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Dokumentenidentifikation DE60105196T2 11.08.2005
EP-Veröffentlichungsnummer 0001349635
Titel BEHÄLTER ZUM ENTWÄSSERN EINER MISCHUNG AUS GRANULAT UND FLÜSSIGKEIT
Anmelder Paul Wurth S.A., Luxemburg/Luxembourg, LU
Erfinder KERSCHENMEYER, Guy, L-8381 Kleinbettingen, LU;
VAN HOOF, Wolfgang, L-7360 Helmdange, LU;
HARTZ, Jean, L-5370 Schuttrange, LU
Vertreter Dr. Werner Geyer, Klaus Fehners & Partner GbR, 80687 München
DE-Aktenzeichen 60105196
Vertragsstaaten AT, DE, FI, GB, IT, NL
Sprache des Dokument FR
EP-Anmeldetag 24.12.2001
EP-Aktenzeichen 019869353
WO-Anmeldetag 24.12.2001
PCT-Aktenzeichen PCT/EP01/15305
WO-Veröffentlichungsnummer 0002055177
WO-Veröffentlichungsdatum 18.07.2002
EP-Offenlegungsdatum 08.10.2003
EP date of grant 25.08.2004
Veröffentlichungstag im Patentblatt 11.08.2005
IPC-Hauptklasse B01D 36/04
IPC-Nebenklasse B01D 29/11   

Beschreibung[de]

Vorliegende Erfindung betrifft einen Abtropfbehälter für ein Granulat-Flüssigkeitsgemisch.

Stand der Technik

Ein Abtropfbehälter für Granulat wird insbesondere in einer Nassgranulationsanlage benutzt, bei der ein schmelzflüssiges Produkt in einen starken Wasserfluss eingeleitet wird, wodurch seine Verfestigung, Kornbildung und Erkaltung hervorgerufen wird. Dieser Vorgang geschieht im Allgemeinen auf diskontinuierliche Weise in einem Granulationsbecken, das für die Granulationswassereinspritzung ausgerüstet ist. Ist ein Los schmelzflüssigen Produkts in das Granulationsbecken gegossen worden und somit granuliert, wird das Granulat-Wassergemisch vom Granulationsbecken zu einem Abtropfbehälter gepumpt, um das Granulat vom Granulationswasser zu trennen.

Ein solcher Abtropfbehälter umfasst im Allgemeinen einen oberen zylindrischen und einen unteren konischen Teil, der in einem mit einem Verschlussorgan ausgestatteten Ablaufstutzen endet. Der untere konische Teil ist außerdem aufwärts vom Verschlussorgan mit einer Vorrichtung zur Trennung von Wasser und Granulat versehen, die eine ringförmige Auffangkammer für die abgetropfte Flüssigkeit und filtrierende Oberflächen, die das Innere des Behälters von der ringförmigen Auffangkammer trennen, umfasst. Der obere Teil ist mit einem Deckel versehen, der im Abstand von den oberen Rändern des oberen Teils derart befestigt ist, dass ein peripherer Spalt zum Überfließen definiert wird. Dieser Spalt stellt ein Mittel zur Entleerung überschüssiger Flüssigkeit dar, das den Abfluss des überschüssigen Granulationswassers ermöglicht. Eine Rinne verläuft um den Abtropfbehälter herum, um das übergelaufene Granulationswasser aufzunehmen. Das Granulat-Wassergemisch wird mittels einer den Deckel durchquerenden Füllleitung in den Behälter eingeleitet. Beim Füllen des Behälters wird das Granulat durch die Filteroberflächen zurückgehalten, während das Wasser in der Auffangkammer aufgefangen wird. Das überschüssige Wasser oder der Überlauf kann über das Mittel zur Entleerung der überschüssigen Flüssigkeit abfließen. Ein Nachteil eines solchen Abtropfbehälters besteht darin, dass je nach der Art, in der sich das Granulat im Behälter verteilt, sich Wasserströme mit erhöhten Geschwindigkeiten bilden können. Diese Wasserströme mit erhöhten Geschwindigkeiten verursachen ein vermehrtes Überfließen an bestimmten Stellen der Peripherie des Behälters, das ziemlich große Mengen an Granulat mitführt. Das Überfließen überschüssigen Wassers geschieht also nicht auf einheitliche Art und Weise auf der gesamten Peripherie des Abtropfbehälters. Außerdem kommt es vor, dass der Abtropfbehälter leicht geneigt ist, was dieses Problem des uneinheitlichen Überfließens noch verstärkt.

