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Dokumentenidentifikation DE202005008532U1 22.09.2005
Titel Teleskopschneeschieber mit Führ- und Stützwagen für Photovoltaikanlagen
Anmelder Kiermaier, Franz Josef, 84332 Hebertsfelden, DE
DE-Aktenzeichen 202005008532
Date of advertisement in the Patentblatt (Patent Gazette) 22.09.2005
Registration date 18.08.2005
Application date from patent application 01.06.2005
IPC-Hauptklasse E04D 13/00
IPC-Nebenklasse E04D 15/00   E01H 5/02   

Beschreibung[de]

Schneeschieber, Schneeschaufel herkömmlicher Bauart weisen ein Schneeschild mit Gummilippe oder Metallschutzkante, die mit einem Stiel verbunden ist auf.. Auch Besen herkömmlicher Bauart mit stabiler Beborstung weisen solche Merkmale auf, die zum Entfernen von Schnee auf Photovoltaikanlagen einsetzbar sind, jedoch nur bedingt.

Zum Abschieben von Schneebelägen auf Photovoltaikanlagen werden Schneeschieber, Schneeschaufel und auch Besen in oft abenteuerlicher Weise eingesetzt. Bei einem solchen Einsatz helfen zwar verlängerte Stiele, sie sind aber in handelsüblichen Ausführungen nicht stabil genug sind um jeden Fleck einer Photovoltaikanlage zu erreichen. Das Betreten der Module einer Photovoltaikanlage ist aber auch nicht möglich, da sie sonst schaden nehmen könnten. Aus diesen Gründen ist das gesamte Abräumen von Modulflächen größerer Photovoltaikanlage mit herkömmlichem Gerät zur Zeit nicht möglich.

Der im Schutzanspruch 1 angegebenen Erfindung liegt das Problem zugrunde, ein Schneeschiebegerät zu schaffen, womit Schneebeläge bei Photovoltaikanlagen auf Schrägdächern ohne die Module zu betreten, von oben nach unten, abgeschoben werden können, und zwar von Hand betrieben und möglichst schonend für die Module einer Photovoltaikanlage. Außerdem muß dass Gerät möglichst gering, und leicht zu bedienen sein, um möglichst große Flächen abschieben zu können.

Dieses Problem wird mit den in Schutzanspruch 1 aufgeführten Merkmalen gelöst.

Hierzu besteht die Erfindung zunächst aus einem langen Führ- und Bedienungsrohr (1)1. Da dieses Führ- und Bedienungsrohr für 12–15 Meter Länge vorgesehen ist, besteht es aus mehren Teilen. (bis zu 5) mit immer geringer werdendem Durchmesser, die ineinander gesteckt werden (wie bei Teleskopen).

Um diese einzelnen Rohre zu fixieren sind spezielle Schraubverschlüsse vorgesehen, die sowohl kraft- als auch formschlüssig die einzelnen Rohre untereinander sichern. Um diese formschlüssigen Verbindungen zu erhalten, sind Bohrungen in den einzelnen ausziehbaren Rohren (1)2 angebracht, in die Stifte mittels Schraubgewinde eingedreht werden.

Am Anfang der einzelnen Teleskoprohre sind Innenbuchsen (2)4 fest eingesteckt, die den Ausgleich des geringeren Aussendurchmessers der eingesteckten Rohre 5 ausgleichen. Am Ende jeden Aussenrohres sind Aussenbuchsen (2)6 fest aufgesteckt welche den Ausgleich des geringeren Durchmessers der Innenrohre 5 ausgleichen. Die Schraubverschlüsse (7)64 für die einzelnen ineinandergesteckten Rohre 1 und 5 sind ebenfalls auf diesen Aussenbuchsen (2)6 angebracht. Dadurch dass die Innenbuchsen (2)4 einen größeren Aussendurchmesser aufweisen als der Innendurchmesser der Aussenbuchsen 6 , so sind die einzelnen ineinandergeschobenen Rohre gegen ein Auseinanderrutschen gesichert.

