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Dokumentenidentifikation DE60104350T2 04.08.2005
EP-Veröffentlichungsnummer 0001136404
Titel Vorrichtung zum longitudinalen Ausrichten von plattenförmigen Bauteilen in einer Zuführstation einer Maschine zu ihrer Bearbeitung
Anmelder Bobst S.A., Lausanne, CH
Erfinder Gombau, Georges, 1066 Epalinges, CH;
Lüscher, Patrick, 1304 Cossonay, CH
Vertreter Weickmann & Weickmann, 81679 München
DE-Aktenzeichen 60104350
Vertragsstaaten AT, BE, CH, CY, DE, DK, ES, FI, FR, GB, GR, IE, IT, LI, LU, MC, NL, PT, SE, TR
Sprache des Dokument FR
EP-Anmeldetag 16.02.2001
EP-Aktenzeichen 011038080
EP-Offenlegungsdatum 26.09.2001
EP date of grant 21.07.2004
Veröffentlichungstag im Patentblatt 04.08.2005
IPC-Hauptklasse B65H 9/06

Beschreibung[de]

Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf eine Vorrichtung für die Längsausrichtung von plattenartigen Werkstücken in einer Einführstation von einer Maschine, die sie verarbeitet um Verpackungen herzustellen. In solch einer Maschine werden die plattenartigen Werkstücke, oder Bogen aus Papier oder Karton, nacheinander von zuoberst eines Stapels genommen und in flachem Zustand zu einer Reihe von Verarbeitungsstationen wie Druck-, Stanz- und Abfallausbrechstationen geführt, bevor sie in einer Auslagestation wieder gestapelt werden.

Bei der Einführung sind die Bogen auf einer Stapeltragplatte gelagert, die mit automatischer vertikaler Verschiebung durch Ketten ausgestattet ist, so dass die Höhe des Stapels während der Einführung der Bogen in die Verarbeitungsmaschine konstant bleibt. Die Bogen werden durch Hebesaugnäpfe einer nach dem anderen von zuoberst des Stapels genommen und zu Transportsaugnäpfen getragen. Die Transportsaugnäpfe bewegen sich horizontal hin und her und bringen so jeden Bogen zu einem Anlegetisch, wo die plattenartigen Werkstücke folglich flächig abgelegt werden.

Eine Transportart des Bogens vom Eingang des Anlegetischs bis zur ersten Verarbeitungsstation besteht darin, einen aus Riemen gebildeten Förderteppich sowie Pressrollen gemeinsam zu benutzen, wobei letztere den Bogen auf dem Teppich halten und ihn vor die erste Verarbeitungsstation bringen. Jeder Bogen wird danach von einer Greiferstange, die auf einer Greiferstangenkette angebracht ist, in die nächsten Stationen mitgenommen.

Die erfindungsgemässe Vorrichtung wird in der Einführstation direkt vor dem Anlegetisch verwendet. Um den korrekten Betrieb der Maschine zu gewährleisten muss einerseits der vordere Rand von jedem eingeführten plattenartigen Werkstück genau ausgerichtet sein, so dass er nicht schräg engagiert wird, und andererseits muss die Geschwindigkeit, mit der diese Werkstücke auf dem Anlegetisch abgelegt werden, beibehalten werden. Diese letzte Bedingung bestimmt den Längsstandort des Bogens auf dem Teppich, d.h. seine Positionierung in der Laufrichtung, so dass ihn die Greiferstange zum Zeitpunkt seines Durchlaufs richtig ergreifen kann. Diese Geschwindigkeit ist durch den Abstand zwischen zwei vorderen Rändern von zwei aufeinanderfolgenden plattenartigen Werkstücken auf dem Anlegetisch physikalisch messbar. Mit einer Vorrichtung für die Ausrichtung des vorderen Bogenrandes können die beiden Bedingungen gleichzeitig erfüllt werden, sofern diese Vorrichtung synchronisiert mit der Produktionsgeschwindigkeit der Maschine arbeitet.

