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Dokumentenidentifikation DE102004041021B3 25.08.2005
Titel Bodenreinigungssystem
Anmelder Alfred Kärcher GmbH & Co. KG, 71364 Winnenden, DE
Erfinder Aleker, Hubert, 89597 Munderkingen, DE;
Keppler, Joachim, 71364 Winnenden, DE;
Benzler, Gottfried, 71737 Kirchberg, DE
Vertreter HOEGER, STELLRECHT & PARTNER Patentanwälte, 70182 Stuttgart
DE-Anmeldedatum 17.08.2004
DE-Aktenzeichen 102004041021
Veröffentlichungstag der Patenterteilung 25.08.2005
Veröffentlichungstag im Patentblatt 25.08.2005
IPC-Hauptklasse A47L 11/40
IPC-Nebenklasse A47L 9/28   A47L 11/33   
Zusammenfassung Die Erfindung betrifft ein Bodenreinigungssystem mit einem selbst fahrenden und selbst steuernden mobilen Reinigungsgerät, das eine motorisch drehbare Bürstenwalze zum Reinigen einer Bodenfläche und einen die Bürstenwalze benachbart angeordneten Schmutzsammelbehälter aufweist, und mit einer zentralen Absaugstation, die ein Absaugaggregat zum Absaugen des Schmutzsammelbehälters umfasst. Um das Bodenreinigungssystem derart weiterzubilden, dass die Gefahr einer dauerhaften Verunreinigung der Bürstenwalze verringert wird, wird erfindungsgemäß vorgeschlagen, dass die Bürstenwalze beim Absaugen des Schmutzsammelbehälters in Drehung versetzbar ist.

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft ein Bodenreinigungssystem mit einem selbst fahrenden und selbst steuernden mobilen Reinigungsgerät, das eine motorisch drehbare Bürstenwalze zum Reinigen einer Bodenfläche und einen der Bürstenwalze benachbart angeordneten Schmutzsammelbehälter aufweist, und mit einer zentralen Absaugstation, die ein Absaugaggregat zum Absaugen des Schmutzsammelbehälters umfasst.

Derartige Bodenreinigungssysteme sind aus der DE 102 31 384 A1 bekannt. Mit ihrer Hilfe kann eine Bodenfläche gereinigt werden, ohne dass hierzu eine Bedienungsperson erforderlich ist. Das mobile Reinigungsgerät kann selbst steuernd über die zu reinigende Bodenfläche verfahren werden und hierbei mittels der Bürstenwalze Schmutz von der Bodenfläche aufnehmen und in den Schmutzsammelbehälter überführen. Ist der Schmutzsammelbehälter voll, so steuert das Reinigungsgerät selbsttätig die zentrale Absaugstation an, an der der Schmutzsammelbehälter entleert wird. Hierzu umfasst die Absaugstation ein Absaugaggregat zum Absaugen des Schmutzsammelbehälters. Nach erfolgter Absaugung kann das Reinigungsgerät seinen Reinigungsbetrieb wieder aufnehmen und erneut an der zu reinigenden Bodenfläche entlang verfahren werden.

Wird das mobile Reinigungsgerät während des Reinigungsbetriebes entlang der Bodenfläche verfahren, so kann es vorkommen, dass Schmutzteilchen an der Bürstenwalze anhaften, die nicht in allen Fällen zuverlässig in den Schmutzsammelbehälter überführt und beim anschließenden Absaugen mittels des Absaugaggregates vom Schmutzsammelbehälter entfernt werden. Dies kann zu einer dauerhaften Verunreinigung der Bürstenwalze führen.

Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, ein Bodenreinigungssystem der eingangs genannten Art derart weiterzubilden, dass die Gefahr einer dauerhaften Verunreinigung der Bürstenwalze verringert wird.

Diese Aufgabe wird bei einem gattungsgemäßen Bodenreinigungssystem erfindungsgemäß dadurch gelöst, dass die Bürstenwalze beim Absaugen des Schmutzsammelbehälters in Drehung versetzbar ist.

