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Dokumentenidentifikation DE69533270T2 04.08.2005
EP-Veröffentlichungsnummer 0001241371
Titel Schwingungsdämpfungssystem
Anmelder Minus K Technology, Inc., Inglewood, Calif., US
Erfinder Platus, David L., Inglewood, CA 90301, US;
Durran, Donald A., Manhattan Beach, CA 90266, US
Vertreter BOEHMERT & BOEHMERT, 28209 Bremen
DE-Aktenzeichen 69533270
Vertragsstaaten AT, BE, CH, DE, DK, ES, FR, GB, IT, LI, LU, NL, SE
Sprache des Dokument EN
EP-Anmeldetag 23.01.1995
EP-Aktenzeichen 020079463
EP-Offenlegungsdatum 18.09.2002
EP date of grant 14.07.2004
Veröffentlichungstag im Patentblatt 04.08.2005
IPC-Hauptklasse F16F 3/02
IPC-Nebenklasse F16F 15/073   F16F 15/06   F16F 15/00   

Beschreibung[de]
Hintergrund der Erfindung

Die vorliegende Erfindung bezieht sich allgemein auf Aufhängungssysteme zum Isolieren und zum Reduzieren der Übertragung einer Schwingungsbewegung zwischen einem Gegenstand und einer Basis, und bezieht sich insbesondere auf ein kompaktes, in allen Richtungen wirkendes Isolierungs- und Aufhängungssystem, das eine niedrige Steifigkeit aufweist, eine hohe Dämpfung zum Begrenzen von resonanten Antworten des Systems, eine effektive Isolierung bei den höheren Frequenzen, hohe Resonanzfrequenzen des Isolators, und das veränderliche Gewichtsbelastungen aufnehmen kann, ohne daß die Leistungsfähigkeit des Isolierungssystems wesentlich verschlechtert wird. Die vorliegende Erfindung bezieht sich auch mehr im einzelnen auf eine Klasse von Aufhängungssystemen, die eine Isolierung mit sechs Freiheitsgraden (Translation und Rotation in allen Richtungen) bereitstellt, wobei das Isolatorsystem eine einzelne kompakte Anordnung ist, die zentriert unterhalb der Plattform nach Art eines Auflagers angeordnet ist, anstelle einer Anordnung von drei oder vier Isolatoren, die entlang des Umfangs der Plattform verteilt angeordnet sind.

Beschreibung des Stands der Technik

Die Probleme, die durch unerwünschte Schwingungen bei Ausrüstungsgegenständen, Vorrichtungen und Verfahren hervorgerufen werden, die extrem bewegungsempfindlich sind, sind weithin untersucht worden, und zahlreiche Lösungen sind vorgeschlagen und entwickelt worden, um die Übertragung von Schwingungsbewegungen zu verhindern oder zu reduzieren. Viele der Vorrichtungen, die dafür ausgelegt sind, die Übertragung von unerwünschten Schwingungen zwischen einem Gegenstand und seiner Umgebung zu reduzieren, und die üblicherweise als Schwingungsisolatoren oder Aufhängungsvorrichtungen bezeichnet werden, setzen unterschiedliche Kombinationen von Elementen ein, wie etwa elastische Polster, die aus einer Vielfalt von Materialien hergestellt werden, unterschiedliche Arten von mechanischen Federn, und pneumatische Vorrichtungen. Mit derartigen speziellen Isolierungsvorrichtungen aus dem Stand der Technik hängen allerdings Nachteile und Unzulänglichkeiten zusammen, die sie daran hindern, niedrige Eigenfrequenzen des Systems zu erhalten und Resonanzantworten auf niedrige Werte zu begrenzen, während eine hohe Isolierungsleistung bei den höheren Frequenzen zur Verfügung gestellt wird.

Diese Unzulänglichkeiten und Nachteile von Systemen aus dem Stand der Technik waren das Ziel der Entwicklung von neuartigen Schwingungsisolierungsystemen und neuartigen Vorrichtungen und Verfahren zum Nachrüsten von vorhandenen Schwingungsisolierungssystemen, wie sie etwa in der US-A-5178357 beschrieben sind. Das spezielle Schwingungsisolierungssystem, das in dieser Veröffentlichung beschrieben ist, stellt eine vielseitig nutzbare Schwingungsisolierung zur Verfügung, dadurch, daß eine niedrige Steifigkeit in einer axialen Richtung, die im allgemeinen mit der Richtung der Nutzlast übereinstimmt, und in einer beliebigen Richtung, die im wesentlichen quer zu der axialen Richtung ist, im allgemeinen eine horizontale Richtung, bereitgestellt wird. Jeder Isolator ist so ausgelegt, daß er die axiale oder die transversale Komponente einer beliebigen Schwingungstranslation isoliert, um effektiv Schwingungen entlag oder um eine beliebige Richtungsachse zu isolieren. In den nachfolgenden Erörterungen wird auf einen Axialbewegungsisolator als ein Vertikalbewegungsisolator Bezug genommen, und auf das System von Axialbewegungsisolatoren wird als das System zum Isolieren von vertikalen Bewegungen Bezug genommen. In ähnlicher Weise wird auf einen Transversalbewegungsisolator als ein Horizontalbewegungsisolator Bezug genommen, und auf das System von Transversalbewegungsisolatoren wird als das System zur Isolierung von horizontalen Bewegungen Bezug genommen.

In der Ausführungsform, die in der vorstehend genannten Veröffentlichung beschrieben ist, beruht der Isolator auf einem speziellen Prinzip der Belastung einer speziellen elastischen Struktur, die den Isolator oder einen Teil davon bildet (wobei die Belastung entweder durch das abgestützte Gewicht oder durch einen externen Belastungsmechanismus aufgebracht wird), damit man sich dem Punkt der elastischen Instabilität der elastischen Struktur nähert. Diese Belastung, um sich dem Punkt der elastischen Instabilität zu nähern, die auch als die kritische Beullast der Struktur bezeichnet wird, hat eine erhebliche Reduktion entweder der vertikalen oder der horizontalen Steifigkeit des Isolators zur Folge, um ein Isolierungssystem zu erzeugen, das eine niedrige Steifigkeit in der vertikalen und in einer beliebigen horizontalen Richtung aufweist und vergrößert die Dämpfung, die inhärent in der Struktur vorhanden ist. Obwohl die Steifigkeit reduziert ist, behalten derartige Isolatoren weiterhin ihre Fähigkeit bei, die Nutzlast zu tragen.