Das mit der Erfindung zu lösende Problem

Ein Problem auf der Grundlage vorliegender Erfindung besteht darin, einen Abtropfbehälter für ein Granulat/Flüssigkeitsgemisch zu liefern, der eine gleichmäßigere Entleerung des Flüssigkeitsüberschusses während des Füllvorgangs des Abtropfbehälters gewährleistet. Gemäß der Erfindung ist dieses Ziel mit einem Abtropfbehälter nach Anspruch 1 erfüllt.

Zusammenfassung der Erfindung

Ein erfindungsgerechter Abtropfbehälter für ein Granulat/Flüssigkeitsgemisch umfasst einen unteren und einen oberen, mit einem Deckel versehenen Teil. Eine Vorrichtung für die Trennung von Flüssigkeit und Granulat ist im unteren Teil vorgesehen. Eine Vorrichtung zur Entleerung des Flüssigkeitsüberschusses ist im oberen Teil vorgesehen. Ein bedeutender Aspekt der Erfindung besteht darin, dass die Vorrichtung zur Entleerung des Flüssigkeitsüberschusses eine gewisse Anzahl von Überlaufmuffen, die den Deckel durchqueren, umfasst. Es wird als Vorteil gewertet werden, dass die Überlaufmuffen über dem Deckel einen Überlaufrand mit verstellbarer Höhe aufweisen. Der mit diesen Überlaufmuffen ausgestattete Deckel stellt also ein verstellbares Mittel zur Entleerung von überschüssigem Wasser dar. Dank dieser Möglichkeit der individuellen Einstellung der Höhe des Überlaufrandes einer jeden Muffe können die Muffen derart eingestellt werden, dass ein im Wesentlichen gleichwertiger Flüssigkeitsabfluss durch eine jede von ihnen erreicht und somit ein gleichmäßiges Überfließen gewährleistet wird. Im Allgemeinen stellt man, um ein gleichmäßiges Überfließen zu erreichen, die Überlaufränder der Muffen vorzugsweise derart ein, dass sie sich in ein und derselben horizontalen Ebene befinden. Außerdem wird man feststellen, dass die Überlaufmuffen es gestatten, eine Neigung des Behälters auszugleichen. Ein erfindungsgerechter Abtropfbehälter ist besonders gut für das Abtropfen eines in ein Granulationsbecken gepumpten Granulat/Wassergemisches geeignet.

Nach einer bevorzugten Ausführung umfasst eine Überlaufmuffe ein senkrechtes Rohr, das auf vorteilhafte Weise dicht in den Deckel geschweißt und mit einem zu einem Gewinde ausgearbeiteten oberen Ende oberhalb des Deckels versehen ist. Ein mit einem Gewinde versehener Verstellring wird auf das obere, mit einem Gewinde versehene Ende des senkrechten Rohrs geschraubt. Dieser mit einem Gewinde versehene Verstellring bildet den Überlaufrand und kann also nach einer senkrechten Achse eingestellt werden, um die Überlaufhöhe zu regeln.

Die Überlaufmuffen sind auf vorteilhafte Weise auf einheitliche Art im Deckel verteilt. Das Überfließen der überschüssigen Flüssigkeit geschieht also an verschiedenen Stellen des Querschnitts des Behälters und nicht nur an seiner Peripherie. Dies ermöglicht es, im Wesentlichen gleiche Flüssigkeitsgeschwindigkeiten im Innern des Abtropfbehälters auf seinem gesamten Querschnitt zu erreichen. Die Überlaufgeschwindigkeiten sind somit im Allgemeinen niedriger, was eine bessere Ablagerung des Granulats gewährleistet und das Mitführen von Teilchen vermeidet. Eine solche Verteilung der Muffen trägt zu einem einheitlichen Überfließen des Flüssigkeitsüberschusses bei. Um im Wesentlichen gleichwertige Flüssigkeitsgeschwindigkeiten auf dem gesamten Querschnitt des Behälters zu erreichen, kann man z. B. die Muffen derart verteilen, dass sie der Entleerung von Flüssigkeit aus Deckelbereichen mit identischen Oberflächen dienen.

