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Dokumentenidentifikation DE10063812B4 18.08.2005
Titel Verbindungselement
Anmelder Richard Bergner Verbindungstechnik GmbH & Co. KG, 91126 Schwabach, DE;
ADWEST Heidemann Einbeck GmbH, 37574 Einbeck, DE
Erfinder Schneider, Wilhelm, Dr., 91126 Rednitzhembach, DE;
Freter, Heiko, 37574 Einbeck, DE
Vertreter Mörtel & Höfner, 90402 Nürnberg
DE-Anmeldedatum 21.12.2000
DE-Aktenzeichen 10063812
Offenlegungstag 13.06.2002
Veröffentlichungstag der Patenterteilung 18.08.2005
Veröffentlichungstag im Patentblatt 18.08.2005
IPC-Hauptklasse F16B 43/00
IPC-Nebenklasse F16B 39/00   F16B 41/00   F16B 5/02   

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft ein Verbindungselement, mit dem ein Montageteil schwingungsgedämpft an einem Bauteil, beispielsweise eine Halterung für ein Schaltgestänge an dem Getriebegehäuse eines Kraftfahrzeuges fixierbar ist. Ein solches Verbindungselement ist beispielsweise aus DE 195 10 349 A1 bekannt. Um eine Schwingungsdämpfung zu gewährleisten, wird das Montageteil nicht unmittelbar an einem Bauteil fixiert, sondern unter Zwischenlage von Elastomerelementen. Die Elastomerelemente sind beispielsweise jeweils in einer Durchgangsöffnung des Montageteils fixiert und sind von einem Durchgangskanal durchsetzt. Neben dem Elastomerelement umfasst das Verbindungselement eine an ihrem einen Ende einen sich radial nach außen erstreckende Schulter aufweisende Distanzhülse. Ein sich von der Schulter axial wegerstreckende Hülsenbereich liegt in dem Durchgangskanal ein. Zur Fixierung eines Montageteils an einem Bauteil wird unter Zwischenlage einer beispielsweise der Reduzierung der Flächenpressung dienenden Beilegscheibe bzw. eines Flansches eine Schraube durch die Hülse hindurch gesteckt und in ein Gegengewinde im Bauteil eingeschraubt. Im Endmontagezustand ist die Distanzhülse zwischen dem Flansch und dem Bauteil eingespannt, wobei das Elastomerelement von dem Flansch und der Schulter zusammengedrückt und in Axialrichtung komprimiert wird. Um die Endmontage, also die Fixierung eines Montageteils an einem Bauteil zu beschleunigen, werden diese bereits herstellerseitig mit Elastomerelementen und mit Distanzhülsen bestückt. Problematisch dabei ist, dass die Distanzhülsen, insbesondere bei einer ungünstigen Toleranzlage z.B. während des Transports zum Endmontageort aus den Elastomerelementen herausfallen und verloren gehen können.

Dies kann durch einen ausreichend festen Klemmsitz der Distanzhülse im Durchgangskanal verhindert werden. Beispielsweise kann die Durchmesserdifferenz zwischen Hülse und Durchgangskanal vergrößert oder Umfangsvorsprünge an der Distanzhülse vorgesehen werden, die sich im Durchgangskanal quasi verkeilen. Nachteilig dabei ist, dass das Einstecken einer derartigen Hülse in ein Elastomerelement einen erhöhten Kraftaufwand erfordert, wobei die Gefahr besteht, dass das Elastomerelement aus seiner Verankerung am Montageteil gelöst wird und erneut daran fixiert werden muss.

Aufgabe der Erfindung ist es, ein auf einfache Weise und insbesondere ohne erhöhten Kraftaufwand montierbares Verbindungselement mit einer verliersicheren Verbindung zwischen Elastomerelement und Distanzhülse und ein damit ausgestattetes Montageteil vorzuschlagen.

Diese Aufgabe wird durch ein Verbindungselement mit den Merkmalen des Anspruches 1 und durch ein Montageteil mit den Merkmalen des Anspruchs 8 gelöst.

