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Dokumentenidentifikation DE202005004936U1 01.09.2005
Titel Adapter zum Befestigen von Zubehör an einem Schutzhelm
Anmelder Holmberg GmbH & Co. KG, 10999 Berlin, DE
Vertreter PFENNING MEINIG & PARTNER GbR, 10719 Berlin
DE-Aktenzeichen 202005004936
Date of advertisement in the Patentblatt (Patent Gazette) 01.09.2005
Registration date 28.07.2005
Application date from patent application 22.03.2005
IPC-Hauptklasse A42B 3/30
IPC-Nebenklasse A42B 3/04   

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft einen Adapter zum Befestigen von Zubehör, insbesondere von Hörsprechgarnituren, an Schutzhelmen.

Es sind Schutzhelme bekannt, die Befestigungsmöglichen für verschiedenes Zubehör aufweisen. Die Befestigungsmöglichkeiten können beispielsweise in Form von Steckschlitzen, in Form von Befestigungsvorsprüngen oder auch durch eine spezielle Gestaltung des Helmrandes ausgebildet sein. Dadurch ist es möglich, am Helm Taschenlampen, Hörsprechgarnituren, oder dergleichen zu befestigen.

Es sind allerdings auch Schutzhelme auf dem Markt, an denen keine solche Befestigungsmöglichkeit vorgesehen ist, oder eine vorhandene Befestigungsmöglichkeit unzureichend für einen bestimmten Anwendungszweck ist.

Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, einen Adapter zum Befestigen von Zubehör an Schutzhelmen zu schaffen, mit dem Schutzhelme nachträglich ausgerüstet werden können, der die Möglichkeit besitzt, verschiedenartiges Zubehör aufzunehmen, und der es ermöglicht, Zubehör auf einfache Art und Weise am Helm zu befestigen und auch wieder abzunehmen.

Diese Aufgabe wird durch eine Vorrichtung nach dem unabhängigen Anspruch gelöst.

Der Erfindung entspricht ein Adapter zum Befestigen von Zubehör, insbesondere von Hörsprechgarnituren, an Schutzhelmen, mit einem ersten Adapterteil und einem zweiten Adapterteil. Das erste Adapterteil ist für die Befestigung an einem Schutzhelm vorgesehen, das zweite Adapterteil für die Befestigung von Zubehör. Erstes und zweites Adapterteil sind miteinander verbindbar. Erfindungsgemäß ist, dass das erste und das zweite Adapterteil im Wesentlichen flächig ausgebildet sind, wobei das erste Adapterteil zwei in einer gemeinsamen Ebene gegenüberliegende Führungsschienen aufweist, und das zweite Adapterteil eine sich verjüngende Form besitzt, deren gegenüberliegende Randbereiche zum Einstecken in die Führungsschienen ausgebildet sind, und miteinander im zusammengeschobenen Zustand eine formschlüssige Verbindung bilden. Dadurch ist eine Vorrichtung geschaffen, mit der Schutzhelme nachrüstbar sind. Dies spielt insbesondere für die Zulassung mancher Arten von Helmen, beispielsweise von Feuerwehrhelmen, eine große Rolle. Ist der Schutzhelm mit dem erfindungsgemäßen Adapter nachgerüstet, so kann Zubehör mit dem Schutzhelm auf einfache Art und Weise verbunden werden, aber auch wieder entfernt werden.

Das erste Adapterteil ist dafür vorgesehen, an einem Schutzhelm befestigt zu werden. Je nach Modell des Schutzhelms sind deswegen am ersten Adapterteil Befestigungsmittel vorgesehen, mit denen man das erste Adapterteil stabil und dauerhaft am Schutzhelm befestigen kann. Beispielsweise kann das erste Adapterteil eine oder mehrere Bohrungen enthalten, durch die sich das erste Adapterteil mittels möglicherweise schon am Schutzhelm vorhandenen Schraubverbindungen befestigen lässt.

