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Dokumentenidentifikation DE69918716T2 04.08.2005
EP-Veröffentlichungsnummer 0001140102
Titel TRIAZINONEVERBINDUNGEN FÜR DIE BEHHANDLUNG VON KRANKHEITEN VERURSACHT DURCH NEOSPORA UND TOXOPLASMA
Anmelder Bayer Corp., Pittsburgh, Pa., US
Erfinder KENNEDY, J., Thomas, SHAWNEE, US
Vertreter Köhler, F., Dipl.-Biol. Dr.rer.nat., Pat.-Anw., 40723 Hilden
DE-Aktenzeichen 69918716
Vertragsstaaten AT, BE, CH, CY, DE, DK, ES, FI, FR, GB, GR, IE, IT, LI, LU, MC, NL, PT, SE
Sprache des Dokument EN
EP-Anmeldetag 18.12.1999
EP-Aktenzeichen 999674344
WO-Anmeldetag 18.12.1999
PCT-Aktenzeichen PCT/US99/30293
WO-Veröffentlichungsnummer 0000037064
WO-Veröffentlichungsdatum 29.06.2000
EP-Offenlegungsdatum 10.10.2001
EP date of grant 14.07.2004
Veröffentlichungstag im Patentblatt 04.08.2005
IPC-Hauptklasse A61K 31/53
IPC-Nebenklasse A61P 33/02   

Beschreibung[de]
Hintergrund der Erfindung Gebiet der Erfindung

Die vorliegende Erfindung betrifft die Verwendung von Triazinon-Verbindungen, wie sie in Anspruch 1 definiert sind, zur Behandlung von Lebewesen, die mit Parasiten infiziert werden und sind, die abortigene und neurologische Krankheiten verursachen, die durch Coccidia, ausgewählt aus Neospora spp. und Toxoplasma spp., verursacht werden.

Beschreibung des Standes der Technik

Triazinon-Verbindungen wie Triazindione, z. B. Diclazuril-Verbindungen, und Triazintrione, z. B. Toltrazuril-Verbindungen, sind zur Behandlung und zum Schutz verschiedener Säugetiere, Insekten und Fische von bzw. vor Krankheiten verwendet worden, die durch einen breiten Bereich von Protozoen verursacht werden. Siehe US 4,933,341, 4,935,423, 5,114,938, 5,141,938, 5,188,832, 5,196,562, 5,256,631 und 5,464,837. Protozoen, die gegenüber diesen Verbindungen empfindlich sind, infizieren Vögel, Säugetiere und Insekten und manifestieren sich als Durchfall, Gewichtsabnahme, Übelkeit und Erbrechen. Im allgemeinen beruht der Wirkmodus der Triazinone darauf, dass die intermediären Parasit-Stufen angegriffen werden, die in den Darm- und Magenwandzellen vorgefunden werden und Schwellungen im endoplasmischen Retikulum, im perinuklearen Raum und in den Mitochondrien des Parasit verursachen. Dies scheint die Fähigkeit zu Zellkernteilungen zu stören, was die Shizonten und Mikrogamonten klein bleiben lässt, die dann lediglich nur einige wenige Merozoiten bzw. Mikrogameten bilden. Das Endergebnis soll, wie berichtet wird, der Verlust der Fähigkeit dieser letzteren Stufen der Parasiten sein, in neue Säugetierzellen einzudringen, was die Replikation des Parasits im Wirt in wirkungsvoller Weise zum Halten bringt.

Von besonderem Belang sind hier bestimmte Protozoen, die vermutlich neurologische und/oder abortigene Krankheiten von Lebewesen seit den Jahren von 1970 an hervorrufen. Eine erfolgreiche Isolierung und in vitro-Züchtung einiger dieser Protozoen erwiesen sich als schwierig. Beispielsweise wurde eine erfolgreiche Isolierung aus dem Gehirn oder der cerebralen Rückenmarksflüssigkeit nicht bis in die späten Jahre des Jahrzehnts seit 1980 bewerkstelligt. Als es bestimmt wurde, dass neurologische Krankheiten durch bestimmte Parasiten, die das Gehirn infizieren, und abortigene Krankheiten durch bestimmte Parasiten, die den Fötus infizieren, erzeugt werden können, wurde der Bedarf für wirkungsvolle anti-Parasit-Arzneimittel zwingend erforderlich, die die Blut-Hirn- und die Gebärmutter-Schranke durchqueren könnten, ohne nachteilige Nebenwirkungen zu erzeugen. Viele der im Stand der Technik bekannten Arzneien, die die Blut-Hirn-Schranke und/oder die Gebärmutter-Schranke zu durchqueren vermögen, um Parasit-Infektionen des Gehirns wirkungsvoll zu behandeln, weisen schädliche Nebenwirkungen auf, so dass sie nicht ohne großes Risiko angewandt werden können. Solchermaßen haben sich bisher keine wirkungsvollen Arzneimittel herausgestellt, die eine wirkungsvolle Behandlung für solche neurologischen oder abortigenen Krankheiten darstellen und ergeben. Im folgenden werden die parasitären Krankheiten kurz beschrieben.

Equine (Pferde-) Protozale Myoencephalitis (EPM) ist eine neurologische Krankheit von Pferden mit einer Vorliebe für junge Pferde, die unter Stress stehen (z. B. Vollblut-Rennpferde und reinrassige Leistungspferde), und sie ist somit eine. Krankheit mit signifikanten geldlichen Auswirkungen für die Pferde-Industrie. EPM, die zuerst als Krankheit von den Jahren 1970 an erkannt wurde, wurde aus einem Pferd mit EPM gezüchtet und mit dem Namen Sarcocystis neurona bis 1991 versehen. 1997 wurde eine Neospora ssp., die nun Neospora hugesi genannt wird, aus dem Hirn eines Pferde mit EPM isoliert. Demzufolge wird nun vorgeschlagen, dass EPM durch diesen neu erkannten Organismus allein, durch Sarcocystis neurona allein oder durch die Kombination der beiden verursacht werden kann. EPM führt am häufigsten zu asymmetrischer Inkoordination (Ataxie), Schwäche und Spastizität. Diese Krankheit kann nahezu jede neurologische Bedingung nachahmen. Sie kann als eine perakute oder chronische Bedingung auftreten. Die chronische Form ist oft heimtükisch beim Einsetzen und schwierig bis in den späten Verlauf der Krankheit zu diagnostizieren und kann zum Tod führen. In den mildesten Fällen kann das einzige klinische Anzeichen eine als krankhaft definierte Lahmheit der Beckengliedmaßen oder ein geringfügiges Atmungsgeräusch sein. In den strengsten Fällen sind die Pferde unfähig zu schlucken oder zu stehen. Es ist nun bekannt, dass in den strengsten Fällen der Parasit, z. B. S. neurona, das Gehirn infiziert und signifikanten Schaden darin anrichtet. Die klinischen Anzeichen von EPM werden durch direkte neuronale (Hirn- und Rückenmarksstrang-) Schädigung durch die Parasiten sowie eine Schädigung des Gehirns verursacht, welche aus der Infiltration von Entzündungszellen, Ödemen und neuronaler Abtötung im Zusammenhang mit Merozoiten und Meronten im zentralen Nervensystem (CNS) resultieren. Derzeit gibt es keine belegte wirkungsvolle Behandlung oder Prophylaxe zur Steuerung von EPM. Die für den Menschen vorgesehene Arznei einer Trimethoprim-Sulfonamid-Kombination ist angewandt worden. Allerdings ist die Behandlung teuer und macht eine umfängliche Anzahl wiederholter Dosismengen erforderlich.