Danach sind eine Distanzhülse, die an ihrem einen Stirnende eine sich radial nach außen erstreckende, einstückig angeformte Schulter aufweist und ein Elastomerelement mit einem Durchgangskanal vorgesehen, wobei der sich von der Schulter wegerstreckende Hülsenbereich mit seiner gesamten Länge im Durchgangskanal einliegt. In der Außenumfangsfläche des Elastomerelements ist eine ringförmig geschlossene Nut angeordneten, mit der es in einer Durchgangsöffnung eines Montageteils fixierbar ist. Bei einer die Distanzhülse durchsetzende Schraube ist deren Schraubenkopf auf der der Schulter abgewandten Seite der Distanzhülse bzw. des Elastomerelements angeordnet, wobei zwischen Schraubenkopf und Distanzhülse ein sich vom Schraubenschaft aus radial nach außen erstreckender Flansch angeordnet, wobei dessen Außendurchmesser und der Außendurchmesser der Schulter größer sind als Durchmesser der Durchgangsöffnung des Montageteils. Die Schraube ist mit Hilfe eines axial wirksamen Hinterschnitts verliersicher an der Distanzhülse fixiert. Auf diese Weise wird nicht nur verhindert, dass die Distanzhülse verloren gehen kann. Es wird gleichzeitig der Vorfertigungsgrad erhöht, indem nun auch die später erforderliche Schraube verliersicher am Montageteil fixiert ist, was einerseits die gesamte Logistik vereinfacht und andererseits die Endmontage erleichtert.

Bei einer bevorzugten Ausgestaltung weist der Schraubenschaft ein radial vorstehendes und mit Axialabstand zum Schraubenkopf angeordnetes Anschlagelement auf, das von einem an der Distanzhülse angeformten, sich radial nach innen erstreckenden Hintergriffselement hintergriffen ist. Der Axialabstand zwischen dem Schraubenkopf und dem Anschlagelement ist dabei derart bemessen, dass die Schraube relativ zur Distanzhülse axial beweglich ist. Wird ein Montageteil mit Verbindungselementen auf eine Unterlage aufgesetzt, so kann die Schraube mit ihrem Gewindeende zumindest teilweise in die Hülse hinein verschoben werden, wodurch das Gewinde vor einer Beschädigung geschützt ist. Außerdem erleichtert die axiale Verschiebbarkeit der Schraube die Handhabung bei der Fixierung des Montageteils an einem Bauteil. Eine etwa aufgrund einer ungünstigen Toleranzlage oder absichtlich nur lose im Elastomerelement einliegende Distanzhülse kann dann zwar aus dem Durchgangskanal herausfallen, sie wird aber von dem Anschlagelement am Schraubenschaft zurückgehalten, kann also nicht verloren gehen.

Dadurch, dass der Axialabstand zwischen dem Anschlagelement und dem Hintergriffselement kleiner ist als die Länge des innerhalb des Elastomerelements angeordneten Hülsenbereiches, ist ein völliges Herausrutschen der Hülse aus dem Durchgangskanal verhindert. Die Distanzhülse bleibt vielmehr mit einem Endabschnitt im Elastomer stecken und kann somit wieder leicht in das Elastomer hineingeschoben werden. Wenn ein Montageteil mit Verbindungselementen bestückt ist, bei denen in der geschilderten Weise die Distanzhülsen aus den Elastomerelementen herausragen, kann das Montageteil dennoch an einem Bauteil angeschraubt werden, wobei die Distanzhülsen während des Anschraubvorgangs in die Elastomerelemente hinein gedrückt werden.

Bei einem bevorzugten Ausführungsbeispiel ist das Hintergriffselement nahe der zweiten, also der der Schulter gegenüberliegenden Hülsen-Stirnseite angeordnet. Diese Anordnung gewährleistet einen maximalen axialen Verschiebeweg der Schraube, so dass gegebenenfalls der gesamte Gewindeabschnitt des Schraubenschaftes innerhalb der Distanzhülse Platz findet und vor einer Beschädigung geschützt ist.

