abdruckkissen (10) aufgesetzt. Es ist selbstverständlich, dass die vorliegende Erfindung die Verwendung von Sätteln von verschiedenen Formen und Arten umfasst, vorzugsweise englische Sättel und Westernsättel. Der Sattel (16) ist in der normalen Weise angeschirrt.

Anschließend besteigt ein Reiter gemäß Schritt c) das Pferd (1) und führt es durch eine Reihe von Manöver für eine Zeit, die ausreichend ist, um auf dem Abdruckkissen (10) das Abdruckmuster der Druckverteilung unter dem Sattel (12), wie in den 2B und 3B gezeigt ist, sichtbar zu machen. Die benötigte Zeit beträgt im Allgemeinen ungefähr 30 Minuten. Tatsächlich variiert die Zeit, die ausreicht, um einen Abdruck zu bilden, mit der Temperatur des Kittmaterials (18), dem Gewicht des Reiters und davon, wie schlecht der Sattel passt.

Der Reiter steigt dann ab und entfernt den Sattel (12). Das Abdruckkissen (10) wird untersucht. Die Druckverteilung unter dem Sattel (12) wird offensichtlich, abhängig davon, wie das Kittmaterial (18) in der Hülle (16) verformt worden ist, wie in den 2B, 3B und 4 dargestellt ist. In den Bereichen, in denen der Sattel (12) stößt oder den größten Druck ausübt, kann das Kittmaterial (18) bis zu dem Maße verlagert worden sein, dass das Haar auf dem Rücken des Pferdes durch das Abdruckkissen (10) sichtbar ist.

Verfahren zum Individualisieren der Passform eines Sattels auf einem Pferd

Anschließend, um die Passform des Sattels (12) auf das Pferd (1) zu individualisieren, umfasst das Verfahren weiterhin die Schritte d) Formen eines Korrekturpolsterkissens (34) mit einem Abdruckmuster, das dem oben in Schritt c) erhaltenen Abdruckmuster entspricht, wie in der 4 dargestellt ist; und e) das Anordnen des Korrekturpolsterkissens (34) zwischen dem Sattel (12) und dem Rücken des Pferdes (1). Das Korrekturpolsterkissen (34) besteht vorzugsweise aus zwei individuellen und symmetrischen Posterkissen, von denen nur eines in 4 dargestellt ist.

Das Formen jedes der individuellen Korrekturpolsterkissen (34) besteht vorzugsweise aus dem zeitweiligen Befestigen einer Basisplatte (36), die vorzugsweise aus Leder hergestellt ist, an jedem Abschnitt des Abdruckkissens (10) in einem vorbestimmten Bereich mit VELCRO® Befestigungen (38). Dieser Schritt könnte durchgeführt werden, indem der abgebildete Abdruck (10) und die Basisplatte (36) des Polsterkissens (34) Seite an Seite angeordnet sind, wie in 4 dargestellt ist. Diese Platten (36) sind vorzugsweise aus 198 bis 227 Gramm (7 bis 8 oz) schweren oder 3,2 mm dicken mit Polyuretan beschichteten Ledern hergestellt, obwohl jedes andere, relativ widerstandsfähige und irgendwie flexible Material verwendet werden könnte. Vorzugsweise sind sie ungefähr 53 cm (21 Inch) lang und haben eine konturierte Form mit einer maximalen Breite von ungefähr 18 cm (7 Inch), um der Form der meisten Arten von Pferden zu entsprechen. Das mit Polyuretan beschichte Leder wird verwendet, weil es eine Absorption von Schweiß von dem Pferd nicht erlaubt, wodurch das Leder sich nicht in der Form ändert.

Anschließend werden z.B. Polsterabstandshalter (40), vorzugsweise Abstandhalter aus Schaumgummi mit geschlossenen Zellen, an den Lederplatten (36) mit VELCRO® Befestigungen (41) angebracht oder eine andere Art einer lösbaren Halterung könnte verwendet werden. Die Polsterabstandshalter (40) können vorzugsweise einen Aufbau als geschlossene Zelle aufweisen, wobei jede Zelle eine Luftblase umschließt. Die Polsterabstandshalter (40) absorbieren vorzugsweise keine Feuchtigkeit und behalten ihre Form sogar unter extremem Druck. Die Polsterabstandshalter (40) sind in derselben Form hergestellt, wie die zugrunde liegenden Lederplatten (40), jedoch in Abschnitte zerschnitten. Jeder Abschnitt ist ungefähr 5 cm (2 Inch) breit, wobei die Länge durch die Kontur der Plattenform bestimmt ist. Die Polsterabstandshalter (40) sind mit veränderlicher Dicke verfügbar, die Dicken von 3 mm (1/8 Inch), 6 mm (1/4 Inch), 1,27 cm (1/2 Inch), und 1,9 cm (3/4 Inch) umfassen. Das Anordnen der Schaumgummiabstandshalter (40) auf den Lederplatten (36) wird durch das Abdruckmuster des Abdruckkissens (10) bestimmt. Die Schaumgummiabstandshalter (40) werden derart angeordnet, um das Abdruckmuster des Abdruckkissens (10) wie in 4 gezeigt, nachzubilden. Die höchsten Abstandhalter werden angeordnet, wo es den niedrigsten Satteldruck gegeben hat.

