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Dokumentenidentifikation DE102004001266A1 18.08.2005
Titel Haarwuchs fördernde Zubereitungen mit proteinogenen Sauerstoffträgern
Anmelder Beiersdorf AG, 20253 Hamburg, DE
Erfinder Pollet, Dieter, 22523 Hamburg, DE;
Sänger, Kyra, 22081 Hamburg, DE
DE-Anmeldedatum 07.01.2004
DE-Aktenzeichen 102004001266
Offenlegungstag 18.08.2005
Veröffentlichungstag im Patentblatt 18.08.2005
IPC-Hauptklasse A61K 7/06
Zusammenfassung Kosmetische und/oder dermatologische Zubereitung, enthaltend proteinogene Sauerstoffträger, gewählt aus der Gruppe
(1) natives oder modifiziertes Myoglobin vom Mensch, Rind, Schaf, Pferd oder rekombinant hergestelltes Myoglobin,
(2) modifiziertes humanes, porcines, bovines oder rekombinant hergestelltes Hämoglobin,
(3) natives oder modifiziertes humanes hexakoordiniertes Neuroglobin und/oder Cytoglobin oder rekombinant hergestelltes hexakoordiniertes Neuroglobin und/oder Cytoglobin,
(4) synthetische eisenhaltige proteinogene Sauerstoffträger, die liposomiert sind.

Beschreibung[de]

Die vorliegende Erfindung betrifft Haarpflegezubereitungen, die sich durch eine belebende Wirkung auf den einzelnen Haarfollikel auszeichnen. Insbesondere betrifft sie solche Zubereitungen, die einen Gehalt an freiem Sauerstoff aufweisen und es erlauben, diesen in für das Wachstum des einzelnen Haares nützlicher Weise physiologisch nutzbar zu machen. Dazu werden insbesondere Sauerstoff speichernde Stoffe eingesetzt.

Im menschlichen Körper erfolgt der Sauerstofftransport außer durch gewöhnliche Lösung vor allem durch Sauerstofftransportproteine. Solche sind das Hämoglobin (900 g pro Erwachsener) und das Myoglobin (40 g pro Erwachsener).

Hämoglobin ist ein tetrameres Protein mit Häm, einem Eisenkomplex als prosthetischer Gruppe. Die Bindung des Sauerstoffs findet an einer der Koordinations-Stellen des Eisens statt, die über bzw. unter der Ebene des Häm-Moleküls liegen. Das Tetramer kann insgesamt 4 Sauerstoff-Moleküle binden. Die Aufnahme eines Moleküls Sauerstoff in den Verband eines Hb-Moleküls bewirkt eine Konformationsänderung des Makromoleküls (Allosterie), die sich durch Kontakt-Wechselwirkungen von einer Untereinheit auf die andere fortpflanzt, so dass sich die folgenden Sauerstoff-Moleküle leichter mit dem betreffenden Hb-Molekül verbinden können. Dieser Effekt wird als Kooperativität bezeichnet.

Bei der Sauerstoff-Abgabe wirkt sich auch die Anwesenheit von Kohlendioxid und Milchsäure (niedriger pH-Wert) im Blut (sog. Bohr-Effekt) aus.

Myoglobin kommt besonders reich in der Muskulatur der Säugetiere (einschließlich Mensch) vor und dient dort als Sauerstoffspeicher. Das menschliche Myoglobin besteht aus einer Kette von 153 Aminosäuren und enthält als prosthetische Gruppe das eisenhaltige Häm; es ist monomer und hat große Ähnlichkeit mit den Untereinheiten des tetrameren Hämoglobins. Die Molekülmasse des Myoglobins ist mit ca. 17.000 Dalton deutlich kleiner als die des Hämoglobins (68.000 Dalton) und lässt bei topischer Applikation eine erhöhte Gewebepenetration vermuten. Myoglobin ist v. a. in den Muskeln, die Dauerarbeit leisten (rote Muskeln wie Herzmuskeln, Flugmuskeln), reichlich enthalten. Bei tauchenden Säugetieren (Wale, Seehunde) ermöglicht Myoglobin eine verlängerte Tauchzeit. Das Myoglobin besteht aus acht längeren, eine mehrfache Schleife bildenden Helixabschnitten und kürzeren nichthelikalen Bereichen, in denen jeweils die Schleife umbiegt; sie bilden zusammen eine kastenähnliche Struktur, von der das Häm umschlossen wird.

Myoglobine nehmen sehr rasch und mit einer Affinität, die größer ist als die des Hämoglobins, Sauerstoff auf. Die Sauerstoffaffinität kann durch Lactat moduliert werden. Lactat, welches im Gewebe beispielsweise bei der Glycolyse unter anaeroben Bedingungen entsteht, führt hierbei zu einer effektiven Labilisierung der Sauerstoffbindung an das Myoglobin, so dass der Sauerstoff leichter freigesetzt wird (Giardina et al., 1996). Aufgrund dieser Myoglobin-Eigenschaft hat das Molekül sowohl Sauerstoffspeicher- als auch Sauerstofftransporteigenschaften.

Seit einiger Zeit sind zwei weitere Globinmoleküle bekannt geworden, das Neuroglobin und das Cytoglobin. Beide binden das Eisen in der prosthetischen Hämgruppe über eine hexakoordinierte Bindung. Neuroglobin kommt in vielen Vertebratenspezies vor und wird dort vorwiegend in neuronalen Zellen des Gehirns gebildet. Das Molekül ist aber auch in Drüsengewebe zu finden, wie z.B. der Hirnanhangdrüse und der Nebenniere. Die Aminosäuresequenz des Neuroglobins unterscheidet sich deutlich von der des Hämoglobins und Myoglobins. Es wird angenommen, dass Neuroglobin maßgeblich als Schutz der Zelle vor Hypoxie fungiert und für die notwendige Versorgung der Mitochondrien mit Sauerstoff sorgt (Pesce et al., 2002). Das Cytoglobin wird in vielen verschiedenen Geweben gebildet. Auf Aminosäureebene ist es nur zu ca. 30% mit den anderen bekannten Globinen vergleichbar (Trent and Hargrove, 2002). Für das Molekül werden vor allem O2-Speichereigenschaften postuliert.

Um die Stabilität und/oder die Bioverfügbarkeit aufgereinigter nativer oder synthetischer Sauerstoffträger auf Basis von Hämmolekülen, die im folgenden mit dem Überbegriff proteinogene Sauerstoffträger bezeichnet werden, zu erhöhen, besteht die Möglichkeit einer Enkapsulierung beispielsweise in Phospholipidvesikel. Hierbei eignen sich vor allem die bei der Herstellung von Liposomen verwendeten Lipide, wie z.B. Dipalmitoylphosphatidylcholine. Die Vesikelmembranen können aus einer bis mehreren Schichten aufgebaut sein. Die Phospholipide stammen beispielsweise aus Soja oder sind synthetischen Ursprungs. Zur Membranstabilisierung kann zusätzlich Cholesterol eingebracht werden. Um die intervesikuläre Aggregation zu verringern und/ oder die Viskosität der Vesikellösung zu erhöhen, gibt es zudem die Möglichkeit, die Vesikeloberfläche mit Polyethylenglykol zu modifizieren (Sakai et al., 1997). Die Größe der Vesikel beträgt in der Regel 0,1 bis 1 &mgr;m im Durchmesser. In den Vesikeln können 10 bis 30 g/dl proteinogener Sauerstoffträger enthalten sein. In die Vesikel können zusätzlich zu den proteinogenen Sauerstoffträgern weitere kosmetische Inhaltsstoffe integriert werden, die die Wirkung günstig unterstützen.

Künstliche Sauerstoffträger auf der Basis von Hämoglobinen stellen eine umfangreiche Gruppe dar. Das Grundgerüst dieser Moleküle leitet sich von humanem, bovinem oder porcinem Hämoglobin ab. Die Modifikation der Hämoglobine erfolgt in der Regel anhand einer intramolekularen, kovalenten Verknüpfung, durch Anbindung von Makromolekülen oder durch intertetramere Vernetzung. Die Halbwertszeit und der Sauerstoffhalbsättigungsdruck der modifizierten Hämoglobine werden auf diese Weise modifiziert (Farmer et al., 1995; Benesch and Kwong, 1994; Przybelski et al., 1996; Bleeker et al., 1989). Zudem kann humanes, modifiziertes Hämoglobin rekombinant hergestellt werden.