Ein weiterer Coccidia-Parasit, Toxoplasma gondii, ist vor einiger Zeit bekannt geworden und wurde zuerst aus den Eingeweiden und dem Muskelgewebe von Katzen isoliert. Der definitive Wirt für diesen Parasit ist die Katze, die den Organismus über lange Zeiträume hinweg zu beherbergen vermag, um Oozysten auf weitere Lebewesen zu verbreiten, einschließlich Rinder, Eierleger (Ovine), Schweine und Menschen. Die Infektion von Schafen, Vieh und Menschen ist in Zusammenhang mit Abtreibungen und kongenital erworbenen Störungen gebracht worden, welche sich in erster Linie auf das Zentralnervensystem auswirken. Sie ist kürzlich auch in Zusammenhang mit Abtreibungen und Fehlbildungen in Kätzchen gebracht gebracht worden, die von infizierten Weibchen geboren wurden, die seronegativ vor der Infektion während der Trächtigkeit gewesen waren. Nicht-Katzen-Wirte, wie Rinder, Schweine und Menschen, produzieren Oozysten nicht, entwickeln aber eine Invasion von Muskel und Gehirn durch Tachyzoiten und Bradyzoiten und können daran leiden, wobei die klinischen Anzeichen einer Krankheit – neurologische Symptome und Abtreibung bzw. Abgänge mit fötalen Defekten – erzeugt werden. Es ist berichtet worden, dass 60% der Katzen serologisch positiv zu T. gondii sind. Wiederum gibt es keine anerkannte und belegte Behandlung oder Vorbeugung für Toxoplasmose.

Noch ein weiterer Coccidia-Parasit, Neospora caninum, erzeugt sowohl eine neurologische als auch eine abortigene Krankheit in Lebewesen. Er wurde zuerst aus Hunden 1988 isoliert und vorher mit Toxoplasma gondii konfusioniert. Die durch diesen Parasit verursachte Krankheit tritt am strengsten in transplazental infizierten jungen Hunden (Welpen) auf und ist durch fortschreitende ansteigende Paralyse in den jungen Hunden, insbesondere der hinteren Gliedmaßen, gekennzeichnet; Polymyositis und Hepatitis können ebenfalls auftreten. Diese Krankheit ist kürzlicher als Hauptursache von Abort und neurologisch-assoziierten Gliederdefekten in neugeborenen Kälbern erkannt worden. Mikroskopische Verletzungen von nicht-suppurativer Encephalitis und Myocarditis in abgetriebenen Föten können im Hirn, Rückenmarksstrang und Herz gesehen werden. Ein definitiver Wirt für Neospora caninum ist neulich als der Hund identifiert worden. Bis zu dieser Zeit gibt es keine anerkannte und belegte Behandlung oder Vorbeugung, weder für Neospora caninum von Hunden oder Rindern, noch für Neospora hugesi von Pferden.

Im Stand der Technik bekannte Bezugsliteraturstellen, einschließlich der oben zitierten Bezugsliteraturstellen, legen die Verwendung von Triazinon-Verbindungen, wie von Toltrauril oder Toltrazuril-Sulfon (neulich wiederbenannt als "Ponazuril") zur Behandlung von Lebewesen, die mit Coccidia oder, in spezifischerer Weise, von der Familie der Sarcocystidae infiziert sind, die abortigene oder neurologische Krankheiten verursachen, nicht nahe oder lehren deren Verwendung, ohne dass nicht hinnehmbare Nebenwirkungen verursacht werden. Es besteht daher ein Bedarf für eine verbesserte und sichere Behandlung für Lebewesen, die mit parsitischen Krankheiten in Konflikt geraten sind, die sich als neurologische oder abortigene Krankheiten manifestieren.

Zusammenfassung der Erfindung

Gemäß dem vorstehend Gesagten umfasst die vorliegende Erfindung die Verwendung von Triazinon-Verbindungen, ausgewählt aus

  • a) Verbindungen der Formel (I):
    worin gilt:

    R1 stellt Halogenalkylthio, Halogenalkylsulfinyl oder Halogenalkylsulfonyl dar,

    R2 stellt Wasserstoff, Alkyl, Alkoxy, Alkoxyalkyl, Alkylmercapto, Halogen, Halogenalkyl oder ein gegebenenfalls substituiertes Sulfamoyl, wie Dialkylsulfamoyl, dar,

    R3 und R4 stellen, gleich oder verschieden, Wasserstoff, Alkyl, Alkenyl oder Alkinyl dar, und

    X ist O oder S,

    und aus deren physiologisch zulässigen Salzen,

    oder von
  • b) Diclazuril

    zur Herstellung pharmazeutischer Zusammensetzungen zur Behandlung neurologischer oder abortigener Krankheiten, die durch Coccidia, ausgewählt aus Neospora spp. und Toxoplasma spp., verursacht werden.

Das entsprechende Verfahren umfasst die für ein Lebewesen vorgesehene Verabreichung einer pharmazeutisch wirkungsvollen Menge der Verbindung. Der hier verwendete Begriff "pharmazeutisch wirkungsvolle Menge" bedeutet, dass die Triazinon-Menge, die verabreicht wird, hoch genug ist, um das in vivo- oder in vitro-Wachstum der parasitischen Protozoen, in typischer Weise von Coccidia, zu inhibieren, die eine neurologische Krankheit und/oder Aborte erzeugen. Die pharmazeutisch wirkungsvolle Menge steuert die Bekämpfung der Parasiten in den infizierten Geweben und führt infolgedessen zu einer Verbesserung der Gesundheit des Lebewesens.

Ferner betrifft die vorliegende Erfindung ein Verfahren zur metaphylaktischen Behandlung eines Lebewesens, das mit einem Parasit infiziert wird bzw. ist, welcher eine neurologische oder abortigene Krankheit verursacht, die empfänglich ist, mit einer oben definierten Triazinon-Verbindung behandelt zu werden. Die metaphylaktische Behandlung umfasst die für das Lebewesen vorgesehene Verabreichung der Triazinon-Verbindung unter Anwendung eines metaphylaktisch wirkungsvollen Regimen. Mit dem Begriff "metaphylaktisch wirkungsvolles Regimen" ist die Verabreichung in mit einem Zeitplan vorgesehenen Dosismengen von Triazinon-Verbindungen über einen verlängerten Zeitraum gemeint, bis das genannte Lebewesen die eindringenden Parasiten überwindet, indem, wie gesagt, eine schützende Immunreaktion oder eine sonstige Klärung des Parasit entwickelt wird. In typischer Weise wird das Regimen so bemessen, dass die Parasiten in wirkungsvoller Weise steuernd bekämpft und klinische Anzeichen der Krankheit verhindert werden. Die metaphylaktisch wirkungsvolle Dosis kann auch über einen verlängerten Zeitraum von bis zu fünf Jahren oder über die gesamte Lebensdauer des Lebewesens hinweg verabreicht werden, insbesondere in einem Fall, bei dem der Parasit nur schwierig steuernd zu bekämpfen ist. Zur metaphylaktischen Behandlung sind die bevorzugten Triazinon-Verbindungen Triazinontrinone, die, ohne darauf eingeschränkt zu sein, Toltrazuril und Ponazuril einschließen.

