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Dokumentenidentifikation DE102004036335B3 01.09.2005
Titel Vorrichtung zum Zentrieren einer Führungshülse
Anmelder AUDI AG, 85057 Ingolstadt, DE
DE-Anmeldedatum 27.07.2004
DE-Aktenzeichen 102004036335
Veröffentlichungstag der Patenterteilung 01.09.2005
Veröffentlichungstag im Patentblatt 01.09.2005
IPC-Hauptklasse F16D 23/14
Zusammenfassung Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Zentrieren einer Führungshülse für ein Kupplungs-Ausrücklager an einem Antriebsaggregat für Kraftfahrzeuge, wobei die Führungshülse einen zylindrischen Führungsabschnitt und einen radialen Befestigungsflansch aufweist und der Befestigungsflansch mittels Schrauben mit einer angrenzenden Stirnwand des Antriebsaggregates fest verbunden ist und wobei an dem Befestigungsflansch ferner eine mit der Stirnwand des Antriebsaggregates zusammenwirkende Zentrierung für die Führungshülse vorgesehen ist. Eine baulich einfache und fertigungstechnisch günstige Vorrichtung wird dadurch geschaffen, dass die Zentrierung durch mehrere, vom Befestigungsflansch axial abragende und in Umfangsrichtung verteilte Vorsprünge gebildet ist, welche Vorsprünge in korrespondierende Ausnehmungen in der Stirnwand passgenau einragen.

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Zentrieren einer Führungshülse für ein Kupplungsausrücklager an einem Antriebsaggregat für Kraftfahrzeuge, gemäß dem Oberbegriff des Patentanspruches 1.

Eine derartige Vorrichtung zeigt beispielsweise die EP 0 301 965 B1, bei der an den radialen Befestigungsflansch ein durch entsprechende Materialumformung hergestellter Ringkragen angeordnet ist, der innenliegend einen Wellendichtring aufnimmt und dessen Außenumfang zugleich in Verbindung mit einer zentrischen Lagerbohrung in der Stirnwand des Antriebsaggregates bzw. des Geschwindigkeits-Wechselgetriebes des Kraftfahrzeuges eine Zentrierung für den zylindrischen Führungsabschnitt der Führungshülse darstellt. Der Führungsabschnitt trägt in üblicher Weise ein axial verschiebbares, die angrenzende Reibungskupplung des Antriebsaggregates betätigendes Ausrücklager.

Bei einer weiteren, gattungsgemäßen Vorrichtung (DE 40 40 990 C2) ist an den radialen Befestigungsflansch der Führungshülse der Wellendichtring unmittelbar „angegossen", wobei ein zylindrischer Abschnitt des Wellendichtringes im Zusammenwirken mit der zentrischen Lagerbohrung der Stirnwand des Wechselgetriebes eine „dichte" Zentrierung der Führungshülse bildet.

Aufgabe der Erfindung ist es, eine baulich und fertigungstechnisch besonders einfache und präzise Zentrierung der Führungshülse anzugeben.

Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß mit den kennzeichnenden Merkmalen des Patentanspruches 1 gelöst. Vorteilhafte Weiterbildungen der Erfindung sind den weiteren Patentansprüchen entnehmbar.

Erfindungsgemäß wird vorgeschlagen, dass die Zentrierung durch mehrere, vom Befestigungsflansch axial abragende und in Umfangsrichtung verteilte Vorsprünge gebildet ist, welche Vorsprünge in korrespondierende Ausnehmungen in der Stirnwand passgenau einragen. Eine bauliche Vereinfachung wird dabei insbesondere durch die Wegverlegung der Zentrierung von der Lagerbohrung in der Stirnwand und von der Anordnung des Wellendichtringes erzielt. Dies vereinfacht auch die Fertigung der im übrigen axial kürzer bauenden Führungshülse.

