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Dokumentenidentifikation DE102004002232A1 18.08.2005
Titel Multifunktionseinrichtung zur Nachbearbeitung einer von einer elektrografischen Druckeinrichtung bedruckten Bedruckstoffbahn
Anmelder Océ Printing Systems GmbH, 85586 Poing, DE
Erfinder Segerer, Peter, Dipl.-Ing., 82140 Olching, DE;
Lang, Robert, Dipl.-Ing., 85391 Allershausen, DE;
Wolf, Roland, Dr.-Ing., 82008 Unterhaching, DE;
Wittmann, Franz, Dipl.-Ing., 84424 Isen, DE;
Youzbachi, Said, Dipl.-Ing., 81539 München, DE;
Eder, Günther, Dipl.-Ing., 81243 München, DE;
Coufal, Hans-Georg, 85570 Markt Schwaben, DE
Vertreter Schaumburg, Thoenes, Thurn, Landskron, 81679 München
DE-Anmeldedatum 15.01.2004
DE-Aktenzeichen 102004002232
Offenlegungstag 18.08.2005
Veröffentlichungstag im Patentblatt 18.08.2005
IPC-Hauptklasse G03G 15/00
Zusammenfassung Die durch das Bedrucken einer Bedruckstoffbahn verursachten Änderungen der Eigenschaften (z. B. Feuchtigkeit, Gleiteigenschaft, Glanz) der Bedruckstoffbahn (1) werden durch eine Multifunktionseinrichtung korrigiert, die am Ausgang der Druckeinrichtung angeordnet ist. In der Multifunktionseinrichtung (MFE) sind in Transportrichtung der Bedruckstoffbahn (1) nacheinander Einrichtungen zur Pufferung (PE), zur Glättung (GE), zur Befeuchtung (BE), zur Kühlung (KE), zur Beölung (SE) und zum Abzug (AE) der Bedruckstoffbahn (1) angeordnet. Die Einrichtungen sind derart ausgeführt und aneinander angepasst, dass sie wahlweise vom Anwender außer Betrieb genommen werden können, ohne dass die Funktionen der übrigen Einrichtungen betroffen sind.

Beschreibung[de]

Bei der Druckmedienherstellung wird nach einer Druckeinrichtung oft eine mehr oder minder aufwändige Nachverarbeitung für die Bedruckstoffbahn, z.B. eine Papierbahn, durchgeführt. Dabei werden aus den für den Druck verwendeten Bedruckstoffformaten die fertigen Druckerzeugnisse hergestellt. Maschinen der Nachverarbeitung können z.B. Schneider, Hefter, Falter, Stapler sein.

Beim elektrografischen Druck werden die im Druckgerät auf dem Bedruckstoff erzeugten Tonerbilder der zu druckenden Bilder fixiert und damit fest mit dem Bedruckstoff verbunden. Dieses Verfahren ist bekannt (s. WO 01/98840 A2, die hiermit in die Offenbarung einbezogen wird) und wird darum hier nicht weiter erläutert. Die Fixierung kann auf verschiedene Weise erfolgen, z.B. durch Walzenfixierung unter Druck und Wärme oder durch Strahlungsfixierung. Zu den einzelnen Techniken wird auf die bereits genannte WO 01/98840 A2 verwiesen. Bei der Fixierung wird die Bedruckstoffbahn somit Wärme oder Druck ausgesetzt mit der Folge, dass deren Eigenschaften, wie z.B. Feuchtigkeit und Gleiteigenschaften, negativ beeinflusst werden. Insbesondere schlechte Gleiteigenschaften des Bedruckstoffes können aber dazu führen, dass bei den Maschinen der Nachverarbeitung die fixierte Tonerschicht mechanisch beschädigt wird oder verschmiert wird. Durch diese Beschädigungen kann es zu Ansammlungen von Tonerpartikeln an exponierten Maschinenteilen kommen, die wiederum zu unerwünschten Tonerantragungen auf der Bedruckstoffbahn führen können. Aus WO 01/98840 A2 ist bekannt, die Nachverarbeitung der Bedruckstoffbahn dadurch zu verbessern, dass die Bedruckstoffbahn so befeuchtet wird, dass der durch den Druck verursachte Verlust an Feuchtigkeit wieder ausgeglichen wird. Als Mittel zur Befeuchtung wird in der Regel Wasser verwendet.

Generell müssen Verschmutzungen an den Maschinen insbesondere der Nachverarbeitung, vor allem aber an der Bedruckstoffbahn für eine akzeptable Druckqualität vermieden werden. Dazu genügt es aber nicht, die Bedruckstoffbahn entsprechend WO 01/98840 A2 zu befeuchten. Vielmehr müssen auch dessen Gleiteigenschaften verbessert werden.

Beim Transport einer Bedruckstoffbahn von einer elektrografischen Druckeinrichtung zu Maschinen der Nachverarbeitung, treten Probleme auf, wenn die Bedruckstoffbahn auf dem Transportweg mit unterschiedlichen Geschwindigkeiten bewegt werden muss. Um dann Bahnabrisse oder zu große Bahnschlaufen der Bedruckstoffbahn zu verhindern, werden Vorratspuffer für die Bedruckstoffbahn vorgesehen. Ein Beispiel dafür ergibt sich aus US 5 685 471. Zwischen der Druckeinrichtung und Maschinen der Nachbearbeitung (Ausgabestapler für die Bedruckstoffbahn) ist ein Vorratspuffer erforderlich, um beim Starten und Stoppen der Druckeinrichtung genügend Reserve an Bedruckstoffbahn zu haben, um die nachverarbeitenden Maschinen ihrer Funktionalität entsprechend zeitlich entkoppelt in Betrieb setzen oder außer Betrieb nehmen zu können. Insbesondere durch den in der Druckeinrichtung erforderlichen Rückzug für den Seiten gerechten Wiederandruck, insbesondere bei Farbdruck, muss auf Grund der Startrampe bis zum Erreichen der Druckgeschwindigkeit ein Vorratsmaß an Bedruckstoffbahn vorgehalten werden, um einen Riss der Bedruckstoffbahn zu vermeiden.

Es ist vorgeschlagen worden, dieses Problem mit Hilfe einer sog. Tänzerwalze, einer frei geführten auf der Bedruckstoffbahn aufliegenden Walze, zu lösen. Wenn beim Betrieb eine Lose der Bedruckstoffbahn (ein Durchhängen der Bedruckstoffbahn) auftritt, wird diese durch das Gewicht der Tänzerwalze in den Vorratspuffer gezogen und damit eine Schlaufe gebildet.

Weitere Einrichtungen, mit denen z.B. durch den Druck negativ beeinflusste Eigenschaften der Bedruckstoffbahn korrigiert werden, sind z.B. eine Glättungseinrichtung (Glanzeinrichtung) oder eine Kühleinrichtung. Die Glättungseinrichtung wird gewöhnlich nach der Fixierstation in der Druckeinrichtung angeordnet (EP 0 758 766 B1) und weist zumindest eine Glättungswalze auf, die an die Bedruckstoffbahn angedrückt wird. Mit einer Kühleinrichtung kann die Bedruckstoffbahn gekühlt werden, bevor diese zu den Maschinen der Nachverarbeitung gelangt. Schließlich muss mit Hilfe einer Transporteinrichtung die Bedruckstoffbahn zu den Maschinen der Nachverarbeitung bewegt werden.

Das von der Erfindung zu lösende Problem besteht darin, eine Multifunktionseinrichtung anzugeben, mit der die Voraussetzungen geschaffen werden, dass eine bedruckte Bedruckstoffbahn optimal nachbearbeitet werden kann.

Dieses Problem wird gemäß den Merkmalen des Anspruchs 1 gelöst.

Die eingangs beschriebenen Einrichtungen mit ihren verschiedenen Funktionen werden somit in einer einzigen Einrichtung, der Multifunktionseinrichtung, zusammengefasst, die direkt hinter die Druckeinrichtung und hier z.B. hinter die Fixierstation angeordnet werden kann. Dabei wird eine optimale Reihenfolge der einzelnen Einrichtungen gemäß ihrer Funktion festgelegt. Wenn an erster Stelle entlang des Transportweges der Bedruckstoffbahn nach der Druckeinrichtung die Puffereinrichtung angeordnet wird, wird erreicht, dass die Bedruckstoffbahn mit kontinuierlicher Geschwindigkeit den nachfolgenden Einrichtungen zugeleitet werden kann, d.h. die durch den Druck bedingten Geschwindigkeitsschwankungen, insbesondere der Rückzug der Bedruckstoffbahn bei Farbdruck, wirkt sich nicht mehr auf die Funktion der nachfolgenden Einrichtungen oder Maschinen aus. Wenn die Glättungseinrichtung nach der Puffereinrichtung angeordnet wird, kann noch die vom Druck herrührende in der Bedruckstoffbahn vorhandene Wärme ausgenutzt werden. Als nächste Einrichtung kann eine Befeuchtungseinrichtung vorgesehen werden, die einerseits die Bedruckstoffbahn etwas abkühlt, andererseits aber von der erhöhten Temperatur der Bedruckstoffbahn profitiert, da dann das aufgesprühte Befeuchtungsmittel von der Bedruckstoffbahn besser absorbiert wird. Anschließend kann die Kühleinrichtung folgen, um die Bedruckstoffbahn gekühlt den Maschinen der Nachverarbeitung zuführen zu können. Die Beölungs- oder Beschichtungseinrichtung kann nach der Kühleinrichtung angeordnet werden, da dies den Vorteil hat, dass das aufgetragene Gleitmittel besser auf der Oberfläche der Bedruckstoffbahn verbleibt. Sie kann jedoch auch bei der Befeuchtungseinrichtung angeordnet werden. Am Ende der Multifunktionseinrichtung wird zweckmäßigerweise eine Abzugseinrichtung für die Bedruckstoffbahn vorgesehen, die dann die Bedruckstoffbahn durch die Multifunktionseinrichtung ziehen kann und damit von allen vorher angeordneten Einrichtungen genutzt werden kann.

Durch diese sinnvolle Anordnung der Einrichtungen entlang des Transportweges innerhalb der Multifunktionseinrichtung wird dann erreicht, dass den Maschinen der Nachverarbeitung ein optimal konditionierte, kontinuierlich laufende Bedruckstoffbahn zur Verfügung gestellt wird. Dabei ist der Steuerungs- und Geräteaufwand sowie der Platzbedarf und der Aufwand für die Inbetriebnahme gegenüber einer Realisierung mit Einzelgeräten deutlich reduziert.