Vorzugsweise ist das Hintergriffselement durch einzelne, in Umfangsrichtung beabstandete und an die zweite Hülsen-Stirnseite angeformte im wesentlichen radial nach innen vorstehende Vorsprünge gebildet. Der axial wirksame Hinterschnitt wird ganz einfach beim Zusammenfügen von Schraube und Hülse hergestellt, indem die zunächst in Axialrichtung weisenden Vorsprünge vom Schraubenkopf selbst oder von einem separatem Werkzeug radial nach innen umgebogen werden.

Zwischen dem Schraubenkopf und der Distanzhülse ist ein sich vom Schraubenschaft radial nach außen erstreckender Flansch angeordnet, dessen Außendurchmesser größer ist als der Durchmesser des Durchgangskanals. Mit diesem Flansch, der auch an den Schraubenkopf angeformt sein kann, stützt sich dieser am Elastomerelement und in der Endmontagestellung an der Distanzhülse ab.

Die Erfindung wird nun anhand von in den beigefügten Zeichnungen dargestellten Ausführungsbeispielen näher erläutert. Es zeigen:

1 ein an einem Montageteil fixiertes und teilweise längs geschnittenes Verbindungselement,

2 das Ausführungsbeispiel nach 1, bei dem sich die Distanzhülse in einer anderen Position befindet,

3 das Ausführungsbeispiel nach 1, wobei sich die Schraube in einer anderen Relativlage zur Distanzhülse befindet,

4 das Verbindungselement nach 1 im Endmontagezustand,

5 eine Bildfolge, die die Montage eines Verbindungselements an einem Montageteil darstellt,

6 ein weiteres Ausführungsbeispiel in einer 1 entsprechenden Darstellung,

7 ein Ausführungsbeispiel in einer 4 entsprechenden Abbildung; bei dem der zwischen Schraubenkopf und Elastomerelement angeordnete Flansch eine Öffnung aufweist, deren Durchmesser größer ist als der Außendurchmesser der Distanzhülse,

8 ein Verbindungselement, bei dem die Distanzhülse einen zweiten, sich vom Außenrand der Schulter weg und zum Schraubeende hin erstreckenden Hülsenbereich aufweist, und

9 ein Verbindungselement entsprechend 8, bei dem jedoch das Hintergriffselement an einer anderen Stelle der Distanzhülse angeordnet ist.

Die in den Abbildungen gezeigten Verbindungselemente umfassen ein an einem Montageteil 1 fixierbares Elastomerelement 2, eine Distanzhülse 3, eine Schraube 4 und einen Flansch 5. Das Elastomerelement 2 besteht aus einem gummiähnlichen Material und weist die Form etwa eines Hohlzylinders auf, ist also in Axialrichtung von einem Durchgangskanal 6 durchsetzt. Das Elastomerelement 2 weist zwei Stirnseiten 7,8 auf, die beispielsweise als Planflächen ausgebildet sind und sich rechtwinklig zu seiner Mittellängsachse 9 und parallel zu einander erstrecken. In der Außenumfangsfläche des Elastomerelements 2 ist eine ringförmig geschlossene, in einer sich etwa rechtwinklig zur Mittellängsachse 9 erstreckenden Ebene verlaufende Nut 10 vorhanden. Mit dieser Nut 10 wird das Elastomerelement 2 in einer Durchgangsöffnung 12 des Montageteils 1 fixiert, wobei der Öffnungsrand 13 die Nut 10 im wesentlich vollständig ausfüllt.

Die Distanzhülse 3 weist eine von ihrer einen Stirnseite 14 radial nach außen abstehende Schulter 15 auf. Der sich von der Schulter 15 wegerstreckende Hülsenbereich 16 ist im Montagezustand nach 1 vollständig innerhalb des Elastomerelements 2 bzw. innerhalb des Durchgangskanals 6 angeordnet. Er ist dabei von der Wandung 17 des Durchgangskanals üblicherweise klemmend umfasst. Die Länge 18 des Elastomerelements ist größer als die Länge 21 des Hülsenbereiches 16. Im Montagezustand (1) überragt somit das Elastomerelement 2 die der Schulter 15 gegenüberliegende Stirnseite 19 der Distanzhülse 3 mit einem Überstand 20.