Bei der intramolekularen Brückenbildung werden die alpha- und beta-Ketten des Hämoglobinmoleküls miteinander verknüpft. Vernetzungsmoleküle sind z.B. 2-Nor-2-formylpyridoxal-5'-phosphat oder Bis(3,5dibromosalicyl)fumarat. Die Sauerstoffbindungseigenschaften entsprechen weitgehend denen der natürlichen erythrozytären Hämoglobine.

Die kovalente Verknüpfung von Hämoglobin mit Trägersubstanzen ist eine weitere Modifikationsmöglichkeit. Hierbei werden vor allem Dextran, Hdroxyethylstärke, Polyolyethylen, Polyethylenglycol u.a. eingesetzt.

Durch die intermolekulare Verknüpfung von Hämoglobinen z.B. durch Glutardialdehyd, Divinylsulfon oder Glukolaldehyd entstehen Oligomere oder Polymere, deren Plasmahalbwertszeit deutlich gesteigert ist (Kothe et al., 1995).

Bei der rekombinanten Expression von proteinogenen Sauerstoffträgern in dem Bakterium Escherichia coli wird beispielsweise Hämoglobin produziert, dessen alpha-Ketten über Glycin miteinander verbunden sind, so dass eine Dissoziation der alpha/beta-Dimere somit verhindert wird. Außerdem erfolgt meist ein Aminosäureaustausch (Asp108Lys) vor.

Um einen Haarschaft zu erzeugen, muss der Haarfollikel große epitheliale Zellmassen produzieren und ausdifferenzieren. Die hierfür notwendigen Biosyntheseleistungen, insbesondere die Proteinbiosynthese der strukturgebenden Haarkeratine, sind sehr energieaufwendig. Mit zunehmendem Lebensalter akkumulieren Defekte im sauerstoffabhängigen Energiestoffwechsel (Linnane AW, Zhang C, Baumer A, Nagley P (1992): Mitochondrial DNA mutation and the ageing process: bioenergy and pharmacological intervention. Mutat Res 275: 195–208), die auch zu einer Beeinträchtigung der follikulären Biosyntheseleistungen beitragen. In diesem Zusammenhang sind altersabhängige Defizite in der Haarbildung bekannt (Courtois M, Loussouarn G, Hourseau C, Grollier JF (1995): Ageing and hair cycles. British Journal of Dermatology 132: 86–93). Diese können auf eine reduzierte O2-Versorgung aufgrund der im Alter verschlechterten Ausbildung der perifollikulären Kapillargefäße sowie der Kapillarschlinge der dermalen Papille zurückgeführt werden. Darüber hinaus wurde in Kopfhautbereichen, in denen die Haarbildung beeinträchtigt ist, ein signifikant reduzierter O2-Partialdruck gefunden (Goldman BE, Fisher DM, Ringler SI (1996): Transcutaneous PO2 of the scalp in male pattern baldness: a new piece to the puzzle. Plast Reconstr Surg 97(6):1109-16). Nach herrschender Meinung „gärt" der Haarfollikel auch bei Sauerstoffzutritt infolge Milchsäuregärung. Einerseits wäre also wünschenswert, kosmetische Inhaltsstoffe zu entwickeln, die durch Verbesserung der O2-Versorgung eine Stärkung der Haarbildung unter Verhinderung dieser Gärung zu bewirken. Andererseits kann die O2-labilisierende Wirkung des bei der Gärung entstehenden Lactats genutzt werden, um beispielsweise aus O2-gesättigten Myoglobinmolekülen effizient und rasch Sauerstoff freizusetzen und so eine Verbesserung der Energieversorgung der Haarfollikelzellen zu erzielen.

Weiteres zum wissenschaftlichen Hintergrund dieser Thematik findet sich in den Veröffentlichung von Dinkelmann S, Northoff H: Lebenserhaltung durch künstliche Sauerstoffträger. In: Saures K, Medizinische Regeneration und Tissue Engineering. Ecomed Verlagsgesellschaft, Landsberg a.L., 2000, sowie darin zitierter Literatur.

Die Schrift EP 379765 offenbart eine unter Druck aufzubewahrende sauerstoffhaltige kosmetische Zubereitung.

All dieses weist keinen Weg zu Zubereitungen, die das Wachstum des Haars fördern, indem der Haarfollikel durch Sauerstoffzufuhr vitalisiert wird. Ausgehend hiervon stellte sich die Aufgabe Zubereitungen bereitzustellen, die diese Wirkung aufweisen.

Es hat sich für den Fachmann nicht vorhersehbar herausgestellt, dass eine kosmetische und/oder dermatologische Zubereitung enthaltend proteinogene Sauerstoffträger gewählt aus der Gruppe

  • (1) natives oder modifiziertes Myoglobin vom Mensch, Rind, Schaf, Pferd oder rekombinant hergestelltes Myoglobin,
  • (2) modifiziertes humanes, porcines, bovines oder rekombinant hergestelltes Hämoglobin,
  • (3) natives oder modifiziertes humanes hexakoordiniertes Neuroglobin und/oder Cytoglobin oder rekombinant hergestelltes hexakoordiniertes Neuroglobin und/oder Cytoglobin,
  • (4) synthetische eisenhaltige proteinogene Sauerstoffträger, die liposomiert sind,
den Nachteilen des Standes der Technik abhelfen. Durch die verbesserte O2-Versorgung wird der O2-abhängige Energiestoffwechsel ("Atmungskette", "ATP-Bildung durch oxidative Phosphorylierung") der Zellen des Haarfollikels verbessert, wodurch einer Verschlechterung der Haarbildung (altersbedingt oder bei androgenetischer Alopezie, s. Goldman B.E. et al. (1996): Transcutaneous PO2 of the scalp in male pattern baldness ... Plast. Reconstr. Surg. 97:1109-16) entgegengewirkt wird. Bei diesen proteinogenen Sauerstoffträgern handelt es sich um ein "naturidentisches" Trägersystem, das auch für den Sauerstofftransport im Blut verwendet wird. Aufgrund seiner Biokompatibilität ist es besonders verträglich, es weist ein besonders geringes Risiko von Sensibilisierungen auf. Durch die verbesserte O2-Versorgung wird der O2-abhängige Energiestoffwechsel , die Atmungskette und die ATP-Bildung durch oxidative Phosphorylierung der Zellen des Haarfollikels verbessert. Dadurch wird einer Verschlechterung der Haarbildung, insbesondere altersbedingter oder androgenetischer Alopezie entgegengewirkt. Vorteilhaft ist insbesondere Myoglobin, welches verglichen mit Hämoglobin ein kleieneres Molekül darstellt, wodurch eine bessere, aslo schnellere Penetration des Gewebes erreicht wird. Zusätzlich kommt es zu einer besonders effizienten und raschen Freisetzung des Sauerstoffs bei einer Freisetzung von Lactat, welches bei der Gärung im Haarfollikel freigesetzt wird und damit zu einer Verschiebung des Energiegewinnungsprozesses hin zur oxidativen Phosphorylierung.

Dabei ist es besonders bevorzugt, wenn die proteinogenen Sauerstoffträger in einer Konzentration von 0,001 bis 15 Gewichts-%, insbesondere von 0,01 bis 5 Gewichts-% und ganz besonders bevorzugt in einer Konzentration von 0,1 bis 2 Gewichts-%, bezogen auf das Gesamtgewicht der Zubereitung eingesetzt werden. Weiterhin ist bevorzugt, wenn in der Zubereitung zusätzlich lipophile Antioxidantien, besonders bevorzugt Tocopherol oder dessen Derivate, wie bspw. 6-Hydroxy-2,5,7,8-tetramethylchroman-2-carbonsäure (Trolox, CAS-Nr. 53188-07-1, 2,6-Ditert.-butyl-4-methylphenol (BHT)), gamma-Oryzanol, Flavonoide enthalten sind. Durch Kombination mit lipophilen Antioxidantien wie bspw. Tocopherol kann der Phytohämoglobin- bzw. PFC-vermittelte O2-Transport stabilisiert werden. Dadurch kommt es zu einer besseren Produktwirkung bei Penetration in die Haut aufgrund einer Stabilisierung des O2-Träger-Komplexes durch die Antioxidanzien.

