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Dokumentenidentifikation DE10054171B4 18.08.2005
Titel Sicherungshalter, insbesondere für Sicherungssockel und Sicherungslasttrennschalter
Anmelder Wöhner GmbH & Co. KG Elektrotechnische Systeme, 96472 Rödental, DE
Erfinder Büttner, Alex, 96472 Rödental, DE
Vertreter PAe Reinhard, Skuhra, Weise & Partner GbR, 80801 München
DE-Anmeldedatum 02.11.2000
DE-Aktenzeichen 10054171
Offenlegungstag 13.06.2001
Veröffentlichungstag der Patenterteilung 18.08.2005
Veröffentlichungstag im Patentblatt 18.08.2005
IPC-Hauptklasse H01H 85/24
IPC-Nebenklasse H01H 9/10   

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft einen Sicherungshalter gemäß dem Oberbegriff des Patentanspruchs 1.

In der DE 198 00 779 A1 ist ein Sicherungshalter beschrieben, welcher in einen Einzel-Sicherungssockel einschiebbar und zwischen einer Ein-Stellung, d.h. im Stromkreis befindlich, und einer Aus-Stellung verstellbar ist. Dieser Sicherungshalter ist nach Art eines Einschubelementes ausgebildet und auf eine Sicherung vorgegebener Größe abgestimmt. Das Einschubelement trägt an seiner unteren Seite ein im Querschnitt etwa T-förmiges Kodierungselement, welches auf eine bestimmte Sicherungsgröße abgestimmt ist, während der Sicherungssockel selbst an entsprechender Stelle eine Nut trägt, die im Querschnitt dem des T-förmigen Kodierungselementes entspricht. Dieses die Nut enthaltende Gegenstück ist ebenfalls abhängig von der Größe der einzusetzenden Sicherung konzipiert. Wenn der Sicherungssockel mit dem nutförmigen Gegenstück versehen ist, welches auf eine bestimmte Sicherungsgröße, beispielsweise 50 A abgestellt ist, läßt sich infolge des Kodierungsteiles auch tatsächlich nur ein Sicherungshalter mit einer Sicherung für 50 A einschieben. Auf diese Weise wird vermieden, daß der Sicherungssockel mit einer Sicherung bestückt wird, deren Schmelzeigenschaft bei einem größeren als dem vorbestimmten Wert ist.

Außerdem ist nachteilig, daß der Sicherungshalter auf der einen Seite und der Sicherungssockel auf der anderen Seite jeweils mit einem für die Kodierung bestimmten Teil versehen werden muß und daß die betreffenden Kodierungsteile inklusive der Sicherungshalter für eine Vielzahl von Sicherungsgrößen bevorratet werden müssen.

In der WO 99/18589 ist ein Sicherungssockel angegeben, der einen Sicherungshalter nach Art einer Schublade enthält. Der Sicherungshalter läßt sich nach Aufklappen des Sicherungsschalthebels und nach Ausführung einer Schwenkbewegung zur Freigabe gegenüber einer Arretiernase aus dem Sicherungssockel herausziehen, wodurch der Zugang zur Sicherung und das Einsetzen einer Sicherung ermöglicht wird. Um sicherzustellen, daß in den Sicherungshalter nur Sicherungen mit vorgegebener Auslegung einsetzbar sind, ist der Sicherungshalter an seinem zum Sicherungssockel weisenden Ende mit einer in den Seitenwänden quer zur Achse des Sicherungshalters verlaufenden Nut bzw. Einführungsschiene versehen, in die ein etwa U-förmiges Kodierteil eingesetzt bzw. eingerastet werden kann. Abhängig vom Innenumfang dieses U-förmigen Kodierteiles können nur Sicherungen mit vorgegebener Amperezahl eingesetzt werden. Nachteilig ist bei diesem Sicherungshalter, daß das Kodierteil bei herausgezogener Sicherungshalterschublade nur in geringem Abstand zum Sicherungssockel steht, wenn es entweder in den Sicherungshalter eingeschoben oder herausgenommen werden soll. Die Handhabung des Kodierteils beim Einsetzen oder Herausnehmen wird dadurch wesentlich erschwert. Soweit die Kodierteile für bestimmte Amperestärken ausgelegt sind, läßt sich eine Kennzeichnung der Kodierteile infolge des zur Verfügung stehenden Raumes auf den Kodierteilen selbst nur schwerlich erkennen. Hierdurch besteht die Gefahr, daß Kodierteile für Sicherungen mit zu hoher Auslegung in den Sicherungshalter eingesetzt werden. Weiterhin läßt sich, eine Sicherung nur dann aus dem Sicherungshalter entnehmen, wenn dieser vollständig aus dem Sicherungssockel herausgezogen ist.