Weiterbildungen der Erfindung ergeben sich aus den abhängigen Ansprüchen.

Die Einrichtungen sind derart aneinander angepasst, dass sie wahlweise außer Funktion gesetzt werden können, ohne dass dadurch die Funktion der übrigen Einrichtungen beeinflusst werden kann.

Dazu ist es vorteilhaft, wenn die Einrichtungen derart gestaltet sind,

  • – dass die Bedruckstoffbahn in den einzelnen Einrichtungen über fest gelagerte Umlenkwalzen geführt wird, die die Haupttransportrichtung der Bedruckstoffbahn innerhalb der Einrichtung festlegen,
  • – dass die außerhalb der Haupttransportrichtung der Bedruckstoffbahn angeordneten Umlenkwalzen verschiebbar in Richtung zur Haupttransportrichtung angeordnet sind, so dass sie die Bedruckstoffbahn in Richtung zu den Funktionseinheiten der jeweiligen Einrichtung bewegen können (Einrichtung in Funktion = Betriebsposition) bzw. in entgegengesetzter Richtung die Bedruckstoffbahn in Richtung zur Haupttransportrichtung bewegen können (Einrichtung außer Funktion = Ruheposition).

Dann kann ein Wechsel der Bedruckstoffbahn einfach dadurch ausgeführt werden, dass die verschiebbaren Umlenkwalzen in Richtung zur Haupttransportrichtung der Bedruckstoffbahn verschoben werden, so dass die Bedruckstoffbahn eine geraden Transportweg durch die Einrichtungen einnimmt.

Die Einrichtung zur Beölung oder Beschichtung (Beölungseinrichtung) kann wahlweise innerhalb der Kühleinrichtung angeordnet werden, so dass die Bedruckstoffbahn zunächst über als Kühlwalzen realisierte Umlenkwalzen geführt wird und dann an der Beölungseinrichtung vorbeiläuft oder die Beölungseinrichtung kann in die Befeuchtungseinrichtung integriert werden.

Es ist vorteilhaft, wenn eine Puffereinrichtung mit einem Vorratspuffer zur Aufnahme einer mit variierender Geschwindigkeit zugeführten Bedruckstoffbahn bei einer elektrografischen Druckeinrichtung derart ausgeführt ist,

  • – dass im Vorratspuffer ein Wirkmittel, z.B. mindestens eine bewegliche Tänzerwalze, angeordnet ist, dessen Wirkkraft auf die Bedruckstoffbahn einwirkt, um eine Schlaufe der Bedruckstoffbahn im Vorratspuffer zu bilden,
  • – dass im Vorratspuffer die Schlaufe abtastende Sensoren angeordnet sind, die die Länge der Schlaufe anzeigende Sensorsignale abgeben,
  • – dass die Abzugseinrichtung die Bedruckstoffbahn gesteuert von den Sensorsignalen mit kontinuierlicher Geschwindigkeit aus dem Vorratspuffer fördert.

Über die Sensoren, z.B. Lichtschranken, kann die Abzugseinrichtung derart gesteuert werden, dass trotz Zufuhr der Bedruckstoffbahn mit unterschiedlicher Geschwindigkeit, z.B. bei Start-Stop-Betrieb der Druckeinrichtung, die Bedruckstoffbahn mit kontinuierlicher Geschwindigkeit aus dem Vorratspuffer transportiert werden kann. Maschinen der Nachverarbeitung können dann ohne Probleme eingesetzt werden, d.h. sie müssen ihre Arbeitsgeschwindigkeit nicht an die Geschwindigkeit anpassen, mit der die Bedruckstoffbahn die Druckeinrichtung verlässt.

Es ist zweckmäßig, wenn im Vorratspuffer drei Sensoren derart in Schlaufenrichtung angeordnet werden, dass der erste Sensor anzeigt (erstes Sensorsignal), ob der Vorratspuffer leer ist, der zweite Sensor anzeigt (zweites Sensorsignal), ob die Schlaufe der Bedruckstoffbahn in Solllage ist, der dritte Sensor anzeigt (drittes Sensorsignal), ob der Vorratspuffer voll ist. Diese Sensorsignale können einer Puffersteuerung zugeführt werden, die die Abzugseinrichtung derart regelt, dass die Schlaufe der Bedruckstoffbahn um die Solllage schwankt.

Die Puffersteuerung kann weiterhin die Abzugseinrichtung derart regeln,

  • – dass diese mit hoher Geschwindigkeit arbeitet, wenn der dritte Sensor mit dem dritten Sensorsignal anzeigt, dass der Vorratspuffer voll ist und diese Geschwindigkeit beibehält bis der zweite Sensor anzeigt, dass die Schlaufe in Solllage ist,
  • – dass diese mit niedriger Geschwindigkeit arbeitet, wenn der erste Sensor mit dem ersten Sensorsignal anzeigt, dass der Vorratspuffer leer ist und diese Geschwindigkeit beibehält und bis der zweite Sensor anzeigt, dass die Schlaufe Solllage erreicht hat,
  • – dass diese mit mittlerer vom Betriebsmodus der Druckeinrichtung abhängiger Geschwindigkeit arbeitet, wenn der zweite Sensor anzeigt, dass die Schlaufe in Solllage ist.

Die mittlere Geschwindigkeit hängt im wesentlichen vom Betriebsmodus der Druckeinrichtung ab. Die im Betrieb auftretenden Geschwindigkeitsschwankungen des Bedruckstoffes können durch die Puffersteuerung aufgefangen werden, die die Abzugseinrichtung derart regelt,

  • a) dass diese bei Erreichen der Solllage durch die Schlaufe der Bedruckstoffbahn zunächst mit vom Betriebsmodus abhängiger mittlerer Anfangsgeschwindigkeit arbeitet,
  • b) dass bei Unterschreiten der Solllage durch die Schlaufe in Richtung zum dritten Sensor die Geschwindigkeit erhöht wird bis die Schlaufe der Bedruckstoffbahn die Solllage in Richtung zum ersten Sensor überschreitet und dann die Geschwindigkeit wieder erniedrigt wird,
  • c) dass Schritt b) solange durchgeführt wird, bis die Zeitdauer, in der die Schlaufe oberhalb der Solllage sich befindet mit der Zeitdauer übereinstimmt, in der sich die Schlaufe unterhalb der Solllage befindet und die dann erreichte Geschwindigkeit als mittlere Arbeitsgeschwindigkeit beibehalten wird.

Bei Druckbeginn steuert die Puffersteuerung die Abzugseinrichtung derart, dass nach dem Start die Abzugseinrichtung nach einer Verzögerung startet und mit der Geschwindigkeit arbeitet, die der mittleren Anfangsgeschwindigkeit entspricht.

Zur Regulierung der Gleiteigenschaften der Bedruckstoffbahn kann eine Befeuchtungseinrichtung vorgesehen werden, die ein Befeuchtungsmittel aus einer Befeuchtungsflüssigkeit und einem darin gelösten Gleitmittel auf die Bedruckstoffbahn aufbringt. Somit wird mit einer Befeuchtungseinrichtung, die zur Ergänzung der Feuchtigkeit der Bedruckstoffbahn eingesetzt werden kann, zusätzlich eine Verbesserung der Gleiteigenschaften der Bedruckstoffbahn erreicht. Dazu muss der Befeuchtungseinrichtung lediglich ein anderes Befeuchtungsmittel zugesetzt werden, bestehend aus der Befeuchtungsflüssigkeit und dem darin gelösten Gleitmittel.

Als Gleitmittel können alle Mittel eingesetzt werden, die auf die Bedruckstoffbahn aufgebracht zu einer Verbesserung der Gleiteigenschaften der Bedruckstoffbahn führen. Vorteilhafte Gleitmittel sind z.B. Silikonöl und auf Silikonölbasis aufgebaute Gleitmittel. Z.B. können dem Silikonöl als Additive Wachs oder ein Polymer zugesetzt werden und daraus eine Emulsion gebildet werden. Weiterhin ist der Einsatz von bei Bohrgeräten zur Metallbearbeitung zur Kühlung verwendete Mittel als Gleitmittel möglich. Diese können auf mineralischer, pflanzlicher oder synthetischer Basis beruhen.

Der Anteil an Gleitmittel im Befeuchtungsmittel hängt von der Art der Bedruckstoffbahn ab. Für jeden Bedruckstoff kann ein spezielles Befeuchtungsmittel vorgesehen werden. Dabei kann der Anteil an Gleitmittel gemessen werden, z.B. durch Bestimmung der elektrischen Leitfähigkeit des Befeuchtungsmittels, die vom Anteil des Gleitmittels im Befeuchtungsmittel abhängt. Mit diesem Messergebnis kann pro Bedruckstoffbahn das richtige Befeuchtungsmittel eingestellt werden.

Beim Wechsel einer Bedruckstoffbahn in der Druckeinrichtung muss in der Regel auch ein anderes Befeuchtungsmittel verwendet werden. Um bereits zu Beginn des Druckes keine Probleme mit unrichtig eingestelltem Befeuchtungsmittel zu haben, ist es zweckmäßig, bevor das neue Befeuchtungsmittel in die Befeuchtungseinrichtung eingefüllt wird, das bisherige Befeuchtungsmittel aus der Befeuchtungseinrichtung zu entfernen. Vorteilhaft ist es, wenn die Einrichtung derart gestaltet ist, dass die Reinigung der Befeuchtungseinrichtung automatisiert ist.

Die Befeuchtungseinrichtung kann einen oder mehrere Rotorenzerstäuber oder Sprühdüsen aufweisen.

Bei einer zweiten Ausführungsform kann die Befeuchtungseinrichtung eine Walzenanordnung aufweisen

  • – mit mindestens einer Auftragswalze für das Befeuchtungsmittel, die auf einer Seite der Bedruckstoffbahn so angeordnet ist, dass sie an die Bedruckstoffbahn angedrückt werden kann,
  • – mit einem der Auftragswalze zugeordneten Auftragselement, das an die Auftragswalze angeschwenkt werden kann und das das Befeuchtungsmittel auf die Auftragswalze überträgt,
  • – und mit einem Gegenelement auf der der Auftragwalze gegenüber liegenden Seite der Bedruckstoffbahn.

