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Dokumentenidentifikation DE10060973B4 18.08.2005
Titel Vorrichtung zum Mischen und Verteilen von Schüttgütern
Anmelder Bernard van Lengerich Maschinenfabrik GmbH & Co, 48488 Emsbüren, DE
Erfinder Lengerich, Wilhelm van, 48488 Emsbüren, DE;
Altgilbers, Bernhard, 48488 Emsbüren, DE
Vertreter Busse & Busse Patentanwälte, 49084 Osnabrück
DE-Anmeldedatum 06.12.2000
DE-Aktenzeichen 10060973
Offenlegungstag 27.06.2002
Veröffentlichungstag der Patenterteilung 18.08.2005
Veröffentlichungstag im Patentblatt 18.08.2005
IPC-Hauptklasse B65G 65/40
IPC-Nebenklasse A01K 5/00   

Beschreibung[de]

Die Erfindung bezieht sich auf eine Vorrichtung zum Mischen und Verteilen von Schüttgütern, insbesondere von kurz- und langfaserigem Silagegut, mit einem Behälter zur Aufnahme des Silagegutes, der vorzugsweise ein in Rotationsbewegung versetzbares Förder- und Mischelement sowie zumindest eine Austragöffnung mit einem der Austragöffnung nachgeordneten, in Förderbewegung versetzbaren Förderelement aufweist.

Vorrichtungen der eingangs genannten Art sind allgemein bekannt und dienen insbesondere dazu, nach Aufnahme von Silagegut und Vermischung innerhalb des Silagegutbehälters das Silagegut in Futtergängen auszubringen. Dazu ist bekanntermaßen das Förderelement der zentral hinten in der Behälterwandung vorgesehenen Austragöffnung nachgeordnet und als endloses Horizontalförderband ausgebildet, das wahlweise zur linken oder zur rechten Seite das Silagegut ausbringen kann.

Nachteilig bei diesen bekannten Vorrichtungen ist, daß solche Vorrichtungen das Silagegut recht breit streuen, so daß bei einem erneuten Befahren des Futterganges das bereits ausgetragene Silagegut überfahren wird. Dies ist insbesondere bei schmalen Futtergängen problematisch.

Aus der EP 1 021 949 ist eine Vorrichtung zum Mischen und Verteilen von Schüttgütern der eingangs genannten Art bekannt, bei der einer Austragsöffnung des Behälters nachgeordnete Förderbänder vorgesehen sind, die nicht nur parallel nebeneinander angeordnet sondern auch in gewissen Neigungen zueinander ausgerichtet sein können. Nachteilig hierbei ist, daß aufgrund der Ausbildung der Förderelemente diese eine quer zur Fahrtrichtung der Vorrichtung ausgerichtete Längserstreckung aufweisen müssen, die sich an der maximalen Breite des Fahrzeuges orientiert, so daß die Querabmessungen dieser Vorrichtung auch im Bereich der Förderelemente erheblich sind und die Rangierfähigkeit dieser Vorrichtung behindern. Zudem streuen die Förderelemente wiederum relativ breit, was das Ausbringergebnis beeinträchtigt.

Aus der DE 298 01 423 ist eine Vorrichtung zum Ausbringen von Futter aus Mischanlagen bekannt, bei der zu beiden Seiten einer Behälterwandung vorgesehene Förderelemente in ihrer Neigung zur Horizontalen verstellbar sind. Diese fördern das ausbringende Gut in Längsrichtung der Vorrichtung und können nicht zur Längsrichtung Futtergut ausbringen. Damit ist diese Maschine zum Ausbringen von Futter in üblichen Futtergängen nicht geeignet.

Es ist Aufgabe der vorliegenden Erfindung, eine Vorrichtung der eingangs genannten Art zu schaffen, mit der Silagegut wohl dosiert bei guter Rangierfähigkeit der Vorrichtung auszubringen ist.

Zur Lösung dieser Aufgabe zeichnet sich die Vorrichtung der eingangs genannten Art dadurch aus, daß das Förderelement zumindest zwei in im wesentlichen V-förmiger Anordnung zueinander ausgerichtete, gleichsinnig oder gegensinnig bewegbare Förderbänder aufweist, daß sich oberhalb der Förderbänder im Bereich von auswurfseitigen Umlenkrollen ein Zinkenkamm befindet und daß die Zinkenkammlänge der V-förmigen Ausbildung der Förderelemente angepaßt ist.

Durch den oberhalb angeordneten Zinkenkamm und die der V-förmigen Anordnung der Förderelemente angepaßte Zinkenkammlänge kann das Erntegut zielgerichtet auch in weiter beabstandete Futtergänge ausgebracht werden, so daß die Förderelemente wesentlich kürzer gehalten werden können als die Breite der Maschine tatsächlich ist. Dies wirkt sich außerordentlich positiv auf die Rangierfähigkeit der Vorrichtung aus.

