PatentDe  


Dokumentenidentifikation DE69825766T2 25.08.2005
EP-Veröffentlichungsnummer 0001017280
Titel SAATGUTBEHANDLUNGS-FUNGIZID ZUR BEKÄMPFUNG VON PFLANZENKRANKHEITEN
Anmelder Uniroyal Chemical Co., Inc., Middlebury, Conn., US
Erfinder RIGGS, Lynn, Jenifer, Plano, US;
HAIRSTON, Gordon, William, Plano, US;
ARTHUR, Sue, Karen, Plano, US
Vertreter Spott & Weinmiller, 80336 München
DE-Aktenzeichen 69825766
Vertragsstaaten AT, DE, DK, ES, FI, FR, GB, IT, NL
Sprache des Dokument EN
EP-Anmeldetag 01.09.1998
EP-Aktenzeichen 989435185
WO-Anmeldetag 01.09.1998
PCT-Aktenzeichen PCT/US98/18221
WO-Veröffentlichungsnummer 0099013722
WO-Veröffentlichungsdatum 25.03.1999
EP-Offenlegungsdatum 12.07.2000
EP date of grant 18.08.2004
Veröffentlichungstag im Patentblatt 25.08.2005
IPC-Hauptklasse A01N 47/34

Beschreibung[de]
Gebiet der Erfindung

Diese Erfindung betrifft ein Verfahren zur Bekämpfung von Pilzkrankheiten bei Pflanzen durch Anwenden oder Aufbringen oder Ausbringen auf das Saatgut oder die Samen oder die Knollen einer fungizid wirksamen Menge einer 2-Alkoxyiminoacetamid-Verbindung, wie z.B. Cymoxanil, in Beimischung von einem oder mehreren eines Alkylen-bis dithiocarbamat-Komplexsalzes, wie z.B. Mancozeb, und einer Thiophanat-Verbindung, wie z.B. Thiophanat-methyl. Diese Erfindung betrifft auch eine Fungizidzusammensetzung, die in einer fungizid wirksam zusammengesetzten oder angehäuften oder aggregierten Menge eine 2-Alkoxyiminoacetamid-Verbindung, ein Alkylen-bis-dithiocarbamat-Komplexsalz und eine Thiophanat-Verbindung umfasst.

Hintergrund der Erfindung

Die Kraut- und Knollenfäule (Late Blight) ist die zerstörende Krankheit, die vor über 150 Jahren die irische Kartoffelernte in Mitleidenschaft zog. Heute ist jedoch der Kraut- und Knollenfäulepilz, Phytophthora infestans, stark verschieden von seinen Vorfahren. Neue Stämme des P. infestans entwickelten sich, die Fungizid resistent sind und die aggressiver sind im Hinblick auf die Pathogenizität der Kartoffelknolle. Als Ergebnis kann die Krankheit nun über infizierte Saatgutknollen noch wirkungsvoller als in der Vergangenheit in Kartoffelfelder eingeführt werden.

Es ist die Aufgabe dieser Erfindung, ein neues Verfahren bereitzustellen zur Bekämpfung von Pflanzenpilzen, insbesondere phytopathogenen Pilzen, wie z.B. Phytophthora infestans. Es ist eine Aufgabe eine neue Fungizidzusammensetzung bereitzustellen, die geeignet oder brauchbar ist zur Bekämpfung von Pflanzenpilzen, insbesondere der phytophgenen Pilze, wie z.B. Phytophthora infestans.

Die GB 1 470 740 A offenbart eine fungizide Mischung, die 1 bis 10 Gewichtsteile umfasst von

und von 1 bis 1.000 Gewichtsteile eines Fungizids, ausgewählt aus Manganethylen-bis-dithiocarbamat, unter Beimischung von anorganischen Zinksalzen; einem Koordinationsprodukt eines Zinkions und Manganethylen-bis-dithiocarbamat (Mancozeb); Zinkethylen-bis-dithiocarbamat; fixiertes Kupfer; N-(Trichlormethylthio)phthalimid (Folpet); 2,4,5,6-Tetrachlorisophthalonitril (Chlorthalonil); cis-N-[1,1,2,2,-Tetrachlorethyl)thio]-4-cyclohexen-1,2-dicarboximid (Captafol) und Triphenylzinnhydroxid.

