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Dokumentenidentifikation DE102004002353A1 18.08.2005
Titel Verfahren zur Herstellung eines Aufsatzkranzes für Licht- und Rauchabzugskuppeln
Anmelder Grefe, Rolf, Dipl.-Kfm., 33615 Bielefeld, DE
Erfinder Grefe, Rolf, Dipl.-Kfm., 33615 Bielefeld, DE
Vertreter TER MEER STEINMEISTER & Partner GbR Patentanwälte, 33617 Bielefeld
DE-Anmeldedatum 15.01.2004
DE-Aktenzeichen 102004002353
Offenlegungstag 18.08.2005
Veröffentlichungstag im Patentblatt 18.08.2005
IPC-Hauptklasse E04D 13/03
Zusammenfassung Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung eines Aufsatzkranzes für Licht- und Rauchabzugskuppeln aus GFK in der Form eines Pyramidenstumpfes mit vier in Gehrungslinien ineinander übergehenden Wandteilen. Die vier Wandteile werden getrennt hergestellt, derart, dass die Faser- und Harzmasse in eine geschlossene Form eingefüllt wird, in der wenigstens die Gehrungsflächen der Wandteile formgebunden als glatte Gehrungsflächen ausgebildet werden, und dass die Wandteile anschließend an den Gehrungsflächen miteinander verklebt werden.

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung eines Aufsatzkranzes für Licht- und Rauchabzugskuppeln aus GFK in der Form eines Pyramidenstumpfes mit vier in Gehrungslinien ineinander übergehenden Wandteilen.

Licht- und Rauchabzugskuppeln mit Aufsatzkränzen der hier interessierenden Art werden insbesondere auf Flachdächern oder geringfügig geneigten Dächern von Industriehallen und öffentlichen Gebäuden verwendet. Sie dienen einerseits der Belichtung und Belüftung und im Brandfalle dem Rauchabzug. Aufsatzkränze bestehen zumeist aus abgekanteten Stahlblechen, aus extrudierten, auf Gehrung verbundene PVC-Profilen oder, als einstückige Einheit, aus glasfaserverstärktem Kunststoff, zumeist Polyester.

Aufsatzkränze aus glasfaserverstärktem Kunststoff (GFK) werden heute zunehmend dort eingesetzt, wo komplizierte Einbaubedingungen herrschen und ein höheres Ausstattungsniveau gewünscht wird. Aufsatzkränze aus GFK können in verhältnismäßig einfachen Holz- oder Stahlformen hergestellt werden, die relativ leicht zur Berücksichtigung von Sonderwünschen verändert werden oder neu hergestellt werden können. Es handelt sich zumeist um offene Verfahren, bei denen manuell oder mit Hilfe von Spritzrobotern ein Reaktionsharz zusammen mit dem Fasermaterial, in der Regel Glasfasern, auf eine offene Form aufgebracht werden. Die an die Formfläche angrenzende Seite, zumeist die Innenseite, wird durch Anlehnung an die Formoberfläche als glatte Fläche ausgebildet, während die Rückseite, die zumeist außen liegt, durch die Faserstruktur geprägt und uneben ist. Dieses unebene Erscheinungsbild wirkt wenig professionell, wird jedoch in Kauf genommen, da die Außenfläche von Aufsatzkränzen auf Flachdächern von Industriegebäuden den Blicken in der Regel entzogen ist.

Aufsatzkränze aus glasfaserverstärktem Kunststoff, die zwangsläufig einstückig hergestellt werden, sind naturgemäß äußerst sperrig, so dass sie beim Transport viel Platz benötigen und in der Regel nur mit Hilfe eines Krans auf das auszurüstende Dach transportiert werden können. Bei Aufsatzkränzen aus PVC besteht die Möglichkeit, das Wandprofil in mehr oder weniger endloser Form zu extrudieren und sodann die einzelnen Wandabschnitte auf Gehrung zuzuschneiden. Diese Wandabschnitte können sodann miteinander dicht verschweißt werden. Diese Möglichkeit besteht bei dem Material GFK nicht. GFK ist nicht schweißbar, wie PVC. Zwar ist ein Verkleben möglich, aber ein GFK-Wandprofil müsste aus einer GFK-Außenlage mit einer inneren Isolier-Füllung, z.B. aus PU-Schaum, bestehen, würde also keine glatte Klebefläche bieten.

Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, ein Verfahren zu schaffen, das es gestattet, einen Aufsatzkranz aus GFK in der Form einzelner Wandteile herzustellen, die anschließend zu einem zusammenhängenden Aufsatzkranz miteinander verbunden werden können.

Ferner liegt der Erfindung die Aufgabe zugrunde, ein Verfahren zu schaffen, das eine entsprechende Herstellung des Lüfterkuppel-Rahmens gestattet.

Zur Lösung der gestellten Aufgabe ist das erfindungsgemäße Verfahren dadurch gekennzeichnet, dass die vier Wandteile getrennt hergestellt werden, derart, dass die Faser- und Harzmasse in eine geschlossene Form eingefüllt wird, in der wenigstens die Gehrungsflächen der Wandteile formgebunden als glatte Gehrungsflächen ausgebildet werden, und dass die Wandteile anschließend an den Gehrungsflächen miteinander verklebt werden.

Das Glasfaser- und Kunstharzmaterial wird vorzugsweise durch Vakuum oder Druck in die Form eingebracht. Auf diese Weise wird die Form vollständig gefüllt, so dass ein insgesamt glattflächiges GFK-Produkt entsteht, das in seiner Form einem der Wandteile eines Aufsatzkranzes entspricht.

Vorzugsweise werden mehrere Wandteile in ein und derselben Form hergestellt, die jedoch entsprechend mehrere Formhohlräume aufweist.

Die getrennte Herstellung der Wandteile ermöglicht es, mit einer relativ kleinen Form zu arbeiten, verglichen mit den Formen, die notwendig sind, um einen GFK-Aufsatzkranz in einem Stück herzustellen. Die erfindungsgemäß zu verwendenden kleineren Formen können im übrigen in der Regel verwendet werden für die Herstellung von allen vier Wandteilen eines Aufsatzkranzes, wenn dieser einen quadratischen Umriss aufweist. Für rechteckige Aufsatzkränze sind naturgemäß zwei Formen in zwei unterschiedlichen Längen notwendig.

Es ist daher nur notwendig, Wandteile in einigen wenigen unterschiedlichen Längen herzustellen und vorzuhalten, da diese Wandteile die Möglichkeit bieten, Aufsatzkränze verschiedener quadratischer und rechteckiger Formen herzustellen.

Da die erfindungsgemäßen Wandteile in einer geschlossenen Form hergestellt werden, sind sie auf der gesamten Oberfläche glatt. Die Faserstruktur tritt nicht auf die Außenfläche aus. Das bedeutet zum einen nicht nur einen erheblichen Gewinn in Bezug auf Aussehen und dauerhafte Sauberkeit, sondern bietet auch die Möglichkeit, Wandteile der Aufsatzkränze an den Gehrungsflächen dicht miteinander zu verkleben.

Das erfindungsgemäße Verfahren bietet auch die Möglichkeit, Firmenlogos auf den Außenflächen der Wandteile vorzusehen, die bei dem beschriebenen Verfahren klar und sauber abgebildet werden. Da sowohl die Anzahl der für ein übliches Sortiment von Aufsatzkränzen vorzuhaltenden Formen als auch die Größe der Formen erheblich verringert werden, sinken die Herstellkosten drastisch.

Es ist auch durchaus möglich, die Wandteile nicht beim Hersteller zu verbinden, sondern beispielsweise beim Händler oder Großhändler oder sogar bei der Baufirma, die die Aufsatzkränze montiert. In diesem Falle ist es nicht notwendig, die sehr sperrigen Aufsatzkränze im Stück zu transportieren. Vielmehr reicht es aus, die einzelnen Wandteile auszuliefern, die naturgemäß wesentlich weniger Transportraum benötigen. Auch die Handhabung wird vereinfacht. Die einzelnen Wandteile können problemlos auf das Gebäudedach gebracht werden, auf dem die Aufsatzkränze montiert werden sollen, ohne dass ein Kran erforderlich ist. Das Verkleben der vier Wandteile kann dann auf dem Dach erfolgen, da es keine besonderen Schwierigkeiten bietet.

Wegen der Verwendung einer geschlossenen Form für die Herstellung der Wandteile besteht die Möglichkeit, die Abdunstmengen an Styrol zu verringern, indem beispielsweise die Ausdünstungen abgesaugt werden. Dadurch verringern sich die Emissionswerte, mit den positiven Folgen für die Belegschaft und die Umwelt.

Für die scharnierförmig auf dem Aufsatzkranz anzubringende Kuppel kann ein Rahmen in der gleichen Weise aus vier Rahmenteilen hergestellt werden, die an den Gehrungsflächen verklebt werden.