Wenn die Belastung auf einer elastischen Struktur mit einer Instabilität größer ist als die kritische Beullast, neigt die exzessive Belastung dazu, die Struktur in ihre gebeulte Form zu treiben, wodurch ein Mechanismus mit negativer Steifigkeit oder mit negativer Federkonstante erzeugt wird. Durch eine Kombination zwischen einem Mechanismus mit negativer Steifigkeit und einer Feder, so eingestellt, daß die negative Steifigkeit die positive Steifigkeit der Feder aufhebt oder nahezu aufhebt, erhält man eine Vorrichtung, die an oder in die Nähe ihres Punkts der elastischen Instabilität gebracht werden kann. Die Größe der Last, die die negative Steifigkeit zur Folge hat, kann eingestellt werden, so daß ein Isolator erzeugt wird, der auf die spezielle gewünschte Steifigkeit „fein eingestellt" werden kann.

Zusammenfassung der Erfindung

Die vorliegende Erfindung, die durch Anspruch 1 festgelegt ist, führt zu einem Isolationssystem, das unüblich kompakt und einfach ist, ohne daß irgendwelche Leistungsmerkmale beeinträchtigt werden. Masseneigenschaften der Plattform und die Kippbiegesteifigkeit können eingestellt werden, so daß die Plattform in passiver Weise einen kleinen Betrag an Umverteilung in bezug auf das Gewicht der Nutzlast aufnehmen kann, was beispielsweise in Systemen mit sich bewegenden Abschnitten auftritt. Besondere und wesentliche Verbesserungen sind auch zu dem Isolierungsmechanismus mit einem Vorspannungs- bzw. Vorbelastungssystem mit radialer Durchbiegung hinzugefügt worden, bei dem ein inneres Spannteil und eine weiche Feder verwendet werden, das in sich abgeschlossen ist, anstelle daß ein separater externer Belastungsweg zum „Boden" erforderlich ist. Dieses Vorbelastungsverfahren kann in einer neuartigen symmetrischen Anordnung von vertikalen Plattenbiegungen verwendet werden, die eine potentielle Quelle von vertikaler und seitlicher Bewegungskopplung vermeidet. Dieses Vorbelastungsverfahren vereinfacht erheblich die Prozesse der Vorbelastung der radialen Durchbiegung und der Feinabstimmung. Die vorliegende Erfindung weist wahlweise auch eine Verbesserung auf, dadurch, daß auf der Einstellschraube für vertikale Belastung ein Zahnrad angeordnet wird, so daß sie durch ein auf einer Welle angebrachtes Schneckenzahnrad angetrieben werden kann. Die Welle erstreckt sich aus dem Isolator heraus, so daß die manuelle Einstellung besser möglich ist.

Kurz zusammengefaßt richtet sich die vorliegende Erfindung auf eine einzelne Isolatorplattform, insbesondere auf die Anordnung und Funktion der Komponenten des Isolators, die eine effektive, in allen Richtungen wirkende Schwingungsisolierung in einer einzelnen Isolatorauslegung möglich macht. Die vorliegende Erfindung ist auf eine Plattform und eine Trag- bzw. Nutzlast gerichtet, deren kombinierter Schwerpunkt (CM, center-ofmass) dazu gebracht wird, mit dem vertikalen, horizontalen und rotationsmäßigen Kraftzentrum des Isolators zusammenzufallen oder nahezu zusammenzufallen. Die vertikalen und horizontalen Kraftzentren des Isolators sind solche Punkte, an denen kleine vertikale oder horizontale Kräfte, die auf den Isolator aufgebracht werden, lediglich vertikale oder horizontale Verlagerungen zur Folge haben, ohne daß eine Rotation auftritt. Das rotationsmäßige Kraftzentrum ist der Punkt, an dem ein kleines Drehmoment, das auf den Isolator aufgebracht wird, lediglich eine Rotation zur Folge hat, und keine Translation. Dieses Verfahren funktioniert mit jeglichem Isolator mit sechs Freiheitsgraden, der einen gemeinsamen Punkt besitzt, durch den die resultierenden vertikalen, horizontalen und rotationsmäßigen Reaktionskräfte wirken. Dieser Punkt ist bei der vorliegenden Erfindung der mittlere Punkt der Kippbiegung. Eine Anordnung des gemeinsamen Schwerpunkts an oder in der Nähe des mittleren Punkts der Kippbiegung führt zu diesem wesentlichen Merkmal bei der vorliegenden Erfindung.

Bei der vorliegenden Erfindung wird eine Plattform mit solchen Masseneigenschaften verwendet, daß dann, wenn eine Kombination mit den Eigenschaften der Traglast erfolgt, ein gemeinsamer Schwerpunkt die Folge ist, der sich an oder sehr nahe dem mittleren Punkt der Kippbiegung befindet. Die Kippbiegung ist abgestützt auf und ist wirkungsmäßig in Reihe mit dem Horizontalbewegungsisolator, der auf der Basis oder dem schwingenden Fundament abgestützt ist. Kleine Verschiebungen im Schwerpunkt der Traglast, wie sie beispielsweise bei einer schrittweisen Bewegung eines Abschnitts auftreten können, werden durch eine Kippbiegung mit einer ausreichenden Steifigkeit aufgenommen, um einem statischen Ungleichgewicht zu widerstehen, zusammen mit einer ausreichenden Rotationsträgheit, um eine Winkelbeschleunigung als Begleiterscheinung zu begrenzen. Kleine lose Gewichte können an der Plattform zum anfänglichen Ausrichten angebracht werden. Ein Ausrichten zentriert die Traglastplattform in bezug auf die Kippanschläge zum Zwecke einer gleichen Aufnahmefähigkeit von Kippbewegungen in allen Richtungen und hält den gemeinsamen Schwerpunkt unmittelbar oberhalb der Kippbiegung, um eine Kopplung von Kipp- und vertikalen Bewegungen zu vermeiden. Eine vertikale Anordnung des Schwerpunkts in bezug auf die Kippbiegung ist von Bedeutung, um eine Kopplung von Kipp- und Querbewegungen zu minimieren oder tatsächlich zu eliminieren.

Bei einer Ausführungsform der vorliegenden Erfindung ist ein neuartiges und einfaches Mittel zum Ausbringen und zum feinen Einstellen einer Vorbelastung auf die radialen Biegungen vorhanden. Diese Vorbelastung stellt eine negative Steifigkeit in der vertikalen Richtung bereit. Eine Vorbelastung wird bei der vorliegenden Erfindung einfach dadurch erreicht, daß eine Einstellschraube einer Belastungsfeder gedreht bzw. angezogen wird, nachdem die Einheit ausgerichtet und zusammengesetzt ist.