Fertigungstechnisch besonders einfach können die Vorsprünge durch Materialdurchzüge im Befestigungsflansch hergestellt sein. Die Vorsprünge können ggf. in einem Arbeitsgang mit dem Umformen einer aus Blech gefertigten Führungshülse oder einer gießtechnisch hergestellten Führungshülse erfolgen.

In vorteilhafter Weiterbildung der Erfindung können die Vorsprünge als an die Bohrungen für die Befestigungsschrauben des Befestigungsflansches angrenzende Passhülsen ausgeführt sein, die mit entsprechenden Passbohrungen in der Stirnwand des Antriebsaggregates kommunizieren. Die Passbohrungen können somit ebenfalls in einem einheitlichen Fertigungsschritt mit dem Herstellen der entsprechenden Gewindebohrungen in der Stirnwand des Antriebsaggregates eingearbeitet werden.

Fertigungstechnisch besonders vorteilhaft können des weiteren die Passhülsen durch entsprechende Materialdurchzüge im Bereich der Bohrungen für die Befestigungsschrauben hergestellt sein, wobei die Passhülsen in zu den Gewindebohrungen in der Stirnwand des Antriebsaggregates zentrisch positionierte Passbohrungen eingreifen. Die Passhülsen können beispielsweise durch Präzisionsstanzen und gleichzeitiges Kalibrieren in einem einheitlichen Fertigungsschritt mit dem Herstellen der Bohrungen angeformt werden.

Zur Vereinfachung der Montage der Führungshülse an der Stirnwand des Antriebsaggregates können die Vorsprünge sich den Ausnehmungen zu konisch verjüngend ausgebildet sein. Damit kann die Führungshülse unkompliziert ggf. in einer automatischen Fertigung an die Passbohrungen angesetzt und dann mit dem Anziehen der Befestigungsschrauben zentriert werden.

Zu einer präzisen Zentrierung der Führungshülse wird ferner vorgeschlagen, dass über den Umfang des Befestigungsflansches zumindest drei im wesentlichen symmetrisch verteilte Bohrungen für die Befestigungsschrauben vorgesehen sind, die entsprechende Passhülsen aufweisen.

Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ist im folgenden mit weiteren Einzelheiten näher erläutert. Die schematische Zeichnung zeigt in:

1 In raumbildlicher Darstellung eine an einer Stirnwand eines Antriebsaggregates befestigbare Führungshülse mit an deren Befestigungsflansch angeformten Passhülsen; und

2 einen Mittellängsschnitt durch die Führungshülse und eine der Passhülsen am Befestigungsflansch, sowie durch die angrenzende Stirnwand eines Antriebsaggregates.

Gemäß den 1 und 2 besteht eine Führungshülse 10 aus Stahlblech aus einem zylindrischen Führungsabschnitt 12 und einem radialen Befestigungsflansch 14.

Die Führungshülse 10 (vgl. 2) ist mittels des Befestigungsflansches 14 mit drei symmetrisch um den Umfang des Befestigungsflansches 14 angeordneten Befestigungsschrauben 16 (es ist nur eine Befestigungsschraube 16 ersichtlich) an einer planen Stirnwand 18 eines Antriebsaggregates bzw. Geschwindigkeits-Wechselgetriebes für Kraftfahrzeuge befestigt und dient in bekannter Weise zur zentrischen Führung eines nicht dargestellten Kupplungs-Ausrücklagers für eine angrenzende Reibungskupplung. Das Ausrücklager ist dabei auf dem Führungsabschnitt 12 axial verschiebbar geführt.

Die Verbindung zu der besagten Reibungskupplung erfolgt über die nur teilweise ersichtliche Getriebe-Eingangswelle 20, die in einer zentrischen Lagerbohrung 22 in nicht dargestellter Weise drehbar gelagert ist. Zur Abdichtung der Eingangswelle 20 in der Stirnwand 18 ist in bekannter Weise ein Wellendichtring 24 vorgesehen.