Das Gegenelement kann eine weitere Auftragswalze mit einem zugeordneten weiteren Auftragselement sein, so dass die Bedruckstoffbahn auf beiden Seiten befeuchtet werden kann.

Zweckmäßig ist es, wenn die Auftragswalze frei beweglich ist und von der Bedruckstoffbahn mitgenommen wird. Ein zusätzlicher Antrieb ist dann nicht erforderlich.

Vorteilhaft ist es, wenn die Anschwenkrichtung der Auftragswalze zur Bedruckstoffbahn und die Anschwenkrichtung des Auftragselementes zur Auftragswalze annähernd senkrecht zueinander liegen. Dann sind die Bewegungen von Auftragswalze und Auftragselement voneinander entkoppelt und können getrennt eingestellt werden.

Zur Erzeugung der Schwenkbewegung der Auftragswalze kann diese an einem ersten Anlenkhebel gelagert sein, der seinerseits in einem Gehäuse gelagert ist. Zwischen Gehäuse und ersten Anlenkhebel kann ein erstes Andruckelement angeordnet sein, das eine Kraft auf den ersten Anlenkhebel und damit auf die Auftragswalze in Richtung zur Bedruckstoffbahn ausübt. Weiterhin kann das Auftragselement an einem zweiten Anlenkhebel gelagert sein, der seinerseits am Gehäuse gelagert ist. Zwischen Gehäuse und zweiten Anlenkhebel kann ein zweites Andruckelement angeordnet sein, das eine Kraft auf den zweiten Anlenkhebel und damit auf das Auftragselement in Richtung zur Auftragswalze ausübt.

Die Kraft der Andruckelemente kann individuell eingestellt werden. Dies kann durch eine Feder erfolgen.

Um die ganze Bedruckstoffbahn befeuchten zu können, ist es zweckmäßig, die jeweilige Auftragswalze und das jeweilige Auftragselement in ihrer Breite an die Breite der Bedruckstoffbahn anzupassen und Auftragswalze und Auftragselement an beiden Enden in Anlenkhebeln zu lagern, an denen die Andruckelemente angreifen.

Das Auftragselement kann eine Zuführbohrung und einen Verteilerkanal mit einem Verteilerspalt zur Auftragswalze hin aufweisen. Wenn der Verteilerspalt verengt ist im Vergleich zum Verteilerkanal, kann das Befeuchtungsmittel beschleunigt und gleichmäßig auf die Auftragswalze aufgetragen werden.

Wenn an der Zuführbohrung ein Fördersystem angeschlossen ist, das das Befeuchtungsmittel dem Auftragselement zuführt, ist es zweckmäßig das Fördersystem unterhalb des Auftragselements anzuordnen. Bei Betriebspausen wird dadurch verhindert, dass Befeuchtungsmittel zur Auftragswalze gelangt.

Die zweite Ausführungsform kann auch nur dazu eingesetzt werden, um die Bedruckstoffbahn zu beölen oder zu beschichten. Dann ist es zweckmäßig, die Beölungseinrichtung innerhalb oder nach der Kühleinrichtung anzuordnen, da dadurch erreicht wird, dass das auf die Bedruckstoffbahn aufgetragene Gleitmittel auf der Oberfläche der Bedruckstoffbahn verbleibt. Mit der Multifunktionseinrichtung können somit Eigenschaften der Bedruckstoffbahn nach Wunsch des Anwenders eingestellt werden. Dabei können auch die durch den Druck verursachte Verschlechterung der Eigenschaften der Bedruckstoffbahn wieder beseitigt werden.

An Hand von Ausführungsbeispielen, die in den Figuren dargestellt sind, wird die Erfindung weiter erläutert.

Es zeigen:

1 eine erste Ausführungsform der Multifunktionseinrichtung;

2 eine zweite Ausführungsform der Multifunktionseinrichtung;

3 eine Ausführungsform des Vorratspuffers für die Bedruckstoffbahn;

4 eine Prinzipanordnung der Puffereinrichtung aus Vorratspuffer und Puffersteuerung;

5 den Verlauf der Geschwindigkeit der Bedruckstoffbahn bei Start-Stop-Betrieb am Eingang des Vorratspuffers (obere Kurve) und den Verlauf der Geschwindigkeit der Bedruckstoffbahn am Ausgang des Vorratspuffers (untere Kurve);

6 ein Diagramm der Bewegung der Tänzerwalzen bei einem ersten Betriebsmodus der Druckeinrichtung;

7 ein Diagramm der Bewegung der Tänzerwalzen bei einem Änderung des Betriebsmodus der Druckeinrichtung;

8 eine prinzipielle Darstellung einer ersten Befeuchtungseinrichtung;

9 eine Darstellung einer zweiten Befeuchtungseinrichtung mit einer Walzenanordnung in Vorderansicht;

10 die Befeuchtungseinrichtung nach 9 in Seitenansicht (Ansicht A) und

11 in Ansicht von oben (Ansicht B) jeweils in halber Darstellung.

1 und 2 zeigen jeweils eine Ausführungsform der Erfindung. Die Multifunktionseinrichtung MFE ist als Einzelgerät realisiert, das z.B. als ganzes von Rollen getragen werden kann. Die Multifunktionseinrichtung MFE kann benachbart zu einer elektrografischen Druckeinrichtung MA1 angeordnet werden (in 1 durch den Block MA1 angedeutet) oder in der Druckeinrichtung, z.B. am Ausgang der Fixierstation, integriert sein.

Die Multifunktionseinrichtung MFE weist in Transportrichtung der Bedruckstoffbahn gesehen nacheinander Einrichtungen auf, die dazu dienen, um eine Verbesserung bezüglich der Eigenschaften der Bedruckstoffbahn 1, wie z.B. Feuchtigkeit, Gleitfähigkeit, Glanz, zu erreichen.

Der Aufbau der Multifunktionseinrichtung MFE ist in Transportrichtung der Bedruckstoffbahn 1 von der Druckeinrichtung MA1 zu einer Maschine der Nachverarbeitung MA2 gesehen folgende:

  • – Nach der Druckeinrichtung MA1 folgt eine Puffereinrichtung PE für die Bedruckstoffbahn 1, deren Aufgabe darin besteht einen ausreichenden Vorrat an Bedruckstoffbahn 1 aufzunehmen, um den folgenden Einrichtungen und Maschinen der Nachverarbeitung MA2 kontinuierlich und ohne Unterbrechung Bedruckstoffbahn 1 liefern zu können. Unterschiede in der Geschwindigkeit, mit der die Bedruckstoffbahn 1 von der Druckeinrichtung MA1 zu der Multifunktionseinrichtung MFE bewegt wird, werden somit durch die Puffereinrichtung PE aufgefangen.
  • – Anschließend folgt eine Glättungseinrichtung GE, mit der die Oberfläche der Bedruckstoffbahn 1 geglättet und ihr Glanz verliehen werden kann.
  • – Am Ausgang der Glättungseinrichtung GE ist eine Befeuchtungseinrichtung BE angeordnet, durch die die Feuchtigkeit der Bedruckstoffbahn eingestellt werden kann.
  • – Auf die Befeuchtungseinrichtung BE folgt eine Kühleinrichtung KE, mit der die Bedruckstoffbahn 1 herunter gekühlt wird, so dass sie durch die Maschinen der Nachverarbeitung MA2 nicht an der Oberfläche (Tonerbild) beschädigt werden kann.
  • – Nach der Kühleinrichtung KE kann eine Beölungseinrichtung SE angeordnet werden (1), die die Oberfläche der Bedruckstoffbahn 1 mit einem Gleitmittel besprüht, so dass die Gleiteigenschaften der Bedruckstoffbahn 1 wieder verbessert werden. Die Beölungseinrichtung SE kann auch mit der Befeuchtungseinrichtung BE kombiniert werden, 2.
  • – Am Ende der Multifunktionseinrichtung MFE ist schließlich eine Abzugseinrichtung AE angeordnet, die die Bedruckstoffbahn 1 durch die Multifunktionseinrichtung MFE zieht und für alle davor liegenden Einrichtungen PE, GE, BE, KE, SE gemeinsam ist. Auf die Abzugseinrichtung AE können dann die Maschinen der Nachverarbeitung MA2 folgen.

Bei der 1 sind die einzelnen Einrichtungen PE, GE, BE, KE, SE, AE nebeneinander angeordnet. Die Bedruckstoffbahn 1 wird dabei über verschiebbare Umlenkwalzen 2 und fest stehende Umlenkwalzen 3 derart durch die Multifunktionseinrichtung MFE geführt, dass im funktionslosen Zustand der Einrichtungen PE, GE, BE, KE, SE die Bedruckstoffbahn 1 auf geradem Weg (gestrichelt dargestellt = Ruheposition der verschiebbaren Umlenkwalzen 2 = Haupttransportrichtung der Bedruckstoffbahn 1) durch die Multifunktionseinrichtung MFE geführt ist. Wenn die einzelnen Einrichtungen PE, GE, BE, KE, SE in Betrieb genommen werden, kann die Bedruckstoffbahn 1 durch die verschiebbaren Umlenkwalzen 2 in den Einrichtungen PE, GE, BE, KE, SE derart verschoben werden, dass diese ihre Funktionen ausführen können (der Weg der Bedruckstoffbahn 1 ist ausgezogen dargestellt = Betriebsposition der verschiebbaren Umlenkwalzen 2 und der die Bedruckstoffbahn 1 beeinflussenden Funktionsmodule der Einrichtungen PE, GE, BE, KE, SE). Durch diese Gestaltung des Weges der Bedruckstoffbahn 1 durch die Multifunktionseinrichtung MFE ist ein Wechsel der Bedruckstoffbahn 1 leicht möglich, da sie aus der Multifunktionseinrichtung MFE herausgezogen werden kann, wenn die verschiebbaren Umlenkwalzen 2 in ihre Ruheposition verschoben worden sind. Ebenso ist das Einfädeln der Bedruckstoffbahn 1 vereinfacht. Ein weiterer Vorteil dieser Gestaltung liegt darin, dass jede einzelne Einrichtung PE, GE, BE, KE, SE, ohne aus der Multifunktionseinrichtung MFE entfernt werden zu müssen, dadurch außer Funktion gebracht werden kann, dass die zugeordneten verschiebbaren Umlenkwalzen 2 in Ruheposition gefahren werden und die jeweiligen Funktionsmodule der Einrichtungen PE, GE, BE, KE, SE außer Betrieb genommen werden. Die jeweilige Einrichtung kann in der Multifunktionseinrichtung MFE verbleiben, da gewährleistet ist, dass sie die Bedruckstoffbahn 1 nicht mehr beeinflussen kann. Der Anwender kann somit die Multifunktionseinrichtung MFE nach seinem Wunsch gestalten.

