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Dokumentenidentifikation DE19547068B4 04.08.2005
Titel Serviceeinrichtung an einer Spinnmaschine
Anmelder Saurer GmbH & Co. KG, 41069 Mönchengladbach, DE
Erfinder Haase, Christoph, 41748 Viersen, DE
DE-Anmeldedatum 16.12.1995
DE-Aktenzeichen 19547068
Offenlegungstag 19.06.1997
Veröffentlichungstag der Patenterteilung 04.08.2005
Veröffentlichungstag im Patentblatt 04.08.2005
IPC-Hauptklasse D01H 13/26
IPC-Nebenklasse B65H 63/00   B65H 54/26   

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft eine Serviceeinrichtung an einer Textilmaschine entsprechend dem Oberbegriff des Anspruches 1.

Aus dem Stand der Technik ist es bekannt, daß an Spinnmaschinen die Daten aller Spinnstellen in einer zentralen Steuer- und Überwachungseinrichtung der Maschine gesammelt und dort einer Datenverarbeitungs- und Speichereinrichtung zugeführt werden. Dadurch ist es möglich, an einem endseitig angeordneten Terminal der Maschine den momentanen Zustand einer Spinnstelle danach abzufragen, ob sie fehlerfrei arbeitet oder ob eine Störung vorliegt, auf deren Beseitigung durch eine Serviceeinrichtung noch gewartet wird oder ob eine Störung vorliegt, die nicht beseitigt werden kann. Sericeeinrichtungen fahren in der Regel entlang der Spinnstellen der Spinnmaschine, um an den Spinnstellen die Spinnmittel, bei Rotorspinnmaschinen beispielsweise die Rotoren, zu reinigen und nach einem Fadenbruch oder einem Kreuzspulenwechsel einen Faden anzuspinnen.

Aus der DE 31 35 333 A1 ist eine Spinnereianlage bekannt, die eine Vielzahl von Spinnstellen aufweist, wobei auftretende Bedienfälle nach Art und Ort erfaßt und an einen zentralen Datenspeicher übermittelt werden. Der zentrale Datenspeicher wird nach aufgetretenen Bedienfällen in der Rangfolge ihrer Bedienbedürftigkeit abgefragt, wobei mindestens der Ort, gegebenenfalls auch die Art der vorzunehmenden Bedienung des rangersten Bedienfalles der Bedienperson beziehungsweise der mobilen Wartungsvorrichtung als zu wartende Bedienstelle aufgegeben wird. Der zentrale Datenspeicher speichert also alle mit Bedienvorgängen zusammenhängenden Daten. Eine Abfragevorrichtung fragt vom zentalen Datenspeicher alle die Angaben ab, welche zur Ermittlung der zuerst zu bedienenden Arbeitsstellen erforderlich sind und leitet diese Angaben dann einem Sender zu. Der Befehl wird auf drahtlosem Wege an einen von der Bedienperson mitgeführten Empfänger mitgeteilt, welcher die zu bedienende Stelle der Bedienperson auf akustischem oder optischem weg erkennbar macht.

Aus der WO 91/1648 A1 ist ebenfalls ein drahtloses Alarmruf-System bekannt. Zusätzlich zum Ort der Störung, zu der Bedeutung der Störung und zur Art der Bedienung wird entsprechend dieser Anmeldung noch der zur Behebung der Störung erforderliche Spezialist angefordert sowie das zur Behebung der Störung erforderliche Werkzeug aufgelistet. Wenn der Spezialist die rufende Maschine erreicht hat, kann er an der maschinenseitig angeordneten Anzeigeeinrichtung ablesen, wo der Fehler liegt, der zu beseitigen ist.

Eine ähnliche, ebenfalls drahtlos arbeitende Vorrichtung zur Datenerfassung und Überwachung von Wartungsarbeiten an Spulmaschinen ist auch durch die DE 40 31 419 A1 bekannt. Bei dieser bekannten Vorrichtung sind die einzelnen Spulstellen eines Spulautomaten jeweils an eine maschinenendseitig angeordnete Steuer- und Überwachungseinrichtung angeschlossen, die ihrerseits mit einer zentralen Steuer- und Überwachungseinrichtung verbunden ist.

