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Dokumentenidentifikation DE102004004237A1 18.08.2005
Titel Verfahren zur Herstellung von mikroporösen Kunststoffprodukten und die nach diesem Verfahren erhältlichen Kunststoffprodukte sowie ein Kunststoffausgangsmaterial
Anmelder WOCO Industrietechnik GmbH, 63628 Bad Soden-Salmünster, DE
Erfinder Menges, Georg, Prof. Dr.-Ing., 52072 Aachen, DE;
Wolf, Bernhard, 63628 Bad Soden-Salmünster, DE
Vertreter BOEHMERT & BOEHMERT, 28209 Bremen
DE-Anmeldedatum 27.01.2004
DE-Aktenzeichen 102004004237
Offenlegungstag 18.08.2005
Veröffentlichungstag im Patentblatt 18.08.2005
IPC-Hauptklasse C08J 9/16
IPC-Nebenklasse C08J 9/22   B29C 44/34   
Zusammenfassung Die vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung eines geschäumten Kunststoffformteils unter Verwendung eines partikulären Kunststoffausgangsmaterials, eines physikalischen und/oder chemischen Treibmittels sowie unter Verwendung von insbesondere exfolierten Nanopartikeln. Durch Behandlung des Kunststoffausgangsmaterials mit dem Treibmittel in einem vorgelagerten Verfahrensschritt lassen sich in Gegenwart von Nanopartikeln sehr feinporige geschäumte Kunststoffformteile mit einer großen Anzahl an Poren und einer gleichmäßigen Porenverteilung erzielen. Die erfindungsgemäßen Kunststoffformteile zeigen keine Schwindung und keinen Verzug und zeichnen sich durch eine optisch ansprechende, glatte Oberfläche sowie durch eine sehr vorteilhafte Erschütterungs- und Schalldämpfung aus. Ferner betrifft die Erfindung Kunststoffausgangsmaterialien, enthaltend Nanopartikel und Treibmittel.

Beschreibung[de]

Die vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung von mikroporösen Kunststoffprodukten sowie die mit diesem Verfahren erhältlichen Formteile, Profile und Granulate und ein Kunststoffausgangsmaterial.

Der Anteil an Kunststoffbauteilen im Automobil nimmt ständig zu. Insbesondere im Innenraum sowie in der Karosserie kommen verstärkt Kunststoffbauteile zum Einsatz und ersetzen vielfach wesentlich schwerere Materialien. Kunststoffbauteile reduzieren somit das Gesamtgewicht von Fahrzeugen, sind zudem korrsionsbeständig und zumeist auch leicht zu verarbeiten. Zahlreiche Kunststoffanwendungen finden sich ebenfalls bereits im Bereich des Motorraums verwirklicht.

Ersetzt man z.B. herkömmliche thermoplastische Spritzgussbauteile durch geschäumte Kunststoffe, kann eine noch weitergehende Gewichtsreduzierung erzielt werden. Die Bedeutung geschäumter Kunststoffe nimmt daher nicht nur im Automobilbau stetig zu. Wie bei herkömmlichen thermoplastischen Bauteilen werden auch an geschäumte Kunststoffbauteile hohe Anforderungen an die Festigkeit gestellt.

Für die Herstellung geschäumter Spritzgussbauteile wird heutzutage häufig auf das sogenannte MuCell-Verfahren zurückgegriffen. Bei diesem Verfahren wird das zu schäumende thermoplastische Material in einem Mischschneckenextruder plastifiziert, und ein Schäummittel wird bei einer Temperatur und einem Druck, bei dem dieses ein überkritisches Fluid ist, in den Mischschneckenextruder eingeführt. In einer Diffusionskammer wird sodann eine vollständig einphasige Lösung aus dem plastifizierten Material und dem überkritischen Fluid gebildet. Durch Ändern der Temperatur und des Druckes stromabwärts der Mischschnecke wird das Schäummittel freigesetzt und es bildet sich ein supermikrozelluläres geschäumtes Kunststoffmaterial, das sich durch eine sehr feinteilige und gleichmäßige Porenstruktur auszeichnet. Ein derartiges Verfahren findet sich z.B. in der WO 92/17533 beschrieben.

In der DE 697 17 465 T2 wird ein Verfahren offenbart, mit dem versucht werden soll, Unzulänglichkeiten des MuCell-Verfahrens abzustellen. Zu diesem Zweck wird das Treibmittel in den Strom aus schmelzeflüssigem polymeren Material durch eine Vielzahl an Öffnungen entlang der Extruderzylinder eingebracht, um eine besonders homogene Einphasenlösung aus polymerem Schmelzematerial und Treibmittel zu erhalten.

Zur Erhöhung der Festigkeit geschäumter Materialien offenbart die WO 02/26482 einen nach dem MuCell-Verfahren hergestellten mikrozellulären geschäumten Formkörper, in den Fasern, insbesondere Glasfasern, mit einer Länge von mindestens 0,55 mm eingearbeitet sind. Durch den Einsatz eines superkritischen Fluids als Treibmittel soll eine besonders schonende Einarbeitung der Glasfasern in den Formkörper gelingen, so dass die Länge der eingesetzten Fasern bei der Einarbeitung nicht wesentlich verringert wird. Gemäß der WO 02/26482 werden geschäumte mikrozelluläre Formkörper mit durchschnittlichen Zellengrößen kleiner 100 um erhalten.

Anders als bei dem MuCell-Verfahren, mit dem geschlossenporige geschäumte Formkörper zugänglich sind, zeigt die DE 100 05 873 A1 einen Weg auf, um zu offenzelligen Systemen zu gelangen. Um ein besonders hohes Maß an Offenzelligkeit in extrudierten Schaumstrukturen zu bewerkstelligen, kann gemäß der DE 100 05 873 A1 auf Kohlendioxid oder Stickstoff als Treibmittel in Kombination mit z.B. Kohlenstoffpartikeln als Keimbildner zurückgegriffen werden. Auf diese Weise erhält man Schaumstoffplatten mit ausreichender Wärmeformbeständigkeit.

Da die mechanischen Eigenschaften geschäumter Formteile sich regelmäßig bei Verwendung kleinerer Zellengrößen verbessern lassen, hat die DE 101 42 349 A1 das MuCell-Verfahren dahingehend modifiziert, dass der Thermoplastschmelze ein Siloconöl oder ein vernetzter Kautschuk mit einer Partikelgröße kleiner 1 &mgr;m als Zusatzstoff beigegeben wird. Auf diese Weise sind geschäumte Thermoplaste mit Zellengrößen im Bereich von 5 bis 150 &mgr;m zugänglich.

Auch bereits bei S. Schäper, Dissertation "Nukleierung thermodynamisch getriebener Polyurethan-Reaktionsschäume", RWTH Aachen, 1977, wird der Einfluss ausgewählter Nukleierungshilfsmittel auf die Bildung geschäumter Kunststoffformteile beschrieben. Es wurde gefunden, dass sowohl Aktivkohle mit an ihrer Oberfläche absorbierter Luft als auch pulverförmiges Polytetrafluorethylen (PTFE) nicht zu einer nachweislich verbesserten Blasenbildung bzw. Schaumstruktur beitragen konnten.

Bei den nach den Verfahren des Stands der Technik erhaltenen ungeschäumten und geschäumten Formteilen wird beim Herstellungsprozess noch stets Schwindung beobachtet, weshalb bei der Formgebung üblicherweise auf Nachdruck nicht verzichtet werden kann. Als weiterer Nachteil, insbesondere bei der Fertigung von Karosserieinnenbauteilen, wird auch noch häufig Verzug festgestellt. Ein großes Manko geschäumter Kunststoffformkörper stellt bislang deren optisch wenig ansprechende, da sehr raue Oberfläche dar, weshalb im Stand der Technik in der Regel folienbeschichtete Bauteile zum Einsatz kommen. Zur Optimierung der Oberfläche von geschäumten Formteilen sind darüber hinaus bereits vielfältige Maßnahmen vorgeschlagen worden. Beispielsweise kann bei der Befüllung des Formwerkzeuges mit der Polymerschmelze ein so genanntes Gasgegendruckverfahren zur Anwendung kommen, bei dem der Druck vor der Fliessfront über einen kritischen Druck hinaus erhöht wird. Auf diese Weise kann die Blasenbildung an der Fliessfrontoberfläche unterdrückt werden. Allerdings hat sich gezeigt, dass dieses Verfahren sich nur für dickwandige Bauteile eignet, da die Blasenbildung nicht nur an der Oberfläche selber, sondern zumeist in der gesamten vorderen Schicht des geschäumten Formteiles zurückgedrängt wird. Des weiteren kann zur Optimierung der Oberfläche nach einem Zweikomponentenverfahren gearbeitet werden, bei dem zunächst eine erste Schmelze über einen Anguss in das Formwerkzeug eingeführt wird, die blasenfrei ist, also z.B. kein Treibmittel enthält. Unmittelbar folgend wird eine zweite Schmelze in das Formwerkzeug eingebracht, die mit einem geeigneten Treibmittel versetzt ist. Da in der Schmelze gelöste Gase deren Viskosität in der Regel relativ stark herabsetzen, sind bei diesem Verfahren besondere Vorkehrungen zu treffen, dass die zum Einsatz kommenden unterschiedlichen Schmelzekomponenten insbesondere in ihrem Fliessverhalten aufeinander abgestimmt sind. Allerdings kann bei diesem Verfahren bedingt durch die Entgasung der Kernschmelze eine Lunkerbildung zwischen den beiden Schmelzephasen unterschiedlicher Konsistenz nicht vollständig ausgeschlossen werden.