Ganz besonders bevorzugt ist es, wenn der Wassergehalt der Zubereitung mehr als 70 Gew.-% beträgt. Die Erfindung umfasst auch die Verwendung solcher Zubereitungen zur Verbesserung der Sauerstoffversorgung des Haarfollikels, besonders bevorzugt zur Verbesserung der Sauerstoffversorgung und des Energiestoffwechsels des Haarfollikels.

Das Weglassen eines einzelnen Bestandteils beeinträchtigt die einzigartigen Eigenschaften der Gesamtzusammensetzung. Daher sind alle angegebenen Bestandteile der erfindungsgemäßen Zubereitungen zwangsläufig erforderlich, um die Erfindung auszuführen.

Die kosmetischen Zubereitungen gemäß der Erfindung können kosmetische Hilfsstoffe enthalten, wie sie üblicherweise in solchen Zubereitungen verwendet werden, z.B. Konservierungsmittel, Bakterizide, desodorierend wirkende Substanzen, Antitranspirantien, Insektenrepellentien, Vitamine, Mittel zum Verhindern des Schäumens, Farbstoffe, Pigmente mit färbender Wirkung, Verdickungsmittel, weich machende Substanzen, anfeuchtende und/oder feuchthaltende Substanzen, Fette, Öle, Wachse oder andere übliche Bestandteile einer kosmetischen Formulierung wie Alkohole, Polyole, Polymere, Schaumstabilisatoren, Elektrolyte, organische Lösungsmittel oder Silikonderivate.

Vorteilhaft können Zubereitungen gemäß der Erfindung außerdem Substanzen enthalten, die UV-Strahlung im UVB-Bereich absorbieren, wobei die Gesamtmenge der Filtersubstanzen z.B. 0,1 Gew.-% bis 30 Gew.-%, vorzugsweise 0,5 bis 10 Gew.-%, insbesondere 1,0 bis 6,0 Gew.-% beträgt, bezogen auf das Gesamtgewicht der Zubereitungen, um kosmetische Zubereitungen zur Verfügung zu stellen, die das Haar bzw. die Haut vor dem gesamten Bereich der ultravioletten Strahlung schützen. Sie können auch als Sonnenschutzmittel fürs Haar dienen.

Enthalten die Zubereitungen gemäß der Erfindung UVB-Filtersubstanzen, können diese öllöslich oder wasserlöslich sein. Erfindungsgemäß vorteilhafte öllösliche UVB-Filter sind z. B.:

  • – 3-Benzylidencampher-Derivate, vorzugsweise 3-(4-Methylbenzyliden)campher, 3-Benzylidencampher;
  • – 4-Aminobenzoesäure-Derivate, vorzugsweise 4-(Dimethylamino)-benzoesäure(2-ethylhexyl)ester, 4-(Dimethylamino)benzoesäureamylester;
  • – Ester der Zimtsäure, vorzugsweise 4-Methoxyzimtsäure(2-ethylhexyl)ester, 4-Methoxyzimtsäureisopentylester;
  • – Ester der Salicylsäure, vorzugsweise Salicylsäure(2-ethylhexyl)ester, Salicylsäure(4-isopropylbenzyl)ester, Salicylsäurehomomenthylester,
  • – Derivate des Benzophenons, vorzugsweise 2-Hydroxy-4-methoxybenzophenon, 2-Hydroxy-4-methoxy-4'-methylbenzophenon, 2,2'-Dihydroxy-4-methoxybenzophenon;
  • – Ester der Benzalmalonsäure, vorzugsweise 4-Methoxybenzalmalonsäuredi(2-ethylhexyl)ester,
  • – 2,4,6-Trianilino-(p-carbo-2'-ethyl-1'-hexyloxy)-1,3,5-triazin.

Vorteilhafte wasserlösliche UVB-Filter sind z.B.:

  • – Salze der 2-Phenylbenzimidazol-5-sulfonsäure wie ihr Natrium-, Kalium- oder ihr Triethanolammonium-Salz, sowie die Sulfonsäure selbst;
  • – Sulfonsäure-Derivate von Benzophenonen, vorzugsweise 2-Hydroxy-4-methoxybenzophenon-5-sulfonsäure und ihre Salze;
  • – Sulfonsäure-Derivate des 3-Benzylidencamphers, wie z.B. 4-(2-Oxo-3-bornylidenmethyl)benzolsulfonsäure, 2-Methyl-5-(2-oxo-3-bornylidenmethyl)sulfonsäure und ihre Salze sowie das 1,4-di(2-oxo-10-Sulfo-3-bornylidenmethyl)-Benzol und dessen Salze (die entprehenden 10-Sulfato-verbindungen, beispielsweise das entsprechende Natrium-, Kalium- oder Triethanolammonium-Salz), auch als Benzol-1,4-di(2-oxo-3-bornylidenmethyl-10-Sulfonsäure bezeichnet

Die Liste der genannten UVB-Filter, die gemäß der Erfindung verwendet werden können, soll selbstverständlich nicht limitierend sein.

Es kann auch von Vorteil sein, UVA-Filter einzusetzen, die üblicherweise in kosmetischen Zubereitungen enthalten sind. Bei diesen Substanzen handelt es sich vorzugsweise um Derivate des Dibenzoylmethans, insbesondere um 1-(4'-tert.Butylphenyl)-3-(4'-methoxyphenyl)propan-1,3-dion und um 1-Phenyl-3-(4'-isopropylphenyl)propan-1,3-dion. Es können die für die UVB-Kombination verwendeten Mengen eingesetzt werden.

Erfindungsgemäß enthalten kosmetische und dermatologische Zubereitungen vorteilhaft außerdem anorganische Pigmente auf Basis von Metalloxiden und/oder anderen in Wasser schwerlöslichen oder unlöslichen Metallverbindungen, insbesondere der Oxide des Titans (TiO2), Zinks (ZnO), Eisens (z.B. Fe2O3), Zirkoniums (ZrO2), Siliciums (SiO2), Mangans (z.B. MnO), Aluminiums (Al2O3), Cers (z.B. Ce2O3), Mischoxiden der entsprechenden Metalle sowie Abmischungen aus solchen Oxiden. Besonders bevorzugt handelt es sich um Pigmente auf der Basis von TiO2.

Erfindungsgemäß können in den Zubereitungen, welche die proteinogenen Sauerstoffträger enthalten, die üblichen Antioxidantien eingesetzt werden.

Vorteilhaft werden die Antioxidantien gewählt aus der Gruppe bestehend aus Aminosäuren (z.B. Glycin, Histidin, Tyrosin, Tryptophan) und deren Derivate, Imidazole (z.B. Urocaninsäure) und deren Derivate, Peptide wie D,L-Carnosin, D-Carnosin, L-Carnosin und deren Derivate (z.B. Anserin), Carotinoide, Carotine (z.B. &agr;-Carotin, &bgr;-Carotin, Lycopin) und deren Derivate, Aurothioglucose, Propylthiouracil und andere Thiole (z.B. Thioredoxin, Glutathion, Cystein, Cystin, Cystamin und deren Glycosyl-, N-Acetyl-, Methyl-, Ethyl-, Propyl-, Amyl-, Butyl- und Lauryl-, Palmitoyl-, Oleyl-, &ggr;-Linoleyl-, Cholesteryl- und Glycerylester) sowie deren Salze, Dilaurylthiodipropionat, Distearylthiodipropionat, Thiodipropionsäure und deren Derivate (Ester, Ether, Peptide, Lipide, Nukleotide, Nukleoside und Salze) in sehr geringen verträglichen Dosierungen (z.B. pmol bis &mgr;mol/kg), ferner (Metall)-Chelatoren (z.B. &agr;-Hydroxyfettsäuren, Palmitinsäure, Phytinsäure, Lactoferrin), &agr;-Hydroxysäuren (z.B. Citronensäure, Milchsäure, Apfelsäure), Huminsäure, Gallensäure, Gallenextrakte, Bilirubin, Biliverdin, ungesättigte Fettsäuren und deren Derivate (z.B. &ggr;-Linolensäure, Linolsäure, Ölsäure), Folsäure und deren Derivate, Alanindiessigsäure, Flavonoide, Polyphenole, Catechine, Vitamin C und Derivate (z.B. Ascorbylpalmitat, Mg-Ascorbylphosphat, Ascorbylacetat), Tocopherole und Derivate (z.B. Vitamin-E-acetat), sowie Koniferylbenzoat des Benzoeharzes, Rutinsäure und deren Derivate, Ferulasäure und deren Derivate, Butylhydroxytoluol, Butylhydroxyanisol, Nordihydroguajakharzsäure, Nordihydroguajaretsäure, Trihydroxybutyrophenon, Harnsäure und deren Derivate, Mannose und deren Derivate, Selen und dessen Derivate (z.B. Selenmethionin), Stilbene und deren Derivate (z.B. Stilbenoxid, Trans-Stilbenoxid) und die erfindungsgemäß geeigneten Derivate (Salze, Ester, Ether, Zucker, Nukleotide, Nukleoside, Peptide und Lipide) dieser genannten Wirkstoffe.

