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Verfahren und Einrichtung zum Wechseln von Walzensätzen in Walzgerüsten einer Walzstraße - Dokument DE102004007831A1
 
PatentDe  


Dokumentenidentifikation DE102004007831A1 01.09.2005
Titel Verfahren und Einrichtung zum Wechseln von Walzensätzen in Walzgerüsten einer Walzstraße
Anmelder SMS Demag AG, 40237 Düsseldorf, DE
Erfinder Rackel, Harald, 57271 Hilchenbach, DE
Vertreter Patentanwälte Valentin, Gihske, Grosse, 57072 Siegen
DE-Anmeldedatum 18.02.2004
DE-Aktenzeichen 102004007831
Offenlegungstag 01.09.2005
Veröffentlichungstag im Patentblatt 01.09.2005
IPC-Hauptklasse B21B 31/08
Zusammenfassung Ein Verfahren und eine Einrichtung zum Wechseln von Walzenstäben (5; 6) in Walzgerüsten (2, 3, 4) einer Walzstraße (1) sieht eine Anzahl separater Querverschiebewagen (9, 10, 11) vor, wobei einzelne verschlissene Arbeitswalzensätze (6) auf einem einzigen Verbindungsgleis (14a) durch eine einzige Lokomotive (21) in die Walzenwerkstatt (20) und ein neuer Arbeitswalzensatz (6a) zurück in Einbau-Position gefahren und während einer entstandenen Lücke (12) vor dem Walzgerüst (2, 3, 4) der ausgebaute Stützwalzensatz (5) per Kran in die Walzenwerkstatt und zurück transportiert wird.

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft ein Verfahren und eine Einrichtung zum Wechseln von Walzensätzen in Walzgerüsten einer Walzstraße mit mehreren Walzgerüsten, die jeweils Stütz- und Arbeitswalzensätze aufweisen, durch Aufeinanderstützen und anschließendem Ausfahren in Achsrichtung eines Arbeitswalzensatzes oder eines Stützwalzensatzes auf der Bedienerseite in eine Walzenwerkstatt und anschließendem Zurückfahren und Einbauen neuer Walzensätze.

Ein solches Walzensatz-Wechselverfahren ist aus der DE 43 21 663 A1 bekannt. Dabei werden auf der Bedienerseite der Walzgerüste auf Wagen aufgestützte und quer zu den Walzenachsen verschiebbaren Supportplatten mit zumindest zwei nebeneinander angeordneten Schienenpaaren ausgestattet. Die Arbeitswalzensätze selbst sind auf Rollen gelagert. Vor den Walzgerüsten sind Gruben angelegt, auf deren Grund Ausfahrschienen für Stützwalzensätze vorgesehen sind. Die Gruben sind mittels Klappen abgedeckt, die ebenfalls Schienen tragen, auf denen die Arbeitswalzensätze aus- oder eingefahren werden. Weder die Bauart mit Gruben noch die Verlegung der Schienen über der Grube ist besonders günstig.

Aus der US 4,771,626 ist es bekannt, Stützwalzensätze und Arbeitswalzensätze gemeinsam auf einem Wagen zu transportieren. Das Übergeben der verschiedenen Walzensätze ist dadurch von einer hohen Bauweise des sehr tragfähig ausgebildeten Walzenwechselwagens abhängig und das Verfahren ist umständlich.

Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, bei vorrichtungstechnisch geringem Aufwand ein flexibles Verfahren zum Wechseln der Walzensätze aus ausgewählten Walzgerüsten vorzuschlagen und das Verfahren auf den Arbeitsablauf in einer Walzenwerkstatt abzustimmen.