Es wäre somit wünschenswert, auf geschäumte Kunststoffformteile zurückgreifen zu können bzw. Verfahren zur Herstellung solcher Formteile zur Hand zu haben, die nicht mit den Nachteilen des Stands der Technik behaftet sind. Der vorliegenden Erfindung lag daher die Aufgabe zugrunde, ein Verfahren zur Herstellung geschäumter Kunststoffformteile zugänglich zu machen, mit dem Bauteile mit geringer oder keiner Schwindung sowie mit geringem oder vernachlässigbarem Verzug zugänglich sind, die eine sehr gute Schall- und Erschütterungsdämpfung aufweisen und die sich zudem durch eine optisch ansprechende Oberfläche auszeichnen, ohne dabei auf zusätzliche Maßnahmen oder Materialien angewiesen zu sein. Der Erfindung lag ferner die Aufgabe zugrunde, geschäumte Kunststoffkörper verfügbar zu machen, die sich durch sehr kleine durchschnittliche Porengrößen auszeichnen.

Die der Erfindung zugrundeliegende Aufgabe wurde gelöst durch ein Verfahren zur Herstellung eines oder mehrerer geschäumter Formteile und/oder Profile und/oder von geschäumtem Granulat, oder von ungeschäumtem und/oder vorgeschäumtem Granulat, geeignet zur Herstellung geschäumter oder vorgeschäumter Formteile und/oder Profile, unter Verwendung polymerer Werkstoffe, umfassend:

  • a) Zurverfügungstellen von prepolymeren und/oder polymeren Ausgangsmaterial und/oder von prepolymerem und/oder polymerem Ausgangsmaterial, enthaltend Nanopartikel und/oder Nanopartikelvorstufenmaterialien, jeweils mit oder nicht mit einem physikalischen und/oder chemischen Treibmittel präpariert; physikalischen und/oder chemischen Treibmitteln; und von Nanopartikeln und/oder von Nanopartikelvorstufenmaterial, jeweils mit oder nicht mit einem physikalischen und/oder chemischen Treibmittel präpariert;
  • b) gleichzeitiges oder sequentielles Vermengen jeweils der Gesamtmenge oder eines Teils des prepolymeren und/oder polymeren Ausgangsmaterials und/oder des mit einem Treibmittel präparierten prepolymeren und/oder polymeren Ausgangsmaterials und/oder des prepolymeren und/oder polymeren Ausgangsmaterials, enthaltend Nanopartikel und/oder Nanopartikelvorstufenmaterialien, jeweils mit oder nicht mit einem physikalischen, und/oder chemischen Treibmittel präpariert, des Treibmittels und der Nanopartikel, des Nanopartikelvorstufenmaterials und/oder der mit einem Treibmittel präparierten Nanopartikel und/oder Nanopartikelvorstufenmaterialien in mindestens einem ersten Behältnis; oder

    gleichzeitiges oder sequentielles Vermengen jeweils der Gesamtmenge oder eines Teils des prepolymeren und/oder polymeren Ausgangsmaterials und/oder des mit einem Treibmittel präparierten prepolymeren und/oder polymeren Ausgangsmaterials und/oder des prepolymeren und/oder polymeren Ausgangsmaterials, enthaltend Nanopartikel und/oder Nanopartikelvorstufenmaterialien, jeweils mit oder nicht mit einem physikalischen, und/oder chemischen Treibmittel präpariert, und des Treibmittels in mindestens einem ersten Behältnis;

    gleichzeitiges oder sequentielles Vermengen jeweils der Gesamtmenge oder eines Teils des prepolymeren und/oder polymeren Ausgangsmaterials und/oder des mit einem Treibmittel präparierten prepolymeren und/oder polymeren Ausgangsmaterials und/oder des prepolymeren und/oder polymeren Ausgangsmaterials, enthaltend Nanopartikel und/oder Nanopartikelvorstufenmaterialien, jeweils mit oder nicht mit einem physikalischen, und/oder chemischen Treibmittel präpariert, und der Nanopartikel, der Nanopartikelvorstufenmaterialien und/oder der mit einem Treibmittel präparierten Nanopartikel und/oder Nanopartikelvorstufenmaterialien in mindestens einem ersten Behältnis,

    wobei jede Mischung Nanopartikel und/oder Nanopartikelvorstufenmaterialien, als separate Bestandteile und/oder an und/oder in dem Ausgangsmaterial, und Treibmittel, als separaten Bestandteil und/oder an und/oder in dem Ausgangsmaterial und/oder den Nanopartikeln und/oder Nanopartikelvorstufenmaterialien, enthält;
  • c) Einführen der Mischung aus prepolymerem und/oder polymerem Ausgangsmaterial und/oder dem mit einem Treibmittel präparierten prepolymeren und/oder polymeren Ausgangsmaterial und/oder des prepolymeren und/oder polymeren Ausgangsmaterials, enthaltend Nanopartikel und/oder Nanopartikelvorstufenmaterialien, jeweils mit oder nicht mit einem physikalischen, und/oder chemischen Treibmittel präpariert, Nanopartikeln, Nanopartikelvorstufenmaterialien und/oder den mit einem Treibmittel präparierten Nanopartikeln und/oder Nanopartikelvorstufenmaterialien und dem Treibmittel; oder der Mischung aus prepolymerem und/oder polymerem Ausgangsmaterial und/oder dem mit einem Treibmittel präparierten prepolymeren und/oder polymeren Ausgangsmaterial und/oder des prepolymeren und/oder polymeren Ausgangsmaterials, enthaltend Nanopartikel und/oder Nanopartikelvorstufenmaterialien, jeweils mit oder nicht mit einem physikalischen, und/oder chemischen Treibmittel präpariert, und dem Treibmittel; oder

    der Mischung aus prepolymerem und/oder polymerem Ausgangsmaterial und/oder dem mit einem Treibmittel präparierten prepolymeren und/oder polymeren Ausgangsmaterial und/oder des prepolymeren und/oder polymeren Ausgangsmaterials, enthaltend Nanopartikel und/oder Nanopartikelvorstufenmaterialien, jeweils mit oder nicht mit einem physikalischen, und/oder chemischen Treibmittel präpariert, und Nanopartikeln und/oder Nanopartikelvorstufenmaterialien und/oder mit einem Treibmittel präparierten Nanopartikeln und/oder Nanopartikelvorstufenmaterialien, wobei wenigstens die prepolymeren und/oder polymeren Ausgangsmaterialien oder die Nanopartikel und/oder Nanopartikelvorstufenmaterialien mit dem Treibmittel präpariert sind,

    jeweils aus mindestens einem ersten Behältnis in eine Plastifiziereinheit oder ein Mischaggregat zur Herstellung einer zumindest partiellen Polymerschmelze;
  • d) Austragen der Polymerschmelze in mindestens ein Form- oder Strangwerkzeug unter Ausbildung eines geschäumten und/oder vorgeschäumten Formteils oder Profils und Entnahme oder Abzug des Formteils oder des Profils aus dem Form- oder Strangwerkzeug oder Entnahme oder Abzug des zum Schäumen vorbereiteten Formteils oder Profils;

    oder Granulierung der Polymerschmelze unter Ausbildung von ungeschäumtem, vorgeschäumtem und/oder geschäumtem Granulat.

Gemäß einem weiteren Aspekt wird die der Erfindung zugrunde liegende Aufgabe gelöst durch ein Verfahren zur Herstellung eines oder mehrerer geschäumter Formteile und/oder Profile und/oder von geschäumtem Granulat, oder von ungeschäumtem und/oder vorgeschäumtem Granulat, geeignet zur Herstellung geschäumter oder vorgeschäumter Formteile und/oder Profile, unter Verwendung polymerer Werkstoffe, umfassend:

  • a) Zurverfügungstellen von prepolymeren und/oder polymeren Ausgangsmaterial und/oder von prepolymerem und/oder polymerem Ausgangsmaterial, enthaltend Nanopartikel und/oder Nanopartikelvorstufenmaterialien, jeweils mit oder nicht mit einem physikalischen und/oder chemischen Treibmittel präpariert; physikalischen und/oder chemischen Treibmitteln; und von Nanopartikeln und/oder von Nanopartikelvorstufenmaterial, jeweils mit oder nicht mit einem physikalischen und/oder chemischen Treibmittel präpariert;
  • b) gleichzeitiges oder sequentielles Vermengen jeweils der Gesamtmenge oder eines Teils des prepolymeren und/oder polymeren Ausgangsmaterials und/oder des mit einem Treibmittel präparierten prepolymeren und/oder polymeren Ausgangsmaterials und/oder des prepolymeren und/oder polymeren Ausgangsmaterials, enthaltend Nanopartikel und/oder Nanopartikelvorstufenmaterialien, jeweils mit oder nicht mit einem physikalischen, und/oder chemischen Treibmittel präpariert, des Treibmittels und der Nanopartikel, des Nanopartikelvorstufenmaterials und/oder der mit einem Treibmittel präparierten Nanopartikel und/oder Nanopartikelvorstufenmaterialien in mindestens einem ersten Behältnis; oder

    gleichzeitiges oder sequentielles Vermengen jeweils der Gesamtmenge oder eines Teils des prepolymeren und/oder polymeren Ausgangsmaterials und/oder des mit einem Treibmittel präparierten prepolymeren und/oder polymeren Ausgangsmaterials und/oder des prepolymeren und/oder polymeren Ausgangsmaterials, enthaltend Nanopartikel und/oder Nanopartikelvorstufenmaterialien, jeweils mit oder nicht mit einem physikalischen, und/oder chemischen Treibmittel präpariert, und des Treibmittels in mindestens einem ersten Behältnis;