Die Klemmverschlüsse der einzelnen Teleskoprohre sind drehbare Rohre, (2)8, die mit innenliegenden Gewindestiften 3 mittels Gewindebuchsen 9 verbunden sind, die in den drehbaren Rohren 8 durch einen Sicherungsstift verbunden sind, welches bei Rechtsdrehen die Teleskoprohre klemmt, und in Gegenrichtung wieder löst. Diese Gewindestifte 3 sind in die Gewindebuchsen 7 eingedreht die mit den Aussenbuchsen 6 fest verbunden sind, so dass die drehbaren Rohre 8, die Gewindebuchsen 7 umschliessen, und so als Führung dienen. Um ein Auseinanderdergehen dieser Verschlüsse zu vermeiden, werden in die Buchsen die auf den Aussenrohren 7 sitzen, Stifte seitlich eingebracht 12 der die Nuten der Gewindestifte 3 durchqueren. Somit sind diese drehbaren Verschlüsse gegen Auseinanderdrehen gesichert. Die drehbaren Rohre der Verschlüsse sind mit handelsüblichen Fahrradgriffen 10 überzogen.

Am Anfang des Teleskoprohres befindet sich der Führwagen, welcher aus einer Achse (1)13 mit zwei Rädern 63 und einer Befestigungseinheit 14 besteht. Der Übergang vom Teleskoprohr zur Befestigungseinheit 14 des Führungswagen ist so, dass das Teleskoprohr drehbar bleibt.

Ganz vorne am Teleskoprohr (1)1 befindet sich ein seitlich, schräg abstehender Finger 16 der als Hochhebemechanismus dient. Der Finger 16 ist mittels Schelle 17 fest mit dem Teleskoprohr 1 verbunden, so dass bei drehen des Teleskoprohres 1 der Finger 16 nach oben schwenkt. Am Ende des Fingers (3)16 befindet sich ein Kugellager 18 dass das Hochheben der Schwinge leichtgängig ermöglicht.

Die Schwinge (1) besteht aus einem Schwingenarm 20 rechts und einen Schwingenarm 20 links. Neben der Befestigung des Führungswagen 14 zum Teleskoprohr 1 . Die Schwingenarme 20 werden auf die Achse des Führungswagens 13 aufgesteckt, so dass sie drehbar sind. Beide Schwingenarme 20 sind mit der Schwingenbrücke 21 verbunden, die mit Stellringen 22 fixiert werden.

Der Hochhebemechanismus der schon erwähnt wurde ragt mit dem Finger (3)16 unter diese Schwingenbrücke 21, das Kugellager 18 am Ende des Fingers 16 drückt nun beim Drehen des Teleskoprohres 1 die Schwingenbrücke 21 nach oben , so dass die gesamte Schwinge (8) hoch gehoben wird. Ist der Finger ganz hochgedreht, rastet das Kugellager in eine Aussparung in der Schwingenbrücke ein und ist so arretiert.

An der Unterseite der Schwingenbrücke (3)21 befindet sich im Abstand des Durchmessers des Kugellagers 18 eine Gegendruckplatte 23, so dass die Schwinge auch nach unten zwangsgeführt ist.

Senkrecht zur Schwingenbrücke 21 sind zwei Einstellschrauben 24 die durch die Schwingenbrücke durchgehen integriert. Diese Einstell- schrauben 24 stützen sich auf zwei Anschläge die in der Halterung der Achse 25 des Führungswagens nach vorne heraus integriert sind. Mittels dieser Anschläge 25 kann der Drehwinkel der Schwinge nach unten hin begrenzt und eingestellt werden.