Ein Parameter, von dem das Überfließen abhängt, ist die Gesamtlänge der Überlaufränder, die die Muffen bieten. Um eine geeignete Entleerung der Flüssigkeit zu gewährleisten, wird man vorzugsweise darauf achten, dass eine Überlaufgesamtlänge zur Verfügung steht, die zumindest gleich derjenigen eines herkömmlichen Behälters mit peripherem Spalt ist. Diese Bedingung impliziert, dass die Anzahl der Muffen im Deckel vorzugsweise derart ist, dass die Summe der Längen der Überlaufränder der Muffen nicht kleiner als der Außenumfang des Abtropfbehälters ist.

Der Deckel hat auf vorteilhafte Weise eine im Wesentlichen konvexe, z. B. konische Form, so dass die durch die Überlaufmuffen übergeflossene Flüssigkeit zur Peripherie des Deckels hin fließt. Die übergeflossene Flüssigkeit kann von einer den Deckel umgebenden Flüssigkeitsauffangrinne aufgefangen werden.

Die Vorrichtung zur Trennung von Flüssigkeit und Granulat umfasst vorzugsweise eine ringförmige Auffangkammer für die abgetropfte Flüssigkeit und Filteroberflächen, die das Innere des Abtropfbehälters von der ringförmigen Auffangkammer trennen. Im Allgemeinen endet der untere Teil durch einen Ablaufstutzen, in welchem ein Verschlussorgan eingebaut ist. Während des Füllens des Behälters ist das Verschlussorgan geschlossen. Das Granulat wird von den Filteroberflächen zurückgehalten und setzt sich im Behälter ab, während die Flüssigkeit durch die Filteroberflächen abfließt und durch die Auffangkammer entleert wird. Die überschüssige Flüssigkeit fließt durch die Überlaufmuffen ab. Ist das Wasser einmal aus dem Behälter abgeflossen, wird das Verschlussorgan geöffnet und das abgetropfte Granulat aufgefangen, z. B. auf einem unter dem Ablaufstutzen vorbei laufenden Transportband oder in einem Kübel.

Ist die Flüssigkeit einmal aus dem Behälter abgeflossen, bleibt dennoch eine gewisse Menge an Wasser in dem Ablaufstutzen genau über dem Verschlussorgan zurück. Um dieses Restwasser vor dem Öffnen des Verschlussorgans zu entfernen, ist der Ablaufstutzen auf vorteilhafte Weise genau vor dem Verschlussorgan mit einer zweiten Trennvorrichtung versehen. Diese umfasst Filteroberflächen, die das Innere des Ablaufstutzens von einer zweiten ringförmigen Auffangkammer trennen. Das restliche Wasser des Ablaufstutzens kann also durch diese zweite Trennvorrichtung entleert werden.

Das Granulat/Wassergemisch wird vorzugsweise in den Abtropfbehälter mittels einer Füllleitung eingeleitet, die den Deckel auf eine Weise durchquert, dass ihre Achse mit einer zentralen senkrechtren Achse des Abtropfbehälters übereinstimmt.

Auf vorteilhafte Weise ist ein Abweiser, der eine Auftreffoberfläche bildet, unterhalb einer Mündung der Füllleitung installiert, so dass das aus der Füllleitung heraus fließende Granulat/Wassergemisch auf die Auftreffoberfläche des Abweisers auftrifft. Die Auftreffoberfläche des Abweisers kann z. B. im Wesentlichen eben oder konisch sein. Die Teilchen des Granulats werden also beim Auftreffen auf die Auftreffoberfläche des Abweisers abgebremst, wodurch vermieden wird, dass die feinsten unter ihnen von aufsteigenden Flüssigkeitsströmen mitgerissen werden. Um das Fließen des Wasser/Granulatgemischs in den Behälter weiter zu verbessern, ist dieser Letztere auf vorteilhafte Weise mit einer Füllkammer versehen, die sich senkrecht vom Deckel ausdehnt und nach unten hin offen ist. Die Füllkammer umgibt die Öffnung der Füllleitung und den Abweiser. Der Querschnitt der Füllkammer ist derart, dass zwischen ihr und dem Abweiser für den Ablauf des Gemischs ein Durchlass existiert. Eine solche Struktur ermöglicht es, die Turbulenzen im Abtropfbehälter während seiner Füllung zu begrenzen und trägt zu einem gleichförmigen Überfließen der überschüssigen Flüssigkeit bei. Um die Turbulenzen im Abtropfbehälter weiter zu begrenzen, umfasst der Abtropfbehälter auf vorteilhafte Weise eine Führungskammer, die sich senkrecht vom Deckel aus ausdehnt und nach unten hin offen ist. Die Führungskammer umgibt die Füllkammer und hat einen Querschnitt, der größer als derjenige der Füllkammer ist.