Auch betrifft die vorliegende Erfindung die Behandlung der Lebewesen in einer einzelnen hohen Dosis. Das Verfahren umfasst die für Lebewesen vorgesehene Verabreichung einer einzelnen hohen Dosis einer pharmazeutisch wirkungsvollen Menge der Triazinon-Verbindung an ein erkranktes Lebewesen, das unter einer parasitischen neurologischen oder abortigenen Krankheit leidet, die durch Coccidia, ausgewählt aus Neospora spp. und Toxoplasma spp., verursacht ist. Unter dem Begriff "einzelne hohe Dosis" ist eine Menge gemeint, die nur 1 Mal verabreicht wird. Diese Menge ist signifikant höher als die Dosismenge, die in der therapeutischen oder metaphylaktischen Behandlung zur Anwendung gelangt; sie ist wirkungsvoll zur steuernden Bekämpfung der die Krankheit verursachenden Parasiten und wird als solche zu keinen nachteiligen Wirkungen wie Toxizität führen. Die einzelne hohe Triazinon-Dosis beträgt demnach mehr als 10 mg/kg. Diese und weitere Gesichtspunkte der Erfindung werden nun noch vollständiger im Folgenden beschrieben.

Detaillierte Beschreibung der Erfindung

Wie oben bereits dargelegt, betrifft die vorliegende Erfindung ein Verfahren zur Behandlung eines infizierten oder erkrankten Lebewesens, das unter einer parasitischen Krankheit leidet, die sich als neurologische oder abortigene Krankheit manifestiert, die durch Coccidia, ausgewählt aus Neospora spp. und Toxoplasma spp., verursacht wird, wobei eine pharmazeutisch wirkungsvolle Menge der genannten Verbindung verabreicht wird. Verdeutlichende, aber nicht-einschränkende Beispiele der Lebewesen können Pferde, Rinder, Katzen, Hunde, Schweine, Eier legende Tiere (Ovine), Vögel, Insekten und Menschen sein. Die Parasiten, die infizieren oder die Krankheit verursachen, sind Coccidia der Familie der Sarcocystidae, wobei sich die Krankheiten als neurologische oder abortigene Krankheiten manifestieren können und die Parasiten aus Neospora spp. und Toxoplasma spp. ausgewählt sind. Die Sarcocystidae sind in typischer Weise aus N. hugesi, N. caninum und aus T. gondii ausgewählt. Die protozoischen Infektionen oder Krankheiten schließen, ohne darauf eingeschränkt zu sein, Neosporose und Toxoplasmose ein.

Bei Durchführung der Erfindung in der Praxis führt die Behandlung der parasitischen Infektionen oder Krankheiten, die durch die hierin beschriebenen Protozoen verursacht sind bzw. werden, zur Erleichterung der Symptome der neurologischen und abortigenen Krankheiten. Im allgemeinen schließen diese Symptome Lahmheit, Ataxie, Paralyse, Abort, schwächliche Neugeborene und weitere entsprechende Störungen ein. Zur therapeutischen Behandlung kann das Regimen 1 Mal am Tag, 2 oder mehrere Male am Tag, 1 Mal jeden 2. Tag oder sogar 1 Mal pro Woche erfolgen, und zwar in Abhängigkeit von den Faktoren wie der Strenge der Krankheit und des Typs des die Krankheit erzeugenden Parasit. In einigen Fällen kann jedoch das Behandlungsregimen unbegrenzt lang und manchmal für die restliche Lebenszeit des Lebewesens andauern. Beispielsweise kann im Fall der Infektion eines Lebewesens mit einem resistenteren Stamm eines Parasit die Behandlung über längere Zeiträume ausgedehnt werden, bis die Anzeichen der Krankheit beseitigt sind. In typischer Weise beträgt die Behandlungsdauer ca. 28 bis 90 Tage und vorzugsweise ca. 28 bis 60 Tage. Die bevorzugte Behandlung erfolgt 1 Mal täglich ca. 28 Tage lang.

Zur metaphylaktischen Behandlung werden die infizierten Lebewesen behandelt, um sie vor einer klinischen Manifestation der Krankheiten zu schützen. Diese Behandlung führt eventuell dazu, dass die Lebewesen die Fähigkeit erwerben, den Parasit steuernd zu bekämpfen, und zwar durch die Einführung und den Aufbau einer wirkungsvollen Immunreaktion, um einen Schutz vor zukünftigen Infektionen zu verleihen, ohne eine weitere Verabreichung von Triazinon-Verbindungen zu benötigen. Die metaphylaktische Aktivität betrifft, gemäß der Erfindung, die Anwendung der Triazinon-Verbindungen auf der Grundlage eines im Zeitplan abwechselnd erfolgenden Behandlungsregimen (eines metaphylaktisch wirkungsvollen Regimen), um die Protozoen steuernd zu bekämpfen, die die Lebewesen seit der vorherigen Behandlung infiziert haben können. Demzufolge wird das metaphylaktisch wirkungsvolle Regimen verabreicht, um die Fähigkeit der Parasiten zu verringern, die Krankheit zu verursachen, und zwar indem sie abgetötet oder in ihrer Zahl verringert werden. Im wesentlichen kann das metaphylaktisch wirkungsvolle Regimen 2 oder mehrere Male, in typischer Weise ca. 1 Mal pro Monat, bis über die Lebensdauer des Lebewesens hinweg verabreicht werden, oder bis ein inhärenter Klärungsmechanismus, z. B. eine effektive Immunreaktion, im Lebewesen zu seinem Schutz vor zukünftigen Infektionen entwickelt ist. Letzteres kann innerhalb 5 Jahren oder weniger erfolgen. Wie zu vergegenwärtigen ist, wird die metaphylaktische Behandlung auf die Erkenntnis bezogen, dass, wenn Lebewesen mit den hierin beschriebenen Protozoen infiziert wird, sie keine klinischen Anzeichen, wie neurologische Anzeichen oder einen Abort, ergeben und erkennen lassen, bis eine signifikante Zeit abgelaufen ist (z. B. 2 bis 6 Monate nach der Infektion). Dagegen manifestieren sich die enterisch protozoischen Infektionen kurz nach der Infektion. Gemäß der vorliegenden Erfindung verhindert die metaphylaktische Behandlung, dass sich der Parasit selbst etabliert und eine klinische Krankheit verursacht. Das Behandlungsregimen erfolgt auf einem abwechselnden Zeitplan von ca. 1 Mal pro Monat, 1 Mal pro 2 Monaten oder 1 Mal pro 2 Wochen.