Die DD 298 340 A offenbart Zusammensetzungen, die vorzugsweise umfassen eine Kombination von Carbendazim, Fenarimol und Cymoxanil zur Bekämpfung oder Kontrolle der Fusarium-Trockenfäule (Fusarium dry-blight) von Kartoffeln.

Ann. Appl. Biol. (1987), 110, 53 bis 63, beschreibt einen Gewächshaustest für die Bewertung der systemischen Aktivität von Chemikalien einschließlich Cymoxanil zur Bekämpfung oder Kontrolle von Plasmopara halstedii, des falschen Mehltau(downy mildew)-Pathogens der Sonnenblume.

Plant Dis. (1989), 73(9), 751 bis 753 beschreibt einen Feldversuch zur Kontrolle oder Bekämpfung der Kartoffelkraut- und Knollenfäule durch Fungizide, ausgewählt aus der Gruppe bestehend aus Oxadixyl, Metalaxyl, Propamocarb, Cymoxanil und Mancozeb und Gemischen hiervon.

Crop Prot. (1988), 7(3), 210 bis 215 beschreibt einen Test betreffend die Wirksamkeit über einen Zeitraum von Cymoxanilgemischen bei der Bekämpfung oder Kontrolle der Kraut- und Knollenfäule bei Kartoffeln, ausgelöst durch einen Phenylamid resistenten Isolierstoff von Phytophthora infestans.

Phytopathologie (1988), 78(6), 636 bis 640 beschreibt Cymoxanilgemische entweder mit Mancozeb oder mit Mancozeb und Oxadixyl bei der Kontrolle oder Bekämpfung von sowohl Metalaxyl empfindlichen als auch resistentem Phytophthora infestans bei Kartoffeln.

Die US 5 007 953 A offenbart Verfahren der Verwendung von zerkleinerter Erlenrinde(Alder bark) als Stimulator der Samen- oder Saatgutkeimung und Wachstumsmedien, die zerkleinerte Erlenrinde umfassen.

Die RO 80 510 A offenbart eine Zusammensetzung zur Bekämpfung der Knollen- und Knollen-Zwiebel-Fäule, umfassend Mancozeb kombiniert mit Benomil, Methylthiophanat oder Thiabendazol und Tetracyclin oder Chloramphenicol.

Zusammenfassung der Erfindung

Diese Erfindung betrifft ein Verfahren zur Bekämpfung von Pflanzenpilzen bei einer Pflanze, das umfasst ein Anwenden oder Ausbringen auf die Samen oder das Saatgut oder die Knollen der Pflanze einer fungizid wirksamen Menge von:

  • a) einer 2-Alkoxyiminoacetamid-Verbindung der Formel:
    worin R für Methyl oder Ethyl steht, und R1 für Wasserstoff, C1-C4 Alkyl oder Allyl, vorzugsweise für C1-C4 Alkyl, besonders bevorzugt für Methyl oder Ethyl steht,
  • b) einem Alkylen-bis-dithiocarbamat-Komplexsalz der Formel:
    worin R4 und R5 jeweils unabhängig voneinander für Wasserstoff oder C1-C6-Alkyl, vorzugsweise für Wasserstoff oder C1-C4-Alkyl, besonders bevorzugt für Wasserstoff, Methyl oder Ethyl stehen; Q für Zn, Fe oder Cu, vorzugsweise für Zn, steht; und das Verhältnis von x zu y von etwa 3:1 bis etwa 100:1, vorzugsweise etwa 5:1 bis etwa 20:1, besonders bevorzugt etwa 6:1 bis etwa 10:1 steht; und
  • c) einer Thiophanat-Verbindung der Formel
    worin R2 und R3 jeweils unabhängig voneinander für C1-C6 Alkyl, vorzugsweise für C1-C4-Alkyl, besonders bevorzugt für Methyl oder Ethyl stehen.