Erstes und zweites Adapterteil sind im Wesentlichen flächig ausgebildet. Dies ist insbesondere für den Fall wichtig, dass der Adapter auf der Innenseite eines Helmes befestigt werden soll. Dadurch, dass die beiden Adapterteile flächig ausgebildet sind, ist es möglich, den Adapter auf der Innenseite eines Schutzhelms zu befestigen, ohne dass die Funktionen des Helms durch einen zu starken Auftrag des Adapters beeinträchtigt werden. Je nach Art des Schutzhelms lässt die flächige Gestaltung des Adapters auch eine Anbringung von Zubehör, wie beispielsweise Hörsprechgarnituren, auf der Innenseite des Helmes zu. Dadurch kann empfindliches Zubehör oder Zubehör, das auf der Außenseite des Schutzhelms stören würde, zumindest teilweise innerhalb des Schutzhelms untergebracht werden.

Das erste Adapterteil enthält zwei in einer gemeinsamen Ebene gegenüberliegende Führungsschienen. In diese Führungsschienen wird das zweite Adapterteil zum Verbinden beider Adapterteile eingeführt. Das zweite Adapterteil besitzt eine verjüngende Form, um das Einführen in die Führungsschienen zu erleichtern. Diese Einführhilfe ermöglicht es, zweites und erstes Adapterteil miteinander zu verbinden, auch wenn erstes Adapterteil an einem Schutzhelm befestigt ist und dieser Schutzhelm getragen wird. Insbesondere ist es möglich, beide Adapterteile mit nur einer Hand und ohne Sichtkontakt in kurzer Zeit zu verbinden.

Im zusammengeschobenen Zustand bilden erstes Adapterteil und zweites Adapterteil eine formschlüssige Verbindung. Durch die formschlüssige Verbindung ist die Stabilität der Vorrichtung gewährleistet. Erstes und zweites Adapterteil können sich nicht ungewollt voneinander lösen. Das Zubehör wird stabil in einer festen Position gehalten.

In einer alternativen Ausführungsform können die Führungsschienen auch am zweiten Adapterteil vorgesehen sein, und das erste Adapterteil eine verjüngende Form besitzen.

Vorteilhafte Weiterbildungen der Erfindung werden in den abhängigen Ansprüchen beschrieben.

Eine vorteilhafte Weiterbildung der Erfindung sieht vor, dass die Adapterteile aus Blech bestehen.

Mittels Blech lässt sich auf einfache Art und Weise die flächige Form des Adapters umsetzen. Insbesondere bevorzugt die Erfindung Edelstahlblech. Edelstahlblech ist auch unter extremen Bedingungen, beispielsweise unter sehr hohen Temperaturen, sehr unempfindlich. Ein rein aus Edelstahl hergestellter Adapter eignet sich beispielsweise auch für Feuerschutzhelme.

Eine weitere vorteilhafte Weiterbildung der Erfindung sieht vor, dass die Führungsschienen des ersten Adapterteils durch Umbiegen von gegenüberliegenden Rändern um 180° hergestellt sind, wobei die lichte Weite zwischen den überlappenden Bereichen der Führungsschienen im Wesentlichen der Dicke der sich gegenüberliegenden Randbereiche zum Einstecken des zweiten Adapterteils entspricht.

Dadurch, dass die Führungsschienen durch ein Umbiegen der Ränder hergestellt sind, sind zusätzliche Elemente für die Führung des zweiten Adapterteils nicht nötig. Dadurch, dass die lichte Weite zwischen den überlappenden Bereichen der Führungsschienen im Wesentlichen der Dicke der sich gegenüberliegenden Randbereiche zum Einstecken des zweiten Adapterteils entspricht, ist eine stabile Führung des zweiten Adapterteils beim Einstecken in das erste Adapterteil gewährleistet.

Eine weitere vorteilhafte Weiterbildung der Erfindung sieht vor, dass die sich verjüngende Form des zweiten Adapterteils eine Keilform ist.