In die Erfindung fließt der Gedanke mit ein, dass während des Absaugens des Schmutzsammelbehälters mittels des Absaugaggregates auch die Bürstenwalze gereinigt werden kann, indem diese beim Absaugen in Drehung versetzt wird. Dies ermöglicht es, zusätzlich zum Schmutzsammelbehälter auch die Bürstenwalze entlang ihres gesamten Außenumfanges mittels des Absaugaggregates abzusaugen, so dass an der Bürstenwalze anhaftender Schmutz gelöst werden kann. Die Gefahr einer dauerhaften Verunreinigung der Bürstenwalze wird dadurch vermindert.

Wird die Bürstenwalze beim Absaugen in Drehung versetzt, so hat dies außerdem den Vorteil, dass auch das Entleeren des Schmutzsammelbehälters vereinfacht wird, da der Absaugvorgang durch die Drehbewegung der Bürstenwalze unterstützt wird. Dies ermöglicht es, unter Sicherstellung einer vollständigen Entleerung des Schmutzsammelbehälters die Leistung des Absaugaggregates zu verringern, wodurch die Geräuschentwicklung des Absaugaggregates beim Absaugen des Schmutzsammelbehälters reduziert werden kann.

Von besonderem Vorteil ist es, wenn die Drehrichtung der Bürstenwalze beim Absaugen des Schmutzsammelbehälters der Drehrichtung entgegengesetzt ist, die die Bürstenwalze beim Reinigen der Bodenfläche aufweist. Dadurch können langfasrige Partikel, beispielsweise Haare oder Fäden, die beim Reinigen der Bodenfläche auf der Bürstenwalze aufgewickelt werden, von dieser beim Absaugen des Schmutzsammelbehälters wieder abgewickelt und in die zentrale Absaugstation überführt werden. Es wird dadurch vermieden, dass beim normalen Reinigungsbetrieb des mobilen Reinigungsgerätes von der Bürstenwalze aufgewickelte langfasrige Partikel allmählich zu einer Behinderung der Drehbewegung der Bürstenwalze und schließlich zu einer Blockade derselben führen. Dadurch kann die Reinigungsqualität, die mittels des Bodenreinigungssystemes erzielt werden kann, erheblich gesteigert werden.

Es kann vorgesehen sein, dass das mobile Reinigungsgerät zumindest ein drehbares Antriebsrad aufweist und die Drehrichtung der Bürstenwalze beim Reinigen der Bodenfläche der Drehrichtung des mindestens einen Antriebsrades bei einer Fahrt in Vorwärtsrichtung des mobilen Reinigungsgerätes entspricht. Vorzugsweise umfasst das Reinigungsgerät zwei um eine gemeinsame Drehachse drehbare Antriebsräder. Die Bürstenwalze kann bezogen auf die Vorwärtsrichtung des mobilen Reinigungsgerätes vor dem mindestens einen Antriebsrad angeordnet sein, wobei die Drehachse der Bürstenwalze parallel zur Drehachse des Antriebsrades ausgerichtet ist. Schmutz, der mittels der Bürstenwalze von der zu reinigenden Bodenfläche aufgenommen wird, kann von der Bürstenwalze nach hinten in den Schmutzsammelbehälter überführt werden. Wird der Schmutzsammelbehälter an der zentralen Absaugstation mittels des Absaugaggregates abgesaugt, so kann die Bürstenwalze ihre Drehrichtung umkehren und dadurch das Entleeren des Schmutzsammelbehälters vereinfachen.

Bei einer besonders bevorzugten Ausführungsform der Erfindung weist das mobile Reinigungsgerät zumindest eine wiederaufladbare Batterie auf und die zentrale Absaugstation umfasst ein Ladegerät, mit dem die mindestens eine Batterie während des Absaugens des Schmutzsammelbehälters wiederaufladbar ist, wobei die Bürstenwalze während des Ladevorganges in Drehung versetzbar ist. Während des Ladevorganges fließt vom Ladegerät ein Ladestrom zu der mindestens einen Batterie. Der Antrieb der Bürstenwalze kann auf konstruktiv einfache Weise in Abhängigkeit vom Fließen eines Ladestromes erfolgen. Es kann vorgesehen sein, dass die Dauer des Absaugvorganges ebenso wie die Dauer der Drehbewegung der Bürstenwalze während des Absaugens so lange erfolgt, bis ein vorgegebener Ladezustand der Batterie erreicht ist. Der Ladezustand kann beispielsweise durch Erfassen des Ladestromes bestimmt werden. Der Absaugvorgang und die Drehbewegung der Bürstenwalze können zum Beispiel so lange erfolgen, bis der Ladestrom einen unteren Grenzwert unterschreitet. Alternativ oder ergänzend kann vorgesehen sein, dass der Absaugvorgang und die Drehbewegung der Bürstenwalze während des Absaugvorganges nach Ablauf eines vorgegebenen Zeitintervalles beendet wird und das mobile Reinigungsgerät anschließend wieder seinen Reinigungsbetrieb aufnimmt.