Aus der WO 00/24015 ist ein weiterer Sicherungshalter bekannt, der eine Feder aufnimmt und ein bogenförmiges Element als Kodierelement beinhaltet. Bei diesem Sicherungshalter ist das Sicherungselement weitgehend parallel zur Achse des Sicherungshalters einzusetzen, bevor der Sicherungshalter in den zugehörigen Sicherungstrennschalter eingeschoben wird.

Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen Sicherungshalter der eingangs genannten Art so zu verbessern, daß sowohl der Zugang zu den Sicherungen zum Zwecke der Entnahme und zum Zwecke des Einlegens vereinfacht wird als auch die Bereitstellung von Kodierteilen für unterschiedliche Sicherungsstärken auf handelsüblichen Normteile reduziert werden kann.

Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch die im Patentanspruch 1 angegebenen Merkmale gelöst.

Weitere Ausgestaltungen der Erfindung ergeben sich aus den Unteransprüchen.

Die Erfindung betrifft einen Sicherungshalter, insbesondere zur Verwendung in Sicherungssockeln und Sicherungslasttrennschaltern, der aus einem gegebenenfalls nach Art einer Schublade arbeitenden Halterungskörper besteht, welcher vorzugsweise an seinem dem Sicherungssockel zuweisenden Ende mit einer Wippe versehen ist, die zur Aufnahme eines Kodierungsteiles dient, in welches die Sicherung mit dem Sicherungshals einsteckbar ist. Die Wippe ist über einen vorbestimmten Winkel von zwischen 20° und 50°, vorzugsweise 40° um eine Schwenkachse verkippbar, wobei die Schwenkachse parallel zur Bodenwand und gegenüber der Bodenwand beabstandet nahe dem gegenüber dem Sicherungssockel äußeren Ende des Sicherungshalters definiert ist.

Die erfindungsgemäß vorgesehene Wippe ermöglicht das Herausschwenken des Sicherungselementes zusammen mit dem Kodierteil und erleichtert somit das Herausnehmen sowie das Einsetzen eines Sicherungselementes und des Hülsen-Paßeinsatzes bzw. Kodierteiles.

Die Wippe ist derart ausgebildet, daß sie vorzugsweise nach Art eines teilkreisbogenförmigen oder U-förmigen Aufnahmeelementes unterschiedliche Kodierteile, die vorzugsweise gleichen Außendurchmesser haben, aufzunehmen vermag. Mit dem eingesetzten Kodierteil läßt sich daher jedes Sicherungselement leicht in den Sicherungshalter einsetzen bzw. herausnehmen, nachdem die Wippe zusammen mit dem Kodierteil über den vorbestimmten Winkel und gegenüber dem Sicherungshalter nach außen verschwenkt ist.

Die einzelnen Kodierteile bzw. Hülsen-Paßeinsätze lassen sich ohne weiteres austauschen und/oder einsetzen, wobei die Kodierteile entweder durch Farbe oder durch Beschriftung in deutlicher Weise auf die jeweilige Amperestärke der einzusetzenden Sicherungen gekennzeichnet werden können.

Im folgenden wird eine bevorzugte Ausführungsform des erfindungsgemäßen Sicherungshalters anhand der Zeichnung zur Erläuterung weiterer Merkmale beschrieben.

Es zeigen:

1 eine Teilschnittansicht durch den erfindungsgemäßen Sicherungshalter mit in Betriebsstellung eingesetztem Sicherungselement,

2 eine 1 entsprechende Darstellung bei verschwenkter Wippe,

3 eine Draufsicht auf die Wippe,

4 eine Schnittansicht durch die Wippe nach 3 und,

5 eine Ansicht der Wippe von unten,

6 eine Perspektivansicht eines abgewandelten Sicherungshalters,

7 eine Seitenansicht des Sicherungshalters nach 6.