Die Keilform ermöglicht ein gleitendes Einstecken des zweiten Adapterteils in das erste Adapterteil ohne Verhaken.

Eine weitere vorteilhafte Weiterbildung der Erfindung sieht vor, dass das erste Adapterteil im Bereich der Führungsschienen im Wesentlichen keilförmig ausgebildet ist.

Erfindungsgemäß bevorzugt ist, dass die Keilform des zweiten Adapterteils und die keilförmige Anordnung der Führungsschienen des ersten Adapterteils nahezu übereinstimmen. Bei Einstecken des zweiten Adapterteils in das erste Adapterteil wird auf diese Weise das zweite Adapterteil in die korrekte Endposition geführt. Ist am Anfang noch viel Spiel vorhanden, was es ermöglicht, das zweite Adapterteil ohne großen Zeitaufwand in das erste Adapterteil einzuführen, so ist im verbundenen Zustand von erstem und zweitem Adapterteil nahezu kein Spiel mehr vorhanden.

Eine weitere vorteilhafte Weiterbildung der Erfindung sieht vor, dass zwischen erstem und zweitem Adapterteil eine Rastverbindung zum Schutz gegen zufälliges Lösen vorgesehen ist.

Die Rastverbindung fixiert das zweite Adapterteil mit dem ersten Adapterteil. Sie ist dabei so angeordnet, dass sie bei einem Tragen des Schutzhelms nicht unbeabsichtigt gelöst werden kann.

Eine weitere vorteilhafte Weiterbildung der Erfindung sieht vor, dass die Rastverbindung eine streifenförmige Blattfeder mit einer Rastbiegung und einer Ausnehmung aufweist, die jeweils an dem ersten oder zweiten Adapterteil angeordnet sind, wobei die Rastbiegung mit der Ausnehmung im eingesteckten Zustand im Eingriff sind.

Erfindungsgemäß bevorzugt ist eine Gestaltung des Adapters aus nur drei Komponenten: Erstes Adapterteil, zweites Adapterteil und eine Blattfeder, die an einem der beiden Adapterteile befestigt ist.

Eine weitere vorteilhafte Weiterbildung der Erfindung sieht vor, dass das zweite Adapterteil an den jeweiligen Randbereichen zum Einstecken einen Anschlag zum Festlegen einer Endposition im zusammengesteckten Zustand der Adapterteile aufweist, wobei die Führungsschienen den jeweiligen Gegenanschlag bilden.

Ein Verkeilen des zweiten Adapterteils wird durch diese konstruktive Maßnahme verhindert.

Eine weitere vorteilhafte Weiterbildung der Erfindung sieht vor, dass die Anschläge mit Gegenanschlägen und die Rastverbindung einer Dreipunktauflage für eine feste Verbindung der Adapterteile im eingesteckten Zustand bilden.

Das zweite Adapterteil wird somit vom ersten Adapterteil mittels der gegenüberliegenden Führungsschienen und mittels der Dreipunktauflage vollständig fixiert. Ohne Lösen der Rastverbindung ist eine Bewegung des zweiten Adapterteils nicht mehr möglich. Auf diese Weise wird am zweiten Adapterteil befestigtes Zubehör, wenn beide Adapterteile verbunden sind, in exakter Position gehalten.

Eine weitere vorteilhafte Weiterbildung der Erfindung sieht vor, dass die Randbereiche zum Einstecken des zweiten Adapterteils zum Mittelbereich unter Bildung von zwei parallelen Ebenen abgewinkelt sind, wobei der Mittelbereich die Auflagefläche für das Zubehör bildet.

Eine weitere vorteilhafte Weiterbildung der Erfindung sieht vor, dass die streifenförmige Rastfeder am Mittelbereich befestigt und am Mittelbereich angeordnet ist.

