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Dokumentenidentifikation DE102004011036A1 22.09.2005
Titel Verbundscheibe für eine einen Garraum verschließende Garofentür
Anmelder Electrolux Home Products Corporation N.V., Zaventem, BE
Erfinder Leidig, Karl, Dr., 91610 Insingen, DE
Vertreter Hochmuth, J., Dipl.-Ing., Pat.-Ass., 09117 Chemnitz
DE-Anmeldedatum 06.03.2004
DE-Aktenzeichen 102004011036
Offenlegungstag 22.09.2005
Veröffentlichungstag im Patentblatt 22.09.2005
IPC-Hauptklasse F24C 15/04
Zusammenfassung Die Erfindung betrifft eine Verbundscheibe für eine einen Garraum (2') verschließende Garofentür (14), mit zwei zueinander parallelen Scheiben (20, 22), die unter Bildung eines Schwergas enthaltenden Hohlraums (26) mittels Beabstandungsmitteln voneinander beabstandet und an ihrem Umfang mittels einer umlaufenden Verbindung gasdicht miteinander verbunden sind, wobei die Beabstandungsmittel und/oder die umlaufende Verbindung und/oder wenigstens eine der beiden Scheiben (20, 22) derart elastisch ausgebildet sind, dass sie bei einer aus dem Garraum (2') herrührenden Erwärmung des Schwergases dessen Ausdehnung innerhalb des sich elastisch ausdehnenden gasdichten Hohlraums (26) ermöglichen.

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft eine Verbundscheibe für eine einen Garraum verschließende Garofentür. Darüber hinaus betrifft die Erfindung eine Garofentür selbst.

Garofentüren weisen üblicherweise mehrere zueinander parallele Glas- oder Glaskeramikscheiben auf, deren innere dem Garraum und deren äußere dem Nutzer zugewandt ist. Zwischen der inneren und der äußeren Scheibe können eine oder mehrere Zwischenscheiben angeordnet sein. In den Zwischenräumenzwischen den Scheiben wird Luft gehalten oder geführt.

Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, die Energieübertragung durch die Garofentür bei einfachem Aufbau zu reduzieren.

Erfindungsgemäß wird diese Aufgabe durch die Merkmale der Ansprüche 1 und 16 gelöst. Vorteilhafte Ausbildungen ergeben sich aus den Unteransprüchen.

Die Verbundscheibe für eine einen Garraum verschließende Garofentür besitzt zwei zueinander parallele Scheiben, die unter Bildung eines Schwergas enthaltenden Hohlraums mittels Beabstandungsmitteln voneinander beabstandet und an ihrem Umfang mittels einer umlaufenden Verbindung gasdicht miteinander verbunden sind, wobei die Beabstandungsmittel und/oder die umlaufende Verbindung und/oder wenigstens eine der beiden Scheiben derart elastisch ausgebildet sind, dass sie bei einer aus dem Garraum herrührenden Erwärmung des Schwergases dessen Ausdehnung innerhalb des sich elastisch ausdehnenden gasdichten Hohlraums ermöglichen.

Vorzugsweise ist wenigstens eine der beiden Scheiben elastisch. Die wenigstens eine elastische Scheibe ist insbesondere aus Kunststoff, vorzugsweise aus Polycarbonat. Sie ist vorzugsweise auf der vom Garraum abgewandten Rückseite der dem Garraum zugewandten Scheibe angeordnet. Die dem Garraum zugewandte Scheibe ist insbesondere aus Glas oder Glaskeramik.

Vorzugsweise sind die Beabstandungsmittel elastisch. Sie sind insbesondere als umlaufende Kröpfung wenigstens einer der beiden Scheiben ausgebildet, vorzugsweise der elastischen. Sie können aber auch als umlaufende Verbindung ausgebildet sein.

Vorzugsweise ist die umlaufende Verbindung elastisch. Sie ist insbesondere eine Dichtung, die vorzugsweise mit den Scheiben verklebt ist. Sie kann aber auch als Klebespur ausgebildet sein. Die umlaufende Verbindung ist insbesondere aus Silikon.

Die Scheiben, Abstandsmittel und Verbindungsmittel sind insbesondere temperaturbeständig und gasdicht, insbesondere gasdiffusionsdicht.