Am unteren, vorderen Ende der Schwingenarme (9)20 befindet sich die Kehreinheit, diese ist mittels einer Art U-Profilschiene 26 durch Schrauben 28 mit der Schwinge verbunden. Diese U-Profilschiene ( 1)26 ist von der Mitte aus schräg nach Außen laufend, so dass diese ein weites V bildet. Die Befestigung dieser U-Profilschiene (9)26 erfolgt mittels Halbmondzwischenlagen 27 an den Armen 20 der Schwinge, auf diese Art ist die U-Profilschiene 26 in geringem Maß drehbar, und so mittels Einstellschrauben (10)30 die sich auf der Schwingenbrücke 21 befinden, justierbar. In diese U-Profilschiene 26 werden die beiden Besen (9)29 von Außen eingeschoben. Durch eine Schrauben 55 die quer durch die U-Profilschiene 26 Außen angebracht ist, wird die U-Profilschiene 26 seitlich zusammengedrückt und so der Besen 29 geklemmt. Mit der Justierschraube (10)30 auf der Schwingenbrücke 21 kann die Kehreinheit justiert werden so dass diese sauber auf den Modulen einer Photovoltaikanlage aufliegt.

Diese auf den Modulen gleitenden Besen sind sehr wichtig, denn diese tasten die Moduloberfläche ab. Unebenheiten und vorstehende Rahmen müssen ohne großen Widerstand überquert werden können. Die schräge Anordnung der Besen bewirkt zusätzlich ein sanftes überqueren der 3 – 5 mm nach oben vorstehenden Modulrahmen, und somit schützt diese Anordnung auch das herunterschieben solcher Modulrahmen, denn diese sind nur geklebt.

Ganz vorne befindet sich ein Schneeschild, das ebenfalls mit der Schwinge verbunden ist. Auch das Schneeschild ist wie der Besen V-förmig ausgebildet.

Die Befestigung des Schneeschildes (12) erfolgt durch aufstecken auf Winkelprofilen 31 die sich an der Vorderseite der Schwingenarme 20 befinden. An jedem der zwei Halterungsblöcke 32 am Schneeschild 35 befindet sich eine Einstellschraube 33 mit der das Schneeschild in der Höhe eingestellt werden kann.

Das Schneeschild (4)35 weist Abkantungen auf, eine im unteren Bereich 36 um einen leichten Anpressdruck zu erhalten, somit wird der Besen 29 stärker nach unten gedrückt, auf diese Weise wird das Reinigungsergebnis verbessert. Eine zweite Abkantung 37 befindet sich im oberen Bereich, um ein vorschnelles Überlaufen von Schnee entgegen zu wirken.

Das Schneeschild 35 muß so eingestellt werden, dass es sich mindestens 10–15 mm (9)38 über den Modulen befindet, um eine Berührung mit den Modulen und deren Rahmen zu vermeiden, diese Einstellung ist mit der stufenlosen Höheneinstellung gewährleistet. Diese stufenlose Höheneinstellung besteht aus Einstellschrauben (11)33 die durch die Halterungsblöcke 32 der fest mit dem Räumschild verbunden ist durchgeht. Durch drehen der Einstellschrauben 33 wird das Schneeschild angehoben, mit den Klemmhebel 34 wird das Schneeschild in seiner eingestellten Position geklemmt.

Die V Stellung des Schneeschildes (1)35 ist mit einer zusätzlichen Abschrägung ( 5)39 der unteren Schneeschildkante 40 links und rechts Außen vorteilhaft, denn dies verhindert zusätzlich in jedem Fall ein Anecken an die Modulrahmen oder vorstehenden Modulen und somit wird vor möglichen Beschädigungen durch unsere Erfindung vorgebeugt.

Die Unterkante des Schneeschildes 40 kann auch mit einer Gummilippe versehen werden.

Die gesamte Schwinge inklusive Besen und Schneeschild, weist ein Gewicht auf, das beim Absenkvorgang ohne diesen zu bremsen zu Beschädigungen an den Modulen wegen zu heftigen Aufpralls führen könnte. Aus diesem Grund befindet sich ein Dämfpungszylinder (3)41 zwischen der Schwinge und dem Führungswagen. Mit Hilfe dieses Dämpfungszylinders 41 wird ein sanftes Aufsetzen auf den Modulen gewährleistet, und somit möglichen Beschädigungen vorgebeugt.