Nachfolgend wird auf die 1 und 2 Bezug genommen.

Die 1 und 2 zeigen eine bevorzugte Ausführungsform eines Sicherungshalters, der aus einer Bodenwandung 1 und zwei zueinander parallelen Seitenwandungen 2 besteht, die von der Bodenwandung 1 in gleicher Richtung abstehen und einen Raum zur Aufnahme eines Sicherungselementes 3 festlegen. An der in 1 oberen Seite sind an den Seitenwandungen 2 mit 5 bezeichnete Stege ausgebildet, die zum Einschieben eines Kopfkontaktes 6 vorgesehen sind.

In der in 1 gezeigten Betriebsstellung befindet sich der Kopfkontakt 6 in elektrischem Kontakt mit der unteren Kontaktfläche 8 des eingesetzten Sicherungselementes. Außerdem kann eine Haltefeder 9 vorgesehen sein, welche den unteren Kontakt des Sicherungselementes 3 umgreift.

Der Sicherungshalter ist an seiner zum Sicherungssockel zugewandten Seite mit einer Wippe 10 versehen, die um eine mit 11 bezeichnete Schwenkachse kippbar ist, wobei die Schwenkachse 11 parallel zur Bodenwand 1 und gegenüber der Bodenwand 1 beabstandet definiert ist. Die Schwenkachse 11 liegt somit an demjenigen Ende des Sicherungshalters, welches bei aus dem Sicherungssockel herausgezogenen Sicherungshalter dem Sicherungssockel am nächsten liegt. Dieses Ende des Sicherungshalters ist mit 13 bezeichnet. Im Bereich des Endes 13 des Sicherungshalters ist in 1 und 2 kein Kontakt dargestellt, da dieser Kontakt zum Kontaktieren des Kopfes 14 des Sicherungselementes üblicherweise in dem Sicherungssockel bzw. Sicherungslasttrennschalter angeordnet ist.

Wie sich aus den 1 und 2 weiter ergibt, besteht die Wippe 10 aus einem etwa U-förmigen oder teilkreisbogenförmigen Lagerteil 16 mit Armabschnitten 16a, 16b. Das Lagerteil 16 ist über einen vorgegebenen Umfang geöffnet, wie sich aus 3 und 5 ergibt, um das Einschieben eines Kodierteiles 18 von der offenen Seite des Sicherungshalters her zu ermöglichen.

An zwei diametral zueinander gegenüberliegenden Punkten ist das Lagerteil 16 mit Vorsprüngen oder Stiften 19, 20 versehen, die nach außen abstehen. Die Vorsprünge oder Stifte 19, 20 liegen auf einer gemeinsamen Achse und greifen in entsprechende Lageöffnungen 21 in den beiden Seitenwänden 2 ein, wobei die Lageröffnungen 21, am mit 13 bezeichneten unteren Ende des Sicherungshalters in den betreffenden Seitenwänden 2 ausgebildet sind.

Die Wippe 10 wird somit aus einem gebogenen, doppelten bzw. spiegelsymmetrischen Armpaar 16a, 16b gebildet, wie dies aus 3 erkennbar ist. Die Wippe 10 ist an der Seite des Endes 13 des Sicherungshalters mit Verstärkungsrippen oder Flanschen 23, 24 versehen, die einerseits zur Stabilisierung der Armpaare der Wippe 10 dienen und andererseits eine Begrenzung bei der Aufnahme des noch zu beschreibenden Kodierteiles 18 dienen. Die von den Armen radial nach innen stehenden Flanschen 23, 24 ergeben einen Anschlag bzw. eine Halterung zur Aufnahme des Kodierteils 18.

5 zeigt eine Ansicht der Wippe 10 von unten, d.h. von der anderen Seite der Betrachtungsrichtung gegenüber 3. Die Flansche 23, 24 bilden, wie sich aus 5 ergibt, eine Abstützung gegenüber dem Kodierteil 18 und verhindern eine Verlagerung des hülsenförmigen Kodierteiles 18 in Richtung auf das in 1 mit 13 bezeichnete Ende des Sicherungshalters.