Schließlich ist eine Garofentür mit wenigstens einer vorbeschriebenen Verbundscheibe vorgesehen. Es können aber auch wenigstens zwei Verbundscheiben vorgesehen sein. Die beiden Verbundscheiben weisen insbesondere jeweils wenigstens eine elastische Scheibe auf, die der elastischen Scheibe der jeweils anderen Verbundscheibe zugewandt ist. Sie können auch jeweils wenigstens eine Scheibe aus Glas oder Glaskeramik aufweisen, wobei die wenigstens eine Scheibe aus Glas oder Glaskeramik einer Verbundscheibe mittelbar oder unmittelbar dem Garraum und die wenigstens eine Scheibe aus Gas oder Glaskeramik der anderen Verbundscheibe mittelbar oder unmittelbar dem Nutzer zugewandt ist. Der jeweils letzten Verbundscheibe ist in Richtung des Nutzers insbesondere eine Zwischenscheibe und/oder eine Frontscheibe vorgelagert.

Die Erfindung wird nachstehend anhand eines Ausführungsbeispiels näher erläutert. Die zugehörige schematische Zeichnung zeigt eine verschlossene Garofenmuffel im Schnitt.

Die im wesentlichen kubische Garofenmuffel 2 weist zwei einander gegenüberliegende Seitenwände 4, eine Decke 6, einen Boden 8, eine Rückwand 10 und eine der Rückwand gegenüberliegende Beschickungsöffnung 12 auf, die durch eine Garofentür 14 verschließbar ist. Die Garofenmuffel 2 umschließt einen Garraum 2'.

Die Garofentür 14 besitzt eine Verbundscheibe 16, der nutzerseitig eine Frontscheibe 18 aus Glas oder Glaskeramik vorgelagert ist. Alle Scheiben können in einem nichtdargestellten Rahmen aufgenommen sein. Es ist aber auch möglich, auf nichtdargestellte Weise Träger beispielsweise an der Frontscheibe 18 anzukleben und an den Trägern die übrigen Scheiben aufzunehmen.

Die Verbundscheibe 16 weist eine dem Garraum 2' zugewandte Innenscheibe 20 aus temperaturbeständigem Glas oder Glaskeramik und eine dazu parallele Zwischenscheibe 22 aus temperaturbeständigem Kunststoff, beispielsweise Polycarbonat, auf, die dem Nutzer zugewandt ist. Zwischen beiden Scheiben 20 und 22 ist in deren Randbereich eine umlaufende Dichtung 24 aus Silikon aufgenommen. Ihr Querschnitt ist rechteckig, insbesondere quadratisch. Sie ist an gegenüberliegenden Seiten an den Scheiben 20 und 22 angeklebt. Ihre Dicke liegt zwischen 4 und 8 mm, ihre Breite entsprechend in derselben Größenordnung.

Die einander im Abstand von 4 bis 8 mm gegenüberliegenden Scheiben 20 und 22 und die dazwischen umlaufende Dichtung 24 begrenzen einen Verbundhohlraum 26, der mit Schwergas, insbesondere Xenon oder Krypton, gefüllt ist.

Zwischen der Kunststoffscheibe 22 der Verbundscheibe 16 und der Frontscheibe 18 befindet sich Luft, die mit der Atmosphärenluft der Umgebung in Verbindung steht, so dass freier Druckaustausch gegeben ist. Der Abstand zwischen der Kunststoffscheibe 22 der Verbundscheibe 16 und der Frontscheibe 18 ist derart bemessen, dass sich die Kunststoffscheibe 22 unter dem Einfluss der Ausdehnung erwärmten Schwergases ausreichend in Richtung der Frontscheibe 18 wölben kann.

Die Wirkungsweise ist folgende:

Die während des Garofenbetriebs im Garraum 2' vorhandene Wärme erhitzt zunächst die dem Garraum 2' zugewandte Glasscheibe 20. Diese leitet daraufhin ihre Wärme zumindest anteilig an das im Hohlraum 26 aufgenommene Schwergas weiter, das sich dadurch ausdehnt und den Hohlraum 26 vergrößert, indem es die Kunststoffscheibe 22 in Richtung der Frontscheibe 18 wölbt. Damit ist es ohne zusätzliche Expansionsgefäße möglich, Schwergas zur Reduzierung der Energieübertragung durch die Garofentür und zur Verringerung der Oberflächentemperatur der Frontscheibe einzusetzen. Die Vorteile dieser Lösung resultieren aus der Verringerung des Energieverbrauchs des Garofens in der Weise, dass der Übertragungsverlust in schwergasgefüllten Räumen deutlich reduziert ist.