Für die therapeutischen und metaphylaktischen Behandlungen kann man eine Dosis von 1,0 bis 100 mg/kg, vorzugsweise von 1,0 bis 25 mg/kg und noch bevorzugter von 2,5 bis 10 mg/kg anwenden. Der hohe Bereich wäre in besonders resistenten Fällen erforderlich (wenn z. B. ein Lesewesen mit einem resistenten Stamm infiziert ist). Der erforderliche Dosisspiegel und die Behandlungsdauer liegen im Bereich der Vorausschau des auf dem einschlägigen Gebiet tätigen Durchschnittsfachmannes. Ein bevorzugtes Behandlungsregimen für Rinder mit Neosporose beträgt 1,0 bis 25 mg/kg, und ein bevorzugterer Bereich beträgt 2,5 bis 10 mg/kg Triazintrion alle 28 Tage.

Für die Behandlung mit einer hohen Einzeldosis wird das Triazinon in pharmazeutisch wirkungsvollen Mengen verabreicht, die größer als 10 mg/kg sind und bis zu 100 mg/kg betragen. Es ist ein herausragendes Merkmal der Erfindung, dass die Verbindungen der vorliegenden Erfindung nicht-toxisch zu sein vermögen und somit bei hohen Dosisspiegeln verabreicht werden können. Der Vorteil einer Verabreichung in hoher Dosis beruht auf der Tatsache, dass wiederholte Dosismengen nicht erforderlich sind. Für die Behandlung in einer hohen Einzeldosis hat sich Ponazuril als sowohl sicher als auch wirkungsvoll bei so hohen Dosismengen wie 100 mg/kg Körpergewicht erwiesen. Nicht wie auf den Stand der Technik bezogene Verbindungen, sind die Triazinon-Verbindungen, die mit Ponazuril gleichwertig sind, insofern bevorzugt, als sie keine nachteiligen Nebenwirkungen verursachen, wenn sie in sehr hohen Dosisspiegeln verabreicht werden.

Ohne an eine besondere Theorie der Erfindung gebunden zu sein, wird davon ausgegangen, dass der unerwartete Erfolg der hierin beschriebenen Behandlungen aus der Fähigkeit der Triazinon-Verbindungen resultiert, die Blut-Hirn-Schranke oder die Gebärmutter-Schranke zu durchqueren. Es wird davon ausgegangen, dass die Verbindungen der vorliegenden Erfindung ganz leicht die Blut-Hirn-Schranke durchqueren und auch fähig sind, in die Gebärmutter einzudringen sowie die Protozoen in situ im Gehirn und der cerebralen Rückenmarksflüssigkeit/Rückenmarksstrang abzutöten. Es ist ferner herausgefunden worden, dass die Verbindungen der vorliegenden Klasse nichttoxisch und nicht-mutagen sogar bei den hohen Dosismengen sind, die für das hierin beschriebene Behandlungsregimen in hoher Einzeldosis notwendig sind.

Bisher sind keine Kosten-wirkungsvollen, leicht verabreichten Arzneimittel zur wirkungsvollen Behandlung von und zum Schutz vor diesen Krankheiten verfügbar gewesen, ohne nicht hinnehmbare Nebenwirkungen, wie Toxizität oder Mutagenizität, in den Lebewesen zu erzeugen.

Die hierin einsetzbaren Toltrazuril-Verbindungen weisen die Formel (1) auf:

worin gilt:

R1 stellt Halogenalkylthio, Halogenalkylsulfinyl oder Halogenalkylsulfonyl dar,

R2 stellt Wasserstoff, Alkyl, Alkoxy, Alkoxyalkyl, Alkylmercapto, Halogen, Halogenalkyl oder ein gegebenenfalls substituiertes Sulfamoyl, wie Dialkylsulfamoyl, dar,

R3 und R4 stellen, gleich oder verschieden, Wasserstoff, Alkyl, Alkenyl oder Alkinyl dar, und X ist O oder S, wobei deren physiologisch zulässigen Salze eingeschlossen sind.

Ferner ist herausgefunden worden, dass, insbesondere, die folgenden Verbindungen der Formel Ia sowie deren physiologisch zulässigen Salze hierin einsetzbar sind:

worin gilt:

RI stellt Halogen-C1-4-alkylthio, Halogen-C1-4-alkylsulfinyl oder Halogen-C1-4-alkylsulfonyl dar,

RII stellen Wasserstoff, C1-4-Alkyl, C1-4-Alkoxy, Halogen, C1-4-Alkoxyalkyl, C1-4-Alkylmercapto, C1-4-Dialkylaminosulfonyl oder Halogen-C1-4-alkyl dar, und

RIII und RIV stellen, gleich oder verschieden, Wasserstoff, C1-4-Alkyl oder C2-4-Alkenyl dar, und X ist O oder S. Schließlich ist herausgefunden worden, dass:
  • (a) 1-(4-Phenoxyphenyl)-1,3,5-triazine der Formel I erhalten werden, wenn Verbindungen der Formel II:
    worin R1, R2, R3 und X die oben angegebene Bedeutung haben, mit einem substituierten Carbonylisocyanat oder Formel III zur Reaktion gebracht werden:
    worin R5 ein Halogenatom, eine Alkoxy- oder eine Aryloxygruppe darstellt, und die in dieser Verfahrensstufe gebildeten substituierten 1,3,5-Triazin-Derivate der Formel IV:
    worin R1, R2, R3 und X die oben angegebene Bedeutung haben, gegebenenfalls isoliert oder gegebenenfalls mit einer Verbindung der Formel V zur Reaktion gebracht werden: A-Z(V), worin gilt:

    A stellt Alkyl, Alkenyl oder Alkinyl dar, und

    Z stellt Halogen dar;

    oder dass:
  • (b) 1-(4-Phenoxyphenyl)-1,3,5-triazin-Derivate der allgemeinen Formel I erhalten werden, wenn Verbindungen der Formel II, in denen R1, R2, R3 und X die oben angegebene Bedeutung haben, mit Bis(chlorcarbonyl)aminen der Formel VI:
    worin R6 Alkyl darstellt, gegebenenfalls in der Gegenwart von Säure-Akzeptoren zur Reaktion gebracht werden; oder dass:
  • (c) zum Erhalten von Verbindungen der Formel I, in denen die Substituenten R2, R3 und R4 sowie X die oben angegebene Bedeutung haben und R1 Halogenalkylsulfinyl oder Halogenalkylsulfonyl darstellt, Verbindungen der Formel (VII):
    worin R2, R3 und R4 die oben angegebene Bedeutung haben und R1' Halogenalkylthio darstellt,

    mit der entsprechenden Menge eines geeigneten oxidierenden Mittels zur Reaktion gebracht werden.