Die gestellte Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, dass die von einer auf der Bedienerseite der Anzahl der Walzgerüste entsprechenden Anzahl von separaten Querverschiebewagen ausgebauten verschlissenen Arbeitswalzensätze auf einem einzigen Verbindungsgleis aufeinanderfolgend durch eine einzige Lokomotive in die Walzenwerkstatt verbracht und von dort die neuen Arbeitswalzensätze zurückgefahren und in Wechselabständen auf den jeweiligen Querverschiebewagen zwischen den Walzgerüsten abgesetzt werden und dass nach Freigeben der Bedienerseite durch die Querverschiebewagen jeweils nach einem ausgebauten, verschlissenen Arbeitswalzensatz die verschlissenen Stützwalzensätze ausgefahren und per Kran in die Walzenwerkstatt gebracht, gewartet, zurück transportiert und in die zugeordneten Walzgerüste wieder eingebaut werden. Das Verfahren trennt zunächst das Wechseln der Arbeitswalzensätze vom Wechseln der Stützwalzensätze und ist schon deswegen flexibler. Das Verfahren ist auch wegen des geringeren Aufwandes kostengünstiger. Sodann kann die Arbeitsweise auf einzelne Walzgerüste und den Wechsel von Walzensätzen angewendet werden.

Eine Vereinfachung der bekannten Verfahren in Abstimmung mit der Walzenwerkstatt und eine Zeitersparnis werden dadurch erreicht, dass in einer Startposition vor jedem Walzgerüst die Querverschiebewagen gleichzeitig auf den Wechselabstand eingestellt, verschlissene Arbeitswalzensätze ausgefahren, nach Querverfahren auf die andere Wagenhälfte die neuen Arbeitswalzensätze eingefahren und die verschlissenen Arbeitswalzensätze jeweils von ihren Querverschiebewagen über Gleitleisten am Einbaustück in die Walzenwerkstatt verfahren, entladen und ein neuer Arbeitswalzensatz wieder in die Startposition zurückgebracht wird.

Eine weitere Vereinfachung wird dadurch erzielt, dass in der Startposition jeweils der verschlissene Arbeitswalzensatz auf die zugeordnete eine Wagenhälfte gezogen wird und dass von der Walzenwerkstatt kommend der neue Arbeitswalzensatz, der dem Wechselabstand vor den Walzgerüsten entspricht, achsenbeabstandet auf die andere Wagenhälfte aufgeschoben wird.

Eine zeitliche und örtliche Auswahl der zu wechselnden Walzensätze und der davon betroffenen Walzgerüste kann außerdem dadurch getroffen werden, dass die Querverschiebewagen aus ihren definierten Walzgerüst-Einbau- oder Ausbau-Positionen in Walzrichtung aufeinanderfolgend herausbewegt werden. Dadurch können auch entsprechende Voraussetzungen für das Wechseln von Stützwalzensätzen geschaffen werden.

Eine Ausgestaltung der Erfindung besteht darin, dass jeweils über in die Horizontale geschwenkte Zwischenplatten wiederholbar genau die Abstände und die Wechselpositionen zu einem benachbarten Walzgerüst zwischen den Querverschiebewagen eingestellt und dass die eingestellten Wechselabstände beim Abschwenken oder Senkrechtstellen der Zwischenplatten und/oder der Anschlussplatten aufgehoben werden. Dadurch kann ein genaues Anfahren der Einfahrstellung der Arbeitswalzensätze in das Walzgerüst erleichtert werden.

Eine Weiterbildung ist dadurch gegeben, dass zum Wechseln der Stützwalzensätze durch Wegfahren der Querverschiebewagen vor einem Walzgerüst jeweils eine Lücke geschaffen und ein verschlissener Stützwalzensatz per Kran entfernt und ein neuer, überholter Stützwalzensatz per Kran wieder eingefahren wird. Dadurch können Bewegungen der Transportmittel für Arbeitswalzensätze und für Stützwalzensätze auf die Arbeitspläne der Walzenwerkstatt abgestimmt werden.

Sobald die Stützwalzensätze wieder in ihre Betriebslage zurückbewegt und im Walzgerüst entsprechend verriegelt worden sind, wird weiter derart vorgegangen, dass die Lücke vor einem Walzgerüst durch Einschwenken der Zwischenplatten wieder geschlossen und die Querverschiebewagen wieder in die Wechselabstände gefahren werden.

