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Dokumentenidentifikation DE102004006117A1 25.08.2005
Titel Tischsteckdose mit externer Schalteinheit
Anmelder Estermann, Wolfgang, 83549 Eiselfing, DE
DE-Anmeldedatum 06.02.2004
DE-Aktenzeichen 102004006117
Offenlegungstag 25.08.2005
Veröffentlichungstag im Patentblatt 25.08.2005
IPC-Hauptklasse H01R 25/00
IPC-Nebenklasse H01R 13/70   
Zusammenfassung Die Erfindung betrifft eine schaltbare Steckdosenleiste, bei welcher die Schaltfunktion über eine extern angeordnete Schalteinheit erreicht wird. Diese kann in jeder denkbaren Relativposition bezüglich der Steckdosenleiste aufgestellt werden und vereint so die Vorzüge einer schaltbaren Steckdosenleiste mit optischen Gesichtspunkten, da als einziges sichtbares Bauteil die externe Schalteinheit angeordnet ist. Die Schalteinheit ist vorzugsweise über ein eigenes Anschlusskabel mit der Steckdosenleiste verbunden, kann sich jedoch auch in der elektrischen Zuleitung der Steckdosenleiste befinden.

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft eine Tischsteckdose, auch Mehrfachsteckdose oder Steckdosenleiste genannt, welche mit über eine externe Schaltvorrichtung geschalten werden kann.

Bekannt sind beispielsweise normale Steckdosenleisten, welche dazu dienen die Anzahl der Steckplätze an einem bestimmten Ort zu erhöhen. Sie dienen vorrangig dazu die Anzahl der, oft zu wenigen Unterputzsteckdosen zu erhöhen um mehrere Elektrogeräte, wie Fernseher, DVD Player, usw., an das vorhandene Stromnetz anzuschließen. In einer verbreiteten Variante sind diese Steckdosenleisten mit einem integrierten Schalter ausgestattet. Dieser Schalter befindet sich an diversen Positionen immer in der Steckdosenleiste integriert. Über diesen Schalter ist es nur eingeschränkt möglich die Steckdosenleiste zu schalten, da diese häufig aus optischen Gründen möglichst unsichtbar hinter den Elektrogeräten angebracht ist und somit kein direkter Zugang mehr vorhanden ist.

Eine andere Variante ist eine über eine Fernbedienung schaltbare Steckdosenleiste, welche so verdeckt angebracht werden kann und trotzdem über eine Schaltfunktion verfügt. Allerdings ist hierbei ein häufiges Problem, dass die zugehörige Fernbedingung nicht aufzufinden ist, da irgendwo hingelegt, oder sie unter den vielen anderen Fernbedingungen der vielen Elektrogeräte verschüttet ist.

Durch den heutigen Stand der Technik ist es so noch nicht oder nur eingeschränkt möglich dem Endverbraucher ein wirksames Instrument zur Verringerung, bzw. Ausschaltung von Stromkosten, welche bei Elektrogeräten im Stand-By Betrieb entstehen, zu geben.

Aufgabe der Erfindung ist es, eine schaltbare Steckdosenleiste zu schaffen, welche an jedem beliebigen Platz betrieben werden kann und über einen externen Schalter, beispielsweise Fußschalter, geschalten wird. Hierbei ist oft nur der externe Schalter das einzig sichtbare Bauteil. Folglich lassen sich somit eine variable Anzahl von Elektrogeräten, bevorzugt mit Stand-By Funktion, einfach ein- oder ausschalten.

Die Lösung dieser Aufgabe erfolgt durch die Merkmale des Anspruchs 1 und insbesondere dadurch, dass die Steckdosenleiste, welche über mindestens einen Steckplatz, alternativ kann dieser Steckplatz als reines Modul zur Zwischenschaltung in bereits vorhandene Steckdosenleisten oder ähnliches ausgestaltet sein, und einen Stecker mit einer Zuleitung, in jeder denkbaren Länge verfügt, sowie wenigstens einen von der Steckdosenleiste räumlich getrennten Schalter, der mit der Steckdosenleiste über eine eigene elektrische Anschlussleitung, in jeder denkbaren Länge, insbesondere lösbar verbunden ist, wobei das Ende der elektrischen Anschlussleitung die Position des Schalters ist, wobei die für den Schalter bestimmte elektrische Anschlussleitung an jeder beliebigen Position bei der Steckdosenleiste angeschlossen sein kann.

Möglich ist auch die Anbringung des Schalters in der Zuleitung der Steckdosenleiste, an jeder beliebigen Position in der Zuleitung, wobei die Zuleitung ebenfalls an jeder beliebigen Position in der Steckdosenleiste mit der Steckdosenleiste verbunden sein kann.