Die zentrale Steuer- und Überwachungseinrichtung steht drahtlos mit einer tragbaren Einrichtung in Verbindung, die vom Bedienpersonal während eines Inspektionsganges mitgeführt wird.

Über die tragbare Einrichtung können verschiedene, die Spulstellen betreffende Daten unmittelbar eingegeben und sofort an die zentrale Steuer- und Überwachungseinrichtung übertragen werden.

Die Installation drahtloser Alarmsysteme der beschriebenen Art erfordert einen hohen steuerungstechnischen Aufwand. Die drahtlose Übermittlung von Daten, vor allem in einer Spinnerei mit einer Vielzahl von maschinenbedingten Störquellen, ist nicht problemfrei und die Bedienperson muß immer über ein Rufgerät erreichbar sein, wenn eine schnelle Störungsbeseitigung erfolgen soll.

Die Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, an einer Textilmaschine mit einer Vielzahl von Arbeitsstellen mit gerigem Aufwand insbesondere bei maschinenseitig nicht behebbaren Störungen an Arbeitsstellen die Ursachen festzustellen.

Die Lösung der Aufgabe erfolgt mit Hilfe der kennzeichnenden Merkmale des Anspruches 1. Weitere vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung werden in Unteransprüchen beansprucht.

Während die Serviceeinrichtung entlang der Arbeitsstellen einer Textilmaschine, beispielsweilse den Spinnstellen einer Spinnmaschine, patroulliert, wandert sie entweder zwischen den beiden Endgestellen der Maschine hin und her oder fährt um ein Endgestell herum und bedient die Arbeitsstellen auf beiden Seiten der Maschine. Fährt eine Serviceeinrichtung nur zwischen den beiden Endgestellen hin und her, werden beide Seiten der Maschine jeweils durch eine eigene Serviceeinrichtung bedient. Die Serviceeinrichtungen pendeln kontinuierlich zwischen ihren Umkehrpunkten hin und her und unterbrechen die Fahrt nur zur Behebung von Störfällen und zur Durchführung von Servicearbeiten. Etwa während der Hälfte der Laufzeit der Maschine befindet sich somit eine Serviceeinrichtung näher dem Endgestell, das keine Möglichkeit bietet, den Zustand einer Arbeitsstelle abzufragen beziehungsweise anzuzeigen. Will aber eine Bedienperson Auskunft über eine Arbeitsstelle erhalten, kann sie, je nach ihrem Standort an der Maschine, vorteilhaft den kürzesten Weg entweder zum Endgestell mit dem Terminal oder zur Serviceeinrichtung mit einem Terminal einschlagen, um dort eine Auskunft zu holen. Bei der Länge heutiger Spinnmaschinen von beispielsweise dreißig bis vierzig Metern bedeutet das eine erhebliche Zeitersparnis.

Erfindungsgemäß bietet also eine Serviceeinrichtung dieselbe Auskunftsmöglichkeit über den Zustand einer Arbeitsstelle wie das Eingabe- und Abfrageterminal, das einer Steuer- und Überwachungseinrichtung einem Endgestell der Maschine zugeordnet ist. Statt mit einer zentralen Einrichtung kann das Terminal auch jeweils mit den Arbeitsstellen verbunden sein, an denen die Produktionsdaten sowie Störfälle und deren Ursachen gespeichert sind. Möglich wäre dabei auch der Zugang zu einem Netzwerk, in dem die Daten aller Arbeitsstellen von jeder Arbeitsstelle nutzbar sind. Über ein entsprechend eingerichtetes Terminal an der Serviceeinrichtung kann erfindungsgemäß ebenfalls der Zustand einer beliebig ausgewählten Arbeitsstelle und bei einer Störung der Spinnstelle die Art der Störung sowie deren Ursache, wenn sie maschinenseitig durch Selbstdiagnose erkennbar ist, abgefragt werden.