Das Abdruckkissen (10) wird erneut angeordnet und die zwei Korrekturpolsterkissen (34) darauf aufgebracht.

Der Sattel (12) wird erneut auf dem Abdruckkissen (10) angeordnet, das jetzt mit zwei Korrekturpolsterkissen (34) ausgestattet ist. Der Sattel (12) wird auf normale Weise angeschirrt.

Ein Reiter besteigt das Pferd (10) und führt es erneut durch eine Reihe von Manöver.

Der Sattel (12) wird entfernt. Wenn das Abdruckkissen (12) anzeigt, dass es einen Ausgleich des Satteldrucks gegeben hat, werden die Lederklappen (36) mit den Schaumgummiabstandshaltern (40) von dem Abdruckkissen (10) entfernt. Manchmal sind kleine Anpassungen an den Positionen der Abstandhalter (40) notwendig und der Reiter kann in einfacher Weise das angepasste Polsterkissen (34) auf dem Abdruckkissen (10) erneut anordnen, das Pferd reiten und das Abdruckmuster des Abdrucks überprüfen, und diese Schritte wiederholen, bis das Ausgleichen des Abdruckkissens (10) erfolgt ist.

Wenn das Abdruckkissen (10) ausgeglichen ist (mit anderen Worten eben ist), wird es von dem Rücken des Pferdes entfernt und durch eine Satteldecke (42) ersetzt. Mit Bezug auf 5 könnte die Satteldecke (42) zu bestehenden Designs ähnlich sein, aber sie hat mindestens eine eingebaute Tasche (44), um die Korrekturpolsterkissen (34) aufzunehmen. In der bevorzugten Ausführungsform, die in 5 dargestellt ist, umfasst die Satteldecke (42) eine zentral angeordnete eingebaute Tasche mit einer Öffnung an der Vorderseite. Jedoch bei einer anderen Ausführungsform, die nicht dargestellt ist, kann die Satteldecke (42) zwei seitlich eingebaute Taschen (44) umfassen oder eine zentral angeordnete eingebaute Tasche mit einer rückseitigen Öffnung aufweisen. Der Stoff der Satteldecke (42) ist vorteilhafterweise aus natürlichen und handgemachten Fasern hergestellt. Stoffe wie Fleece, Sherpa, gewebtes Material und flacher Strick könnten verwendet werden.

Die Korrekturpolsterkissen (34) werden abschließend in die Taschen (44) der Satteldecke (42) eingesetzt. Ein individualisiertes Sattelkissen ist auf diese Weise hergestellt worden. Jederzeit, wenn ein Pferd die Form ändert oder ein Reiter das Pferd wechselt, kann das Sattelkissen verändert werden. Diesbezüglich ist anzumerken, dass ein Sattel, der auf ein bestimmtes Pferd zu Beginn einer Wettkampfsaison passt, auf dieses Pferd am Ende der Saison nicht mehr passen kann. Pferde verändern bei Wettkämpfen im Allgemeinen ihre Form während der Wettkampfsaison dreimal. Nach einer Winterpause beginnen sie schwer und breit, mit dem Trainingsfortschritt verlieren sie Gewicht und gewinnen Muskeltonus. Dies führt in einen schmaleren Körper mit einer größeren Muskelentwicklung in den vorderen und hinteren Vierteln. Gegen Ende der Saison ist das Pferd am dünnsten mit mehr Muskelmasse.

Die vorliegende Erfindung stellt somit in vorteilhafter Weise ein einfaches und kostengünstiges Verfahren und Vorrichtungen zum Individualisieren der Passform eines Sattels auf ein Pferd zur Verfügung, sogar wenn sich die Eigenschaften des Pferdes ändern.