Zur Führung und Stützung ist auf dem Teleskoprohres ein Stützwagen angebracht. Dieser Stützwagen besteht unter anderem aus einer Hülse (13)42, die auf das Teleskoprohr (1)1 aufgeschoben wird, die stufenlos in der Länge des ersten Segmentes des Teleskoprohres 1 verschiebbar und arretierbar ist. Die Arretierung wird dadurch ermöglicht, in dem in dieser Hülse (15)42 in der Mitte quer zur Länge eine Aussparung 43 vorhanden ist die bis zur Hälfte reicht. In der nicht ausgesparten anderen Hälfte befindet sich eine Nut 44, in die von oben über die Aussparung 43 ein Klemmring (16)45 eingesetzt, und auf das Teleskoprohr 1 aufgeschoben wird.

Dieser Klemmring 45 weist an seinem äußeren Umfang eine Gewindebuchse mit Stellschraube 46 auf. Beide Teile, Hülse 42 sowie eingesetzter Klemmring 45 sind auf das Teleskoprohr 1 aufgesteckt, so dass der Klemmring 45 zwangsgeführt ist. In dem nun der Klemmring 45 mittels Klemmschraube 46 arretiert wird, somit kann die Hülse 42 nicht mehr verrutschen, ist jedoch noch begrenzt drehbar, um die 90° Grad Drehwinkel des Teleskoprohres weiter zu ermöglichen.

An der Unterseite der Hülse ist ein Befestiungsblock (16)47 fest angebracht. An diesen Befestigunsblock 47 werden links und rechts je ein seitlich abstehender Schenkel 48, drehbar mittels Schrauben oder Bolzen angebracht. Diese Schenkel 48 sind aus U-Profilen die den Befestigungsblock 47 umfassen. Die anderen Enden der Schenkel dienen zur Aufnahme einer Achse (14) die speziell gebogen ist. Die U-Profile der Schenkel 48 umfassen teilweise die genau dafür abgestimmten Bögen der Achse 14, somit ist eine Art Führung gewährleistet, und zusätzlich auch eine höhere Stabilität.

Außerdem wird durch verschiedene Bohrungen 50 in der Achse 14 eine Höhenverstellung des Teleskoprohres (1)1 gewährleistet, in dem die Schenkelenden (14)48 mit der Achse 14 durch Schrauben oder Bolzen in verschiedenen Bohrungen 50 in der Achse eingesetzt werden.

An der Achse 14 befindet sich links und rechts je ein Rad die auf den Oberflächen der Photovoltaik Module laufen. Dadurch dass bei dieser Art der Höhenverstellung die Schenkel 48 geschwenkt werden können, und somit der Stützwagen instabil wäre, sind an jedem Schenkel 48 in der Nähe der Befestigung, an der Achse 14 je eine Klemmschraube 52 angebracht, die von Außen auf die Achse 14 drückt. Durch diese Klemmschrauben 52 wird die gesamte Geometrie des Stützwagens stabil.

Dieser Stützwagen bietet verschiedene Vorteile. Ohne den Stützwagen besteht die Wahrscheinlichkeit, dass wenn das Teleskoprohr lang ausgezogen ist, und ein großer Druck zum Abschieben des Schneebelages auf den Modulen notwendig ist, sich das Teleskoprohr nach unten durchbiegt, und so gegen die Module schlägt und diese beschädigen kann. Auch erleichtert der Stützwagen das Arbeiten mit einem langen Telskoprohr sehr, denn es führt das gesamte Schneeschiebegerät, und nimmt einen großen Teil des Gewichtes des Teleskoprohres auf Zudem ist ein wesentlich längeres Teleskoprohr möglich, als ohne den Stützwagen.

