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Dokumentenidentifikation DE102004002422A1 18.08.2005
Titel Verfahren zum Starten/Stoppen eines Motors eines Kraftfahrzeuges und entsprechende Vorrichtung
Anmelder Volkswagen AG, 38440 Wolfsburg, DE
Erfinder Borngräber, Ralf, 38440 Wolfsburg, DE;
Grave, Dietmar, 38116 Braunschweig, DE;
Lindemann, Heinz-Dieter, 38162 Cremlingen, DE;
Wick, Christian, 38118 Braunschweig, DE
Vertreter Patent- und Rechtsanwälte Kraus & Weisert, 80539 München
DE-Anmeldedatum 16.01.2004
DE-Aktenzeichen 102004002422
Offenlegungstag 18.08.2005
Veröffentlichungstag im Patentblatt 18.08.2005
IPC-Hauptklasse F02D 45/00
IPC-Nebenklasse F02D 41/06   
Zusammenfassung Damit verschiedene Betriebszustände eines Kraftfahrzeuges (20), welche zum Starten bzw. Stoppen des Motors (9) des Kraftfahrzeuges (20) durchlaufen werden müssen, von einer Bedienperson einfach eingestellt werden können, wird eine Start-Stopp-Vorrichtung (1) bereitgestellt, welche ein Start-Schaltmittel (2) und ein Stopp-Schaltmittel (3) umfasst. Durch ein Drücken des Start-Schaltmittels (2) gelangt das Kraftfahrzeug (20), welches sich in einem Ausgangs-Betriebszustand befindet, in einen Betriebszustand, welcher dem Ausgangs-Betriebszustand nachfolgt. Ähnlich gelangt das Kraftfahrzeug (20) durch ein Drücken des Stopp-Schaltmittels (3) in einen Betriebszustand, welcher dem Ausgangs-Betriebszustand vorhergeht.

Beschreibung[de]

Die vorliegende Efindung betrifft ein Verfahren insbesondere zum Starten/Stoppen eines Motors eines Kraftfahrzeuges und eine Vorrichtung, welche gemäß dem Verfahren ausgestaltet ist, wie sie insbesondere bei Kraftfahrzeugen eingesetzt werden kann, bei welchen eine Fahrerauthentifizierung ohne ein Zündschloss erfolgt.

Bei einem Kraftfahrzeug, welches nach dem Stand der Technik mit einer Fahrerauthentifizierung ohne Zündschloss arbeitet, gibt es bei der einfachsten Ausführungsform nur zwei Zustände, welche mit Hilfe eines Tasters gewählt werden können. Dabei wird durch ein Drücken des Tasters bei einem Kraftfahrzeug, welches sich in einem Aus-Zustand befindet, der S-Kontakt, die Klemme 15 und die Klemme 50 geschlossen, d. h. ein Motor des Kraftfahrzeugs wird gestartet und das Kraftfahrzeug geht in einen Ein-Zustand über, sobald der Motor läuft und die Klemme 50 wieder geöffnet worden ist. Wird der Taster im Ein-Zustand gedrückt, wird der S-Kontakt und die Klemme 15 geöffnet, wodurch der Motor gestoppt und das Kraftfahrzeug wieder in den Aus-Zustand übergeht. Dabei wird das Öffnen und Schließen der Klemmen bzw. Kontakte über ein Steuergerät geregelt, welches ausgehend von dem Zustand des Kraftfahrzeugs die entsprechenden Klemmen bzw. Kontakte öffnet oder schließt. Bei höherwertigen Kraftfahrzeugen können noch weitere Zustände unterschieden werden, indem das Steuergerät auch eine Zeitdauer auswertet, über die der Taster gedrückt wird. Zu erwähnen bleibt, dass das nach dem Stand der Technik benötigte Steuergerät im Allgemeinen hohen sicherheitstechnischen Anforderungen genügen muss. Ein Problem beim Stand der Technik ist, dass eine Bedienperson, z. B. der Fahrer des Kraftfahrzeuges, anhand der Stellung des Tasters nicht erkennen kann, in welchem Betriebszustand sich das Kraftfahrzeug befindet, d. h. welche Klemmensignale geschlossen sind, was gerade bei höherwertigen Fahrzeugen, welche mehr als zwei Zustände umfassen, unschön ist.

Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Verfahren bzw. eine Vorrichtung zum Starten/Stoppen eines Motors eines Kraftfahrzeuges bereitzustellen, wobei verschiedene Betriebszustände des Kraftfahrzeuges, welche zum Starten bzw. Stoppen des Motors durchlaufen werden müssen, von einer Bedienperson einfach einzustellen sind.

Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch ein Verfahren gemäß Anspruch 1 bzw. eine Start-Stopp-Vorrichtung gemäß Anspruch 13 gelöst. Die abhängigen Ansprüche definieren bevorzugte und vorteilhafte Ausführungen der Erfindung.

Im Rahmen der vorliegenden Erfindung wird ein Verfahren zum Betreiben eines Kraftfahrzeuges bereitgestellt, wobei durch ein Drücken eines Start-Schaltmittels das Kraftfahrzeug, welches sich in einem Ausgangs-Betriebszustand befindet, in einen Betriebszustand gelangt, welcher dem Ausgangs-Betriebszustand nachfolgt, und wobei durch ein Drücken eines Stopp-Schaltmittels das Kraftfahrzeug in einen Betriebszustand gelangt, welcher dem Ausgangs-Betriebszustand vorhergeht.

Indem durch das Drücken des Start-Schaltmittels der Betriebszustand weiter geschaltet wird bzw. durch das Drücken des Stopp-Schaltmittels zurück geschaltet wird, liegt erfindungsgemäß ein sehr einfaches und damit leicht zu bedienendes Verfahren vor, mit dem einfach verschiedene Betriebszustände des Kraftfahrzeuges eingestellt werden können.

Bei dem Verfahren kann auch ein Betriebszustand des Kraftfahrzeuges eingestellt werden, indem das Start-Schaltmittel bis zu einer Position eingeschoben wird, wobei dadurch ein der Position entsprechender Betriebszustand des Kraftfahrzeuges erreicht wird. Dabei ist es vorteilhaft, dass das Start-Schaltmittel in einer dem Betriebszustand des Kraftfahrzeuges entsprechenden Stellung verbleibt.

Dadurch kann zum einen sehr schnell ein bestimmter Betriebszustand eingestellt werden, indem das Start-Schaltmittel zu der dem Betriebszustand entsprechenden Position eingeschoben wird. Zum anderen kann erfindungsgemäß an der Stellung des Start-Schaltmittels erkannt werden, in welchem Betriebszustand sich das Kraftfahrzeug momentan befindet.

Vorteilhafter Weise kann das Verfahren, welches sich in einem Ausgangs-Betriebszustand befindet, durch das Drücken des Start-Schaltmittels in einen Betriebszustand gelangen, welcher dem Ausgangs-Betriebszustand direkt nachfolgt. Genauso kann durch das Drücken des Stopp-Schaltmittels das Verfahren in einen Betriebszustand gelangen, welcher dem Ausgangs-Betriebszustand direkt vorhergeht.

Dadurch kann man sehr leicht bzw. einfach von einem Ausgangs-Betriebszustand in einen direkt vor oder direkt nach dem Ausgangs-Betriebszustand liegenden Betriebszustand gelangen.

Im Rahmen der vorliegenden Erfindung wird auch eine Start-Stopp-Vorrichtung zum Betreiben eines Kraftfahrzeuges bereitgestellt, welche ein Start-Schaltmittel und ein Stopp-Schaltmittel umfasst. Dabei ist die Start-Stopp-Vorrichtung derart ausgestaltet, dass durch ein Drücken des Start-Schaltmittels die Start-Stopp-Vorrichtung veranlasst, dass das Kraftfahrzeug, welches sich in einem Ausgangsbetriebszustand befindet, in einen Betriebszustand gelangt, welcher dem Ausgangs-Betriebszustand nachfolgt, und dass durch ein Drücken des Stopp-Schaltmittels das Kraftfahrzeug in einen Betriebszustand gelangt, welcher dem Ausgangs-Betriebszustand vorhergeht.

Dabei kann die Start-Stopp-Vorrichtung derart ausgestaltet sein, dass das Drücken des Start-Schaltmittels und/oder des Stopp-Schaltmittels nur dann zu einem Betriebszustandsübergang führt, wenn bei dem Drücken eine entsprechende Vorspannkraft überwunden wird, wobei diese Vorspannkraft von dem Betriebszustand abhängen kann.