Im folgenden werden bevorzugte Ausführungsbeispiele der Erfindung anhand der beigefügten Zeichnung näher erläutert.

1 ist eine perspektivische Draufsicht auf einen nach dem erfindungsgemäßen Verfahren hergestellten Aufsatzkranz;

2 ist eine teilweise abgebrochene Stirnansicht auf das Profil der Wandteile;

3 ist eine Darstellung zur Veranschaulichung der Herstellung eines Kuppel-Rahmens.

1 zeigt einen Aufsatzkranz, der zusammengesetzt ist aus vier gleichen Wandteilen 10, 12, 14, 16. Die Wandteile 10, 12, 14,16 werden zunächst getrennt hergestellt und sodann in ihren Gehrungsflächen 18 miteinander verklebt. Die Wandteile werden in geschlossenen Formen hergestellt, so dass sie trotz der Verwendung von glasfaserverstärktem Kunststoff als Material auf ihrer gesamten Oberfläche und insbesondere auch in den Gehrungsflächen glatt ausgebildet sind. Dadurch wird das dichte Verkleben in den Gehrungsflächen 18 möglich.

2 zeigt eine Stirnansicht eines der Wandteile. Das Wandteilprofil umfasst eine Schrägfläche 20, an deren unteren Rand 22 eine abgewinkelte Auflagefläche 24 zum Aufsetzen auf ein Flachdach angrenzt. An den oberen Rand 26 der Schrägfläche 20 grenzt ein senkrecht aufsteigender Abschnitt 28 an, von dem aus ein waagerechter Kragen 30 nach außen vorspringt. Auf diesem Kragen 30 wird eine Licht- und Rauchabzugskuppel in geeigneter Weise montiert.

Die in 3 andeutungsweise zu erkennende Licht- und Rauchabzugskuppel weist einen rechteckigen, umlaufenden Rahmen auf, der erfindungsgemäß ebenfalls in der Form von einzelnen Rahmenteilen 32, 34 (3) aus GFK hergestellt wird. Diese Rahmenteile werden in ihren Gehrungsflächen 36, 38 miteinander verklebt. Sie weisen auf ihren Innenseiten eine umlaufende Nut 40 auf, in die der Rand einer nicht dargestellten Acryl-Kuppel oder auch eine flache, durchsichtige Platte 42, beispielsweise eine Kunststoff-Stegplatte eingesetzt werden kann.


Anspruch[de]
  1. Verfahren zur Herstellung eines Aufsatzkranzes für Licht- und Rauchabzugskuppeln aus GFK in der Form eines Pyramidenstumpfes mit vier in Gehrungslinien ineinander übergehenden Wandteilen, dadurch gekennzeichnet, dass die vier Wandteile (10, 12, 14, 16) getrennt hergestellt werden, derart, dass die Faser- und Harzmasse in eine geschlossene Form eingefüllt wird, in der wenigstens die Gehrungsflächen der Wandteile (10, 12, 14, 16) formgebunden als glatte Gehrungsflächen ausgebildet werden, und dass die Wandteile anschließend an den Gehrungsflächen miteinander verklebt werden.
  2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Faser- und Harzmasse durch Vakuum oder Druck in die geschlossene Form eingebracht wird.
  3. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass wenigstens zwei Wandteile in einer Form hergestellt werden.
  4. Verfahren zur Herstellung einer Klappe oder Kuppel für Licht- und Rauchabzugskuppeln, mit einem Rahmen aus GFK, der vier in Gehrungsflächen miteinander verbundenen Rahmenteile umfasst, dadurch gekennzeichnet, dass die vier Rahmenteile getrennt hergestellt werden, derart, dass die Faser- und Harzmasse in eine geschlossene Form eingefüllt wird, in der wenigstens die Gehrungsflächen der Wandteile formgebunden als glatte Flächen ausgebildet werden, und dass die Rahmenteile anschließend an den Gehrungsflächen miteinander verklebt werden.
  5. Bausatz zur Herstellung auf Aufsatzkränzen für Licht- und Rauchabzugskuppeln aus GFK, mit vier in Gehrungsflächen ineinander übergehende Wandteilen, dadurch gekennzeichnet, dass die Wandteile als getrennte Teile vorliegen, und dass wenigstens die Gehrungsflächen der Wandteile glattflächig sind.
Es folgen 2 Blatt Zeichnungen






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