Eine andere Ausgestaltung besteht darin, dass leere Querverschiebewagen bei abgeschwenkten Zwischenplatten in eine Parkposition an einem und/oder anderen Ende der Walzstraße gefahren und geparkt werden.

Die Einrichtung zum Wechseln von Walzensätzen in Walzgerüsten einer Walzstraße mit mehreren Walzgerüsten geht von einem Stand der Technik aus, der jeweils Stütz- und Arbeitswalzensätze vorsieht, mit einem Antrieb zum Querausbauen oder Quereinbauen der Walzensätze, wobei parallel zur Walzrichtung Schienen für Querverschiebewagen im Fundament und Verbindungsgleise in eine Walzenwerkstatt verlegt sind, und die Transportwagen mit einem Antrieb verbunden sind.

Die gestellte Aufgabe wird über eine Einrichtung erfindungsgemäß dadurch gelöst, dass die Querverschiebewagen auf im Fundament durchgehend verlegten Schienen parallel zur Walzrichtung auf zwischen den Walzgerüsten festgelegten Abständen verfahrbar sind, die mittels schwenkbaren Zwischenplatten kontrollierbar sind und dass nur ein Verbindungsgleis senkrecht zu den Schienen in die Walzenwerkstatt verläuft, auf dem nur eine Lokomotive fährt, an die jeweils ein Arbeitswalzensatz an- und abkuppelbar ist. Dadurch wird die Zusammenarbeit mit der Walzenwerkstatt flexibler als bisher, ein Teil der Baugruppen kann automatisiert werden und der vorrichtungstechnische Aufwand und die Investitionen sind relativ gering.

Eine angestrebte Platzersparnis vor den Walzgerüsten wird dadurch erzielt, dass die Zwischenplatten jeweils in die Senkrechte hoch- oder abschwenkbar oder in die Horizontale einstellbar sind.

Trotz des vor den Walzgerüsten gewollten Freiraums ist es weiter vorteilhaft, dass die Querverschiebewagen, die in die Horizontale geschwenkten Zwischenplatten und an den Enden einer Fundamentgrube hoch und horizontal einschwenkbare, ortsfest drehgelagerte Anschlussplatten eine durchgehend begehbare Arbeitsfläche bilden. Dabei können diese Baugruppen ebenfalls automatisiert betrieben werden, so dass Kranarbeit eingespart wird.

Eine weiterer Automatisierungsschritt wird dadurch erzielt, dass die an den Enden der Schienen, die parallel zur Walzrichtung verlaufen, jeweils ortsfest und klappbar gelagerten Anschlussplatten angeordnet sind, die ein Bewegen sämtlicher Querverschiebewagen zusammen mit den schwenkbaren Zwischenplatten um zumindest die Hälfte eines Querverschiebewagens erlauben.

In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel der Erfindung dargestellt, das nachstehend näher erläutert wird.

Es zeigen:

1 eine Walzstraße mit drei Walzgerüsten in Seitenansicht,

1A einen Walzenständer mit einem Arbeitswalzensatz und einem Stützwalzensatz in Betriebslage,

die 2-9 verschiedene Phasen des Wechsels eines Arbeitswalzensatzes in Draufsicht,

9A Parkstellungen der Querverschiebewagen und

10 eine Draufsicht auf die Phase „Zwischenplatten aufschwenken" mit Rückkehr zur Startposition gemäß 2.

