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Dokumentenidentifikation DE10057693B4 18.08.2005
Titel Zerkleinerungsvorrichtung für einen zum Zerkleinern von Objekten in feine Partikel bestimmten Brecher
Anmelder Maruyama, Mitsuru, Tokio/Tokyo, JP
Erfinder Maruyama, Mitsuru, Tokio/Tokyo, JP
Vertreter Sobisch & Callies, 37581 Bad Gandersheim
DE-Anmeldedatum 21.11.2000
DE-Aktenzeichen 10057693
Offenlegungstag 10.01.2002
Veröffentlichungstag der Patenterteilung 18.08.2005
Veröffentlichungstag im Patentblatt 18.08.2005
IPC-Hauptklasse B02C 2/00
IPC-Nebenklasse B02C 2/10   B02C 21/02   
IPC additional class // E02F 3/40  

Beschreibung[de]

Die vorliegende Erfindung betrifft eine Zerkleinerungsvorrichtung für einen zum Zerkleinern von Objekten in feine Partikel bestimmten Brecher gemäß Anspruch 1. Diese Zerkleinerungsvorrichtung kann auch zur Verwendung als Schaufeleinrichtung wie z.B. als Kübel, als Löffel oder dergleichen benutzt werden und an dem Ende des drehbaren Auslegers einer Erdbewegungsmaschine angeordnet sein. Die vorliegende Erfindung ist besonders geeignet zum Brechen von Betonbrocken in feine Partikel.

Bei einer herkömmlichen vergleichbaren Zerkleinerungsvorrichtung werden Betonbrocken nach Maßgabe gleicher Partikelgrößen gebrochen, wobei aus diesem Grunde die Wirksamkeit des Zerkleinerungsprozesses niedrig und begrenzt ist. Dies bedeutet, dass es bei solchen Zerkleinerungsvorrichtungen viele Fälle gibt, bei denen gebrochene Betonpartikel nicht wie gewünscht gebrochen werden können, so dass es insbesondere nicht möglich ist, Partikel unterschiedlicher Größen zu erhalten. Letzteres ist jedoch in bestimmten Fällen erwünscht.

Aus der DE 198 09 383 A1 ist eine vergleichbare Vorrichtung in der Form eines Schaufel-Separators bekannt, bei welchem innerhalb eines Gehäuses zwei zueinander parallel orientierte Hohlwellen angeordnet sind, die umfangsseitig und mit Abstand zueinander angeordnete Separatorscheiben tragen, die jeweils mit Brecherelementen bestückt sind. Die Gehäusewandung ist teilweise als Brechersieb ausgebildet.

Die Aufgabe der Erfindung besteht darin, eine Zerkleinerungsvorrichtung der eingangs bezeichneten Art dahingehend auszugestalten, dass sich eine gewünschte Größenverteilung der zerkleinerten Objekte, z.B. der zu brechenden Betonpartikel ergibt.

Diese Aufgabe wird durch die Merkmale des Anspruchs 1 gelöst.

Die erfindungsgemäße Zerkleinerungsvorrichtung besteht aus einem kübelartigen Grundkörper, mehreren, innerhalb dieses Grundkörpers mit der Maßgabe angeordneten ringartigen Bauteilen, so dass sich unter vorherbestimmten Abständen Stufen ergeben, wobei die Größe der genannten Bauteile, ausgehend von einem oberen Bereich in Richtung auf einen unteren Bereich hin allmählich abnimmt, so dass sich insgesamt ein mit Spalten versehenes Sieb ergibt, mit einer im Bodenbereich des Siebes angeordneten Zahnplatte, die mit rückwärts versetzten und mit hervorragenden, abwechselnd aufeinander folgend entlang der inneren Oberfläche angeordneten Zähnen versehen ist, einer in einem mittleren Abschnitt des Grundkörpers angeordneten Brecherwelle und einer wendelartigen Förderscheibe, welche auf der Brecherwelle angeordnet und dazu bestimmt ist, auf der Zahnplatte befindliche Objekte in Verbindung mit dieser Zahnplatte zu brechen.