Dadurch wird verhindert, dass ein versehentliches Drücken des Start-Schaltmittels bzw. des Stopp-Schaltmittels, z.B. beim Reinigen des Kraftfahrzeuges, zu einem Betriebszustandsübergang führt. Indem die Vorspannkraft von dem Betriebszustand des Kraftfahrzeuges abhängt, kann z.B. die Vorspannkraft, welche zum Starten eines Motors des Kraftfahrzeuges überwunden werden muss, größer ausgelegt sein als die Vorspannkraft, welche zum Einschalten der Zündung des Kraftfahrzeuges überwunden werden muss.

Die Start-Stopp-Vorrichtung kann weiter ein stabähnliches Mittel und Schaltmittel umfassen, wobei das stabähnliche Mittel derart mit dem Start-Schaltmittel verbunden ist, dass sich das stabähnliche Mittel aufgrund des Einschiebens des Start-Schaltmittels in die Start-Stopp-Vorrichtung hinein bewegt, wobei dadurch die Schaltmittel geschaltet werden können. Dabei kann vorteilhafter Weise der Betriebszustand des Kraftfahrzeuges dadurch definiert sein, dass bestimmte Schaltmittel geschaltet und andere Schaltmittel nicht geschaltet sind.

Indem durch das Einschieben des stabähnlichen Mittels Schaltmittel geschaltet werden, können erfindungsgemäß Betriebszustände des Kraftfahrzeuges von der Stellung des stabähnlichen Mittels einfach abgeleitet werden, ohne dass der Betriebszustand des Kraftfahrzeuges mit Hilfe eines Steuergeräts gespeichert und aufgrund des Drückens des Start-Schaltmittels bzw. Stopp-Schaltmittels durch das Steuergerät verändert werden muss, wie es nach dem Stand der Technik üblich ist.

Es ist vorteilhaft die Start-Stopp-Vorrichtung derart auszugestalten, dass durch das Einschieben des Start-Schaltmittels und damit des stabähnlichen Mittels auf eine erste Position durch das stabähnliche Mittel ein erstes Schaltmittel geschaltet wird. Ähnlich ist es vorteilhaft die Start-Stopp-Vorrichtung derart auszugestalten, dass durch das Einschieben des Start-Schaltmittels und damit des stabähnlichen Mittels auf eine zweite Position, welche von der ersten Position aus gesehen weiter innerhalb der Start-Stopp-Vorrichtung liegt, durch das stabähnliche Mittel ein zweites Schaltmittel geschaltet wird, während das erste Schaltmittel ebenfalls geschaltet wird bzw. geschaltet bleibt. Letztlich ist es vorteilhaft die Start-Stopp-Vorrichtung derart auszugestalten, dass durch das Einschieben des Start-Schaltmittels und damit des stabähnlichen Mittels auf eine dritte Position, welche von der zweiten Position aus gesehen weiter innerhalb der Start-Stopp-Vorrichtung liegt, durch das stabähnliche Mittel ein drittes Schaltmittel geschaltet wird, während das erste und zweite Schaltmittel ebenfalls geschaltet wird bzw. geschaltet bleibt. Dabei kann bei der Start-Stopp-Vorrichtung der S-Kontakt nur dann geschlossen sein, wenn das erste Schaltmittel geschaltet ist, während Klemme 15 nur dann geschlossen ist, wenn das zweite Schaltmittel geschaltet ist und Klemme 50 nur dann geschlossen ist, wenn das dritte Schaltmittel geschaltet ist.

Dadurch kann erfindungsgemäß durch die Start-Stopp-Vorrichtung sehr einfach die Belegung des S-Kontakts sowie der Klemme 15 bzw. Klemme 50 aus der Stellung des stabähnlichen Mittels bzw. der Stellung des Start-Schaltmittels ohne kostenaufwändigen Einsatz eines Steuergeräts abgeleitet werden. Dadurch ist die Start-Stopp-Vorrichtung z.B. in der Lage eine Zündung des Kraftfahrzeuges einzuschalten sowie einen Motor des Kraftfahrzeuges zu starten.