    gleichzeitiges oder sequentielles Vermengen jeweils der Gesamtmenge oder eines Teils des prepolymeren und/oder polymeren Ausgangsmaterials und/oder des mit einem Treibmittel präparierten prepolymeren und/oder polymeren Ausgangsmaterials und/oder des prepolymeren und/oder polymeren Ausgangsmaterials, enthaltend Nanopartikel und/oder Nanopartikelvorstufenmaterialien, jeweils mit oder nicht mit einem physikalischen, und/oder chemischen Treibmittel präpariert, und der Nanopartikel, der Nanopartikelvorstufenmaterialien und/oder der mit einem Treibmittel präparierten Nanopartikel und/oder Nanopartikelvorstufenmaterialien in mindestens einem ersten Behältnis;
  • c) Einführen der Mischung aus prepolymerem und/oder polymerem Ausgangsmaterial und/oder dem mit einem Treibmittel präparierten prepolymeren und/oder polymeren Ausgangsmaterial und/oder des prepolymeren und/oder polymeren Ausgangsmaterials, enthaltend Nanopartikel und/oder Nanopartikelvorstufenmaterialien, jeweils mit oder nicht mit einem physikalischen, und/oder chemischen Treibmittel präpariert, Nanopartikeln, Nanopartikelvorstufenmaterialien und/oder den mit einem Treibmittel präparierten Nanopartikeln und/oder Nanopartikelvorstufenmaterialien und dem Treibmittel; oder

    der Mischung aus prepolymerem und/oder polymerem Ausgangsmaterial und/oder dem mit einem Treibmittel präparierten prepolymeren und/oder polymeren Ausgangsmaterial und/oder des prepolymeren und/oder polymeren Ausgangsmaterials, enthaltend Nanopartikel und/oder Nanopartikelvorstufenmaterialien, jeweils mit oder nicht mit einem physikalischen, und/oder chemischen Treibmittel präpariert, und dem Treibmittel; oder

    der Mischung aus prepolymerem und/oder polymerem Ausgangsmaterial und/oder dem mit einem Treibmittel präparierten prepolymeren und/oder polymeren Ausgangsmaterial und/oder des prepolymeren und/oder polymeren Ausgangsmaterials, enthaltend Nanopartikel und/oder Nanopartikelvorstufenmaterialien, jeweils mit oder nicht mit einem physikalischen, und/oder chemischen Treibmittel präpariert, und Nanopartikeln und/oder Nanopartikelvorstufenmaterialien und/oder mit einem Treibmittel präparierten Nanopartikeln und/oder Nanopartikelvorstufenmaterialien, wobei wenigstens die prepolymeren und/oder polymeren Ausgangsmaterialien oder die Nanopartikel und/oder Nanopartikelvorstufenmaterialien mit dem Treibmittel präpariert sind,

    jeweils aus mindestens einem ersten Behältnis in eine Plastifiziereinheit oder ein Mischaggregat zur Herstellung einer zumindest partiellen Polymerschmelze, und Einführen von Nanopartikeln und/oder Nanopartikelvorstufenmaterialien und/oder mit einem Treibmittel präparierten Nanopartikeln und/oder Nanopartikelvorstufenmaterialien über das erste und/oder mindestens ein zweites Behältnis in die Plastifiziereinheit oder ein Mischaggregat, das stromabwärts oder stromaufwärts von der Position der Einführung über das erste Behältnis, angeordnet ist, und
  • d) Austragen der Polymerschmelze in mindestens ein Form- oder Strangwerkzeug unter Ausbildung eines geschäumten und/oder vorgeschäumten Formteils oder Profils und Entnahme oder Abzug des Formteils oder des Profils aus dem Form- oder Strangwerkzeug oder Entnahme oder Abzug des zum Schäumen vorbereiteten Formteils oder Profils;

    oder Granulierung der Polymerschmelze unter Ausbildung von ungeschäumtem, vorgeschäumtem und/oder geschäumtem Granulat.

Dabei kann vorgesehen sein, dass in mindestens einer Mischung neben prepolymeren und/oder polymeren Ausgangsmaterialien, enthaltend Nanopartikel und/oder Nanopartikel und/oder Nanopartikelvorstufenmaterialien, im wesentlichen keine separaten Nanopartikel und/oder Nanopartikelvorstufenmaterialien zusätzlich eingesetzt werden.

Das erfindungsgemäße Verfahren lässt sich grundsätzlich auf allen Spritzgieß- und Extrusionsvorrichtungen oder Pressanlagen ausführen, mit denen geschäumte Kunststoffmaterialien nach herkömmlichen Verfahren zugänglich sind. Dieses trifft insbesondere auch auf Verarbeitungsmaschinen zu, wie sie regelmäßig für die Durchführung des MuCell-Verfahrens, z.B. gemäß der DE 692 32 415 T2 , zum Einsatz kommen. Demgemäß stellt das erfindungsgemäße Verfahren gemäß einer Ausführungsform auch eine Weiterentwicklung des MuCell-Verfahrens dar, ist jedoch nicht hierauf beschränkt, sondern kann grundsätzlich bei allen Herstellverfahren für geschäumte Kunststoffformteile implementiert werden. Grundsätzlich ist bei dem vorliegenden erfindungsgemäßen Verfahren sicherzustellen, dass ein zumindest in der Plastifiziereinheit fliessfähiges Material zum Einsatz kommt, das zumindest in Teilen das Zweiphasensystem flüssig/gasförmig umfasst und eine durchgehende Flüssigphase aufweist, wobei dieses Material bei Temperaturerniedrigung in der Lage ist, seine Fliessfähigkeit wieder zu verlieren. Bei Kautschuken und anderen duromeren Werkstoffen kann das Matrixmaterial hingegen bei Wärmezuführung oberhalb kritischer Temperaturen vernetzen und damit seine Fließfähigkeit verlieren.

Im Sinne der vorliegenden Erfindung hat es sich als vorteilhaft erwiesen, insbesondere das Kunststoffausgangsmaterial einer vorgeschalteten Aufbereitungsstufe, d.h. einer Behandlung mit einem Treibmittel zu unterziehen. Dieses kann beispielsweise in dem ersten Behältnis, das für diesen Fall insbesondere einen Autoklaven darstellt, geschehen, das in Verbindung mit einer Plastifiziereinheit steht bzw. stehen kann. Dabei ist es gemäß einer Ausführungsform möglich, das Kunststoffausgangsmaterial, das Treibmittel und die Nanopartikel gemeinsam dieser Aufbereitungsstufe zu unterwerfen, wie auch gemäß einer weiteren Ausführungsform, nur das Kunststoffausgangsmaterial und das Treibmittel für die Aufbereitungsstufe vorzusehen. Im letzteren Fall werden die Nanopartikel zumindest teilweise separat der Plastifiziereinheit zugeführt. Die Reihenfolge der Vermengung der einzelnen Komponenten kann im allgemeinen in weiten Bereichen variiert werden.

Gemäß einer Weiterbildung des erfindungsgemäßen Verfahrens ist demgemäß vorgesehen, dass ein Teil der Nanopartikel und/oder Nanopartikelvorstufenmaterialien und/oder der mit einem Treibmittel präparierten Nanopartikel und/oder Nanopartikelvorstufenmaterialien mit einem Teil des prepolymeren und/oder polymeren Ausgangsmaterials in mindestens einem ersten Behältnis vermengt werden und dass die erhaltene Mischung vor der Einführung in eine Platifiziereinheit oder ein Mischaggregat mit einem bis zur Sättigung oder Teilsättigung mit diesem Treibmittel vermengt und/oder in diesem gelagert wird.

Dabei kann in einer Ausführungsform vorgesehen sein, dass die Nanopartikelvorstufenmaterialien in dem ersten Behältnis, dem zweiten Behältnis und/oder der Plastifiziereinheit oder dem Mischaggregat teilweise, nahezu vollständig oder vollständig in Nanopartikel überführt und in der Plastifiziereinheit oder dem Mischaggregat in der Polymerschmelze oder dem prepolymeren Ausgangsmaterial, insbesondere im wesentlichen gleichmäßig, verteilt und zerteilt werden.

Insbesondere aus Praktikabilitätserwägungen hat es sich als vorteilhaft herausgestellt, wenn man zunächst die Nanopartikel und das Kunststoffausgangsmaterial vermengt und diese Mischung sodann mit dem Treibmittel vermischt.

Dabei kann erfindungsgemäß vorgesehen sein, dass der restliche Teil der Nanopartikel und/oder Nanopartikelvorstufenmaterialien und/oder der mit einem Treibmittel präparierten Nanopartikel und/oder Nanopartikelvorstufenmaterialien und/oder der restliche Teil des prepolymeren und/oder polymeren Ausgangsmaterials mit der Mischung aus prepolymerem und/oder polymerem Ausgangsmaterial, Nanopartikeln und/oder Nanopartikelvorstufenmaterialien und/oder der mit einem Treibmittel präparierten Nanopartikel und/oder Nanopartikelvorstufenmaterialien und dem Treibmittel in dem ersten Behältnis vermengt oder der Platifiziereinheit oder dem Mischaggregat separat, insbesondere über mindestens ein zweites Behältnis, zugeführt wird bzw. werden.

Das erfindungsgemäße Verfahren gestaltet sich insbesondere dann besonders effektiv, wenn das prepolymere und/oder polymere Ausgangsmaterial oder ein Teil davon und/oder die Nanopartikel und/oder Nanopartikelvorstufenmaterialien und/oder die mit einem Treibmittel präparierten Nanopartikel und/oder Nanopartikelvorstufenmaterialien in dem Treibmittel bei einem Druck und einer Temperatur gelagert wird bzw. werden, insbesondere solange, bis das prepolymere und/oder polymere Ausgangsmaterial und/oder die Nanopartikel und/oder Nanopartikelvorstufenmaterialien und/oder der mit einem Treibmittel präparierten Nanopartikel und/oder Nanopartikelvorstufenmaterialien nahezu oder im wesentlichen vollständig mit dem Treibmittel gesättigt sind oder einen vorgegebenen Sättigungsgrad erreicht haben. Demgemäß kann in einer Ausführungsform auch auf die externe Zugabe von Treibmitteln verzichtet werden, wenn die verwendeten Materialien zumindest in Teilen zuvor mit einem Treibmittel präpariert worden sind.