Die Überlaufmuffen können mit Rückhaltefiltern ausgestattet sein, um Teilchen, die möglicherweise bis zu den Muffen gelangen, zurück zu halten.

Beschreibung an Hand der Abbildungen

Andere Besonderheiten und Merkmale der Erfindung gehen aus der detaillierten Beschreibung eines unten zur Veranschaulichung dargestellten vorteilhaften Ausführungsmodus unter Verweis auf die beigefügten Zeichnungen hervor.

1 stellt eine Vorderansicht eines bevorzugten Ausführungsmodus eines erfindungsgerechten Abtropfbehälters dar, wobei der Teil oberhalb der gemixten punktierten Linie im Schnitt gezeigt ist.

2 stellt eine vergrößerte Sicht des Details A der 1 dar.

3 ist eine Aufsicht auf den Behälter der 1 ohne Füllleitung.

4 ist ein senkrechter Schnitt eines Ablaufstutzens, der mit einer zweiten Trennvorrichtung ausgerüstet ist.

In 1 ist ein bevorzugter Ausführungsmodus eines Abtropfbehälters 10 in Übereinstimmung mit der Erfindung dargestellt. Der Abtropfbehälter 10 umfasst einen unteren Teil 12 konischer Form, der in ein Gerüst 14 montiert ist, und einen zylindrischen oberen Teil 16 auf dem unteren Teil 12. Der obere Teil 16 ist mit einem Deckel 18 versehen, der das obere Ende des Abtropfbehälters 10 bedeckt. Der Deckel 18 wird von einer Füllleitung 20 durchquert, die zum Füllen des Abtropfbehälters 10 mit einem Granulat/Flüssigkeitsgemisch, das abtropfen soll, dient. Diese Füllleitung 20 durchquert den Deckel 18 derart, dass seine Achse zu einer zentralen senkrechten Achse 22 des Abtropfbehälters 10 parallel verläuft. Der untere Teil 12 endet mit einem Ablaufstutzen 24, der mit einem Verschlussorgan 26 versehen ist. Im unteren Teil 12 ist vom Ablaufstutzen 24 an aufwärts eine Vorrichtung zum Trennen von Flüssigkeit und Granulat angeordnet, die allgemein mit der Ziffer 28 bezeichnet ist. Die Trennvorrichtung 28 umfasst eine ringförmige Auffangkammer 30 für die abgetropfte Flüssigkeit und Filteroberflächen 31 (durchsichtig gezeichnet in 1), die das Innere des Abtropfbehälters 10 von der ringförmigen Auffangkammer 30 trennen. Die Ziffer 32 bezeichnet eine Entleerungsleitung für den Ausfluss der abgetropften Flüssigkeit aus der ringförmigen Auffangkammer 30. Ein Ventil 33 ist vorzugsweise in diese Entleerungsleitung 32 eingebaut.

Es wird als Vorteil gewertet werden, dass der Deckel 18 von einer gewissen Anzahl von Überlaufmuffen 34 durchquert wird, die oberhalb des Deckels 18 einen Überlaufrand verstellbarer Höhe aufweisen. Diese Überlaufmuffen 34 stellen ein Mittel zur Entleerung der überschüssigen Flüssigkeit mit verstellbarer Überlaufhöhe dar. Sie ermöglichen nämlich die Entleerung der überschüssigen Flüssigkeit während des Füllens des Abtropfbehälters 10. Typischerweise ist während des Füllens des Abtropfbehälters 10 die Verschlussvorrichtung 26 geschlossen, und der Behälter 10 füllt sich mit dem durch die Füllleitung 20 eingeleiteten Granulat/Flüssigkeitsgemisch. Das Granulat wird von den Filteroberflächen 31 zurückgehalten und sammelt sich im Behälter 10 an, während die Flüssigkeit durch die Filteroberflächen 31 hindurch fließt, um sodann durch die Auffangkammer 30 entleert zu werden. Ist der Behälter 10 bis in Höhe des Deckels 18 mit Gemisch angefüllt und wird der Füllvorgang des Behälters 10 fortgesetzt, fließt die überschüssige Flüssigkeit durch die Überlaufmuffen 34 ab. Es ist zu beachten, dass während des Füllvorgangs des Behälters 10 das Ventil 33 auf vorteilhafte Weise geschlossen bleibt, bis das Niveau des Granulats im unteren Teil 12 des Behälters 10 über den Filteroberflächen 31 liegt. Ist dieses Niveau des Granulats erreicht, wird das Ventil 33 geöffnet und die Flüssigkeit durch das abgesetzte Granulat und dann durch die Filteroberflächen 31 hindurch gefiltert, bevor es in die ringförmige Auffangkammer 30 fließt. Indem so verfahren wird, dient das Granulat als zusätzliches Filtermittel, das Filtern der Flüssigkeit im Behälter 10 ist somit wirksamer.