Anspruch[de]
  1. Abdruckkissen (10) zum Sichtbarmachen eines Abdruckmusters der Druckverteilung eines Sattels (12) auf dem Rücken eines Pferdes (1), wobei der Sattel (12) eine Unterseite mit zwei symmetrischen Balken (14) mit einer definierten Oberfläche aufweist, die so gestaltet sind, um auf dem Rücken eines Pferdes (1) aufgebracht zu werden, umfassend:

    – eine Hülle (16) aus flexiblem Material und mit einer Oberfläche, die mindestens so groß ist wie die Oberfläche der Balken (14) des Sattels (12); und

    – ein verformbares Kittmaterial (18), das in der Hülle (16) enthalten ist.
  2. Abdruckkissen (10) nach Anspruch 1, wobei die Hülle (16) umfasst:

    – ein zentral angeordneter Kanalbereich (20), der so gestaltet ist, um das Rückgrat eines Pferdes (1) von dem Widerristbereich bis zum hinteren Bereich (6) des Pferdes abzudecken; und

    – zwei Seitenabschnitte (22), die sich jeweils lateral von einer Seite des Kanalbereichs erstrecken und einen Vorderabschnitt (24), der so gestaltet ist, um den Schulterbereich eines Pferdes abzudecken und einen hinteren Abschnitt (26) aufweisen, der so gestaltet ist, um den hinteren Bereich (6) des Pferdes abzudecken.
  3. Abdruckkissen nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Vorderabschnitt (24) größer ist als der hintere Abschnitt (26).
  4. Abdruckkissen nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die zwei Seitenabschnitte der Hülle aus zwei individuellen Seitenhüllen bestehen, die jeweils einen Innenrand (28) aufweisen, der mit dem Innenrand (28) des jeweils anderen Seitenabschnitts (22) verbindbar sind, um so den zentral angeordneten Kanal (20) der Hülle zu bilden, wenn sie verbunden sind.
  5. Abdruckkissen nach Anspruch 4, wobei das Kissen (10) eine Befestigung in der Art einer VELCRO® Befestigung umfasst, um die Innenränder der Seitenhüllen miteinander zu verbinden.
  6. Abdruckkissen nach einem der Ansprüche 1 bis 5, wobei die Hülle (16) aus Plastik hergestellt ist.
  7. Abdruckkissen nach Anspruch 6, wobei das Plastik Vinyl ist.
  8. Verfahren zum Erhalten eines Abdruckmusters der Druckverteilung eines Sattels auf dem Rücken eines Pferdes, mit den Schritten:

    a) Bereitstellen und Nivellieren eines Abdruckkissens nach einem der Ansprüche 1 bis 7;

    b) Anordnen des abgeflachten Abdruckkissens des Schritts a) zwischen dem Sattel (12) und dem Rücken des Pferdes (1); und

    c) Reiten des Pferdes für eine Zeit, die ausreichend ist, um das Abdruckmuster der Druckverteilung des Sattels auf dem Rücken des Pferdes (1) auf dem Abdruckkissen (10) abzubilden.
  9. Verfahren nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass der Schritt a) des Nivellierens des Abdruckkissens den Schritt umfasst:

    – Rollen einer Rolle auf dem Abdruckkissen.
  10. Verfahren zum Individualisieren der Passform eines Sattels (12) auf ein Pferd (1) mit den folgenden Schritten:

    a) Bereitstellen und Nivellieren eines Abdruckkissens (10) nach einem der Ansprüche 1 bis 7,

    b) Anordnen des abgeflachten Abdruckkissens (10) nach Schritt a) zwischen dem Sattel und dem Rücken des Pferdes;

    c) Reiten des Pferdes für eine Zeit, die ausreicht, um das Abdruckmuster der Druckverteilung des Sattels (12) auf dem Rücken (6) des Pferdes auf das Abdruckkissen (10) abzubilden;

    d) Formen eines Korrekturpolsterkissens (34) mit einem Abdruckmuster, das dem in Schritt c) erhalten Abdruckmuster entspricht; und

    e) Anordnen des in Schritt d) erhaltenen Korrekturpolsterkissens (34) zwischen dem Sattel und dem Rücken des Pferdes.
  11. Verfahren nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass das Korrekturpolsterkissen zwei individuelle Polsterkissen umfasst, die jeweils in Schritt e) unter einem entsprechenden Balken (14) des Sattels angeordnet werden.
  12. Verfahren nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, dass der Schritt d). des Formens eines Korrekturpolsterkissens (34) für jedes individuelle Polsterkissen die folgenden Schritte aufweist:

    – Bereitstellen einer Basisplatte und einer Reihe von Polsterabstandshaltern mit variabler Dicke, wobei jeder Polsterabstandshalter eine Fläche aufweist, die lösbar auf einer Fläche der Basisplatte befestigbar ist; und

    – Befestigen der Polsterabstandshalter auf die Basisplatte derart, um das Abdruckmuster des in Schritt c) erhaltenen Abdruckkissens nachzubilden.
  13. Verfahren nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, dass der Schritt e) des Anordnens des Abdruckkissens zwischen dem Sattel und dem Rücken des Pferdes die folgenden Schritte umfasst:

    – Bereitstellen einer Satteldecke (42) mit einer eingebauten Tasche (44) zum Aufnehmen der individuellen Polsterkissen (34);

    – Einsetzen der individuellen Polsterkissen in die Taschen der Satteldecke (42); und

    – Anordnen der Satteldecke (42) zwischen dem Sattel (12) und dem Rücken (6) des Pferdes.
  14. Verfahren nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, dass der Schritt d) den folgenden Schritt umfasst:

    – Anordnen der Basisplatte (36) jedes individuellen Polsterkissens (34) auf einer entsprechenden Seite des Abdruckkissens (10), bevor die Polsterabstandshalter darauf befestigt werden.
  15. Verfahren nach einem der Ansprüche 11 bis 14, dadurch gekennzeichnet, dass zwischen den Schritten d) und e) der folgende Schritt vorgesehen ist:

    – Überprüfen der Passgenauigkeit des Korrekturpolsterkissens (34), das in Schritt d) geformt worden ist.
  16. Verfahren nach Anspruch 15, dadurch gekennzeichnet, dass der Schritt des Überprüfens der Passgenauigkeit des Korrekturpolsterkissens (34) die folgenden Schritte umfasst:

    i) Nivellieren und Anordnen des Abdruckkissens (10) auf dem Rücken (6) des Pferdes;

    ii) Anordnen des im Schritt d) erhaltenen Korrekturpolsterkissens (34) zwischen dem Abdruckkissen (10) und dem Sattel (12);

    iii) Reiten des Pferdes für ungefähr die gleiche Zeit wie in Schritt c), um ein Abdruckmuster der Druckverteilung des Sattels auf dem Rücken des Pferdes abzubilden;

    iv) Überprüfen des Abdruckmusters des in Schritt iii) erhaltenen Abdruckkissens (10), und, wenn es nicht flach ist, Verstärken des Abdruckmusters des Korrekturpolsterkissens (34), um dem Abdruckmuster des Abdruckkissens (10) zu entsprechen; und

    v) Wiederholen der Schritte ii) bis iv), bis das in Schritt iii) erhaltene Abdruckkissen (10) eben ist.
  17. Gesamtanordnung zum Formen eines Korrekturpolsterkissens (34), das zum Verteilen des Drucks eines Sattels (12) auf dem Rücken (6) eines Pferdes (1) verwendet wird, wobei der Sattel (12) zwei symmetrische Balken auf seiner Unterseite aufweist, die so gestaltet sind, um auf der Schulter und dem Rücken (6) des Pferdes angeordnet zu werden, wobei die Gesamtanordnung umfasst:

    – ein Paar symmetrischer Basisplatten (36), die jeweils eine erste Oberfläche aufweisen, die einer zweiten Oberfläche gegenüberliegt, und die eine Kontur aufweist, die im wesentlichen einer Kontur der Balken eines Sattels (12) entspricht; und

    – eine Reihe von Polsterabstandshaltern von variabler Dicke und variabler Länge, die jeweils eine Fläche aufweisen, die lösbar auf der ersten Seite jeder Basisplatte befestigbar ist.
  18. Gesamtanordnung nach Anspruch 17, dadurch gekennzeichnet, dass die Basisplatten (36) aus Leder gefertigt sind.
  19. Gesamtanordnung nach Anspruch 18, dadurch gekennzeichnet, dass die Polsterabstandshalter (40) aus einem Schaumgummi mit geschlossenen Zellen gefertigt sind.
  20. Gesamtanordnung zum Individualisieren der Passform eines Sattels auf dem Rücken eines Pferdes, wobei die Gesamtanordnung umfasst:

    – ein Abdruckkissen nach einem der Ansprüche 1 bis 7; und

    – eine Gesamtanordnung zum Formen eines Korrekturpolsterkissens nach einem der Ansprüche 17 bis 19.
  21. Gesamtanordnung nach Anspruch 20, dadurch gekennzeichnet, dass sie weiterhin umfasst:

    – eine Satteldecke (42) mit mindestens einer eingebauten Tasche (44), um das Korrekturpolsterkissen (34) aufzunehmen.
  22. Gesamtanordnung nach Anspruch 21, dadurch gekennzeichnet, dass mindestens eine eingebaute Tasche (34) aus zwei gegenüberliegenden Seitentaschen besteht.
  23. Verwendung eines Abdruckkissens nach einem der Ansprüche 1 bis 7, um die Druckverteilung eines Sattels (12) auf einem Pferderücken sichtbar zu machen.
Es folgen 6 Blatt Zeichnungen






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