In den 1 und 1A ist die Walzstraße 1 bspw. aus drei Walzgerüsten 2, 3 und 4 gebildet. Jedes Walzgerüst 2, 3, 4 weist jeweils einen in Betriebslage befindlichen Stützwalzensatz 5 und verschlissene Arbeitswalzensätze 6 mit Einbaustücken auf. In 1 sind die Arbeitswalzen- und Stützwalzensätze 5, 6 bereits ausgebaut und befinden sich jeweils auf einem ersten Querverschiebewagen 9, einem zweiten Querverschiebewagen 10 und einem dritten Querverschiebewagen 11. Die Arbeitswalzensätze 6 (bzw. 6a) bestehen jeweils aus zwei mittels der Einbaustücke aufeinandergestützten Ober- und Unterwalzen, ebenso die (nicht näher in Ausbauphase gezeigten) Stützwalzensätze 5. In 1 ist die Startposition 1a gegeben, wobei der Walzenwechsel auf der Bedienerseite 1b erfolgt. Ein verschlissener Arbeitswalzensatz 6 ist von der Seite (1) und von oben in den 28 jeweils mit einem Kreuz in der Zeichnung und als neuer Arbeitswalzensatz 6a ohne Kreuz gekennzeichnet.

Auf der Bedienerseite 1b befindet sich eine Anzahl von der Anzahl der Walzgerüste 2, 3, 4 entsprechenden separaten Querverschiebewagen 9, 10, 11, die die aus einer Walzenwerkstatt 20 kommenden neuen Arbeitswalzensätze 6a aufnehmen. Die verschlissenen Arbeitswalzensätze 6 werden mittels Arbeitswalzen-Ausfahrzylinder 8 und einer Lokomotive 21 herausgezogen. Die Bewegungen der einzelnen Querverschiebewagen 9, 10, 11, die jeweils mit einem eigenen Fahrantrieb ausgerüstet sind, finden auf einem einzigen Verbindungsgleis 14a zur Walzenwerkstatt 20 statt, wobei die Querverschiebewagen 9, 10, 11 von den Schienen 14 in Walzrichtung 13 verfahren werden. Der Weitertransport von den Schienen 14 auf das Verbindungsgleis 14a erfolgt über Gleitleisten am jeweiligen Einbaustück. Das Verfahren auf dem Verbindungsgleis 14a wird mit nur einer einzigen Lokomotive 21 durchgeführt. Die Querverschiebewagen 9, 10, 11 werden durch Abstandsmittel 7 kontrolliert. Nach Freigeben der Bedienerseite 1b durch die Querverschiebewagen 9, 10, 11, jeweils nach einem ausgebauten verschlissenen Arbeitswalzensatz 6, können die verschlissenen Stützwalzensätze 5 ausgefahren und per Kran in die Walzenwerkstatt 20 gebracht, neu geschliffen, zurückgebracht und in die zugeordneten Walzgerüste 2, 3, 4 wieder eingebaut und verriegelt werden. Die Verfahrbarkeit der Querverschiebewagen 9, 10, 11 auf den Schienen 14 in der Fundamentgrube 15a des Fundaments 15 sichert jeweils eine Lücke 12 (vgl. auch 9A) für einen Ausbau oder Wiedereinbau der Stützwalzensätze 5.

Die Querverschiebewagen 9, 10, 11 sind mit einer rechten Hälfte für verschlissene Arbeitswalzensätze 6 auf Wechselabstände 2a, 3a, 4a (bei drei Walzgerüsten) eingerichtet und mit der anderen, linken Hälfte auf neue Arbeitswalzensätze 6a. Die Abstandsmittel 7 bestehen im Ausführungsbeispiel aus schwenkbaren Zwischenplatten 7a. Die Zwischenplatten 7a sind relativ leicht und dünn bemessen, so dass ein Kran für die Manipulation nicht erforderlich ist.

Die Arbeitswalzensätze 6a sind, wie die 2 und 3 zeigen, soeben aus einer entfernt liegenden Walzenwerkstatt 20 angekommen. Die Arbeitswalzensätze 6a sind an die Lokomotive 21 angekoppelt und an die Querverschiebewagen 9, 10, 11 übergeben worden.