Die Wippe 10 ist hinsichtlich der das Kodierteil 18 umgreifenden Armpaare 16a, 16b so gestaltet, daß ein Winkel von beispielsweise 100° eine Durchgangsöffnung zum Einsetzen des Kodierteiles 18 festlegt.

Die Wippe 10 ist weiterhin mit von den Armpaaren 16a, 16b nach oben abstehenden Stegen oder Stützwänden 25 versehen, welche etwa konzentrisch um das eingesetzte Kodierteil herum angeordnet sind und dazu dienen, das Kodierteil 18 sicher aufzunehmen.

Als Kodierteil 18 findet eine Hülse Anwendung, die vorzugsweise an ihren beiden Außenenden mit radial nach außen gerichteten Flanschen 27, 28 versehen ist. Bei einer ersten Ausführungsform sind Kodierteile hülsenartiger Gestaltung vorgesehen, welche gemäß vorstehender Beschreibung mit außenseitigen Ringflanschen 27, 28 versehen sind. Der Außendurchmesser der Ringflansche ist hierbei unabhängig von der verwendeten Sicherungsart und jeweils gleich groß, während der Innendurchmesser der Hülsen jeweils nur dem Hals-Außendurchmesser eines Sicherungselementes vorbestimmter Amperestärke entspricht. Bei einer anderen Ausführungsform werden als Kodierteile 18 Hülsen ohne Ringflansche verwendet, wobei die Hülsen jeweils gleichen Außendurchmesser aufweisen und lediglich hinsichtlich des Innendurchmessers auf unterschiedliche Sicherungsstromstärken abgestellt sind. Bei dieser Ausführungsform ändert sich dann die Wandstärke der Hülsen abhängig von der einzusetzenden Sicherung.

Die Kodierteile 18 in Form der beschriebenen Hülsen bestehen vorzugsweise aus Metall und lassen sich auf einfache und deutliche Weise durch Aufdruck oder Farbgestaltung am Außenumfang hinsichtlich der zu verwendenden bzw. einzusetzenden Sicherungselemente mit vorgegebener Amperezahl kennzeichnen.

Wie sich aus den 1 und 2 ergibt, wird der Sicherungshalter mit dem in Achsrichtung eingesetzten Sicherungselement 3 aus dem Sicherungssockel bzw. Sicherungslasttrennschalter herausgezogen, und zwar in Richtung des Pfeiles 34 in 1, und zwar soweit, daß das Ende 13 nur noch teilweise innerhalb des Sicherungssockels zu liegen kommt. Anschließend kann das Sicherungselement 3 zusammen mit der Wippe 10 teilweise aus dem Sicherungshalter heraus verschwenkt werden, wie dies in 2 gezeigt ist, woraufhin dann das Sicherungselement 3 leicht aus dem Sicherungshalter entnommen werden kann. Das Kodierteil 18 verbleibt in bzw. auf der Wippe 10, wodurch sichergestellt ist, daß das neu einzusetzende Sicherungselement die richtige Amperezahl hat, d.h. kein Sicherungselement mit höherer Amperezahl eingesetzt werden kann.

Der erfindungsgemäße Sicherungshalter hat damit den Vorteil, daß die Sicherungselemente leicht austauschbar sind und daß die Kodierteile 18 in Form von Paßhülsen außen identisch sind und je nach Amperestärke einen unterschiedlichen Innendurchmesser besitzen. Hierdurch wird es ermöglicht, Sicherungselemente mit unterschiedlichen Amperegrößen in die gleiche Halterung einzusetzen, wobei für unterschiedliche Maximalamperestärken die Kodierteile 18 ebenfalls auf einfache Weise aus tauschbar sind.

Der erfindungsgemäße Sicherungshalter weist im Kopfkontakt 6 vorzugsweise eine mit 30 bezeichnete Öffnung auf, die axial mit einer Öffnung 32 fluchtet, welche in einer Querwand 33 des Sicherungshalters ausgebildet ist. Durch diese Öffnungen 30, 32 erfolgt die Kontaktierung des Kopfkontaktes 6 gegenüber einem auf der Seite des Sicherungssockels oder Sicherungslasttrennschalters befindlichen Kontaktelementes, das in den Zeichnungen nicht dargestellt ist.

Nachfolgend wird eine abgewandelte Ausführungsform des Sicherungshalters anhand der 6 und 7 beschrieben.