Erfindungsgemäß bevorzugt ist, dass die Blattfeder zumindest teilweise zwischen dem ersten und dem zweiten Adapterteil angeordnet ist. Zu diesem Zweck sind die Randbereiche des zweiten Adapterteils abgewinkelt, wodurch ein Raum für die Blattfeder geschaffen ist. Ebenso können natürlich auch stattdessen die Randbereiche des ersten Adapterteils abgewinkelt sein. In dieser Anordnung wird die Blattfeder vor zufälliger Auslösung größtenteils geschützt.

Der Mittelbereich des zweiten Adapterteils ist als Auflagefläche für Zubehör ausgebildet. Er ist flächig ausgebildet, damit Zubehör flächig aufliegen kann. Des Weiteren sind am zweiten Adapterteil Befestigungsmittel, beispielsweise Bohrungen, vorgesehen, mit denen Zubehör fixiert werden kann.

Eine weitere vorteilhafte Weiterbildung der Erfindung sieht vor, dass die Führungsschienen des ersten Adapterteils und die Randbereiche zum Einstecken des zweiten Adapterteils zur Unterstützung des Einsteckens jeweils unterschiedliche Breiten aufweisen.

Die Erfindung wird anhand eines Ausführungsbeispiels erläutert. Das Ausführungsbeispiel wird von mehreren Figuren dargestellt. Dabei zeigt

1 ein erfindungsgemäßes erstes Adapterteil in der Aufsicht,

2 ein erfindungsgemäßes zweites Adapterteil in der Aufsicht,

3 erstes und zweites Adapterteil in einer Vorderansicht in einem halb verbundenen Zustand,

4 erstes und zweites Adapterteil in einer Hinteransicht im halb verbundenen Zustand,

5 das erste Adapterteil montiert auf der Innenseite eines Schutzhelms, und

6 den erfindungsgemäßen Adapter befestigt an einem Schutzhelm mit einer am zweiten Adapterteil befestigten Hörsprechgarnitur.

1 zeigt ein erfindungsgemäßes erstes Adapterteil 1 in einer Aufsicht. Das erste Adapterteil 1 ist einteilig und aus Edelstahlblech gefertigt. In seiner Fläche hat es die Ausdehnung von etwa 8 cm × 4 cm. Die Höhe des Adapterteils liegt etwas unterhalb von 1 cm.

Das erste Adapterteil 1 unterteilt sich in einen (durch die Darstellung des Adapterteils 1 in 1 bestimmten) oberen Bereich 10 und einen unteren Bereich 11. Beide Bereiche sind in etwa gleich groß. Sie weisen beide eine flächige Ebene auf, wobei diese Ebenen gegeneinander mit einem kleinen Abstand und in einem kleinen Winkel gegeneinander versetzt sind. Hergestellt ist diese Versetzung durch eine zweimalige Abwinklung des Edelstahlblechs, aus dem der erste Adapterteil 1 besteht. Diese Abwinkelung hat im Wesentlichen den Zweck, das erste Adapterteil zum Einbau auf ein bestimmtes Schutzhelmmodell förmlich abzustimmen. Bei anderen Modellen müsste diese konstruktive Maßnahme unter Umständen leicht abgewandelt werden.

Der untere Bereich 11 des ersten Adapterteils enthält zwei Gewindebohrungen 13. Diese Bohrungen 13 sind dazu vorgesehen, das erste Adapterteil 1 an einem Schutzhelm zu befestigen.

Der obere Bereich des ersten Adapterteils weist zwei Führungsschienen 3a, 3b auf. Diese Führungsschienen 3a, 3b sind in einem Winkel von etwa 30° gegenüberliegend in einer gemeinsamen Ebene angeordnet. Dabei ist die Öffnung der beiden Führungsschienen 3a, 3b dem unteren Bereich 11 des ersten Adapterteils entgegengerichtet. Damit sind die Führungsschienen 3a, 3b so angeordnet, dass ein Einstecken des zweiten Adapterteils in Richtung oberer Bereich 10 – unterer Bereich 11 erfolgen muss.