Eine Vorrichtung für die Längsausrichtung der Bogen besteht im Allgemeinen aus einer Querwelle, die über die Breite des Anlegetisches spannt. Diese Welle ist etwas unterhalb des oberen Niveaus der von den Transportsaugnäpfen gehaltenen Bogen angeordnet. Wenn es vertikal orientiert ist, dient ein Blatt, das sich entlang der Querwelle erstreckt und mit ihr fest verbunden ist, als Anschlag für den vorderen Bogenrand des Bogens und erlaubt so seine Ausrichtung. Synchronisiert mit der Produktionsgeschwindigkeit, wird die Welle mit einer sich wiederholenden Pendelbewegung zwischen 0 bis 45 Grad angetrieben, so dass das Blatt eine Klappe bildet, die von einer vertikalen geschlossenen Position in eine schräge geöffnete Position wechselt, die in letzterem Fall den Durchlauf des Bogens auf den Anlegetisch erlaubt.

Mehrere Vorrichtungen dieser Art sind bis heute bekannt aber nur wenige berücksichtigen ein unterstelltes Problem, das mit dem Anfangszustand der in die Produktionsmaschine einzuführenden Bogen zusammenhängt. Von organischer Natur sind die in der Verpackungsindustrie verwendeten Papier- oder Kartonbogen besonders empfindlich für die herrschenden Bedingungen, unter denen sie verarbeitet oder gelagert werden. Ein Hauptfaktor ist die Luftfeuchtigkeit, die die mechanischen, dimensionalen und vor allem geometrischen Eigenschaften des Bogens wesentlich beeinflusst. Obgleich er ursprünglich flach ist, neigt der Bogen häufig dazu, sich beispielsweise infolge der Luftfeuchtigkeitsschwankungen aber auch infolge des Bedruckens von einer seiner Seiten zu wölben. Diese Bombage wird in der Fachsprache normalerweise „Krümmung" genannt. Die Krümmung betrifft vor allem Bogen aus Wellpappe und ist umso bezeichnender je dicker die Bogen sind, oder wenn die Materialqualität der beiden Bogenseiten unterschiedlich ist; wie dies oft der Fall ist für die bedruckten ästhetischen Kartonverpackungen. Diese Krümmung ist nicht unbedingt eine symmetrische Verformung in Bezug auf eine der zwei Symmetrieachsen des Bogens. Tatsächlich kann der Bogen eine Wölbung aufweisen, die in seiner linken Hälfte ausgeprägter ist als in seiner rechten Hälfte oder umgekehrt.

Werden stark gekrümmte Bogen in der Maschine verwendet, stellt dies verschiedene Probleme dar, insbesondere bei der Einführung des Bogens auf den Anlegetisch, aber ebenfalls während der Ausrichtung des vorderen Randes des Bogens kurz vor seiner Einführung. Da er im Allgemeinen von den Saugnäpfen in seinem Mittelteil ergriffen wird, verursacht das Engagieren eines stark gekrümmten Bogens auf den Anlegetisch Schwierigkeiten bei den Seitenteilen des Bogens, die dazu neigen, am Vorderrand des Anlegetischs hängenzubleiben. In der Tat, angesichts der konkaven Wölbung des Bogens befindet sich der Rand der Seitenteile dieser Bogen unterhalb des Einführungsniveaus, das dem Mittelteil des von den Saugnäpfen gehaltenen Bogens entspricht.

Um dieses Problem zu lösen ist es bekannt, Platten zu verwenden, die auf dem Vorderteil des Anlegetischs angeordnet sind, wie dies in Patent CH 651'807 vorgesehen ist. Bestehend aus abwärts gebogenen Platten oder Stangen, erleichtern diese Platten die Einführung der gewölbten Seitenteile eines gekrümmten Bogens.

Wenn jedoch stark gekrümmte Bogen verwendet werden müssen, behindert der Gebrauch einer solchen Klappe wie die vorbeschriebene immer den Durchlauf des Bogens. Tatsächlich stossen die fallenden Seitenteile dieser Bogen noch und trotz allem gegen die Seitenteile der geöffneten Klappe, so dass die Bogenecken drohen umzuknicken. Um dieses Problem zu lösen besteht eine bekannte Lösung darin, die Klappenlänge zu kürzen und nur ihren Mittelteil zu behalten, damit die Seitenränder des gekrümmten Bogens ohne Behinderung infolge der so gebildeten seitlichen Freisetzung durchlaufen können. Diese Lösung erfordert eine Aufteilung der Klappe in mehrere abnehmbare Elemente oder in eine Vielzahl von frei beweglichen Segmenten.