Die Schraube 9 weist einen Schraubenkopf 22 und einen Schaft 23 auf. Der Schaft 23 ist in einen kopfnahen gewindefreien Abschnitt 24 und einen Gewindeabschnitt 25 unterteilt. Zwischen den beiden Abschnitten 24, 25 ist ein Zwischenabschnitt 26 angeordnet, an dem ein z.B. durch einen Walzvorgang hergestelltes ringvorsprungförmiges Anschlagelement 27 angeformt ist. Zwischen dem gegenüber dem Schaft 23 radial verbreiterten Schraubenkopf 22 und dem Elastomerelement 2 ist der scheibenförmige Flansch 5 angeordnet, dessen Planebene sich rechtwinklig zur Mittellängsachse 9 erstreckt und der eine zentrale, vom Schraubenschaft 23 durchgriffene Öffnung 29 aufweist. Der Durchmesser der Öffnung 29 ist etwas größer als der Durchmesser des gewindefreien Schaftabschnittes 24, so dass zwischen diesem Abschnitt und dem Flansch 5 ein Spalt 30 vorhanden ist. Im Montagezustand (1) liegt der Flansch 5 mit seiner dem Schraubenkopf 22 abgewandten Unterseite auf der Stirnseite 7 des Elastomerelements auf. Gleiches trifft für die dem Schraubenkopf 22 zugewandte Oberseite der Schulter 15 und die Stirnseite 8 des Elastomerelements 2 zu.

An der zweiten Stirnseite 19 der Distanzhülse 3 sind in Umfangsrichtung beabstandete und radial nach innen abstehende Vorsprünge 31 angeformt. Die Vorsprünge 31 ragen in den sich zwischen dem Schraubenkopf 22 und dem Anschlagelement 27 erstreckenden Schaftbereich hinein und bilden mit dem Anschlagelement 27 einen in Axialrichtung bzw. in Richtung der Mittellängsachse 9 wirksamen Hinterschnitt. Das Anschlagelement kann aber auch durch den Gewindeabschnitt 25 gebildet sein, dessen Außendurchmesser größer ist als der Durchmesser des gewindefreien Schaftabschnittes 24. Durch dieses Zusammenspiel von Anschlagelement 27 und Vorsprüngen 31 ist ein Herausfallen der Schraube 9 aus der Distanzhülse 3 in Richtung des Pfeiles 32 verhindert. Die axiale Fixierung der Schraube 4 an der Distanzhülse kann auch auf eine andere als die geschilderte Weise erfolgen. So kann beispielsweise anstelle der Vorsprünge 31 ein in sich geschlossener Ringvorsprung vorhanden sein, der das z.B. in Form von in Umfangsrichtung beabstandeten Einzelvorsprüngen ausgebildete Anschlagelement hintergreift. Dadurch, dass das Anschlagelement 27 weiter vom Schraubenkopf 22 entfernt ist als die Vorsprünge 31 – im Montagezustand nach 1 gesehen – ist die Schraube 9 innerhalb der Distanzhülse 3 axial verschiebbar, wobei die maximale Verschiebestrecke dem Axialabstand 33 zwischen den Vorsprüngen 31 und dem Anschlagelement entspricht (4). Der Axialabstand 33 ist kleiner als die Länge 21 des Hülsenbereiches 16. Durch diese Abmessungsrelation ist gewährleistet, dass die Distanzhülse 3 nicht völlig aus dem Durchgangskanal 6 herausfallen kann, etwa wenn die Rückstellkräfte des Elastomerelements 2 beispielsweise bei einer ungünstigen Toleranzlage nicht mehr ausreichen, um die Distanzhülse festzuhalten. Es verbleibt vielmehr ein Endabschnitt 35 der Distanzhülse 3 innerhalb des Durchgangskanals 6. Die Länge 28 des Endabschnitts entspricht dabei etwa der Differenz der o.g. Abmessungen. Das Wiedereinschieben der Hülse in den Durchgangskanal 6 ist dadurch erleichtert. Bei Verwendung einer Schraube, die in der in Rede stehenden, in 2 gezeigten Situation mit einem Überstand 36 aus der Distanzhülse 3 herausragt, ist es möglich, ein Montageteil 1 an einem Bauteil 37 festzuschrauben, ohne vorher die Distanzhülse 3 in den Durchgangskanal 6 hineinzuschieben. Beim Einschrauben der Schraube 9 in das Bauteil 37, beispielsweise das Gehäuse eines Kraftfahrzeuggetriebes stützt sich die Distanzhülse 3 mit ihrer Schulter 15 am Bauteil ab. In dem Maße wie das Montageteil 1 durch das Festschrauben dem Bauteil 37 genähert wird, wird der Hülsenbereich 16 in den Durchgangskanal 6 hinein geschoben.