Die Menge der Antioxidantien (eine oder mehrere Verbindungen) in den Zubereitungen beträgt vorzugsweise 0,001 bis 10 Gew.-%, besonders bevorzugt 0,025 – 2.0 Gew.-%, insbesondere 0.05 – 1.0 Gew.-%, bezogen auf das Gesamtgewicht der Zubereitung.

Sofern Vitamin A bzw. Vitamin-A-Derivate, bzw. Carotine bzw. deren Derivate das oder die Antioxidantien darstellen, ist vorteilhaft, deren jeweilige Konzentrationen aus dem Bereich von 0,001 bis 10 Gew.-%, bezogen auf das Gesamtgewicht der Formulierung, zu wählen.

Sofern Vitamin E und/oder dessen Derivate das oder die Antioxidantien darstellen, ist vorteilhaft, deren jeweilige Konzentrationen aus dem Bereich von 0,001 bis 10 Gew.-%, bezogen auf das Gesamtgewicht der Formulierung, zu wählen.

Weitere vorteilhafte Wirkstoffe im Sinne der vorliegenden Erfindung sind natürliche Wirkstoffe und/oder deren Derivate, wie z. B. alpha-Liponsäure, Phytoen, D-Biotin, Coenzym Q10, alpha-Glucosylrutin, Carnitin, Carnosin, natürliche und/oder synthetische Isoflavonoide, Kreatin, Taurin und/oder &bgr;-Alanin.

Es ist besonders vorteilhaft im Sinne der vorliegenden Erfindung, wenngleich nicht zwingend, wenn die anorganischen Pigmente in hydrophober Form vorliegen, d.h., dass sie oberflächlich Wasser abweisend behandelt sind. Diese Oberflächenbehandlung kann darin bestehen, dass die Pigmente nach an sich bekannten Verfahren mit einer dünnen hydrophoben Schicht versehen werden.

Eines solcher Verfahren besteht beispielsweise darin, dass die hydrophobe Oberflächenschicht nach einer Rektion gemäß n TiO2 + m (RO)3 Si-R' → n TiO2(obertl.) erzeugt wird. n und m sind dabei nach Belieben einzusetzende stöchiometrische Parameter, R und R' die gewünschten organischen Reste. Beispielsweise in Analogie zu DE-OS 33 14 742 dargestellte hydrophobisierte Pigmente sind von Vorteil.

Vorteilhafte TiO2-Pigmente sind beispielsweise unter den Handelsbezeichnungen MT 100 T von der Firma TAYCA, ferner M 160 von der Firma Kemira sowie T 805 von der Firma Degussa erhältlich.

Zubereitungen gemäß der Erfindung können, zumal wenn kristalline oder mikrokristalline Festkörper, beispielsweise anorganische Mikropigmente in die erfindungsgemäßen Zubereitungen eingearbeitet werden sollen, auch anionische, nichtionische und/oder amphotere Tenside enthalten. Tenside sind amphiphile Stoffe, die organische, unpolare Substanzen in Wasser lösen können.

Bei den hydrophilen Anteilen eines Tensidmoleküls handelt es sich meist um polare funktionelle Gruppen, beispielsweise -COO, -OSO32–, -SO3, während die hydrophoben Teile in der Regel unpolare Kohlenwasserstoffreste darstellen. Tenside werden im allgemeinen nach Art und Ladung des hydrophilen Molekülteils klassifiziert. Hierbei können vier Gruppen unterschieden werden:

  • • anionische Tenside,
  • • kationische Tenside,
  • • amphotere Tenside und
  • • nichtionische Tenside.

Anionische Tenside weisen als funktionelle Gruppen in der Regel Carboxylat-, Sulfat- oder Sulfonatgruppen auf. In wässriger Lösung bilden sie im sauren oder neutralen Milieu negativ geladene organische Ionen. Kationische Tenside sind beinahe ausschließlich durch das Vorhandensein einer quaternären Ammoniumgruppe gekennzeichnet. In wässriger Lösung bilden sie im sauren oder neutralen Milieu positiv geladene organische Ionen. Amphotere Tenside enthalten sowohl anionische als auch kationische Gruppen und verhalten sich demnach in wässriger Lösung je nach pH-Wert wie anionische oder kationische Tenside. Im stark sauren Milieu besitzen sie eine positive und im alkalischen Milieu eine negative Ladung. Im neutralen pH-Bereich hingegen sind sie zwitterionisch, wie das folgende Beispiel verdeutlichen soll:

Typisch für nicht-ionische Tenside sind Polyether-Ketten. Nicht-ionische Tenside bilden in wässrigem Medium keine Ionen.

A. Anionische Tenside

Vorteilhaft zu verwendende anionische Tenside sind Acylaminosäuren (und deren Salze), wie

  • 1. Acylglutamate, beispielsweise Natriumacylglutamat, Di-TEA-palmitoylaspartat und Natrium Caprylic/Capric Glutamat,
  • 2. Acylpeptide, beispielsweise Palmitoyl-hydrolysiertes Milchprotein, Natrium Cocoylhydrolysiertes Soja Protein und Natrium-/Kalium Cocoyl-hydrolysiertes Kollagen,
  • 3. Sarcosinate, beispielsweise Myristoyl Sarcosin, TEA-lauroyl Sarcosinat, Natriumlauroylsarcosinat und Natriumcocoylsarkosinat,
  • 4. Taurate, beispielsweise Natriumlauroyltaurat und Natriummethylcocoyltaurat,
  • 5. AcylLactylate, lauroyllactylat, Caproyllactylat
  • 6. Alaninate

Carbonsäuren und Derivate, wie

  • 1. Carbonsäuren, beispielsweise Laurinsäure, Aluminiumstearat, Magnesiumalkanolat und Zinkundecylenat,
  • 2. Ester-Carbonsäuren, beispielsweise Calciumstearoyllactylat, Laureth-6 Citrat und Natrium PEG-4 Lauramidcarboxylat,
  • 3. Ether-Carbonsäuren, beispielsweise Natriumlaureth-13 Carboxylat und Natrium PEG-6 Cocamide Carboxylat,
  • Phosphorsäureester und Salze, wie beispielsweise DEA-Oleth-10-Phosphat und Dilaureth-4 Phosphat,

Sulfonsäuren und Salze, wie

  • 1. Acyl-isethionate, z.B. Natrium-/Ammoniumcocoyl-isethionat,
  • 2. Alkylarylsulfonate,
  • 3. Alkylsulfonate, beispielsweise Natriumcocosmonoglyceridsulfat, Natrium C12–14 Olefin-sulfonat, Natriumlaurylsulfoacetat und Magnesium PEG-3 Cocamidsulfat,
  • 4. Sulfosuccinate, beispielsweise Dioctylnatriumsulfosuccinat, Dinatriumlaurethsulfosuccinat, Dinatriumlaurylsulfosuccinat und Dinatriumundecylenamido MEA-Sulfosuccinat
sowie Schwefelsäureester, wie
  • 1. Alkylethersulfat, beispielsweise Natrium-, Ammonium-, Magnesium-, MIPA-, TIPA-Laurethsulfat, Natriummyrethsulfat und Natrium C12–13 Parethsulfat,
  • 2. Alkylsulfate, beispielsweise Natrium-, Ammonium- und TEA- Laurylsulfat.