Anspruch[de]
  1. Verbundscheibe für eine einen Garraum (2') verschließende Garofentür (14), mit zwei zueinander parallelen Scheiben (20, 22), die unter Bildung eines Schwergas enthaltenden Hohlraums (26) mittels Beabstandungsmitteln voneinander beabstandet und an ihrem Umfang mittels einer umlaufenden Verbindung gasdicht miteinander verbunden sind, wobei die Beabstandungsmittel und/oder die umlaufende Verbindung und/oder wenigstens eine der beiden Scheiben (20, 22) derart elastisch ausgebildet sind, dass sie bei einer aus dem Garraum (2') herrührenden Erwärmung des Schwergases dessen Ausdehnung innerhalb des sich elastisch ausdehnenden gasdichten Hohlraums (26) ermöglichen.
  2. Verbundscheibe nach Anspruch 1, bei der wenigstens eine der beiden Scheiben (20, 22) elastisch ist.
  3. Verbundscheibe nach Anspruch 1 oder 2, bei der die wenigstens eine elastische Scheibe (22) aus Kunststoff ist.
  4. Verbundscheibe nach einem der Ansprüche 1 bis 3, bei der die wenigstens eine elastische Scheibe (22) aus Polycarbonat ist.
  5. Verbundscheibe nach einem der Ansprüche 1 bis 4, bei der die wenigstens eine elastische Scheibe (22) auf der vom Garraum (2') abgewandten Rückseite der dem Garraum (2') zugewandten Scheibe (20) angeordnet ist.
  6. Verbundscheibe nach einem der Ansprüche 1 bis 5, bei der die dem Garraum (2') zugewandte Scheibe (20) aus Glas oder Glaskeramik ist.
  7. Verbundscheibe nach einem der Ansprüche 1 bis 6, bei der die Beabstandungsmittel elastisch sind.
  8. Verbundscheibe nach einem der Ansprüche 1 bis 7, bei der die Beabstandungsmittel als umlaufende Kröpfung wenigstens einer der beiden Scheiben (20, 22) ausgebildet sind.
  9. Verbundscheibe nach Anspruch 8, bei der die Kröpfung an der elastisch ausgebildeten Scheibe (22) ausgebildet ist.
  10. Verbundscheibe nach einem der Ansprüche 1 bis 9, bei der die Beabstandungsmittel als umlaufende Verbindung ausgebildet sind.
  11. Verbundscheibe nach einem der Ansprüche 1 bis 10, bei der die umlaufende Verbindung (24) elastisch ist.
  12. Verbundscheibe nach einem der Ansprüche 1 bis 11, bei der die umlaufende Verbindung (24) eine Dichtung ist, die insbesondere mit den Scheiben (20, 22) verklebt ist.
  13. Verbundscheibe nach einem der Ansprüche 1 bis 12, bei der die umlaufende Verbindung (24) eine Klebespur ist.
  14. Verbundscheibe nach einem der Ansprüche 1 bis 13, bei der die umlaufende Verbindung (24) aus Silikon ist.
  15. Verbundscheibe nach einem der Ansprüche 1 bis 14, bei der die Scheiben (20, 22), Beabstandungsmittel und Verbindungsmittel (24) temperaturbeständig und gasdicht, insbesondere gasdiffusionsdicht, sind.
  16. Garofentür mit wenigstens einer Verbundscheibe (16) nach einem der Ansprüche 1 bis 15.
  17. Garofentür nach Anspruch 16, bei der wenigstens zwei Verbundscheiben vorgesehen sind.
  18. Garofentür nach Anspruch 17, bei der die beiden Verbundscheiben jeweils wenigstens eine elastische Scheibe aufweisen, die der elastischen Scheibe der jeweils anderen Verbundscheibe zugewandt ist.
  19. Garofentür nach Anspruch 17 oder 18, bei der die beiden Verbundscheiben jeweils, wenigstens eine Scheibe aus Glas oder Glaskeramik aufweisen, wobei die wenigstens eine Scheibe aus Glas oder Glaskeramik einer Verbundscheibe mittelbar oder unmittelbar dem Garraum und die wenigstens eine Scheibe aus Gas oder Glaskeramik der anderen Verbundscheibe mittelbar oder unmittelbar dem Nutzer zugewandt ist.
  20. Garofentür nach einem der Ansprüche 16 bis 19, bei der der jeweils letzten Verbundscheibe in Richtung des Nutzers eine Zwischenscheibe und/oder eine Frontscheibe (18) vorgelagert ist.
Es folgt ein Blatt Zeichnungen






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