Damit geschaltete Schaltmittel wieder abgeschaltet werden können, ist es vorteilhaft, die Start-Stopp-Vorrichtung derart auszugestalten, dass sie bei einem entsprechenden Einschieben des Stopp-Schaltmittels das stabähnliche Mittel derart aus der Start-Stopp-Vorrichtung bewegt, dass das zuletzt geschaltete Schaltmittel nicht mehr geschaltet ist.

Die vorliegende Erfindung eignet sich vorzugsweise, um verschiedene Betriebszustände eines Kraftfahrzeuges einfach einzustellen und um dadurch z.B. einen Motor eines Kraftfahrzeuges zu starten bzw. zu stoppen. Selbstverständlich ist die Erfindung aber nicht auf diesen bevorzugten Anwendungsbereich beschränkt.

Die vorliegende Erfindung wird nachfolgend näher unter Bezugnahme auf die beigefügte Zeichnung anhand eines bevorzugten Ausführungsbeispiels erläutert.

1 zeigt schematisch eine erfindungsgemäße Start-Stopp-Vorrichtung in einem Kraftfahrzeug.

2 zeigt schematisch die Start-Stopp-Vorrichtung aus 1 in einem anderen Betriebszustand.

3 zeigt schematisch die Start-Stopp-Vorrichtung aus 1 und 2 in einem weiteren Betriebszustand.

4 zeigt schematisch ein Betriebszustandsübergangsdiagramm der erfindungsgemäßen Start-Stopp-Vorrichtung.

In 1 ist ein Kraftfahrzeug 20 mit einer Start-Stopp-Vorrichtung 1 dargestellt, wobei mit der Start-Stopp-Vorrichtung eine Klimaanlage 7, ein Lenkradschloss 8 und ein Motor 9 des Kraftfahrzeuges 20 verbunden sind. Die Start-Stopp-Vorrichtung 1 umfasst einen Start-Taster 2, einen Stopp-Taster 3 sowie einen ersten Stab 12 bzw. einen zweiten Stab 13, welcher mit dem Start-Taster 2 bzw. Stopp-Taster 3 verbunden ist. Des Weiteren umfasst die Start-Stopp-Vorrichtung einen ersten Mikroschalter 17, einen zweiten Mikroschalter 18 und einen dritten Mikroschalter 19, welche derart angeordnet sind, dass sie durch eine Bewegung des ersten Stabes 12 geschaltet bzw. ausgeschaltet werden. Wenn der erste Mikroschalter 17 geschaltet ist, ist der S-Kontakt des Kraftfahrzeuges 20 geschlossen, während Klemme 15 geschlossen ist, wenn der zweite Mikroschalter 18 geschaltet ist bzw. Klemme 50 geschlossen ist, wenn der dritte Mikroschalter 19 geschaltet ist.

Wenn aus einem in 1 durch eine Stellung des ersten Stabes dargestellten ersten Betriebszustand Z1, in dem kein Mikroschalter geschaltet ist, der Start-Taster 2 derart gedrückt wird, dass sich ein von dem Start-Taster 2 entferntes Ende des ersten Stabes 12 auf eine erste Position P1 bewegt, wird der erste Mikroschalter 17 geschaltet, wodurch der S-Kontakt geschlossen wird und das Kraftfahrzeug 20 in einen zweiten Betriebszustand Z2 übergeht. In diesem zweiten Betriebszustand Z2 ist das Lenkradschloss 8 des Kraftfahrzeuges 20, welches im ersten Betriebszustand Z1 verriegelt war, entriegelt. Durch die Stellung des Start-Tasters 2 kann der zweite Betriebszustand Z2 auch haptisch erfasst werden. Wenn im zweiten Betriebszustand Z2 der Stopp-Taster 3 gedrückt wird, wird durch eine mechanische Kopplung 15 zwischen dem ersten Stab 12 und dem zweiten Stab 13 der erste Stab 12 wieder in eine Position gebracht, welche in 1 dargestellt ist, wodurch der erste Mikroschalter 17 ausgeschaltet wird, wodurch der S-Kontakt geöffnet wird, was wiederum das Lenkradschloss 8 verriegelt.

