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Dokumentenidentifikation DE202005007644U1 25.08.2005
Titel Kraftübertragungsmechanismus für Dentalabdruckmassen-Rührvorrichtung
Anmelder Wang, Shu-Lung, San-Chung, Taipeh, TW
Vertreter Patentanwälte Kewitz & Kollegen Partnerschaft, 60325 Frankfurt
DE-Aktenzeichen 202005007644
Date of advertisement in the Patentblatt (Patent Gazette) 25.08.2005
Registration date 21.07.2005
Application date from patent application 10.05.2005
IPC-Hauptklasse A61C 9/00
IPC-Nebenklasse B01F 13/00   B01F 9/00   B01F 3/12   

Beschreibung[de]
Gebiet der Erfindung

Die vorliegende Erfindung betrifft einen Kraftübertragungsmechanismus für eine Rührvorrichtung für eine Dentalabdruckmasse und betrifft insbesondere einen Kraftübertragungsmechanismus, der verhindern kann, dass sich die Zugmittel, insbesondere Riemen, von den Zugmittel- bzw. Seilscheiben bei hohen Drehzahlen lösen.

Hintergrund der Erfindung

In der Zahnmedizin muss ein Abguss bzw. ein Modell, das dem Profil des Patientengebisses entspricht, bei der Herstellung von Zahnprothesen bzw. Gebissen erstellt werden und dann werden die Zahnprothesen bzw. das Gebiss entsprechend dem Abguss gebildet. Die Bestandteile des vorgenannten Abgusses werden für gewöhnlich aus einer Abdruckmasse bzw. plastischen Masse gewählt. Nachdem Wasser zu diesen Bestandteilen hinzugefügt worden ist, wird die ganze Mischung dann solange von Hand gerührt, bis eine klebrige Masse für den weiteren Gebrauch ausgebildet ist. Weil die vorgenannte Mischung sich innerhalb eines gewissen Zeitraums verfestigen und erhärten wird, können Abgussmassen wegen der zeitlichen Beschränkungen beim Rühren von Hand normalerweise nicht gleichmäßig vermischt bzw. verrührt werden. Außerdem ist das Rühren von Hand ziemlich anstrengend und wird die Mischung Luftblasen ausbilden, so dass in dem Abguss Luftlöcher verbleiben werden, was zu einer rauen Oberfläche führt. Ein solcher Fehler wird die Produktionsqualität der Zahnprothesen bzw. Gebisse erheblich beeinträchtigen.

Weil das Rühren von Dentalabdruckmassen im Wesentlichen von Hand erfolgt, ist bereits für die herkömmliche Technologie eine spezielle Rührvorrichtung zum Rühren der Dentalabdruckmassen offenbart worden. Eine solche Rührvorrichtung ist im Wesentlichen unter Zuhilfenahme einer Kraftübertragungseinrichtung entwickelt worden. Wenn der in der Rührvorrichtung vorgesehene Motor startet, können eine Kammer und ein Aufnahmebecher, die axial auf einen V-förmigen Gestellkörper montiert sind, in entgegen gesetzte Richtung gedreht werden, so dass das Ziel erreicht wird, die Abgussmaterialien miteinander zu vermischen. Es ist wert angemerkt zu werden, dass die existierende Kraftübertragungseinrichtung im Wesentlichen eine Mehrzahl von Planetenzahnrädern einsetzt, die miteinander kämmen (vgl. die Taiwanesische Patent-Offenlegungsschrift Nr. 274741, die eine Rührvorrichtung für Abdruckmassen offenbart), oder vielleicht, dass ein Zugmittel, insbesondere Riemen, der um mehrere Seilscheiben kreisförmig verläuft, verwendet wird, um die vorgenannte Rührfunktion zu erzielen. Wenn eine Kraftübertragungseinrichtung mit Zugmitteln und Seilscheiben, die, wie vorstehend beschrieben, ausgelegt ist, praktisch eingesetzt wird, wird sich das Zugmittel, insbesondere der Riemen, bei hohen Drehzahlen ohne weiteres von den Seilscheiben lösen, was den Rührvorgang der Rührvorrichtung beeinträchtigt.

Zusammenfassung der Erfindung

Es ist eine vorrangige Aufgabe der vorliegenden Erfindung, einen verbesserten Kraftübertragungsmechanismus für Dentalabdruckmassen-Rührvorrichtungen bereit zu stellen, der verhindern kann, dass sich die Zugmittel, insbesondere Riemen, bei hohen Drehzahlen von den Seilscheiben lösen.