In 2 ist ferner die Startposition 1a vor jedem Walzgerüst 2, 3, 4 dargestellt, wobei die Querverschiebewagen 9, 10, 11 mittels in die Horizontale geschwenkter Zwischenplatten 7a eingestellt sind. Die verschlissenen Arbeitswalzensätze 6 werden danach ausgefahren (3). Nach Querverfahren auf die andere Wagenhälfte werden die neuen Arbeitswalzensätze 6a in das jeweilige Walzgerüst 2, 3, 4 eingefahren. Die verschlissenen Arbeitswalzensätze 6 werden sodann zur Wartung in die Walzenwerkstatt 20 verfahren. Ein neuer Arbeitswalzensatz 6a wird in die Startposition 1a (2) zurückgefahren, wonach der Zyklus erneut beginnt.

Eine Besonderheit ist hierbei, dass in der Startposition 1a jeweils der verschlissene Arbeitswalzensatz 6 auf die zugeordnete Wagenhälfte gezogen wird und dass der neue Arbeitswalzensatz 6a, der auf den Wechselabstand 2a, 3a, 4a vor den Walzgerüsten 2, 3, 4 eingestellt ist, auf die andere Wagenhälfte aufgelegt und dadurch bereits eine genaue Einstellung vorgenommen wird.

Gemäß 3 sind sämtliche Querverschiebewagen 9, 10, 11 mit den Abständen 2a, 3a, 4a bei eingeschwenkten Zwischenplatten 7a aneinandergereiht. Die Querverschiebewagen 9, 10, 11 werden aus diesen definierten Walzgerüst-Einbau- oder Ausbau-Positionen in Walzrichtung 13 aufeinanderfolgend herausbewegt.

Gemäß 4 befinden sich alle neuen Arbeitswalzensätze 6a in ihrer Einbauposition zu den Walzgerüsten 2, 3, 4 und werden mittels der Arbeitswalzen-Einfahrzylinder 8 und der Lokomotive 21 eingeschoben und dann im Gerüst verriegelt.

In 5 sind die neuen Arbeitswalzensätze 6a in den Walzgerüsten 2, 3, 4 eingeschoben und in Betriebslage verriegelt. Während der einzelnen Bewegungen sind die jeweils über in die Horizontale geschwenkten Zwischenplatten 7a wiederholbar genau in die Abstände und die Wechselpositionen zu einem benachbarten Walzgerüst 2, 3, 4 zwischen den Querverschiebewagen 9, 10, 11 eingestellt, wobei die ortsfest gelagerten Anschlussplatten 18 an den Enden der Schienen 14 die restlichen Lücken schließen. Die Abstände zwischen den Querverschiebewagen 9, 10, 11 können durch Abschwenken oder Senkrechtstellen der Zwischenplatten 7a und/oder der Anschlussplatten 18 aufgehoben werden, wie dies 6 zeigt.

Das Senkrechtstellen der Zwischenplatten 7a und der Anschlussplatten 18 schafft Freiraum, so dass zum Wechseln der Stützwalzensätze 5 durch Wegfahren der Querverschiebewagen 9, 10, 11 vor einem Walzgerüst 2, 3, 4 jeweils eine Lücke 12 entsteht (vgl. auch 9A). Ein verschlissener Stützwalzensatz 5 kann dann per Kran entfernt und ein neuer, überholter Stützwalzensatz 5 per Kran wieder eingefahren werden.

Gemäß 7 gelangen die Querverschiebewagen 9, 10, 11 nacheinander in eine Anschlussstellung zur Lokomotive 21 auf dem Verbindungsgleis 14a. Der jeweilige verschlissene Arbeitswalzensatz 6 wird in die Walzenwerkstatt 20 gefahren und dort durch den neuen Arbeitswalzensatz 6a ausgetauscht.

Wie in 8 gezeigt ist, wird jeweils ein verschlissener Arbeitswalzensatz 6 mittels der Lokomotive 21 in die Walzenwerkstatt 20 gefahren, dort wiederum gegen einen neuen Arbeitswalzensatz 6a ausgetauscht und wieder zurück gefahren, was in 8 bereits abgewickelt ist.

