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Dokumentenidentifikation DE202005003597U1 22.09.2005
Titel Kassensystem
Anmelder Kara, Simon, 33102 Paderborn, DE
Vertreter Ostermann, T., Dipl.-Ing., Pat.-Anw., 33106 Paderborn
DE-Aktenzeichen 202005003597
Date of advertisement in the Patentblatt (Patent Gazette) 22.09.2005
Registration date 18.08.2005
Application date from patent application 02.03.2005
IPC-Hauptklasse G07G 1/00
IPC-Nebenklasse G07D 7/12   

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft ein Kassensystem nach dem Oberbegriff des Schutzanspruchs 1.

Es sind im Einzelhandel vielfach Kassensysteme bekannt, die mit Hilfe einer Scaneinrichtung den Barcode eines zu kaufenden Produktes abtasten und hieraus den Kaufpreis ermitteln. Dieser Kaufpreis wird in Anzeigemitteln des Kassensystems für den Kunden und den Kassierer dargestellt. Hierzu weist das Kassensystem eine elektronische Steuereinheit auf, die beispielsweise eine entsprechende LCD-Anzeige ansteuert und durch Betätigung von Tasten des Kassensystems durch den Kassierer eine Kassenschublade freigibt, in der üblicherweise Geldscheine und Münzen gesammelt sind. Der Kassierer kann dann zur Abwicklung des Kaufgeschäftes die Banknoten bzw. Münzen vom Kunden in Empfang nehmen und gegebenenfalls Echtheit der Banknoten durch ein in der Nähe des Kassensystems aufgestellten UV-Lampe überprüfen, bevor die Geldscheine in die Kassenschublade gelangen und die Kassenschublade wieder in ein Aufbewahrungsgehäuse des Kassensystems eingeschoben wird.

Nachteilig hieran ist, dass der Kassierer zur Falschgeldüberprüfung den entsprechenden Schein stets über eine gesonderte UV-Lampe halten muss.

Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, ein Kassensystem derart weiterzubilden, dass die Falschgeldüberprüfung bei Kaufgeschäften vereinfacht wird.

Zur Lösung dieser Aufgabe weist die Erfindung die Merkmale des Schutzanspruchs 1 auf.

Der besondere Vorteil der Erfindung besteht darin, dass eine Falschgeldüberprüfung automatisch und umfassend erfolgt. Die Falschgeldüberprüfung erfolgt, nachdem die entsprechenden Geldscheine in die dafür vorgesehenen Fächer des Kassensystems eingelegt worden sind. Nach Verschließen der Fächer in dem Aufbewahrungsgehäuse erfolgt automatisch eine Überprüfung der Geldscheine auf Echtheit. Hierzu sind an einer Innenseite des Aufbewahrungsgehäuses entsprechende Falschgeldprüfungsdetektoren angeordnet. Sobald Falschgeld erkannt worden ist, kann dies durch ein optisches und/oder akustisches Warnsignal signalisiert werden. In der Regel hat sich der Kunde dann noch nicht aus dem Kassenbereich entfernt, so dass er identifizierbar und rechtzeitig vor Verlassen des Gebäudes festgehalten werden kann. Vorteilhaft ermöglicht die Erfindung, dass die Falschgeldprüfung unbemerkt erfolgt. Der Falschgeldprüfungsdetektor ist nicht sichtbar, so dass der Kunde von seiner Existenz erst erfährt, falls er mit Falschgeld bezahlt hat.

Der Falschgeldprüfungsdetektor kann als handelsübliche UV-Lampe ausgebildet sein, wobei das Scanverfahren zur Überprüfung der Geldscheine nach Schließen der Schublade bzw. Schließen des Faches automatisch erfolgt.

Weitere Vorteile der Erfindung ergeben sich aus den weiteren Unteransprüchen.

Ein Ausführungsbeispiel wird anhand der Figur näher beschrieben.

Eine schematische Teilansicht eines Kassensystems.

Ein Kassensystem 1 zur Abrechnung von Kaufgeschäften in dem Einzelhandel weist in üblicher Weise Abrechnungsmittel zur Bestimmung des Kaufpreises auf. Hierzu sind in einem nicht dargestellten Gehäuse eine Steuereinheit, eine Anzeigeeinheit sowie eine Tastatur vorgesehen.