Die Ausführungsform der 2 unterscheidet sich von der der 1 dadurch, dass die einzelnen Einrichtungen PE, GE, BE, KE, SE nicht nebeneinander angeordnet sind, sondern auf möglichst engem Raum aufeinander folgen. So sind die Glättungseinrichtung GE und die Befeuchtungseinrichtung BE nach oben versetzt zu den übrigen Einrichtungen PE, KE, AE angeordnet. Vorteil dieser Gestaltung der Multifunktionseinrichtung MFE ist der geringere Platzbedarf. Ein weiterer Unterschied liegt darin, dass die Beölungseinrichtung SE mit der Befeuchtungseinrichtung BE kombiniert worden ist.

In den 1 und 2 wird die Bedruckstoffbahn 1 über in der Druckeinrichtung MA1 angeordnete Walzen 4 zugeführt.

Im folgenden werden die Puffereinrichtung PE und die Befeuchtungseinrichtung BE kombiniert mit der Beölungseinrichtung SE ausführlich dargestellt, während die Glättungseinrichtung GE und die Kühleinrichtung KE nur kurz erläutert werden, da diese von üblichen Aufbau sein können.

3 zeigt einen Vorratspuffer VP für eine Bedruckstoffbahn 1 als Teil einer Puffereinrichtung PE, die in 4 dargestellt ist. Der Vorratspuffer VP sorgt dafür, dass die Bedruckstoffbahn 1 einer Maschine der Nachverarbeitung MA2 mit kontinuierlicher und möglichst gleicher Geschwindigkeit zugeleitet wird. Die Maschine der Nachverarbeitung MA2 kann dann mit stetiger Geschwindigkeit betrieben werden, benötigt somit keine aufwändige Steuerung.

Der Vorratspuffer VP weist Wirkmittel als Funktionsmodul, z.B. Tänzerwalzen 10, z.B. in 3 zwei Tänzerwalzen, auf, die mit einem Rahmen 11 starr gekoppelt sein können, so dass sie eine gleichsinnige Bewegung ausführen. Die Bedruckstoffbahn 1 wird über eine erste verschiebbare Umlenkwalze 12-1 dem Vorratspuffer VP zugeführt und im Vorratspuffer VP über weitere fest angeordnete Umlenkwalzen 12-2, 12-3, 12-4 umgelenkt. Zwischen den Umlenkwalzen 12-2, 12-3 und 12-4 ist jeweils eine Tänzerwalze 10 angeordnet. Wenn die Bedruckstoffbahn 1 dem Vorratspuffer VP zugeführt wird, ziehen die Tänzerwalzen 10 die Bedruckstoffbahn 1 durch ihr Gewicht in den Vorratspuffer VP hinein und bilden Schlaufen 19. Die Größe der Schlaufen 19 hängt davon ab, in welcher Geschwindigkeit eine Abzugseinrichtung 16 (entspricht der Abzugseinrichtung AE in 1) mit einem Motor 17 die Bedruckstoffbahn 1 aus dem Vorratspuffer VP abzieht. Wenn mehr Bedruckstoffbahn 1 in den Vorratspuffer VP geliefert wird als durch die Abzugseinrichtung 16 aus dem Vorratspuffer VP gefördert wird, wandert die Schlaufe 19 in den Vorratspuffer VP hinein und wird länger, im umgekehrten Fall wird die Schlaufe 19 verkürzt. Die Tänzerwalzen 10 sind in Pfeilrichtung 18 verschiebbar angeordnet.

Ziel der Erfindung ist es nun, unabhängig von dem Tempo der Zufuhr von Bedruckstoffbahn 1 in den Vorratpuffer VP zu gewährleisten, dass die Abzugseinrichtung 16 die Bedruckstoffbahn 1 immer in nahezu konstanter Geschwindigkeit aus dem Vorratpuffer VP abzieht. Um dieses Ziel zu erreichen, werden im Vorratspuffer VP Sensoren angeordnet, vorteilhafterweise drei Sensoren. Ein erster Sensor 13 ist derart angeordnet, dass er mit einem Sensorsignal LS1 anzeigt, ob der Vorratspuffer VP leer ist, also das Ende der Schlaufe 19 am Sensor 13 vorbeigelaufen ist oder nicht. Ein zweiter Sensor 14 zeigt mit einem zweiten Sensorsignal LS2 an, wenn das Ende der Schlaufe 19 am Sensor 14 vorbeiläuft, das Sensorsignal LS2 zeigt also an, ob die Schlaufe in Solllage ist. Schließlich zeigt ein dritter Sensor 15 mit dem Sensorsignal LS3 an, ob das Ende der Schlaufe 19 am Sensor 15 vorbeilaufen ist, also ob der Vorratspuffer VP voll ist oder nicht.

Mit Hilfe der Sensorsignale LS1 bis LS3 kann nun die Abzugseinrichtung 16 so gesteuert werden, dass das Ende der Schlaufe 19 um die Solllage schwankt. Z.B. zeigt das Sensorsignal LS1 an, dass der Vorratspuffer VP nicht leer ist und das Sensorsignal LS3 zeigt an, dass der Vorratspuffer VP nicht voll ist. Bei diesem Zustand kann das Ende der Schlaufe 19 um die Solllage schwanken, so dass das Sensorsignal LS2 anzeigt, ob das Ende der Schlaufe 19 den Sensor 14 überschreitet oder unterschreitet.

Die Sensorsignale LS1 bis LS3 werden einer Puffersteuerung 20 zugeleitet (4), die in Abhängigkeit der Sensorsignale LS1 bis LS3 die Abzugseinrichtung 16, also dessen Motor 17, regelt, so dass das Ende der Schlaufe 19 um die Solllage schwankt. Dadurch ist gewährleistet, dass immer genügend Bedruckstoffbahn 1 im Vorratspuffer VP enthalten ist, so dass Bedruckstoffbahn mit kontinuierlicher Geschwindigkeit aus dem Vorratspuffer VP entnommen werden kann, ohne dass der Zustand Vorratspuffer VP 'leer' (angezeigt durch das Sensorsignal LS1) auftreten kann. Die Puffersteuerung 20 kann ein Mikroprozessor von üblichen Aufbau sein, der derart programmiert ist, dass er in Abhängigkeit der Sensorsignale LS1 bis LS3 ein Regelsignal RS abgibt, das dem Motor 17 zugeführt wird, der die Bedruckstoffbahn 1 mit einer Geschwindigkeit aus dem Vorratspuffer VP transportiert, für die sich das oben geschilderte Verhalten ergibt.

Aus 5 ergeben sich Kurven, die die Geschwindigkeit der Bedruckstoffbahn 1 aufgetragen über der Zeit t am Eingang des Vorratspuffers VP (obere Kurve) und am Ausgang des Vorratspuffers VP (untere Kurve) darstellen. Aus 5 ist ersichtlich, dass die Bedruckstoffbahn 1 in stark variierender Geschwindigkeit dem Vorratspuffer VP zugeleitet wird, z.B. gibt es Stillstandszeiten ts und Zeiten tn, bei denen die Geschwindigkeit gemäß einer Rampe ansteigt oder abfällt und Zeiten tk, in denen die Geschwindigkeit konstant ist und Zeiten ta, in denen die Geschwindigkeit negativ wird, also Bedruckstoffbahn 1 aus dem Vorratspuffer VP zurückgezogen wird. Dieses sehr unterschiedliche Verhalten in der Bewegung der Bedruckstoffbahn 1 am Eingang des Vorratspuffers VP muss nun durch einen geregelten Betrieb der Abzugseinrichtung 16 ausgeglichen werden und in eine Bewegung der Bedruckstoffbahn 1 entsprechend unterer Kurve umgewandelt werden. Die Abzugseinrichtung 16 wird so geregelt, dass zu Beginn des Betriebes die Geschwindigkeit der Abzugseinrichtung 16 ansteigt (Rampe tr) und dann in etwa konstant bleibt (Verlauf td).

Aus 6 ergibt sich das Verhalten der Tänzerwalzen 10 im Vorratspuffer VP, wenn die Druckeinrichtung in einem ersten Betriebsmodus (z.B. mode 1) arbeitet und Bedruckstoffbahn 1 entsprechend 5, obere Kurve, dem Vorratspuffer VP zugeführt wird. Zunächst ist der Vorratspuffer VP leer, die Tänzerwalzen 10 befinden sich in der Puffer 'leer'-Stellung. Die Abzugseinrichtung 16 arbeitet mit Verzögerung mit einer vom Betriebsmodus abhängigen mittleren Anfangsgeschwindigkeit. Die Folge ist, dass die Tänzerwalzen 10 in den Vorratspuffer VP hineinwandern solange bis sie und damit das Ende der Schlaufe 19 am Sensor 14 vorbeilaufen und diesen abdecken (angezeigt durch das Sensorsignal LS2). Laufen die Tänzerwalzen 10 nach unten am Sensor 14 vorbei und unterschreiten sie die Solllage, wird in Abhängigkeit des Sensorssignals LS2 die Geschwindigkeit der Abzugseinrichtung 16 erhöht bis die Tänzerwalzen 10 den Sensor 14 wieder überschreiten und sich damit das Sensorsignal LS2 wieder ändert. Die Tänzerwalzen 10 befinden sich dann wieder oberhalb der Solllage. Jetzt wird die Geschwindigkeit erniedrigt. Die Folge dieser Regelung der Abzugseinrichtung 16 ist, dass die Tänzerwalzen 10 um die Solllage schwanken. Die Geschwindigkeit der Abzugseinrichtung 16 wird erst dann nicht mehr geändert, wenn die Zeitdauer, in der sich die Tänzerwalzen 10 über der Solllage befinden mit der Zeitdauer übereinstimmt, in der sich die Tänzerwalzen 10 unterhalb der Solllage befinden. Die dann erreichte Geschwindigkeit der Abzugseinrichtung 16 legt die mittlere Arbeitsgeschwindigkeit der Abzugseinrichtung 16 fest.