6 ist eine Perspektivansicht der abgewandelten Ausführungsform, wobei gegenüber 1 und 2 gleiche Teile mit gleichen Bezugszeichen versehen sind. Zur besseren Verdeutlichung ist in den 6 und 7 das Sicherungselement nicht dargestellt.

Der Sicherungshalter weist unterhalb eines mit 50 bezeichneten Griffes etwa parallel zu dem Griff 50 eine Kontaktplatte 6 auf, die mit Kontaktzungen 6a, 6b versehen ist, die im wesentlichen zueinander parallel und zueinander beabstandet verlaufen und den Sicherungshalter in der in 6 und 7 gezeigten Weise geringfügig überstehen.

Die Kontaktzungen 6a, 6b sind leicht V-förmig gebogen. Seitlich der Kontaktplatte 6 verlaufen die Seitenwandungen 2, die bereichsweise ausgeschnitten sind und im unteren Bereich des Sicherungshalters einen Abschnitt 2a festlegen, der zur Lagerung der Wippe 10 dient. Die Wippe 10 hat etwa zylindrische Gestalt und ist mit zwei sogenannten fluchtenden Lagerzapfen bzw. Stiften 19, 20 versehen, von welchen nur der Stift 19 in 6 gezeigt ist, welche in zugehörige Lageröffnungen 21 eingreifen, die in dem Abschnitt 2a ausgebildet sind. An der zur Bodenwand 1 wegweisenden Seite ist die Wippe 10 mit einem nach oben gezogenen Schurz 10a versehen, der eine gute Lagerung der eingesetzten Sicherungseinheit auch im ausgeschwenkten Zustand der Wippe gemäß 6 ermöglicht.

Die Wippe 10 ist mit zwei zueinander fluchtenden Führungszapfen 40, 91 versehen, die entlang einer Kurvenfläche 43 gleiten, welche an der Oberkante des Abschnittes 2a ausgebildet ist und welche die Bewegung der Wippe 10 bis zu einem Anschlag hin steuern, der durch den Verlauf der Kurvenfläche 43 gegeben ist. Von der Wippe 10 verlaufen parallel zueinander Füße 45, 46, die an ihrem Ende mit seitlich abstehenden Führungszapfen 48, 49 versehen sind, wobei die Führungszapfen 48, 49 eine Führung des Sicherungshalters in der zugehörigen Aufnahme der Sicherungsleiste gewährleisten.

Die Stifte oder Zapfen 40, 41 können außerdem dazu beitragen, durch eine Gegenführung die Wippe 10 in eine Position zu verlagern, die zur Achse des Sicherungshalters ausgerichtet ist.

Um den Sicherungshalter in seiner den Stromkreis schließenden Position innerhalb einer Sicherungsleiste arretieren zu können, ist der Sicherungshalter mit zwei vorzugsweise seitlich abstehenden Führungsrippen 50 versehen, die durch eine in der Sicherungsleiste befindliche Gegenführung einen vorgegebenen Bewegungsablauf gewährleisten.

Zumindest eine der Seitenwände 2 ist über den Abschnitt 2a in einen Zapfen 52 verlängert, der in eine entsprechende Aufnahme der Sicherungsleiste einzugreifen vermag.

Aus vorstehender Beschreibung ergibt sich, dass die in die Sicherungsaufnahme einzusetzende Sicherungseinheit, vorzugsweise mit Hilfe eines Kodierungselementes der vorstehend beschriebenen Art sich nur dann in den Sicherungshalter einschieben lässt, wenn sie in die Kodierung passt. Nach dem Einsetzen der Sicherungseinheit in die Wippe 10 wird die Wippe 10 bei einer Verlagerung des Sicherungshalters innerhalb der zugehörigen Sicherungsleiste aufgrund der jeweiligen Führungselemente so in die aufrechte Position gebracht, dass das Sicherungselement selbst axial innerhalb des Faches zu liegen kommt, um nach dem Einschieben des Sicherungshalters nach Art eines schubladenförmigen Faches in das zugehörige Sicherungsleistenelement den Stromkreis, innerhalb welchem die Sicherung liegen soll, schließen zu können.