Wie man in 2 besser erkennt, umfasst eine Überlaufmuffe 34 ein senkrechtes Rohr 36, das auf dichte Weise in den Deckel 18 eingeschweißt ist und ein oberes, mit einem Gewinde versehenes Ende oberhalb des Deckels 18 aufweist. Auf dieses obere, mit einem Gewinde versehene Ende wird ein mit einem Gewinde versehener Einstellring 38 geschraubt, der den Überlaufrand der Überlaufmuffe 34 bildet. Die Überlaufmuffen 34 sind also einzeln verstellbar. Um ein gleichmäßiges Überfließen der überschüssigen Flüssigkeit durch alle Überlaufmuffen 34 zu gewährleisten, regelt man im Allgemeinen deren Überlaufränder derart, dass sie sich auf gleicher horizontaler Ebene befinden. Man wird feststellen, dass diese Möglichkeit der Einzeleinstellung es insbesondere gestattet, eine eventuelle Neigung des Abtropfbehälters 10 auszugleichen. Zudem sind die Überlaufmuffen 34 vorzugsweise gleichmäßig auf dem Deckel 18 wie in 3 dargestellt verteilt, so dass sie der Entleerung von Flüssigkeit aus Bereichen des Deckels 18 mit identischen Oberflächen dienen. Dies ermöglicht es, im Wesentlichen gleiche Flüssigkeitsgeschwindigkeiten auf dem gesamten Querschnitt des Behälters 10 zu erreichen. Es ist auch zu beachten, dass man bei diesem bevorzugten Ausführungsmodus wünscht, dass die von den Muffen 34 ausgewiesene Überlauflänge nicht kleiner als die in seinem Umfang bestehende Überlauflänge eines herkömmlichen Abtropfbehälters mit peripherem Spalt ist. Nimmt man z. B. an, dass Dm der Durchmesser einer jeden Muffe 34, Dr der Durchmesser des Behälters 10 und Xm die Anzahl der Muffen 34 ist, stellt sich die vorgenannte Bedingung durch die Gleichung Xm*(Dm*&pgr;) = (Dr*&pgr;) dar. Die Anzahl der Muffen Xm muss also vorzugsweise größer als das Verhältnis Dr/Dm sein.

In 1 sieht man, dass der Deckel 18 eine konische Form hat, so dass die durch die Muffen 34 übergelaufene Flüssigkeit zum Rand des Deckels 18 hin abfließt. Eine Auffangrinne, die mit der Ziffer 40 in den 1 und 3 bezeichnet ist, umgibt den Deckel 18, um die auf dem Deckel 18 abfließende Flüssigkeit aufzunehmen.

In 1 bezeichnet die Ziffer 42 einen Abweiser in Form einer Scheibe, die unter der Mündung 44 der Füllleitung 20 angebracht ist. Dieser Abweiser 42 ist in Beziehung zur zentralen Achse 22 des Behälters 10 zentriert angeordnet und bildet eine eindeutig horizontale Auftreffoberfläche. Man wird feststellen, dass die Mündung 44 der Füllleitung 20 und der Abweiser 42 sich im Innern einer zylindrischen Füllkammer 46 befinden, die sich senkrecht vom Deckel 18 ausdehnt und nach unten offen ist. Der Abweiser 42 ist an den Wänden der Füllkammer 46 befestigt. Der Querschnitt der Füllkammer 46 ist derart ausgebildet, dass ein ringförmiger Zwischenraum 48 zwischen dem Abweiser 42 und der Füllkammer 46 für den Durchfluss des Gemischs vorgesehen ist. Das durch die Füllleitung 20 eingeleitete Gemisch fließt also zunächst in die Kammer 46, trifft dort auf die Auftreffoberfläche auf, wodurch es abgebremst wird, und tritt dann aus der Kammer 46 durch den ringförmigen Zwischenraum 48 aus. Die Benutzung des Abweisers 42 am Eingang des Behälters 10, ergänzt durch die Kammer 46 ermöglicht es, die Turbulenzen im Innern des Behälters 10 zu begrenzen.