Wenn im gleichen Betriebsmodus Bedruckstoffbahn 1 eines anderen Formates bedruckt wird, ändern sich die Verhältnisse bei der Zufuhr von Bedruckstoffbahn 1 zum Vorratspuffer VP. Dies zeigt 6 bei t0. Ergebnis dieser Änderung ist, dass die Tänzerwalzen 10 über oder unter die Solllage wandern und die mittlere Arbeitsgeschwindigkeit geändert werden muss. Die Vorgehensweise entspricht der oben angegebenen Arbeitsweise, d.h. die Geschwindigkeit der Abzugseinrichtung 16 wird erhöht oder erniedrigt bis die Zeitdauer der Tänzerwalzen 10 oberhalb der Solllage und unterhalb der Solllage wieder gleich ist. Die Geschwindigkeit, die sich dann eingestellt hat, wird als Arbeitsgeschwindigkeit weiter verwendet.

Aus 7 ergibt sich der Fall, dass beim Druckbetrieb der Betriebsmodus geändert wird mit der Folge, dass die Zufuhr an Bedruckstoffbahn 1 in den Vorratspuffer VP sich erheblich ändert. Zunächst wird im ersten Betriebsmodus (mode 1) wie in 4 gearbeitet. Das sich einstellende Verhalten der Abzugseinrichtung 16 entspricht dem der 6. Zum Zeitpunkt t1 wird der Betriebsmodus (von mode 1 auf mode 2) der Druckeinrichtung geändert. Im Beispiel wird mehr Bedruckstoffbahn 1 in den Vorrratspuffer VP transportiert. Da die Arbeitsgeschwindigkeit zunächst gleich bleibt, wandern die Tänzerwalzen 10 und damit die Schlaufe 19 im Vorratspuffer VP nach unten bis die Tänzerwalzen 10 den Sensor 15 abdecken, so dass der Sensor das Sensorsignal LS3 ändert. Auf Grund dessen wird die Puffersteuerung 20 die Geschwindigkeit der Abzugseinrichtung 16 erheblich erhöhen bis die Tänzerwalzen 10 wieder den Sensor 14 überqueren und dieser das Sensorsignal LS2 ändert. Anschließend arbeitet die Abzugseinrichtung 16 mit einer an den neuen Betriebsmodus (mode 2) angepassten mittleren Arbeitsgeschwindigkeit weiter, die im weiteren Verlauf korrigiert wird wie dies bei 6 dargestellt worden ist. Entsprechend ist das Verhalten der Puffereinrichtung PE, wenn die Änderung des Betriebsmodus dazu führt, dass weniger Bedruckstoffbahn 1 in den Vorratspuffer VP geliefert wird. Dann überschreiten die Tänzerwalzen 10 den Sensor 13, dieser ändert das Sensorsignal LS1 ab mit der Folge, dass die Puffersteuerung 20 die Geschwindigkeit der Abzugseinrichtung 16 erniedrigt bis die Tänzerwalzen 10 die Solllage unterschreiten. Dann erfolgt wieder die Einstellung der mittleren Arbeitsgeschwindigkeit bei der Abzugseinrichtung 16.

Mit dieser Regelung der Abzugseinrichtung 16 wird somit erreicht, dass im Vorratspuffer VP immer ein Vorrat an Bedruckstoffbahn 1 vorhanden ist, der ausreichend ist, um eine kontinuierliche Abgabe an Bedruckstoffbahn 1 an eine nachfolgende Maschine MA2 der Nachverarbeitung zu gewährleisten. Diese Maschinen MA2 der Nachverarbeitung können ohne Abschaltung arbeiten und sind somit vom Betrieb der Druckeinrichtung entkoppelt und bedürfen keine aufwändigen Steuerung.

Die Glättungseinrichtung GE, mit der die Oberfläche der Bedruckstoffbahn 1 geglättet und mit Glanz versehen wird, weist mehrere hintereinander liegende Glättungswalzen 5 als Funktionsmodul auf, zwischen denen die Bedruckstoffbahn 1 hindurch geführt wird. Die Glättungswalzen können so aufgebaut sein, wie es in EP 0 758 766 B1 beschrieben ist. Sie werden erwärmt und an die Bedruckstoffbahn 1 angedrückt. Dadurch wird die Oberfläche der Bedruckstoffbahn 1 geglättet.

8 zeigt eine erste Ausführungsform der erfindungsgemäßen Befeuchtungseinrichtung BE in prinzipieller Darstellung. Die Bedruckstoffbahn 1 wird durch eine Umlenkwalze 21 in die Einrichtung BE hinein bewegt. In der Befeuchtseinrichtung BE sind im Ausführungsbeispiel zwei Befeuchtungsmodule 22 und 23 als Funktionsmodul angeordnet, jeweils eine auf jeder Seite der Bedruckstoffbahn 1. Damit kann jede Seite der Bedruckbahn 1 mit einem Befeuchtungsmittel beaufschlagt werden. Es ist jedoch auch möglich, nur ein Befeuchtungsmodul auf einer Seite der Bedruckstoffbahn 1 vorzusehen. Weiterhin ist eine weitere verschiebbare Umlenkwalze 24 so angeordnet, dass die Bedruckstoffbahn 1 gespannt an den Befeuchtungsmodulen 22, 23 vorbeibewegt werden kann. Schließlich kann am Ausgang der Befeuchtungseinrichtung BE eine Umlenkwalze 25 angeordnet werden, durch die die Bedruckstoffbahn 1 der Kühleinrichtung KE zugeleitet werden kann. Die Umlenkwalzen 21, 24 können in Richtung zueinander und damit zur Haupttransportrichtung verschoben werden.

Die Befeuchtungsmodule 22, 23 können auf bekannte Weise aufgebaut sein. Sie können z.B. als Rotorenzerstäuber realisiert sein, wie sie in DE 41 36 878 C2 offenbart sind. Mit einem derartigen Rotorenzerstäuber kann das Befeuchtungsmittel auf die Bedruckstoffbahn 1 aufgesprüht werden. Da das Befeuchtungsmittel sowohl eine Befeuchtungsflüssigkeit aufweist als auch ein Gleitmittel, wird die Bedruckstoffbahn 1 sowohl befeuchtet, um deren Feuchtigkeit einzustellen, als auch die Gleitfähigkeit erhöht. Die Bedruckstoffbahn 1 kann anschließend wieder weiter bearbeitet werden, ohne dass z.B. die oben beschriebenen unerwünschten Anlagerungen von Toner an den Maschinen MA2 der Nachverarbeitung auftreten können. Dadurch wird auch eine Verschlechterung der Druckqualität vermieden. Die Befeuchtungsmodule 22, 23 können auch als Sprühdüsen realisiert sein.

Um die beiden beschriebenen Vorteile zu erreichen, ist das Befeuchtungsmittel aus zwei Komponenten aufgebaut: einer Befeuchtungsflüssigkeit, z.B. Wasser, und einem Gleitmittel. Das Gleitmittel muss dabei in der Befeuchtungsflüssigkeit lösbar sein. Beispiele für derartige Gleitmittel sind:

Silikonöl; Silikonöl mit Additiven, wie Wachs oder ein Polymer;

mineralische, pflanzliche oder synthetische Öle, wie sie zur Kühlung von Bohrmaschinen verwendet werden.

Da die Bedruckstoffbahn 1 unterschiedliche Eigenschaften bezüglich Feuchtigkeit und Gleitfähigkeit aufweisen können, ist es zweckmäßig, entsprechend der zu bedruckenden Bedruckstoffbahn 1 unterschiedliche Befeuchtungsmittel vorzusehen. Dazu ist erforderlich, den Anteil an Gleitmittel im Befeuchtungsmittel an die Bedruckstoffbahn 1 anzupassen.

Ein Beispiel eines Anteils an Gleitmittel im Verhältnis zur Befeuchtungsflüssigkeit kann bei 1 zu 10 liegen.

Der Anteil des Gleitmittels in dem Befeuchtungsmittel kann z.B. über die elektrische Leitfähigkeit des Befeuchtungsmittels ermittelt werden, die vom Anteil des Gleitmittels abhängt. Das einer Bedruckstoffbahn 1 zugeordnete Befeuchtungsmittel kann selbstverständlich auch empirisch ermittelt werden.

Die 9 bis 11 zeigen eine weitere Befeuchtungseinrichtung 26, die als Walzenanordnung 27 als Funktionsmodul realisiert ist. Im Ausführungsbeispiel sind auf beiden Seiten der Bedruckstoffbahn 1 Auftragswalzen 28, 29 zur Zufuhr des Befeuchtungsmittels angeordnet, die jedoch gleich aufgebaut sein können und die im folgenden gemeinsam behandelt werden.

Die Befeuchtungseinrichtung 26 weist also Auftragswalzen 28 bzw. 29 auf, um die Bedruckstoffbahn 1 auf beiden Seiten befeuchten zu können. Wenn die Bedruckstoffbahn 1 nur auf einer Seite befeuchtet werden soll, reicht eine Auftragswalze aus. Dann ist es zweckmäßig, auf der anderen Seite der Bedruckstoffbahn 1 ein Gegenelement, z.B. eine Stange, anzuordnen, gegen die die Auftragswalze die Bedruckstoffbahn 1 andrückt.

Die Auftragswalzen 28 bzw. 29 sind an einem ersten Anlenkhebel 32 bzw. 33 gelagert, die ihrerseits in einem Gehäuse 34 gelagert sind. Auf die Anlenkhebel 32 bzw. 33 wirkt eine Kraft in Richtung zur Bedruckstoffbahn 1. Diese Kraft kann wie in den 9 bis 11 gezeigt mit Hilfe einer Feder 35 bzw. 36 realisiert werden. Es ist jedoch auch möglich, die Kraft mit einem hydraulischen, pneumatischen Kraftelement oder durch ein Gewicht zu realisieren. Damit ist gewährleistet, dass die Auftragswalzen 28 bzw. 29 auf der Bedruckstoffbahn 1 aufliegen.