Diese Erfindung betrifft ferner eine Fungizidzusammensetzung, die folgendes umfasst:

  • a) eine 2-Alkoxyiminoacetamid-Verbindung der Formel:
    worin R für Methyl oder Ethyl steht; und R1 für Wasserstoff, C1-C4 Alkyl oder Allyl, vorzugsweise für C1-C4 Alkyl, besonders bevorzugt für Methyl oder Ethyl steht,
  • b) ein Alkylen-bis-dithiocarbamat-Komplexsalz der Formel:
    worin R4 und R5 jeweils unabhängig voneinander für Wasserstoff oder C1-C6-Alkyl, vorzugsweise für Wasserstoff oder C1-C4-Alkyl, besonders bevorzugt für Wasserstoff, Methyl oder Ethyl stehen; Q für Zn, Fe oder Cu, vorzugsweise für Zn, steht; und das Verhältnis von x zu y von etwa 3:1 bis etwa 100:1, vorzugsweise etwa 5:1 bis etwa 20:1, besonders bevorzugt etwa 6:1 bis etwa 10:1 steht; und
  • c) eine Thiophanat-Verbindung der Formel:
    worin R2 und R3 jeweils unabhängig voneinander für C1-C6 Alkyl, vorzugsweise für C1-C4 Alkyl, besonders bevorzugt für Methyl oder Ethyl stehen,

    in einer wirksam zusammengesetzten oder aggregierten oder angehäuften Menge.

Beschreibung der Erfindung

Die 2-Alkoxyiminoacetamid-Verbindungen, Alkylen-bis-dithiocarbamat-Komplexsalze und Thiophanat-Verbindungen, die geeignet sind bei dem Verfahren und der Zusammensetzung dieser Erfindung sind im Stand der Technik bekannt, wie auch Verfahren zu ihrer Herstellung. Siehe z.B. die US-Patente mit den Nummern US 3 957 847 A, US 3 379 610 A bzw. US 5 571 443 A.

Das Verfahren und die Zusammensetzung dieser Erfindung sind insbesondere geeignet zur Verwendung gegen Phytophthora infestans auf oder in Kartoffelpflanzen und -knollen.

Die Zusammensetzung dieser Erfindung und die Verbindungen, die geeignet sind bei dem Verfahren dieser Erfindung können nach herkömmlicher Art und Weise formuliert werden. Beispiele von geeigneten Formulierungen schließen Aufschlämmungen, feste Samen- oder Saatgutbeschichtungen, Laugen oder Beizen, Stäube auf der Oberfläche des Saatguts oder der Samen oder der Knollen, Lösungen, Suspensionen, Emulsionen, benetzbare Pulver, emulgierbare Konzentrate und dergleichen ein. Die Formulierungen umfassen in der Regel etwa 1 bis 99 Gew.-% des wirksamen Bestandteils. Die Formulierungen können außerdem zusätzliche Zusatzstoffe umfassen, wie z.B. oberflächenaktive Stoffe, feste oder flüssige Verdünnungsmittel, Pigmente, Verdickungsmittel und dergleichen. Das Verfahren des Anwendens oder des Ausbringens der Formulierungen auf die Samen oder Saatgut oder die Knollen kann verschieden sein in Abhängigkeit z.B. von den Verbindungen und/oder der verwendeten Formulierung.

Im Allgemeinen sollte(n) das Saatgut oder die Samen oder die Knollen mit etwa 50 bis etwa 1.200 ppm, vorzugsweise zwischen etwa 300 bis etwa 900 ppm, ganz besonders bevorzugt etwa 700 ppm pro 45,36 kg (100 Pfund(Ib)) („cwt") des Saatguts oder der Samen oder der Knollen mit der Zusammensetzung dieser Erfindung oder den Verbindungen, die bei dem Verfahren dieser Erfindung geeignet sind, behandelt werden.