Der technische Aufwand zur Ausstattung der Serviceeinrichtung mit einem Terminal mit einer Eingabeeinheit zum Eingeben einer Abfrage nach dem Zustand von Arbeitsstellen und einer Ausgabeeinheit zum Anzeigen des Ergebnisses der Abfrage ist insbesondere bei einer geringen Anzahl von Maschinen vorteilhaft weniger aufwendig als die Installation eines drahtlosen Alarmsystems. Jedesmal dann, wenn die Serviceeinrichtung sich vor einer Arbeitsstelle positioniert hat, kann ein Kontakt zu einer zentralen Steuereinrichtung oder über ein Datenübertragungsnetz zu allen Arbeitsstellen hergestellt werden, der zur Abfrage genutzt werden kann. Dabei kann aufgrund einer vorgesehenen Schaltung in der Serviceeinrichtung die Abfrage unabhängig von der Entfernung der Serviceeinrichtung zu der Arbeitsstelle, deren Zustand abgefragt werden soll, durchgeführt werden. Möglich ist auch die Abfrage der Arbeitsstellen, die momentan denselben Zustand in Bezug auf eine ausgewählte Störung aufweisen. Mit einer solchen Anfrage ist es möglich, die Störungen herauszusuchen, an denen nacheinander dieselben Maßnahmen zur Beseitigung ergriffen werden müssen. Dadurch werden nacheinander vergleichbare Arbeiten mit denselben Werkzeugen durchgeführt.

Eine in der Serviceeinrichtung vorgesehene Schaltung ermöglicht außerdem vorteilhaft eine Abfrage über das Terminal an der Serviceeinrichtung, ohne daß in die Servicearbeit eingegriffen wird, die die Serviceeinrichtung momentan an einer Arbeitsstelle durchführt. Die Datenübertragung vom umd zum Terminal erfolgt getrennt von der Datenübertragung von und zu den Einrichtungen, die die Arbeit der Serviceeinrichtung steuern.

Tritt an einer Spinnstelle einer Spinnmaschine eine Störung auf, beispielsweise ein Fadenbruch, signalisiert dies die Spinnstelle durch eine Anzeige, beispielsweise optisch durch eine farbige Lampe. Gleichzeitig wird in der Steuer- und Überwachungseinrichtung die auftretende Störung und die Art der Störung registriert. Die an den Spinnstellen entlang patroullierende Serviceeinrichtung erkennt die Störungsmeldung an der Spinnstelle, positioniert sich vor ihr und beginnt die zur Behebung der Störung erforderliche Servicearbeit. Gelingt es nicht, die Ursache der Störung zu finden und zu beseitigen, wird die Spinnstelle stillgesetzt und durch eine besondere Signalgebung, beispielsweise eine rote Lampe, gekennzeichnet. Daß die Spinnstelle eine Störung hat, die nicht behebbar ist, wird der Steuer- und Überwachungseinrichtung gemeldet, die daraufhin optisch und/oder akustisch an der Maschine Alarm auslösen kann, um eine Bedienperson herbeizurufen. Ist die Steuer- und Übewachungseinrichtung in der Lage, die Ursache der Störung zu diagnostizieren, kann die Ursache ebenfalls angezeigt beziehungsweise abgefragt werden.

Insbesondere dann, wenn an einer Arbeitsstelle eine für die Serviceeirichtung nicht behebbare Störung auftritt, deren Ursache nicht festgestellt werden kann, ist es für eine Bedienperson von Vorteil, wenn die Serviceeinrichtung unter den Augen der Bedienperson die erforderliche Servicearbeit zur Behebung der Störung wiederholt. Der Zeitpunkt oder die Stelle, an der die Arbeit zur Behebung der Störung scheitert, lassen in der Regel bereits Rückschlüsse auf die Ursache der Störung zu. Die Serviceeinrichtung weist deshalb vorteilhaft eine Schaltung auf, die bei der Durchführung einer Serivicearbeit an einer Arbeitsstelle mit einer maschinenseitig nicht behebbaren Störung die Arbeit zu dem Zeitpunkt stoppt und die Serviceeinrichtung und die Arbeitsstelle in ihrem momentanen Zustand verharren läßt, wenn sich die Behebung der Störung als nicht durchführbar erweist.