In den Unteransprüchen 2 bis 6 sind besonders vorteilhafte Ausführungsformen der erfindungsgemäßen Zerkleinerungsvorrichtung angegeben.

Die folgenden Figuren zeigen eine Ausführungsform einer erfindungsgemäßen Zerkleinerungsvorrichtung, nämlich einem zum Brechen von Objekten in kleine Partikel bestimmten Brecher. Es zeigen:

1 eine Draufsicht auf diesen;

2 einen Längsschnitt desselben;

3 eine Draufsicht auf eine erfindungsgemäße Zahnplatte;

4 eine Draufsicht auf die genannte Zahnplatte, wobei rückwärts versetzte und hervorragende Zähne verschoben sind;

5 eine Draufsicht einer anderen Ausführungsform einer erfindungsgemäßen Zerkleinerungsvorrichtung;

6 einen Längsschnitt der in 5 gezeigten Zerkleinerungsvorrichtung.

In den 1 und 2 ist mit der Bezugsziffer 1 ein kübelförmiger, einen Rahmen bildender Grundkörper bezeichnet, wohingegen mit der Bezugsziffer 2 eine, in einem Mittelabschnitt des Innenbereichs des Grundkörpers 1 angeordnete Brecherwelle bezeichnet ist. Auf der äußeren Peripherie der Brecherwelle 2 befinden sich eine Vielzahl von Brecherzähnen 3. Auf einem unteren Abschnitt der Brecherwelle 2 ist eine geneigt angeordnete wendelartige Förderscheibe 4 befestigt, auf deren Unterseite sich mehrere Vorsprünge 5 befinden. Die beiliegenden Zeichnungen zeigen in diesem Zusammenhang eine Ausführungsform, bei welcher lediglich eine wendelartige Förderscheibe gezeigt ist. Es ist jedoch ebenfalls möglich, mehrere geneigt angeordnete Förderscheiben im Rahmen der vorliegenden Erfindung zu benutzen.

Die Brecherwelle 2, die durch einen ölhydraulischen Motor 6 angetrieben wird, ist an dem Grundkörper 1 über eine Motorlagerplatte 7 befestigt.

Innerhalb des Grundkörpers 1 sind mehrere ringartige Bauteile 8 mit der Maßgabe angeordnet, dass diese jeweils in stufenartige Abschnitte 14a von radial angeordneten Stegen 14 eingesetzt sind, so dass sich zwischen einander benachbarten ringartigen Bauteilen 8 Spalte 9 ergeben. Die Größe der ringartigen Bauteile 8 nimmt von einer oberen Position in Richtung auf eine untere Position hin ab, so dass auf diese Weise ein Sieb A mit Spalten 9 gebildet ist. Jedes der ringartigen Bauteile 8 ist auf seiner Innenseite mit einer Vielzahl fest angeordneter Zähne 12 versehen. Der untere Abschnitt des Grundkörpers 1 ist offen ausgebildet, so dass ein Raum 19 zur Verfügung steht, durch welchen Teile von zerkleinertem Beton hindurchfallen können.

Von der Brecherwelle 2 steht ein zum Zerteilen von Armierungsstangen bestimmtes Bauteil 20 ab, und zwar mit der Maßgabe, dass sich dieses Teil 20 zwischen der Motorlagerplatte 7 und einer Zahnplatte 18 befindet.

Das zum Zerteilen von Armierungsstangen bestimmte Teil 20 fungiert nicht nur als ein Brecher zum Zerteilen von Armierungsstangen (mit Beton gemischt), die unter die Zahnplatte 18 gefallen sind, sondern erfüllt darüber hinaus auch noch eine Funktion dahingehend, dass es auf gebrochene Betonpartikel auftrifft und diese entfernt, die sich auf der Motorlagerplatte 7 während des Brechverfahrens angesammelt haben. In den Zeichnungen sind die ringartigen Bauteile 8 von quadratischem Querschnitt. Es ist jedoch gleichermaßen möglich, plattenartige Ringbauteile oder ringartige Teile mit rundem Querschnitt zu benutzen.