In der Praxis weist diese Ausführung jedoch verschiedene Nachteile auf, einerseits eine reduzierte, auf den Mittelteil der Bogen beschränkte Ausrichtung, die vom Ausmass seiner Krümmung abhängt, und andererseits eine zusätzliche Handhabung, die auf reduziertem und schwer zugänglichen Raum ausgeführt werden muss und den Gebrauch von Hilfsmitteln für die Montage und Demontage der Klappe erfordert. Da die Krümmung der auf dem Stapelträgerin der Einführstation gestapelten Bogen ebenfalls je nach Stapelhöhe schwankt, benötigt eine solche Ausführung während der Produktion einerseits eine ständige Kontrolle des Durchlaufs der Bogen über die geöffnete Klappe und andererseits eine Reihe wiederholter manueller Eingriffe um die Länge dieser Klappe entsprechend dem Ausmass der Bogenwölbung anzupassen. Diese zahlreichen Eingriffe implizieren häufige Maschinenstopps, was wiederum die Produktionskosten verteuert.

Die Form der Seitenplatten, welche die Bogeneinführung begünstigen, verändert sich in erster Linie entsprechend der maximalen Freisetzung, in seinen Seitenteilen, die durch die Vorrichtung für die Längsausrichtung des Bogens erreicht wird. Diese Freisetzung ist hingegen proportional zu dem Platz, welchen die Seitenteile der Klappe beanspruchen, wenn letztere auf die für den Durchlauf von gekrümmten Bogen notwendige Konfiguration angepasst ist. Je grösser die Freisetzung an den Klappenenden ist, desto besser ist der Durchlauf der Bogen und umso gekrümmter können sie sein. Aber im Widerspruch dazu, je länger die Kontaktlänge des vorderen Bogenrandes gegen die Klappe ist, desto besser ist die Ausrichtung des Bogens und umso kleiner ist die seitliche Freisetzung.

Bis heute war der Bediener gezwungen, den bestmöglichen Kompromiss zwischen diesen zwei Gegensätzen zu finden, was wiederholte und unbequeme Einstellungen wie die obenerwähnten zur Folge hatte.

Um diese Nachteile zu beheben, schlägt die vorliegende Erfindung für die Längsausrichtung von Bogen eine Kardangelenkvorrichtung vor, wobei die Welle der beweglichen Anschlagklappe eine Form annehmen kann, die sich der Wölbung des vorderen Randes des gekrümmten Bogens anpasst. Zu diesem Zweck, bezieht sich die vorliegende Erfindung auf eine Vorrichtung gemäss Patentanspruch 1.

Die Vorteile der vorliegenden Erfindung liegen hauptsächlich darin, dass eine solche Vorrichtung eine Ausrichtung des Bogens auf seinem fast gesamten vorderen Rand erlaubt, für Bogen, die von einer bedeutenden Krümmung (bis zu 4 bis 5%), symmetrisch oder asymmetrisch, betroffen sind. Ausserdem hat die erfindungsgemässe Vorrichtung den Vorteil, ständig in der Einführstation bleiben zu können, dank ihrer besonderen Fähigkeit, ihre Geometrie leicht verändern zu können um sich den gewölbten Formen von den gekrümmten Bogen anzupassen. Vorteilhafterweise muss kein Teil der Klappe der besagten Vorrichtung hinzugefügt oder von ihr entfernt werden und kein Hilfsmittel ist für ihre Einstellung notwendig, so dass bei der Maschinenvorbereitung für eine neue Arbeit beträchtlich Zeit eingespart werden kann. Schliesslich können bei diesem neuen Konzept, durch Nichtvorhandensein, keine Teile der Klappe verloren gehen.