Die Montage eines Verbindungselementes an einem Montageteil 1 sowie das Zusammenfügen der Einzelteile des Verbindungselements sind in 5A–F gezeigt. Zunächst wird das Elastomerelement 2 mit seiner Nut 10 in die Durchgangsöffnung 12 des Montageteils 1 eingeknüpft, was durch die Pfeile 38 angedeutet ist (5A). Als nächstes wird die Distanzhülse 3 in das Elastomerelement 2 derart eingeschoben, dass sich der von der Schulter 15 weg und zum Schraubenkopf 22 hin erstreckende Hülsenbereich 16 vollständig innerhalb des Durchgangskanals 6 befindet. Insbesondere, wenn die Wandung 17 des Durchgangskanals 6 ebenso wie die Distanzhülse 3 zylinderförmig ist, lässt sich die Distanzhülse mit geringem Kraftaufwand in den Durchgangskanal 6 hinein drücken. Der Durchmesser 39 des Durchgangskanals 6 ist üblicherweise etwas kleiner als der Außendurchmesser 40 des Hülsenbereiches 16. Deshalb erfolgt beim Einschieben der Distanzhülse 3 eine radiale Aufweitung des Durchgangskanals 6. Die dadurch bedingten radialen Rückstellkräfte halten die Distanzhülse 3 im Durchgangskanal 6 fest. Das Einführen der Distanzhülse wird weiterhin erleichtert, wenn an dem Elastomerelement 2 und/oder an der Distanzhülse eine Einführschräge vorhanden ist. Die Vorsprünge 31 der gemäß 5B in das Elastomerelement eingeschobenen Hülse stehen im Wesentlichen in Axialrichtung bzw. in Richtung der Mittellängsachse 9 von der Stirnseite 19 ab und haben lichten Innendurchmesser, der größer ist als der Außendurchmesser des Gewindeabschnitts 25 und des Anschlagelements 27. Die Schraube 9 kann daher ohne mit ihrem Anschlagelement 27 bzw. ihrem Gewindeabschnitt 25 an den Vorsprüngen 31 anzustreifen in die Distanzhülse 3 eingeführt werden. Vor dem Einführen der Schraube 4 wird auf den Schraubenschaft 23 der Flansch 5 aufgesteckt. Der Durchmesser 42 der Öffnung 29 des Flansches 5 ist größer als der Durchmesser 43 des ringvorsprungförmigen Anschlagelements 27 bzw. größer als der Durchmesser des Gewindeabschnitts 25, so dass der Flansch 5 behinderungsfrei auf den Schraubenschaft 23 aufgeschoben werden kann. Um die Vorsprünge 31 in ihre Hintergriffsstellung, also radial nach innen zu verformen, wird zwischen dem Flansch 5 und dem Elastomerelement 2 ein geteiltes Werkzeug 45 zwischengelegt (5E). Der Schraubenkopf 22 oder das geteilte Werkzeug 45 wird mit einer Kraft in Richtung des. Pfeiles 46 beaufschlagt, wobei die Distanzhülse 3 mit ihrer Schulter 15 auf einem Wiederlager, angedeutet durch die Pfeile 47 in 5, aufliegt. In Folge dieses Bearbeitungsschrittes werden die Vorsprünge radial nach innen gebogen und ragen dann in den sich zwischen Anschlagelement 27 und dem Schraubenkopf 22 befindlichen gewindefreien Abschnitt 24 radial hinein und zwar soweit, dass sie das Anschlagelement 27 hinterschneiden. Das Verbindungselement bzw. das mit Verbindungselementen bestückte Montageteil 1 kann nun an einem Bauteil 37 angeschraubt werden. Beim Festziehen der Schrauben 4 wird der Flansch 5 in Axialrichtung auf die Distanzhülse 3 zu bewegt. Dabei wird aufgrund des Überstandes 20 das Elastomerelement 2 in Axialrichtung komprimiert und dabei der Öffnungsrand 13 der Durchgangsöffnung 12 in der Nut 10 des Elastomerelements festgeklemmt. Um eine zuverlässige Klemmung zu erreichen sind zweckmäßigerweise der Außendurchmesser 41 des Flansches 5 und der Außendurchmesser 49 der Schulter 15 größer als der Durchmesser 50 der Durchgangsöffnung 12 des Montageteils 1.