Die Führungsschienen 3a, 3b sind durch Umbiegen von gegenüberliegenden Rändern um 180° hergestellt. Dabei ist der Überlappungsbereich der ersten Führungsschiene 3a mit etwa 2 cm2 viermal so groß wie der Überlappungsbereich der zweiten Führungsschiene 3b. Die Führungsschienen 3a und 3b sind im mittleren Bereich des oberen Bereichs 10 angeordnet. Dadurch bleibt den Führungsschienen 3a und 3b eine Einführungsfläche 12 vorgelagert, die zum Erleichtern des Einführens des zweiten Adapterteils 2 in das erste Adapterteil 1 dient. Diese Einführungsfläche 12 weist eine Ausnehmung 5 auf. Die Ausnehmung 5 ist rechteckförmig gestaltet. Sie ist für eine Rastverbindung vorgesehen.

2 zeigt das zweite Adapterteil 2 in einer Aufsicht. Das Adapterteil 2 besteht ebenfalls aus Edelstahlblech. Es besitzt eine Fläche von in etwa 5 cm × 5 cm, und eine Höhe von etwa 0,5 cm. An dem zweiten Adapterteil 2 befestigt ist eine Blattfeder 4.

Das Adapterteil 2 besitzt eine Verjüngung in Form eines Keils. Der Rand eines ersten Randbereiches 9a und der Rand eines zweiten Randbereichs 9b öffnen sich mit einem Winkel von etwa 30°. Zum breiten Ende des Keils wird der Rand des Randbereichs 9a durch einen Vorsprung 6a abgeschlossen, und der Rand des Randbereichs 9b durch einen Vorsprung 6b abgeschlossen.

Die Randbereiche 9a und 9b des zweiten Adapterteils sind zum Mittelbereich 8 unter Bildung von zwei parallelen Ebenen abgewinkelt. An diesem Mittelbereich 8, zwischen den beiden Ebenen liegend, ist die Blattfeder 4 angeordnet.

Die Blattfeder 4 besteht aus Edelstahlblech. Sie ragt über das zweite Adapterteil 2 heraus. Die Blattfeder 4 ist an ihrem Ende abgeknickt. Die Knickstelle 17 (siehe 4) ist dafür vorgesehen, in die Ausnehmung 5 des ersten Adapterteils einzurasten. Dadurch, dass die Blattfeder 4 über das Adapterteil 2 hinausgeht, ist sie manuell bedienbar.

Der Mittelbereich 8 weist mehrere Bohrungen 16 auf, mittels derer Zubehör am zweiten Adapterteil 2 befestigt werden kann.

Im Folgenden wird das Zusammenwirken von erstem Adapterteil und zweitem Adapterteil beim Zusammenstecken beider Adapterteile beschrieben. Diesbezüglich sei auch auf die 3 und 4 verwiesen, die den ersten Adapter und den zweiten Adapter in einem halb zusammengesteckten Zustand in zwei verschiedenen Ansichten zeigen.

Beim Einführen des zweiten Adapterteils 2 kommt als Erstes die schmale Seite des Adapterteils 2 auf dem Einführungsbereich 12 des ersten Adapterteils 1 zu liegen. Durch den Einführungsbereich 12 ist das zweite Adapterteil 2, obwohl der Einführungsbereich 12 nur als Ebene ausgebildet ist, teilweise geführt. Bei einem weiteren Einschieben des zweiten Adapterteils 2 wird dadurch das Finden der Öffnungen der Führungsschienen 3a und 3b erleichtert. Das Adapterteil 2 muss nur noch, auf dem Einführungsbereich 12 gleitend, entlang einer Linie verschoben werden, um die Einführungsöffnung zu finden.

Der Öffnungsbereich der Führungsschienen 3a und 3b ist in etwa 1 cm breiter als die Einführungsweite des zweiten Adapterteils 2. Dadurch ist es möglich, nahezu auf Anhieb das zweite Adapterteil 2 in die Führungsschiene des ersten Adapterteils 1 einzuführen.