Wenn im zweiten Betriebszustand Z2 der Start-Taster 2 derart weiter gedrückt wird, dass sich das von dem Start-Taster 2 entfernte Ende des ersten Stabes 12 auf eine zweite Position P2 bewegt, wird zusätzlich zum bereits geschalteten ersten Mikroschalter 17 auch der zweite Mikroschalter 18 geschaltet, wodurch zusätzlich zum S-Kontakt auch Klemme 15 geschlossen ist, wodurch das Kraftfahrzeug 20 in einen dritten Betriebszustand Z3, welcher auch als „Zündung an" bekannt ist, übergeht, welcher in 2 dargestellt ist. In diesem dritten Betriebszustand kann die Klimaanlage 7 des Kraftfahrzeuges 20 z.B. von einem Fahrer des Kraftfahrzeuges 20 angeschaltet werden. Da der Start-Taster 2 im dritten Betriebszustand Z3 weiter eingedrückt ist als im zweiten Betriebszustand Z2, kann auch der dritte Betriebszustand Z3 haptisch erfasst werden, d.h. haptisch vom zweiten Betriebszustand Z2 unterschieden werden. Wenn in diesem dritten Betriebszustand Z3 der Stopp-Taster 3 gedrückt wird, wird das vom Start-Taster 2 entfernte Ende des ersten Stabes 12 wieder auf die erste Position P1 bewegt, wodurch der zweite Mikroschalter 18 wieder ausgeschaltet wird und das Kraftfahrzeug 20 in den zweiten Betriebszustand Z2 zurückfällt. Dadurch ist Klemme 15 nicht mehr geschlossen, wodurch die Zündung nicht mehr an ist und die eventuell betriebene Klimaanlage 7 deaktiviert wird.

Wird der Start-Taster 2 in dem dritten Betriebszustand Z3 derart gedrückt, dass sich das von dem Start-Taster 2 entfernte Ende des ersten Stabes 12 auf eine dritte Position P3 bewegt, wie es in 3 dargestellt ist, wird auch der dritte Mikroschalter 19 geschaltet, was Klemme 50 schließt, wobei der S-Kontakt und Klemme 15 nach wie vor geschlossen sind bzw. bleiben. Dadurch wird der Motor 9 des Kraftfahrzeuges 20 gestartet. Wenn der Motor 9 des Kraftfahrzeuges läuft, geht das Kraftfahrzeug in einen vierten Betriebszustand Z4, welcher auch als „Klemme 15 Fahrt" bekannt ist, über. Da die geschlossene Klemme 50 nur zum Starten des Motors 9 benötigt wird, ist die Start-Stopp-Vorrichtung 1 derart ausgestaltet, dass sie das von dem Start-Taster 2 entfernte Ende des ersten Stabes 12 wieder auf die zweite Position P2 bewegt, sobald der Start-Taster 2 nicht mehr eingedrückt wird. Dadurch wird auch der Start-Taster 2 wieder entsprechend hinausgeschoben. Als Folge kann zwischen dem dritten Betriebszustand Z3 (Klemme 15) und dem vierten Betriebszustand Z4 (Klemme 15 Fahrt) aufgrund der Stellung des Start-Tasters 2 nicht unterschieden werden. Dies ist durchaus gewollt, da zum einen ein laufender Motor 9, was neben einem Motorgeräusch z.B. über eine Drehzahlanzeige erfasst werden kann, ein Kriterium zum Unterschied zwischen dem dritten Z3 und vierten Z4 Betriebszustand ist und zum anderen auch bei mit einem Zündschlüssel zu startenden Kraftfahrzeugen an einer Stellung des Zündschlüssels kein Unterschied zwischen einem Betriebszustand „Klemme 15" und einem Betriebszustand „Klemme 15 Fahrt" zu erkennen ist, so dass es durchaus als üblich bzw. vertraut angesehen werden kann, dass an der Stellung des Start-Tasters 2 eine Unterscheidung zwischen dem dritten Z3 und vierten Z4 Betriebszustand nicht möglich ist.

Wird im vierten Betriebszustand Z4 der Stopp-Taster 2 gedrückt, wird das von dem Start-Taster 2 entfernte Ende des ersten Stabes 12 von der zweiten Position P2 auf die erste Position P1 bewegt. Dadurch ist Klemme 15 nicht mehr geschlossen, wodurch der Motor 9 ausgeschaltet wird. Da außerdem die Zündung ausgeschaltet ist, wird die eventuell laufende Klimaanlage 7 ebenfalls deaktiviert.