Um das vorgenannte Ziel zu erreichen, umfasst der erfindungsgemäße Kraftübertragungsmechanismus eine Mehrzahl von Zugmittel- bzw. Seilscheiben, zumindest zwei Zugmittel, insbesondere Riemen, sowie eine Druckbeaufschlagungseinrichtung. Dabei sind die Zugmittel kreisförmig um die Zugmittel- bzw. Seilscheiben geführt und von einem Motor angetrieben, so dass eine Kammer und ein Aufnahmebecher auf einem V-förmigen Traggestell sich in entgegen gesetzten Richtungen drehen können. Die Druckbeaufschlagungseinrichtung umfasst eine Druckseilscheibe, eine Welle und einen Halteabschnitt. Der Halteabschnitt ist auf dem V-förmigen Traggestell vorgesehen und die Welle ist auf dem Halteabschnitt angebracht. Die Druckseilscheibe ist axial auf die Welle aufgesetzt und beaufschlagt das Zugmittel kontinuierlich mit Druck um zu verhindern, dass sich das Zugmittel bei hohen Drehzahlen von der Zugmittel- bzw. Seilscheibe löst.

Die vorgenannte sowie weiteren Aufgaben, Merkmale und Vorteile der Erfindung werden aus der nachfolgenden ausführlichen Beschreibung, die Bezug nimmt auf die beigefügten Zeichnungen, besser ersichtlich werden.

Kurze Beschreibung der Zeichnungen

1 ist eine Seitenansicht des erfindungsgemäßen Kraftübertragungsmechanismus für eine Dentalabdruckmassen-Rührvorrichtung, der auf eine Rührvorrichtung montiert ist.

2 ist eine Explosionsansicht der Druckbeaufschlagungseinrichtung des erfindungsgemäßen Kraftübertragungsmechanismus für Dentalabdruckmassen-Rührvorrichtungen.

3 ist eine perspektivische Draufsicht des erfindungsgemäßen Kraftübertragungsmechanismus für Dentalabdruckmassen-Rührvorrichtungen, der auf eine Rührvorrichtung montiert ist.

4 ist eine Seitenansicht des erfindungsgemäßen Kraftübertragungsmechanismus für Dentalabdruckmassen-Rührvorrichtungen, der auf einen anderen Typ vom Rührvorrichtung montiert ist, wobei genauer dargestellt ist, dass der Schwingungsdämpfungsmechanismus der Rührvorrichtung elastische Federn aufweist, die mit dem oberen und dem unteren Abschnitt des Motors verbunden sind.