Gemäß 9 ist auch der zweite Arbeitswalzensatz 6 bereits zurück aus der Walzenwerkstatt 20 gefahren worden mit einem neuen Arbeitswalzensatz 6a. Es ist nur noch der dritte verschlissene Arbeitswalzensatz 6 in die Walzenwerkstatt 20 zu fahren.

Wie 9A zeigt, werden leere Querverschiebewagen 9, 10, 11 bei abgeschwenkten oder senkrecht hoch gestellten Zwischenplatten 7a und Anschlussplatten 18 in eine linke Parkposition (Querverschiebewagen 9, 10) und in eine rechte Parkposition (Querverschiebewagen 11) gefahren, wobei die Zwischenplatten 7a abgeschwenkt und die Anschlussplatten 18 hochgestellt sind, um Platz zu sparen. Dadurch wird die Lücke 12 vor den Walzgerüsten 3 und 4 für andere Manipulationen frei.

Wie weiter aus 9A ersichtlich ist, sind die Zwischenplatten 7a jeweils einzeln gelenkig an einem Querverschiebewagen 9, 10, 11 gelagert und werden mit einem auf dem Wagen mitgeführten pneumatischen oder hydraulischen Kolben-Zylinder-Antrieb 17 auf- oder abbewegt. Solche Kolben-Zylinder-Antriebe 17 sind an den Anschlussplatten 18 und doppelt an dem ersten Querverschiebewagen 9 sowie einseitig, rechts an dem zweiten und dritten Querverschiebewagen 10 und 11 angeordnet.

Die Querverschiebewagen 9, 10 und 11 werden jeweils nach dem Beladen mit einem neuen Arbeitswalzensatz 6a gemäß 10 wieder in die Ausbau-Position vor den Walzgerüsten 2, 3, 4 gefahren. Anschließend werden die Zwischenplatten 7a in die Horizontale angehoben und die Anschlussplatten 18 in die Horizontale abgesenkt. Die neuen Arbeitswalzensätze 6a stehen dadurch für einen schnellen Wechsel von verschlissenen Arbeitswalzensätzen 6 vorbereitet in Position. Die Erfindung gestattet auch das Wechseln von einzelnen verschlissenen Arbeitswalzensätzen 6.

Die Querverschiebewagen 9, 10, 11, die in die Horizontale geschwenkten Zwischenplatten 7a und die an den Enden einer Fundamentgrube 15a hoch und horizontal einschwenkbare, ortsfest drehgelagerte Anschlussplatten 18 bilden in der horizontalen eine durchgehend begehbare Arbeitsfläche 19.

In den 1, 2-5 und 10 sind an den Enden der Schienen 14, die parallel zur Walzrichtung 13 verlaufen, die jeweils ortsfest drehgelagerten und nach oben in die Vertikale stellbaren Anschlussplatten 18 angeordnet, die zusammen mit den Zwischenplatten 7a die Arbeitsfläche 19 bilden.

1Walzstraße 1aStartposition 1bBedienerseite 2Walzgerüst 2aWechselabstand 3Walzgerüst 3aWechselabstand 4Walzgerüst 4aWechselabstand 5Stützwalzensatz 6verschlissener Arbeitswalzensatz (Zeichnung: mit Kreuzzeichen) 6aneuer Arbeitswalzensatz (Zeichnung: ohne Kreuzzeichen) 7Abstandsmittel 7aschwenkbare Zwischenplatte 8Arbeitswalzen-Ausfahr-/Einfahrzylinder 9erster Querverschiebewagen 10zweiter Querverschiebewagen 11dritter Querverschiebewagen 12Lücke vor Walzgerüst 13Walzrichtung 14Schienen 14aVerbindungsgleis 15Fundament 15aFundamentgrube 16Abstände 17Kolben-Zylinder-Antrieb 18ortsfest gelagerte Anschlussplatte 19begehbare Arbeitsfläche 20Walzenwerkstatt 21Lokomotive