Günstig ist es, wenn das mobile Reinigungsgerät eine elektronische Steuereinheit aufweist zur Steuerung des Antriebsmotors der Bürstenwalze, wobei der Steuereinheit ein Ladezustanderfassungsglied zugeordnet ist, mit dem beim Wiederaufladen der mindestens einen Batterie der Ladezustand, insbesondere der Ladestrom, erfassbar und der Steuereinheit ein entsprechendes Steuersignal bereitstellbar ist zur Aktivierung des Antriebsmotors der Bürstenwalze. Die elektrische Verbindung zwischen dem Ladegerät der zentralen Absaugstation und der mindestens einen wiederaufladbaren Batterie des mobilen Reinigungsgerätes kann über an der zentralen Absaugstation und am mobilen Reinigungsgerät angeordnete elektrische Kontakte erfolgen. Trifft das mobile Reinigungsgerät beim Andocken an die zentrale Absaugstation mit ihren elektrischen Kontakten auf die entsprechenden Kontakte der Absaugstation, so kann ein Ladestrom fließen. Der Ladezustand der Batterie kann vom Ladezustanderfassungsglied bestimmt werden. Letzteres kann beispielsweise als Stromüberwachungsglied ausgestaltet sein, mit dessen Hilfe der Ladestrom erfasst werden kann. Das Stromüberwachungsglied kann dann der elektronischen Steuereinheit des Reinigungsgerätes ein Steuersignal bereitstellen aufgrunddessen die Steuereinheit den Antriebsmotor der Bürstenwalze zu einer Drehbewegung aktiviert, so dass diese in Drehung versetzt wird. Gleichzeitig kann das Absaugaggregat der Absaugstation aktiviert und dadurch der Schmutzsammelbehälter des mobilen Reinigungsgerätes abgesaugt werden. Der Absaug- und Ladevorgang bei gleichzeitiger Drehbewegung der Bürstenwalze kann so lange erfolgen, bis der Ladezustand einen vorgegebenen Sollwert erreicht, beispielsweise so lange, bis der Ladestrom einen unteren Grenzwert unterschreitet. Das Unterschreiten des Ladestromes zeigt an, dass die mindestens eine Batterie wieder aufgeladen ist und das mobile Reinigungsgerät seinen normalen Reinigungsbetrieb wieder aufnehmen kann.

Vorzugsweise weist das mobile Reinigungsgerät das Ladezustanderfassungsglied auf, das den Ladezustand der Batterie erfasst und der Steuereinheit ein Steuersignal bereitstellt. Es kann vorgesehen sein, dass sowohl die Absaugstation als auch das Reinigungsgerät ein Ladezustanderfassungsglied aufweisen, das jeweils einer Steuereinheit zugeordnet ist.

Bei einer besonders bevorzugten Ausführungsform der Erfindung umfasst das mobile Reinigungsgerät ein Saugaggregat zum Absaugen der Bodenfläche, wobei der Schmutzsammelbehälter einen Saugeinlass aufweist und über einen Saugkanal mit dem Saugaggregat in Strömungsverbindung steht und wobei die Kehrbürsten der Bürstenwalze den Saugeinlass durchgreifen. Das mobile Reinigungsgerät ist bei einer derartigen Ausführungsform als Bürstsauggerät ausgestaltet, mit dessen Hilfe die zu reinigende Bodenfläche gekehrt und gleichzeitig abgesaugt werden kann. Die Schmutzaufnahme wird dadurch verbessert.

