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Dokumentenidentifikation DE202005005767U1 25.08.2005
Titel Elektrooptische Kopplungseinrichtung
Anmelder Norgren GmbH, 70736 Fellbach, DE
Vertreter Patentanwälte Otte & Jakelski, 71229 Leonberg
DE-Aktenzeichen 202005005767
Date of advertisement in the Patentblatt (Patent Gazette) 25.08.2005
Registration date 21.07.2005
Application date from patent application 11.04.2005
IPC-Hauptklasse H04L 25/02
IPC-Nebenklasse H04L 12/40   G08C 19/00   

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft eine Einrichtung zur Ankopplung elektrischer Datenleitungen an eine modulartig aufgebaute Ventilstation nach dem Oberbegriff des Anspruchs 1.

Stand der Technik

Eine solche modulartig aufgebaute Ventilstation, auch als Ventilinsel bezeichnet, geht beispielsweise aus der nicht vorveröffentlichten DE 103 53 295.1 hervor. Bei einer modulartig aufgebauten Ventilstation sind mehrere Ventilblöcke miteinander verbunden und bilden eine bauliche Einheit, die beispielsweise mit einem elektrischen Zentralstecker (Multipol) oder einem Feldbusinterface an eine Steuerleitung anschließbar ist. Die aus der DE 103 53 295.1 hervorgehende Ventilstation weist Ventilmodule auf, bei denen die Datenübertragung auf optoelektronischem Wege erfolgt. Dies ist gegenüber der Verbindung der Ventilmodule durch elektrische Steckverbindungen sehr vorteilhaft, da die zumeist hohen mechanischen Toleranzanforderungen unterliegenden Steckverbindungen leicht beschädigt, beispielsweise die Steckerkontakte verbogen werden können und dergleichen. Darüber hinaus werden derartige Ventilstationen sehr oft in kritischen Umgebungen eingesetzt, bei denen elektrische Kontakte unerwünscht sind.

Die Datenkommunikation auf optoelektronischem Wege zwischen den einzelnen Ventilmodulen beseitigt diese Nachteile, vermeidet mechanische Schnittstellen und ermöglicht insbesondere eine sehr vorteilhafte galvanische Trennung.

Gleichwohl muß die Ankopplung an elektrische Datenleitungen, beispielsweise an ein Feldbussystem bei den aus der DE 103 53 295.1 hervorgehenden Ventilstationen durch Steckverbindungen, beispielsweise durch die erwähnten elektrischen Zentralstecker (Multipol) erfolgen.

Der Erfindung liegt daher das Problem zugrunde, eine Einrichtung zur Ankopplung elektrischer Datenleitungen an eine modulartig aufgebaute Ventilstation zu vermitteln, welche auf elektrische Steckkontakte verzichtet und an unterschiedlichste elektrische Signalformen adaptierbar ist.

Diese Aufgabe wird bei einer Einrichtung zur Ankopplung elektrischer Datenleitungen an eine modulartig aufgebaute Ventilstation mit den Merkmalen des Anspruchs 1 gelöst.

Vorteile der Erfindung

Zur Vermeidung von Schnittstellen mittels elektrischer Stecker sieht die erfindungsgemäße Koppeleinrichtung zur Ankopplung elektrischer Datenleitungen an die Ventilmodule der modulartig aufgebauten Ventilstation ein Koppelmodul und ein von diesem getrenntes Sender- und Empfängermodul vor. Das Koppelmodul ist an die elektrische Datenleitung anschließbar und wandelt die elektrischen Signale der Datenleitungen in optische Signale um. Das Sender/Empfängermodul ist an das eingangsseitige Ventilmodul angekoppelt zur Datenkommunikation mit den Ventilmodulen. Durch diese Zweiteilung in Koppelmodul und Sender-/Empfängermodul kann eine Ankopplung unterschiedlichster Datenleitungen an eine modulartig aufgebaute Ventilstation mit Ventilmodulen erfolgen, wobei das Koppelmodul jeweils an die Charakteristika der elektrischen Datenleitungen angepaßt wird und das Sender/Empfängermodul an die Datenkommunikation der Ventilmodule.

Durch die in den Unteransprüchen aufgeführten Maßnahmen und Merkmale sind vorteilhafte Weiterbildungen und Verbesserungen der im Anspruch 1 angegebenen Steuereinrichtung möglich.