Anspruch[de]
  1. Verfahren zum Wechseln von Walzensätzen (5, 6) in Walzgerüsten (2, 3, 4) einer Walzstraße (1) mit mehreren Walzgerüsten (2; 3; 4), die jeweils Stütz- und Arbeitswalzensätze (5; 6) aufweisen, durch Aufeinanderstützen und anschließendem Ausfahren in Achsrichtung eines Arbeitswalzensatzes (6) oder eines Stützwalzensatzes (5) auf der Bedienerseite (1b) in eine Walzenwerkstatt (20) und anschließendem Zurückfahren und Einbauen neuer Walzensätze (5, 6), dadurch gekennzeichnet, dass die von einer auf der Bedienerseite (1b) der Anzahl der Walzgerüste (2, 3, 4) entsprechenden Anzahl von separaten Querverschiebewagen (9, 10, 11) transportierten, verschlissenen Arbeitswalzensätze (6) auf einem einzigen Verbindungsgleis (14a) aufeinanderfolgend durch eine einzige Lokomotive (21) in die Walzenwerkstatt (20) verbracht und von dort die neuen Arbeitswalzensätze (6a) zurückgefahren und in Wechselabständen (2a, 3a, 4a) auf den jeweiligen Querverschiebewagen (9, 10, 11) zwischen den Walzgerüsten (2, 3, 4) abgesetzt werden und dass nach Freigeben der Bedienerseite (1b) durch die Querverschiebewagen (9, 10, 11) jeweils nach einem ausgebauten verschlissenen Arbeitswalzensatz (6) die verschlissenen Stützwalzensätze (5) ausgefahren und per Kran in die Walzenwerkstatt (20) gebracht, gewartet, zurück transportiert und in die zugeordneten Walzgerüste (2, 3, 4) wieder eingebaut werden.
  2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass in einer Startposition (1a) vor jedem Walzgerüst (2, 3, 4) die Querverschiebewagen (9, 10, 11) gleichzeitig auf den Wechselabstand (2a, 3a, 4a) eingestellt, verschlissene Arbeitswalzensätze (6) ausgefahren, nach Querverfahren auf die andere Wagenhälfte die neuen Arbeitswalzensätze (6a) eingefahren und die verschlissenen Arbeitswalzensätze (6) jeweils von ihren Querverschiebewagen (9; 10; 11) über Gleitleisten am Einbaustück in die Walzenwerkstatt (20) verfahren, entladen und ein neuer Arbeitswalzensatz (6a) wieder in die Startposition (1a) zurückgebracht wird.
  3. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 oder 2 dadurch gekennzeichnet, dass in der Startposition (1a) jeweils der verschlissene Arbeitswalzensatz (6) auf die zugeordnete eine Wagenhälfte gezogen wird und dass von der Walzenwerkstatt (20) kommend der neue Arbeitswalzensatz (6a), der dem Wechselabstand (2a, 3a, 4a) vor den Walzgerüsten (2, 3, 4) entspricht, achsenbeabstandet auf die andere Wagenhälfte aufgeschoben wird.
  4. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Querverschiebewagen (9; 10; 11) aus ihren definierten Walzgerüst-Einbau- oder Ausbau-Positionen in Walzrichtung (13) aufeinanderfolgend herausbewegt werden.
  5. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass jeweils über in die Horizontale geschwenkte Zwischenplatten (7a) wiederholbar genau die Abstände und die Wechselpositionen zu einem benachbarten Walzgerüst (2; 3; 4) zwischen den Querverschiebewagen (9; 10; 11) eingestellt und dass die eingestellten Wechselabstände (2a, 3a, 4a) beim Abschwenken oder Senkrechtstellen der Zwischenplatten (7a) und/ oder der Anschlussplatten (18) aufgehoben werden.