Von Vorteil ist es hierbei, wenn zwischen der Bürstenwalze und dem Schmutzsammelbehälter eine dem Saugeinlass benachbarte Kehrschwelle angeordnet ist, wobei die Bürstenwalze beim Absaugen des Schmutzsammelbehälters derart in Drehung versetzbar ist, dass sich die der Kehrschwelle zugewandten Kehrbürsten in Richtung des Saugeinlasses bewegen. Ausgehend vom Saugeinlass werden beim Reinigungsbetrieb des mobilen Reinigungsgerätes Schmutzpartikel über den Zwischenbereich zwischen der Bürstenwalze und der Kehrschwelle in den Schmutzsammelbehälter überführt. Beim Absaugen des Schmutzsammelbehälters erfolgt eine umgekehrte Bewegung der Schmutzpartikel zum Saugaggregat der zentralen Absaugstation, wobei das Entleeren des Schmutzsammelbehälters durch die dem normalen Reinigungsbetrieb entgegengesetzte Drehbewegung der Bürstenwalze unterstützt wird.

Die nachfolgende Beschreibung einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung dient im Zusammenhang mit der Zeichnung der näheren Erläuterung. Es zeigen:

1: eine schematische Schnittansicht eines Bodenreinigungssystems mit einer zentralen Absaugstation und einem mobilen Reinigungsgerät und

2: eine schematische Schnittansicht des mobilen Reinigungsgerätes mit abgenommenem Deckel.

In der Zeichnung ist schematisch ein insgesamt mit dem Bezugszeichen 10 belegtes Bodenreinigungssystem dargestellt mit einer zentralen Absaugstation 12 und einem selbst fahrenden und selbst steuernden mobilen Reinigungsgerät 14. In 2 ist das mobile Reinigungsgerät zur Erzielung einer besseren Übersicht mit abgenommenem Deckel dargestellt. Es umfasst ein Gehäuse 16, das ein Fahrwerk bildet, an dem in an sich bekannter und deshalb in der Zeichnung nicht dargestellter Weise zwei Antriebsräder 18 um eine gemeinsame Drehachse drehbar gelagert sind. Den Antriebsrädern 18 ist jeweils ein an sich bekannter elektrischer Antriebsmotor (in der Zeichnung nicht dargestellt) zugeordnet.

Das Gehäuse 16 umgibt einen Saugkanal 20 und umfasst eine Deckenwand 21, die parallel zu einer zu reinigenden Bodenfläche 23 ausgerichtet ist und an die sich in Vorwärtsrichtung 25 des mobilen Reinigungsgerätes 14 eine Stufe 27 anschließt, über die die Deckenwand 21 mit einer Stützplatte 28 einstückig verbunden ist, an die sich eine der Bodenfläche 23 zugewandte Stirnwand 29 anschließt.

Im Abstand zur Deckenwand 21 weist das Gehäuse 16 eine Bodenwand 31 auf, an die sich in Vorwärtsrichtung 25 eine Bodenplatte 32 anschließt, die mittels an sich bekannter und deshalb in der Zeichnung nicht dargestellter Rastelemente mit der Bodenwand 31 lösbar verbindbar ist. In einem rückwärtigen Bereich trägt das Gehäuse 16 ein Saugaggregat 34 mit einer Saugturbine 35, die von einem elektrischen Antriebsmotor 36 drehend antreibbar ist und über einen Ansaugstutzen 37 mit dem Saugkanal 20 in Strömungsverbindung steht.

Die Bodenplatte 32 definiert im Bereich unterhalb der Stützplatte 28 einen Saugeinlass 39, der von Kehrbürsten 40 einer im Bereich zwischen dem Saugeinlass 39 und der Stützplatte 28 drehbar gelagerten Bürstenwalze 42 durchgriffen ist. Der Drehantrieb der Bürstenwalze 42, deren Drehachse 43 parallel zu der in der Zeichnung nicht dargestellten Drehachse der Antriebsräder 18 ausgerichtet ist, erfolgt mittels eines auf der Stützplatte 28 aufsitzenden Elektromotors 45.

Innerhalb des Saugkanales 20 ist ein Filter 47 zwischen die Deckenwand 21 und die Bodenplatte 32 eingespannt, wobei das Filter 47 schräg zur Hauptbewegungsrichtung 25 ausgerichtet ist. Der Bereich des Saugkanales 20 zwischen dem Saugeinlass 39 und dem Filter 47 bildet einen Schmutzsammelbehälter 48.