Um die Turbulenzen im Innern des Behälters 10 noch mehr zu begrenzen, ist eine zylindrische Führungskammer 50 vorgesehen, die sich senkrecht ausdehnt und nach unten hin offen ist. Die Führungskammer 50 umgibt die Füllkammer 46 und ist im Abstand vom Deckel 18 fixiert, so dass oberhalb der Führungskammer 50 ein ringförmiger Spalt 52 für den Durchfluss der Flüssigkeit besteht. Der Querschnitt der Führungskammer 50 ist größer als derjenige der Füllkammer 46.

Ist der Füllvorgang beendet und die Flüssigkeit aus dem Behälter 10 durch die Trennvorrichtung 28 abgeflossen, bleibt im Allgemeinen Flüssigkeit im Ablaufstutzen 24 zwischen der Trennvorrichtung 28 und dem Verschlussorgan 26 zurück. Wird dieser Flüssigkeitsrest nicht entleert, tritt er zusammen mit dem abgetropften Granulat aus, wenn man das Verschlussorgan 26 öffnet. Um diesem Problem abzuhelfen, kann man eine zweite Trennvorrichtung in der Höhe des Ablaufstutzens 24 einbauen. Dies ist in 4 dargestellt: ein Ablaufstutzen 24', ähnlich demjenigen der 1, ist mit einer zweiten, mit der Ziffer 54 allgemein bezeichneten Trennvorrichtung ausgerüstet. Der Ablaufstutzen 24' ist mit einem oberen Flansch 56 für seinen Anschluss an die Trennvorrichtung 28 und mit einem unteren Flansch 58 für seinen Anschluss an das Verschlussorgan 26 ausgestattet. Die zweite Trennvorrichtung 54 umfasst im Wesentlichen ringförmige Filteroberflächen 60, die das Innere des Ablaufstutzens 24' von einer zweiten ringförmigen Auffangkammer 62 trennen. Die Flüssigkeit, die sich in dem Ablaufstutzen 24' befindet, kann also durch die Filteroberflächen 60 abfließen und das Granulat wird im Innern des Stutzens 24' zurück gehalten.

Die Ziffern 64 und 64' bezeichnen zwei zusätzliche Entleerungsleitungen für den Abfluss der Flüssigkeit aus der zweiten Auffangkammer. Die zweiten Entleerungsleitungen 64 und 64' sind auf vorteilhafte Weise eine jede mit einem zweiten (nicht dargestellten) Ventil versehen, das vorzugsweise wie das Ventil 33 der Trennvorrichtung 28 bedient wird.


Anspruch[de]
  1. Abtropfbehälter für ein Granulat/Flüssigkeitsgemisch, der umfasst:

    einen unteren Teil (12) und einen oberen Teil (16), der mit einem Deckel (18) versehen ist,

    eine Vorrichtung (28) zur Trennung von Flüssigkeit und Granulat, die im unteren Teil (12) angebracht ist,

    eine Vorrichtung zur Entleerung der überschüssigen Flüssigkeit, die im oberen Teil (16) angebracht ist, und

    dadurch gekennzeichnet ist, dass

    die Vorrichtung zur Entleerung der überschüssigen Flüssigkeit eine gewisse Anzahl von Überlaufmuffen (34) umfasst, die den Deckel (18) durchqueren, wobei diese Überlaufmuffen (34) oberhalb des Deckels (18) einen Überlaufrand mit verstellbarer Höhe aufweisen.
  2. Abtropfbehälter nach Anspruch 1 dadurch gekennzeichnet, dass eine solche Überlaufmuffe (34) umfasst:

    ein senkrechtes Rohr (36), das in den Deckel (18) eingeschweißt ist, wobei dieses Rohr (36) ein oberes, mit einem Gewinde versehenes Ende oberhalb des Deckels aufweist und