  6. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass zum Wechseln der Stützwalzensätze (5) durch Wegfahren der Querverschiebewagen (9; 10; 11) vor einem Walzgerüst (2; 3; 4) jeweils eine Lücke (12) geschaffen und ein verschlissener Stützwalzensatz (5) per Kran entfernt und ein neuer, überholter Stützwalzensatz (5) per Kran wieder eingefahren wird.
  7. Verfahren nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Lücke (12) vor einem Walzgerüst (2; 3; 4) durch Einschwenken der Zwischenplatten (7a) wieder geschlossen und die Querverschiebewagen (9; 10; 11) wieder in die Wechselabstände (2a, 3a, 4a) gefahren werden.
  8. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass leere Querverschiebewagen (9; 10; 11) bei abgeschwenkten Zwischenplatten (7a) in eine Parkposition an einem und/oder anderen Ende der Walzstraße (1) gefahren und geparkt werden.
  9. Einrichtung zum Wechseln von Walzensätzen (5, 6) in Walzgerüsten (2, 3, 4) einer Walzstraße (1) mit mehreren Walzgerüsten (2; 3; 4), die jeweils Stütz- und Arbeitswalzensätze (5, 6) aufweisen, mit einem Antrieb zum Querausbauen oder Quereinbauen der Walzensätze (5, 6), wobei parallel zur Walzrichtung (13) Schienen (14) für Querverschiebewagen (9; 10; 11) im Fundament (15) und Verbindungsgleise (14a) in eine Walzenwerkstatt (20) verlegt sind, und die Transportwagen mit einem Antrieb verbunden sind, dadurch gekennzeichnet, dass die Querverschiebewagen (9, 10, 11) auf im Fundament (15) durchgehend verlegten Schienen (14) parallel zur Walzrichtung (13) auf zwischen den Walzgerüsten (2; 3; 4) festgelegten Abständen (16) verfahrbar sind, die mittels schwenkbaren Zwischenplatten (7a) kontrollierbar sind und dass nur ein Verbindungsgleis (14a) senkrecht zu den Schienen (14) in die Walzenwerkstatt (20) verläuft, auf dem nur eine Lokomotive (21) fährt, an die jeweils ein Arbeitswalzensatz (6; 6a) an- oder abkuppelbar ist.
  10. Einrichtung nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Zwischenplatten (7a) jeweils in die Senkrechte hoch- oder abschwenkbar oder in die Horizontale einstellbar sind.
  11. Einrichtung nach einem der Ansprüche 9 oder 10, dadurch gekennzeichnet, dass die Zwischenplatten (7a) jeweils einzeln an einem Querverschiebewagen (9; 10; 11) angelenkt und mittels eines am Querverschiebewagen (9; 10, 11) gelenkig gelagerten Kolben-Zylinder-Antriebs (17) schwenkbar sind.
  12. Einrichtung nach einem der Ansprüche 9 bis 11, dadurch gekennzeichnet, dass die Querverschiebewagen (9; 10; 11), die in die Horizontale geschwenkten Zwischenplatten (7a) und an den Enden einer Fundamentgrube (15a) hoch und horizontal einschwenkbare, ortsfest drehgelagerte Anschlussplatten (18) eine durchgehend begehbare Arbeitsfläche (19) bilden.
  13. Einrichtung nach einem der Ansprüche 9 bis 12, dadurch gekennzeichnet, dass die an den Enden der Schienen (14), die parallel zur Walzrichtung (13) verlaufen, jeweils ortsfest und klappbar gelagerten Anschlussplatten (18) angeordnet sind, die ein Bewegen sämtlicher Querverschiebewagen (9, 10, 11) zusammen mit den schwenkbaren Zwischenplatten (7a) um zumindest die Hälfte des Querverschiebewagens (9, 10, 11) erlauben.
Es folgen 11 Blatt Zeichnungen






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