Zur Reinigung der Bodenfläche 23 kann das mobile Reinigungsgerät 14 selbst steuernd über die Bodenfläche 23 verfahren werden, wobei vom Saugaggregat 34 eine in 2 durch die Pfeile 50 veranschaulichte Saugströmung erzeugt wird, mit deren Hilfe Schmutz von der Bodenfläche 23 durch den Saugeinlass 39 hindurch in den Schmutzsammelbehälter 48 überführt werden kann. Die Schmutzaufnahme wird von der Bürstenwalze 42 unterstützt, wobei Schmutzpartikel über eine zwischen dem Saugeinlass 39 und dem Schmutzsammelbehälter 48 angeordnete Kehrschwelle 52 geschleudert werden. Während der Reinigung der Bodenfläche 23 entspricht die Drehrichtung der Bürstenwalze 42 der Drehrichtung der Antriebsräder 18 bei einer Fahrt in Vorwärtsrichtung 25, so dass die den Saugeinlass 39 durchgreifenden Kehrbürsten eine Bewegung in Richtung der Kehrschwelle 52 ausführen. Die Drehrichtung der Bürstenwalze 42 während des Reinigungsbetriebes des Reinigungsgerätes 14 ist in 2 auf dem Pfeil 54 veranschaulicht.

Die Energieversorgung der elektrischen Verbraucher des mobilen Reinigungsgerätes 14 erfolgt mittels einer wiederaufladbaren Batterie (56), die auf der Deckenwand 21 aufsitzt. Der Batterie 56 benachbart ist auf der Deckenwand 21 eine elektronische Steuereinheit 58 angeordnet, der ein Stromerfassungsglied 59 zugeordnet ist, mit dessen Hilfe der beim Wiederaufladen der Batterie 56 fließende Ladestrom – wie nachfolgend näher erläutert – erfassbar ist. Vom Stromerfassungsglied 59 kann der Steuereinheit 58 beim Fließen eines Ladestromes ein den Ladevorgang signalisierendes Steuersignal bereitgestellt werden. Mittels der Steuereinheit 58 kann der Elektromotor 45 zur Drehbewegung der Bürstenwalze 42 aktiviert werden.

Im Bereich der Stufe 27 ist der Kehrschwelle 52 gegenüberliegend ein Füllstandsensor 61 angeordnet, mit dessen Hilfe der Füllstand des Schmutzsammelbehälters 48 erfasst werden kann.

Das mobile Reinigungsgerät 14 fährt selbsttägig so lange an der zu reinigenden Bodenfläche 23 entlang, bis der von der elektronischen Steuereinheit 58 überwachte Ladezustand der Batterie 56 sich einem Minimalwert nähert oder vom Füllstandsensor 61 erkannt wird, dass der Schmutzsammelbehälter 48 voll ist. Ist mindestens eine dieser Bedingungen erfüllt, so steuert das mobile Reinigungsgerät 14 selbsttätig die Absaugstation an, an der die Batterie 56 aufgeladen und gleichzeitig der Schmutzsammelbehälter 48 entleert werden können.

Die Absaugstation 12 weist ein Gehäuse 64 auf, das ein elektromotorisch angetriebenes Absaugaggregat 65 sowie einen Schmutzaufnahmebehälter 66 aufnimmt, der vom Absaugaggregat 65 mit Unterdruck beaufschlagt werden kann.

Seitlich ist am Gehäuse 65 ein Ausleger 68 gehalten, der einen Steuerungsraum 69 umgibt und an seinem dem Gehäuse 64 abgewandten Ende eine Stirnwand 70 aufweist, die über eine Abdeckung 71 sowie eine Tragplatte 72 mit dem Gehäuse 64 verbunden ist.

Unterhalb der Tragplatte 72 und im Abstand zu dieser ist an das Gehäuse 64 eine Rampe 74 angeformt, die eine Absaugöffnung 75 aufweist, die über einen Absaugkanal 76 mit dem Schmutzaufnahmebehälter 66 in Strömungsverbindung steht.