Bei der vorliegenden Erfindung geht ein Spannmittel, d. h. ein Spannbolzen, geradlinig durch eine Öffnung, die mit großem Abstand bzw. Spiel versehen ist, und die in der mittleren Nabe angebracht ist, und ist wirkungsmäßig an den entfernten Enden der gegenüberliegenden radialen Biegungen befestigt. Bei dieser Vorrichtung ist ein separater Belastungsweg zum „Boden" nicht erforderlich, wie er durch die Belastungs-Kragarme und Einstell-Kragarme bei zuvor beschriebenen Ausführungsformen dargestellt wurde. Anstelle „schwimmt" er zusammen mit der mittleren Nabe und der Unterbaugruppe der radialen Biegungen. Zwischen einem Ende des Zugbolzens und dem entsprechenden äußeren Ende von einem Satz von radialen Biegungen befindet sich eine weiche Gesenkfeder, die ein höheres Maß an Nachgiebigkeit und eine in größerem Maße konstante Vorbelastungskraft bereitstellt, als dies mit den Einstell- und Belastungs-Kragarmen möglich war, so daß ein längerer Bewegungsweg des vertikalen Isolators möglich ist.

Je größer der Weg ist, der in einen Insolator eingebaut werden kann, desto größer ist die Verlagerungsstörung, die aufgenommen werden kann, und somit ist auch die Leistungsfähigkeit um so besser. An seinem anderen Ende ist der Zugbolzen mittels Gewinde in einen Block geschraubt, so daß die Einstellung oder Vorgabe der radialen Vorbelastung der Biegung – sowohl grob als auch fein – dadurch erzielt wird, daß dieses Spannteil in den Block hinein oder aus dem Block heraus gedreht wird.

Damit diese neuartige Vorgehensweise der Vorbelastung funktioniert, muß die Tragstruktur am anderen Ende der radialen Biegungen auf zumindest einer Seite in hohem Maße an die Steifigkeit der Gesenkfeder angepaßt sein, da die Vorbelastung bei einer Auslenkung der mittleren Nabe nämlich in Übereinstimmung mit der Steifigkeit dieses äußeren Abstützpunkts und mit dem Maße, in dem sich die radialen Biegungen verkürzen, reduziert werden wird. Bei der vorliegenden Erfindung wird diese Anpassung durch eine einzelne dünne, aber breite „Metallblech"-Biegung bereitgestellt. Die Breite stellt die benötigte Steifigkeit in der Richtung senkrecht zu den radialen Biegungen bereit, und die reduzierte Dicke liefert eine Nachgiebigkeit bzw. Anpassung in der radialen Richtung.

Bei einer weiteren Ausführungsform der vorliegenden Erfindung sind elastomerische Dämpfungselemente in dem Schwingungsisolationssystem eingebaut, um die Transmissibilität bei den Eigenfrequenzen des Systems zu kontrollieren. Das elastomerische Material zeigt den gewünschten, nahezu klassischen viskoelastischen Dämpfungseffekt. Die Elemente sind an Teilen des Isolators befestigt, die sich relativ zueinander bewegen, wobei die relative Bewegung einen Freiheitsgrad repräsentiert, der zu isolieren ist. Jeder einzelne Freiheitsgrad kann selektiv gedämpft werden. Eine symmetrische Anordnung von Elementen wird normalerweise für jeden einzelnen gedämpften Freiheitsgrad verwendet. Unterschiedliche Formen, wie beispielsweise Zylinder oder U-förmige Kanäle und Dicken werden verwendet, um spezielle Ausmaße der Dämpfung für jeden einzelnen Freiheitsgrad zu erzielen. Beispielsweise kann eine Dämpfung lediglich für die Kippbewegung durch einen Satz von drei U-förmigen Elementen bereitgestellt werden, die zwischen der Trag- bzw. Nutzlastplatte und der oberen Säulenplatte angeordnet sind, jeweils an einer gleichen Entfernung von dem Mittelpunkt des Isolators und in einem Winkelabstand von 120°. Der Isolator weist einfache Merkmale an seinen Grenz- bzw. Zwischenflächen auf, die derart ausgelegt und eingebaut sind, daß die Dämpfungselemente in einfacher Weise nachträglich eingebaut, entfernt oder ausgetauscht werden können.

Die vorliegende Erfindung verbessert die Leistungsfähigkeit dadurch, daß eine Quelle einer Kopplung zwischen den vertikalen und lateralen Bewegungen eliminiert wird. Der Mechanismus der Vertikalbewegung muß in einer steifen Weise in lateraler Richtung eingeschränkt bzw. eingespannt werden, um die Stabilität des Mechanismus aufrechtzuerhalten und um niedrige interne Resonanzen des Isolators zu vermeiden. Die zentrale Nabe und die Unterbaugruppe der radialen Biegung ist auf allen vier Seiten in einer ausgewogenen Art und Weise durch vertikale Biegungen vom Plattentyp oder Metallblechbiegungen eingeschränkt, die die mittlere Nabe gegenüber einer seitlichen bzw. lateralen Bewegung durch einen innerhalb der Ebene liegenden Scherungswiderstand einspannen. Die dünne und breite Metallblechbiegung stützt das äußere Ende der radialen Biegungen auf beiden Seiten der mittleren Nabe ab, nicht nur auf einer. Ein weiteres Paar von Metallblechbiegungen sind in einer ähnlichen Art und Weise in der gleichen Ebene, aber senkrecht zu den radialen Biegungen angeordnet und sind an der mittleren Nabe durch ein entsprechendes Paar von sehr dünnen und breiten (radialen) Plattenbiegungen befestigt. Auf diese Weise wird eine seitliche Bewegung der mittleren Nabe durch die gleiche Art von Mechanismus in beiden Richtungen, die wechselweise senkrecht zueinander sind, verhindert. Die Plattenbiegungen sind von ihrer An her sehr steif gegenüber einer innerhalb der Ebene liegenden Scherungsverformung.