B. Kationische Tenside

Vorteilhaft zu verwendende kationische Tenside sind

  • 1. Alkylamine,
  • 2. Alkylimidazole,
  • 3. Ethoxylierte Amine und
  • 4. Quaternäre Tenside.
  • 5. Esterquats

Quaternäre Tenside enthalten mindestens ein N-Atom, das mit 4 Alkyl- oder Arylgruppen kovalent verbunden ist. Dies führt, unabhängig vom pH Wert, zu einer positiven Ladung. Vorteilhaft sind, Alkylbetain, Alkylamidopropylbetain und Alkyl-amidopropylhydroxysulfain. Die erfindungsgemäß verwendeten kationischen Tenside können ferner bevorzugt gewählt werden aus der Gruppe der quaternären Ammoniumverbindungen, insbesondere Benzyltrialkylammoniumchloride oder -bromide, wie beispielsweise Benzyldimethylstearylammoniumchlorid, ferner Alkyltrialkylammoniumsalze, beispielsweise beispielsweise Cetyltrimethylammoniumchlorid oder -bromid, Alkyldimethylhydroxyethylammoniumchloride oder -bromide, Dialkyldimethylammoniumchloride oder -bromide, Alkylamidethyltrimethylammoniumethersulfate, Alkylpyridiniumsalze, beispielsweise Lauryl- oder Cetylpyrimidiniumchlorid, Imidazolinderivate und Verbindungen mit kationischem Charakter wie Aminoxide, beispielsweise Alkyldimethylaminoxide oder Alkylaminoethyldimethylaminoxide. Vorteilhaft sind insbesondere Cetyltrimethylammoniumsalze zu verwenden.

C. Amphotere Tenside

Vorteilhaft zu verwendende amphotere Tenside sind

  • 1. Acyl-/dialkylethylendiamin, beispielsweise Natriumacylamphoacetat, Dinatriumacylamphodipropionat, Dinatriumalkylamphodiacetat, Natriumacylamphohydroxypropylsulfonat, Dinatriumacylamphodiacetat und Natriumacylamphopropionat,
  • 2. N-Alkylaminosäuren, beispielsweise Aminopropylalkylglutamid, Alkylaminopropionsäure, Natriumalkylimidodipropionat und Lauroamphocarboxyglycinat.

D. Nicht-ionische Tenside

Vorteilhaft zu verwendende nicht-ionische Tenside sind

  • 1. Alkohole,
  • 2. Alkanolamide, wie Cocamide MEA/DEA/MIPA,
  • 3. Aminoxide, wie Cocoamidopropylaminoxid,
  • 4. Ester, die durch Veresterung von Carbonsäuren mit Ethylenoxid, Glycerin, Sorbitan oder anderen Alkoholen entstehen,
  • 5. Ether, beispielsweise ethoxylierte/propoxylierte Alkohole, ethoxylierte/propoxylierte Ester, ethoxylierte/propoxylierte Glycerinester, ethoxylierte/propoxylierte Cholesterine, ethoxylierte/propoxylierte Triglyceridester, ethoxyliertes propoxyliertes Lanolin, ethoxylierte/propoxylierte Polysiloxane, propoxylierte POE-Ether und Alkylpolyglycoside wie Laurylglucosid, Decylglycosid und Cocoglycosid.
  • 6. Sucroseester, -Ether
  • 7. Polyglycerinester, Diglycerinester, Monoglycerinester
  • 8. Methylglucosester, Ester von Hydroxysäuren

Vorteilhaft ist ferner die Verwendung einer Kombination von anionischen und/oder amphoteren Tensiden mit einem oder mehreren nicht-ionischen Tensiden.

Die oberflächenaktive Substanz kann in einer Konzentration zwischen 1 und 95 Gew.-% in den erfindungsgemäßen Zubereitungen vorliegen, bezogen auf das Gesamtgewicht der Zubereitungen.

Die Lipidphase der erfindungsgemäßen kosmetischen oder dermatologischen Emulsionen kann vorteilhaft gewählt werden aus folgender Substanzgruppe:

  • – Mineralöle, Mineralwachse
  • – Öle, wie Triglyceride der Caprin- oder der Caprylsäure, ferner natürliche Öle wie z.B. Rizinusöl;
  • – Fette, Wachse und andere natürliche und synthetische Fettkörper, vorzugsweise Ester von Fettsäuren mit Alkoholen niedriger C-Zahl, z.B. mit Isopropanol, Propylenglykol oder Glycerin, oder Ester von Fettalkoholen mit Alkansäuren niedriger C-Zahl oder mit Fettsäuren;
  • – Alkylbenzoate;
  • – Silikonöle wie Dimethylpolysiloxane, Diethylpolysiloxane, Diphenylpolysiloxane sowie Mischformen daraus.

Die Ölphase der Emulsionen gemäß der vorliegenden Erfindung wird vorteilhaft gewählt aus der Gruppe der Ester aus gesättigten und/oder ungesättigten, verzweigten und/oder unverzweigten Alkancarbonsäuren einer Kettenlänge von 3 bis 30 C-Atomen und gesättigten und/oder ungesättigten, verzweigten und/oder unverzweigten Alkoholen einer Kettenlänge von 3 bis 30 C-Atomen, aus der Gruppe der Ester aus aromatischen Carbonsäuren und gesättigten und/oder ungesättigten, verzweigten und/oder unverzweigten Alkoholen einer Kettenlänge von 3 bis 30 C-Atomen. Solche Esteröle können dann vorteilhaft gewählt werden aus der Gruppe Isopropylmyristat, Isopropylpalmitat, Isopropylstearat, Isopropyloleat, n-Butylstearat, n-Hexyllaurat, n-Decyloleat, Isooctylstearat, Isononylstearat, Isononylisononanoat, 2-Ethylhexylpalmitat, 2-Ethylhexyllaurat, 2-Hexyldecylstearat, 2-Octyldodecylpalmitat, Oleyloleat, Oleylerucat, Erucyloleat, Erucylerucat sowie synthetische, halbsynthetische und natürliche Gemische solcher Ester, z.B. Jojobaöl.

Ferner kann die Ölphase vorteilhaft gewählt werden aus der Gruppe der verzweigten und unverzweigten Kohlenwasserstoffe und -wachse, der Silkonöle, der Dialkylether, der Gruppe der gesättigten oder ungesättigten, verzweigten oder unverzweigten Alkohole, sowie der Fettsäuretriglyceride, namentlich der Triglycerinester gesättigter und/oder ungesättigter, verzweigter und/oder unverzweigter Alkancarbonsäuren einer Kettenlänge von 8 bis 24, insbesondere 12 – 18 C-Atomen. Die Fettsäuretriglyceride können beispielsweise vorteilhaft gewählt werden aus der Gruppe der synthetischen, halbsynthetischen und natürlichen Öle, z.B. Olivenöl, Sonnenblumenöl, Sojaöl, Erdnussöl, Rapsöl, Mandelöl, Palmöl, Kokosöl, Palmkernöl und dergleichen mehr.

Auch beliebige Abmischungen solcher Öl- und Wachskomponenten sind vorteilhaft im Sinne der vorliegenden Erfindung einzusetzen. Es kann auch gegebenenfalls vorteilhaft sein, Wachse, beispielsweise Cetylpalmitat, als alleinige Lipidkomponente der Ölphase einzusetzen.

Vorteilhaft wird die Ölphase gewählt aus der Gruppe 2-Ethylhexylisostearat, Octyldodecanol, Isotridecylisononanoat, Isoeicosan, 2-Ethylhexylcocoat, C12–15-Alkylbenzoat, Capryl-Caprinsäure-triglycerid, Dicaprylylether.

Besonders vorteilhaft sind Mischungen aus C12–15-Alkylbenzoat und 2-Ethylhexylisostearat, Mischungen aus C12–15-Alkylbenzoat und Isotridecylisononanoat sowie Mischungen aus C12–15-Alkylbenzoat, 2-Ethylhexylisostearat und Isotridecylisononanoat.