Um die Gestaltung des Förderkanals zu variieren, ist es darüber hinaus auch möglich, die Schrägausrichtung der Förderbänder zueinander auch verstellbar zu gestalten. Anstelle von zwei Förderbändern können beispielsweise auch vier Förderbänder vorgesehen sein.

Zweckmäßigermaßen schließt sich oberhalb der Förderbänder im Bereich von auswurfseitigen Umlenkrollen der Förderbänder ein Zinkenkamm an dessen Zinken bevorzugtermaßen verschwenkbar geschaltet sind. Dieser kann auch höhenverstellbar an der Vorrichtung vorgesehen sein. Damit läßt sich der Förderstrom beeinflussen.

Weitere Ausgestaltungen der Erfindung ergeben sich aus weiteren Unteransprüchen, der Zeichnung und der nachfolgenden Beschreibung. In der Zeichnung zeigen:

1 ein Ausführungsbeispiel einer Vorrichtung nach der Erfindung in einer schematischen Seitenansicht, und

2 eine Draufsicht auf das Ausführungsbeispiel nach 1.

Allgemein mit 1 ist die Vorrichtung zum Mischen und Verteilen von Schüttgütern beziffert. Diese hat ein Fahrgestell mit Rädern 2, einer Deichsel 3 und ist an einen landwirtschaftlichen Schlepper anzuhängen. Oberhalb des Fahrgestells ist ein Behälter 4 mit einer rückwärtigen zentralen Austragöffnung 5 vorgesehen. Innerhalb des Behälters 4 ist in dem gezeigten Ausführungsbeispiel eine senkrecht stehende, in Rotationsbewegung versetzbare Förderschnecke 6 als Förder- und Mischelement angeordnet.

An die Austragöffnung 5 schließen sich zwei Endlosförderbänder 7 und 8 an, die V-förmig zueinanderstehen und mithin jeweils zur Horizontalen mit einem spitzen Winkel ausgerichtet sind. Zwischen den beiden Förderbändern ist mithin ein zentraler Förderkanal 9 ausgebildet. Die Förderbänder verfügen jeweils über separate Antriebsmotoren 10 und 11 und können gleichsinnig aber auch gegensinnig bewegt werden. Die Antriebsgeschwindigkeit jedes Antriebsmotors 10 und 11 ist ebenfalls stufenlos verstellbar.

Oberhalb der beiden Förderbänder 7 und 8 ist ein Zinkenkamm 12 vorgesehen, mit dem auch der Gutstrom beeinflußt werden kann. Dieser ist von der Länge der Zinken her der V-förmigen Anordnung der Förderbänder 7 und 8 angepaßt.

Die Zinken des Zinkenkammes sind verschwenkbar gehaltert. Insgesamt ist der Zinkenkamm 12 höhenverstellbar. Oberhalb des Zinkenkamms 12 erstrecken sich noch Bleche als Auswurfbegrenzer 13.


Anspruch[de]
  1. Vorrichtung zum Mischen und Verteilen von Schüttgütern, insbesondere von kurz- und langfaserigem Silagegut, mit einem Behälter (4) zur Aufnahme von Silagegut, der ein in Rotationsbewegung versetzbares Förder- und Mischelement (6) sowie zumindest eine Austragöffnung (5) mit einem der Austragöffnung (5) nachgeordneten, in Förderbewegungen versetzbaren Förderelement ausweist, wobei das Förderelement zumindest zwei in V-förmiger Anordnung zueinander ausgerichtete, gleichsinnig oder gegenläufig bewegbare Förderbänder (7, 8) aufweist und sich oberhalb der Förderbänder im Bereich von auswurfseitigen Umlenkrollen ein Zinkenkamm (12) befindet, dessen Zinkenlänge der V-förmigen Anordnung der Förderbänder (7, 8) angepaßt ist. Hieran sollen sich die Ansprüche 2 bis 7 gemäß Eingabe vom 28.08.2003 anschließen.
  2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß den Förderbändern (7, 8) jeweils ein Antriebsmotor (10, 11) zugeordnet ist.
  3. Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß jeder Antriebsmotor (10, 11) hinsichtlich seiner Antriebsgeschwindigkeit steuerbar ist.
  4. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Schrägausrichtung der Förderbänder (7, 8) zueinander verstellbar ist.
  5. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß sich oberhalb der Förderbänder (7, 8) im Bereich von auswurfseitigen Umlenkrollen ein Zinkenkamm (12) befindet.
  6. Vorrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß der Zinkenkamm (12) verschwenkbar ist.
  7. Vorrichtung nach Anspruch 5 und 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Austragöffnung (5) im in Fahrtrichtung gesehen hinteren Abschnitt des Behälters (6) zur Aufnahme des Fördergutes vorgesehen ist, daß sich die Förderbänder (7, 8) zentral in Fahrtrichtung gesehen hinter dem Behälter (6) erstrecken und daß dem in Fahrtrichtung gesehen letzten Förderband (8) ein Auswurfbegrenzer (13) zugeordnet ist.
Es folgen 2 Blatt Zeichnungen






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