Wie in 3 zu erkennen ist, greift beim Einführen des Adapterteils 2 der breite Randbereich 9a in der Regel zuerst in die breite Führungsschiene 3a, wodurch das Adapterteil 2 flach und kaum verkippbar auf dem ersten Adapterteil 1 gehalten wird.

Die Anordnung der Führungsschienen 3a und 3b in einem Winkel von 30° entspricht nahezu der Keilform des zweiten Adapterteils 2. Bei einem Einschieben des zweiten Adapterteils 2 entlang der Führungsschienen wird deswegen das Adapterteil 2 ausgerichtet. Im zusammengeschobenen Zustand liegt das zweite Adapterteil 2 nahezu formschlüssig in den Führungsschienen 3a und 3b des ersten Adapterteils 1.

In der Endposition kommt der Vorsprung 6a und der Vorsprung 6b des zweiten Adapterteils auf den oberen Enden 7a und 7b der Führungsschienen 3a und 3b zu liegen. Ein weiteres Ineinanderschieben des ersten und zweiten Adapterteils ist damit blockiert.

Des Weiteren rastet in dieser Endposition die am zweiten Adapterteil befestigte Blattfeder 4 mit ihrer Knickstelle in die Ausnehmung 5 des ersten Adapterteils ein. Dadurch ist auch ein Herausziehen des zweiten Adapterteils aus dem ersten Adapterteil verhindert. Durch die zwei Auflagepunkte am oberen Rand der beiden Führungsschienen 3a und 3b und der durch Blattfeder und Ausnehmung hergestellten Rastverbindung ist eine Dreipunktauflage hergestellt.

Im zusammengesteckten Zustand befindet sich die Blattfeder 4 zwischen dem ersten Adapterteil 1 und dem zweiten Adapterteil 2. Damit ist sie gegen eine ungewollte Betätigung geschützt.

Die Knickstelle ist in ihren Abmessungen so bemessen, dass sie im eingesteckten und im in der Ausnehmung verriegelten Zustand leicht über die Ebene der Umgebung heraussteht. Allerdings hält die Verriegelung auch dann, wenn der Adapter gegen die Helmfläche gedrückt wird, da auch dann noch die Knickstelle 17 den die Ausnehmung 5 begrenzenden Steg hintergreift.

Das Ende der Blattfeder 4 ragt etwas über das Adapterteil 2 hinaus. Dieses überstehende Ende der Blattfeder 4 erlaubt die manuelle Betätigung der Blattfeder und damit das manuelle Lösen der Verbindung von erstem und zweitem Adapterteil.

Der erfindungsgemäße Adapter erlaubt es, beide Adapterteile 1 und 2 mit nur einer Hand zu verbinden oder wieder zu lösen. Ein einfaches Anbringen oder Entfernen von Zubehör, sowie ein einfaches Austauschen von Zubehör ist dadurch ermöglicht.

5 zeigt das erste Adapterteil 1 befestigt an einem Schutzhelm 14. Das Adapterteil 1 ist an der Innenseite des Schutzhelmes 14 angeordnet. Es ist dabei mittels zweier Schrauben, die in die Gewindebohrungen 13 des ersten Adapterteils 1 eingreifen, an dem Schutzhelm 14 befestigt. Der obere Bereich 10 des ersten Adapterteils 1 liegt dabei annähernd flächig auf der Innenseite des Helms 14 auf.

Auf diese Weise ist das erste Adapterteil 1 stabil am Schutzhelm 14 befestigt, ohne aufzutragen.

6 zeigt einen Schutzhelm 14, der mit einem erfindungsgemäßen Adapterteil ausgestattet ist, wobei am zweiten Adapterteil 2 eine Hörsprechgarnitur 15 befestigt ist.