Diese Erfindung betrifft vorzugsweise ein Verfahren zur Bekämpfung von Pflanzenpilzen bei einer Pflanze, das umfasst ein Anwenden oder Ausbringen einer wirksamen Menge einer Fungizidzusammensetzung auf das Saatgut oder die Samen oder die Knollen der Pflanze, wobei die Fungizidzusammensetzung umfasst eine fungizid wirksame Menge von:

  • a) Cymoxanil oder
  • b) Cymoxanil in Beimischung einer oder mehrerer aus der Gruppe bestehend aus Mancozeb und Thiophanat-methyl.

Diese Erfindung betrifft ferner vorzugsweise eine Fungizidzusammensetzung, die Cymoxanil, Mancozeb und Thiophanat-methyl in einer wirksam zusammengesetzten Menge umfasst.

Cymoxanil, Mancozeb und Thiophanat-methyl sind alles bekannte Verbindungen.

Cymoxanil (ein Blattfungizid, das unter den Handelsmarken CURZATE und DPX-3217 verkauft wird) ist 2-Cyano-N-[(ethylamino)carbonyl)-2-(methoxyimino)acetamid.

Mancozeb (ein Fungizid, das unter den Handelsmarken MANZATE-200 und DITHANE M-45 verkauft wird) ist eine Mischung aus [[1,2-Ethandiylbis-(carbamodithioato)](2-)]mangan und [[1,2-Ethandiylbis(carbamothioato)](2)-]zink.

Thiophanat-methyl (ein systemisches Fungizid, das unter den Handelsmarken TOPSIN M und NF-44 verkauft wird) ist Dimethyl[1,2-Phenylen-bis-(iminocarbonothioyl)-bis-[carbamat].

Bei dem Verfahren dieser Erfindung, bei dem Cymoxanil, Mancozeb und Thiophanat-methyl im Allgemeinen zusammengemischt werden, können zufrieden stellende Ergebnisse erhalten werden, wenn das Gewichtsverhältnis von Cymoxanil:Mancozeb:Thiophantmethyl von etwa 3:1:1 bis etwa 1:16:6, vorzugsweise etwa 1,5:1:1 bis etwa 1:8:3, beträgt.

Gleichfalls können bei der Zusammensetzung dieser Erfindung im Allgemeinen zufrieden stellende Ergebnisse erhalten werden, wenn das Gewichtsverhältnis von Cymoxanil:Mancozeb:Thiophanatmethyl von etwa 3:1:1 bis etwa 1:16:6, vorzugsweise etwa 1,5:1:1 bi etwa 1:8:3, beträgt.

Die Formulierungen können von 0 bis etwa 20% eines agrar- oder landwirtschaftlich verträglichen oberflächenaktiven Stoffes, wie z.B. Benetzungs- und Dispergiermittel, enthalten, z.B. das Kondensationsprodukt von Formaldehyd mit Naphthalinsulfonat, ein Alkylarylsulfonat, ein Ligninsulfonat, ein Fettsäuresulfat, ein ethoxyliertes Alkylphenol und ein ethoxylierter Fettalkohol. Die Formulierungen können zusätzlich von etwa 10 bis etwa 99% eines land- oder agrarwirtschaftlich verträglichen festen oder flüssigen Verdünnungsmittels umfassen, einschließlich Trägern, wie z.B. Talk, Zeolithhe, Erlenrinde, Kaolin, Diatomeenerde, Mineralöl, Wasser und dergleichen.

Die folgenden Beispiele werden bereitgestellt, um die vorliegende Erfindung zu veranschaulichen.

Beispiele Beispiel 1 (Nicht gemäß der vorliegenden Erfindung)

(A) Ein inertes Staubsystem für Kartoffeln (PDIS) wurde hergestellt durch Mischen der folgenden drei inerten Verdünnungsmittel in einem Band- oder Schleifenmischer: Talk (Cyprus BT-200) (48,39% m/m), Zeolith (16,12% m/m) und Erlenrinde (35,49% m/m).

Die unten in Tabelle 1 aufgeführten Stäube wurden hergestellt durch Mischen des PDIS und der Verbindungen in den angegebenen Konzentrationen in einem Band- oder Schleifenmischer und wurden bewertet im Hinblick auf die Aktivität gegen P. infestans in dem Verhältnis der Anwendung des wirksamen Inhaltsstoffs, das angegeben ist.