Werden N-[3-Chlor-4-(4'-trifluormethylthiophenoxy)phenyl]-N'-methylharnstoff und Chlorcarbonylisocyanat in der Verfahrensvariante (a) eingesetzt, kann der Reaktionsablauf durch die folgende Gleichung dargestellt werden:

Werden N-[3-Ethoxy-4-(4'-trifluormethylthiophenoxy)phenyl]thioharnstoff und N-Methylbis(chlorcarbonyl)amin als die Ausgangsmaterialien in der Verfahrensvariante (b) eingesetzt, kann der Reaktionsablauf durch die folgende Gleichung dargestellt werden:

Die Verbindungen der allgemeinen Formel I, die gemäß der Verfahrensvariante (a) oder (b) erhalten werden und in denen R1 = Halogenalkylthio und X = O, können gemäß der Verfahrensvariante (c) zu den entsprechenden Halogenalkylsulfinyl- oder Halogenalkylsulfonyl-Derivaten oxidiert werden. Wird Wasserstoffperoxid als das oxidierende Mittel verwendet, kann der Reaktionsablauf durch die folgende Gleichung dargestellt werden:

In den Formeln I, II, IV, V, VI und VII ist das in R2, R3, R4, R6 oder in A definierte Alkyl geradkettiges oder verzweigtes Alkyl mit vorzugsweise 1 bis 6 und insbesondere mit 1 bis 4 Kohlenstoffatomen. Beispiele, die genannt werden können, sind gegebenenfalls substituiertes Methyl, Ethyl, n- und i-Propyl und n-, i- und t-Butyl.

In den Formeln I, II, IV, V und VII ist das in R3, R4 oder in A definierte Alkenyl geradkettiges oder verzweigtes Alkenyl mit vorzugsweise 2 bis 6 und insbesondere mit 2 bis 4 Kohlenstoffatomen. Beispiele, die genannt werden können, sind gegebenenfalls substituiertes Ethenyl, Propen-1-yl, Propen-2-yl und Buten-3-yl.

In den Formeln I, II, IV, V und VII ist das in R3, R4 oder in A definierte Alkinyl geradkettiges oder verzweigtes Alkinyl mit vorzugsweise 2 bis 6 und insbesondere mit 2 bis 4 Kohlenstoffatomen. Beispiele, die genannt werden können, sind gegebenenfalls substituiertes Ethinyl, Propin-1-yl, Propin-2-yl und Butin-3-yl.

In den Formeln I, II, III, IV und VII ist das in R2 oder R5 definierte Alkoxy geradkettiges oder verzweigtes Alkoxy mit vorzugsweise 1 bis 6 und insbesondere mit 1 bis 4 Kohlenstoffatomen. Beispiele, die genannt werden können, sind gegebenenfalls substituiertes Methoxy, Ethoxy, n- und i-Propoxy und n- und i-Butoxy.

In den Formeln I, II, III, IV, V und VII ist das in R2, R5 oder in Z definierte Halogen vorzugsweise Fluor, Chlor, Brom und Iod und ganz besonders Chlor und Brom.

In den Formeln I, II, IV und VII ist das in R1 definierte Halogenalkylthio ein Halogenalkylthio mit vorzugsweise 1 bis 4 und insbesondere mit 1 oder 2 Kohlenstoffatomen und vorzugsweise mit 1 bis 5 und insbesondere mit 1 bis 3 gleichen oder verschiedenen Halogenatomen, wobei die Halogenatome vorzugsweise Fluor, Chlor und Brom und ganz besonders Fluor und Chlor sind. Beispiele, die genannt werden können, sind Trifluormethylthio, Chlordifluormethylthio, Brommethylthio, 2,2,2-Trifluorethylthio und Pentafluorethylthio.

In den Formeln I, II und IV ist das in R1 definierte Halogenalkylsulfinyl ein Halogenalkylsulfinyl mit vorzugsweise 1 bis 4 und insbesondere mit 1 oder 2 Kohlenstoffatomen und mit vorzugsweise 1 bis 5 und insbesondere mit 1 bis 3 gleichen oder verschiedenen Halogenatomen, wobei die Halogenatome vorzugsweise Fluor, Chlor und Brom und ganz besonders Fluor und Chlor sind. Beispiele, die genannt werden können, sind Trifluormethylsulfinyl, Chlordifluormethylsulfinyl, Brommethylsulfinyl, 2,2,2-Trifluorethylsulfinyl und Pentafluorethylsulfinyl.

In den Formeln I, II und IV ist das in R1 definierte Halogenalkylsulfonyl ein Halogenalkylsulfonyl mit vorzugsweise 1 bis 4 und insbesondere mit 1 oder 2 Kohlenstoffatomen und mit vorzugsweise 1 bis 5 und insbesondere mit 1 bis 3 gleichen oder verschiedenen Halogenatomen, wobei die Halogenatome vorzugsweise Fluor, Chlor und Brom und ganz besonders Fluor und Chlor sind. Beispiele, die genannt werden können, sind Trifluormethylsulfonyl, Chlordifluormethylsulfonyl, Brommethylsulfonyl, 2,2,2-Trifluorethylsulfonyl und Pentafluorethylsulfonyl.

In den Formeln I, II und IV ist das in R2 definierte, gegebenenfalls substituierte Sulfamoyl vorzugsweise einer der folgenden Reste:

SO2NH2, SO2NH-CH3, SO2N(CH3)2,

SO2NH-C2H5, SO2-N(C2H5)2,

In der Formel III, ist das in R5 definierte Aryloxy vorzugsweise ein monocyclisches, carbocyclisches Aryloxy oder ein bicyclisches carbocyclisches Aryloxy und insbesondere Phenoxy.

In der Formel III ist das Aryloxy in R5 vorzugsweise Phenoxy.

Die meisten der substituierten Harnstoffe oder Thioharnstoffe der Formel II, die als Ausgangsmaterialien eingesetzt werden, sind bisher nicht bekannt gewesen, können aber leicht mit Verfahren hergestellt werden, die ihrerseits bekannt sind, wobei (a) entweder substituierte 4-Aminodiphenylether mit den entsprechenden substituierten Isocyanaten oder Isothiocyanaten in einem inerten Lösungsmittel bei Temperaturen von 0 bis 100°C oder, in umgekehrter Abfolge, (b) Ammoniak oder substituierte Amine und die entsprechenden substituierten Isocyanato- oder 9-Isothiocyanatophenylether miteinander unter den gleichen Bedingungen zur Reaktion gebracht werden, oder wobei (c) substituierte 4-Hydroxyphenylharnstoffe oder -thioharnstoffe einer Kondensationsreaktion mit aktivierten Halogenaromatenverbindungen in aprotischen Lösungsmitteln, wie in Dimethylsulfoxid, Dimethylformamid oder in Hexamethylphosphorsäuretriamin, in der Gegenwart von Basen, wie von Natriumhydrid, Kaliumhydroxid, Kaliumcarbonat, z. a. m. (usw.), bei Temperaturen von 20 bis 150°C unterzogen werden.

Wird die Menge des Lösungsmittels entsprechend gewählt, kristallisieren die Reaktionsprodukte im allgemeinen beim Abkühlen der Lösung aus. Literatur für die jeweilige Herstellung von Harnstoffen aus Aminen und Isocyanaten findet sich in: Methoden der Org. Chemie (Methods of Organic Chemistry) (Houben-Weyl), 4. Ausgabe, Band VIII, S. 157–158.