In 6 ist ein Ausführungsbeispiel dargestellt, bei dem der Flansch 5a an den Schraubenkopf 22 angeformt bzw. integrales Bestandteil desselben ist. Der einstückig angeformte Flansch 5a erfüllt dabei genau die selbe Funktion wie der separate Flansch 5 des weiter oben beschriebenen Ausführungsbeispieles. Da die dem Elastomerelement 2 zugewandte Auflagefläche 48 des Flansches 5a bis an den Schaft 23 heranreicht und deswegen ein Spalt 30, wie bei dem oben beschriebenen Ausführungsbeispiel nicht vorhanden ist, kann auf ein geteiltes Werkzeug, das den gewindefreien Schaftabschnitt 24 eng umschließt, verzichtet werden. Das Umbiegen der Vorsprünge 31 erfolgt alleine durch den Flansch 5a. Denkbar ist auch die Verwendung einer Schraube mit einem aufgewalzten Flansch, dessen Öffnung dann einen kleineren Durchmesser 42 aufweist als das ringvorsprungförmige Anschlagelement 27.

Bei dem in 7 gezeigten Ausführungsbeispiel ist ein Flansch 5b verwendet, dessen Öffnung 29a einen Durchmesser 42a aufweist, der größer ist als der Außendurchmesser 40a der Distanzhülse 3, der jedoch kleiner ist als der Schraubenkopfdurchmesser. Im Endmontagezustand gemäß 7 umfasst somit der Flansch 5b, den Hülsenbereich 16. Das Umbiegen der Vorsprünge 31 aus ihrer zunächst axialen Richtung in die in 7 gezeigte Position erfolgt durch den Schraubenkopf 22 selbst. Ein geteiltes Werkzeug 45, wie weiter oben beschrieben, ist nicht erforderlich.

Bei dem in 8 und 9 gezeigten Verbindungselementen ist an den Außenrand der Schulter 15a ein weiterer Hülsenbereich 54 angeformt, der sich koaxial zur Mittellängsachse 9 und zum Schraubenende 51 hin erstreckt. Das Freiende des Hülsenbereiches 54 erstreckt sich radial nach außen und bildet einen Auflageflansch 52, mit dem sich die Distanzhülse 3a an einem Bauteil 37 abstützt. Distanzhülsen 3a mit einem zweiten Hülsenbereich 54 werden etwa dann eingesetzt, wenn ein größerer Abstand zwischen dem Montageteil 1 und dem Bauteil 37 gefordert ist.

Bei dem Verbindungselement nach 9 ist das Hintergriffselement nicht im Bereich der dem Schraubenkopf 22 zugewandten Stirnseite 19 der Distanzhülse 3a, sondern z.B. nahe der Schulter 15a angeordnet und ist durch mehrere von der Innenwandung des Hülsenbereiches 16 vorstehende Noppen 53 gebildet. Die Noppen 53 sind beispielsweise durch eine radial nach innen gerichtete Prägung hergestellt. Denkbar ist auch ein durch einen Walzvorgang erzeugter, radial nach innen vorstehender Ringvorsprung. Auch bei der geschilderten Positionierung der Noppen 53 ist eine axiale Beweglichkeit der Schraube 4 gewährleistet, wenn ein Axialabstand zwischen dem Anschlagelement 27 und den Noppen 53 vorhanden ist, z.B wenn das Anschlagelement 27 außerhalb des Hülsenbereiches 16 angeordnet ist. Um zu verhindern, dass die Distanzhülse 3a vollständig aus dem Elastomerelement 2 herausrutschen kann, ist auch bei diesem Ausführungsbeispiel der Axialabstand 33 zwischen dem Anschlagelement 27 und dem Hintergriffselement bzw. den Noppen 53 kleiner als die Länge 21 des im Elastomerelement 2 einliegenden Hülsenbereiches 16. Bei dem in 9 eingezeichneten Axialabstand 33 ist zu beachten, dass dieser im Montagezustand, also bei nichtkomprimiertem Elastomerelement 2 (siehe 1) etwas kleiner ist als im Endmontagezustand mit komprimiertem Elastomerelement 2. Anzumerken ist, dass die geschilderte Ausgestaltung des Hintergriffselements und des Anschlagelements 27 auch bei einer Distanzhülse entsprechend 1 bis 6 möglich ist.