Eine Unterbaugruppe mit Schneckengetriebe ist als ein verbessertes Mittel zur Einstellung der Last hinzugefügt worden. Während des Aufbaus und der Einstellung muß die vertikale „Null"-Stellung der realen, wirkenden Nutz- bzw. Traglast auf einen mittleren Punkt des vertikalen Hubs eingestellt werden. Dies wird mit Hilfe einer Lasteinstellschraube erreicht, die den Sockel der die wesentliche vertikale Last tragenden Feder anhebt oder absenkt. Die Einstellschraube befindet sich in der Mitte des Isolators, und in der vorliegenden Erfindung weist die Schraube einen äußeren Umfang mit einer zahnradartigen Verzahnung auf, die mit einen Schneckenrad in Eingriff steht, das auf einer Welle angebracht ist, die sich durch die Abdeckung der Isolatoranordnung nach außen erstreckt. Das freiliegende Ende der Welle kann leicht von Hand gedreht werden.

Kurze Beschreibung der Zeichnungen

1 zeigt eine Seitenansicht von einer Ausführungsform eines Schwingungsisolierungssystems, das gemäß der vorliegenden Erfindung hergestellt ist, wobei ein Isolator, eine gewichtsbelastete Plattform und eine Trag- bzw. Nutzlast dargestellt ist;

2 zeigt eine Draufsicht auf das Isolierungssystem, das in 1 dargestellt ist;

3 zeigt eine teilweise seitliche Querschnittsansicht des Isolators, der in 1 dargestellt ist, entlang der Linie 3 – 3;

4 zeigt eine teilweise Querschnittsansicht von oben auf den Isolator, der in 1 dargestellt ist, entlang der Linie 4 – 4 in 3;

5 zeigt eine teilweise Querschnittsansicht von oben auf den Isolator, der in 1 dargestellt ist, entlang der Linie 5 – 5 in 3;

6 zeigt eine teilweise Querschnittsansicht von oben auf den Isolator, der in 1 dargestellt ist, entlang der Linie 6 – 6 in 3.

Detaillierte Beschreibung der bevorzugten Ausführungsform

Wie in den Zeichnungen zu Zwecken der Erläuterung dargestellt ist, verkörpert sich die vorliegende Erfindung in einem kompakteren Schwingungsisolierungs- und Aufhängungssystem, das eine Nutz- bzw. Traglast aufweist, die auf einer ausgewogenen oder gewichtsbelasteten Plattform abgestützt ist, die ihrerseits auf einem einzelnen Schwingungsisolator abgestützt ist. Vertikalbewegungsisolatoren, die entsprechend der vorliegenden Erfindung hergestellt sind, sind zu größeren vertikalen Auslenkungen mit einer geringeren Versteifung aufgrund von nichtlinearen Effekten in der Lage, zu einer einfacheren Einstellung der vertikalen Steifigkeit und einer möglichen verbesserten Leistungsfähigkeit durch die Eliminierung einer möglichen Quelle einer Kopplung zwischen einer Vertikalbewegung und einer Horizontalbewegung.

1 zeigt eine Ausführungsform eines Isolierungssystems, das entsprechend der vorliegenden Erfindung ausgebildet ist. Bei dem System 10 wird ein einzelner zusammengesetzter Isolator 12 mit sechs Freiheitsgraden eingesetzt, der eine ausgewogene Plattform 14 abstützt, die ihrerseits eine Nutzlast oder Traglast 15 mit einem Schwerpunkt (center-of-mass CM) 17 abstützt. Der Isolator 12 und die Plattform 14 stützen die Traglast 15 relativ zu einem Fundament 16 ab und reduzieren die Übertragung von in allen Richtungen wirkenden Schwingungen zwischen der Nutzlast 15 und dem Fundament 16.

Unter Bezugnahme nunmehr auf 1 und 2 ist eine Ausführungsform einer gewichtsbelasteten Plattform dargestellt. Die Plattform 14 weist eine obere Plattform 19 auf, die mit einem Gewichtsring 21 durch vier Rohre 23 und mit Gewinde versehene Stangen 25 verbunden ist, die in die Platte 19 geschraubt sind und die Platte 19, den Ring 21 und die Rohre 23 mit Muttern 25 zusammenhalten. Der Gewichtsring 21 senkt den Schwerpunkt der Plattform 14 ab, so daß der gemeinsame Schwerpunkt der Plattform 14 und der Nutzlast 15 mit dem Schwerpunkt 17 bei oder sehr nahe an dem Mittelpunkt der Kippbiegung des Isolators 12 ist, der dem vertikalen, horizontalen und drehungsmäßigen Mittelpunkt des Isolators entspricht.

Mit dieser Konfiguration ist eine Kopplung von Kipp- und horizontaler Bewegung und eine Kopplung zwischen einer vertikalen und einer Kippbewegung eliminiert oder nahezu eliminiert. Die Anordnung des Schwerpunkts der Nutzlast unmittelbar oder nahezu unmittelbar oberhalb der Kippbiegung kann dadurch erreicht werden, daß die Nutzlast 15 auf der Plattform 14 bewegt wird, oder dadurch, daß lose Gewichte, die nicht dargestellt sind, auf der Plattform bewegt werden. Dadurch wird die Plattform 14 auch ausgerichtet, so daß sie daran gehindert wird, von Kippanschlägen in den Isolator wegzutreiben.

Nunmehr auf 1, 3, 4, 5 und 6 Bezug nehmend ist eine Ausführungsform eines Isolators dargestellt, der in Übereinstimmung mit der vorliegenden Erfindung ausgebildet ist. Der Isolator weist einen Vertikalbewegungsisolator auf, der in vertikaler Richtung in Reihe mit einem Horizontalbewegungsisolator wirkungsmäßig verbunden ist, der in Reihe in vertikaler Richtung mit einem Kippbewegungsisolator wirkungsmäßig verbunden ist. Die Vertikalbewegungs-, Horizontalbewegungs- und Kippbewegungsisolatoren sind in der gleichen allgemeinen Konfiguration angeordnet, wie dies bei der parallelen Anmeldung der Fall ist.