Aus dem Verharrungszustand der Aggregate können vielfach bereits Rückschlüsse auf die Ursachen der Störungen gezogen werden. Mißlingt beispielsweise an einer Spinnstelle das Einführen eines Fadenendes in die Spinnbox, oder mißlingt die Übergabe des frisch angesponnenen Fadens an den Abzug der Spinnstelle oder mißlingt der Faserbandeinzug aufgrund einer in den Verdichter eingezogenen Schlaufe, so wird das Arbeitsprogramm der Serviceeinrichtung an der dafür typischen Stelle des Programmablaufs abgebrochen. Im ersten Fall bleibt der Fadengreifer mit dem Fadenende vor dem Fadenabzugsröhrchen stehen. Im zweiten Fall bleibt der Fadenübergeber in seiner Übergabestellung stehen und im dritten Fall wird der Faserbandeinzug gestoppt. Anhand des Zustands von Serviceeinrichtung und Spinnstelle läßt sich außerdem vorhersagen, ob die Ursache der Störung in der Spinnstelle oder in der Serviceeinrichtung zu suchen ist.

Anhand einer figürlichen Darstellung einer Spinnmaschine wird die Erfindung weiter erläutert.

Mit 1 ist eine schematisch dargestellte Spinnmaschine bezeichnet, von der zwischen den beiden Endgestellen 2 und 3 eine Vielzahl von Spinnstellen 4 angedeutet ist. Es ist eine zweiseitige Spinnmaschine, an der die Spinnstellen 4 in einer Doppelreihe A und B zwischen den beiden Endgestellen 2 und 3 angeordnet sind. In den Endgestellen sind, hier nicht dargestellt, Versorgungs- und Antriebseinrichtungen untergebracht. In dem Endgestell 2 ist die Steuer- und Überwachungseinrichtung 5 angeordnet. Das zugehörige Terminal T, am Endgestell 2 angeordnet, weist eine Eingabeeinheit Y und eine Ausgabeeinheit Y auf.

Jede der Arbeitsstellen 4 weist Sensoren auf, die die Arbeitsabläufe an einer Spinnstelle überwachen und Produktions- und Stördaten an die Steuer- und Überwachungseinrichtung 5 liefern. Diese Sensoren sind insgesamt mit 6 bezeichnet. Sie stehen über Datenleitungen 7 oder einem Datenbus mit der Steuer- und Überwachungseinrichtung 5 in Verbindung. Weiterhin angedeutet sind an den Spinnstellen 4 die Signalleuchten 8 und 9. Mit der Signalleuchte 8 wird eine Störung angezeigt. Sie dient gleichzeitig als Aufforderung für eine Serviceeinrichtung, dort anzuhalten und die Störung zu beheben. Mit der Signalleuchte 9 wird eine Störung angezeigt, die von der Serviceeinrichtung nicht behoben werden kann.

Auch diese Signalleuchten stehen über entsprechende Leitungen 10 mit der Steuer- und Überwachungseinrichtung 5 in Verbindung.

Im vorliegenden Ausführungsbeispiel sind zwei Serviceeinrichtungen 11A und 11B an der Spinnmaschine 1 vorgesehen. Die Serviceeinrichtung 11A patroulliert entsprechend dem Doppelpfeil 12 entlang der Spinnstellen 4 an der Seite A der Spinnmaschine zwischen den Endgestellen 2 und 3. Die Serviceeinrichtung 11B patroulliert entsprechend dem Doppelpfeil 13 entlang der Spinnstellen 4 auf der Seite B der Spinnmaschine 1, ebenfalls zwischen den Endgestellen 2 und 3, hin und her.

Auf der Seite A der Spinnmaschine 1 hat sich die Serviceeirichtung 11A an einer gestörten Spinnstellen 4S positioniert, um dort eine Servicearbeit durchzuführen, beispielsweise einen Fadenbruch zu beheben. Die Serviceeinrichtung 11A wurde durch die Signalleuchte 8 veranlaßt, sich vor der Spinnstelle zu positionieren. Die Serviceeinrichtung besitzt Sensoren 14 und 15, mit denen die Signalleuchte 8 beziehungsweise die Signalleuchte 9 identifiziert werden können.