Selbstverständlich ist es ebenfalls möglich durch ein einmaliges Drücken des Start-Tasters 2 aus dem ersten Betriebszustand Z1 in den dritten Z3 oder vierten Z4 Betriebszustand zu gelangen, wenn das von dem Start-Taster 2 entfernte Ende des ersten Stabes 12 durch dieses einmalige Drücken des Start-Tasters 2 auf die zweite P2 bzw. dritte P3 Position bewegt wird.

4 fasst die möglichen Betriebszustandsübergänge des Kraftfahrzeuges zusammen, welche durch Betätigung des Start-Tasters 2 bzw. Stopp-Tasters 3 möglich sind. Dabei verdeutlichen die nach unten gerichteten Pfeile einen Zustandübergang, welcher durch ein Drücken des Start-Tasters 2 ausgelöst wird, während die nach oben gerichteten Pfeile einen Zustandsübergang verdeutlichen, welcher durch ein Drücken des Stopp-Tasters initiiert wird. Auf alle dargestellten Zustandübergänge wurde vorab eingegangen.

1Start-Stopp-Vorrichtung 2Start-Taster 3Stopp-Taster 7Klimaanlage 8Lenkradschloss 9Motor 12erster Stab 13zweiter Stab 15mechanische Kopplung 17erster Mikroschalter 18zweiter Mikroschalter 19dritter Mikroschalter 20Kraftfahrzeug P1erste Position P2zweite Position P3dritte Position Z1erster Betriebszustand (Anfangs-Betriebszustand) Z2zweiter Betriebszustand ("S-Kontakt") Z3dritter Betriebszustand ("Klemme 15") Z4vierter Betriebszustand ("Klemme 15 Fahrt"; End-Betriebszustand)

Anspruch[de]
  1. Verfahren zum Betreiben eines Kraftfahrzeuges, dadurch gekennzeichnet,

    dass durch ein Drücken eines Start-Schaltmittels (2) das Kraftfahrzeug (20), welches sich in einem Ausgangs-Betriebszustand befindet, in einen Betriebszustand gelangt, welcher dem Ausgangs-Betriebszustand nachfolgt, und

    dass durch ein Drücken eines Stopp-Schaltmittels (3) das Kraftfahrzeug (20) in einen Betriebszustand gelangt, welcher dem Ausgangs-Betriebszustand vorhergeht.
  2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Start-Schaltmittel (2) bis zu einer Position eingeschoben wird, wobei durch das Einschieben bis zu der Position ein der Position entsprechender Betriebszustand des Kraftfahrzeuges erreicht wird.
  3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass das Start-Schaltmittel (2) nach dem Drücken des Start-Schaltmittels (2) in einer dem Betriebszustand des Kraftfahrzeuges entsprechenden Stellung verbleibt.
  4. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass durch das Drücken des Start-Schaltmittels (2) das Kraftfahrzeug (20), welches sich in einem Ausgangs-Betriebszustand befindet, in einen Betriebszustand gelangt, welcher dem Ausgangs-Betriebszustand direkt nachfolgt.
  5. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass durch das Drücken des Stopp-Schaltmittels (3) das Kraftfahrzeug, welches sich in einem Ausgangs-Betriebszustand befindet, in einen Betriebszustand gelangt, welcher dem Ausgangs-Betriebszustand direkt vorhergeht.
  6. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass ein Drücken des Start-Schaltmittels (2), wenn sich das Kraftfahrzeug (20) in einem End-Betriebszustand (Z4) befindet, keine Veränderung des Betriebszustands bewirkt.
  7. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass ein Drücken des Stopp-Schaltmittels (3), wenn sich das Kraftfahrzeug (20) in einem Anfangs-Betriebszustand (Z1) befindet, keine Veränderung des Betriebszustands bewirkt.
  8. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,

    dass bei einem Übergang von einem ersten Betriebszustand (Z1) des Kraftfahrzeuges (20) in einen zweiten Betriebszustand (Z2) des Kraftfahrzeuges (20), welcher dem ersten Betriebszustand (Z1) direkt nachfolgt, ein Lenkradschloss (8) des Kraftfahrzeuges (20) deaktiviert wird,