Um einige Ausdrücke zu bestimmen, die die Position und Orientierung von bestimmten Bestandteilen in der Maschine bezugnehmend auf die vorliegende Erfindung beschreiben, werden die Bezeichnungen „Bedienungsseite" und „Gegenbedienungsseite" angeführt, die in allgemeiner Übereinstimmung verwendet werden, um sich auf eine bestimmte Seite bezüglich der Mittellängsachse der Maschine zu beziehen. Diese Wahl ermöglicht es, jegliche Verwirrung bezüglich den herkömmlichen Bezeichnungen links und rechts zu vermeiden, die vom Standpunkt des Betrachters abhängen. Auf ähnliche Weise werden die gewohnten Ausdrücke „längs" und „quer" verwendet, die sich immer auf die Mittelachse der Maschine beziehen, deren Orientierung durch die Laufrichtung der plattenartigen Werkstücke bestimmt ist. Schliesslich werden auch die Ausdrücke „stromaufwärts" und „stromabwärts" angeführt, die sich auf die Laufrichtung der plattenartigen Werkstücke in der Produktionsmaschine beziehen.

Besser verständlich wird die Erfindung bei der Prüfung einer Ausführungsform, die als keineswegs beschränkendes Beispiel angeführt und durch die beigelegten Zeichnungen dargestellt wird, in welchen

1 eine Perspektivansicht der erfindungsgemässen Vorrichtung ist, von der Bedienungsseite der Maschine her gesehen, stromabwärts in der Laufrichtung der plattenartigen Werkstücke.

2 eine Perspektivansicht des Mechanismus ist, der die kinematische Kette der erfindungsgemässen Vorrichtung veranschaulicht, aus demselben Blickwinkel gesehen.

3 eine Draufsicht der erfindungsgemässen Vorrichtung ist.

4 und 5 Seitenansichten, von der Bedienungsseite her gesehen, des Mechanismus von 2 sind, wenn die Anschlagklappe geschlossen und wenn sie geöffnet ist.

1 ist eine Gesamtansicht der Vorrichtung 1 für die Längsausrichtung von plattenartigen Werkstücken 2, die in der von Pfeil 3 angezeigten Richtung durchlaufen, welcher hier auf der Längsachse der Maschine angeordnet ist. Das plattenartige Werkstück 2, illustriert mit strichpunktierter Linie, ist nur teilweise durch seinen stromabwärtigen Teil dargestellt und besitzt eine asymmetrische Krümmung, deren Wölbung auf der Bedienungsseite ersichtlich ist. Die Vorrichtung 1 umfasst zwei Platten 5 und 6, die in einem optimalen Winkel und entlang einer schrägen Linie 7 abwärts gebogen sind, so dass sie für die am stärksten gekrümmten plattenartigen Werkstücke zwei Zugangsrampen zu einem Anlegetisch 8 bilden, der stromabwärts schematisch durch eine strichpunktierte Linie illustriert ist. Die Aussenränder der Platten 5 und 6 werden jeweils gegen Seitenträger 9 und 10 der Vorrichtung 1 gehalten, und die Innenränder sind ihrerseits an zwei Aussenlagern 11 und 12 befestigt, die am nicht dargestellten Rahmen der Produktionsmaschine von Verpackungen gehalten werden. Zwei Innenlager 13, 14 tragen gemeinsam mit den Aussenlagern 11, 12 zwei Riemenscheiben 15, 16 in ihrem stromaufwärtigen Ende. Durch zwei um diese Riemenscheiben drehende Riemen 17, 18 (3) kann jedes sukzessiv in die Produktionsmaschine von Verpackungen eingeführte plattenartige Werkstück 2 auf den Anlegetisch 8 gebracht werden.

Stromaufwärts, auf den Vorderteilen der zwei Seitenträger 9 und 10 gleiten zwei Lager 21, 22 vertikal in Nuten 20 und können dort unabhängig voneinander mittels einer Spannschraube mit Griff 23 blockiert werden. Zwischen diesen zwei Lagern ist eine Welle 24 mit vier Kardangelenken 25 angebracht, die in 2 besser ersichtlich sind. Diese Kardangelenkwelle 24 besteht aus drei Segmenten, d.h. zwei Seitensegmente 27 und 28 und ein Mittelsegment 26, dass durch die Lager 13, 14 getragen wird. Durch die vertikalen Verschiebungen der Lager 21, 22 kann die Schrägstellung der Seitensegmente 27, 28, die um zwei Innenkardangelenke 25 schwenken, in einem bestimmten Bereich leicht verändert werden. Obgleich diese Einstellung manuell mit Hilfe der Griffe 23 ausgeführt wird, ist es auch möglich, sie zu automatisieren, oder sogar zu steuern, entsprechend der Krümmung der Bogen, die während der gesamten Produktion schwanken kann.