Einige der Bis(chlorcarbonyl)amine der allgemeinen Formel VI, die gemäß der Erfindung im Verfahren (b) eingesetzt werden können; sind bereits bekannt (vgl. den Artikel in Synthesis 1970, S. 542–593) und können, falls sie noch nicht bekannt sind, in analoger Weise aus cyclischen Diacyldisulfiden und durch Chlorierung in inerten organischen Lösungsmitteln, vorzugsweise in Kohlenstofftetrachlorid, hergestellt werden.

Mögliche Verdünnungsmittel für die Reaktion der Harnstoffe oder Thioharnstoffe der Formel II mit sowohl den Carbonylisocyanaten der Formel III (Verfahrensvariante a) als auch mit den Bis(chlorcarbonyl)aminen der Formel VI (Verfahrensvariante b) sowie für die Reaktion der 1,3,5-Triazin-Derivate der Formel IV mit den Verbindungen der Formel A–Z, sind alle diejenigen organischen Lösungsmittel, die in diesen Reaktionen inert sind.

Diese schließen, zusätzlich zu Pyridin, vorzugsweise aromatische Kohlenwasserstoffe, wie Benzol, Toluol und Xylol, halogenierte aromatische Kohlenwasserstoffe, wie Chlorbenzol und Dichlorbenzol, und Ether, wie Tetrahydrofuran und Dioxan, ein.

Die Salzsäure, die sich bei der Reaktion bilden kann, entweicht als Gas oder kann mit organischen oder anorganischen Säure-Akzeptoren gebunden werden. Die Säure-Akzeptoren schließen vorzugsweise tertiäre organische Basen, wie Trialkylamine, z. B. Triethylamin, aromatische N-Heteromono- oder -bicycloamine, wie Pyridin, mono- oder bicyclische Azacycloalkylamine, wie Diazabicyclononen, Diazabicycloundecen und viele weitere, oder anorganische Basen, wie Alkalimetallcarbonate, -oxide oder -hydroxide oder Erdalkalimetallcarbonate, -oxide oder -hydroxide, ein.

Die Reaktionstemperaturen für die oben genannten Reaktionsstufen können innerhalb eines breiten Bereichs schwanken, im allgemeinen wird die Reaktion bei ca. 0 bis ca. 150°C und vorzugsweise bei ca. 20 bis ca. 100°C durchgeführt.

In den oben genannten Reaktionsstufen kann die Reaktion unter Normaldruck oder unter erhöhtem Druck durchgeführt werden, im allgemeinen wird die Reaktion unter Normaldruck durchgeführt.

Mögliche oxidierende Mittel für die Umsetzung gemäß Verfahrensvariante (c) der Trifluormethylthioverbindungen der Formel 1, in denen Y Sauerstoff darstellt, zu den entsprechenden Sulfinyl- oder Sulfonylverbindungen sind in geeigneter Weise: H2O2/Eisessig; H2O2/Essigsäureanhydrid; H2O2/Methanol; Persäuren, wie z. B. n-Chlorperbenzoesäure, und Chromsäure; Kaliumpermanganat; Natriumperiodat, kirschrotes Ammoniumnitrat; und Salpetersäure.

Die entstandene Verbindung kann in ein entsprechendes Additionssalz z. B. durch Reaktion mit einer anorganischen oder organischen Base überführt werden.

Zur Durchführung der Erfindung in der Praxis kann die Triazinon-Verbindung in herkömmlicher Weise zu Zusammensetzungen oder Formulierungen bzw. Zubereitungen zur Verabreichung an Lebewesen formuliert bzw. zubereitet werden. Formulierungen zur oralen Verabreichung, die hierin bevorzugt ist, können Suspensionen, Tabletten, Kapseln, Gele, Pasten, große Pillen oder Zubereitungen in der Form von Pulvern, Körnern oder Pellets sein. Die bevorzugte oral verabreichte Formulierung liegt in der Form einer Paste oder eines Futteradditivs vor. Weitere Verabreichungsarten, die angewandt werden können, schließen parenterale, topische, intramuskuläre und intramukosale oder weitere Wege ein, die dem Fachmann bekannt sind. Eine topische Verabreichung in der Form einer Zubereitung zum Aufgießen ist ebenfalls bevorzugt.

In typischer Weise werden pharmazeutisch zulässige und geeignete Trägermittel und Hilfsstoffe in den Formulierungen verwendet. Beispiele davon können Verdickungsmittel, ausgewählt aus der Gruppe, bestehend aus: Carbopol, anorganischen Verdickungsmitteln, wie Silikaten, Bentoniten oder kolloidaler Kieselsäure, und aus organischen Verdickungsmitteln, wie Fettalkoholen oder Fettsäureestern, und das Benetzungsmittel ist aus der Gruppe ausgewählt, bestehend aus Polyethylenglykol und Natriumlaurylsulfat mit Carbopolen, wobei, noch spezifischer, Carbopol 974P das am meisten bevorzugte Verdickungsmittel für die hierin bevorzugte Pasten-Formulierung ist. Auch können Konservierungsmittel hierin angewandt werden, die aus der Gruppe ausgewählt sind, bestehend aus Parabenen, Alkoholen oder Aldehyden. Diese können flüssige, feste oder gasförmige Materialien sein, die ansonsten inert oder medizinisch zulässig und geeignet und mit den Wirkbestandteilen kompatibel sind.

In überraschender Weise sind gemäß der Erfindung die Pasten wirkungsvoll zur Abgabe der Triazinone, insbesondere von Toltrazuril und Ponazuril, um die Blut-Hirn- oder Gebärmutter-Schranke zu durchqueren und die Parasiten anzugreifen, die bereits in das Gehirn eingewandert sind oder den Fötus eines trächtigen Lebewesens infiziert haben. Zur einfachen und klaren Verdeutlichung wird hierin eine Beschreibung einer spezifischen Ausführungsform der bevorzugten Pasten und deren Zubereitung angegeben. Die bevorzugte Paste enthält, gemäß der vorliegenden Erfindung, eine mikronisierte Suspension des Triazintrions (z. B. von Ponazuril), Propylenglykol, ein Verdickungsmittel wie Carbopol, Konservierungsstoffe, wie Methyl- und Propylparaben, und Wasser. Sie kann durch Zusammenbringen von Wasser, in typischer Weise von gereinigtem Wasser, und von Propylenglykol, durch Erwärmen dieser Mischung auf ca. 70°C und durch Zugabe der Konservierungsstoffe bei dieser Temperatur hergestellt werden. Die entstandene Mischung wird auf Raumtemperatur abgekühlt, worauf Carbopol, vorzugsweise in der Form von Carbopol 974P, zugefügt wird. Schließlich wird das Triazintrion zugegeben. Nach vollständiger Vermischung wird der pH-Wert auf ca. 6,0 mit Natriumhydroxid eingestellt. Die am meisten bevorzugte Paste schließt 15% G/G Ponazuril, 20% G/G Propylenglykol, 0,5% G/G Carbopol 974P, 0,14% G/G Methylparaben, 0,02% G/G Propylparaben, 0,1% G/G Natriumhydroxid ein, wobei der Rest gereinigtes Wasser ist. Süßungsstoffe, einschließlich Dextrose, Sucrose, Lactose, Fructose, Sorbit, Xylit, künstliche Süßungsstoffe und Melassen, können zur Verbesserung der Genießbarkeit zugefügt werden. Außerdem können Hefe- oder Leber-Geschmacksstoffe für den gleichen Zweck zugegeben werden.