Wenn die Serviceeinrichtungen 11A beziehungsweise 11B entlang der Spinnstellen fahren, werden die Signalleuchten 8 und 9 abgefragt. Eine Signalleuchte 8 bedeutet eine Störung, die von einer Serviceeinrichtung behoben werden soll. Hat sich eine Serviceeinrichtung vor einer Spinnstelle positioniert, stellt sie mit dieser eine Verbindung her, die eine Abfrage nach der Art der Störung und Eingriffe in den Ablauf der Spinnstelle ermöglicht. Die Verbindung mit einer der Spinnstellen 4 und damit auch mit der Steuer- und Überwachungseinrichtung 5 erfolgt in bekannter Weise entweder über elektrische Kontakte oder mittels optischer oder elektromagnetischer Datenübertragung auf kürzeste Distanz. Dem Sender und Empfänger 16 an einer der Serviceeinrichtungen 11A und 11B steht jeweils ein Sender und Empfänger 17 an den Spinnstellen 4 gegenüber. Die Sender und Empfänger 17 der Spinnstellen 4 sind über eine Datenleitung 18 mit der Steuer- und Überwachungseinrichtung 5 verbunden. Jede der Serviceeinrichtungen 11A und 11B weist eine eigene Steuereinrichtung 19 auf, mit der die durchzuführenden Servicearbeiten gesteuert werden. Diese Steuereinrichtungen 19 stehen auch jeweils mit den Sendern und Empfängern 16 und den Sensoren 8 und 9 in Verbindung.

Erfindungsgemäß ist jede der Serviceeinrichtungen 11A und 11B mit einem Terminal t ausgestattet. Es weist eine Eingabeeinheit y, beispielsweise eine alphanumerische Tastatur, auf, in die die Anfragen zum Zustand einer Spinnstelle eingegeben werden können. Weiterhin weist das Terminal t eine Ausgabeeinheit x, beispielsweise einen Bildschirm oder einen Drucker, auf, in der die Daten, die die Bedienperson abfragen will, zugänglich gemacht werden.

Ist es für eine Serviceeinrichtung nicht mehr möglich, die Ursache einer Störung zu beseitigen, wird dies durch eine andere Signalleuchte, beispielsweise eine rote Signalleuchte 9, signalisiert. Die Serviceeinrichtung fährt diese Spinnstelle nicht mehr an. Eine Bedienperson muß eingreifen.

Ein solcher Fall wird an der Spinnstelle 4t durch eine brennende Signalleuchte 9 signalisiert. Eine Bedienperson P1, die aufgrund der Störungsmeldung zu der Spinnstelle 4t gerufen wurde, hat nach einer Inaugenscheinnahme der gestörten Spinnstelle die Ursache nicht feststellen können. Aus diesem Grund hat sich die Bedienperson P1 zu der benachbarten Serviceeinrichtung 11A begeben, die gerade an eine gestörten Spinnstelle 4s eine Servicearbeit durchführt. Am Terminal t kann ihr beispielsweise durch Eingabe der Spinnstellennummer in die Eingabeeinheit y die Ursache der Störung in der Ausgabeeinheit x angezeigt werden. Ist die Ursache bekannt, kann die zur Beseitigung der Ursache erforderliche Servicearbeit durchgeführt werden. Ist die Ursache nicht feststellbar, wird das ebenfalls angezeigt.