Der in Verbindung mit 6 und 7 beschriebene Sicherungshalter dient ebenso wie die Ausführungsform nach 1 und 2 zum Einsatz in einem Sicherungslasttrennschalter, der gehäuseseitig mit entsprechenden Gegenführungen für die Rippen 50, die Stifte 40 und die Füße 48, 49 versehen ist.

Wie sich aus der Seitenansicht nach 7 deutlich ergibt, ist der Abschnitt 2a im Bereich der Kurve 43 unterschiedlich gekrümmt, wodurch der Zapfen 40 nach einer vorbestimmten Drehbewegung hinsichtlich einer Weiterbewegung blockiert wird.

Die Rippe 50 ist leicht gegenüber der Horizontalebene des Sicherungshalters geneigt.


Anspruch[de]
  1. Sicherungshalter, insbesondere für Sicherungssockel und Sicherungslasttrennschalter,

    bestehend aus einem teilweise offenen Halterungskörper (1, 2) zur Aufnahme eines Sicherungselementes (3),

    wobei der Halterungskörper (1, 2) eine Bodenwand (1) und seitlich von der Bodenwand abstrebende Seitenwände (2) aufweist,

    mit einem an einem Ende des Halterungskörpers (1, 2) vorgesehenen Kodierteil (18),

    dadurch gekennzeichnet,

    dass in den Halterungskörper (1, 2) eine schwenkbar in diesem gelagerte Wippe (10) eingesetzt ist,

    dass die Wippe (10) aus einem etwa U-förmigen oder teilkreisbogenförmigen Lagerteil (16) besteht, welches seitlich abstehende, auf einer gemeinsamen Achse liegende Lagerzapfen (19, 20) trägt, die in an den Seitenwänden (2) ausgebildete Lageröffnungen (21) eingreifen,

    wobei das Kodierteil (18) in die Wippe (10) eingesetzt ist.
  2. Sicherungshalter nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die durch die Lagerzapfen (19, 20) festgelegte Schwenkachse (11) parallel zur Ebene der Bodenwand (1) und zur Bodenwand (1) beabstandet verläuft.
  3. Sicherungshalter nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass das Kodierteil (18) an seinen beiden Enden mit nach außen abstehenden Ringflanschen (27, 28) versehen ist.
  4. Sicherungshalter nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Lagerteil (16) zumindest teilweise mit einem Aufnahmeflansch (23, 24) zur Lagerung des Kodierteiles (18) versehen ist.
  5. Sicherungshalter nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass Kodierteile (18) mit gleichem Außendurchmesser und unterschiedlichem Innendurchmesser in die Wippe (10) einsetzbar sind.
  6. Sicherungshalter nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die in die Wippe (10) einsetzbaren Kodierteile (18) Ringflansche (27, 28) aufweisen, die jeweils gleichen Außendurchmesser besitzen, während deren Innendurchmesser unterschiedlich groß und auf eine vorgegebene Amperestärke der Sicherungselemente abgestimmt ist.
  7. Sicherungshalter nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass als Kodierteil (18) ein hülsenförmiges Kodierelement in die Wippe (10) einsetzbar ist, dessen Außendurchmesser in etwa dem Innendurchmesser des Lagerteils (16) entspricht.
  8. Sicherungshalter nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Wippe (10) einen zum Halterungskörper (1, 2) abgewandten, verlängerten Schurz (10a) aufweist.
  9. Sicherungshalter nach wenigstens einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Halterungskörper (1, 2) Seitenwandungen (2a) aufweist, welche Führungskurven (43) festlegen, wobei die Führungskurven (43) Stiften (40, 41) zugeordnet sind, die von der Wippe (10) seitlich abstehen.
  10. Sicherungshalter nach wenigstens einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Wippe (10) mit entgegen der Richtung des Schurzes (10a) abstehenden Füßen (45, 46) versehen ist, an welchen seitlich abstehende Führungszapfen (48, 49) vorgesehen sind.
  11. Sicherungshalter nach wenigstens einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Seitenwand (2a) des Halterungskörpers (1, 2) mit einem Führungszapfen (52) versehen sind.
  12. Sicherungshalter nach wenigstens einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Seitenwände (2a) des Halterungskörpers (1, 2) mit seitlich abstehenden Führungsrippen (50) versehen sind.
Es folgen 4 Blatt Zeichnungen






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