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Dokumentenidentifikation DE102004005890A1 22.09.2005
Titel Vorrichtung zum Falzen
Anmelder MAN Roland Druckmaschinen AG, 63075 Offenbach, DE
Erfinder Seyffert, Ulrich, 08548 Syrau, DE
DE-Anmeldedatum 05.02.2004
DE-Aktenzeichen 102004005890
Offenlegungstag 22.09.2005
Veröffentlichungstag im Patentblatt 22.09.2005
IPC-Hauptklasse B41F 13/58
Zusammenfassung Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Falzen, mittels der vielfältige Falzprodukte mit geringem technischen Aufwand platzsparend herstellbar sind.
Die Vorrichtung zum Falzen mindestens einer Bahn bis maximale Bahnbreite (b), die wahlweise in zwei gleich breite Teilstränge (11, 12) teilbar ist, weist zwei übereinander anordbare Trichter (2, 3) auf, wobei ein Trichter (3) einer halben Bahnbreite im Bereich der ganzen Bahnbreite (b) über einen Trichter (2) für die ganze Bahnbreite (b) derart angeordnet ist, dass die Trichterspitzen (15, 16) beider Trichter (2, 3) in der Seitenansicht weitestgehend in einer senkrechten Ebene (E) liegen und die Teilstränge (11, 12) nach dem Falzen nahezu deckungsgleich weiterverarbeitbar sind.

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Falzen nach dem Oberbegriff von Anspruch 1.

Aus der DE 42 04 254 A1 ist eine Vorrichtung zum Längsfalzen mehrerer gleichbreiter Papierbahnen in einer Rollenrotationsdruckmaschine bekannt, bei welcher von drei Falztrichtern zwei Falztrichter übereinander angeordnet sind und die Verarbeitung von 2- oder 3-geteilten Teilbahnen ermöglicht ist. Es ist nicht möglich die ungeteilte Bahn maximaler Bahnbreite über einen der drei Falztrichter zu falzen.

Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Vorrichtung zum Falzen gemäß Oberbegriff von Anspruch 1 so weiterzubilden, dass vielfältige Falzprodukte mit reduziertem technischen Aufwand dennoch platzsparender herstellbar sind.

Die Aufgabe wird durch die kennzeichnenden Merkmale von Anspruch 1 erfüllt.

Bei der neuen Lösung wird der zusätzliche kleinere Trichter für eine halbe Bahnbreite platzsparend zwischen den Gestellwänden des als Haupttrichter ausgestalteten Trichter für die ganze Bahnbreite asymmetrisch etwa mittig auf die Hälfte der maximalen Bahnbreite im oberen Bereich des Haupttrichters angeordnet, wobei die Trichterspitzen beider Trichter in der Seitenansicht genau oder weitestgehend, d.h. mit sehr geringen Versatz im Millimeterbereich, in einer senkrechten Ebene liegen und die Teilstränge nach dem Falzen nahezu deckungsgleich weiterverarbeitbar sind. Die Anordnung in der Höhe wird vorzugsweise so gewählt, dass einerseits die Gesamthöhe der Trichteranordnung nicht oder nur gering die ohnehin erforderliche Kopffreiheit der den Falzapparat bedienenden Personen überschreitet und andererseits die Bedienung des Haupttrichters nicht behindert wird.

Mit der erfindungsgemäß ausgestalteten Vorrichtung kann die Längsfalzung sowohl von jeweils als ganze Bahn nebeneinander gleich bedruckten und anschließend auf halbe Bahnbreite längsgeschnittenen Teilbahnen zur Herstellung eines Produktes z.B. in doppelter Produktion, als auch von beliebig bedruckten Vollbahnen bis zur maximaler Bahnbreite zur Herstellung von Produkten in einfacher Produktion, als auch von auf halbe Bahnbreite längsgeschnittenen Teilbahnen zur Herstellung zweier Produkte bewerkstelligt werden.

Die Erfindung ermöglicht sowohl einen Einstrangbetrieb bis maximale Bahnbreite über den großen Falztrichter als auch den Zweistrangbetrieb jeweils halber Bahnbreite über zwei Falztrichter z. B. für eine doppelte Produktion eines Produktes oder für einfache Produktion zweier Produkte mit einfachen Mitteln auf engem Raum.

Die Erfindung zum Falzen mindestens einer Bahn bis maximale Bahnbreite, die wahlweise in zwei gleich breite Teilstränge teilbar ist, weist zwei übereinander angeordnete Trichtern auf, wobei ein Trichter einer halben Bahnbreite im Bereich der ganzen Bahnbreite über einem als Haupttrichter ausgeführten Trichter für die ganze Bahnbreite derart angeordnet ist, dass die Trichterspitzen beider Trichter in der Seitenansicht weitestgehend in einer senkrechten Ebene liegen und die Teilstränge nach dem Falzen nahezu deckungsgleich weiterverarbeitbar sind.

Weitere vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung sind in der Beschreibung und den Unteransprüchen enthalten.

Die Erfindung wird nachfolgend an einem Ausführungsbeispiel näher erläutert. In den zugehörigen Zeichnungen zeigen in schematischer Darstellung:

1 einen erfindungsgemäß mit zwei Falztrichtern ausgestatteten Falzapparat und

2 die Seitenansicht von 1.