Tabelle 1

(B) Das in-vitro Screeningverfahren wurde wie folgt durchgeführt:

Kartoffelknollen wurden aus einer Lagerung bei 5°C entnommen und man ließ sie auf Raumtemperatur kommen. Die Knollen wurden dann mit Leitungswasser gewaschen und in 5%iger kommerziell erhältlicher Bleiche (Clorox) 10 min lang sterilisiert. Die Knollen wurden dann in sterilem destillierten Wasser gespült und getrocknet.

Phytophthora infestans ließ man auf Agarplatten bei 18°C 10 bis 14 Tage lang wachsen. 20 ml steriles, destilliertes Wasser von 5°C wurde dann zu jeder Platte gegeben. Das Agar wurde dann umgerührt oder in kleinere Bereiche geschnitten und bei 10 bis 12°C angeordnet, um Zoosporen freizusetzen.

Die Knollen wurden dann in Scheiben einheitlicher Größe (1 cm dick) geschnitten. Jeder Staub wurde dann auf 20 Scheiben mit 0,2268 kg/cwt (0,5 Ib/cwt) angewendet. Zwei Sätze von 20 Kartoffelscheiben wurden von Staub unbehandelt belassen und als Kontrollen verwendet. Jede bestaubte oder bestäubte Kartoffelscheibe wurde dann auf steriles, befeuchtetes Filterpapier in einer sterilen Petrischale gegeben.

Eine Zoosporensuspension wurde quantifiziert zu einer Konzentration von 20.000 Sporen/ml. 100 ml dieser Sporensuspension wurde dann auf eine sterile Filterpapierscheibe aufgebracht. Eine solche behandelte Scheibe wurde dann in die Mitte jeder Kartoffelscheibe gegeben. Ein Satz von 20 unbestäubten Kartoffelscheiben wurde nicht beimpft und wurde als sterile Kontrolle verwendet.

Jede Kartoffelscheibe wurde dann bei 18°C 7 Tage lang ins Dunkle gestellt. Nach den 7 Tagen wurde der Krankheitszustand jeder Kartoffelscheibe bestimmt.

In der unten gezeigten Tabelle 2 wurde Wachstum und Sporulation von P. infestans bei jeder Kartoffelscheibe auf einer Plus- (+) oder Minus- (–) Skala bewertet. Ein Minus gibt kein Wachstum des P. infestans an, während ein Plus ein Wachstum anzeigt. Wachstum wurde als minimal (+), gut (++) oder gut und Sporulation (+++) bewertet.

Tabelle 2 Wachstum und Sporulation von P. infestans

Beispiel 2 (nicht gemäß der vorliegenden Erfindung)

(A) Stäube wurden hergestellt, wie in Beispiel 1 oben, beschrieben.

(B) Das in vivo Screeningverfahren wurde wie folgt durchgeführt:

Kartoffelknollen wurden aus einer Lagerung bei 5°C entnommen, und man ließ sie auf Raumtemperatur kommen. Die Knollen wurden dann mit Leitungswasser gewaschen und in 5%iger kommerziell erhältlicher Bleiche (Clorox) 10 min lang sterilisiert. Die Knollen wurden dann in sterilem, destillierten Wasser gespült und getrocknet.

Phytophthora infestans ließ man auf Agarplatten bei 18°C 10 bis 14 Tage lang wachsen. 20 ml steriles, destilliertes Wasser von 5°C wurde dann zu jeder Platte gegeben. Das Agar wurde dann umgerührt oder in kleinere Bereiche geschnitten und bei 10 bis 12°C 2 Stunden lang angeordnet, um Zoosporen freizusetzen. Eine Zoosporensuspension wurde quantifiziert zu einer Konzentration von 20.000 Sporen/ml.