Das Datensignal kann z. B. ein paralleles elektrisches Datensignal sein, mit dem einzelne Verbraucher angesteuert werden können. In diesem Falle erfolgt unmittelbar eine Wandlung in ein serielles optisches Signal. Bei einer vorteilhaften Ausführungsform ist es ein Bussignal, welches in dem Koppelmodul zunächst in ein paralleles elektrisches und dieses sodann in ein serielles optisches Signal gewandelt wird. Das Koppelmodul kann so sehr vorteilhaft an die unterschiedlichsten Signalformen angepaßt werden.

Bevorzugt bilden die elektrischen Datenleitungen ein Bussystem. In diesem Falle bildet das Koppelmodul das letzte Modul eines Busknotens. Das Bussystem kann insbesondere ein Lokalbussystem sein

Rein prinzipiell kann die Datenkommunikation zwischen dem Sender/Empfängermodul und den Ventilmodulen auch auf elektrischem Wege erfolgen. In diesem Falle wandelt das Sender-/Empfängermodul die empfangenen Signale in elektrische Signale um. Umgekehrt sendet das Sender/Empfängermodul optische Signale, die durch Wandlung aus von den Ventilmodulen empfangenen elektrischen Signalen gewonnen werden. Eine besonders vorteilhafte Ausführungsform sieht vor, daß das Sende/Empfangsmodul mit den Ventilmodulen auf optoelektronischem Wege kommuniziert. In diesem Falle kommunizieren auch die Ventilmodule auf optoelektronischem Wege, wie es beispielsweise aus der DE 103 53 259.1, auf die vorliegend Bezug genommen wird, hervorgeht. Hierzu werden bevorzugt Fotodioden und Fototransistoren verwendet.

Durch die gewissermaßen Aufspaltung der Einrichtung in ein Koppelmodul und ein Sender-/Empfängermodul ist es darüber hinaus sehr vorteilhaft möglich, die bidirektionale optische Datenüberleitung über längere Wege mittels wenigstens eines zwischen dem Ausgang des Koppelmoduls und dem Eingang des Sender-/Empfängermoduls angeordneten Lichtwellenleiters vorzunehmen. Auch ungünstige Einbausituationen können so berücksichtigt werden.

Die bidirektionale optische Datenkommunikation erfolgt vorzugsweise mittels nicht sichtbaren Lichts. Hierbei kommt insbesondere Licht im infraroten Längenwellenbereich zum Einsatz.

Zeichnung

Weitere Vorteile und Merkmale der Erfindung sind Gegenstand der nachfolgenden Beschreibung sowie der zeichnerischen Darstellung von Ausführungsbeispielen der Erfindung.

In der Zeichnung zeigen:

1 schematisch eine von der Erfindung Gebrauch machende Koppeleinrichtung zur optischen Ankopplung einer modulartig aufgebauten Ventilstation an einen Feldbusknoten;

2 ein weiteres Ausführungsbeispiel einer von der Erfindung Gebrauch machenden Koppeleinrichtung zur Ankopplung einer modulartig aufgebauten Ventilstation an einen Feldbusknoten;

3 schematisch das Prinzipschaltbild des Koppelmoduls;

4 schematisch das Prinzipschaltbild des an die Ventilmodule angekoppelten Sender-/Empfängermoduls und

5 schematisch ein weiteres Ausführungsbeispiel einer Koppeinrichtung.

Beschreibung der Ausführungsbeispiele

Eine modulartig aufgebaute Ventilstation 200, eine sogenannte Ventilinsel umfaßt eine Mehrzahl von aneinander befestigten Ventilmodule 210. Diese Ventilmodule 210 weisen ihrerseits eine (nicht dargestellte) Schaltungseinrichtung zur Datenkommunikation und zur Ansteuerung von (nicht dargestellten) Ventilen, Aktoren oder Sensoren auf. Eine solche Ventilstation 200 soll nun an einen Feldbusknoten 100 angeschlossen werden, der seinerseits eine Mehrzahl von I/O-Modulen 110 (Eingabe-/Ausgabemodule) aufweist. Als letztes Modul ist hierzu ein Koppelmodul 120 vorgesehen, welches die elektrischen Daten des Feldbussystems in optische Daten wandelt und durch ein optisches Sende- und Empfangsmittel 122 an ein optisches Sende- und Empfangsmittel 222 eines Sender-/Empfängermoduls 220 überträgt, welches eingangsseitig vor dem ersten Ventilmodul 210 angeordnet und mit diesem zur Datenübertragung optoelektronisch verbunden ist.