1 zeigt einen zwischen Seitenwänden 6 zum Längsfalzen von Bahnen bis zur maximalen Bahnbreite b oder auch von teilbreiten Bahnen angeordneten als Hauptrichter ausgestalteten Trichter 2. Am Einlauf ist in bekannter Weise eine Trichterwalze 4 zum Zuführen von mindestens einer Bahn 7 und am Auslauf ein Falzwalzenpaar 9 angeordnet. Oberhalb des Haupttrichters 2 ist ein kleinerer Trichter 3 halber Bahnbreite etwa mittig bzgl. der Hälfte der max. Bahnbreite b angeordnet, der ebenfalls in bekannter Weise eine Trichterwalze 5 am Einlauf und ein Falzwalzenpaar 10 am Auslauf aufweist. Der kleinere Trichter 3 kann platzsparend den Hauptrichter 2 etwas überlappen, ohne die Funktion oder Bedienbarkeit des Haupttrichters 2 nachteilig zu beeinflussen. Die Trichter 2, 3 weisen Trichterspitzen 15, 16 auf, welche in der Seitenansicht genau oder weitestgehend, d.h. mit sehr geringen Versatz im Millimeterbereich, in einer senkrechten Ebene E liegen (siehe 2).

Dabei ist der die Teilbahn 7 längsfalzende große Haupttrichter 2 allein für das Längsfalzen von Bahnen bis zur maximalen Bahnbreite b, hingegen der die Teilbahn 8 längsfalzende, über dem großen Haupttrichter 2 in dessen Falzbereich ca. eine viertel Bahnbreite b tief eingreifend angeordnete kleinere Falztrichter 3 für das Längsfalzen von Bahnen 8 bis zur halben Bahnbreite b ausgelegt, so dass die beiden aus den Teilbahnen 7 und 8 bestehenden längsgefalzten Stränge 11, 12 übereinander jeweils über zwei Falzwalzen 9 bzw. 10 auslaufen, wobei die dem kleinen Falztrichter 3 zugehörigen Falzwalzen 10 vorzugsweise einseitig, fliegend im Gestell gelagert sind. Der kleinere Trichter 3 ist vorzugsweise quer zur Laufrichtung der Bahn 8 verfahrbar.

Die Produktionsvariante, für die der zusätzliche kleine Falztrichter 3 vorgesehen ist, ist folgende:

Eine Bahn ganzer Breite b wird in einer nicht dargestellten Wendeeinheit mit Schneideinrichtung längs geschnitten. Die eine Teilbahn 7 wird auf die Mitte des Hauptrichters 2 die andere Teilbahn 8 auf die des kleinen Trichters 3 gewendet. Am Auslauf des Hauptrichters 2 läuft die Teilbahn 7 als Strang 11 und am Auslauf des kleinen Trichters 3 die Teilbahn 8 als Strang 12 von der Seite gesehen genau oder nahezu deckungsgleich aus (siehe 2). Der deckungsgleiche oder nahezu deckungsgleiche Auslauf der Teilbahnen 7, 8 wird durch die oben beschriebene Anordnung der Trichterspitzen 15, 16 in der senkrechten Ebene E ermöglicht. Über nicht dargestellte Zug- und Strangführungswalzen werden beide Stränge 11, 12 einem oder zwei Falz- oder Schneideinrichtungen 13, 14 mit Produktauslagen zugeführt. Die Schneideinrichtung 14 ist auch unter dem Begriff Cutter oder Abschnittapparat bekannt, mittels denen die längsgefalzte Teil- oder Vollbahn in Produkte quergeschnitten und ausgelegt wird.

Auch kann bei entsprechender Druckformbelegung unter Zusammenführung beider, in diesem Fall unterschiedlich bedruckten Teilbahnen 7, 8 über den großen Haupttrichter 2 eine einfache Produktion eines Produktes im Falzapparat 13 gefahren werden. Gleiches gilt sinngemäß für die Verarbeitung von ungeteilten Bahnen.

Bei Verarbeitung von zwei Teilsträngen je halber Bahnbreite b dient die Vorrichtung beispielsweise zur Produktion bei einer sog. 16-Seiten-Maschine (ca. A4) von 4 × 4 Seiten, die über den Cutter oder Abschnittapparat 14 oder von 2 × 8 Seiten die von der Falzeinrichtung 13 ausgelegt werden.

1Falztrichteranordnung 2Trichter 3Kleiner Trichter 4Trichterwalze 5Trichterwalze 6Seitenwand 7Teilbahn 8Teilbahn 9Falzwalzen 10Falzwalzen 11Strang 12Strang 13Falz- oder Schneideinrichtung 14Falz- oder Schneideinrichtung 15Trichterspitze 16Trichterspitze

Anspruch[de]
  1. Vorrichtung mit zwei übereinander angeordneten Trichtern (2, 3) zum Falzen einer Bahn (7), die im Bedarfsfall in zwei gleich breite Teilstränge (11, 12) teilbar, aber auch in der maximalen Bahnbreite (b) falzbar ist, dadurch gekennzeichnet, dass einer der Trichter (2) als Haupttrichter zum Falzen der ungeteilten, sowie geteilten Bahnbreiten (b) geeignet ist, der andere Trichter (3) zum Falzen von geteilten Bahnbreiten (b) vorgesehen ist und die Anordnung der Trichter (2, 3) derart ist, dass die Trichterspitzen (15, 16) beider Trichter (2, 3) in der Seitenansicht weitestgehend in einer senkrechten Ebene (E) liegen und die Teilstränge (11, 12) nach dem Falzen nahezu deckungsgleich weiterverarbeitbar sind.
  2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Trichter (3) halber Bahnbreite seitlich verschiebbar angeordnet ist.
  3. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass beide Teilstränge (11, 12) einer Falz- oder Schneideinrichtung (13) zuführbar sind.
  4. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die beiden Teilstränge (11, 12) getrennten Vorrichtungen zur Weiterverarbeitung, insbesondere Falz- oder Schneideinrichtungen (13, 14), zuführbar sind.
  5. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Trichter (3) für halbe Bahnbreiten (b) im Bereich der ganzen Bahnbreite (b) angeordnet ist.
Es folgen 2 Blatt Zeichnungen






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