    wobei bei einem Übergang von dem zweiten Betriebszustand (Z2) in den ersten Betriebszustand (Z1) das Lenkradschloss (8) des Kraftfahrzeuges (20) aktiviert wird.
  9. Verfahren nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet,

    dass bei einem Übergang von dem zweiten Betriebszustand (Z2) in einen dritten Betriebszustand (Z3) des Kraftfahrzeuges (20), welcher dem zweiten Betriebszustand (Z2) direkt nachfolgt, eine Zündung des Kraftfahrzeuges (20) aktiviert wird,

    wobei bei einem Übergang von dem dritten Betriebszustand (Z3) in den zweiten Betriebszustand (Z2) die Zündung des Kraftfahrzeuges (20) deaktiviert wird.
  10. Verfahren nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet,

    dass, wenn sich das Kraftfahrzeug (20) in dem dritten Betriebszustand (Z3) befindet, aufgrund eines Drückens des Start-Schaltmittels (2) ein Motor (9) des Kraftfahrzeuges (20) gestartet wird,

    wobei das Kraftfahrzeug (20) nur in einen vierten Betriebszustand (Z4), welcher dem dritten Betriebszustand (Z3) direkt nachfolgt, übergeht, wenn der Motor (9) des Kraftfahrzeuges (20) läuft,

    wobei bei einem Übergang von dem vierten Betriebszustand (Z4) in einen von dem vierten Betriebszustand (Z4) verschiedenen Betriebszustand (Z1; Z2; Z3) der Motor (9) des Kraftfahrzeuges (20) gestoppt wird.
  11. Verfahren nach Anspruch 6 und 7 und 10, dadurch gekennzeichnet, dass der Anfangs-Betriebszustand gleich dem ersten Betriebszustand (Z1) und der End-Betriebszustand gleich dem vierten Betriebszustand (Z4) ist.
  12. Verfahren nach Anspruch 10 oder 11, dadurch gekennzeichnet, dass eine Stellung (P2) des Start-Schaltmittels (2) in dem dritten Betriebszustand (Z3) gleich einer Stellung des Start-Schaltmittels (2) in dem vierten Betriebszustand (Z4) ist.
  13. Start-Stopp-Vorrichtung zum Betreiben eines Kraftfahrzeuges, dadurch gekennzeichnet,

    dass die Start-Stopp-Vorrichtung (1) ein Start-Schaltmittel (2) und ein Stopp-Schaltmittel (3) umfasst,