Jedes Segment der Kardangelenkwelle trägt eine Klappe, die stromaufwärts in Richtung des stromabwärtigen vorderen Randes des plattenartigen Werkstücks 2 orientiert ist, so dass die genau ausgerichteten Klappen 30, 31, 32 einen flachen Queranschlag für die Längsausrichtung des Bogens 2 bilden. In 1 sind die Klappen in einer sogenannten geschlossenen Position dargestellt, d.h. in vertikaler Position, so dass sie den Durchlauf des plattenartigen Werkstücks 2 verhindern und folglich den Ausrichtungsanschlag bilden. Die Mittelklappe 30 ist durch zwei in 3 ersichtliche Halter 33 am Mittelsegment 26 angebracht. Diese Halter sind auf den oberen Teil des Mittelsegments, symmetrisch in bezug auf die Längsachse der Maschine, auf gefräste Flächen 34 (2) geschraubt. Die Mittelklappe 30 ist schliesslich mittels Schrauben 35 an diesen Haltern befestigt. Die zwei Seitenklappen 31 und 32 werden ihrerseits gegen die jeweiligen Segmente 27, 28 durch Schrauben 36 gehalten, die Klammern 37 durchqueren und festziehen, welche auf diesen Segmenten regelmässig verteilt sind.

Die oberen Ecken der Klappen sind gerundet und ganz besonders die Aussenecken der Seitenklappen 31, 32, und gewährleisten so eine maximale Freisetzung für den Durchlauf eines stark gekrümmten Bogens. Die Mittelklappe 30 besitzt einen horizontalen geradlinigen oberen Rand sowie eine Öffnung 38 in ihrem oberen Mittelteil. Diese Öffnung erlaubt den Durchgang eines Lichtbündels von einem Sensor (nicht dargestellt), der auf der Längsachse der Maschine stromabwärts von der Mittelklappe angeordnet ist. Mit diesem Sensor kann die Höhe des Stapels in bezug auf die Vorrichtung für die Längsausrichtung der Bogen eingestellt werden, damit nur ein Bogen auf einmal auf den Anlegetisch eingeführt wird. Die Seitenklappen 31, 32 sind identisch und trapezförmig, so dass durch Einstellung der Höhe ihres Aussenendes mit Hilfe der vertikalen Verschiebung der entsprechenden Lager 21, 22 die obere Kante dieser Klappen mit derjenigen der Mittelklappe ausgerichtet werden kann und so eine horizontale geradlinige Linie gebildet wird. Diese Konfiguration ist in 1 durch die Klappen 30 und 32 auf der Gegenbedienungsseite veranschaulicht. Die Trapezform dieser Seitenklappen ist ebenfalls so ausgebildet, dass wenn die Höhe ihres Aussenendes auf dem tiefsten Niveau ist, ihre untere Kante parallel zum angrenzenden Rand einer Schutzplatte 39 ist, die durch Schrauben 40 (3) an einem Element (nicht dargestellt) angebracht ist, das mit dem Maschinenrahmen verbunden ist. Diese zweite Konfiguration ist in 1 durch die Klappen 30 und 31 auf der Bedienungsseite dargestellt, die sich folglich der Form der Schutzplatte 39 anpassen und die Zwischenräume maximal reduzieren.