Der Vertikalbewegungsisolator nach der vorliegenden Erfindung weist eine Tragfeder 18 in Form einer Schraubenfeder auf, die wirkungsmäßig zwischen einer zentralen Nabenanordnung 20 und einer Sockelplatte 22 angeschlossen ist, die mit dem Fundament 16 durch drei Ausgleichsschrauben 24 verbunden ist. Die zentrale Nabenanordnung 20 weist einen zentralen Block 63 auf, ein zentrales Spannglied 65, eine zentrale Platte 67 und die obere Federabstützung 29, die mit Schrauben 69 und 39 zusammengespannt sind. Ein Mechanismus mit negativer Steifigkeit ist ebenfalls an die zentralen Nabenanordnung 20 angeschlossen, um eine Steifigkeit von der Tragfeder 18 zu eliminieren, und umfaßt die in radialer Richtung zusammengedrückten radialen Biegungen 60. Spannglieder 32 halten die Tragfeder 18 an der oberen Federabstützung 29 und an einer unteren Federabstützung 30 und einer Antidrehungseinrichtung 31. Verbesserungen in Übereinstimmung mit der vorliegenden Erfindung umfassen das Mittel zum Tragen und Belasten der radialen Biegungen 60, das Mittel zum Einschränken von horizontalen Bewegungen der zentralen Nabenanordnung 20 und das Mittel zum manuellen Anheben und Absenken der unteren Federabstützung 30, um Veränderungen in der Gewichtsbelastung aufzunehmen. Diese werden nachstehend beschrieben werden.

Der Horizontalbewegungsisolator weist drei flexible Trägersäulen 36 auf, von denen nur eine in 3 dargestellt ist, in Form von dünnen zylindrischen Stangen, die wirkungsmäßig zwischen einer unteren Säulenplatte 38 und einer oberen Säulenplatte 40 angeschlossen sind. Die Trägersäulen 36 sind mittels Preßpassung in endseitige Beschläge 34 eingepreßt, die an der oberen Säulenplatte 40 und an der unteren Säulenplatte 38 mit Schrauben 33 befestigt sind. Die untere Säulenplatte 38 ist mit einer Schraube 37 mit einer starren Tragspindel 42 verbunden. Die Tragspindel 42 ist mit einer Schraube 39 mit der oberen Federabstützung 29 und mit der zentralen Platte 67 verbunden, die einen Teil der zentralen Nabenanordnung 20 bilden, so daß auf diese Weise ein relativ steife Verbindung zwischen der Oberseite des Vertikalbewegungsisolators und mit der Unterseite des Horizontalbewegungsisolators gebildet wird. Die obere Säulenplatte 40, die die Oberseite des Horizontalbewegungsisolators darstellt, ist mit einer oberen Befestigungsplatte 46 durch eine Kippbiegungsanordnung 48 verbunden, die als der Kippbewegungsisolator wirkt. Die Kippbiegungsanordnung 48 weist eine Kippbiegung 41 auf, die eine dünne zylindrische Stange ist, die in endseitige Beschläge 43 und 44 mit Preßpassung eingesetzt ist, wobei diese an der oberen Befestigungsplatte 46 und an der oberen Säulenplatte 40 befestigt sind. Der endseitige Beschlag 41 ist an der oberen Befestigungsplatte 46 mit einem Halteteil 45 der Kippbiegung und mit Schrauben 47 angebracht. Der endseitige Beschlag 46 ist an seiner äußeren Oberfläche 50 mit Gewinde versehen und ist in die obere Säulenplatte 40 eingeschraubt und mit einer Blockierungsmutter 49 gesichert.

Eine Isolatorabdeckung weist vier Abdeckplatten 100 und vier Eckplatten 98 auf, die an der Sockelplatte 22 mit Schrauben 70 befestigt sind. Eine Anschlagplatte 96 ist ebenfalls an den Deckplatten 100 und an den Eckplatten 96 mit Schrauben 70 befestigt und dient als der Anschlag für eine Bewegung nach unten, wobei drei Bewegungsanschläge 102, die um 120° gegeneinander beabstandet angeordnet sind, an der oberen Säulenplatte 40 mit Schrauben 104 befestigt sind. Die Bewegungsanschläge 102 dienen auch als Anschläge für die Kippbewegung, um ein Kippen der oberen Befestigungsplatte 46 in bezug auf die obere Säulenplatte 40 zu begrenzen.

Drei Kippdämpfer 106, die mit 120° gegeneinander beabstandet angeordnet sind, weisen U-förmige Streifen aus einem viskoelastischen dämpfenden Material auf, das zwischen der oberen Säulenplatte 40 und der oberen Befestigungsplatte 46 befestigt ist. Schrauben 112 befestigen die unteren Enden der Dämpfer 106 an der oberen Säulenplatte 40 und die oberen Enden der Dämpfer 106 an Buchsen 108, die in Löchern in der oberen Befestigungsplatte mit Feststellschrauben 110 befestigt sind.

Vier radiale Biegungen 60 sind an den Belastungsblock 52, die zentrale Nabenanordnung 20 und den Federblock 58 gespannt und sind unter Verwendung einer Spannschraube 50 und einer Gesenkfeder 56 gespannt. Die Biegungen 60 sind an den Belastungsblock 52 unter Verwendung von Spannelementen 51 gespannt, mit Bolzen 53 und Muttern 55, und sie sind an den Federblock 58 unter Verwendung von Spannelementen 57 mit Bolzen 59 und Muttern 61 gespannt. Sie sind an die zentrale Nabe zwischen dem Spannelement 65 und der Platte 67 und dem zentralen Block 63 mit Schrauben 69 gespannt. Das mit Gewinde versehene Ende 54 der Spannschraube 50 ist in den Belastungsblock 52 geschraubt, und der Kopf der Schraube 50 liegt gegen ein Schublager 52 an, das gegen die Gesenkfeder 56 anliegt, die in den Hohlraum 64 in dem Federblock 58 versenkt ist. Eine Vorbelastung der radialen Biegungen 60 und eine Feineinstellung der Belastung, um den Effekt der negativen Steifigkeit einzustellen, werden beide durch ein Verdrehen der Schraube 50 erzielt. Die Blöcke 52 und 58 sind an vertikalen Biegungen 66 aus dünnem Blech durch Schrauben 68 befestigt. Die Biegungen 66 sind an ihren unteren Enden unter Verwendung von Schrauben 70 an der Sockelplatte 22 befestigt.