Zur präzisen Zentrierung der Führungshülse 10 bzw. deren Führungsabschnittes 12 relativ zur Eingangswelle 20 sind an die drei Befestigungsbohrungen 14a des Befestigungsflansches 14 durch Materialdurchzüge hergestellte, axial vorstehende Vorsprünge bzw. Passhülsen 14b angeformt, die passgenau in Ausnehmungen bzw. Passbohrungen 18b in der Stirnwand 18 einragen.

Die Passhülsen 14b sind dabei in nicht ersichtlicher Weise geringfügig konisch derart ausgeführt, dass ein leichtes Ansetzen der Passhülsen 14b bei der Montage des Befestigungsflansches 10 an der Stirnwand 18 gegeben ist. Die gleiche Wirkung kann ggf. auch durch geringfügiges Ansenken der Passbohrungen 18b erreicht werden.

Die Passhülsen 14b und die Bohrungen 14a des Befestigungsflansches 14 sind bei der Umformung der Führungshülse aus Stahlblech durch Präzisionsstanzen und gleichzeitiger Kalibrierung der Passhülsen im Gesenk hergestellt.

Die Passbohrungen 18b sind zentrisch zu den Gewindebohrungen 18a mit einer definierten Tiefe in die Stirnwand 18 eingearbeitet und in einem Arbeitsgang mit dem Herstellen der Gewindebohrungen 18a gefertigt.

Die Erfindung ist nicht auf das beschriebene Ausführungsbeispiel beschränkt. Die Passhülsen 14b oder geometrisch andere Vorsprünge können bei einer gießtechnisch gefertigten Führungshülse auch angegossen sein. Ferner können Vorsprünge ggf. auch an anderer Stelle des Befestigungsflansches 14 herausgeformt oder angeordnet sein und mit entsprechenden Ausnehmungen in der Stirnwand 18 zentrierend zusammenwirken.


Anspruch[de]
  1. Vorrichtung zum Zentrieren einer Führungshülse für ein Kupplungs-Ausrücklager an einem Antriebsaggregat für Kraftfahrzeuge, wobei die Führungshülse einen zylindrischen Führungsabschnitt und einen radialen Befestigungsflansch aufweist und der Befestigungsflansch mittels Schrauben mit einer angrenzenden Stirnwand des Antriebsaggregates fest verbunden ist und wobei an dem Befestigungsflansch ferner eine mit der Stirnwand des Antriebsaggregates zusammenwirkende Zentrierung für die Führungshülse vorgesehen ist, dadurch gekennzeichnet, dass die Zentrierung durch mehrere, vom Befestigungsflansch (14) axial abragende und in Umfangsrichtung verteilte Vorsprünge (14b) gebildet ist, welche Vorsprünge (14b) in korrespondierende Ausnehmungen (18b) in der Stirnwand (18) passgenau einragen.
  2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Vorsprünge (18b) durch Materialdurchzüge im Befestigungsflansch (14) hergestellt sind.
  3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Vorsprünge als an die Bohrungen (14a) für die Befestigungsschrauben (16) des Befestigungsflansches (14) angrenzende Passhülsen (14b) ausgeführt sind, die mit entsprechenden Passbohrungen (18b) in der Stirnwand (18) des Antriebsaggregates kommunizieren.
  4. Vorrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Passhülsen (18b) durch entsprechende Materialdurchzüge im Bereich der Bohrungen (14a) für die Befestigungsschrauben (16) hergestellt sind, wobei die Passhülsen (14b) in zu den Gewindebohrungen (18a) in der Stirnwand (18) des Antriebsaggregates zentrisch positionierte Passbohrungen (18b) eingreifen.
  5. Vorrichtung nach einem oder mehreren der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Vorsprünge (14b) sich den Ausnehmungen (18b) zu konisch verjüngend ausgebildet sind.
  6. Vorrichtung nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass über den Umfang des Befestigungsflansches (14) zumindest drei im wesentlichen symmetrisch verteilte Bohrungen (14a) für die Befestigungsschrauben (16) vorgesehen sind, die entsprechende Passhülsen (14b) aufweisen.
Es folgen 2 Blatt Zeichnungen






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