In einem solchen Fall besteht die Möglichkeit, die Serviceeinrichtung an die gestörte Spinnstelle zu holen, um die Duchführung der Servicearbeit zu überwachen. Eine solche Situation ist in der Darstellung an der Maschinenseite B wiedergegeben. Die Serviceeinrichtung 11B wurde von der Bedienperson P2 vor die Spinnstelle 4p positioniert. Die Signalleuchte 9 zeigt an, daß die Serviceeinrichtung 11B nicht in der Lage war, die Ursache für die Störung zu finden. Die Bedienperson P2 gibt am Terminal t in die Eingabeeinheit y Befehle zur Durchführung einer ihr sinnvoll erscheinenden Servicearbeit ein, mit der die Ursache der vorliegenden Störung beseitigt werden könnte. Aufgrund der erfindungsgemäßen Schaltung wird die Serviceeinrichtung 11B und die Spinnstelle 4p zu dem Zeitpunkt angehalten, an dem sich die Behebung der Störung durch die Serviceeinrichtung als unmöglich erweist. Anhand der Stellungen der Aggregate der Serviceeinrichtung sowie der Spinnstelle lassen sich in den meisten Fällen Rückschlüsse auf die Ursache der Störung ziehen. Wenn sich herausgestellt hat, daß die Ursache für die Störung in der Spinnstelle liegt, kann die Serviceeinrichtung wieder in den Ausgangszustand zurückversetzt werden und für die normalen Kontrollfahrten freigegeben werden. Die Spinnstelle muß dann einer entsprechenden Reparatur unterzogen werden. Liegt die Ursache der Störung in der Serviceeinrichtung, muß diese stillgesetzt werden um die Ursache in ihr zu beseitigen.


Anspruch[de]
  1. Serviceeinrichtung, die an einer Textilmaschine insbesondere einer Spinnmaschine, mit einer Vielzahl nebeneinanderliegender Arbeitsstellen angeordnet ist zur Durchführung von Servicearbeiten an den Arbeitsstellen, wobei die Serviceeinrichtung während der Durchführung der Servicearbeiten zu deren Steuerung und Überwachung mit den jeweiligen Arbeitsstellen in Wirkverbindung steht und daß an der Maschine ein mit dem Datenübertragungsnetz der Maschine verbundenes Terminal fest angeordnet ist zur Abfrage und Ausgabe der zentral oder dezentral gespeicherten Daten über die Produktion der Arbeitsstellen sowie die die Servicearbeiten auslösenden Störungen und deren Ursachen, dadurch gekennzeichnet, daß die Serviceeinrichtung (11A, 11B) ein zusätzliches Terminal (t) mit einer Eingabeeinheit (y) und einer Ausgabeeinheit (x) aufweist, daß die Eingabeeinheit (y) insbesondere eingerichtet ist zur Eingabe von Abfragen nach dem Zustand von Arbeitsstellen (4, 4t) an der Spinnmaschine (1) und daß die Ausgabeeinheit (x) insbesondere eingerichtet ist zur Angabe der maschinenseitig durch Selbstdiagnose erkennbaren Art der Störungen an den abgefragten Arbeitsstellen (4, 4t) und deren Ursachen, und daß das zusätzliche Terminal (t) dann, wenn die Serviceeinrichtung (11A, 11B) vor einer Arbeitsstelle (4p, 4s) positioniert ist, an das Datenübertragungsnetz (18) der Textilmaschine (1) anschließbar ist.
  2. Serviceeinrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Terminal (t) und dessen Verbindung zum Datenübertragungsnetz (zur Auswahl von Arbeitsstellen (4, 4t) und der Anzeige von deren Zustand sowie der Ursachen eventueller Störungen) unabhängig sind sowohl von der jeweiligen Position der Serviceeinrichtung (11A, 11B) als auch von der gegenwärtig durchzuführenden Servicearbeit.
  3. Serviceeinrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß eine Schaltung vorgesehen ist, die dann, wenn die Serviceeinrichtung (11B) von einer Bedienperson an einer Arbeitsstelle (4p) wieder positioniert ist, die von der Serviceeinrichtung (11B) mit einer maschinenseitig nicht behebbaren Störung zuvor verlassen wurde, den Programmablauf der Servicearbeit an der Stelle abbricht, an der sich die Behebung der Störung als nicht mehr durchführbar erweist, und die Arbeitsstelle (4p) und die Serviceeinrichtung (11B) in ihrem momentanen Zustand verharren läßt.
Es folgt ein Blatt Zeichnungen






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