Dieses Verfahren zum Abstützen und Zusammendrücken der radialen Biegungen 60 stellt eine konstante kompressive Kraft auf die Biegungen 60 bereit, dadurch, daß ein weicheres Federmittel zur Belastung der radialen Biegungen 60 und eine weichere Tragstruktur in der radialen Richtung ermöglicht wird. Wenn sich die zentrale Nabe 20 in vertikaler Richtung auslenkt, verkürzen sich die radialen Biegungen 60 in der radialen Richtung, wodurch die kompressive Belastung und der Effekt der negativen Steifigkeit reduziert werden und die vertikale Steifigkeit des Isolators und die vertikale Eigenfrequenz des Systems vergrößert werden. Je weicher die elastische Struktur ist, die die kompressive Belastung bereitstellt, um so konstanter ist die kompressive Belastung, wenn die zentrale Nabe weg von ihrer Gleichgewichts- und zentralen Position ausgelenkt wird, und um so kleiner ist der Anstieg in der vertikalen Steifigkeit und der vertikalen Eigenfrequenz. In der vorliegenden Anordnung beeinflussen die Steifigkeit der Gesenkfeder 56 und der Biegungen 66 die Verminderung in der kompressiven Belastung, wenn sich die radialen Biegungen 60 verkürzen, da diese Elemente parallel zueinander wirken. Die Biegungen 66 sind sehr flexibel in der radialen Richtung parallel zu den radialen Biegungen, aber sehr steif in der horizontalen Richtung senkrecht zu den radialen Biegungen. Dieses Verfahren der Abstützung schränkt die zentrale Nabe gegenüber Auslenkungen in Richtungen senkrecht zu den radialen Biegungen 60 ein. Zwei zusätzliche Scherungsbiegungen 72 aus dünnem Blech sind horizontal angeordnet und sind unter den unteren radialen Biegungen 60 mit Schrauben 79 an die zentrale Nabenanordnung 20 und an Blöcke 76 gespannt. Die Blöcke 76 sind an vertikale Biegungen 74 aus dünnem Blech mit Schrauben 78 befestigt. Die Biegungen 74 sind in der Nähe von ihren unteren Enden am Rand der Sockelplatte 22 befestigt. Die Scherungsbiegungen 72 sind steif in Richtungen parallel zu den radialen Biegungen 60 und schränken die zentrale Nabe 20 gegenüber Verlagerungen in dieser Richtung ein. Sie sind sehr flexibel im Hinblick auf eine Biegung und, gemeinsam mit der hohen Flexibilität der Biegungen 74 in einer horizontalen Richtung senkrecht zu den Scherungsbiegungen 72, bringen sie wenig zusätzliche vertikale Steifigkeit für den Isolator. Mit dem beschriebenen System von Biegungen, die die radialen Biegungen 60 abstützen und mit der zentralen Nabenanordnung 20 und der Sockelplatte 22 verbinden, ist auf diese Weise die zentrale Nabenanordnung 20 mit einer großen Steifigkeit gegenüber einer Bewegung in der horizontalen Ebene eingeschränkt.

Drei untere Biegungen 80, die in 3 und mit verdeckten Linien in 6 dargestellt sind, und die um 120° gegeneinander beabstandet angeordnet sind und wirkungsmäßig zwischen der unteren Säulenplatte 38 und der Sockelplatte 22 angeschlossen sind, stellen eine steife Zwangsbedingung für die untere Säulenplatte 22 und für das untere Ende der Tragspindel 42 gegenüber einer horizontalen Befestigung bereit. Diese Biegungen mit den anderen Biegungen in dem System stellen eine steife Zwangsbedingung für die zentrale Nabenanordnung 20 gegenüber sämtlichen Bewegungen der Masse, die der zentralen Nabenanordnung 20 zugeordnet ist, der Tragspindel 42 und der unteren Säulenplatte 38 relativ zu der Sockelplatte 22 bereit, so daß auf diese Weise hohe interne strukturelle Resonanzen der Isolatorstruktur erzeugt werden, die diesem Verformungsmodus zugeordnet sind. Diese Moden können die niedrigsten strukturellen Resonanzfrequenzen des Isolators darstellen.

Die Antidrehungsvorrichtung 31 verhindert eine Torsionsverformung der Tragfeder 18, wenn die untere Federstütze 30 angehoben und abgesenkt wird, um Veränderungen in der Gewichtsbelastung auf den Isolator auszugleichen. Die Antidrehungsvorrichtung 31 weist eine Platte 88 auf, die an die untere Federstütze 30 mit Schrauben 89 gespannt ist, und weist einen U-förmigen Schlitz 90 auf, der mit einem Anschlagzapfen 92 zusammenwirkt, der in eine Öffnung in der Sockelplatte 22 geschraubt ist und mit einer Verriegelungsmutter 94 gesichert ist. Die Platte 88 weist ein mit Gewinde versehenes Loch auf, das mit einem mit Gewinde versehenen Stützrohr 91 zusammenwirkt, das auf einem Schublager 120 abgestützt ist, welches in einer Vertiefung in der Sockelplatte 22 aufgenommen ist. Ein Schneckenrad ist an dem Stützrohr 91 mit Schrauben 118 befestigt und steht mit der Schnecke 122 in Eingriff, die auf einer Einstellschraube bzw. Einstellspindel 124 angebracht ist, die auf Lagerungen in dem Gehäuse 126 läuft, welches auf der Sockelplatte 22 mit Schrauben 128 befestigt ist. Die Schnecke ist mit einem Zapfen 130 an der Einstellschraube bzw. Einstellspindel 124 befestigt. Eine Drehung der Schraube bzw. Spindel 124 hebt die untere Federstütze 30 an oder senkt diese ab, um Veränderungen in der Gewichtsbelastung auf dem Isolator auszugleichen.