Die Erfindung wird nun noch weiter durch die folgenden veranschaulichenden Beispiele beschrieben.

Beispiele Beispiel 1

Eine pharmakokinetische Studie wurde in Pferden durchgeführt, wobei die Blutspiegel von Toltrazuril, Ponazuril und Toltrazuril-Sulfoxid zu verschiedenen Zeitpunkten nach einer Einzeldosis von Toltrazuril verglichen wurden. Alle Pferde erhielten eine Einzeldosis von 10 mg/kg, die oral als Suspension verabreicht wurde. Blutproben wurden zum Zeitpunkt der Behandlung (0) und 0,25, 0,5, 1, 2, 4, 6, 12, 24, 48 und 72 h nach der Behandlung gezogen. Die Ergebnisse der Probennahme sind in Tabelle 1 aufgelistet. Es war überraschend festzustellen, dass Pferde, die Toltrazuril erhielten, relativ hohe Spiegel von Ponazuril in ihrem Serum ergaben. Außerdem wurden signifikante Spiegel von Toltrazuril-Sulfoxid im Blutstrom gefunden. Dies war ein Anzeichen dafür, dass Ponazuril, alleine, akzeptable Blutspiegel erzeugen würde, von denen anzunehmen ist, dass sie durch die Blut-Hirn-Schranke gehen, was ein charakteristisches Merkmal darstellt, das erforderlich ist, um neurologische Krankheiten, wie die durch Toxoplasma gondii, Neospora caninum und Neospora hugesi verursachten zu behandeln.

Beispiel 2

Ponazuril, 1-Methyl-3-[4-p-[(trifluormethyl)sulfonylphenoxy]-m-tolyl)-s-triazin-2,4,6(1H,3H,5H)trion, ein repräsentatives Triazintrion, wurde zu einer Paste zur Verabreichung an Pferde zubereitet. Die in Tabelle 2 aufgelisteten Komponenten wurden zur Zubereitung der Formulierungen wie folgt eingesetzt:

Tabelle 2: Komponenten einer Ponazuril-Paste für Pferde

Die Formulierungen wurden unter Anwendung des Verfahrens (A) und (B) wie folgt zubereitet. Das erste Verfahren (A) umfasste: 1) Mischen einer Teilmenge des Wassers mit dem Propylenglykol; 2) Zugabe der Konservierungsstoffe (Methylparaben und Propylbaraben; 3) langsame Zugabe des Carbopol 974P, bis eine einheitliche Suspension hergestellt wurde; 4) Zugabe des Ponazuril in der mikronisierten Form, 5) Zugabe des Natriumhydroxids, um die Suspension auf einen pH-Wert von annähernd 6,0 zu stellen; und 6) Zugabe der Restmenge des Wassers bis QS auf das Volumen. Die endgültige Suspension lag in der Form einer Paste vor, die einem Pferd oral verabreicht werden kann.

Das zweite Verfahren (B) umfasst: 1) Mischen einer Teilmenge des Wassers mit dem Propylenglykol; 2) Erwärmen auf 70°C; 3) Zugabe der Konservierungsstoffe (Methylparaben und Propylparaben) unter Halten der Lösung bei 70°C; 4) Abkühlen der Lösung auf Raumtemperatur; 5) langsame Zugabe des Carbopol 974P, bis eine einheitliche Suspension hergestellt wurde; 6) Zugabe des Ponazuril in der mikronisierten Form; 7) Zugabe des Natriumhydroxids, um die Suspension auf einen pH-Wert von annähernd 6,0 zu stellen; und 8) Zugabe der Restmenge des Wasser bis QS auf das Volumen. Die endgültige Suspension lag ebenfalls in der Form einer Paste vor, die einem Pferd oral verabreicht werden kann.

Die entstandenen Pasten wurden Pferden verabreicht und erwiesen sich als genießbar und gut akzeptiert.

Beispiel 4

Zur Bestimmung des durch Ponazuril erstellten Umfangs der Schutzwirkung wurde eine in vitro-Testung durchgeführt. Die folgenden Parasitenstämme wurden bezüglich ihrer Empfindlichkeit gegenüber dieser Verbindung bewertet: Stamm SN3 von Sarcocystis neurona; Stamm SF1 von Sarcocystis falcatula; Stamm RH von Toxoplasma gondii; und der NC-1-Stamm von Neospora caninum. Ponazuril wurde bei 2 Konzentrationen (1 &mgr;g/mL und 10 &mgr;g/mL) getestet.

Rinder-Turbinat-(bovine turbinate = BT)-Zellen wurden für alle in vitro-Studien eingesetzt. Es wurden Zellen bis Konfluenz in 25 cm2-Kolben in RMPI 1640-Medien gezüchtet, ergänzt mit 10% V/V fötalem Rinderserum (FBS), 100 Einheiten Penicillin (G/mL), 100 mg Streptomycin/mL und mit 5 × 10–2 mM 2-Mercaptoethanol. Nach Erhalt von Zell-Konfluenz wurden die Zellen im gleichen Medium mit verringertem FBS (2% V/V) gehalten. Die Zellkulturen wurden bei 37°C in einer befeuchteten Atmosphäre inkubiert, die 5% Kohlendioxid und 95% Luft enthielt.

Zum Wachstum der Parasiten wurden BT-Zell-Monoschichten mit Parasiten infiziert und mit einem umgekehrten Mikroskop bezüglich der Entwicklung von Schädigungen (zytopathischer Effekt, "CPE") oder bezüglich der Gegenwart vieler extrazellulärer Merozoiten untersucht. Sobald Schädigungen beobachtet wurden oder viele extrazelluläre Parasiten vorhanden waren, wurde die Monoschicht mit der Spitze einer 5 mL-Pipette abgekratzt, und es wurden 1 bis 3 Tropfen der Merozoit-enthaltenden Flüssigkeit auf 2 Kolben frischer BT-Zellen übertragen. Merozoiten von S. neurona und S. falcatula wurden auf diese Weise alle 5 bis 10 Tage durchgeleitet, während die Tachyzoiten von T. gondii und N. caninum alle 3 bis 4 Tage durchgeleitet wurden.