Wie in 1 dargestellt, kann die Ventilstation 200 mit dem Feldbusknoten 100 beispielsweise über eine Schiene 300 verbunden sein. Das Koppelmodul 120 ist an das Bussystem, beispielsweise einen Lokalbus angepaßt, wohingegen das Sender-/Empfängermodul 220 hinsichtlich seines optischen Datenübertragungsverhaltens an die Ventilmodule 210 angepaßt ist. Durch diese gewissermaßen zweigeteilte Einrichtung zur Kopplung des Feldbusknotens 100 an die Ventilstation 200 kann nicht nur auf mechanische Steckkontakte verzichtet werden, es wird auch eine galvanische Entkopplung erreicht. Auf diese Weise können lediglich durch Austausch des Koppelmoduls 120 sehr schnell und nur mit geringstem technischem Aufwand unterschiedliche elektrische Datenkommunikationssysteme an die Ventilstation 200 angekoppelt werden.

1 zeigt die Kopplungseinrichtung zur besseren Erläuterung des optischen Übertragungswegs im nicht fertig montierten Zustand. Im fertig montierten Zustand liegt das optoelektronische Sende-/Empfangsmodul 122 des Koppelmoduls 120 direkt dem optoelektronischen Sende-/Empfangsmodul 222 des Sender-/Empfängermoduls gegenüber, wobei die gesamte Anordnung durch die dann nicht sichtbare Schiene 300 gelagert wird.

Bei einem weiteren, in 2 dargestellten Ausführungsbeispiel sind gleiche Elemente mit den gleichen Bezugszeichen versehen, so daß bezüglich deren Beschreibung auf das Vorstehende vollinhaltlich Bezug genommen wird.

Im Unterschied zu dem in 1 dargestellten Ausführungsbeispiel ist bei dem in 2 dargestellten Ausführungsbeispiel bei dem Koppelmodul eine Auskopplung 122' für einen Lichtwellenleiter 124 und bei dem Sender/Empfängermodul 220 ebenfalls eine Schnittstelle zum Anschluß des Lichtwellenleiters 124 vorgesehen. In diesem Falle erfolgt die Datenkommunikation bidirektional auf optischem Wege über eine Distanz d, die beispielsweise 10 m oder mehr betragen kann, über den Lichtwellenleiter 124. Dieses Ausführungsbeispiel weist den Vorteil auf, daß die Ventilstation 200 auch hinsichtlich ihrer räumlichen Positionierung völlig getrennt von dem Feldbusknoten angeordnet sein kann. Hierdurch ist eine Datenübertragung auch in einer räumlich nachteiligen Bausituation möglich, wobei insbesondere die Ventilstation 200 und das Koppelmodul auch im Winkel zueinander und insbesondere auch versetzt zueinander angeordnet werden können.

Das Sender-/Empfängermodul 220 weist eine eigene Spannungsversorgung auf und ist so auch hinsichtlich seiner Spannungsversorgung völlig von der elektrischen Datenleitung, beispielsweise dem Busknoten 100 entkoppelt. Es kann auch vorgesehen sein, daß die Spannungsversorgung des Sender/Empfängermoduls 220 durch die Spannungsversorgung der Ventilmodule 210 erfolgt.

Die optoelektronischen Empfangsmittel und Sendemittel können auf die unterschiedlichste Art und Weise ausgebildet sein. Eine vorteilhafte einfach und kostengünstig zu realisierende Ausführungsform sieht vor, daß die Sendemittel die Fotodioden und die Empfangsmittel Fototransistoren sind. Die Übertragung geschieht dabei insbesondere durch Licht im nicht sichtbaren Bereich, wobei hier ganz besonders Licht im infraroten Wellenlängenbereich zum Einsatz kommt. Die Datenkommunikation zwischen den einzelnen Ventilmodulen 210 erfolgt dabei auf eine in der nicht vorveröffentlichten DE 103 53 295.1, Seite 7, letzter Absatz bis Seite 9, vierter Absatz, die zum Zwecke der Offenbarung in vorliegende Anmeldung einbezogen werden, Bezug genommen wird, beschriebene Weise.

