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Dokumentenidentifikation DE102004011128A1 15.09.2005
Titel Auflagepolster auf Sitzflächen von Bänken, Stühlen oder dergleichen
Anmelder Havener, Pedro René, 66763 Dillingen, DE
Erfinder Havener, Pedro René, 66763 Dillingen, DE
Vertreter Dr.-Ing. W. Bernhardt u. Dipl.-Phys. Dr. R. Bernhardt, 66123 Saarbrücken
DE-Anmeldedatum 05.03.2004
DE-Aktenzeichen 102004011128
Offenlegungstag 15.09.2005
Veröffentlichungstag im Patentblatt 15.09.2005
IPC-Hauptklasse B68G 11/03
IPC-Nebenklasse A47C 7/74   
Zusammenfassung Die Erfindung betrifft ein Polster zum Auflegen auf Sitzflächen von Bänken, Stühlen oder dergleichen, mit einer Polsterlage (2) und einer auf der Polsterlage (2) angeordneten Oberflächenlage (1). Gemäß der Erfindung ist zwischen der Polsterlage (2) und der Oberflächenlage (1) oder innerhalb der Polsterlage ein Heizelement angeordnet. Vorzugsweise ist das Heizelement lagenförmig mit einer zwischen einer oberen und unteren Isolierschicht (9, 10) angeordneten Widerstandsschicht (11) ausgebildet. Zweckmäßig weist die Widerstandsschicht (11) ein Glasfasergewebe auf, das mit einem leitenden Material beschichtet ist.

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft ein Polster zum Auflegen auf Sitzflächen von Bänken, Stühlen oder dergleichen, mit einer Polsterlage und einer auf der Polsterlage angeordneten Oberflächenlage.

Aus der DE 100 44 022 geht ein insbesondere zur Belegung der Sitzfläche von Kirchenbänken geeignetes Auflagepolster hervor, das außerordentlich beständig gegen Abnutzung und dementsprechend dauerhaft haltbar ist. Eine Bodenlage dieses Polsters liegt derart rutschfest auf der Sitzfläche auf, dass es keiner weiteren Befestigung des Polsters an der Bank bedarf.

Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein neues Auflagepolster der eingangs erwähnten Art mit weiter erhöhtem Gebrauchswert zu schaffen.

Gemäß der Erfindung ist zwischen der Polsterlage und der Oberflächenlage oder innerhalb der Polsterlage ein Heizelement angeordnet.

Vorteilhaft kann ein solches Auflagepolster nach der Erfindung, insbesondere in schwer oder nicht beheizbaren Räumen, konzentriert unmittelbar Wärme dort erzeugen, wo sie benötigt wird. Entsprechend gering ist der Energieverbrauch. Besonders vorteilhaft lässt sich ein solches Auflagepolster zur Ergänzung der Raumheizung in Räumen einsetzen, in denen sich der Einsatz ergänzender Umluftheizsysteme verbietet, z.B. um empfindliche Kunstgegenstände zu schützen.

Zweckmäßig ist das Heizelement lagenförmig und weist eine von einem Heizstrom durchflossene, zwischen Isolierschichten eingeschlossene Widerstandsschicht auf. In einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung ist diese Widerstandsschicht durch ein Glasfasergewebe gebildet, das eine Beschichtung aus einem leitfähigen Material trägt. Die Beschichtung besteht vorzugsweise aus einem Kunststoff, in welchen Kohlenstoffteilchen eingebettet sind. Ein solches Heizelement weist bei hoher Festigkeit eine solche Flexibilität auf, dass es sich Verformungen der Polsterlage leicht anpasst und ein bequemes Sitzen auf dem Polster ermöglicht.

Zum Einschluss der Widerstandsschicht zwischen den Isolierschichten sind die z.B. aus PVC bestehenden Isolierschichten am Rand unter Bildung einer umlaufenden Naht miteinander verschweißt.

In der bevorzugten Ausführungsform der Erfindung besteht die Oberflächenlage aus einer Textilmateriallage und einer mit der Textilmateriallage verbundenen Stabilisierungsschicht aus Kunststoff, wobei die Stabilisierungsschicht der Oberflächenlage durch die obere Isolierschicht des lagenförmigen Heizelements gebildet sein kann.