Kleine Löcher oder Bohrungen wurden in die Knollen gemacht mit einer sterilen Nadel, und die durchlöcherten Knollen wurden dann in die Suspension der P. infestans Zoosporen getaucht. Die Knollen wurden dann bei 15°C und 95% relativer Luftfeuchtigkeit 7 bis 10 Tage lang inkubiert. Nach der Inkubation wurden die Knollen dann in Stücke von 56,699 bis 113,398 g (2 bis 4 Oz.) geschnitten. Jeder Staub wurde auf 15 Stücke mit einer Konzentration von 0,2268 kg/cwt (0,5 Ib/cwt) oder gemäß den Anleitungen der Hersteller angewendet. Ein Satz von 15 Stücken wurde unbehandelt gelassen und als eine Kontrolle verwendet.

Kartoffeln, die nicht in die Zoosporen getaucht wurden, wurden auch in Stücke von 56,699 bis 113,398 g (2 bis 4 oz.) geschnitten, und ein Satz von 15 nicht ange- oder beimpften Kartoffelstücken wurde als eine sterile Kontrolle verwendet.

Die Kartoffelstücke wurden dann in eine sandige Erde gegeben und 32 Tage lang bei Tagen mit 17°C und Nächten mit 13°C inkubiert. Das Wachstum nach dem Hervortreten oder Herauskommen oder Auftauchen oder Entstehen wurde 14 bis 28 Tage lang beobachtet oder kontrolliert. Symptome von Krankheiten wurden visuell bewertet. Stiel/Blattgewebe wurde nach P. infestans auf geeigneten Medien geprüft oder untersucht. Schließlich wurden Kartoffelsaatgutstücke oder -samenstücke dann entfernt und in Hälften geschnitten, und das Vorliegen einer Krankheit wurde visuell beurteilt.

Die Ergebnisse dieses Tests sind unten in den Tabellen 3 und 4 dargestellt.

Tabelle 3 Ergebnisse der Keimung und des Hervortretens
Tabelle 4 sKnollen und Stielgesundheit

Beispiel 3

Die folgenden neuen Stäube in Tabelle 5 wurden zubereitet, wie in Beispiel 1 beschrieben.

Tabelle 5

Diese Stäube wurden getestet unter Verwendung des Verfahrens, das oben in Beispiel 2 beschrieben ist. Die Ergebnisse dieser Tests sind in der Tabelle 6 unten beschrieben.

Tabelle 6 Hervortreten und Knollen- und Stielgesundheit

Beispiel 4

Die folgenden Stäube in Tabelle 7 wurden zubereitet, wie in Beispiel 1 beschrieben.

Tabelle 7

Diese Stäube (sowie die Stäube Nr. 7 und 8) wurden getestet unter Verwendung der Verfahren, die im Beispiel 2 oben beschrieben sind, unter Verwendung der Russet Burbank Knollen. Die Ergebnisse dieser Tests (10 Wiederholungen/Behandlung) sind in Tabelle 8 unten gezeigt.

Tabelle 8 Hervortreten und Stielgesundheit

Beispiel 5

Die in Beispiel 4 oben hergestellten Stäube (sowie die Stäube Nr. 7 und 8) wurden getestet unter Verwendung der in Beispiel 2 oben beschriebenen Verfahren unter Verwendung der Red Nordland Knollen. Die Ergebnisse dieser Tests (7 Wiederholungen/Behandlung) sind in Tabelle 9 unten gezeigt.

Tabelle 9 Hervortreten und Stielgesundheit

Beispiel 6

Shepody Kartoffelknollen wurden kontaminiert inokuliert oder beimpft mit Phytophthora infestans und beiseite gelegt („Vorratsknollen"). Nach zwei Wochen wurde eine (1) Vorratsknolle durch die kranke Fläche mit einem Schneidmesser in Viertel geschnitten. Ohne Reinigung oder Wechseln des Messers wurden dann fünf (5) nicht inokulierte oder nicht beimpfte Shepody Kartoffelknollen in Viertel geschnitten. Dieses Verfahren (1 Vorratsknolle/5 nicht infizierte Knollen) wurde wiederholt, um genügend Knollen für 30 Reproduktionen oder Wiederholungen pro Behandlung (Tabelle 10 unten) bereitzustellen.