1Montageteil 2Elastomerelement 3Distanzhülse 4Schraube 5Flansch 6Durchgangskanal 7Stirnseite 8Stirnseite 9Mittellängsachse 10Nut 11 12Durchgangsöffnung 13Öffnungsrand 14Stirnseite 15Schulter 16Hülsenbereich 17Wandung 18Länge 19Stirnseite 20Überstand 21Länge 22Schraubenkopf 23Schaft 24gewindefreier Abschnitt 25Gewindeabschnitt 26Zwischenabschnitt 27Anschlagelement 28Länge 29Öffnung 30Spalt 31Vorsprung 32Pfeil 33Axialabstand 34 35Endabschnitt 36Überstand 37Bauteil 38Pfeil 39Durchmesser 40Außendurchmesser 41Außendurchmesser 42Durchmesser 43Durchmesser 44Durchmesser 45geteiltes Werkzeug 46Pfeil 47Pfeil 48Auflagefläche 49Außendurchmesser 50Durchmesser 51Schraubenende 52Auflageflansch 53Noppe 54Hülsenbereich

Anspruch[de]
  1. Verbindungselement mit

    – einer an ihrem einen Stirnende (14) eine sich radial nach außen erstreckende, einstückig angeformte Schulter (15) aufweisenden Distanzhülse (3),

    – einem Elastomerelement (2) mit einem Durchgangskanal (6), in dem der sich von der Schulter (15) wegerstreckende Hülsenbereich (16) mit seiner gesamten Länge einliegt, und mit einer in seiner Außenumfangsfläche angeordneten ringförmig geschlossene Nut (10), mit der es in einer Durchgangsöffnung 12 eines Montageteils (1) fixierbar ist,

    – einer die Distanzhülse (3) durchsetzenden Schraube (4), deren Schraubenkopf (22) auf der der Schulter (15) abgewandten Seite der Distanzhülse (3) bzw. des Elastomerelements (2) angeordnet ist, und

    – einem zwischen Schraubenkopf (22) und Distanzhülse (3) angeordneten, sich vom Schraubenschaft (23) aus radial nach außen erstreckenden Flansch (5), wobei dessen Außendurchmesser (41) und der Außendurchmesser (49) der Schulter (15) größer sind als der Durchmesser (50) der Durchgangsöffnung 12 des Montageteils 1, und

    – einer mit Hilfe eines axial wirksamen Hinterschnitts bewerkstelligten verliersicheren Fixierung der Schraube (4) an der Distanzhülse (3).
  2. Verbindungselement nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch einen vom Umfang des Schraubenschaftes (23) vorstehenden Anschlagelement (27), welches von einem an der Distanzhülse (3) angeformten und sich radial nach innen erstreckenden Hintergriffselement hintergriffen ist, wobei der Axialabstand zwischen dem Schraubenkopf (22) und dem Anschlagelement (27) derart bemessen ist, dass die Schraube (9) relativ zur Distanzhülse (3) axial beweglich ist.
  3. Verbindungselement nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass das Hintergriffselement nahe der zweiten Stirnseite (19) der Distanzhülse (3) angeordnet ist.
  4. Verbindungselement nach Anspruch 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, dass der Axialabstand (33) zwischen dem Anschlagelement (27) und dem Hintergriffselement kleiner ist als die Länge (21) des Hülsenbereiches (16).
  5. Verbindungselement nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass das Hintergriffselement von mehreren an die zweite Stirnseite (19) der Distanzhülse (3) angeformten, in Umfangsrichtung beabstandeten und im wesentlichen radial nach innen vorstehenden Vorsprüngen (31) gebildet ist.
  6. Verbindungselement nach einem der Ansprüche 2 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass das Anschlagelement (27) ein zwischen einem Gewindeabschnitt (25) und dem Schraubenkopf (22) am Schraubenschaft (23) angeordneter Ringvorsprung ist.
  7. Verbindungselement nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass der Flansch (5a) einstückig mit dem Schraubenkopf (22) verbunden ist.
  8. Montageteil (1) mit einem daran fixierten Verbindungselement mit folgenden weiteren Merkmalen:

    – ein einen Durchgangskanal (6) aufweisendes Elastomerelement (2) ist mit einer in seiner Außenumfangsfläche angeordneten ringförmig geschlossenen Nut (10) in einer Durchgangsöffnung 12 des Montageteils (1) fixiert, wobei der Öffnungsrand der Durchgangsöffnung 12 die Nut (10) im Wesentlichen vollständig ausfüllt,

    – eine an ihrem einen Stirnende (14) eine sich radial nach außen erstreckende, einstückig angeformte Schulter (15) aufweisende Distanzhülse (3) liegt mit ihrem gesamten, sich von der Schulter (15) wegerstreckenden Hülsenbereich (16) im Durchgangskanal (6) ein,

    – eine Schraube (4) durchsetzt die Distanzhülse (3), wobei deren Schraubenkopf (22) auf der der Schulter (15) abgewandten Seite der Distanzhülse (3) bzw. des Elastomerelements (2) angeordnet ist,

    – zwischen dem Schraubenkopf (22) und der Distanzhülse (3) ist ein sich vom Schraubenschaft (23) aus radial nach außen erstreckender Flansch (5) angeordnet, wobei dessen Außendurchmesser (41) und der Außendurchmesser (49) der Schulter (15) größer sind als Durchmesser 50 der Durchgangsöffnung 12 des Montageteils 1, und

    – die Schraube (4) ist mit Hilfe eines axial wirksamen Hinterschnitts verliersicher an der Distanzhülse (3) fixiert.
  9. Montageteil (1) nach Anspruch 8, gekennzeichnet durch einen vom Umfang des Schraubenschaftes (23) vorstehenden Anschlagelement (27), welches von einem an der Distanzhülse (3) angeformten und sich radial nach innen erstreckenden Hintergriffselement hintergriffen ist, wobei der Axialabstand zwischen dem Schraubenkopf (22) und dem Anschlagelement (27) derart bemessen ist, dass die Schraube (9) relativ zur Distanzhülse (3) axial beweglich ist.
  10. Montageteil (1) nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass das Hintergriffselement nahe der zweiten Stirnseite (19) der Distanzhülse (3) angeordnet ist.
  11. Montageteil (1) nach Anspruch 9 oder 10, dadurch gekennzeichnet, dass der Axialabstand (33) zwischen dem Anschlagelement (27) und dem Hintergriffselement kleiner ist als die Länge (21) des Hülsenbereiches (16).
  12. Verbindungselement nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, dass das Hintergriffselement von mehreren an die zweite Stirnseite (19) der Distanzhülse (3) angeformten, in Umfangsrichtung beabstandeten und im wesentlichen radial nach innen vorstehenden Vorsprüngen (31) gebildet ist.
  13. Montageteil (1) nach einem der Ansprüche 9 bis 12, dadurch gekennzeichnet, dass das Anschlagelement (27) ein zwischen einem Gewindeabschnitt (25) und dem Schraubenkopf (22) am Schraubenschaft (23) angeordneter Ringvorsprung ist.
  14. Montageteil nach einem der Ansprüche 8 bis 13, dadurch gekennzeichnet, dass der Flansch (5a) einstückig mit dem Schraubenkopf (22) verbunden ist.
Es folgen 8 Blatt Zeichnungen






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