Ein neuartiges Merkmal der vorliegenden Erfindung, wie sie in 1 bis 6 dargestellt ist, besteht in der Verwendung einer gewichtsbelasteten Plattform auf einem einzelnen, sechs Freiheitsgrade aufweisenden Isolator, der in Übereinstimmung mit der vorliegenden Erfindung ausgebildet ist, um eine kompakte und effiziente, isolierte Plattform bereitzustellen, um die Übertragung von Schwingungen zwischen einem Gegenstand und einer Basis zu reduzieren. Ein wesentliches Merkmal des Isolators, das dessen Verwendung auf diese Weise ermöglicht, kommt daher, daß seine vertikalen, horizontalen und drehungsmäßigen Kraftzentren alle an einem Punkt zusammenfallen, der dem mittleren Punkt der Kippbiegung 41 in der Nähe der Oberseite des Isolators entspricht. Dieses Merkmal resultiert aus der Verwendung eines Vertikalbewegungsisolators wirkungsmäßig in Reihe mit einem Horizontalbewegungsisolator, der wirkungsmäßig in Reihe mit einem Kippbewegungsisolator angeordnet ist. Durch Verwendung einer gewichtsbelasteten Plattform, deren Schwerpunkt unterhalb des Kraftzentrums des Isolators liegt, um einen Gegenstand auf der Plattform ins Gleichgewicht zu bringen, dessen Schwerpunkt oberhalb des Kraftzentrums des Isolators liegt, kann der kombinierte Schwerpunkt der Plattform, des Gegenstands und von Ballastgewichten, soweit benötigt, an oder in der Nähe des Kraftzentrums des Isolators angeordnet werden, um die vertikalen, horizontalen und kippenden Eingangsschwingungen zu entkoppeln oder nahezu zu entkoppeln, um eine optimale oder nahezu optimale Leistungsfähigkeit der Isolierung zu erreichen. Wenn das Kraftzentrum des Isolators an der Kippbiegung 41 in der Nähe der Oberseite des Isolators liegt, ist eine kompakte gewichtsbelastete Plattform möglich, die einen Gegenstand mit einem in vernünftiger Weise hohen Schwerpunkt relativ zu seiner Basis aufnimmt. Eine Anordnung des Schwerpunkts des Gegenstands, oder des Gegenstands und von Ballast, wenn erforderlich, oberhalb oder nahezu oberhalb der Kippbiegung 41 kann dadurch erreicht werden, daß der Gegenstand 15 und/oder Ballastgewichte, die in der Zeichnung nicht dargestellt sind, auf der Plattform 14 bewegt werden, um die obere Befestigungsplatte 46 schwimmend von den Kippanschlägen 102 wegzubewegen und das Maß an Ausrichtung bereitzustellen, das benötigt wird. Eine Anordnung des Schwerpunkts des gesamten aufgehängten Gewichts in vertikaler Richtung an oder in der Nähe des Kraftzentrums des Isolators kann auch mit Hilfe von Ballastgewichten und/oder von vertikalen Abstandselementen für die Nutzlast oder den Gegenstand, die bzw. der auf der Plattform getragen ist, erreicht werden. Die Rohre 23, die den Gewichtsring 21 relativ zu der oberen Platte 19 der Plattform positionieren, können ebenfalls in der Länge verändert werden. Es ist nicht erforderlich, daß der Schwerpunkt des gesamten aufgehängten Gewichtsrings an dem oder sehr nahe an dem Kraftzentrum des Isolators liegt. Ein erhebliches Maß an Kopplung zwischen den vertikalen, horizontalen und Kippbewegungen kann toleriert werden, und das System kann weiterhin eine effektive Isolierung bereitstellen.

Die Kippbiegung 41 kann steifer ausgeführt werden, so wie dies notwendig ist, um in einfacher Weise zu ermöglichen, daß die obere Befestigungsplatte 46 von den Kippanschlägen 102 schwimmend wegbewegt wird und daß die Befestigungsplatte ausgerichtet wird. Dadurch werden die Kipp-Eigenfrequenzen des Systems vergrößert, aber sehr niedrige vertikale und horizontale Eigenfrequenzen können aufrechterhalten werden. Höhere Kippfrequenzen können normalerweise toleriert werden, da kippende Schwingungsanregungen bzw. -eingänge typischerweise sehr klein sind im Vergleich zu vertikalen und horizontalen Schwingungsanregungen bzw. -eingängen. Eine Kippdämpfung kann auch dazu dienen, die resonanten Kippantworten zu begrenzen.

Ein weiteres neuartiges Merkmal der vorliegenden Erfindung liegt in der Verwendung einer weichen Feder, um die radialen Biegungen 60 zu belasten und um eine konstantere radiale Belastung und einen Effekt negativer Steifigkeit für den Vertikalbewegungsisolator bereitzustellen, zusammen mit der neuartigen Verwendung eines Systems von Biegungen, um eine steife Zwangsbedingung gegenüber einer Bewegung der zentralen Nabe und der zugeordneten Masse bereitzustellen, um hohe strukturelle Resonanzfrequenzen des Isolators aufrechtzuerhalten. Dieses Merkmal ermöglicht ein einfacheres Mittel zum Vorbelasten und Feineinstellen der kompressiven Belastung auf den radialen Biegungen 60 und stellt eine konstantere vertikale Steifigkeit während einer vertikalen Auslenkung des Isolators bereit, aufgrund einer geringeren Reduktion in der radialen Belastung, die mit einer Verkürzung der radialen Biegungen zusammenhängt. Die spezielle Konfiguration des Isolierungssystems und die Konstruktionsverfahren, die in 1 bis 6 dargestellt sind, stellen lediglich eine von zahlreichen Anordnungen dar, in denen die neuartigen Merkmale der vorliegenden Erfindung enthalten sein können. Andere Ausführungsformen und Konstruktionsverfahren sind für einen Fachmann auf dem vorliegenden Gebiet offensichtlich. Anstelle daß der Belastungsblock 52 und dadurch die linken Enden der radialen Biegungen 60 auf Biegungen 66 aus dünnem Blech abgestützt werden, könnte beispielsweise dieser Belastungsblock 52 an einer steifen Plattenstruktur befestigt werden, die mit der Sockelplatte 22 verbunden ist, ähnlich wie bei der Konstruktion in der parallelen Patentanmeldung mit der Seriennummer 08/125 496. Die Scherungsbiegungen 72 könnten dann entfallen, da die zentrale Nabenanordnung 20 in der radialen Richtung durch die radiale Steifigkeit der radialen Biegungen 60 und die steife Plattenstruktur gehalten bzw. eingeschränkt würde. Es wäre ein gewisses Maß an Kopplung zwischen vertikalen und horizontalen Bewegungen des Isolators vorhanden, wenn die zentrale Nabe in Richtung auf die steife Plattenstruktur gezogen wird, aufgrund einer Verkürzung der radialen Biegungen, ausgehend von einer vertikalen Verlagerung der zentralen Nabe, wobei dieser Effekt allerdings sehr gering wäre.

Die Elemente, die die vorliegende Struktur bilden, können aus üblichen strukturellen Materialien hergestellt werden, wie etwa Stahl und Aluminiumlegierungen. Weitere strukturelle Materialien, die eine geeignete Festigkeit, elastische und Masseneigenschaften haben, können ebenfalls verwendet werden.

Obwohl eine spezielle Ausführungsform der Erfindung erläutert und beschrieben worden ist, ist es offensichtlich, daß verschiedene Modifikationen vorgenommen werden können, ohne daß der Bereich der Erfindung verlassen wird. Demgemäß ist nicht beabsichtigt, daß die Erfindung eingeschränkt wird, mit Ausnahme durch die beigefügten Ansprüche.