Beschreibung der bevorzugten Ausführungsbeispiele

Zunächst wird Bezug genommen auf die 1 bis 3. Der erfindungsgemäße Kraftübertragungsmechanismus für Dentalabdruckmassen-Rührvorrichtungen gemäß dem bevorzugten Ausführungsbeispiel umfasst im Wesentlichen zwei Zugmittel 110, insbesondere Riemen, eine Mehrzahl von Zugmittel- bzw. Seilscheiben 120 sowie eine Druckbeaufschlagungseinrichtung 130. Dabei sind die vorgenannten Seilscheiben 120 axial auf ein V-förmiges Traggestell 10 montiert. Das Traggestell 10 umfasst außerdem eine Kammer 11 und einen Aufnahmebecher 12, der innerhalb der Kammer 11 angeordnet ist. Das V-förmige Traggestell ist axial auf eine Drehwelle 14 eines Motors 13 aufgesetzt. Die beiden Riemen 110 sind kreisförmig um die Seilscheiben 120 geführt und einer der vorgenannten Riemen 110 ist außerdem kreisförmig um den aufgenommenen Becher 12 geführt. Wenn der Motor 13 mit seinem Betrieb startet, wird die Drehwelle 14 des Motors 13 das V-förmige Traggestell 10 aktivieren, so daß dieses sich dreht. Und durch die Kraftübertragungskopplung zwischen den Zugmitteln 110 und den Zugmittel- bzw. Seilscheiben 120, die einander aktivieren bzw. treiben, können die Kammer 11 und der aufgenommene Becher 12 auf dem V-förmigen Traggestell 10 in entgegen gesetzte Richtungen gedreht werden. Die Druckbeaufschlagungseinrichtung 130 umfasst eine Druckseilscheibe 131, eine Achse 132 und einen Halteabschnitt 133. Der Halteabschnitt 133 ist auf dem V-förmigen Traggestell 10 vorgesehen und die Achse 132 ist auf dem Halteabschnitt 133 angebracht. Die Druckseilscheibe 131 ist axial auf die Achse 132 aufgesetzt und drückt ständig auf das Zugmittel 110 um zu verhindern, dass sich das Zugmittel 110, insbesondere der Riemen, bei hohen Drehzahlen von der Seilscheibe 120 trennt. Bei dem vorliegenden bevorzugten Ausführungsbeispiel kann der Halteabschnitt 133 eine L-förmige Platte sein und ist ein Gleitschlitz 133a auf dem Halteabschnitt 133 geöffnet ausgebildet. Das mittlere Segment der Achse 132 besteht aus einem Positionierungsring 132a. Der Positionierungsring 132a kann innerhalb des Gleitschlitzes 133a gefangen sein. Die Außenoberfläche der Achse 132 unterhalb des Positionierungsrings 132a weist ein Außengewinde 132b, das mittels einer Mutter 134 befestigt werden kann, so dass die Position der Achse 132 auf dem Halteabschnitt 133 fixiert werden kann. Anders als vorstehend beschrieben kann es sich bei dem Gleitschlitz 133a des Halteabschnittes 133 um ein Langloch handeln, wobei die Längsrichtung eines solchen Gleitschlitzes 133a ausgelegt ist, so dass diese senkrecht zu der Längsrichtung des Zugmittels bzw. Riemens 110 verläuft. Während der Montage kann die Achse 132 an unterschiedlichen Positionen innerhalb der Gleitschlitzes 133a fixiert werden, um so die Position der Druckseilscheibe 131 entsprechend einzustellen und um so die Stärke des Drucks, der von der Druckseilscheibe 131 auf das Zugmittel bzw. den Riemen 110 ausgeübt wird, geeignet einzustellen. Nachfolgend wird auf die 3 Bezug genommen. Bei den bevorzugten Ausführungsbeispielen gemäß der vorliegenden Erfindung sind zwei Sätze von Druckbeaufschlagungseinrichtungen 130 vorgesehen, die jeweils auf das Zugmittel bzw. den Riemen 110 drücken, der kreisförmig um den aufgenommenen Becher 12 geführt ist. Dennoch wird dem Fachmann ohne Weiteres ersichtlich sein, dass die Anzahl zusätzlicher Druckbeaufschlagungseinrichtungen 130 des erfindungsgemäßen Kraftübertragungsmechanismus keinerlei Beschränkungen unterliegt. Eine bis mehrere Druckbeaufschlagungseinrichtungen 130 können je nach den praktischen Anforderungen in der Nähe eines einzigen Zugmittels bzw. Riemens 110 vorgesehen sein. Oder eine bis mehrere Druckbeaufschlagungseinrichtungen 130 können in der Nähe einer Mehrzahl von Zugmitteln bzw. Riemen 110 angeordnet sein.

Außerdem wird bei den vorgenannten Ausführungsbeispielen für eine Dentalabdruckmassen-Rührvorrichtung der Kraftübertragungsmechanismus gemeinsam mit einem Schwingungsdämpfungsmechanismus eingesetzt, der aus einer elastischen Feder 15 besteht. Und die elastische Feder 15 ist mit dem oberen Abschnitt des Motors 13 verbunden. Dennoch wird dem Fachmann ohne weiteres ersichtlich sein, dass der erfindungsgemäße Kraftübertragungsmechanismus der Rührvorrichtung nicht darauf beschränkt ist, nur mit dem vorgenannten speziellen Typ von Schwingungsdämpfungsmechanismus zu arbeiten. Jeder beliebige andere Schwingungsdämpfungsmechanismus kann bei der vorgenannten Rührvorrichtung eingesetzt werden, beispielsweise: die elastischen Federn 15, welche mit den oberen und den unteren Abschnitten des Motors 13 verbinden, werden gemeinsam mit einer Mehrzahl von Haltestangen 16, einer Begrenzungsplatte 17 und einer Grundplatte 18 verwendet, wie in der 4 dargestellt.

Zusammenfassend wird im Wesentlichen ein verbesserter Kraftübertragungsmechanismus für Dentalabdruckmassen-Rührvorrichtungen bereit gestellt, bei dem zumindest eine Druckbeaufschlagungseinrichtung 130 auf dem Kraftübertragungsmechanismus vorgesehen bzw. montiert ist. Und die Druckbeaufschlagungseinrichtung 130 kann ständig gegen die Zugmittel bzw. Riemen 110 drücken um so zu verhindern, dass sich diese Zugmittel bzw. Riemen 110 bei hohen Drehzahlen von den Zugmittel- bzw. Seilscheiben 120 trennen, um so einen sanften bzw. gleichmäßigen Rührvorgang für die Rührvorrichtung aufrecht zu erhalten.