2 stellt den Mechanismus dar, der die kinematische Kette der Vorrichtung der vorliegenden Erfindung bildet. Die Positionen der verschiedenen dargestellten Elemente sind absolut identisch mit denjenigen derselben Elemente in 1. Um die Klappen der Vorrichtung 1 abwechselnd zu senken, mit der Absicht, den Durchlauf des plattenartigen Werkstücks 2 freizugeben, und wieder anzuheben, um das nächste Werkstück auszurichten, ist es notwendig, dass die Kardangelenkwelle 24 ihrerseits mit derselben Bewegung angetrieben wird, die in einem bestimmten Winkelbereich, vorzugsweise zwischen 0 und 45 Grad in der Laufrichtung der plattenartigen Werkstücke, schwankt. Dieses Pendeln wird durch einen Bedienungshebel 41 am Bedienungsseitenende einer Transmissionswelle 42 gesteuert. Letztere wird durch das Lager 14 und den Seitenträger 10, in welchem sich ein anderes Wälzlager befindet, gedreht. Das Pendeln des Bedienungshebels 41 wird durch den Nocken 43 gegeben, der auf einer Welle 44 angebracht ist, die ununterbrochen durch eine Vorrichtung (nicht dargestellt) und synchronisiert mit der Laufgeschwindigkeit der plattenartigen Werkstücke gedreht wird.

Wie in 3, 4 und 5 besser ersichtlich ist, wird die besondere Form des Nockens 43 von einer Abtastrolle 45 registriert, die am Ende eines Arms 46 angebracht ist. Das gegenüberliegende Ende dieses Arms ist am Endteil, Gegenbedienungsseite, der Welle 42 fest angebracht, so dass die Drehbewegung des Arms 46 dem Bedienungshebel 41 übermittelt werden kann. Der Bedienungshebel 41, welcher in einem Gelenk 47 endet, schwingt um die Achse der Transmissionswelle 42 von einer erhöhten in eine gesenkte Position, und umgekehrt. Eine frei drehbare Zugstange 48 verbindet das Gelenk 47 mit dem Gelenk 49, das auf dem Mittelsegment 26 der Kardangelenkwelle fest gehalten wird. Die Zugstange 48 bildet das zentrale Transmissionselement eines Gelenks, das auf das Segment 26 der Kardangelenkwelle wirkt, so dass die gesamte Welle 24 zum Schwingen gebracht wird, um die Klappen 30, 31 und 32 nacheinander zu senken und wieder anzuheben.

Um die Spiele in der kinematischen Kette auszugleichen und die Nockensteuerung zu gewährleisten, verbinden zwei Zugfedern 51, 52 jeweils die Seitensegmente 27 und 28 der Kardangelenkwelle mit Drehzapfen 53, die starr gegen die Aussenfläche der Lager 11 und 12 befestigt sind. Das stromaufwärtige Ende dieser Federn wird auf einem Lager zwischen einer Federbefestigung 55 und einer Abstandhülse 56, die durch eine Schraube 57 zusammengeklemmt werden, gehalten. Wie in 2 besser ersichtlich ist, ist die Federbefestigung ihrerseits, wie die Klammern 37, am entsprechenden Seitensegment der Kardangelenkwelle befestigt. Zwei Öffnungen in den Platten 5 und 6 oberhalb der Federn lassen letztere frei bewegen.

4 und 5 sind Seitenansichten, von der Bedienungsseite her gesehen, des Mechanismus von 2, beziehungsweise wenn sich die Klappen 30, 31, 32 in geschlossener Position befinden und wenn sie geöffnet sind. Durch diese zwei Figuren können die Bewegungen der Teile des Mechanismus, welche das Senken und wieder Anheben der Klappen der erfindungsgemässen Vorrichtung bewirken, besser dargestellt werden.

Zahlreiche Verbesserungen können im Rahmen der Patentansprüche an dieser Vorrichtung vorgenommen werden.