Anspruch[de]
  1. Ein in allen Richtungen wirkendes Isolierungs- und Aufhängungssystem, das einen Gegenstand in einer Gleichgewichtsposition relativ zu einer Basis trägt, während es die Übertragung von Schwingungsbewegungen zwischen dem Gegenstand und der Basis unterdrückt, mit:

    einem Vertikalbewegungsisolator, der einen Mechanismus mit negativer Steifigkeit aufweist, um eine positive Steifigkeit aufzuheben, um eine Schwingungsbewegung in einer vertikalen Richtung zu isolieren, der wirkungsmäßig in Reihe mit einem Horizontalbewegungsisolator (36) verbunden ist, um eine Schwingungsbewegung in der horizontalen Richtung zu isolieren, wobei der Vertikalbewegungsisolator eine Tragfeder (18) aufweist, die erste und zweite Enden hat, zum Erzeugen einer positiven Steifigkeit in einer vertikalen Richtung, und Mittel zum Erzeugen einer negativen Steifigkeit in einer vertikalen Richtung, die wirkungsmäßig in paralleler Anordnung mit der Tragfeder (18) verbunden ist; einer ersten Federabstützung (29) in der Nähe des ersten Endes der genannten Feder (18); einer zweiten Federabstützung (30) in der Nähe des zweiten Endes der genannten Feder (18); Mitteln zum Verschieben des zweiten Endes der Feder (18) relativ zu dem ersten Ende der Feder (18); und einer Drehungsverhinderungseinrichtung (31), um eine Torsionsverformung der genannten Feder (18) zu verhindern, wenn das zweite Ende der Feder (18) relativ zu dem ersten Ende verschoben wird; und

    einem Kippbewegungsisolator (48) zum Isolieren einer rotierenden Bewegung, der wirkungsmäßig in Reihe mit dem genannten Vertikalbewegungsisolator und dem Horizontalbewegungsisolator (36) verbunden ist, wobei der Kippbewegungsisolator eine Plattform (46) trägt, auf der sich der Gegenstand befindet, wobei die Plattform (46) einen Schwerpunkt aufweist, der sich unterhalb des Schwerpunkts des Gegenstands befindet, so daß der gemeinsame Schwerpunkt der Plattform (46) und des Gegenstands relativ zu dem Vertikalbewegungsisolator, dem Horizontalbewegungsisolator und dem Kippbewegungsisolator so angeordnet ist, daß er im wesentlichen mit dem vertikalen, horizontalen und drehungsmäßigen Kraftzentrum des Systems zusammenfällt, um die vertikalen, horizontalen und drehungsmäßigen, auf das System wirkenden Eingangsbewegungen zu entkoppeln.
  2. In allen Richtungen wirkendes Schwingungsisolations- und Aufhängungssystem nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Plattform (46) eine obere Platte zum Halten des Gegenstands aufweist, der auf dem Schwingungsisolations- und Aufhängungssystem getragen ist; und eine abgewogene Masse, die an der unteren Platte befestigt ist, um den Schwerpunkt der genannten Plattform (46) abzusenken.
  3. In allen Richtungen wirkendes Schwingungsisolations- und Aufhängungssystem nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß ein Kippdämpfungsmittel zum Dämpfen des Kippbewegungsisolators durch Befestigung eines elastomerischen Elements (106) zwischen den Kippbewegungs- und Horizontalbewegungsisolatoren angeordnet ist, um die Transmissibilität der Kombination aus Gegenstand und Aufhängungssystem bei Eigenfrequenzen zu steuern.
  4. In allen Richtungen wirkende Schwingungsisolierungs- und Aufhängungsvorrichtung nach Anspruch 1, weiter umfassend; eine Sockelplattform (22); ein mit Gewinde versehenes Tragrohr (91), das drehbar auf der Sockelplattform gehalten ist; ein Schneckenzahnrad, das an dem Tragrohr befestigt ist; eine Schnecke (122), die mit dem Schneckenzahnrad in Eingriff steht, um das mit Gewinde versehene Tragrohr zu drehen, wenn die Schnecke gedreht wird; wobei sich die zweite Federabstützung (30) in vertikaler Richtung bewegt, wenn der Schraubenschaft gedreht wird, aufgrund des Gewindeeingriffs des Tragrohrs mit der zweiten Federabstützung.
  5. In allen Richtungen wirkende Schwingungsisolierungs- und Aufhängevorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Vertikalbewegungsisolator umfaßt:

    eine zentrale Nabenanordnung (20), die an dem ersten Ende der genannten Tragfeder (18) befestigt ist, um den Gegenstand zu tragen;

    wobei das Mittel zum Erzeugen einer negativen Steifigkeit in der vertikalen Richtung wirkungsmäßig mit der genannten zentralen Nabenanordnung verbunden ist, wobei der Mechanismus zum Erzeugen einer negativen Steifigkeit eine erste und eine zweite radiale Biegungsanordnung aufweist, die in radialer Richtung einander gegenüberliegend angeordnet sind, wobei jede radiale Biegungsanordnung in einer Richtung quer zu der vertikalen Richtung ausgerichtet ist und ein erstes und ein zweites Ende aufweist, wobei das erste Ende der ersten radialen Biegungsanordnung an einem ersten Blockelement befestigt ist und das zweite Ende der ersten radialen Biegungsanordnung an der zentralen Nabenanordnung (20) befestigt ist, wobei das erste Ende der zweiten radialen Biegungsanordnung an der zentralen Nabenanordnung befestigt ist und das zweite Ende der genannten radialen Biegungsanordnung an einem zweiten Blockelement befestigt ist, wobei das erste und das zweite Blockelement mit einer Sockelplattform verbunden sind, wobei das eine negative Steifigkeit erzeugende Mittel ein Spannmittel aufweist, um das erste Blockelement relativ zu dem zweiten Blockelement unter eine Spannung zu setzen, um eine Kompressionsbelastung auf die erste und die zweite radiale Biegungsanordnung zu erzeugen, aufgrund der Elastizität von sich in vertikaler Richtung erstreckenden, dünnen, blattförmigen Biegeelementen, an denen die Blöcke jeweils befestigt sind.
  6. In allen Richtungen wirkende Schwingungsisolations- und Aufhängungsvorrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Vorrichtung weiter ein Einstellmittel zum Einstellen der Größe der Spannung aufweist, die zwischen dem ersten und dem zweiten Blockelement aufgebracht ist, um die Größe der kompressiven Kraft einzustellen, die auf die erste und die zweite radiale Biegungsanordnung aufgebracht ist.
Es folgen 5 Blatt Zeichnungen






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