Obwohl die Erfindung anhand eines bevorzugten Ausführungsbeispiels erläutert worden ist, soll dieses Ausführungsbeispiel die Erfindung nicht beschränken. Es sei vielmehr darauf hingewiesen, dass viele andere möglichen Modifikationen und Änderungen von dem Fachmann auf diesem Gebiet vorgenommen werden können, ohne von dem allgemeinen Lösungsgedanken und dem Schutzbereich der Erfindung, wie nachfolgend beansprucht, abzuweichen.

Zusammenfassend betrifft die Erfindung einen Kraftübertragungsmechanismus für eine Dentalabdruckmassen-Rührvorrichtung, im Wesentlichen umfassend eine Mehrzahl von Zugmittel- bzw. Seilscheiben 120 und zumindest zwei Zugmittel, insbesondere Riemen 110, wobei die Zugmittel 110 kreisförmig um die Zugmittel- bzw. Seilscheiben geführt sind und von einem Motor 13 angetrieben werden, so dass eine Kammer 11 und ein aufgenommener Becher 12 auf einem V-förmigen Traggestell 10 in entgegen gesetzte Richtungen gedreht werden können. Außerdem ist gemäß der vorliegenden Erfindung zumindest eine zusätzliche Druckbeaufschlagungseinrichtung 130 für den Kraftübertragungsmechanismus vorgesehen, die ständig gegen das Zugmittel bzw. den Riemen 110 drücken kann, um so zu verhindern, dass sich das Zugmittel bzw. der Riemen 110 bei hohen Drehzahlen von der Zugmittel- bzw. Seilscheibe 120 trennt bzw. ablöst, um einen gleichmäßigen Rührvorgang für die Rührvorrichtung aufrecht zu erhalten.


Anspruch[de]
  1. Kraftübertragungsmechanismus für eine Dentalabdruckmassen-Rührvorrichtung, mit einer Mehrzahl von Zugmittel- bzw. Seilscheiben (120) und zumindest zwei Zugmitteln (110), insbesondere Riemen, wobei die Zugmittel (110) kreisförmig um die Zugmittelscheiben (120) geführt sind und durch einen Motor (13) angetrieben werden, so dass eine Kammer (11) und ein aufgenommener Becher (12) auf einem V-förmigen Traggestell (10) in entgegen gesetzte Richtungen gedreht werden können,

    dadurch gekennzeichnet, dass:

    der Kraftübertragungsmechanismus außerdem zumindest eine Druckbeaufschlagungseinrichtung (130) umfasst, wobei die Druckbeaufschlagungseinrichtung (130) eine Druckseilscheibe (131), eine Achse (132) und einen Halteabschnitt (133) umfasst, wobei der Halteabschnitt (133) auf dem V-förmigen Traggestell (10) vorgesehen ist und wobei die Achse (132) auf dem Halteabschnitt (133) angebracht ist, wobei die Druckseilscheibe (131) axial auf die Achse (132) montiert ist und ständig auf das Zugmittel bzw. den Riemen (110) drückt, um so zu verhindern, dass sich das Zugmittel, insbesondere der Riemen (110), bei hohen Drehzahlen von der Zugmittel- bzw. Seilscheibe (120) trennt bzw. ablöst.
  2. Kraftübertragungsmechanismus nach Anspruch 1, wobei der Halteabschnitt (133) einen Gleitschlitz (133a) aufweist, wobei der mittlere Abschnitt der Achse (132) aus einem Positionierungsring (132a) besteht, wobei der Positionierungsring (132a) innerhalb des Gleitschlitzes (133a) gefangen sein kann und wobei die Außenoberfläche der Achse (132) unterhalb des Positionierungsrings (132a), Gewinde (132b) aufweist, um mittels einer Mutter (134) festgezogen werden zu können, so dass die Position der Achse (132) auf dem Halteabschnitt (133) fixiert werden kann.
  3. Kraftübertragungsmechanismus nach Anspruch 2, wobei der Gleitschlitz (133a) des Halteabschnitts (133) ein Langloch ist und die Achse (132) an verschiedenen Positionen innerhalb des Gleitschlitzes (133a) fixiert werden kann, um so die Position der Druckseilscheibe (131) entsprechend einzustellen.
Es folgen 4 Blatt Zeichnungen






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