Ein Prinzipschaltbild eines Koppelmoduls 120 ist schematisch in 3 dargestellt. Ein Koppelmodul 120 weist zum einen eine Eingangsleitung 121 für den lokalen Bus auf, zum anderen eine oder mehrere Leitungen 123 zur Spannungsversorgung. Das Koppelmodul weist eine erste Schaltungseinrichtung 124 auf zur Umwandlung des Bussignals in ein paralleles Signal und eine zweite Schaltungsanordnung 125 zur Umwandlung des parallelen in ein serielles Signal, welches dann durch die optoelektronische Sende- und Empfangseinrichtung 122 ausgegeben wird. Für diese Anordnung wird das Lokalbusprotokoll nicht benötigt.

Ein in 4 dargestellte Sender-/Empfängermodul 220 weist einen Wandler 221 auf zur Verarbeitung des von der optoelektronischen Sende/Empfangseinrichtung 222 empfangenen Lichtsignal 400 auf. Dieser Wandler 221 wandelt das Signal in ein Signal, welches kompatibel ist mit der optoelektronischen Signalübertragung der Ventileinheit 210. Die gewandelten optischen Signale werden durch ein weiteres optoelektronisches Sende/Empfangsmittel 223, das Teil des Sender-/Empfängermoduls ist, an entsprechende optoelektronische Sende-/Empfangsmittel 211 der Ventilmodule 210 angekoppelt.

Bei einem weiteren, in 5 dargestellten Ausführungsbeispiel wird das Lokalbusprotokoll, welches seriell in elektrischer Signalform vorliegt, direkt in eine optische Signalform von dem Koppelmodul 120 umgewandelt und von diesem an das Sende-/Empfängermodul auf optischem Wege übertragen, wo es gegebenenfalls nach einer weiteren Wandlung der Signalform ebenfalls auf seriellem Wege an die Ventileinheiten 210 weitergegeben wird.

Die vorstehend beschriebenen Ausführungsbeispiele zeigen die sehr vorteilhafte Ankopplung des Sender-/Empfängermoduls 220 zur Ankopplung an eine Ventilstation 200, deren Ventilmodule auf optischem Wege miteinander kommunizieren. Es versteht sich, daß die Erfindung nicht hierauf beschränkt ist, sondern daß das Sender-/Empfängermodul 220 rein prinzipiell auch nach Empfang der Datensignale auf optischem Wege eine Umwandlung in elektrische Signale vornehmen kann, so daß an sich bekannte Ventilstationen 200, bei welchen die Datenkommunikation zwischen den Ventilmodulen auf elektrischem Wege erfolgt, eingesetzt werden kann.


Anspruch[de]
  1. Einrichtung zur Ankopplung elektrischer Datenleitungen, insbesondere eines Bussystems, an eine modulartig aufgebaute Ventilstation mit einer Mehrzahl von Ventilmodulen, umfassend ein an die elektrischen Datenleitungen anschließbares Koppelmodul zur Wandlung der elektrischen Signale der Datenleitungen in optische Signale und ein mit dem elektrischen Koppelmodul bidirektional auf optischem Wege kommunizierendes, an das eingangsseitige Ventilmodul ankoppelbares Sender-/Empfängermodul zur Datenkommunikation mit den Ventilmodulen.
  2. Einrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Datensignal ein Bussignal ist und in dem Koppelmodul zunächst eine Umwandlung des Bussignals in ein paralleles elektrisches und sodann eine Umwandlung des parallelen elektrischen in ein serielles optisches Signal erfolgt.
  3. Einrichtung nach einem der Ansprüche 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß das Koppelmodul das letzte Modul eines Busknotens, insbesondere eines Feldbusknotens, bildet.
  4. Einrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Datenkommunikation des Sender-/Empfängermoduls mit den Ventilmodulen über optoelektronische Sende- und Empfangsmittel zur bidirektionalen Datenkommunikation auf optoelektronischem Wege erfolgt.
  5. Einrichtung nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die optoelektronische Datenkommunikation durch Fotodioden und/oder Fototransistoren erfolgt.
  6. Einrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß die bidirektionale optische Datenübertragung über wenigstens einen zwischen dem Ausgang des Koppelmoduls und dem Eingang des Sender-/Empfängermoduls angeordneten Lichtwellenleiter erfolgt.
  7. Einrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß die bidirektionale optische Datenübertragung mittels nicht sichtbarem Licht erfolgt.
  8. Einrichtung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß die Wellenlänge des nicht sichtbaren Lichts im infraroten Wellenlängenbereich liegt.
Es folgen 3 Blatt Zeichnungen






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