    einen mit einem Gewinde versehenen verstellbaren Ring (38), der auf das obere, mit einem Gewinde versehene Ende des senkrechten Rohrs (36) aufgeschraubt ist und welcher den Überlaufrand bildet.
  3. Abtropfbehälter nach Anspruch 1 oder 2 dadurch gekennzeichnet, dass diese Überlaufmuffen (34) in dem Deckel (18) gleichmäßig verteilt sind.
  4. Abtropfbehälter nach irgendeinem der vorstehenden Ansprüche dadurch gekennzeichnet, dass die Anzahl der Muffen (34), mit denen der Deckel (18) ausgestattet ist, derart gewählt ist, dass die Summe der Längen der Überlaufränder der Muffen (34) nicht kleiner als der Umfang des oberen Teils (12) des Abtropfbehälters (10) ist.
  5. Abtropfbehälter nach irgendeinem der vorstehenden Ansprüche dadurch gekennzeichnet, dass der Deckel (18) eine im Wesentlichen konvexe Form aufweist, so dass die durch die Überlaufmuffen (34) übergelaufene Flüssigkeit zum Rand des Deckels (18) hin abfließt.
  6. Abtropfbehälter nach irgendeinem der vorstehenden Ansprüche, der durch eine Flüssigkeitsauffangrinne (40) gekennzeichnet ist, die den Deckel (18) umgibt.
  7. Abtropfbehälter nach irgendeinem der vorstehenden Ansprüche dadurch gekennzeichnet, dass die Vorrichtung (28) zur Trennung von Flüssigkeit und Granulat eine ringförmige Auffangkammer (30) für die abgetropfte Flüssigkeit und Filteroberflächen (31), die das Innere des Abtropfbehälters (10) von der ringförmigen Auffangkammer (30) trennen, umfasst.
  8. Abtropfbehälter nach irgendeinem der vorstehenden Ansprüche, gekennzeichnet durch einen Ablaufstutzen (24'), der den unteren Teil (12) des Abtropfbehälters (10), in dem ein Verschlussorgan (26) eingebaut ist, abschließt, und durch eine zweite Trennvorrichtung (54), die in dem Ablaufstutzen (24') oberhalb des Verschlussorgans (26) eingebaut ist und Filteroberflächen (60) aufweist, die das Innere des Ablaufstutzens (24') von einer zweiten ringförmigen Auffangkammer (62) trennen.
  9. Abtropfbehälter nach irgendeinem der vorstehenden Ansprüche, der durch eine Füllleitung (20) des Abtropfbehälters (10) gekennzeichnet ist, die den Deckel (18) derart durchquert, dass ihre Achse koaxial zu einer zentralen senkrechten Achse (22) des Abtropfbehälters (10) verläuft.
  10. Abtropfbehälter nach irgendeinem der vorstehenden Ansprüche, der durch einen Abweiser (42) gekennzeichnet ist, der eine Auftreffoberfläche unterhalb einer Mündung (44) der Füllleitung (20) bildet, so dass das aus. der Füllleitung (20) fließende Granulat/Flüssigkeitsgemisch auf die Auftreffoberfläche des Abweisers (42) auftrifft.
  11. Abtropfbehälter nach irgendeinem der vorstehenden Ansprüche, der durch eine Füllkammer (46) gekennzeichnet ist, die sich senkrecht vom Deckel (18) ausdehnt, nach unten offen ist und die Mündung (44) der Füllleitung (20) und den Abweiser (42) umgibt, wobei der Querschnitt der Füllkammer (46) derart gestaltet ist, dass zwischen Letzterer und dem Abweiser (42) ein Zwischenraum besteht.
  12. Abtropfbehälter nach irgendeinem der vorstehenden Ansprüche, der durch eine Führungskammer (50) gekennzeichnet ist, die sich senkrecht vom Deckel (18) ausdehnt, nach unten offen ist und die Füllkammer (46) umgibt und einen Querschnitt aufweist, der größer als derjenige der Füllkammer (46) ist.
  13. Abtropfbehälter nach irgendeinem der vorstehenden Ansprüche, der durch einen Rückhaltefilter in den Überlaufmuffen (34) gekennzeichnet ist.
  14. Benutzung des Abtropfbehälters (10) nach irgendeinem der vorstehenden Ansprüche zum Abtropfen einer Menge eines Granulat/Wassergemischs, das von einem Granulationsbecken in den Abtropfbehälter (10) gepumpt worden ist.
Es folgen 2 Blatt Zeichnungen






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