Vorzugsweise ist das Heizelement mit der Oberflächenlage und der Polsterlage und im übrigen die Oberflächenlage mit der Polsterlage verklebt oder/und verschweißt, wobei die Polsterlage zwischen der Oberflächenlage und einer Bodenlage angeordnet ist und wenigstens die Oberflächenlage und die Bodenlage durch eine umlaufende, einen Wulst bildende Randnaht miteinander verbunden sind. Vorzugsweise ist auch die Bodenlage mit der Polsterlage verklebt oder verschweißt. Ein in solcher Weise ausgebildetes Auflagepolster mit einem lagenförmigen Heizelement weist eine hohe Stabilität auf, so dass sich das Polster nicht unter Beschädigung des Heizelements verformen kann.

In weiterer Ausgestaltung der Erfindung ist das Polster mit einem Temperaturfühler versehen. Dieser Fühler kann ein Messsignal für einen Regler liefern, der die Temperatur des Polsters etwa konstant hält. Entsprechend können Polster mit unterschiedlichen Abmessungen, deren Widerstandsschichten unterschiedliche Widerstandswerte aufweisen, ohne weitere Anpassungen mit Netzspannung betrieben werden.

Die Erfindung soll nun anhand von Ausführungsbeispielen und der beiliegenden, sich auf diese Ausführungsbeispiele beziehenden Zeichnungen näher erläutert werden. Es zeigen:

1 eine schematische Querschnittsansicht eines Polsters gemäß einem ersten Ausführungsbeispiel für die vorliegende Erfindung,

2 ein in dem Polster von 1 verwendetes Heizelement in einer Draufsicht,

3 eine detailliertere Teilansicht des in 1 gezeigten Querschnitts,

4 ein über einen Temperaturregler beheiztes Polster nach der Erfindung, und

5 eine Teilquerschnittsansicht eines Polsters gemäß einem zweiten Ausführungsbeispiel nach der Erfindung.

Ein Auflagepolster nach der Erfindung weist eine Oberflächenlage 1, eine Bodenlage 3 und eine zwischen der Oberflächenlage und der Bodenlage angeordnete Polsterlage 2 auf. Die 2,5 cm dicke Polsterlage 2 besteht aus einem FCK freien Polyesterschaumstoff mit einer Dichte von 50 kg/m3 und einer Stauchhärte von 8,0. Bei der Oberflächenlage 1 handelt es sich um einen Velourstoff 4, welcher mit einer Stabilisierungsschicht 5, die in dem betreffenden Ausführungsbeispiel aus Polyethylen besteht, verschweißt ist.

Die Bodenlage 3 besteht aus einem vernetzten PVC-Homopolymerisat, in das ein Glasgarngewebe 6 eingebettet ist. Die Unterseite der Bodenlage ist geglättet und weist sehr hohe Haft- und Gleitreibungskoeffizienten in Kombination mit einer Holzoberfläche auf.

Das Bezugszeichen 7 weist auf einen, durch eine umlaufende Randnaht 23 gebildeten Randwulst 7 hin. In dem Randwulst ist das Schaumstoffmaterial der Polsterlage 2 stark verdichtet, so dass der Randwulst für das Polster einen stabilen Rahmen bildet.

Die Bodenlage 3 ist mit der Polsterlage 2 durch einen lösungsmittelfreien Haftkleber verbunden.

Zwischen der Oberflächenlage 1 und der Polsterlage 2 ist ein lagenförmiges Heizelement 8 angeordnet, welches an seiner Oberseite mit der Oberflächenlage 1 und seiner Unterseite mit der Polsterlage 2 mit Hilfe des genannten Haftklebers verbunden ist.

Ein dem vorangehend beschriebenen Polster entsprechendes Auflagepolster ohne Heizelement ist in der hier einbezogenen DE 100 44 022 noch ausführlicher erläutert.

Das lagenförmige Heizelement 8 besteht aus einer oberen Isolierschicht 9, einer unteren Isolierschicht 10 und einer zwischen den Isolierschichten angeordneten Widerstandsschicht 11. Die Widerstandsschicht 11 besteht in dem betreffenden Ausführungsbeispiel aus einem Glasfasergewebe, das mit einem leitfähigen Material beschichtet ist. Bei dem leitfähigen Material handelt es sich um einen Kunststoff, in welchen Kohlenstoff eingebettet ist. Die Widerstandsschicht 11 ist ähnlich flexibel wie die umgebenden Isolierschichten 9 und 10 und die Oberflächenschicht 1.