Von den Kohlenwasserstoffen sind Paraffinöl, Squalan und Squalen vorteilhaft im Sinne der vorliegenden Erfindung zu verwenden.

Vorteilhaft kann die Ölphase ferner einen Gehalt an zyklischen oder linearen Silikonölen aufweisen oder vollständig aus solchen Ölen bestehen, wobei allerdings bevorzugt wird, außer dem Silikonöl oder den Silikonölen einen zusätzlichen Gehalt an anderen Ölphasenkomponenten zu verwenden. Solche Silicone oder Siliconöle können als Monomere vorliegen, welche in der Regel durch Strukturelemente charakterisiert sind, wie folgt:

Als erfindungsgemäß vorteilhaft einzusetzenden linearen Silicone mit mehreren Siloxyleinheiten werden im allgemeinen durch Strukturelemente charakterisiert wie folgt:

wobei die Siliciumatome mit gleichen oder unterschiedlichen Alkylresten und/oder Arylresten substituiert werden können, welche hier verallgemeinernd durch die Reste R1 – R4 dargestellt sind (will sagen, dass die Anzahl der unterschiedlichen Reste nicht notwendig auf bis zu 4 beschränkt ist). m kann dabei Werte von 2 – 200.000 annehmen.

Erfindungsgemäß vorteilhaft einzusetzende zyklische Silicone werden im allgemeinen durch Strukturelemente charakterisiert, wie folgt

wobei die Siliciumatome mit gleichen oder unterschiedlichen Alkylresten und/oder Arylresten substituiert werden können, welche hier verallgemeinernd durch die Reste R1 – R4 dargestellt sind (will sagen, dass die Anzahl der unterschiedlichen Reste nicht notwendig auf bis zu 4 beschränkt ist). n kann dabei Werte von 3/2 bis 20 annehmen. Gebrochene Werte für n berücksichtigen, dass ungeradzahlige Anzahlen von Siloxylgruppen im Cyclus vorhanden sein können.

Vorteilhaft wird Cyclomethicon (z.B. Decamethylcyclopentasiloxan) als erfindungsgemäß zu verwendendes Silikonöl eingesetzt. Aber auch andere Silikonöle sind vorteilhaft im Sinne der vorliegenden Erfindung zu verwenden, beispielsweise Undecamethylcyclotrisiloxan, Polydimethylsiloxan, Poly(methylphenylsiloxan), Cetyldimethicon, Behenoxydimethicon.

Vorteilhaft sind ferner Mischungen aus Cyclomethicon und Isotridecylisononanoat, sowie solche aus Cyclomethicon und 2-Ethylhexylisostearat.

Es ist aber auch vorteilhaft, Silikonöle ähnlicher Konstitution wie der vorstehend bezeichneten Verbindungen zu wählen, deren organische Seitenketten derivatisiert, beispielsweise polyethoxyliert und/oder polypropoxyliert sind. Dazu zählen beispielsweise Polysiloxan-polyalkyl-polyether-copolymere wie das Cetyl-Dimethicon-Copolyol, das (Cetyl-Dimethicon-Copolyol (und) Polyglyceryl-4-Isostearat (und) Hexyllaurat) Besonders vorteilhaft sind ferner Mischungen aus Cyclomethicon und Isotridecylisononanoat, aus Cyclomethicon und 2-Ethylhexylisostearat.

Die wäßrige Phase der Zubereitungen gemäß der Erfindung enthält gegebenenfalls vorteilhaft Alkohole, Diole oder Polyole niedriger C-Zahl, sowie deren Ether, vorzugsweise Ethanol, Isopropanol, Propylenglykol, Glycerin, Ethylenglykol, Ethylenglykolmonoethyl- oder -monobutylether, Propylenglykolmonomethyl, -monoethyl- oder -monobutylether, Diethylenglykolmonomethyl- oder -monoethylether und analoge Produkte, ferner Alkohole niedriger C-Zahl, z.B. Ethanol, Isopropanol, 1,2-Propandiol, Glycerin sowie insbesondere ein oder mehrere Verdickungsmittel, welches oder welche vorteilhaft gewählt werden können aus der Gruppe Siliciumdioxid, Aluminiumsilikate.

Erfindungsgemäß enthalten als Emulsionen vorliegenden Zubereitungen insbesondere vorteilhaft ein oder mehrere Hydrocolloide. Diese Hydrocolloide können vorteilhaft gewählt werden aus der Gruppe der Gummen, Polysaccharide, Cellulosederivate, Schichtsilikate, Polyacrylate und/oder anderen Polymeren.

Erfindungsgemäß enthalten als Hydrogele vorliegenden Zubereitungen ein oder mehrere Hydrocolloide. Diese Hydrocolloide können vorteilhaft aus der vorgenannten Gruppe gewählt werden.

Zu den Gummen zählt man Pflanzen- oder Baumsäfte, die an der Luft erhärten und Harze bilden oder Extrakte aus Wasserpflanzen. Aus dieser Gruppe können vorteilhaft im Sinne der vorliegenden Erfindung gewählt werden beispielsweise Gummi Arabicum, Johannisbrotmehl, Tragacanth, Karaya, Guar Gummi, Pektin, Gellan Gummi, Carrageen, Agar, Algine, Chondrus, Xanthan Gummi.

Weiterhin vorteilhaft ist die Verwendung von derivatisierten Gummen wie z.B. Hydroxypropyl Guar (Jaguar® HP 8).

Unter den Polysacchariden und -derivaten befinden sich z.B. Hyaluronsäure, Chitin und Chitosan, Chondroitinsulfate, Stärke und Stärkederivate.

Unter den Cellulosederivaten befinden sich z.B. Methylcellulose, Carboxymethylcellulose, Hydroxyethylcellulose, Hydroxypropylmethylcellulose.

Unter den Schichtsilikaten befinden sich natürlich vorkommende und synthetische Tonerden wie z.B. Montmorillonit, Bentonit, Hektorit, Laponit, Magnesiumaluminiumsilikate wie Veegum®. Diese können als solche oder in modifizierter Form verwendet werden wie z.B. Stearylalkonium Hektorite.

Weiterhin können vorteilhaft auch Kieselsäuregele verwendet werden.

Unter den Polyacrylaten befinden sich z.B. Carbopol Typen der Firma Goodrich (Carbopol 980, 981, 1382, 5984, 2984, EDT 2001 oder Pemulen TR2).

Unter den Polymeren befinden sich z.B. Polyacrylamide (Seppigel 305), Polyvinylalkohole, PVP, PVP/VA Copolymere, Polyglycole.

Erfindungsgemäß enthalten als Emulsionen vorliegenden Zubereitungen einen oder mehrere Emulgatoren. Diese Emulgatoren können vorteilhaft gewählt werden aus der Gruppe der nichtionischen, anionischen, kationischen oder amphoteren Emulgatoren.

Unter den nichtionischen Emulgatoren befinden sich

  • a) Partialfettsäureester und Fettsäureester mehrwertiger Alkohole und deren ethoxylierte Derivate (z. B. Glycerylmonostearate, Sorbitanstearate, Glycerylstearylcitrate, Sucrosestearate)
  • b) ethoxilierte Fettalkohole und Fettsäuren
  • c) ethoxilierte Fettamine, Fettsäureamide, Fettsäurealkanolamide
  • d) Alkylphenolpolyglycolether (z.B. Triton X)

Unter den anionischen Emulgatoren befinden sich

  • a) Seifen (z. B. Natriumstearat)
  • b) Fettalkoholsulfate
  • c) Mono-, Di- und Trialkylphosphosäureester und deren Ethoxylate

Unter den kationischen Emulgatoren befinden sich

  • a) quaternäre Ammoniumverbindungen mit einem langkettigen aliphatischen Rest z.B. Distearyldimonium Chloride

Unter den amphoteren Emulgatoren befinden sich

  • a) Alkylamininoalkancarbonsäuren
  • b) Betaine, Sulfobetaine
  • c) Imidazolinderivate

Weiterhin gibt es natürlich vorkommende Emulgatoren, zu denen Bienenwachs, Wollwachs, Lecithin und Sterole gehören.