Das Kunststoffausgangsmaterial, das regelmäßig in der Form eines Kunststoffgranulats vorliegt, wird somit in einer bevorzugten Ausgestaltung vor Einführung in die Plastifiziereinheit dem Treibmittel unter verschärften Bedingungen ausgesetzt. Demgemäß kann vorgesehen sein, dass das Treibmittel und das prepolymere und/oder polymere Ausgangsmaterial, die Nanopartikel und/oder das Nanopartikelvorstufenmaterial vor der Einführung in die Plastifiziereinheit oder das Mischaggregat, insbesondere in dem ersten Behältnis, einem erhöhten Druck und/oder einer erhöhten Temperatur ausgesetzt werden. Selbstverständlich können, zusätzlich oder alternativ, auch die Nanopartikel und/oder die Nanopartikelvorstufenmaterialien vor der Vermengung mit dem prepolymeren und/oder polymeren Ausgangsmaterial oder eines Teils davon in dem Treibmittel gelagert bzw. gegebenenfalls diesen verschärften Bedingungen ausgesetzt werden.

Dieses geschieht zweckmäßigerweise in einem Autoklaven, in dem das Treibmittel unter dem erforderlichen Druck und der erforderlichen Temperatur gehalten wird. Das Treibmittel liegt in dem Autoklaven insbesondere in einem superkritischen Zustand vor. Das derart mit Treibmittel versetzte Kunststoffausgangsmaterial kann sodann auf dem Fachmann bekannte Weise in die Plastifiziereinheit überführt und aufgeschmolzen werden.

Gemäß einer weiteren Ausführungsform ist daher vorgesehen, dass sämtliche Nanopartikel und/oder Nanopartikelvorstufenmaterialien über mindestens ein zweites Behältnis der Plastifiziereinheit zugeführt werden. Selbstverständlich können auch die über das zweite Behältnis in die Plastifiziereinheit eingebrachten Nanopartikel teilweise oder in ihrer Gesamtheit separat mit einem Treibmittel behandelt sein und zusammen mit diesem Treibmittel in die Plastifiziereinheit eingebracht werden.

Zudem ist dafür Sorge zu tragen, dass die Aufbereitung und Vermengung der einzelnen Komponenten in der Weise durchgeführt wird, dass allenfalls eine mäßige, insbesondere jedoch keine Haftung zwischen dem Kunststoffausgangsmaterial und den Nanopartikeln resultiert. Je schlechter die Haftung zwischen diesen beiden Komponenten ist, um so vorteilhafter gestaltet sich die Bildung einer gleichmäßigen feinporigen Schaumstruktur. Denn je unvollständiger die Benetzung zwischen der Polymerschmelze und den Nanopartikeln ist, um so eher setzt in der Regel die Keimbildung ein. Besonders bevorzugt sind z.B. solche Systeme aus Kunststoffschmelze und Nanopartikeln, bei denen ein Benetzungswinkel kleiner 30° resultiert.

In einer besonders zweckmäßigen Ausgestaltung des erfindungsgemäßen Verfahrens werden Nanopartikel mit einer engen Korngrößenverteilung eingesetzt. Auf diese Weise wird eine besonders gleichmäßige Schaumstruktur mit einer großen Zahl an sehr kleinen Poren erhalten.

Besonders zufriedenstellende Resultate, insbesondere im Hinblick auf optisch einwandfreie Oberflächen, lassen sich dann erhalten, wenn zumindest ein Teil des Nanopartikelvorstufenmaterials und/oder der Nanopartikel vor der Einbringung in eine Polymerschmelze, enthaltend das prepolymere und/oder polymere Ausgangsmaterial, in der Platifiziereinheit oder dem Mischaggregat mit einem Haftmittel oder vorzugsweise einem Anti-Haftmittel vorbehandelt wird. Geeignete Anti-Haftmittel sind z.B. Fette oder Substanzen mit verwandten Eigenschaften. Alternativ kann zusätzlich zu den Anti-Haftmitteln oder anstelle dieser Anti-Haftmittel bei der Herstellung der Nanopartikel darauf verzichtet werden, diese mit Haftvermittlern zu benetzen. Ein geeignetes Verfahren zur Herstellung solcher Nanopartikel ist z.B. ohne weiteres in Anlehnung an die in der Encyclopedia of Polymer Science and Engineering, 2. Auflage, Vol. 4, Seiten 284 bis 298, zu konzipieren, indem man die dort vorgesehenen Haftvermittler auf der jeweiligen Verfahrensstufe weglässt. Ferner kann man gemäß einer weiteren Ausführungsform die Polarität der Polymerwerkstoffe und der Treibmittel aufeinander abstimmen, um die vorangehend beschriebenen Haftungsphänomene zu unterdrücken. Beispielsweise kann gemäß einer bevorzugten Ausführungsform bei unpolaren Polymerwerkstoffen, wie z.B. Polyolefinen, auf Wasser als Treibmittel zurückgegriffen werden. Sollen hingegen polare Polymerwerkstoffe geschäumt werden, z.B. Polyamide, Polyester, Polyurethane oder Polyether, empfiehlt sich die Verwendung eines unpolaren Treibmittels, z.B. von superkritischem Stickstoff oder superkritischem Kohlendioxid. Vorzugsweise werden auch die Nanopartikel jeweils mit den entsprechenden Treibmitteln vorbehandelt. Selbstverständlich ist es zusätzlich oder gleichzeitig möglich, als Anti-Haftmittel Verbindungen einzusetzen, die sich in ihrem polaren bzw. unpolaren Charakter stark von der polaren bzw. unpolaren Natur der Nanopartikel oder Nanopartikelvorstufenmaterialien unterscheiden. Liegen z.B. polare Nanopartikel oder Nanopartikelvorstufenmaterialien vor, wird bevorzugt als Anti-Haftmittel eine unpolare Substanz eingesetzt. Das Gleiche gilt umgekehrt für unpolare Nanopartikel.

Als polymeres Kunststoffausgangsmaterial kommen z.B. thermoplastische Polymere und thermoplastische Elastomere, jeweils vorzugsweise in Granulatform, in Betracht. Geeignete thermoplastische Polymere können z.B. ausgewählt werden aus der Gruppe, bestehend aus ASA-Polymerisaten, ABS-Polymerisaten, Polycarbonaten, Polyestern, Polyamiden, Polyethern, Polyimiden, Polystyrolen, Polyurethanen, Polyetherketonen, Polyphenylensulfiden, Polyphenylenethern, Poly(meth)acrylaten, Poly(meth)acrylamiden, Poly(meth)acrylnitril, Polysulfonen, Polyvinylchloriden, SAN-Polymerisaten, Epoxyharzen, Phenolharzpolymeren, jeweils in schlagzähmodifizierter und nicht schlagzähmodifizierter Form, sowie deren Mischungen. Thermoplastische Kunststoffe sowie deren Herstellung sind dem Fachmann im allgemeinen bekannt.

Als thermoplastische Elastomere kommen z.B. die dem Fachmann bekannten S-EB-S-, SBS-SIS-, EPDM/PP-, Polyamid-, Polyester- oder TPU-Systeme in Frage.

Geeignete polymere Ausgangsmaterialien umfassen ebenfalls duroplastische Polymere und/oder reaktive Elastomere. Ferner umfassen geeignete prepolymere Ausgangsmaterialien Vorprodukte von duroplastischen Polymeren und/oder reaktiven Elastomeren.

Eine weitere Ausgestaltung des erfindungsgemäßen Verfahrens sieht vor, dass das prepolymere Ausgangsmaterial in der Plastifiziereinheit oder dem Mischaggregat oder einer nachgelagerten Einheit polymerisiert wird.

Geeignete prepolymere Ausgangsmaterialien umfassen z.B. nicht- oder teilvernetzte Kautschuke, ein Gemisch aus mindestens einem Polyol und mindestens einem Isocyanat, oder kationisch oder anionisch polymerisierbare Monomere.

Unter Nanopartikel sollen vorliegend Partikel mit einer Größe im Nanometerbereich verstanden werden, d.h. im Bereich von etwa 0,5 × 10–9 bis 10–6 m. Materialien mit einer größeren Partikelgröße werden im allgemeinen im Sinne der vorliegenden Erfindung als Nanopartikelvorstufenmaterialien bezeichnet, wobei auch diese Vorstufenmaterialien in Größen kleiner 10–6 m vorliegen können.

Als Nanopartikel kommen z.B. alle dem Fachmann bekannten Typen in Betracht, insbesondere auch solche, die aus Nanopartikelvorstufenmaterialien in delaminierter bzw. exfolierter Form zugänglich sind. Hierbei wird insbesondere zurückgegriffen auf Montmorillonit, Smectit, Ellit, Sepiolit, Palygorskit, Muscovit, Allivardit, Amesit, Hectorit, Fluorhectorit, Saponit, Beidellit, Talkum, Nontronit, Stevensit, Bentonit, Glimmer, Vermiculit, Fluorvermiculit, Halloysit und fluorenthaltende synthetische Talkum-Typen sowie deren Mischungen. Unter exfolierten Nanopartikeln bzw. delaminierten Schichtsilikaten im Sinne der vorliegenden Erfindung sollen z.B. solche Substanzen verstanden werden, bei welchen durch Umsetzung mit sogenannten Hydrophobierungsmitteln mit gegebenenfalls anschließender Quellung, z.B. durch Zugabe von Monomeren wie Caprolactam, die Schichtabstände zunächst vergrößert werden. Ferner sind auch über das Sol/Gelverfahren erhältliche Titan- oder Siliziumverbindungen geeignet. Besonders bevorzugt wird bei den Siliziumverbindungen nach dem Sol/Gelverfahren auf pyrogene Kieselsäure zurückgegriffen. Geeignete SiO2, SiO2-C- und TiO2-Nanopartikel bzw. -pulver finden sich auch in der Diplomarbeit von F. Locke, "Herstellung und Charakterisierung von SiO2, SiO2-C und TiO2 Nanopartikeln" (November 2002, TU Freiberg) beschrieben. Des weiteren kommen als so genannte Nanopuder oder -pulver beispielsweise auch solche aus Al2O3, ZrO2, Ti, TiB2, TiC und TiN in Betracht. Diese Puder bzw. Pulver können z.B. mittels Flammenaerosol-, Plasma-, Sol/Gel- oder Laserablationsverfahren hergestellt werden.