Anspruch[de]
  1. Adapter zum Befestigen von Zubehör (15), insbesondere von Hörsprechgarnituren (15), an Schutzhelmen (14), mit einem ersten Adapterteil (1) und einem zweiten Adapterteil (2), wobei das erste Adapterteil (1) für die Befestigung an einem Schutzhelm (14) und das zweite Adapterteil (2) für die Befestigung von Zubehör (15) vorgesehen ist, und erstes und zweites Adapterteil (1,2) miteinander verbindbar sind, dadurch gekennzeichnet, dass das erste und das zweite Adapterteil (1,2) im wesentlichen flächig ausgebildet sind, wobei das erste Adapterteil (1) zwei in einer gemeinsamen Ebene gegenüberliegende Führungsschienen (3a, 3b) aufweist, und das zweite Adapterteil (2) eine sich verjüngende Form besitzt, deren gegenüberliegende Randbereiche (9a, 9b) zum Einstecken in die Führungsschienen (3a, 3b) ausgebildet sind, und miteinander im zusammengeschobenen Zustand eine formschlüssige Verbindung bilden.
  2. Adapter nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Adapterteile (1,2) aus Blech bestehen.
  3. Adapter nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Führungsschienen (3a, 3b) des ersten Adapterteils (1) durch Umbiegen von gegenüberliegenden Rändern um 180° hergestellt sind, wobei die lichte Weite zwischen den überlappenden Bereichen der Führungsschienen (3a, 3b) im wesentlichen der Dicke der sich gegenüberliegenden Randbereiche (9a, 9b) zum Einstecken des zweiten Adapterteils (2) entspricht.
  4. Adapter nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die sich verjüngende Form des zweiten Adapterteils (2) eine Keilform ist.
  5. Adapter nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass das erste Adapterteil (1) im Bereich der Führungsschienen (3a, 3b) im wesentlichen keilförmig ausgebildet ist.
  6. Adapter nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass zwischen ersten und zweiten Adapterteil (1, 2) eine Rastverbindung (4, 5) mit Schutz gegen zufälliges Lösen vorgesehen ist.
  7. Adapter nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Rastverbindung (4, 5) eine streifenförmige Blattfeder (4) mit einer Rastbiegung und eine Ausnehmung (5) aufweist, die jeweils an dem ersten oder zweiten Adapterteil (1, 2) angeordnet sind, wobei die Rastbiegung (4) mit der Ausnehmung (5) im eingesteckten Zustand im Eingriff ist.
  8. Adapter nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das zweite Adapterteil (2) an den jeweiligen Randbereichen (9a, 9b) zum Einstecken einen Anschlag (6a, 6b) zum Festlegen einer Endposition im zusammengesteckten Zustand der Adapterteile (1, 2) aufweist, wobei die Führungsschienen (3a, 3b) den jeweiligen Gegenanschlag (7a, 7b) bilden.
  9. Adapter nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Anschläge (6a, 6b) mit Gegenanschlägen (7a, 7b) und die Rastverbindung (4, 5) eine Dreipunktauflage für eine feste Verbindung der Adapterteile (1, 2) im eingesteckten Zustand bilden.
  10. Adapter nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Randbereiche (9a, 9b) zum Einstecken des zweiten Adapterteils (2) zum Mittelbereich (8) unter Bildung von zwei parallelen Ebenen abgewinkelt sind, wobei der Mittelbereich (8) die Auflagefläche für das Zubehör (15) bildet.
  11. Adapter nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass die streifenförmige Rastfeder (4) am Mittelbereich (8) befestigt und im Mittelbereich (8) angeordnet ist.
  12. Adapter nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Führungsschienen (3a, 3b) des ersten Adapterteils (1) und die Randbereiche (9a, 9b) zum Einstecken des zweiten Adapterteils (2) zur Unterstützung des Einsteckens jeweils unterschiedliche Breiten aufweisen.
Es folgen 5 Blatt Zeichnungen






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