Erfindungsgemäß kann der Schalter, welcher möglicherweise als Fußschalter ausgebildet ist, durch die räumliche Trennung von Steckdosenleiste und Schalter und durch die ggf. flexible Ausgestaltung der elektrischen Anschlussleitung innerhalb der durch deren Länge gegebenen Grenzen in jeder beliebigen Position relativ zur Steckdosenleiste betrieben, bzw. geschaltet werden. Hierdurch wird bei allen angeschlossenen Elektrogeräten, gegebenenfalls mit Stand-By Funktion, eine einfache Abtrennung vom Stromnetz erreicht.

Möglich ist auch eine eingeschränkte Schaltfähigkeit der Steckdosenleiste, insbesondere dadurch erreicht das ein Teil der Steckplätze fest mit dem Stromnetz verbunden ist und somit nur der restliche Teil der Steckdosenleiste schaltbar ist. Dies ist insbesondere dann nötig wenn Elektrogeräte mit Stand-By Funktion angeschlossen sind, welche nicht vom Stromnetz abgetrennt werden sollen, da sie sonst eine eventuell vorhandene Speicherung von Daten oder sonstiges verlieren. Hier ist auch ein kleiner Schalter am einzelnen Steckplatz denkbar, der den Steckplatz dem schaltbaren Netzwerk zuschaltet oder diesen kontinuierlich ans Stromnetz zuschaltet.

Der Benutzer kann selbst individuell bestimmen wo er einerseits die Steckdosenleiste hinstellt und wo er andererseits den externen Schalter aufstellt. Folglich wird erreicht das die Anschlusskabel der angeschlossenen Elektrogeräte unsichtbar hinter diesen verstaut werden können und das andererseits eine einfache Schaltfunktion bezüglich der Steckdosenleiste über den externen Schalter, welcher einfach erreichbar ist, erreicht wird. Somit können alle angeschlossenen Elektrogeräte, welche im Stand-By Modus viel Strom verbrauchen, einfach vom Stromnetz getrennt werden. Folglich ist eine Verringerung des Stromverbrauches gegeben.

Eine besonders bevorzugte Verwendung der erfindungsgemäßen Steckdosenleiste ist die Verwendung an Multimedia Centern welche sich heute in jedem Haushalt befinden. Hier sind diverse Komponenten, wie Fernseher, DVD Player, SAT Reciever, Videorecorder, Verstärker, usw. relativ nahe zueinander angeordnet. Da viele dieser Geräte über Stand-By Funktionen verfügen ist ein kontinuierlicher Stromverbrauch gegeben, falls Elektrogeräte nicht über den Geräteschalter ausgeschaltet werden, welches zu beträchtlichen Stromkosten führt. Die Anzahl dieser Elektrogeräte erhöht sich in den meisten Haushalten zunehmend, so dass die Energieverschwendung ebenfalls zunehmend steigt. Erfindungsgemäß wird die Steckdosenleiste verwendet, um die kompletten angeschlossenen Elektrogeräte, über einen einzigen Schalter zu schalten, welcher nicht umständlich zu erreichen ist, sondern gegebenenfalls einfach im Vorbeigehen, beispielsweise mit einem Fußschalter, geschaltet werden kann.

Hierbei geschieht die elektrische Versorgung der Steckdosenleiste mit einem Kabel, welches in jeder möglichen Länge, an der einen Seite mit der Steckdosenleiste und an der anderen Seite mit einem Stecker ausgestattet ist. Dieses Kabel kann an jeder Position in die Steckdosenleiste münden. An anderer Position verlässt ein elektrisches Kabel die Steckdosenleiste und verbindet diese mit einem Schalter, bevorzugt Fußschalter, welcher in jeder beliebigen Relativposition zur Steckdosenleiste aufgestellt werden kann, da das elektrische Verbindungskabel ebenso in jeder Länge ausgestaltet werden kann. Der Schalter kann in jeder denkbaren Form und Ausstattung, z. B. Fußschalter, ausgestaltet werden.

Bevorzugte Ausführungsformen der erfindungsgemäßen Steckdosenleiste sind in den Unteransprüchen, der Beschreibung sowie der Zeichnung angegeben.

Die Erfindung wird im Folgenden beispielhaft unter Bezugnahme auf die Zeichnung beschrieben. Es zeigen:

1 eine Steckdosenleiste gemäß einer Ausführungsform der Erfindung,

2 eine Steckdosenleiste gemäß einer anderen Ausführungsform der Erfindung,

3 eine Steckdosenleiste gemäß einer weiteren Ausführungsform der Erfindung,

Die in 1 dargestellte, erfindungsgemäße Steckdosenleiste umfasst ein Steckdosenleiste 4 welche mit dem Gerätestecker 1 über ein elektrisches Verbindungskabel 2 verbunden ist. In der Steckdosenleiste 4 befindet sich mindestens ein Steckplatz 3. Die externe Schalteinheit 6, hier als Fußschalter ausgebildet ist mit der Steckdosenleiste 4 über ein elektrisches Verbindungskabel 5 verbunden. Die Eingänge der elektrischen Verbindungskabel 2 und 5 in die Steckdosenleiste 4 können an jeder beliebigen Stelle in der Steckdosenleiste 4 befinden.