Des weiteren kommen als Nanopartikelvorstufenmaterialien und/oder Nanopartikel auch Ruße sowie insbesondere Nanoröhrchen in Frage. Geeignete Nanoröhrchen, z.B. solche mit einem Durchmesser im Bereich von einigen, z.B. 1 nm, bis einigen Hundert Nanometer, z.B. 900 nm, können aus einem Kunststoffmaterial wie Polytetrafluorethylen, Polystyrol und Polymethylmethacrylat, wie in Science, 14. Juni 2002, beschrieben, gefertigt sein. Geeignete Kohlenstoff-Nanoröhrchen lassen sich z.B. gemäß den in der DE 102 57 025 A1 und EP 1 059 266 A1 sowie bei Iijima S., Nature, 354, 56–58 (1991), und Ebbesen T.W. und Ajayan P.M., Nature, 358, 195–196 (1992), offenbarten Verfahren erhalten.

Hierbei ist von Vorteil, wenn die durchschnittliche Länge und/oder Breite der eingesetzten Nanopartikel im Bereich von 10 bis 700 nm, insbesondere im Bereich von 20 bis 500, vorzugsweise 250, nm, und die durchschnittliche Dicke bzw. der Radius dieser Nanopartikel im Bereich von 1 bis 250 nm, bevorzugt von 1 bis 80 nm, besonders bevorzugt von 1 bis 50 nm und insbesondere von 1 bis 10 nm, liegt.

Bevorzugt lassen sich Nanopartikelvorstufenmaterialien mittels Scherung in einer Knet- oder Compoundereinheit und/oder der Plastifiziereinheit in geeignete Nanopartikel zerteilen und/oder defolieren.

Grundsätzlich kann auf chemische wie physikalische Treibmittel oder auf Mischungen beider Treibmitteltypen zurückgegriffen werden. Als geeignete chemische Treibmittel kommen z.B. Azo- und Diazoverbindungen, insbesondere Azodicarbonsäurediamid, Sulfohydrazide, Semicarbazide, Zitronensäure und deren Ester, Peroxo-, Triazin-Tetrazol-, Tetrazon- oder Tetramin-Verbindungen und Alkali- oder Erdalkalicarbonate, insbesondere Bicarbonatverbindungen, in Frage. Geeignete physikalische Treibmittel stellen Wasser, Methanol, Ethanol, Dimethyl-ether, Methan, Ethan, i- oder n-Propan, n-Butan, n- oder i-Pentan, Cyclopentan, Hexane, Heptane, Heptene, Benzol und seiner Derivate, Fluorchlorkohlenwasserstoffe, Kohlendioxid oder Stickstoff oder dergleichen dar. Die genannten gesättigten und ungesättigten Kohlenwasserstoffe können in jeder isomeren Form eingesetzt werden. Besonders zufriedenstellende Resultate stellen sich bei Verwendung von Wasser, Kohlendioxid und Stickstoff ein.

Insbesondere um eine gute Oberfläche des geschäumten Formkörpers zu erhalten, ist es empfehlenswert, dass Wasser, Kohlendioxid und Stickstoff in superkritischem Zustand eingesetzt werden.

Zu einer makellosen Oberfläche trägt ebenfalls bei, dass das Formwerkzeug, insbesondere bei Verwendung thermoplastischer Ausgangsmaterialien, oder zumindest ein Bereich des Formwerkzeugs oder zumindest ein Bereich der Innenseite des Formwerkzeugs zumindest während eines Abschnitts des Befüllvorgangs mit der Polymerschmelze und/oder zumindest während eines Teils des Abkühlvorgangs der das Formteil bildenden Formmasse eine Temperatur oberhalb der Raumtemperatur, insbesondere oberhalb der Erweichungstemperatur der das Formteil bildenden Formmasse, aufweist. Geeignete Formwerkzeuge, mit denen die Werkzeugwand auf eine hohe Temperatur, z.B. nahe der Schmelztemperatur der Formmasse im Augenblick der Berührung der Schmelze eingestellt werden kann, sind entweder bereits kommerziell erhältlich oder können ohne weiteres auf dem Fachmann bekannte Weise konstruiert werden. Beispielsweise können derartige Werkzeuge Temperierkanäle im Bereich der Werkzeugoberfläche aufweisen, die mit einem Dampfkreislaufsytem verbunden sind.

In einer vorteilhaften Ausgestaltung ist vorgesehen, dass, insbesondere für die Herstellung von Profilen oder Formteilen aus teilkristallin erstarrenden Thermoplasten, zumindest ein Teil wenigstens der Oberfläche des Formwerkzeugs eine Temperatur aufweist, die etwa 5°C bis 20°C unterhalb der Erweichungstemperatur oder der Kristallisationstemperatur der das Formteil oder Profil bildenden Formmasse liegt.

Bevorzugt ist ferner, wenn für die Herstellung von Profilen oder Formteilen aus amorph erstarrenden Schmelzen zumindest ein Teil wenigstens der Oberfläche des Formwerkzeugs eine Temperatur aufweist, die etwa 5°C bis 30°C oberhalb der Erweichungstemperatur der das Formteil oder Profil bildenden Formmasse liegt.

Ein vorteilhafter Effekt in Bezug auf die Oberflächeneigenschaften der geschäumten Kunststoffformteile stellt sich ebenfalls ein, wenn zumindest ein Teil, insbesondere wenigstens der Oberfläche, des Formwerkzeugs schlecht wärmeleitend ausgeführt ist. Unter schlecht wärmeleitend im Sinne der vorliegenden Erfindung sollen z.B. Werkzeuge aus Stahl, insbesondere hochlegierten Stählen, und/oder Titan verstanden werden. Geeignete schlecht wärmeleitende Materialien stellen auch Keramik und Kunststoffe dar. Ferner ist es möglich, alternativ oder zusätzlich, die Innenwand des Formwerkzeugs zumindest bereichsweise mit mindestens einer wärmedämmenden Schicht oder Beschichtung, z.B. einer Kunststoff- oder Keramikbeschichtung, zu versehen. Geeignete Kunststoffbeschichtungen gehen z.B. zurück auf Polystyrol, auch syndiotaktisches Polystyrol, oder Polytetrafluorethylen (PTFE) oder auf geeignete Kunststoffharze wie Phenol-, Epoxy-, Polyester- oder Siliconharze. Im allgemeinen sind bereits Schichtdicken im Bereich von 0,2 bis 0,8 mm ausreichend, wobei eine Schichtdicke von etwa 0,4 mm sich für viele Anwendungen als ausreichend erwiesen hat.

Selbstverständlich ist es unabhängig von der Qualität der erhaltenen Oberfläche möglich, dass man vor dem Befüllen des Formwerkzeugs mit der Polymerschmelze zumindest auf einen Teil der Oberfläche des Formwerkzeugs eine Folienschicht auflegt. Verfahren zum Hinterschäumen von Folien sowie die für diese Verfahren in Frage kommenden Folien sind dem Fachmann hinlänglich bekannt.

Das erfindungsgemäße Verfahren kann auf handelsüblichen Spritzgießvorrichtungen, Pressanlagen oder Extrudern vorgenommen werden, weshalb die Plastifiziereinheit ein Bestandteil einer solchen Vorrichtung oder eine solche Vorrichtung selber darstellen kann. Geeignete Pressanlagen umfassen z.B. eine Presse sowie das zugehörige Werkzeug.

Eine geeignete Anlagenkombination zur Durchführung des erfindungsgemäßen Verfahrens kann beispielsweise aus einer Spritzgießmaschine bestehen, die mit einem wärmeisolierten und druckfesten Einlasstrichter versehen ist, der wiederum über eine Schleuse mit einem ersten Behältnis in Form eines Autoklaven verbunden ist, in welchem das partikuläre Kunststoffausgangsmaterial mit dem Treibmittel behandelt, insbesondere gesättigt, wird. Das mit dem Treibmittel behandelte Kunststoffausgangsmaterial kann sodann je nach Bedarf über eine Schleuse und den Einlasstrichter der Plastifiziereinheit der Spritzgießmaschine zudosiert werden. Dieses Material wird von der Plastifizierschnecke erfasst und eingezogen.

Vom besonderem Vorteil ist ferner, dass auf prepolymere- und/oder polymere Ausgangsmaterialien, insbesondere in Form von Kunststoffgranulaten, zurückgegriffen werden kann, die neben den Nanopartikeln oder den Nanopartikelvorstufenmaterialien ebenfalls bereits mindestens ein chemisches und/oder physikalisches Treibmittel enthalten. Dabei können diese Ausgangsmaterialien im vollständig ungeschäumten wie auch bereits im vor- bzw. angeschäumten Zustand vorliegen und für das erfindungsgemäße Verfahren eingesetzt werden. Die Verwendung dieser erfindungsgemäßen Ausgangsmaterialen vereinfacht das erfindungsgemäße Verfahren erheblich und macht die separate Zugabe von Treibmitteln und Nanopartikeln überflüssig. Hierbei ist weiterhin von Vorteil, dass diese Kunststoffausgangsmaterialien bzw. -granulate selber nach dem erfindungsgemäßen Verfahren erhalten werden können.