O/W-Emulgatoren können beispielsweise vorteilhaft gewählt werden aus der Gruppe der polyethoxylierten bzw. polypropoxylierten bzw. polyethoxylierten und polypropoxylierten Produkte, z.B.:

  • – der Fettalkoholethoxylate
  • – der ethoxylierten Wollwachsalkohole,
  • – der Polyethylenglycolether der allgemeinen Formel R-O-(-CH2-CH2-O-)n-R',
  • – der Fettsäureethoxylate der allgemeinen Formel R-COO-(-CH2-CH2-O-)n-H,
  • – der veretherten Fettsäureethoxylate der allgemeinen Formel R-COO-(-CH2-CH2-O-)n-R',
  • – der veresterten Fettsäureethoxylate der allgemeinen Formel R-COO-(-CH2-CH2-O-)n-C(O)-R',
  • – der Polyethylenglycolglycerinfettsäureester
  • – der ethoxylierten Sorbitanester
  • – der Cholesterinethoxylate
  • – der ethoxylierten Triglyceride
  • – der Alkylethercarbonsäuren der allgemeinen Formel R-O-(-CH2-CH2-O-)n-CH2-COOH nd n eine Zahl von 5 bis 30 darstellen,
  • – der Polyoxyethylensorbitolfettsäureester,
  • – der Alkylethersulfate der allgemeinen Formel R-O-(-CH2-CH2-O-)n-SO3-H
  • – der Fettalkoholpropoxylate der allgemeinen Formel R-O-(-CH2-CH(CH3)-O-)n-H,
  • – der Polypropylenglycolether der allgemeinen Formel R-O-(-CH2-CH(CH3)-O-)n-R',
  • – der propoxylierten Wollwachsalkohole,
  • – der veretherten Fettsäurepropoxylate R-COO-(-CH2-CH(CH3)-O-)n-R',
  • – der veresterten Fettsäurepropoxylate der allgemeinen Formel R-COO-(-CH2-CH(CH3)-O-)n-C(O)-R',
  • – der Fettsäurepropoxylate der allgemeinen Formel R-COO-(-CH2-CH(CH3)-O-)n-H,
  • – der Polypropylenglycolglycerinfettsäureester
  • – der propoxylierten Sorbitanester
  • – der Cholesterinpropoxylate
  • – der propoxylierten Triglyceride
  • – der Alkylethercarbonsäuren der allgemeinen Formel R-O-(-CH2-CH(CH3)O-)n-CH2-COOH
  • – der Alkylethersulfate bzw. die diesen Sulfaten zugrundeliegenden Säuren der allgemeinen Formel R-O-(-CH2-CH(CH3)-O-)n-SO3-H
  • – der Fettalkoholethoxylate/propoxylate der allgemeinen Formel R-O-Xn-Ym-H,
  • – der Polypropylenglycolether der allgemeinen Formel R-O-Xn-Ym-R',
  • – der veretherten Fettsäurepropoxylate der allgemeinen Formel R-COO-Xn-Ym-R',
  • – der Fettsäureethoxylate/propoxylate der allgemeinen Formel R-COO-Xn-Ym-H,.

Erfindungsgemäß besonders vorteilhaft werden die eingesetzten polyethoxylierten bzw. polypropoxylierten bzw. polyethoxylierten und polypropoxylierten O/W-Emulgatoren gewählt aus der Gruppe der Substanzen mit HLB-Werten von 11 – 18, ganz besonders vorteilhaft mit HLB-Werten von 14,5 – 15,5, sofern die O/W-Emulgatoren gesättigte Reste R und R' aufweisen. Weisen die O/W-Emulgatoren ungesättigte Reste R und/oder R' auf, oder liegen Isoalkylderivate vor, so kann der bevorzugte HLB-Wert solcher Emulgatoren auch niedriger oder darüber liegen.

Es ist von Vorteil, die Fettalkoholethoxylate aus der Gruppe der ethoxylierten Stearylalkohole, Cetylalkohole, Cetylstearylalkohole (Cetearylalkohole) zu wählen. Insbesondere bevorzugt sind:

Polyethylenglycol(13)stearylether (Steareth-13), Polyethylenglycol(14)stearylether (Steareth-14), Polyethylenglycol(15)stearylether (Steareth-15), Polyethylenglycol(16)stearylether (Steareth-16), Polyethylenglycol(17)stearylether (Steareth-17), Polyethylenglycol(18)stearylether (Steareth-18), Polyethylenglycol(19)stearylether (Steareth-19), Polyethylenglycol(20)stearylether (Steareth-20),

Polyethylenglycol(12)isostearylether (Isosteareth-12), Polyethylenglycol(13)isostearylether (Isosteareth-13), Polyethylenglycol(14)isostearylether (Isosteareth-14), Polyethylenglycol(15)isostearylether (Isosteareth-15), Polyethylenglycol(16)isostearylether (Isosteareth-16), Polyethylenglycol(17)isostearylether (Isosteareth-17), Polyethylenglycol(18)isostearylether (Isosteareth-18), Polyethylenglycol(19)isostearylether (Isosteareth-19), Polyethylenglycol(20)isostearylether (Isosteareth-20),

Polyethylenglycol(13)cetylether (Ceteth-13), Polyethylenglycol(14)cetylether (Ceteth-14), Polyethylenglycol(15)cetylether (Ceteth-15), Polyethylenglycol(16)cetylether (Ceteth-16), Polyethylenglycol(17)cetylether (Ceteth-17), Polyethylenglycol(18)cetylether (Ceteth-18), Polyethylenglycol(19)cetylether (Ceteth-19), Polyethylenglycol(20)cetylether (Ceteth-20),

Polyethylenglycol(13)isocetylether (Isoceteth-13), Polyethylenglycol(14)isocetylether (Isoceteth-14), Polyethylenglycol(15)isocetylether (Isoceteth-15), Polyethylenglycol(16)isocetylether (Isoceteth-16), Polyethylenglycol(17)isocetylether (Isoceteth-17), Polyethylenglycol(18)isocetylether (Isoceteth-18), Polyethylenglycol(19)isocetylether (Isoceteth-19-), Polyethylenglycol(20)isocetylether (Isoceteth-20), Polyethylenglycol(12)oleylether (Oleth-12), Polyethylenglycol(13)oleylether (Oleth-13), Polyethylenglycol(14)oleylether (Oleth-14), Polyethylenglycol(15)oleylether (Oleth-15), Polyethylenglycol(12)laurylether (Laureth-12), Polyethylenglycol(12)isolaurylether (Isolaureth-12).

Polyethylenglycol(13)cetylstearylether (Ceteareth-13), Polyethylenglycol(14)cetylstearylether (Ceteareth-14), Polyethylenglycol(15)cetylstearylether (Ceteareth-15), Polyethylenglycol(16)cetylstearylether (Ceteareth-16), Polyethylenglycol(17)cetylstearylether (Ceteareth-17), Polyethylenglycol(18)cetylstearylether (Ceteareth-18), Polyethylenglycol(19)cetylstearylether (Ceteareth-19), Polyethylenglycol(20)cetylstearylether (Ceteareth-20-).

Es ist ferner von Vorteil, die Fettsäureethoxylate aus folgender Gruppe zu wählen:

Polyethylenglycol(20)stearat, Polyethylenglycol(21)stearat, Polyethylenglycol(22)stearat, Polyethylenglycol(23)stearat, Polyethylenglycol(24)stearat, Polyethylenglycol(25)stearat,

Polyethylenglycol(12)isostearat, Polyethylenglycol(13)isostearat, Polyethylenglycol(14)isostearat, Polyethylenglycol(15)isostearat, Polyethylenglycol(16)isostearat, Polyethylenglycol(17)isostearat, Polyethylenglycol(18)isostearat, Polyethylenglycol(19)isostearat, Polyethylenglycol(20)isostearat, Polyethylenglycol(21)isostearat, Polyethylenglycol(22)isostearat, Polyethylenglycol(23)isostearat, Polyethylenglycol(24)isostearat, Polyethylenglycol(25)isostearat,

Polyethylenglycol(12)oleat, Polyethylenglycol(13)oleat, Polyethylenglycol(14)oleat, Polyethylenglycol(15)oleat, Polyethylenglycol(16)oleat, Polyethylenglycol(17)oleat, Polyethylenglycol(18)oleat, Polyethylenglycol(19)oleat, Polyethylenglycol(20)oleat

Als ethoxylierte Alkylethercarbonsäure bzw. deren Salz kann vorteilhaft das Natriumlaureth-11-carboxylat verwendet werden.