Alternativ kann der Fußschalter 6 ebenso als Kippschalter oder als andere schaltbare Vorrichtung ausgebildet sein.

2. zeigt die Verwendung der erfindungsgemäßen Steckdosenleiste in der bevorzugten Verwendungsform. Hier ist die Schalteinheit 6 an der gegenüberliegenden Seite der elektrischen Zuleitung 2 in der Steckdosenleiste 4. Bei dieser Ausführung ist eine möglichst effiziente Einsparung von Stromkabeln gegeben, da der elektrische Wandanschluss häufig im Mittelpunkt des Multimedia- oder HiFi-Centers in der dahinterliegenden Wand ist, und somit die Schalteinheit 6 erst nach der Steckdosenleiste 4 benötigt wird.

3. zeigt die Verwendung der erfindungsgemäßen Steckdosenleiste in einer weiteren Ausführungsform. Durch die Anbringung der Schalteinheit 6 in der elektrischen Zuleitung 2, welche den Gerätestecker 1 mit der Steckdosenleiste 4 verbindet, ist eine einfache und dennoch wirkungsvolle Einsparung an elektrischem Kabel gegeben. Die Kabel 2 an der Schaltereinheit 6 könne natürlich an jeder beliebigen Position vom Schalter 6 raus- oder rein gehen. Zum Beispiel können auch beide Kabel aus der gleichen Seite der Schalteinheit 6 raus- oder reingehen.

Darüber hinaus ist die erfindungsgemäß Steckdosenleiste nicht auf den Einsatz in Verbindung mit diversen Elektrogeräten beschränkt. Sie kann vielmehr für den Einsatz mit jedem nur denkbaren elektrischen Gegenstand oder Gerät verwendet werden um eine einfache Schaltfähigkeit zu schaffen.

1Netzstecker 2Elektrische Zuleitung 3Steckdosenplätze 4Steckdosenleiste 5Elektrische Verbindungsleitung 6Schalteinheit

Anspruch[de]
  1. Steckdosenleiste, insbesondere ausgestattet mit einer Schaltfunktion über die komplette oder teilweisen Anzahl der Steckplätze 3, vorzugsweise ausgestattet mit einer externen Schalteinheit 6, welche über ein eigenes Anschlusskabel 5 oder über die elektrische Zuleitung 2 mit der Steckdosenleiste 4 verbunden ist. Die elektrische Zuleitung ist mit einer Verbindungseinheit 1 ausgestattet, welche die Steckdosenleiste mit dem Stromnetz verbindet.
  2. Steckdosenleiste nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, das die Schalteinheit 6 der Steckdosenleiste 6 nicht in der Steckdosenleiste 4 angebracht ist.
  3. Steckdosenleiste nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, das der zugehörige Schalter 6 in einem eigenen Gehäuse angebracht ist.
  4. Steckdosenleiste nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, das die Schalteinheit 6 mit der Steckdosenleiste 4 über ein elektrisches Kabel verbunden ist.
  5. Steckdosenleiste nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, das die Kabelanschlüsse 2 und 5 an jeder denkbaren Position in die Steckdosenleiste 4 münden.
  6. Steckdosenleiste nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, das die externe Schalteinheit 6 in der Zuleitung 2 zur Steckdosenleiste 4 angebracht ist.
  7. Steckdosenleiste nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, das die Leitungslängen 2 oder 5 und/oder 5 oder 2 variable in der Länge zu gestalten ist.
  8. Steckdosenleiste nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, das die Schalteinheit 6 über ein Clipfunktion oder über eine Befestigungsmöglichkeit, ggf. mittels Klebestreifen an Gegenständen verfügt.
  9. Steckdosenleiste nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, das die Schalteinheit 6 als Fuß- oder Tritt- oder Kippschalter ausgestaltet ist.
  10. Steckdosenleiste nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, das die Steckdosenplätze 3 der Schaltfunktion der Schalteinheit 6 zuschaltbar sind oder immer unter Strom stehen.
  11. Steckdosenleiste nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, das die Steckdosenleiste 4 nur einen Steckplatz 3 hat und somit als reine Schalteinheit zu sehen ist.
  12. Verwendung einer Steckdosenleiste mit externer mechanischen oder elektronischen Schalteinheit nach einem der vorhergehenden Ansprüche zur Verringerung des Stromverbrauches von Elektrogeräten im Stand-By Betrieb.
  13. Verwendung einer Steckdosenleiste nach einem der vorhergehenden Ansprüche zum kompletten Ausschalten der angeschlossenen Endverbraucher.
  14. Steckdosenleiste nach einem der vorhergehenden Ansprüche mit extern angeordneter Schalteinheit.
  15. Steckdosenleiste nach einem der vorhergehenden Ansprüche mit Schaltfunktion bei externer Schalteinheit, verbunden über ein elektrisches Verbindungskabel.
Es folgen 3 Blatt Zeichnungen






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