Eine Granulierung der Polymerschmelze nach dem erfindungsgemäßen Verfahren unter Ausbildung von ungeschäumtem Granulat kann z.B. in der Weise vonstatten gehen, dass in der Plastifiziereinheit oder dem Mischaggregat der Druck derart hoch gehalten wird, dass dem in diese Vorrichtungen eingebrachten Treibmittel nicht die Möglichkeit zu schäumen gegeben wird. Vielmehr verbleibt das Treibmittel gelöst in der Schmelze. In einer geeigneten Ausführungsform kann die Plastifiziereinheit oder das Mischaggregat z.B. in Richtung oder im Bereich des Schmelzeaustrags mindestens eine Kühlstrecke aufweisen, beispielsweise in Form eines Abkühlextruders, so dass bei der Austragung der Schmelze aus dem Werkzeug das Treibmittel in dem erstarrten bzw. erstarrenden un- oder nur angeschäumten Granulat verbleibt. In einer Ausgestaltung kann dieses bereits heruntergekühlte Schmelzematerial z.B. unmittelbar in ein gekühltes Wasserbad unter Ausbildung eines Granulats unter bekannten Bedingungen eingebracht werden. Folglich liegen in diesem ungeschäumten Granulat die Nanopartikel und das Treibmittel nebeneinander vor. Selbstverständlich ist es möglich, die Temperatur- und/oder Druckführung in der vorangehend beschriebenen Verfahrensvariante derart zu führen, dass das Granulat nur geringfügig geschäumt, d.h. an- bzw. vorgeschäumt wird und dass noch stets soviel Treibmittel in dem Granulat vorliegt, dass es für die Herstellung geschäumter Formteile oder Profile eingesetzt werden kann. Grundsätzlich ist es ebenfalls möglich, nicht nur erfindungsgemäße ungeschäumte Granulate nach dem erfindungsgemäßen Verfahren herzustellen. Auch können Formteile und Profile im an- bzw. vorgeschäumten Zustand erhalten werden, so dass bei deren erneuter Erwärmung die vollständige Schäumung herbeigeführt werden kann.

Die erfindungsgemäßen un- bzw. vorgeschäumten Kunststoffausgangsmaterialien haben zudem den Vorteil, als Masterbatch eingesetzt und vertrieben werden zu können. Über die Beimengung eines Kunststoffausgangsmaterials, das kein Treibmittel enthält, kann im Wege einer gezielten Abmagerung eine gewünschte Porendichte bzw. -verteilung eingestellt werden. Die erfindungsgemäßen Kunststoffausgangsmaterialien lassen sich z.B. vor der Einbringung in eine Plastzifiziereinheit oder ein Mischaggregat homogen vermengen. Des weiteren kann das erfindungsgemäße Ausgangsmaterial zu dem bereits in der Plastifiziereinheit, insbesondere zumindest partiell als Polymerschmelze vorliegenden Ausgangsmaterial, das kein Treibmittel enthält, zugegeben werden. Selbstverständlich ist auch eine umgekehrte Vorgehensweise möglich.

Mit dem erfindungsgemäßen Verfahren sind geschäumte Kunststoffformteile zugänglich, die sich durch eine sehr gleichmäßige, feinporige Schaumstruktur auszeichnen mit durchschnittlichen Porengrößen kleiner 100 &mgr;m, vorzugsweise kleiner 10 &mgr;m und besonders bevorzugt kleiner 1 &mgr;m. Die erfindungsgemäßen Kunststoffkörper verfügen demnach über durchschnittliche Porengrößen, die kleiner sind als die Porengrößen von herkömmlichen aus dem Stand der Technik bekannten geschäumten Körpern. Geeignete erfindungsgemäße Formkörper, Profile oder Granulate verfügen z.B. über durchschnittliche Porengrößen im Bereich von 0,1 bis 10 &mgr;m. Die derart erhaltenen Formteile zeigen praktisch keine Schwindung, wodurch es möglich ist, ohne Nachdruck zu arbeiten. Ebenfalls treten Eigenspannungen nicht oder nur noch untergeordnet auf, weshalb ein Bauteilverzug nicht mehr festgestellt wird. Von besonderem Vorteil ist weiterhin, dass die erhaltene Polymerschmelze ein Arbeiten mit größeren bzw. leichteren Schließeinheiten zulässt. Insbesondere zeichnen sich die mit dem erfindungsgemäßen Verfahren erhaltenen Kunststoffformteile jedoch durch eine optisch einwandfreie Oberfläche aus, die z.B., ohne dass weitere Korrekturschritte erforderlich sind, bereits ausreicht, um Sichtanwendungen im Automobilbau zuzulassen. Von besonderem Vorteil ist weiterhin das sehr hohe Maß an Schall- und Erschütterungsdämpfung, das sich mit den erfindungsgemäßen Kunststoffkörpern erzielen lässt.

Ohne die Details zu kennen, die ursächlich für den festgestellten Erfolg des erfindungsgemäßen Verfahrens sind, wird gegenwärtig vermutet, dass unter den gefundenen Verfahrensbedingungen in einer Polymerschmelze aus mit einem Treibmittel gesättigten Kunststoffgranulat und Nanopartikeln eine Vielzahl sehr kleiner Keime vorliegen, die als Ausgangspunkt für die festgestellte feinteilige Porenbildung dienen. Hierbei dürfte von Bedeutung sein, dass dafür Sorge getragen wird, dass der Überdruck des Gases in dem Keim ausreichend groß ist, um die Oberflächenspannung zu überwinden. Die Oberflächenspannung verhält sich bekanntermaßen umgekehrt proportional zu der Größe der Grenzfläche, welche der Keim für die sich bildende Blase abgibt. Demgemäß benötigt man für Keime mit einem Durchmesser von etwa 500 nm einen relativ hohen Überdruck des Treibmittels an der Oberfläche des Keimes. Wie vorausgehend ausgeführt, kommen hierfür insbesondere Kunststoffausgangsmaterialien in Frage, die für einige Zeit in einem physikalischen oder chemischen Treibmittel, insbesondere in überkritischem Kohlendioxid oder Stickstoff, gelagert worden sind.

Die in der voranstehenden Beschreibung sowie in den Ansprüchen offenbarten Merkmale der Erfindung können sowohl einzeln als auch in jeder beliebigen Kombination für die Verwirklichung der Erfindung in ihren verschiedenen Ausführungsformen wesentlich sein.


Anspruch[de]
  1. Verfahren zur Herstellung eines oder mehrerer geschäumter oder vorgeschäumter Formteile und/oder Profile und/oder von geschäumtem Granulat, oder von ungeschäumtem und/oder vorgeschäumtem Granulat, geeignet zur Herstellung geschäumter oder vorgeschäumter Formteile und/oder Profile, unter Verwendung polymerer Werkstoffe, umfassend:

    a) Zurverfügungstellen von prepolymeren und/oder polymeren Ausgangsmaterial und/oder von prepolymerem und/oder polymerem Ausgangsmaterial, enthaltend Nanopartikel und/oder Nanopartikelvorstufenmaterialien, jeweils mit oder nicht mit einem physikalischen und/oder chemischen Treibmittel präpariert; physikalischen und/oder chemischen Treibmitteln; und von Nanopartikeln und/oder von Nanopartikelvorstufenmaterial, jeweils mit oder nicht mit einem physikalischen und/oder chemischen Treibmittel präpariert;

    b) gleichzeitiges oder sequentielles Vermengen jeweils der Gesamtmenge oder eines Teils des prepolymeren und/oder polymeren Ausgangsmaterials und/oder des mit einem Treibmittel präparierten prepolymeren und/oder polymeren Ausgangsmaterials und/oder des prepolymeren und/oder polymeren Ausgangsmaterials, enthaltend Nanopartikel und/oder Nanopartikelvorstufenmaterialien, jeweils mit oder nicht mit einem physikalischen, und/oder chemischen Treibmittel präpariert, des Treibmittels und der Nanopartikel, des Nanopartikelvorstufenmaterials und/oder der mit einem Treibmittel präparierten Nanopartikel und/oder Nanopartikelvorstufenmaterialien in mindestens einem ersten Behältnis; oder

    gleichzeitiges oder sequentielles Vermengen jeweils der Gesamtmenge oder eines Teils des prepolymeren und/oder polymeren Ausgangsmaterials und/oder des mit einem Treibmittel präparierten prepolymeren und/oder polymeren Ausgangsmaterials und/oder des prepolymeren und/oder polymeren Ausgangsmaterials, enthaltend Nanopartikel und/oder Nanopartikelvorstufenmaterialien, jeweils mit oder nicht mit einem physikalischen, und/oder chemischen Treibmittel präpariert, und des Treibmittels in mindestens einem ersten Behältnis;

    gleichzeitiges oder sequentielles Vermengen jeweils der Gesamtmenge oder eines Teils des prepolymeren und/oder polymeren Ausgangsmaterials und/oder des mit einem Treibmittel präparierten prepolymeren und/oder polymeren Ausgangsmaterials und/oder des prepolymeren und/oder polymeren Ausgangsmaterials, enthaltend Nanopartikel und/oder Nanopartikelvorstufenmaterialien, jeweils mit oder nicht mit einem physikalischen, und/oder chemischen Treibmittel präpariert, und der Nanopartikel, der Nanopartikelvorstufenmaterialien und/oder der mit einem Treibmittel präparierten Nanopartikel und/oder Nanopartikelvorstufenmaterialien in mindestens einem ersten Behältnis,

    wobei jede Mischung Nanopartikel und/oder Nanopartikelvorstufenmaterialien, als separate Bestandteile und/oder an und/oder in dem Ausgangsmaterial, und Treibmittel, als separaten Bestandteil und/oder an und/oder in dem Ausgangsmaterial und/oder den Nanopartikeln und/oder Nanopartikelvorstufenmaterialien, enthält;

    c) Einführen der Mischung aus prepolymerem und/oder polymerem Ausgangsmaterial und/oder dem mit einem Treibmittel präparierten prepolymeren und/oder polymeren Ausgangsmaterial und/oder des prepolymeren und/oder polymeren Ausgangsmaterials, enthaltend Nanopartikel und/oder Nanopartikelvorstufenmaterialien, jeweils mit oder nicht mit einem physikalischen, und/oder chemischen Treibmittel präpariert, Nanopartikeln, Nanopartikelvorstufenmaterialien und/oder den mit einem Treibmittel präparierten Nanopartikeln und/oder Nanopartikelvorstufenmaterialien und dem Treibmittel; oder der Mischung aus prepolymerem und/oder polymerem Ausgangsmaterial und/oder dem mit einem Treibmittel präparierten prepolymeren und/oder polymeren Ausgangsmaterial und/oder des prepolymeren und/oder polymeren Ausgangsmaterials, enthaltend Nanopartikel und/oder Nanopartikelvorstufenmaterialien, jeweils mit oder nicht mit einem physikalischen, und/oder chemischen Treibmittel präpariert, und dem Treibmittel; oder