Als Alkylethersulfat kann Natrium Laureth 1–4 sulfat vorteilhaft verwendet werden.

Als ethoxyliertes Cholesterinderivat kann vorteilhaft Polyethylenglycol(30)Cholesterylether verwendet werden. Auch Polyethylenglycol(25)Sojasterol hat sich bewährt.

Als ethoxylierte Triglyceride können vorteilhaft die Polyethylenglycol(60) Evening Primrose Glycerides verwendet werden (Evening Primrose = Nachtkerze)

Weiterhin ist von Vorteil, die Polyethylenglycolglycerinfettsäureester aus der Gruppe Polyethylenglycol(20)glyceryllaurat, Polyethylenglycol(21)glyceryllaurat, Polyethylenglycol(22)glyceryllaurat, Polyethylenglycol(23)glyceryllaurat, Polyethylenglycol(6)glycerylcaprat/caprinat, Polyethylenglycol(20)glyceryloleat, Polyethylenglycol(20)glycerylisostearat, Polyethylenglycol(18)glyceryloleat/cocoat zu wählen.

Es ist ebenfalls günstig, die Sorbitanester aus der Gruppe Polyethylenglycol(20)sorbitanmonolaurat, Polyethylenglycol(20)sorbitanmonostearat, Polyethylenglycol(20)sorbitanmonoisostearat, Polyethylenglycol(20)sorbitanmonopalmitat, Polyethylenglycol(20)sorbitanmonooleat zu wählen.

Als vorteilhafte W/O-Emulgatoren können eingesetzt werden: Fettalkohole mit 8 bis 30 Kohlenstoffatomen, Monoglycerinester gesättigter und/oder ungesättigter, verzweigter und/oder unverzweigter Alkancarbonsäuren einer Kettenlänge von 8 bis 24, insbesondere 12 – 18 C-Atomen, Diglycerinester gesättigter und/oder ungesättigter, verzweigter und/oder unverzweigter Alkancarbonsäuren einer Kettenlänge von 8 bis 24, insbesondere 12 – 18 C-Atomen, Monoglycerinether gesättigter und/oder ungesättigter, verzweigter und/oder unverzweigter Alkohole einer Kettenlänge von 8 bis 24, insbesondere 12 – 18 C-Atomen, Diglycerinether gesättigter und/oder ungesättigter, verzweigter und/oder unverzweigter Alkohole einer Kettenlänge von 8 bis 24, insbesondere 12 – 18 C-Atomen, Propylenglycolester gesättigter und/oder ungesättigter, verzweigter und/oder unverzweigter Alkancarbonsäuren einer Kettenlänge von 8 bis 24, insbesondere 12 – 18 C-Atomen sowie Sorbitanester gesättigter und/oder ungesättigter, verzweigter und/oder unverzweigter Alkancarbonsäuren einer Kettenlänge von 8 bis 24, insbesondere 12 – 18 C-Atomen.

Insbesondere vorteilhafte W/O-Emulgatoren sind Glycerylmonostearat, Glycerylmonoisostearat, Glycerylmonomyristat, Glycerylmonooleat, Diglycerylmonostearat, Diglycerylmonoisostearat, Propylenglycolmonostearat, Propylenglycolmonoisostearat, Propylenglycolmonocaprylat, Propylenglycolmonolaurat, Sorbitanmonoisostearat, Sorbitanmonolaurat, Sorbitanmonocaprylat, Sorbitanmonoisooleat, Saccharosedistearat, Cetylalkohol, Stearylalkohol, Arachidylalkohol, Behenylalkohol, Isobehenylalkohol, Selachylalkohol, Chimylalkohol, Polyethylenglycol(2)stearylether (Steareth-2), Glycerylmonolaurat, Glycerylmonocaprinat, Glycerylmonocaprylat.

Es ist bei all diesem im Einzelfalle möglich, dass die vorgenannten Konzentrationsangaben leicht über- oder unterschritten werden und dennoch erfindungsgemäße Zubereitungen erhalten werden. Dies kommt angesichts der breit streuenden Vielfalt an geeigneten Komponenten derartiger Zubereitungen für den Fachmann nicht unerwartet, so dass er weiß, dass bei solchen Über- oder Unterschreitungen der Boden der vorliegenden Erfindung nicht verlassen wird.

Die nachfolgenden Beispiele sollen die vorliegende Erfindung verdeutlichen, ohne sie einzuschränken. Die Zahlenwerte in den Beispielen bedeuten Gewichtsprozente, bezogen auf das Gesamtgewicht der jeweiligen Zubereitungen.

Beispiele:

Die verwendeten Myoglobine, d.h. das rekombinant exprimierte Myoglobin vom Pottwal (CAS-Nummer 9047-17-0) sowie das humane Myoglobin (CAS-Nummer 11080-17-4), sind über Sigma (Seelze, Deutschland) erhältlich. Als rekombinantes Neuroglobin oder Cytoglobin wird das in E. coli exprimiertes murines Neuroglobin bzw. humanes Cytoglobin verwendet (s. Burmester et al., 2000 oder Trent and Hargrove, 2002) Als modifiziertes Hämoglobin wird Polyethylenglycol-Hämoglobin (s. Vandegriff et al., 2003) oder liposomiertes Hämoglobin (s. Brandl and Gregoriadis, 1994) verwendet. Als rekombinantes Hämoglobin wird in E. coli exprimiertes humanes Hämoglobin verwendet (Herstellungsanleitung s. Nagai et al., 1985).

Haarkuren
Haarspülungen
Spray-Conditioner
Leave-on Conditioner
Conditioner-Shampoo mit Perlglanz
Klares Conditioner-Shampoo
Klares Light-Shampoo mit Volumeneffekt
Haarwässer

Anspruch[de]
  1. Kosmetische und/oder dermatologische Zubereitung enthaltend proteinogene Sauerstoffträger gewählt aus der Gruppe

    (1) natives oder modifiziertes Myoglobin vom Mensch, Rind, Schaf, Pferd oder rekombinant hergestelltes Myoglobin,

    (2) modifiziertes humanes, porcines, bovines oder rekombinant hergestelltes Hämoglobin,

    (3) natives oder modifiziertes humanes hexakoordiniertes Neuroglobin und/oder Cytoglobin oder rekombinant hergestelltes hexakoordiniertes Neuroglobin und/oder Cytoglobin,

    (4) synthetische eisenhaltige proteinogene Sauerstoffträger, die liposomiert sind.
  2. Zubereitung nach mindestens einem der vorangehenden Ansprüche dadurch gekennzeichnet, dass die proteinogenen Sauerstoffträger in einer Konzentration von 0,001 bis 15 Gewichts-%, insbesondere von 0,01 bis 5 Gewichts-% und ganz besonders bevorzugt in einer Konzentration von 0,1 bis 2 Gewichts-%, bezogen auf das Gesamtgewicht der Zubereitung eingesetzt werden.
  3. Zubereitung nach mindestens einem der vorangehenden Ansprüche dadurch gekennzeichnet, dass zusätzlich lipophile Antioxidantien, besonders bevorzugt Tocopherol oder dessen Derivate, wie bspw. 6-Hydroxy-2,5,7,8-tetramethylchroman-2-carbonsäure, 2,6-Ditert.-butyl-4-methylphenol, gamma-Oryzanol, Flavonoide enthalten sind.
  4. Verwendung von Zubereitungen nach mindestens einem der vorangehenden Ansprüche zur Verbesserung der Sauerstoffversorgung des Haarfollikels.
  5. Verwendung von Zubereitungen nach mindestens einem der vorangehenden Ansprüche zur Verbesserung der Sauerstoffversorgung und des Energiestoffwechsels des Haarfollikels.
Es folgt kein Blatt Zeichnungen






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B Arbeitsverfahren; Transportieren
C Chemie; Hüttenwesen
D Textilien; Papier
E Bauwesen; Erdbohren; Bergbau
F Maschinenbau; Beleuchtung; Heizung; Waffen; Sprengen
G Physik
H Elektrotechnik

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