Die Befeuchtung der Auftragswalzen 28 bzw. 29 mit dem Befeuchtungsmittel erfolgt mit Hilfe der Auftragselemente 30 bzw. 31, die eine Zuführbohrung 37 bzw. 38 und einen Verteilerkanal 39 bzw. 40 mit einem Verteilerspalt 41 bzw. 42 aufweisen. Dem Auftragselement 30 bzw. 31 wird das Befeuchtungsmittel durch ein Fördersystem 43 zugeführt, das z.B. aus einer Pumpe 44 und einem Vorratsbehälter 45 bestehen kann. Das Befeuchtungsmittel wird vom Fördersystem 43 der Zuführbohrung 37 bzw. 38 zugeleitet und gelangt von dort in den Verteilerkanal 39 bzw. 40 und den Verteilerspalt 41 bzw. 42. Bei kleinen Auftragsmengen erfolgt die Dosierung durch die Kapillarwirkung des Verteilerspaltes 41 bzw. 42. Der Verteilerspalt 41 bzw. 42 kann zur Verbesserung der Kapillarwirkung auch mit einem durchlässigen Material, wie z.B. einem Vlies, Docht, Sinterwerkstoff, ausgestattet sein. Bei größeren Auftragsmengen an Befeuchtungsmittel kann der Druck des Fördersystems 43 so eingestellt werden, dass sich auf Grund des Strömungswiederstandes des Verteilerspaltes 41 bzw. 42 eine bestimmte Flüssigkeitsmenge einstellt. Wichtig ist dabei, dass der Strömungswiderstand des Verteilerspaltes 41 bzw. 42 deutlich größer ist, als die sonstigen Strömungswiderstände in der Zuführung für das Befeuchtungsmittel. Wenn die Pumpe 44 und der Vorratsbehälter 45 unterhalb der Auftragselemente 30 bzw. 31 angeordnet sind, hat dies den Vorteil, dass der Befeuchtungsmittelstrom aufhört, sobald die Pumpe 44 still steht. Ein Abtropfen von Befeuchtungsmittel auf die Bedruckstoffbahn 1 wird somit vermieden.

Um den Übergang von Befeuchtungsmittel auf die Auftragswalzen 28 bzw. 29 zu gewährleisten, ist es zweckmäßig, das Auftragselement 30 bzw. 31 an einem zweiten Anlenkhebel 46 bzw. 47 zu lagern, der seinerseits im Gehäuse 34 gelagert ist. Dabei kann die Lagerung von Auftragswalze 28 bzw. 29 und Auftragselement 30 bzw. 31 derart sein, dass die Bewegungsrichtung der Auftragswalze 28 bzw. 29 zur Bedruckstoffbahn 1 und die Bewegungsrichtung des Auftragselementes 30 bzw. 31 zur Auftragswalze 28 bzw. 29 annähernd senkrecht zueinander liegen. Dann ist die Anpresskraft der Auftragswalze 28 bzw. 29 auf die Bedruckstoffbahn 1 und des Auftragselementes 30 bzw. 31 auf die Auftragswalze 28 bzw. 29 voneinander entkoppelt und unabhängig einstellbar. Um eine zuverlässige Übertragung des Befeuchtungsmittels auf die Auftragswalze 28 bzw. 29 sicherzustellen, kann an dem zweiten Anlenkhebel 46 bzw. 47 eine Kraft in Richtung zur Auftragswalze 28 bzw. 29 angreifen. Dies Kraft kann durch eine Feder 48 bzw. 49 oder ein anderes Kraftelement realisiert sein.

Durch die Kraftelemente, die an den Auftragswalzen 28 bzw. 29 angreifen, kann mit einer ungleichen Vorspannung ein gleichmäßiger Druck auf die Bedruckstoffbahn 1 ausgeübt werden, wenn die Bedruckstoffbahn 1 asymmetrisch geführt wird. Die zweite Befeuchtungseinrichtung 26 kann selbstverständlich auch nur zur Beölung der Bedruckstoffbahn 1 eingesetzt werden, um dessen Gleiteigenschaften zu verbessern (1). Dann wird ihr nur das Gleitmittel zugeführt.

Die Kühleinrichtung KE kann durch Kühlwalzen 6, 7 als Funktionsmodul realisiert werden, die hohl ausgebildet sind und durch die Kühlluft geleitet wird. Wenn die Bedruckstoffbahn 1 über die Kühlwalzen 6, 7 geleitet wird, wird diese abgekühlt. Zwei Kühlwalzen 7 können fest angeordnet sein, eine Kühlwalze 6 kann verschiebbar sein, so dass diese nach oben zu den beiden übrigen Kühlwalzen 7 verschoben werden kann, um einen ebenen Weg für die Bedruckstoffbahn zu schaffen (Haupttransportrichtung).

Die Beölungseinrichtung SE kann entweder mit der Befeuchtungseinrichtung BE kombiniert sein, 2, oder getrennt nach der Kühleinrichtung KE oder in der Kühleinrichtung KE benachbart zu der letzten Kühlwalze angeordnet werden. Im letzteren Fall kann die Beölungseinrichtung SE so realisiert sein wie dies bei den 9 bis 11 dargestellt ist.

Die Abzugseinrichtung AE kann realisiert sein wie es in 3 gezeigt ist und beschrieben ist. Sie liegt jedoch nicht am Ausgang der Puffereinrichtung PE, sondern zweckmäßigerweise am Ausgang der Multifunktionseinrichtung MFE.

MFEMultifunktionseinrichtung PEPuffereinrichtung GEGlättungseinrichtung BEBefeuchtungseinrichtung KEKühleinrichtung SEBeölungseinrichtung oder Beschichtungseinrichtung AEAbzugseinrichtung MA1elektrografische Druckeinrichtung MA2Maschine der Nachverarbeitung VPVorratspuffer 1Bedruckstoffbahn 2Umlenkwalzen (verschiebbar) 3Umlenkwalzen (fest gelagert) 4Umlenkwalze 5Glättungswalzen 6Kühlwalze (fest gelagert) 7Kühlwalze (verschiebbar) 10Tänzerwalzen 11Verbindungssteg 12Umlenkwalzen 13Sensor 1 14Sensor 2 15Sensor 3 16Abzugseinrichtung 17Motor 18Bewegungsrichtung der Tänzerwalzen 19Schlaufe der Bedruckstoffbahn 20Puffersteuerung LS1Sensorsignal = Vorratspuffer voll LS2Sensorsignal = Schlaufe in Solllage LS3Sensorsignal = Vorratspuffer leer RSRegelsignal tZeit 21Umlenkwalzen 22, 23Befeuchtungsmodule 24Umlenkwalze 25Umlenkwalze 26zweite Befeuchtungseinrichtung 27Walzenanordnung 28, 29Auftragswalzen 30, 31Auftragselemente 32, 33erste Anlenkhebel 34Gehäuse 35, 36erstes Andruckelement = Feder 37, 38Zuführbohrung 39, 40Verteilerkanal 41, 42Verteilerspalt 43Fördersystem 44Pumpe 45Vorratsbehälter 46, 47zweiter Anlenkhebel 48, 49zweites Andruckelement = Feder

Anspruch[de]
  1. Multifunktionseinrichtung zur Nachbearbeitung einer von einer elektrografischen Druckeinrichtung bedruckten Bedruckstoffbahn,

    bei der nach Verlassen der Druckstation der Druckeinrichtung nacheinander in Transportrichtung der Bedruckstoffbahn (1) gesehen wahlweise jeweils

    – eine Einrichtung zur Pufferung der Bedruckstoffbahn (1) (Puffereinrichtung PE),

    – eine Einrichtung zur Glättung der Bedruckstoffbahn (1) (Glättungseinrichtung GE),

    – eine Einrichtung zur Befeuchtung der Bedruckstoffbahn (1) (Befeuchtungseinrichtung BE),

    – eine Einrichtung zur Kühlung der Bedruckstoffbahn (1) (Kühlungseinrichtung KE),

    – eine Einrichtung zur Beölung der Bedruckstoffbahn (1) (Beölungseinrichtung SE),

    – eine Einrichtung zum Abzug der Bedruckstoffbahn (1) (Abzugseinrichtung AE)

    vorgesehen ist.
  2. Multifunktionseinrichtung nach Anspruch 1, bei der die Einrichtungen (PE, GE, BE, KE, SE) derart aneinander angepasst sind, dass sie wahlweise außer Funktion setzbar sind ohne die Funktion der übrigen Einrichtungen zu beeinflussen.
  3. Multifunktionseinrichtung nach Anspruch 2,

    – bei der die Einrichtungen (PE, GE, BE, KE, SE) derart gestaltet sind, dass die Bedruckstoffbahn (1) in den einzelnen Einrichtungen (PE, GE, BE, KE, SE)) über Umlenkwalzen (2, 3) geführt ist, die derart fest oder verschiebbar angeordnet sind, dass eine Haupttransportrichtung für die Bedruckstoffbahn (1) innerhalb der Einrichtungen (PE, GE, BE, KE, SE) festlegbar ist,

    – bei der die außerhalb der Haupttransportrichtung der Bedruckstoffbahn (1) angeordneten Umlenkwalzen (2) verschiebbar in Richtung zur Haupttransportrichtung angeordnet sind, so dass sie die Bedruckstoffbahn (1) in Richtung zu den Funktionseinheiten (z.B. 5, 10, 22, 23, SE) der jeweiligen Einrichtungen (PE, GE, BE, KE, SE) bewegen können (in die Betriebsposition) bzw. in entgegengesetzter Richtung die Bedruckstoffbahn (1) in Richtung zur Haupttransportrichtung bewegen können (in die Ruheposition).
  4. Multifunktionseinrichtung nach Anspruch 3, bei der zum Wechsel der Bedruckstoffbahn (1) die verschiebbaren Umlenkwalzen (2) in Richtung zur Haupttransportrichtung der Bedruckstoffbahn (1) verschiebbar sind, so dass die Bedruckstoffbahn (1) einen geraden Transportweg durch die Einrichtungen (PE, GE, BE, KE, SE) einnimmt.
  5. Multifunktionseinrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, bei der die Einrichtung zur Beölung (SE) innerhalb der Kühleinrichtung (KE) derart angeordnet ist, dass die Bedruckstoffbahn zunächst über als Kühlwalzen (6, 7) realisierte Umlenkwalzen geführt ist und dann an der Beölungseinrichtung (SE) vorbeiläuft.
  6. Multifunktionseinrichtung nach Anspruch 1 bis 4, bei der die Beölungseinrichtung (SE) in der Befeuchtungseinrichtung (BE) integriert ist.
  7. Multifunktionseinrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 6, mit einer Puffereinrichtung (PE)