    der Mischung aus prepolymerem und/oder polymerem Ausgangsmaterial und/oder dem mit einem Treibmittel präparierten prepolymeren und/oder polymeren Ausgangsmaterial und/oder des prepolymeren und/oder polymeren Ausgangsmaterials, enthaltend Nanopartikel und/oder Nanopartikelvorstufenmaterialien,jeweils mit oder nicht mit einem physikalischen, und/oder chemischen Treibmittel präpariert, und Nanopartikeln und/oder Nanopartikelvorstufenmaterialien und/oder mit einem Treibmittel präparierten Nanopartikeln und/oder Nanopartikelvorstufenmaterialien, wobei wenigstens die prepolymeren und/oder polymeren Ausgangsmaterialien oder die Nanopartikel und/oder Nanopartikelvorstufenmaterialien mit dem Treibmittel präpariert sind,

    jeweils aus mindestens einem ersten Behältnis in eine Plastifiziereinheit oder ein Mischaggregat zur Herstellung einer zumindest partiellen Polymerschmelze;

    d) Austragen der Polymerschmelze in mindestens ein Form- oder Strangwerkzeug unter Ausbildung eines geschäumten und/oder vorgeschäumten Formteils oder Profils und Entnahme oder Abzug des Formteils oder des Profils aus dem Form- oder Strangwerkzeug oder Entnahme oder Abzug des zum Schäumen vorbereiteten Formteils oder Profils;

    oder Granulierung der Polymerschmelze unter Ausbildung von ungeschäumtem, vorgeschäumtem und/oder geschäumtem Granulat.
  2. Verfahren zur Herstellung eines oder mehrerer geschäumter Formteile und/oder Profile und/oder von geschäumtem Granulat, oder von ungeschäumtem und/oder vorgeschäumtem Granulat, geeignet zur Herstellung geschäumter oder vorgeschäumter Formteile und/oder Profile, unter Verwendung polymerer Werkstoffe, umfassend:

    a) Zurverfügungstellen von prepolymeren und/oder polymeren Ausgangsmaterial und/oder von prepolymerem und/oder polymerem Ausgangsmaterial, enthaltend Nanopartikel und/oder Nanopartikelvorstufenmaterialien,jeweils mit oder nicht mit einem physikalischen und/oder chemischen Treibmittel präpariert; physikalischen und/oder chemischen Treibmitteln; und von Nanopartikeln und/oder von Nanopartikelvorstufenmaterial, jeweils mit oder nicht mit einem physikalischen und/oder chemischen Treibmittel präpariert;

    b) gleichzeitiges oder sequentielles Vermengen jeweils der Gesamtmenge oder eines Teils des prepolymeren und/oder polymeren Ausgangsmaterials und/oder des mit einem Treibmittel präparierten prepolymeren und/oder polymeren Ausgangsmaterials und/oder des prepolymeren und/oder polymeren Ausgangsmaterials, enthaltend Nanopartikel und/oder Nanopartikelvorstufenmaterialien,jeweils mit oder nicht mit einem physikalischen, und/oder chemischen Treibmittel präpariert, des Treibmittels und der Nanopartikel, des Nanopartikelvorstufenmaterials und/oder der mit einem Treibmittel präparierten Nanopartikel und/oder Nanopartikelvorstufenmaterialien in mindestens einem ersten Behältnis; oder

    gleichzeitiges oder sequentielles Vermengen jeweils der Gesamtmenge oder eines Teils des prepolymeren und/oder polymeren Ausgangsmaterials und/oder des mit einem Treibmittel präparierten prepolymeren und/oder polymeren Ausgangsmaterials und/oder des prepolymeren und/oder polymeren Ausgangsmaterials, enthaltend Nanopartikel und/oder Nanopartikelvorstufenmaterialien,jeweils mit oder nicht mit einem physikalischen, und/oder chemischen Treibmittel präpariert, und des Treibmittels in mindestens einem ersten Behältnis;

    gleichzeitiges oder sequentielles Vermengen jeweils der Gesamtmenge oder eines Teils des prepolymeren und/oder polymeren Ausgangsmaterials und/oder des mit einem Treibmittel präparierten prepolymeren und/oder polymeren Ausgangsmaterials und/oder des prepolymeren und/oder polymeren Ausgangsmaterials, enthaltend Nanopartikel und/oder Nanopartikelvorstufenmaterialien,jeweils mit oder nicht mit einem physikalischen, und/oder chemischen Treibmittel präpariert, und der Nanopartikel, der Nanopartikelvorstufenmaterialien und/oder der mit einem Treibmittel präparierten Nanopartikel und/oder Nanopartikelvorstufenmaterialien in mindestens einem ersten Behältnis;

    c) Einführen der Mischung aus prepolymerem und/oder polymerem Ausgangsmaterial und/oder dem mit einem Treibmittel präparierten prepolymeren und/oder polymeren Ausgangsmaterial und/oder des prepolymeren und/oder polymeren Ausgangsmaterials, enthaltend Nanopartikel und/oder Nanopartikelvorstufenmaterialien, jeweils mit oder nicht mit einem physikalischen, und/oder chemischen Treibmittel präpariert, Nanopartikeln, Nanopartikelvorstufenmaterialien und/oder den mit einem Treibmittel präparierten Nanopartikeln und/oder Nanopartikelvorstufenmaterialien und dem Treibmittel; oder

    der Mischung aus prepolymerem und/oder polymerem Ausgangsmaterial und/oder dem mit einem Treibmittel präparierten prepolymeren und/oder polymeren Ausgangsmaterial und/oder des prepolymeren und/oder polymeren Ausgangsmaterials, enthaltend Nanopartikel und/oder Nanopartikelvorstufenmaterialien, jeweils mit oder nicht mit einem physikalischen, und/oder chemischen Treibmittel präpariert, und dem Treibmittel; oder

    der Mischung aus prepolymerem und/oder polymerem Ausgangsmaterial und/oder dem mit einem Treibmittel präparierten prepolymeren und/oder polymeren Ausgangsmaterial und/oder des prepolymeren und/oder polymeren Ausgangsmaterials, enthaltend Nanopartikel und/oder Nanopartikelvorstufenmaterialien, jeweils mit oder nicht mit einem physikalischen, und/oder chemischen Treibmittel präpariert, und Nanopartikeln und/oder Nanopartikelvorstufenmaterialien und/oder mit einem Treibmittel präparierten Nanopartikeln und/oder Nanopartikelvorstufenmaterialien, wobei wenigstens die prepolymeren und/oder polymeren Ausgangsmaterialien oder die Nanopartikel und/oder Nanopartikelvorstufenmaterialien mit dem Treibmittel präpariert sind,

    jeweils aus mindestens einem ersten Behältnis in eine Plastifiziereinheit oder ein Mischaggregat zur Herstellung einer zumindest partiellen Polymerschmelze, und Einführen von Nanopartikeln und/oder Nanopartikelvorstufenmaterialien und/oder mit einem Treibmittel präparierten Nanopartikeln und/oder Nanopartikelvorstufenmaterialien über das erste und/oder mindestens ein zweites Behältnis in die Plastifiziereinheit oder ein Mischaggregat, das stromabwärts oder stromaufwärts von der Position der Einführung über das erste Behältnis, angeordnet ist, und

    d) Austragen der Polymerschmelze in mindestens ein Form- oder Strangwerkzeug unter Ausbildung eines geschäumten und/oder vorgeschäumten Formteils oder Profils und Entnahme oder Abzug des Formteils oder des Profils aus dem Form- oder Strangwerkzeug oder Entnahme oder Abzug des zum Schäumen vorbereiteten Formteils oder Profils;