Der Bereich zwischen dem Ausleger 68 und der Rampe 74 bildet eine Andockstelle 78 für das mobile Reinigungsgerät 14 und wird in Richtung des Gehäuses 64 durch eine Seitenwand 80 begrenzt, an der zwei elektrische Kontaktelemente 81, 82 gehalten sind. Die Kontaktelemente 81, 82 stehen mit einem innerhalb des Steuerungsraumes 69 angeordneten Ladegerät 84 in elektrischer Verbindung, das an eine Netzspannung anschließbar ist.

Den elektrischen Kontaktelementen 81, 82 der Absaugstation 14 zugeordnet sind an dem in 1 dargestellten Deckel 86 des Reinigungsgerätes 14 außenseitig zwei korrespondierende elektrische Kontaktstifte federnd gehalten, die über in der Zeichnung nicht dargestellte, an sich bekannte Verbindungsleitungen mit der wiederaufladbaren Batterie 56 in Verbindung stehen, wobei mittels des Stromerfassungsgliedes 59 der von den Kontaktstiften 87, 88 zur Batterie 56 fließende Ladestrom erfassbar ist. Über die elektrischen Kontaktelemente 81, 82 und die zugeordneten Kontaktstifte 87, 88 kann elektrische Energie von der Absaugstation 12 auf das mobile Reinigungsgerät 14 übertragen werden.

Beim Andocken an die Absaugstation 12 nimmt das mobile Reinigungsgerät 14 eine derartige Position auf der Rampe 74 ein, dass der Saugeinlass 39 mit der Absaugöffnung 75 fluchtet und die elektrischen Kontaktelemente 81, 82 mit den elektrischen Kontaktstiften 87, 88 in elektrischer Verbindung stehen. Von einer im Steuerungsraum 69 angeordneten zentralen Steuerung (nicht dargestellt) der Absaugstation 12 wird daraufhin ebenso wie vom Stromerfassungsglied 59 des mobilen Reinigungsgerätes 14 das Fließen eines Ladestromes über die Kontaktelemente 81, 82 und die Kontaktstifte 87, 88 erkannt. Dies hat zum einen zur Folge, dass unter Ausbildung einer in 1 durch die Pfeile 90 symbolisierten Absaugströmung der Schmutzsammelbehälter 48 über den Saugeinlass 39 und den Absaugkanal 76 abgesaugt und Schmutz in den Schmutzaufnahmebehälter 66 überführt werden kann. Zum anderen wird die Steuereinheit 58 des mobilen Reinigungsgerätes 14 von einem Steuersignal des Stromerfassungsgliedes 59 beaufschlagt und daraufhin wird der Elektromotor 45 von der Steuereinheit 58 aktiviert, wobei die Bürstenwalze 42 in Drehung versetzt wird mit einer in 1 dargestellten Drehrichtung 92, die der im normalen Reinigungsbetrieb des Reinigungsgerätes 14 herrschenden Drehrichtung 54, wie sie in 2 dargestellt ist, entgegengerichtet ist. Die Drehrichtung 92 ist dergestalt, dass die der Kehrschwelle 52 zugewandten Kehrbürsten 40 eine Bewegung in Richtung des Saugeinlasses 39 durchführen und dadurch die Absaugströmung 90 zwischen der Kehrschwelle 52 und der Bürstenwalze 42 unterstützen. Die Drehbewegung der Bürstenwalze 42 während des Absaugens des Schmutzsammelbehälters 48 hat außerdem zur Folge, dass langfasrige Partikel, die während des in 2 dargestellten normalen Reinigungsbetriebes des Reinigungsgerätes 14 auf der Bürstenwalze 42 aufgewickelt werden, von dieser während des Absaugens des Schmutzsammelbehälters 48 wieder abgewickelt werden. Auch Schmutzteilchen, die an der Bürstenwalze 42 anhaften, können aufgrund der Drehbewegung der Bürstenwalze während des Absaugens des Schmutzsammelbehälters 48 von der Bürstenwalze 42 entfernt werden.