    – aus einem Vorratspuffer (VP) mit mindestens einem Wirkmittel, dessen Wirkkraft auf die Bedruckstoffbahn (1) einwirkt, um eine Schlaufe (19) der Bedruckstoffbahn (1) im Vorratspuffer (VP) zu bilden,

    – aus im Vorratspuffer (VP) die Schlaufe (19) abtastende Sensoren (13, 14, 15), die die Länge der Schlaufe (19) anzeigende Sensorsignale (LS1 bis LS3) abgeben,

    – aus einer am Ausgang der Multifunktionseinrichtung (MFE) angeordneten Abzugseinrichtung (AE, 16), die die Bedruckstoffbahn (1) gesteuert von den Sensorsignalen (LS1 bis LS3) mit kontinuierlicher Geschwindigkeit aus dem Vorratspuffer (VP) fördert.
  8. Multifunktionseinrichtung nach Anspruch 7, bei der die Wirkmittel mindestens ein bewegliche Tänzerwalze (10) aufweisen.
  9. Multifunktionseinrichtung nach Anspruch 8, bei der die Wirkmittel zwei Tänzerwalzen (10) aufweisen, die über einen Rahmen (11) starr miteinander verbunden sind.
  10. Multifunktionseinrichtung nach Anspruch 9, bei der im Vorratspuffer (VP) drei Sensoren (13, 14, 15) derart in Schlaufenrichtung angeordnet sind, dass

    – der erste Sensor (13) anzeigt (erstes Sensorsignal LS1), ob der Vorratspuffer (VP) leer ist,

    – der zweite Sensor (14) anzeigt (zweites Sensorsignal LS2), ob die Schlaufe (19) der Bedruckstoffbahn (1) in Solllage ist,

    – der dritte Sensor (15) anzeigt (drittes Sensorsignal LS3), ob der Vorratspuffer (VP) voll ist.
  11. Multifunktionseinrichtung nach Anspruch 10, bei der eine Puffersteuerung (20) vorgesehen ist, der die Sensorsignale (LS1 bis LS3) zugeführt werden und die die Abzugseinrichtung (AE, 16) derart steuert, dass die Schlaufe (19) um die Solllage schwankt.
  12. Multifunktionseinrichtung nach Anspruch 11, bei der die Puffersteuerung (20) die Abzugseinrichtung (AE, 16) derart steuert, dass sie

    – mit hoher Geschwindigkeit arbeitet, wenn der dritte Sensor (15) mit dem dritten Sensorsignal (LS3) anzeigt, dass der Vorratspuffer (VP) voll ist und mit dieser Geschwindigkeit weiter arbeitet bis der zweite Sensor (14) anzeigt, dass die Schlaufe (19) in Solllage ist,

    – mit niedriger Geschwindigkeit arbeitet, wenn er erste Sensor (15) mit dem ersten Sensorsignal (LS1) anzeigt, dass der Vorratspuffer (VP) leer ist und mit dieser Geschwindigkeit weiter arbeitet bis der zweite Sensor (14) anzeigt, dass die Schlaufe (19) Solllage erreicht hat,

    – mit mittlerer vom Betriebsmodus der Druckeinrichtung abhängiger Geschwindigkeit arbeitet, wenn der zweite Sensor (14) anzeigt, dass die Schlaufe (19) in Solllage ist.
  13. Multifunktionseinrichtung nach Anspruch 12, bei der die Puffersteuerung (20) die Abzugseinrichtung (AE, 16) derart steuert,

    – dass diese bei Erreichen der Solllage durch die Schlaufe (19) mit vom Betriebsmodus abhängiger mittlerer Anfangsgeschwindigkeit arbeitet,

    – dass bei Unterschreiten der Solllage durch die Schlaufe (19) in Richtung zum dritten Sensor (15) die Geschwindigkeit erhöht wird bis die Schlaufe (19) die Solllage in Richtung zum ersten Sensor (13) überschreitet und dann die Geschwindigkeit wieder erniedrigt wird,

    – dass diejenige Geschwindigkeit als mittlere Arbeitsgeschwindigkeit beibehalten wird, bei der die Zeitdauer, in der die Schlaufe (19) oberhalb der Solllage sich befindet mit der Zeitdauer übereinstimmt, in der sich die Schlaufe (19) unterhalb der Solllage befindet.
  14. Multifunktionseinrichtung nach Anspruch 13, bei der die Puffersteuerung (20) die Abzugseinrichtung (AE, 16) derart steuert, dass nach dem Start der Druckeinrichtung die Abzugseinrichtung (AE, 16) nach einer Verzögerung mit der Geschwindigkeit arbeitet, die der mittleren Anfangsgeschwindigkeit entspricht.
  15. Multifunktionseinrichtung nach einem der Ansprüche 7 bis 13, bei der die Sensoren (13, 14, 15) als Lichtschranken realisiert sind.
  16. Multifunktionseinrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, mit einer Befeuchtungseinrichtung (BE, 22 und 23, 26), die ein Befeuchtungsmittel aus einer Befeuchtungsflüssigkeit und einem darin gelösten Gleitmittel auf die Bedruckstoffbahn (1) aufbringt.
  17. Multifunktionseinrichtung nach Anspruch 16, bei der die Befeuchtungsflüssigkeit Wasser ist.
  18. Multifunktionseinrichtung nach Anspruch 16 oder 17, bei der das Gleitmittel Silikonöl ist.
  19. Multifunktionseinrichtung nach Anspruch 16, 17 oder 18, bei der das Gleitmittel eine Emulsion auf der Basis eines Silikonöls ist.
  20. Multifunktionseinrichtung nach Anspruch 19, bei der dem Silikonöl ein Additiv beigesetzt ist.
  21. Multifunktionseinrichtung nach Anspruch 20, bei der das Additiv Wachs oder ein Polymer ist.
  22. Multifunktionseinrichtung nach Anspruch 16 oder 17, bei der das Gleitmittel eine Emulsion auf der Basis von mineralischen, pflanzlichen oder synthetischen Ölen ist.
  23. Multifunktionseinrichtung nach Anspruch 22, bei der die Emulsion ein in der Metallverarbeitung verwendbarer Kühlschmierstoff ist.
  24. Multifunktionseinrichtung nach Anspruch 16 bis 23, bei der der Anteil des Gleitmittels in dem Befeuchtungsmittel von der zu bedruckenden Bedruckstoffbahn (1) abhängig ist.
  25. Multifunktionseinrichtung nach Anspruch 24, bei der der Anteil des Gleitmittels in dem Befeuchtungsmittel durch Messung dessen elektrischer Leitfähigkeit ermittelt wird und in Abhängigkeit der Messung Gleitmittel dem Befeuchtungsmittel zugesetzt wird.
  26. Multifunktionseinrichtung nach einem der Ansprüche 16 bis 25, bei der die Befeuchtungseinrichtung (BE, 22, 23, 26) derart ausgeführt ist, dass bei Wechsel der Bedruckstoffbahn (1) das bisher in der Befeuchtungseinrichtung vorhandene Befeuchtungsmittel entfernt wird und das der neuen Bedruckstoffbahn (1) zugeordnete Befeuchtungsmittel eingefüllt wird.
  27. Multifunktionseinrichtung nach einem der Ansprüche 16 bis 26, bei der die Befeuchtungseinrichtung (BE, 22, 23) ein Rotorenzerstäuber oder Sprühdüse ist, der benachbart zur Bedruckstoffbahn (1) angeordnet ist.
  28. Multifunktionseinrichtung nach Anspruch 27, bei der auf beiden Seiten der Bedruckstoffbahn (1) jeweils ein Rotorenzerstäuber oder Sprühdüse angeordnet ist.
  29. Multifunktionseinrichtung nach Anspruch 16, bei der die Befeuchtungseinrichtung (BE, 26) eine Walzenanordnung (27) aufweist

    – mit mindestens einer Auftragswalze (28 bzw. 29), die auf einer Seite der Bedruckstoffbahn (1) derart angeordnet ist, dass sie an die Bedruckstoffbahn (1) andrückbar ist,

    – mit einem der Auftragswalze (28, bzw. 29) zugeordneten Auftragselement (30 bzw. 31), das an die Auftragswalze (28 bzw. 29) anschwenkbar ist und das das Befeuchtungsmittel auf die Auftragswalze (28 bzw. 29) überträgt,

    – und mit einem Gegenelement auf der der Auftragwalze gegenüber liegenden Seite der Bedruckstoffbahn (1).
  30. Multifunktionseinrichtung nach Anspruch 29, bei der das Gegenelement eine weitere Auftragswalze (28 oder 29) mit einem zugeordneten weiteren Auftragselement 30 oder 31) ist.
  31. Multifunktionseinrichtung nach Anspruch 29 oder 30, bei der die Auftragswalze (28 bzw. 29) frei beweglich ist.
  32. Multifunktionseinrichtung nach einem der Ansprüche 29 bis 31, bei der die Anschwenkrichtung der Auftragswalze (28 bzw. 29) zur Bedruckstoffbahn (1) und die Anschwenkrichtung des Auftragselementes (30 bzw. 31) zur Auftragswalze annähernd senkrecht zueinander liegen.
  33. Multifunktionseinrichtung nach einem der Ansprüche 29 bis 32,

    – bei der die Auftragswalze (28 bzw. 29) an einem ersten Anlenkhebel (32 bzw. 33) gelagert ist, der seinerseits in einem Gehäuse (34) derart gelagert ist, dass die Auftragswalze (28 bzw. 29) eine Schwenkbewegung zur Bedruckstoffbahn (1) ausführen kann,

    – bei der zwischen Gehäuse (34) und ersten Anlenkhebel (32 bzw. 33) ein erstes Andruckelement (35 bzw. 36) angeordnet ist, das eine Kraft auf den ersten Anlenkhebel (32 bzw. 33) und damit auf die Auftragswalze (28 bzw. 29) in Richtung zur Bedruckstoffbahn (1) ausübt.
  34. Multifunktionseinrichtung nach einem der Ansprüche 29-33,

    – bei der das Auftragselement (30 bzw. 31) an einem zweiten Anlenkhebel (46 bzw. 47) gelagert ist, der seinerseits derart am Gehäuse (34) gelagert ist, dass bei Bewegung des zweiten Anlenkhebels (46 bzw. 47) das Auftragselement (30 bzw. 31) eine Bewegung in Richtung zur Auftragswalze (28 bzw. 29) ausführen kann,