Die aus PVC bestehenden Isolierschichten 9 und 10 sind miteinander unter Einschluss der Widerstandsschicht 11 am Rand verschweißt, wobei eine umlaufende Schweißnaht 12 gebildet ist.

Wie 2 erkennen lässt, weist die Widerstandsschicht 11 sich entlang einander gegenüberliegender Längsseiten erstreckende metallische Leiter 13 und 14 auf, zwischen denen gemäß Pfeil 15 ein Heizstrom quer durch die Widerstandsschicht fließt. Die Leiter 13 und 14 sind jeweils bei 16 und 17 mit einer Ader 18 bzw. 19 eines zweiadrigen, in das Polster hineingeführten Anschlusskabels 20 verbunden. Die Isolierummantelung des Kabels 20 ist mit den Isolierschichten 9 und 10 verschweißt.

Wie 4 zeigt, kann das Polster mit einem Temperaturfühler 21 versehen sein, welcher mit einem Regler 22 in Verbindung steht. Der Regler schaltet den durch das Heizelement fließenden Netzwechselstrom im Rahmen einer Zweipunktregelung an und ab, so dass sich ein konstanter Temperaturwert einstellt. Auf diese Weise lässt sich unabhängig vom Widerstandswert des Widerstandselements, d.h. unabhängig von der Länge des Polsters, ein konstanter Temperaturwert einstellen.

Es wird nun auf 5 Bezug genommen, wo gleiche oder gleichwirkende Teile mit derselben Bezugszahl wie bei dem vorangehenden Ausführungsbeispiel bezeichnet sind, wobei der betreffenden Bezugszahl der Buchstabe a beigefügt ist.

Das Ausführungsbeispiel von 5 unterscheidet sich von dem Ausführungsbeispiel gemäß den 1 bis 3 dadurch, dass eine obere Isolierschicht 9a eines Heizelements 8a gleichzeitig eine Stabilisierungsschicht 5a einer Oberflächenlage 1a bildet, wobei eine untere Isolierschicht 10a bei 12a mit der oberen Isolierschicht 9a bzw. Stabilisierungsschicht 5a verschweißt ist.


Anspruch[de]
  1. Polster zum Auflegen auf Sitzflächen von Bänken, Stühlen oder dergleichen, mit einer Polsterlage (2) und einer auf der Polsterlage (2) angeordneten Oberflächenlage (1), dadurch gekennzeichnet, dass zwischen der Polsterlage (2) und der Oberflächenlage (1) oder innerhalb der Polsterlage ein Heizelement (8) angeordnet ist.
  2. Polster nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Heizelement (8) lagenförmig ausgebildet ist.
  3. Polster nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass das Heizelement (8) eine zwischen einer oberen (9) und einer unteren (10) Isolierschicht angeordnete Widerstandsschicht (11) aufweist.
  4. Polster nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Widerstandsschicht (11) ein mit einem leitenden Material beschichtetes Glasfasergewebe aufweist.
  5. Polster nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass das leitende Material ein Kunststoff mit darin eingelagertem Kohlenstoff ist.
  6. Polster nach einem der Ansprüche 3 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Isolierschichten (9, 10) unter Einschluss der Widerstandsschicht (11) am Rand (12) miteinander verschweißt sind.
  7. Polster nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Oberflächenlage (1) aus einer Textilmateriallage (4) und einer mit der Textilmateriallage verbundenen Stabilisierungsschicht (5) aus Kunststoff besteht.
  8. Polster nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Stabilisierungsschicht (5a) der Oberflächenlage (1a) wenigstens zum Teil durch die obere Isolierschicht (9a) des lagenförmigen Heizelements (8a) gebildet ist.
  9. Polster nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass das Heizelement (8) mit der Oberflächenlage (1) und der Polsterlage (2) und im übrigen die Oberflächenlage (1) mit der Polsterlage (2) verklebt oder/und verschweißt ist.
  10. Polster nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Polsterlage (2) zwischen der Oberflächenlage (1) und einer Bodenlage (3) angeordnet ist, wobei wenigstens die Oberflächenlage und die Bodenlage durch eine umlaufende Randnaht (23) miteinander verbunden sind.
  11. Polster nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass die Bodenlage (3) mit der Polsterlage (2) verklebt oder/und verschweißt ist.
  12. Polster nach einem der Ansprüche 1 bis 11, dadurch gekennzeichnet, dass das Polster mit einem Temperaturfühler (21) versehen ist.
Es folgen 2 Blatt Zeichnungen






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