Der angewandte Assay zur Bestimmung der Wirksamkeit von Ponazuril war der Microtiter Monolayer Disruption Assay (MMDA). Dieser Assay wurde angewandt, um zu ermitteln, ob die Parasiten oder die Verbindung für BT-Zellen toxisch waren. Die Mikrotiter-Platten mit 96 Vertiefungen mit flachem Boden wurden mit BT-Zellen inokuliert, und die entstandenen Monoschichten wurden angewandt, um die Wirkungen von Toltrazuril und Ponazuril auf eine Merozoit-Produktion gemäß Messung mit CPE (Plaque-Bildung) zu ermitteln und zu bestimmen. Monoschichten wurden mit Parasiten (von S. neurona oder S. falcatula mit einem Zählwert von 50.000/Vertiefung, T. gondii mit einem Spiegel von 10.000/Vertiefung und von N. caninum mit 20.000/Vertiefung) inokuliert. Alle Vertiefungen wurden mit der Testverbindung 2 h nach Infektion inokuliert. Unbehandelte und uninfizierte Monoschicht-Vertiefungen dienten als Parasit-Vergleiche, und uninfizierte, mit einem Mittel behandelte BT-Zellen dienten als Toxizitätsvergleich. Jede Behandlung wurde in Replikaten (Wiederholungen) von 6 untersucht. Jede Vertiefung wurde täglich visuell verfolgt und aufgezeichnet, und der Assay wurde angehalten, als 90 bis 100% der unbehandelten Merozoit-infizierten Zellen lysiert waren (90 bis 100% CPE). Alle Vertiefungen der Platten wurden in Phosphat-gepufferter Salzlösung (PBS) gespült und in 100% Methanol 5 min lang fixiert, worauf sie in Kristall-Violett-Lösung gefärbt wurden. Flächen mit Merozoit-induzierter Zerstörung oder mit BT-Zelltod wegen Toxizität nehmen das Kristall-Violett nicht auf. Ein ELISA-Platten-Ableser wurde angewandt, um die Kristall-Violett-Einbringung quantitativ zu bestimmen, und diese Daten wurden herangezogen, um die Konzentration von Ponazuril zu bestimmen, die die Zerstörung &mgr;m 50% inhibiert (inhibitorische Konzentration50 oder IC50). Die Messergebnisse der Inhibierung sind in Tabelle 4 angegeben. Es ist festzustellen, dass so wenig wie 1 &mgr;g/mL Ponazuril eine 100%ige Inhibierung der durch N. caninum, T. gondii und S. falcatula erzeugten Zellzerstörung ergab, wogegen 10 &mgr;g/mL Ponazuril benötigt wurden, um eine 100%ige Inhibierung der Zellzerstörung durch S. neurona zu erzeugen. Dies zeigt an, dass Triazinone wie Toltrazuril und Ponazuril zur Behandlung von Krankheiten wirksam sein würden, die durch die Coccidia verursacht werden, von denen es bekannt ist, dass sie mit neurologischen und abortigenen Krankheitssyndromen zusammenhängen, einschließlich von Krankheiten, die durch S. neurona, N. caninum, N. hugesi und durch T. gondii verursacht werden. Außerdem war Ponazuril nicht toxisch gegenüber den BT-Zellen.

Tabelle 4: In vitro-Daten mit Ponazuril
Beispiel 5

Dieser Versuch wurde durchgeführt, um zu ermitteln, ob Triazinone wie Toltrazuril durch die Blut-Hirn-Schranke gehen können. Normale Pferde wurden in drei Gruppen von drei Pferden pro Gruppe eingeteilt. Die Pferde der Gruppe 1 erhielten Toltrazuril, oral verabreicht als 5%ige Suspension mit einem Dosisspiegel von 2,5 mg/kg. Die Pferde der Gruppe 2 erhielten Toltrazuril, oral verabreicht, als 5%ige Suspension mit einem Dosisspiegel von 5,0 mg/kg. Die Pferde der Gruppe 3 erhielten Toltrazuril, oral verabreicht, als 5%ige Suspension mit einem Dosisspiegel von 7,5 mg/kg. Die Dosierung wurde täglich 10 Tage lange wiederholt. Blutproben wurden bei 48, 96 und 240 h gezogen, und es wurde die Konzentration von Toltrazuril, Toltrazuril-Sulfoxid und von Ponazuril im Serum gemessen. 10 Tage nach dem Start der Behandlung (am 10. Tag) wurde eine Probe der cerbralen Rückenmarksflüssigkeit von jedem Pferd entnommen, und es wurden die Konzentrationen von Toltrazuril, Toltrazuril-Sulfoxid und von Ponazuril erneut in diesen Proben gemessen. Die Konzentrationen von Toltrazuril, Toltrazuril-Sulfoxid und von Ponazuril im Serum und der cerbralen Rückenmarksflüssigkeit sind in den Tabellen 5a und 5b angegeben. Die Ponazuril-Konzentration im Blut und der cerebralen Rückenmarksflüssigkeit nach Behandlung der Pferde mit Toltrazuril war insofern signifikant, als die Ponazuril-Konzentration in der cerbralen Rückenmarksflüssigkeit nach Behandlung der Pferde mit Toltrazuril im wesentlichen gleichwertig mit der Toltrazuril-Konzentration selbst war. Dies ist ein Beleg dafür, dass sowohl Toltrazuril als auch Ponazuril in wirkungsvoller Weise die Blut-Hirn-Schranke durchqueren, und dass Ponazuril diese Barriere wirkungsvoller durchquert, als dies mit Toltrazuril der Fall ist. Die Daten würden es einem Fachmann auf dem Gebiet nahe legen, dass die Triazinone ebenfalls in wirkungsvoller Weise die Gebärmutter-Schranke überwinden und durchqueren.

Tabelle 5a: Arznei-Spiegel nach wiederholten Dosismengen von Toltrazuril in Pferden
Tabelle 5b: Arznei-Spiegel nach wiederholten Dosismengen von Toltrazuril in Pferden

Anspruch[de]
  1. Verwendung von Triazinon-Verbindungen, ausgewählt aus:

    a) Verbindungen der Formel (I):
    worin gilt:

    R1 stellt Halogenalkylthio, Halogenalkylsulfinyl oder Halogenalkylsulfonyl dar,

    R2 stellt Wasserstoff, Alkyl, Alkoxy, Alkoxyalkyl, Alkylmercapto, Halogen, Halogenalkyl oder ein gegebenenfalls substituiertes Sulfamoyl, wie Dialkylsulfamoyl, dar,

    R3 und R4 stellen, gleich oder verschieden, Wasserstoff, Alkyl, Alkenyl oder Alkinyl dar, und

    X ist O oder S,

    und aus deren physiologisch zulässigen Salzen,

    oder von

    b) Diclazuril

    zur Herstellung pharmazeutischer Zusammensetzungen zur Behandlung neurologischer oder abortigener Krankheiten, die durch Coccidia, ausgewählt aus Neospora spp. und Toxoplasma spp., verursacht werden.
  2. Verwendung gemäß Anspruch 1, worin die Neospora spp. Neospora caninum ist.
  3. Verwendung gemäß Anspruch 1, worin die Toxoplasma spp. Toxoplasma gondii ist.
  4. Verwendung gemäß einem der vorhergehenden Ansprüche zur metaphylaktischen Behandlung der in Anspruch 1 genannten Krankheiten.
  5. Verwendung gemäß einem der vorhergehenden Ansprüche, worin die Triazinon-Verbindung aus der Gruppe ausgewählt ist, bestehend aus Toltrazuril, Ponazuril und aus Diclazuril.
  6. Verwendung gemäß einem der vorhergehenden Ansprüche, worin die Triazinon-Verbindung Ponazuril ist.
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