Während des Andockens des mobilen Reinigungsgerätes 14 an der Absaugstation 12 wird die Batterie 56 allmählich aufgeladen. Dies hat zur Folge, dass der Ladestrom nach einiger Zeit einen unteren Grenzwert unterschreitet. Dies wird vom Stromerfassungsglied 59 erkannt, das daraufhin der Steuereinheit 58 ein die Beendigung des Lade- und Absaugvorganges signalisierendes Steuersignal bereitstellt. Daraufhin wird der Elektromotor 45 von der Steuereinheit 58 derart angesteuert, dass er seine während des normalen Reinigungsbetriebes des Reinigungsgerätes 14 herrschende Drehrichtung 54 wieder einnimmt. Das Reinigungsgerät 10 verlässt anschließend die Andockstelle 78 und setzt seine Fahrt entlang der Bodenfläche 23 so lange fort, bis der Ladezustand der Batterie 56 erneut sich einem Minimalwert annähert oder der Schmutzsammelbehälter 48 gefüllt ist.


Anspruch[de]
  1. Bodenreinigungssystem mit einem selbst fahrenden und selbst steuernden mobilen Reinigungsgerät, das eine motorisch drehbare Bürstenwalze zum Reinigen einer Bodenfläche und einen der Bürstenwalze benachbart angeordneten Schmutzsammelbehälter aufweist, und mit einer zentralen Absaugstation, die ein Absaugaggregat zum Absaugen des Schmutzsammelbehälters umfasst, dadurch gekennzeichnet, dass die Bürstenwalze (42) beim Absaugen des Schmutzsammelbehälters (48) in Drehung versetzbar ist.
  2. Bodenreinigungssystem nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Drehrichtung der Bürstenwalze (42) beim Absaugen des Schmutzsammelbehälters (48) der Drehrichtung entgegengesetzt ist, die die Bürstenwalze (42) beim Reinigen der Bodenfläche (23) aufweist.
  3. Bodenreinigungssystem nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass das mobile Reinigungsgerät (14) zumindest ein drehbares Antriebsrad (18) aufweist und die Drehrichtung der Bürstenwalze (42) beim Reinigen der Bodenfläche (23) der Drehrichtung des mindestens einen Antriebsrades (18) bei einer Fahrt in Vorwärtsrichtung (25) des mobilen Reinigungsgerätes (14) entspricht.
  4. Bodenreinigungssystem nach einem der voranstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das mobile Reinigungsgerät (14) zumindest eine wiederaufladbare Batterie (56) aufweist und die zentrale Absaugstation (12) ein Ladegerät (84) umfasst, mit dem die Batterie (56) während des Absaugens des Schmutzsammelbehälters (48) wiederaufladbar ist, wobei die Bürstenwalze (42) während des Ladevorganges in Drehung versetzbar ist.
  5. Bodenreinigungssystem nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass das mobile Reinigungsgerät (14) eine elektronische Steuereinheit (58) aufweist zur Steuerung des Antriebsmotors (45) der Bürstenwalze (42), wobei der Steuereinheit (58) ein Ladezustanderfassungsglied (59) zugeordnet ist, mit dem beim Wiederaufladen der mindestens einen Batterie (56) der Ladezustand erfassbar und der Steuereinheit (58) ein entsprechendes Steuersignal bereitstellbar ist zur Aktivierung des Antriebsmotors (45) der Bürstenwalze (42).
  6. Bodenreinigungssystem nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass das mobile Reinigungsgerät (14) das Ladezustanderfassungsglied (59) aufweist.
  7. Bodenreinigungssystem nach einem der voranstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das mobile Reinigungsgerät (14) ein Saugaggregat (34) zum Absaugen der Bodenfläche (23) umfasst, wobei der Schmutzsammelbehälter (48) einen Saugeinlass (39) aufweist und über einen Saugkanal (20) mit dem Saugaggregat (34) in Strömungsverbindung steht und wobei Kehrbürsten (40) der Bürstenwalze (42) den Saugeinlass (39) durchgreifen.
  8. Bodenreinigungssystem nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass zwischen der Bürstenwalze (42) und dem Schmutzsammelbehälter (48) eine dem Saugeinlass (39) benachbarte Kehrschwelle (52) angeordnet ist, wobei die Bürstenwalze (42) beim Absaugen des Schmutzsammelbehälters (48) derart in Drehung versetzbar ist, dass sich die der Kehrschwelle (52) zugewandten Kehrbürsten (40) in Richtung des Saugeinlasses (39) bewegen.
Es folgen 2 Blatt Zeichnungen






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