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Dokumentenidentifikation DE202005008442U1 01.09.2005
Titel Vorrichtung zum Einbringen von Senkungsbohrungen
Anmelder Ebert, Siegfried, 08301 Schlema, DE
DE-Aktenzeichen 202005008442
Date of advertisement in the Patentblatt (Patent Gazette) 01.09.2005
Registration date 28.07.2005
Application date from patent application 31.05.2005
IPC-Hauptklasse B23B 51/10
IPC-Nebenklasse B27C 3/06   

Beschreibung[de]

Beim Bau von Nebengebäuden (Garagen, Carports, Gartenhäusern ...) wenden sich die Bauherren immer mehr dem Holzbau zu.

Als Verbindungsmittel stehen ihnen meist nur der aufwendige zimmermannsmäßige Fachwerkbau oder Blechverbinder zur Verfügung, welche ein sehr unschönes Aussehen haben.

Eine alternative Lösung ist die Kombination von traditioneller Fachwerkbauweise mit modernen Verbindungstechniken.

Hierzu benötigt man Lösungen, welche dem ästhetischen Anspruch genügen und gleichzeitig die Statik gewährleisten.

Als ingenieurmäßige Verbindungen kommen hierfür Bolzen oder Stabdübel in Frage.

Es ist dabei jedoch meist notwendig, die Mutter- oder Schraubenköpfe im Holz zu versenken und anschließend zu verdübeln.

Hierzu sind möglichst genau axial verlaufende Senkungsbohrungen erforderlich, die deswegen problematisch sind, weil sie selten senkrecht zur Werkstückoberfläche verlaufen und technologisch bedingt zunächst die Durchgangsbohrung und erst danach die Senkungsbohrung einzubringen sind.

Die erfindungsgemäße Vorrichtung besteht aus den Hauptelementen Schneidwerkzeug (1) und Zentrierwelle (2).

Schneidwerkzeug 1

Schneidengeometrie wie Zentrumsbohrer (z.B. Forstnerbohrer), wobei die Ausführung von Vorschneider und Spanabheber auf das hier beschriebene Verfahren abzustimmen ist.

Für Sonderformen ist der Einsatz spezieller Formfräsen möglich.

An Stelle der Zentrierspitze besitzt das Werkzeug eine zylindrische Aufnahmebohrung.

Zentrierwelle 2

Die Führung des Werkzeuges 1 übernimmt eine Zentrierwelle 2, deren Aufnahme auf die Bohrung im Werkzeug abgestimmt ist.

Aufbau und Wirkungsweise der Vorrichtung werden im folgenden beispielhaft beschrieben.

Es zeigen: 1: Eine Prinzipdarstellung der Vorrichtung

2: Anwendungsbeispiel Verbindung Kopfband/Pfette

3: Anwendungsbeispiel Verbindung Strebe/Pfette

4: Anwendungsbeispiel Verbindung Strebe /Pfosten

Es sind verschiedene Zentrierwellen 2, entsprechend des Bohrungsdurchmessers im Werkstück (z.B. 8, 10, 12 mm) und der Bohrungslänge (z.B. 200 und 300 mm) erforderlich.

Die Enden der Zentrierwelle 2 (Aufnahme im Bohrfutter) sind als Sechskant 5,6 ausgeführt. Damit kann man die Vorrichtung beidseitig spannen.

Um die Bohrmaschinenlagerung nicht zu überlasten, kann beim Ziehen des Bohrers zusätzlich von der Werkzeugseite aus gedrückt werden.

Der Formschluss zwischen Schneidwerkzeug 1 und Zentrierwelle 2 wird z. B. mittels Passfeder, Gewinde oder spezieller Profilierung erreicht.

Alternativ kann auch eine kraftschlüssige Verbindung durch die Mutter 3 ausgeführt werden, so dass eins Bohrung im Schneidwerkzeug 1 genügt.

Die Sicherung der Verbindung erfolgt vorzugsweise mittels Mutter 3 und U-Scheibe 4.

Es sind zwei Bearbeitungsrichtungen möglich:

Drücken der Vorrichtung

Entsprechend der Arbeitsaufgabe werden Werkzeugdurchmesser, Zentrierwellendurchmesser und -länge ausgewählt.

Das Schneidwerkzeug 1 wird auf die Zentrierwelle 2 aufgeschoben/geschraubt und mittels Mutter 3 und U-Scheibe 4 gesichert.

Anschließend erfolgt das Bohren.

Ziehen der Vorrichtung

Ist zu wenig Platz vorhanden, kann das Schneidwerkzeug 1 auf die bereits in die Bohrung geschobene Zentrierwelle 2 montiert werden.

Auf der anderen Seite wird die Zentrierwelle in eine Bohrmaschine eingespannt. Die Bearbeitung erfolgt durch Ziehen der Vorrichtung in die Arbeitsrichtung.

Um die Bohrmaschinenlagerung nicht zu überlasten, kann zusätzlich von der Gegenseite auf die Zentrierwelle 2 gedrückt werden.

Bei schrägliegenden Werkstückaberflächen ist zunächst mit geringer Spantiefe zu arbeiten bis die Werkzeugschneiden komplett im Eingriff sind.

Mit der erfindungsgemäßen Vorrichtung werden folgende Arbeiten vorteilhaft ausgeführt:

Ansenkungen an bereits gebohrte Löcher

Diese können nicht oder nur mit zusätzlichem Aufwand (Aufspannen einer Zentriervorrichtung) ausgeführt werden.

Der Einsatzfall „Nachträgliches Senken" tritt jedoch häufig, zumeist an der Gegenseite einer Bohrung, auf, da man beim Werkstoff Holz (auf der Baustelle) nie so genau weis, wo man herauskommt.

Senken schräg zur Werkstückoberfläche

Gleiches gilt für das Senken schräg zur Werkstückoberfläche. Man kann sich hierbei notdürftig mit der Richtungsänderung während des Bohrens behelfen.

Dies hat jedoch große Nachteile, da die Senkung nicht zylindrisch wird und damit das Verschließen mittels Dübel sehr unschön aussieht und schlecht hält.

Einsatz bei beengten Platzverhältnissen

Für den Einsatz bei beengten Platzverhältnissen (Bohrmaschine und Bohrer sind zu lang) sind die üblichen Werkzeuge ungeeignet.

Die beschriebene Vorrichtung besitzt folgende Vorteile:

  • – Nachträgliches Senken bereits gebohrter Löcher ist problemlos möglich
  • – Senken schräg zur Werkstückoberfläche ist mit ausreichender Genauigkeit möglich, der Aufwand ist gering; langsames Anbohren beachten.
  • – Für beengte Platzverhältnisse geeignet; benötigt werden maximal 5 cm.


Anspruch[de]
  1. Vorrichtung zum Einbringen von Senkungsbohrungen, bestehend aus einer Zentrierwelle (2), deren Enden vorzugsweise als Sechskant (5,6) ausgebildet sind und einem mit der Zentrierwelle (2) form- oder kraftschlüssig verbundenen Schneidwerkzeug (1), dessen Schneidengeometrie analog einem Zentrumsbohrer ausgeführt ist.
  2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Formschluß zwischen dem Schneidwerkzeug (1) und der Zentrierwelle (2) durch eine Paßfeder, ein Gewinde oder eine spezielle Profilierung erreicht wird. Alternativ ist eine kraftschlüssige Verbindung mittels Mutter (3) und U-Scheibe (4) möglich.
Es folgen 2 Blatt Zeichnungen






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