Während der Durchführung des Brechverfahrens werden große, aus Beton bestehende, in den Grundkörper 1 eingebrachte Brocken sowohl durch die Brecherzähne 3, die sich auf der Brecherwelle 2 befinden als auch durch die fest angeordneten Zähne 12, die sich auf der Innenseite des Grundkörpers 1 befinden, gebrochen. Teile von gebrochenem Beton, die kleiner sind als die zwischen aneinander grenzenden ringartigen Bauteilen 8, 8 befindlichen Spalte fallen hindurch und gelangen durch Räume, die durch einander radial benachbarte Stege 14 begrenzt sind hindurch in einen Bodenraum des Grundkörpers 1 hinein und fallen unter Umständen aus diesem Bodenraum heraus. Teile an gebrochenem Beton, die größer als die zwischen einander benachbarten ringartigen Bauteilen 8, 8 befindlichen Spalte 9 sind, werden durch die Brechzähne 3 und die festen Zähne 12 weiter gebrochen. Einige der weiter gebrochenen Teile fallen durch die Spalte 9 zwischen den einander benachbarten ringartigen Bauteilen 8, 8 hindurch und andere gelangen in den Raum zwischen der Zahnplatte 18 und der geneigt angeordneten wendelartigen Förderscheibe 4, welche auf dem unteren Abschnitt der Brecherwelle 2 angeordnet ist. Der letztgenannte Anteil erfährt eine Zwangsführung in Richtung auf einen Raum hin, der sich an der Innenumfangsseite der Zahnplatte 18 befindet und unterliegt somit einem auf Druckausübung beruhenden Brechprozess, nachdem unterhalb der Förderscheibe 4 wenig Raum verbleibt und der Brechprozess durch die Umdrehungsrichtung der Förderscheibe begünstigt wird. Die unter Druckausübung gebrochenen Teile werden anschließend durch den Bodenbereich des Grundkörpers ausgetragen.

In diesem Zusammenhang dient die Kombination der wendelförmigen Förderscheibe 4 und der Zahnplatte 18 nicht nur für ein Hinein- und ein Hinauspressen, sondern gleichermaßen auch für das eigentliche Brechverfahren. Aufgrund der sich auf der Unterseite der Förderscheibe 4 befindlichen Vorsprünge wird die Wirksamkeit des Brechverfahrens in einem bedeutenden Ausmaß verbessert.

5 zeigt eine andere Ausführungsform, bei der elliptische ringartige Bauteile 8a vorgesehen sind, ohne dass irgendein ringartiges Bauteil einen perfekten Kreis bildet. Die elliptischen ringartigen Bauteile 8a sind mit der Maßgabe angeordnet, dass sich deren elliptisches Verhältnis ausgehend von der unteren Position in Richtung auf die obere Position hin erhöht, so dass das Volumen des vorderseitigen Teils des Grundkörpers 1 vergrößert wird. Bei dieser Ausführungsform können sehr viel größere Betonbrocken aufgenommen werden als bei der Ausführungsform, bei welcher ringartige, einen perfekten Kreis bildende Bauteile benutzt werden. Gemäß 4 sind auf jeder Zahnplatte 18 zurückversetzt angeordnete Zähne 15 und hervorragende Zähne 16 vorgesehen, wobei die hervorragenden Zähne 16 die zurückversetzt angeordneten Zähne 15' überlagern und wobei die hervorragenden Zähne 16', die auf einem unteren Abschnitt des Grundkörpers 1 angeordnet sind, in Umfangsrichtung gegenüber den Zähnen 15' verschiebbar angeordnet sind und mittels Befestigungsbolzen 30 fixierbar sind. Auf diese Weise kann der Abstand zwischen einem zurückversetzten Zahn und einem hervorragenden Zahn 16 frei justiert werden.

In 2 ist mit der Bezugsziffer 21 eine Siebplatte bezeichnet, welche den Boden des Grundkörpers 1 verschließt. Feine Betonpartikel fallen durch die Siebplatte 21 hindurch und sammeln sich bodenseitig. Die Siebplatte 21 ist lösbar im Bodenbereich des Grundkörpers 1 befestigt und kann entfernt werden, falls das Brechverfahren ohne diese durchgeführt werden soll.