Nach der Erfindung ist als Aufbewahrungsmittel eine Kassenschublade 2 vorgesehen mit Fächern 3, in denen jeweils Geldscheine 4 bzw. Münzen abgelegt werden können. Die Schublade 2 ist in horizontaler Richtung verschiebbar gelagert, so dass sie während des Bezahlvorganges mit einem überwiegenden Bereich außerhalb eines Aufbewahrungsgehäuses 5, das in dem Kassensystem 1 integriert ist, befindet. Ist der Kaufvorgang abgeschlossen und die Geldscheine 4 in die Fächer 3 gelegt, wird die Kassenschublade 2 in üblicher Weise durch eine Ausnehmung 6 des Aufbewahrungsgehäuses 5 in die Schließstellung verbracht, in der eine Vorderseite 7 der Schublade 2 bündig zu einer Vorderseite 8 des Aufbewahrungsgehäuses 5 angeordnet ist.

Sobald die Schublade 2 nach dem Bezahlvorgang in das Aufbewahrungsgehäuse 5 eingeschoben worden ist, erfolgt mittels eines Falschgeldprüfungsdetektors 9, der in einer Ebne oberhalb der Schublade 2 und innerhalb des Aufbewahrungsgehäuses 5 fest angeordnet ist, eine Überprüfung, ob die eingelegten Scheine echt sind. Beispielsweise kann der Falschgeldprüfungsdetektor 9 als herkömmliche UV-Lampe ausgebildet sein, die die Geldscheine 5 auf optische Sicherheitsmerkmale hin untersucht.

Sobald Falschgeld detektiert worden ist, wird mittels eines Steuerprogramms eine Ausgabeeinheit angesteuert, die ein optisches und/oder akustisches Warnsignal abgibt. Auf diese Weise wird der Kassierer sofort und bevor der nächste Bezahlvorgang eintritt darüber informiert, dass der letzte Kunde mit Falschgeld bezahlt hat.

Nach einer alternativen nicht dargestellten Ausführungsform kann ein oder mehrere Falschgeldprüfungsdetektoren auch seitlich an den Fächern 3 angeordnet sein. Dies ist vorteilhaft dann, wenn keine verschiebbaren Kassetten sondern nur feststehende Geldkassetten vorgesehen sind.

Durch den Falschgeldprüfungsdetektor 9 kann beispielsweise das Wasserzeichen, die Mikroschrift, der Sicherheitsfaden, der Folienstreifen, der Stichtiefdruck, taktile Merkmale erkannt werden.


Anspruch[de]
  1. Kassensystem zur Abrechnung von Kaufgeschäften insbesondere in dem Einzelhandel mit Abrechnungsmitteln zur Bestimmung des Kaufpreises, mit Anzeigemitteln zur Anzeige des Kaufpreises, mit Aufbewahrungsmitteln für Banknoten und/oder Münzen, dadurch gekennzeichnet, dass in den Aufbewahrungsmitteln ein Falschgeldprüfungsdetektor (9) integriert ist.
  2. Kassensystem nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Aufbewahrungsmittel für Banknoten als eine Schublade (2) oder als ein Geldfach (3) ausgebildet ist, und dass der Falschgeldprüfungsdetektor (9) auf einer der Schublade (2) bzw. Geldfach (3) zugewandten Seite eines Aufbewahrungsgehäuses (5) der Kassenschublade (2) angeordnet ist.
  3. Kassensystem nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Kassenschublade (2) transparent ausgebildet ist, wobei der Falschgeldprüfungsdetektor in vertikaler Richtung unterhalb der Kassenschublade feststehend angeordnet ist.
  4. Kassensystem nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass dem Falschgeldprüfungsdetektor (9) ein Steuerungsprogramm zugeordnet ist, derart, dass die Überprüfung auf Falschgeld nur dann erfolgt, wenn die Kassenschublade (2) sich vollständig innerhalb des Aufbewahrungsgehäuse (5) befindet.
  5. Kassensystem nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass der Falschgeldprüfungsdetektor (9) als eine UV-Lampe ausgebildet ist.
  6. Kassensystem nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass eine Steuereinheit vorgesehen ist, die bei Erkennung von Falschgeld durch den Falschgeldprüfungsdetektor (9) ein optisches und/oder akustisches Warnsignal ansteuert.
Es folgt ein Blatt Zeichnungen






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