    dass die Start-Stopp-Vorrichtung (1) derart ausgestaltet ist, dass durch ein Drücken des Start-Schaltmittels (2) die Start-Stopp-Vorrichtung (1) veranlasst, dass das Kraftfahrzeug (20), welches sich in einem Ausgangs-Betriebszustand befindet, in einen Betriebszustand gelangt, welcher dem Ausgangs-Betriebszustand nachfolgt, und dass durch ein Drücken des Stopp-Schaltmittels (3) das Kraftfahrzeug (20) in einen Betriebszustand gelangt, welcher dem Ausgangs-Betriebszustand vorhergeht.
  14. Start-Stopp-Vorrichtung nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, dass die Start-Stopp-Vorrichtung (1) derart ausgestaltet ist, dass das Drücken des Start-Schaltmittels (2) und/oder des Stopp-Schaltmittels (3) nur dann zu einem Betriebszustandsübergang des Kraftfahrzeuges (20) führt, wenn bei dem Drücken eine auf das Start-Schaltmittel (2) bzw. das Stopp-Schaltmittel (3) einwirkende Vorspannkraft überwunden wird.
  15. Start-Stopp-Vorrichtung nach Anspruch 14, dadurch gekennzeichnet, dass die Start-Stopp-Vorrichtung (1) derart ausgestaltet ist, dass die auf den Start-Schaltmittel (2) und/oder Stopp-Schaltmittel (3) einwirkende Vorspannkraft von dem Betriebszustand des Kraftfahrzeuges (20) abhängt.
  16. Start-Stopp-Vorrichtung nach einem der Ansprüche 13-15, dadurch gekennzeichnet, dass die Start-Stopp-Vorrichtung (1) derart ausgestaltet ist, dass das Start-Schaltmittel (2) bis zu einer Position in die Start-Stopp-Vorrichtung (1) einschiebbar ist, wobei die Start-Stopp-Vorrichtung (1) durch das Einschieben bis zu der Position das Kraftfahrzeug (20) veranlasst, in einen der Position entsprechenden Betriebszustand überzugehen, wobei die Position von einer Bedienperson bei dem Einschieben des Start-Schaltmittels (2) haptisch erfassbar ist.
  17. Start-Stopp-Vorrichtung nach einem der Ansprüche 13-16, dadurch gekennzeichnet, dass die Start-Stopp-Vorrichtung (1) derart ausgestaltet ist, dass eine funktionelle Kopplung zwischen dem Start-Schaltmittel (2) und dem Stopp-Schaltmittel (3) elektromechanisch oder mechanisch ist.
  18. Start-Stopp-Vorrichtung nach einem der Ansprüche 13-17, dadurch gekennzeichnet, dass die Start-Stopp-Vorrichtung (1) ein stabähnliches Mittel (12) und Schaltmittel (17; 18; 19) umfasst, wobei die Start-Stopp-Vorrichtung (1) derart ausgestaltet ist, dass das stabähnliche Mittel (12) mit dem Start-Schaltmittel (2) verbunden ist, und dass die Schaltmittel (17; 18; 19) durch das stabähnliche Mittel (12) aufgrund des Einschiebens des Start-Schaltmittels (2) schaltbar sind, wobei durch Schaltzustände der Schaltmittel (17; 18; 19), welche einen geschalteten Zustand und einen nicht geschalteten Zustand umfassen, ein entsprechender Betriebszustand des Kraftfahrzeuges (20) eingestellt wird.
  19. Start-Stopp-Vorrichtung nach Anspruch 18, dadurch gekennzeichnet, dass die Start-Stopp-Vorrichtung (1) derart ausgestaltet ist, dass durch das Einschieben des Start-Schaltmittels (2), wobei ein von dem Start-Schaltmittel (2) entferntes Ende des stabähnlichen Mittels (12) auf eine erste Position (P1) gelangt, durch das stabähnliche Mittel (12) ein erstes Schaltmittel (17) schaltbar ist, durch das Einschieben des Start-Schaltmittels (2), wobei das von dem Start-Schaltmittel (2) entfernte Ende des stabähnlichen Mittels (12) auf eine zweite Position (P2) gelangt, das erste Schaltmittel (17) und ein zweites Schaltmittel (18) schaltbar sind, und durch das Einschieben des Start-Schaltmittels (2), wobei das von dem Start-Schaltmittel (2) entfernte Ende des stabähnlichen Mittels (12) auf eine dritte Position (P3) gelangt, das erste Schaltmittel (17), das zweite Schaltmittel (18) und ein drittes Schaltmittel (19) schaltbar sind.
  20. Start-Stopp-Vorrichtung nach Anspruch 19, dadurch gekennzeichnet, dass die Start-Stopp-Vorrichtung (1) derart ausgestaltet ist, dass nur wenn das erste Schaltmittel (17) geschaltet ist, der S-Kontakt des Kraftfahrzeuges (20) geschlossen ist, nur wenn das zweite Schaltmittel (18) geschaltet ist, Klemme 15 des Kraftfahrzeuges (20) geschlossen ist und nur wenn das dritte Schaltmittel (19) geschaltet ist, Klemme 50 des Kraftfahrzeuges (20) geschlossen ist.
  21. Start-Stopp-Vorrichtung nach einem der Ansprüche 18-20, dadurch gekennzeichnet, dass die Start-Stopp-Vorrichtung (1) derart ausgestaltet ist, dass sie bei einem entsprechenden Einschieben des Stopp-Schaltmittels (3) das stabähnliche Mittel (12) derart bewegt, dass ein zuletzt geschlossenes Schaltmittel nicht mehr geschaltet ist.
  22. Start-Stopp-Vorrichtung nach einem der Ansprüche 13-21, dadurch gekennzeichnet, dass die Start-Stopp-Vorrichtung (1) zur Durchführung des Verfahrens nach einem der Ansprüche 1 bis 12 ausgestaltet ist.
Es folgen 3 Blatt Zeichnungen






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