Wie sich aus Vorstehendem ergibt, wird bei dem Erfindungsgegenstand eine freie Auswahl der Größe der Partikel ermöglicht, bis zu der Betonbrocken gebrochen werden sollen, so dass die Herstellung kleiner Korngrößen des Betons ermöglicht wird. Der Zerkleinerungswirkungsgrad fällt um so größer aus, je kleiner die Partikel an gebrochenem Beton ausfallen.


Anspruch[de]
  1. Zerkleinerungsvorrichtung für einen zum Zerkleinern von Objekten in feine Partikel bestimmten Brecher, bestehend aus

    – einem kübelartigen Grundkörper (1),

    – mehreren, innerhalb dieses Grundkörpers (1) mit der Maßgabe angeordneten ringartigen Bauteilen (8,8a), so dass sich unter vorherbestimmten Abständen Stufen ergeben, wobei die Größe der Bauteile (8,8a) ausgehend von einem oberen Bereich in Richtung auf einen unteren Bereich hin allmählich abnimmt, so dass sich insgesamt ein mit Spalten (9) versehenes Sieb (A) ergibt,

    – einer im Bodenbereich des Siebes (A) angeordneten Zahnplatte (18), die mit rückwärts versetzten und hervorragenden, abwechselnd aufeinander folgend entlang der inneren Oberfläche angeordneten Zähnen (15,16;15',16') versehen ist,

    – einer in einem mittleren Abschnitt des Grundkörpers (1) angeordneten Brecherwelle (2) und einer geneigt angeordneten wendelartigen Förderscheibe (4), welche auf der genannten Brecherwelle (2) angeordnet und dazu bestimmt ist, um auf der Zahnplatte (18) befindliche Objekte in Verbindung mit dieser Zahnplatte (18) zu brechen.
  2. Zerkleinerungsvorrichtung für einen zum Zerkleinern von Objekten in feine Partikel bestimmten Brecher gemäß Anspruch 1, wobei die genannte Förderscheibe (4) auf ihrer Unterseite mehrere Vorsprünge (5) aufweist, die dazu bestimmt sind, eine Prallwirkung in Richtung auf die genannte, abwechselnd mit rückwärts versetzten und hervorragenden Zähnen (15,16;15',16') versehene Zahnplatte (18) auszuüben.
  3. Zerkleinerungsvorrichtung für einen zum Zerkleinern von Objekten in feine Partikel bestimmten Brecher gemäß Anspruch 1, wobei ein zum Zerteilen von armiertem Beton bestimmtes Bauteil auf der Brecherwelle (2) mit der Maßgabe angeordnet ist, dass sich dieses Bauteil zwischen der Zahnplatte (18) und einer auf dem Bodenbereich des Grundkörpers befindlichen Motorlagerplatte (7) befindet.
  4. Zerkleinerungsvorrichtung für einen zum Zerkleinern von Objekten in feine Partikel bestimmten Brecher gemäß Anspruch 1 oder 2 oder 3, wobei die genannten ringartigen Bauteile (8a) eine elliptische Gestalt derart aufweisen, dass durch einen sich um die genannte Brecherwelle (2) herum in Richtung auf ein Ende des Grundkörpers hin erstreckenden Bereich ein zur Aufnahme großer Betonbrocken bestimmter Schaufelabschnitt gebildet ist.
  5. Zerkleinerungsvorrichtung für einen zum Zerkleinern von Objekten in feine Partikel bestimmten Brecher gemäß einem der vorherigen Ansprüche, wobei eine Siebplatte (21) mit der Maßgabe lösbar angeordnet ist, dass sie einen Bodenbereich des Grundkörpers (1) abschließt und einen Durchtritt lediglich von feinen Partikeln durch die Siebplatte (21) hindurch ermöglicht.
  6. Zerkleinerungsvorrichtung für einen zum Zerkleinern von Objekten in feine Partikel bestimmten Brecher gemäß Anspruch 1, wobei der Abstand zwischen den rückwärts versetzten Zähnen (15') einerseits und den hervorragenden Zähnen (16') andererseits dadurch justiert werden kann, dass die Zahnplatte (18) in Umdrehungsrichtung vor ihrer Befestigung verschoben wird.
Es folgen 3 Blatt Zeichnungen






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