Die geschnittenen Knollen (Vorrats- und nicht inokulierte oder nicht beimpfte) wurden gewogen und die geeignete Menge von jedem Staub, der aufgelistet ist in der Tabelle 10 unten, wurde auf die Knollen angewendet oder ausgebracht durch Hineingeben der Knollen in eine Doppelpapiertasche mit dem Staub und dann einem Schütteln der Tasche.

Die behandelten Knollen wurden dann in eine nicht versiegelte Plastiktasche (eine Tasche pro Behandlung) gegeben und bei 10°C, 80 bis 90% rF, zwei (2) Wochen lang inkubiert. Nach zwei (2) Wochen wurden die Knollen aus der Umgebung mit 10°C und 80 bis 90% rF aus den Taschen entfernt. Die Taschen wurden dann gerollt oder geschüttelt, um eine Bewegung von der Lagerung zu den Pflanzflächen zu simulieren. Die Knollen wurden entfernt und die Verteilung von P. infestans wurde bestimmt – % infizierte Knollen. Die Knollen wurden auf Raumtemperatur erwärmt und gepflanzt. Die Vorratsknollen wurden nicht gepflanzt. Die Daten über ein Hervortreten und Infektionen wurden erhalten wie oben in Beispiel 2 beschrieben (30 Wiederholungen/Behandlung).

Die Ergebnisse dieses Tests sind unten aufgelistet in Tabelle 10.

Tabelle 10 Hervortreten und Knollen- und Stielgesundheit

Beispiel 7

Das Verfahren, das oben in Beispiel 6 beschreiben ist, wurde wiederholt unter Verwendung von Red Nordland Kartoffelknollen. Die Ergebnisse dieses Tests sind unten in Tabelle 11 dargestellt.

Tabelle 11 Hervortreten und Knollen- und Stielgesundheit

Die Ergebnisse in den Tabellen 10 und 11 zeigen, dass Knollen, die kontaminiert sind mit P. infestans, der sich von einem Saatgutvorrat durch das Schneiden und Behandeln der Knollen vor der Behandlung und einem Pflanzen ausgebreitet oder verbreitet hat, noch immer Pflanzen erzeugen, die keine Krankheiten aufwiesen, wenn die Knollen gemäß der Erfindung vor dem Pflanzen behandelt wurden.


Anspruch[de]
  1. Verfahren zur Bekämpfung von Pflanzenpilzen bei einer Pflanze, das umfasst ein Anwenden oder Aufbringen einer wirksamen Menge einer Fungizidzusammensetzung auf das Saatgut oder die Knollen einer Pflanze, wobei die Fungizidzusammensetzung eine fungizid wirksame Menge umfasst von:

    a) einer 2-Alkoxyiminoacetamid-Verbindung der Formel:
    worin R für Methyl oder Ethyl steht, und R1 für Wasserstoff, C1-C4 Alkyl oder Allyl steht;

    b) einem Alkylen-bis-dithiocarbamat-Komplexsalz der Formel:
    worin R4 und R5 jeweils unabhängig voneinander für Wasserstoff oder C1-C6 Alkyl stehen; Q für Zn, Fe oder Cu steht; und das Verhältnis von x zu y von etwa 3:1 bis etwa 100:1 beträgt; und

    c) einer Thiophanat-Verbindung der Formel:
    worin R2 und R3 jeweils unabhängig voneinander für C1-C6 Alkyl stehen.
  2. Verfahren nach Anspruch 1, worin R1 und R2 und R3 jeweils unabhängig voneinander für C1-C4 Alkyl stehen, und R4 und R5 jeweils unabhängig voneinander für Wasserstoff oder C1-C4 Alkyl stehen.
  3. Verfahren nach Anspruch 2, worin R1, R2 und R3 jeweils unabhängig voneinander für Methyl oder Ethyl stehen, und R4 und R5 jeweils unabhängig voneinander für Wasserstoff, Methyl oder Ethyl stehen.
  4. Verfahren nach Anspruch 3, worin Q für Zn steht, und das Verhältnis von x zu y von 5:1 bis 20:1 beträgt.
  5. Verfahren nach Anspruch 4, worin das Verhältnis von x zu y von 6:1 bis 10:1 beträgt.
  6. Verfahren nach Anspruch 5, worin die 2-Alkoxyiminoacetamid-Verbindung für Cymoxanil steht; die Alkylen-bis-dithiocarbamat-Komplexsalzverbindung für Mancozeb steht; und die Thiophanat-Verbindung für Thiophanat-methyl steht.
  7. Verfahren nach Anspruch 1, worin die Pflanze für eine Kartoffelpflanze steht.
  8. Verfahren nach Anspruch 7, worin der Pilz für den Kraut- und Knollenfäule-Pilz, Phytophthora infestans, steht.
  9. Fungizidzusammensetzung, die eine fungizid wirksame Menge umfast von:

    a) einer 2-Alkoxyiminoacetamid-Verbindung der Formel:
    worin R für Methyl oder Ethyl steht, und R1 für Wasserstoff, C1-C4 Alkyl oder Allyl steht;

    b) einer Alkylen-bis-dithiocarbamat-Komplexsalzverbindung der Formel:
    worin R4 und R5 jeweils unabhängig voneinander für Wasserstoff oder C1-C6 Alkyl stehen; Q für Zn, Fe oder Cu steht; und das Verhältnis von x zu y von etwa 3:1 bis etwa 100:1 beträgt; und

    c) einer Thiophanat-Verbindung der Formel:
    worin R2 und R3 jeweils unabhängig voneinander für C1-C6 Alkyl stehen.
  10. Zusammensetzung nach Anspruch 9, worin R1 und R2 und R3 jeweils unabhängig voneinander für C1-C4 Alkyl stehen, und R4 und R5 jeweils unabhängig voneinander für Wasserstoff oder C1-C4 Alkyl stehen.
  11. Zusammensetzung nach Anspruch 10, worin R1, R2 und R3 jeweils unabhängig voneinander für Methyl oder Ethyl stehen, und R4 und R5 jeweils unabhängig voneinander für Wasserstoff, Methyl oder Ethyl stehen.
  12. Zusammensetzung nach Anspruch 11, worin Q für Zn steht, und das Verhältnis von x zu y von 5:1 bis 20:1 beträgt.
  13. Zusammensetzung nach Anspruch 12, worin das Verhältnis von x zu y von 6:1 bis 10:1 beträgt.
  14. Zusammensetzung nach Anspruch 13, worin die 2-Alkoxyiminoacetamid-Verbindung für Cymoxanil steht; die Alkylen-bis-dithiocarbamat-Komplexsalzverbindung für Mancozeb steht; und die Thiophanat-Verbindung für Thiophanat-methyl steht.
  15. Verfahren zur Bekämpfung von Pflanzenpilzen bei einer Pflanze, das umfasst ein Anwenden oder Aufbringen einer wirksamen Menge einer Fungizidzusammensetzung auf das Saatgut oder die Knollen einer Pflanze, wobei die Fungizidzusammensetzung eine fungizid wirksame Menge umfasst von Cymoxanil in Beimischung von Mancozeb und Thiophanat-methyl.
  16. Verfahren nach Anspruch 15, worin die Pflanze für eine Kartoffelpflanze steht.
  17. Verfahren nach Anspruch 16, worin der Pilz für den Kraut- und Knollenfäule-Pilz, Phytophthora infestans, steht.
  18. Fungizidzusammensetzung, die Cymoxanil, Mancozeb und Thiophanat-methyl in einer wirksamen zusammengesetzten Menge umfasst.
Es folgt kein Blatt Zeichnungen






IPC
A Täglicher Lebensbedarf
B Arbeitsverfahren; Transportieren
C Chemie; Hüttenwesen
D Textilien; Papier
E Bauwesen; Erdbohren; Bergbau
F Maschinenbau; Beleuchtung; Heizung; Waffen; Sprengen
G Physik
H Elektrotechnik

Anmelder
Datum

Patentrecherche

Patent Zeichnungen (PDF)

Copyright © 2008 Patent-De Alle Rechte vorbehalten. eMail: info@patent-de.com