    – bei der zwischen Gehäuse (34) und zweiten Anlenkhebel (46 bzw. 47) ein zweites Andruckelement (48 bzw. 49) angeordnet ist, das eine Kraft auf den zweiten Anlenkhebel (46 bzw. 47) und damit auf das Auftragselement (30 bzw. 31) in Richtung zur Auftragswalze (28 bzw. 29) ausübt.
  35. Multifunktionseinrichtung nach Anspruch 33 oder 34, bei der die Kraft der Andruckelemente (35, 36, 48, 49) individuell einstellbar ist.
  36. Multifunktionseinrichtung nach einem der Ansprüche 33, 34 oder 35, bei der das Andruckelement (35, 36, 48, 49) eine Feder ist.
  37. Multifunktionseinrichtung nach einem der Ansprüche 33-36,

    – bei der die Auftragswalze (28 bzw. 29) und das Auftragselement (30 bzw. 31) in ihrer Breite an die Breite der Bedruckstoffbahn (1) angepasst ist,

    – bei der Auftragswalze (28 bzw. 29) und Auftragselement (30 bzw. 31) an beiden Enden in Anlenkhebeln (32, 33 bzw. 46, 47) gelagert sind, an denen Andruckelemente (35, 36 bzw. 48, 49) angreifen.
  38. Multifunktionseinrichtung nach einem der Ansprüche 29-37, bei der das Auftragselement (30 bzw. 31) eine Zuführbohrung (37 bzw. 38) und einen Verteilerkanal (39 bzw. 40) mit einem Verteilerspalt (41 bzw. 42) zur Auftragswalze (28 bzw. 29) hin aufweist.
  39. Multifunktionseinrichtung nach Anspruch 38, bei der der Verteilerspalt (41 bzw. 42) verengt im Vergleich zum Verteilerkanal (39 bzw. 40) gestaltet ist, so dass das Befeuchtungsmittel gleichmäßig auf die Auftragswalze (28 bzw. 29) aufgetragen wird.
  40. Multifunktionseinrichtung nach Anspruch 38 oder 39, bei der an der Zuführbohrung (37 bzw. 38) ein Fördersystem (43) angeschlossen ist, das das Befeuchtungsmittel dem Auftragselement (30 bzw. 31) zuführt.
  41. Multifunktionseinrichtung nach Anspruch 40, bei der das Fördersystem (43) unterhalb des Auftragselements (30 bzw. 31) angeordnet ist.
  42. Elektrografisches Druckeinrichtung, bei der am Ausgang der Druckeinrichtung eine Multifunktionseinrichtung (MFE) nach einem der Ansprüche 1 bis 41 angeordnet ist.
  43. Elektrografische Druckeinrichtung, bei der eine Multifunktionseinrichtung (MFE) nach einem der Ansprüche 1 bis 41 innerhalb der Druckeinrichtung nach der Station zur Fixierung der Tonerbilder auf der Bedruckstoffbahn (1) angeordnet ist.
  44. Verfahren zur Nachbearbeitung einer von einer elektrografischen Druckeinrichtung bedruckten Bedruckstoffbahn (1) in einer Multifunktionseinrichtung (MFE),

    bei dem in Transportrichtung der Bedruckstoffbahn (1) gesehen diese

    – zunächst in einer Puffereinrichtung (PE) gepuffert wird,

    – dann in einer Glättungseinrichtung (GE) geglättet wird,

    – dann mit einer Befeuchtungseinrichtung (BE) befeuchtet wird,

    – dann in einer Kühlungseinrichtung (KE) gekühlt wird,

    – dann mit einer Beölungseinrichtung (SE) beölt oder beschichtet wird,

    – schließlich durch eine Abzugseinrichtung (AE) abgezogen wird.
  45. Verfahren nach Anspruch 44,

    – bei dem die Bedruckstoffbahn (1) über in den Einrichtungen (PE, GE, BE, KE, SE) angeordnete verschiebbare Umlenkwalzen (2) und fest angeordnete Umlenkwalzen (3) geführt wird,

    – bei dem die fest angeordneten Umlenkwalzen (3) in einer quer durch die Einrichtungen (PE, GE, BE, KE, SE) und die Multifunktionseinrichtung (MFM) führende Haupttransportrichtung angeordnet werden,

    – bei dem die verschiebbaren Umlenkwalzen (2) derart verschiebbar angeordnet werden, dass sie in eine erste Position verschoben werden können (Betriebsposition), in der die Bedruckstoffbahn (1) an den Funktionseinheiten (5, 10, 22, 23, SE) der jeweiligen Einrichtung (PE, GE, BE, KE, SE) vorbeigeführt wird, und dass sie in eine zweite Position verschoben werden können (Ruheposition), in der sie mit den fest angeordneten Umlenkwalzen (3) die Haupttransportrichtung für die Bedruckstoffbahn (1) bilden.
  46. Verfahren nach Anspruch 45,

    – bei dem zum Wechsel der Bedruckstoffbahn (1) die verschiebbaren Umlenkwalzen (2) in die Ruheposition geschoben werden, so dass sie mit fest angeordneten Umlenkwalzen (3) die Haupttransportrichtung bilden,

    – bei dem dann die Bedruckstoffbahn (1) ausgetauscht wird,

    – bei dem anschließend die verschiebbaren Umlenkwalzen (2) wieder in Betriebsposition geschoben werden.
  47. Verfahren nach Anspruch 45 oder 46, bei dem für Einrichtungen (PE, GE, BE, KE, SE), die außer Betrieb genommen werden, die verschiebbaren Umlenkwalzen (2) in Ruheposition geschoben werden.
  48. Verfahren zur Befeuchtung und Beölung einer Bedruckstoffbahn (1) in einer Multifunktionseinrichtung (MFE) bei einer elektrografischen Druck- oder Kopiereinrichtung, bei dem mit einer Befeuchtungseinrichtung (BE) nach einem der Ansprüche 16 bis 41 ein Befeuchtungsmittel aus einer Befeuchtungsflüssigkeit und einem Gleitmittel auf der Bedruckstoffbahn (1) aufgebracht wird.
  49. Verfahren zur Steuerung des Transportes der Bedruckstoffbahn (1) durch die Multifunktionseinrichtung (MFE) unter Verwendung einer an deren Ausgang angeordneten Abzugseinrichtung (AE), die von einer Puffereinrichtung (PE) nach einem der Ansprüche 7 bis 15 geregelt wird.
  50. Verfahren nach Anspruch 49

    – bei dem durch ein Wirkmittel (10) in einem Vorratspuffer (VP) eine Schlaufe (19) der Bedruckstoffbahn (1) gebildet wird,

    – bei dem die Schlaufe (19) der Bedruckstoffbahn (1) bezüglich deren Lage von Sensoren (13, 14, 15) abgetastet wird, die die Lage der Schlaufe (19) anzeigende Sensorsignale (LS1, LS2, LS3) abgeben,

    – bei dem eine Puffersteuerung (20) in Abhängigkeit der Sensorsignale (LS1, LS2, LS3) die Abzugseinrichtung (AE, 16) derart regelt, dass die Schlaufe (19) der Bedruckstoffbahn (1) unabhängig von der Geschwindigkeit der Zufuhr von Bedruckstoffbahn (1) in den Vorratspuffer (VP) im eingeregelten Zustand immer um eine von einem Sensor (14) abgetasteten Solllage schwankt.
  51. Verfahren nach Anspruch 50,

    bei dem die Puffersteuerung (20) die Abzugseinrichtung (AE, 16) in Abhängigkeit der von drei in Schlaufenrichtung im Vorratspuffer (VP) angeordnete Sensoren (13, 14, 15) abgegebenen Sensorsignalen (LS1, LS2, LS3) derart regelt, dass die Abzugseinrichtung (AE, 16)

    – mit hoher Geschwindigkeit arbeitet, wenn der dritte Sensor (15) mit seinem dritten Sensorsignal (LS3) anzeigt, dass der Vorratspuffer (VP) voll ist und diese Geschwindigkeit beibehält bis der zweite Sensor (14) mit seinem zweiten Sensorsignal (LS2) anzeigt, dass die Schlaufe (19) in Solllage ist,

    – mit niedriger Geschwindigkeit arbeitet, wenn der erste Sensor (15) mit seinem ersten Sensorsignal (LS1) anzeigt, dass der Vorratspuffer (VP) leer ist und diese Geschwindigkeit beibehält bis der zweite Sensor (14) mit seinem zweiten Sensorsignal (LS2) anzeigt, dass die Schlaufe (19) Solllage erreicht hat,

    – mit mittlerer vom Betriebsmodus der Druckeinrichtung abhängiger Geschwindigkeit arbeitet, wenn der zweite Sensor (14) anzeigt, dass die Schlaufe (19) in Solllage ist.
  52. Verfahren nach Anspruch 51,

    bei der die Puffersteuerung (20) die Abzugseinrichtung (AE, 16) derart regelt,

    – dass von dieser bei Erreichen der Solllage durch die Schlaufe (19) mit vom Betriebsmodus abhängiger mittlerer Anfangsgeschwindigkeit gearbeitet wird,

    – dass von dieser bei Überschreiten der Solllage durch die Schlaufe (19) in Richtung zum dritten Sensor (15) die Geschwindigkeit erhöht wird bis die Schlaufe (19) die Solllage in Richtung zum ersten Sensor (13) überschreitet und dann die Geschwindigkeit wieder erniedrigt wird,

    – dass diese diejenige Geschwindigkeit als mittlere Arbeitsgeschwindigkeit beibehält, bei der die Zeitdauer, in der sich die Schlaufe (19) oberhalb der Solllage befindet mit der Zeitdauer übereinstimmt, in der sich die Schlaufe (19) unterhalb der Solllage befindet.
  53. Verfahren nach Anspruch 52, bei der die Puffersteuerung (20) die Abzugseinrichtung (AE, 16) derart regelt, dass nach dem Start der Druckeinrichtung die Abzugseinrichtung (AE, 16) nach einer Verzögerung mit der Geschwindigkeit arbeitet, die der mittleren Anfangsgeschwindigkeit entspricht.
Es folgen 9 Blatt Zeichnungen






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