    oder Granulierung der Polymerschmelze unter Ausbildung von ungeschäumtem, vorgeschäumtem und/oder geschäumtem Granulat.
  3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass in mindestens einer Mischung neben prepolymeren und/oder polymeren Ausgangsmaterialien, enthaltend Nanopartikel und/oder Nanopartikel und/oder Nanopartikelvorstufenmaterialien, im wesentlichen keine separaten Nanopartikel und/oder Nanopartikelvorstufenmaterialien zusätzlich eingesetzt werden.
  4. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass ein Teil der Nanopartikel und/oder Nanopartikelvorstufenmaterialien und/oder der mit einem Treibmittel präparierten Nanopartikel und/oder Nanopartikelvorstufenmaterialien mit einem Teil des prepolymeren und/oder polymeren Ausgangsmaterials in mindestens einem ersten Behältnis vermengt werden und dass die erhaltene Mischung vor der Einführung in eine Plastifiziereinheit oder ein Mischaggregat mit einem Treibmittel bis zur Sättigung oder Teilsättigung mit diesem vermengt und/oder in diesem gelagert wird.
  5. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Nanopartikelvorstufenmaterialien in dem ersten Behältnis, dem zweiten Behältnis und/oder der Plastifiziereinheit oder dem Mischaggregat teilweise, nahezu vollständig oder vollständig in Nanopartikel überführt und in der Plastifiziereinheit oder dem Mischaggregat in der Polymerschmelze oder dem prepolymeren Ausgangsmaterial, insbesondere im wesentlichen gleichmäßig, verteilt und zerteilt werden.
  6. Verfahren nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Überführung der Nanopartikelvormaterialien in Nanopartikel dadurch erhalten wird, dass die Nanopartikelvormaterialien mittels Scherung in einer Knet- oder Compoundereinheit und/oder der Plastifiziereinheit zerteilt und/oder defoliert werden.
  7. Verfahren nach einem der Ansprüche 4 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass der restliche Teil der Nanopartikel und/oder Nanopartikelvorstufenmaterialien und/oder der mit einem Treibmittel präparierten Nanopartikel und/oder Nanopartikelvorstufenmaterialien und/oder der restliche Teil des prepolymeren und/oder polymeren Ausgangsmaterials mit der Mischung aus prepolymerem und/oder polymerem Ausgangsmaterial, Nanopartikeln und/oder Nanopartikelvorstufenmaterialien und/oder der mit einem Treibmittel präparierten Nanopartikel und/oder Nanopartikelvorstufenmaterialien und dem Treibmittel in dem ersten Behältnis vermengt oder der Platifiziereinheit oder dem Mischaggregat separat, insbesondere über mindestens ein zweites Behältnis, zugeführt wird bzw. werden.
  8. Verfahren nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das prepolymere und/oder polymere Ausgangsmaterial oder ein Teil davon und/oder die Nanopartikel und/oder Nanopartikelvorstufenmaterialien und/oder die mit einem Treibmittel präparierten Nanopartikel und/oder Nanopartikelvorstufenmaterialien in dem Treibmittel bei einem Druck und einer Temperatur gelagert wird bzw. werden, insbesondere solange, bis das prepolymere und/oder polymere Ausgangsmaterial und/oder die Nanopartikel und/oder Nanopartikelvorstufenmaterialien und/oder der mit einem Treibmittel präparierten Nanopartikel und/oder Nanopartikelvorstufenmaterialien nahezu oder im wesentlichen vollständig mit dem Treibmittel gesättigt sind oder einen vorgegebenen Sättigungsgrad erreicht haben.
  9. Verfahren nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Nanopartikel und/oder die Nanopartikelvorstufenmaterialien vor der Vermengung mit dem prepolymeren und/oder polymeren Ausgangsmaterial oder eines Teils davon in dem Treibmittel gelagert werden.
  10. Verfahren nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Treibmittel und das prepolymere und/oder polymere Ausgangsmaterial, die Nanopartikel und/oder das Nanopartikelvorstufenmaterial vor der Einführung in die Plastifiziereinheit oder das Mischaggregat, insbesondere in dem ersten Behältnis, einem erhöhten Druck und/oder einer erhöhten Temperatur ausgesetzt werden.
  11. Verfahren nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass sämtliche Nanopartikel und/oder Nanopartikelvorstufenmaterialien über mindestens ein zweites Behältnis der Plastifiziereinheit zugeführt werden.
  12. Verfahren nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass zumindest ein Teil des Nanopartikelvorstufenmaterials und/oder der Nanopartikel vor der Einbringung in eine Polymerschmelze, enthaltend das prepolymere und/oder polymere Ausgangsmaterial, in der Platifiziereinheit oder dem Mischaggregat mit einem Haftmittel oder einem Anti-Haftmittel vorbehandelt wird.
  13. Verfahren nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das prepolymere Ausgangsmaterial in der Plastifiziereinheit oder dem Mischaggregat oder einer nachgelagerten Einheit polymerisiert wird.
  14. Verfahren nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das prepolymere Ausgangsmaterial nicht- oder teilvernetzte Kautschuke, ein Gemisch aus mindestens einem Polyol und mindestens einem Isocyanat, oder kationisch oder anionisch polymerisierbare Monomere umfasst.
  15. Verfahren nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das polymere Ausgangsmaterial ein thermoplastisches Polymer und/oder ein thermoplastisches Elastomer umfasst.
  16. Verfahren nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das polymere Ausgangsmaterial ausgewählt wird aus der Gruppe, bestehend aus Polyolefinen, ASA-Polymerisaten, ABS-Polymerisaten, Polycarbonaten, Polyestern, Polyamiden, Polyethern, Polyimiden, Polyetherketonen, Polystyrolen, Polyurethanen, Polyphenylensulfiden, Polyphenylenethern, Poly(meth)acrylaten, Poly(meth)acrylamiden, Poly(meth)acrylnitril, Polysulfonen, Polyvinylchloriden, SAN-Polymerisaten, Epoxyharzen, Phenolharzen, jeweils in schlagzähmodifizierter und nicht schlagzähmodifizierter Form, sowie deren Mischungen.
  17. Verfahren nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das polymere Ausgangsmaterial duroplastische Polymere und/oder reaktive Elastomere und/oder dass das prepolymere Ausgangsmaterial Vorprodukte von duroplastischen Polymeren und/oder reaktiven Elastomeren umfasst.
  18. Verfahren nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass als Nanopartikelvorstufenmaterial und/oder als Nanopartikel Schichtsilikate, insbesondere Montmorillonit, Smectit, Ellit, Sepiolit, Palygorskit, Muscovit, Allivardit, Amesit, Hectorit, Fluorhectorit, Saponit, Beidellit, Talkum, Nontronit, Stevensit, Bentonit, Glimmer, Vermiculit, Fluorvermiculit, Halloysit und fluorenthaltende synthetische Talkum-Typen sowie deren Mischungen, und/oder mindestens eine für das Sol/Gelverfahren geeignete Siliziumverbindung, insbesondere pyrogene Kieselsäure, und/oder auf der Basis von Kohlenstoff erzeugte Ruße, und/oder Nanoröhrchen oder -pulver, eingesetzt werden.
  19. Verfahren nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die durchschnittliche Länge und/oder Breite der eingesetzten Nanopartikel im Bereich von 20 bis 500 nm und/oder die durchschnittliche Dicke und/oder der Radius dieser Nanopartikel im Bereich von 1 bis 250 nm liegt.
  20. Verfahren nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das chemische Treibmittel ausgewählt wird aus der Gruppe, bestehend aus Azo- oder Diazoverbindungen, insbesondere Azodicarbonsäurediamid, Sulfohydraziden, Semicarbaziden, Zitronensäure und deren Estern, Peroxo-, Triazin-Tetrazol-, Tetrazon- oder Tetramin-Verbindungen und Alkali- oder Erdalkalicarbonaten, insbesondere Bicarbonatverbindungen.
  21. Verfahren nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das physikalische Treibmittel ausgewählt wird aus der Gruppe, bestehend aus Wasser, Methanol, Ethanol, Dimethylether, Methan, Ethan, n- oder i-Propan, n-Butan, n- oder i-Pentan, Cyclopentan, Hexane, Heptane, Heptene, Benzole, Fluorchlorkohlenwasserstoffen, Kohlendioxid oder Stickstoff.
  22. Verfahren nach Anspruch 21, dadurch gekennzeichnet, dass Wasser, Kohlendioxid und Stickstoff in superkritischem Zustand eingesetzt werden.
  23. Verfahren nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass, insbesondere bei Verwendung thermoplastischer Ausgangsmaterialien, zumindest ein Bereich des Formwerkzeugs oder zumindest ein Bereich der Innenseite des Formwerkzeugs zumindest während eines Abschnitts des Befüllvorgangs mit der Polymerschmelze und/oder zumindest während eines Teils des Abkühlvorgangs der das Formteil bildenden Formmasse eine Temperatur oberhalb der Raumtemperatur, insbesondere oberhalb der Erweichungstemperatur der das Formteil bildenden Formmasse, aufweist.
  24. Verfahren nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass, insbesondere für die Herstellung von Profilen oder Formteilen aus teilkristallin erstarrenden Thermoplasten, zumindest ein Teil wenigstens der Oberfläche des Formwerkzeugs eine Temperatur aufweist, die etwa 5°C bis 20°C unterhalb der Erweichungstemperatur oder der Kristallisationstemperatur der das Formteil oder Profil bildenden Formmasse liegt.
  25. Verfahren nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass für die Herstellung von Profilen oder Formteilen aus amorph erstarrenden Schmelzen zumindest ein Teil wenigstens der Oberfläche des Formwerkzeugs eine Temperatur aufweist, die etwa 5°C bis 30°C oberhalb der Erweichungstemperatur der das Formteil oder Profil bildenden Formmasse liegt.
  26. Verfahren nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass zumindest ein Teil, insbesondere der Oberfläche, des Formwerkzeugs schlecht wärmeleitend ausgeführt ist, insbesondere Stahl, hochlegierte Stähle und/oder Titan umfasst und/oder mit einer Keramik- und/oder Kunststoffbeschichtung versehen ist.
  27. Verfahren nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass vor dem Befüllen des Formwerkzeugs mit der Polymerschmelze zumindest auf einen Teil der Oberfläche des Formwerkzeugs mindestens eine Folienschicht aufgelegt wird.
  28. Verfahren nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Plastifiziereinheit Bestandteil einer Spritzgießvorrichtung, einer Pressanlage oder eines Extruders ist oder ein Spritzgießwerkzeug, eine Pressanlage oder einen Extruder darstellt.
  29. Verfahren nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Formwerkzeug- oder die Pressanlage vor der Füllung mit der Polymerschmelze mit einem Gas unter erhöhtem Druck gefüllt wird.
  30. Formteil, erhältlich gemäß einem der Ansprüche 1 bis 29.
  31. Profil, erhältlich gemäß einem der Ansprüche 1 bis 29.
  32. Granulat, erhältlich gemäß einem der Ansprüche 1 bis 29.
  33. Granulat nach Anspruch 32, dadurch gekennzeichnet, dass dieses ungeschäumt und/oder vorgeschäumt vorliegt.
  34. Kunststoffausgangsmaterial, enthaltend Nanopartikel und/oder Nanopartikelvorstufenmaterialien sowie mindestens ein physikalisches und/oder chemisches Treibmittel.
  35. Kunststoffausgangsmaterial nach Anspruch 34, dadurch gekennzeichnet, dass dieses im vorgeschäumten und/oder ungeschäumten Zustand vorliegt.
  36. Kunststoffausgangsmaterial nach Anspruch 34 oder 35, dadurch gekennzeichnet, dass dieses ein Kunststoffgranulat darstellt.
Es folgt kein Blatt Zeichnungen






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