Anspruch[de]
  1. Vorrichtung (1) für die Längsausrichtung von plattenartigen Werkstücken (2) in einer Einführstation einer sie verarbeitenden Maschine, gehalten durch zwei Seitenträger (9, 10), zwischen welchen eine Zugangsrampe für die besagten plattenartigen Werkstücke angeordnet ist, welche aus aus zwei Platten (5, 6) gebildet ist, die gemäss einer Linie (7) abwärts gebogen sind, wobei diese Linie (7) nicht senkrecht zur Laufrichtung (3) der besagten Werkstücke (2) verläuft, welch letztere durch mindestens zwei Transportriemen (17, 18) stromabwärts bewegt werden, die um mindestens zwei Riemenscheiben (15, 16) drehen, welche zwischen unbeweglichen Lagern (11, 12, 13, 14) am Eingang der besagten Vorrichtung (1) gehalten werden, wobei diese Vorrichtung (1) als Vorderteil eine Schutzplatte (39) hat, über welcher sich herunterklappbare Klappen (30, 31, 32) befinden, die mit einer Querwelle (24) fest verbunden sind, welche die Vorderenden der zwei Seitenträger (9, 10) verbindet und mit einer Pendelbewegung zwischen 0 und 45 Grad schwingt, wobei diese Bewegung mit der Produktionsgeschwindigkeit der Maschine synchronisiert ist, um die besagten plattenartigen Werkstücke (2) sukzessiv auszurichten, dadurch gekennzeichnet, dass sie mit einer Gelenkwelle (24) ausgestattet ist, die aus mehreren Segmenten (26, 27, 28) besteht, die jeweils eine der besagten Klappen (30, 31, 32) tragen.
  2. Vorrichtung gemäss Patentanspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Welle (24) vier Kardangelenke (25) umfasst, welche die besagten Segmente (26, 27, 28) miteinander verbinden, sowie die Enden der Welle (24) mit beweglichen Lagern (21, 22) verbinden, die unabhängig voneinander in der vertikalen Ebene einstellbar sind.
  3. Vorrichtung gemäss Patentanspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Mittelsegment (26) horizontal durch unbewegliche Lager (13, 14) auf einer Höhe getragen wird, so dass sich die obere Kante der Klappe (30) sozusagen auf derselben Höhe befindet wie die Transportriemen (17, 18) wenn die Klappe (30) in einer vertikalen sogenannten geschlossenen Position ist, und unterhalb dieser Höhe wenn sie sich in der schrägen sogenannten geöffneten Position befindet.
  4. Vorrichtung gemäss Patentanspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die beweglichen Lager (21, 22) in Nuten (20) vertikal gleiten, welche an den Enden der Seitenträger (9, 10) angeordnet sind, so dass die Enden der Welle (24) in einem Bereich bewegt werden können, der sich von einem Niveau oberhalb des Mittelsegments (26) bis zu einem Niveau unterhalb dieses Segments erstreckt.
  5. Vorrichtung gemäss Patentanspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Bewegung der beweglichen Lager (21, 22) entweder manuell nach Lösen einer Schraube mit Griff (23), welcher jedes Lager gegen die entsprechende Nute (20) klemmt, oder automatisch durch irgendeinen Aktuator erfolgt, welcher entsprechend dem Ausmass der Krümmung der plattenartigen, in die sie verarbeitende Maschine eingeführten Werkstücke (2) gesteuert werden kann.
  6. Vorrichtung gemäss Patentanspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Klappen (30, 31, 32) starr auf der Gelenkwelle (24) und symmetrisch zur Längsachse der Maschine befestigt sind.
  7. Vorrichtung gemäss Patentanspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass sich alle Klappen (30, 31, 32) in der gleichen vertikalen Ebene befinden wenn sie in die sogenannte geschlossene Position angehoben werden.
  8. Vorrichtung gemäss Patentansprüchen 2 und 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Seitenklappen (31, 32) identisch und trapezförmig sind, so dass durch Einstellung der Höhe ihrer Aussenenden mit Hilfe der vertikalen Verschiebung der entsprechenden Lager (21, 22) die obere Kante dieser Klappen mit derjenigen der Mittelklappe (30) ausgerichtet werden kann, indem so eine horizontale geradlinige Linie gebildet wird, und dass sich in dieser Konfiguration die Aussenkardangelenke (25) der Seitenklappen (31, 32) auf einem höheren Niveau befinden als das Mittelsegment (26).
  9. Vorrichtung gemäss Patentansprüchen 2 und 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Trapezform der Seitenklappen (31, 32) ebenfalls so ausgebildet ist, dass wenn die Höhe ihres Aussendendes auf dem tiefsten Niveau ist, ihre untere Kante parallel zum angrenzenden Rand der Schutzplatte (39) ist.
Es folgen 3 Blatt Zeichnungen






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