Als Zusatzeinrichtung kann die Kehreinheit links und rechts verlängert werden. Dazu werden die gleichen Profilschienen (10)53 und die gleichen Besen (9)29 verwendet. An die Profilschienen der Verlängerung (10)53 ist seitlich Außen an der zuverbindenden Stelle je eine Lasche (20)54 fest angebracht, die über das Ende der Profilschienenverlängerung 53 hinausragt. Die hinausragenden Laschen 54 der Verlängerungen werden mit der festmontierten Profilschiene der Kehreinheit 26 mittels Schrauben oder Bolzen 55 drehbar verbunden, so dass sie nach oben wegzuklappen sind. Sollen sie bei der Räumarbeit verwendet werden können sie ausgeklappt werden und mittels eines speziellen Schiebeverschlusses gesichert werden.

Dieser Schiebeverschluß (18) besteht aus einer oberen Platte 56 und einer unteren Platte 57 die mit zwei Schrauben 58 verbunden sind. Obere und untere Platte sind in Länge, Breite und Stärke gleich, wobei die obere Platte (20) oben ringsum einen Falz aufweist der auf den kurzen Seiten 60 doppelt so tief ist als auf den langen Seiten 59. Bei den Verlängerungen 53 ist auf der Seite mit den Laschen, mittig eine Aussparung 61 angebracht, in die das gefälzte Oberteil 56 des Schiebeverschlusses eingelegt wird, so dass es in dieser Aussparung 61 leichtgängig hin und hergeschoben werden kann. Auf der anderen Seite (18) befindet sich eine Gegendruckplatte 57, die genau so groß ist, wie die obere Platte 56. Beide Platten werden mit zwei Schrauben verbunden, wobei die hintere Schraube 58 fest montiert ist. Die vordere Schrauben 58 ist lösbar mittels Klemmutter 62. Werden die Verlängerungsschenkel der Kehreinheit (19)53 ausgeklappt, müssen sie mit Hilfe der Schiebeverschlüsse, in dem die Klemmuttern 62 gelockert und die Schiebeverschlüsse nach vorne über die U-Profilschiene der festmontierten Kehreinheit 26 bis zum Anschlag (Nuttiefe) geschoben wird gesichert werden. Durch Anziehen der Klemmutter 62 des Schiebeverschlusses erhält der Verlängerungsschenkel 53 seinen festen Sitz.

Diese Verlängerungsschenkel bieten den Vorteil, dass bei lockeren Pulverschnee oder nur geringer Schneeauflage wesentlich mehr Fläche pro Räumvorgang abgeschoben werden kann, so dass der Zeitaufwand und somit auch der Kraftaufwand für die Räumung einer Photovoltaikanlage verringert wird.

Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung wird anhand der 1 bis 20 erläutert. Es zeigen:

1 Ansicht, kompletter Schneeschieber von oben (inklusive Schnitt- und Detailkennzeichnungen)

2 Detailansicht, Führung und Klemmung des Teleskoprohres (Schnittkennzeichnung 1)

3 u. 4 Detailansicht, seitlich durchgeschnittene Ansichten des Führungswagens (Schnittkennzeichnung 1)

5 Ansicht, Schneeschieber von vorne

6 Ansicht, Schneeschieber von hinten

7 Ansicht, Schneeschieber von der Seite bei abgesenkter Räumeinheit.

8 Ansicht, Schneeschieber von der Seite bei hochgehobener Räumeinheit.

9 Detailansicht, Räumschild und Besen (Detailkennzeichnung 1)

10 Schneeschieber von oben mit ausgeklappten Verlängerungen (inklusive Schnittkennzeichnungen)

11 u. 12 Detailansicht, Befestigung des Räumschildes.

13 u. 14 Detailansicht, Stützwagen, nieder und hoch eingestellt.

15 u. 16 Detailansicht, Befestigung des Stützwagens auf dem Teleskoprohr ( Schnittkennzeichnung 1)

17 u. 18 Detailansicht, Schiebeverschluß der Verlängerung der Kehreinheit ( Schnittkennzeichnung 20)

19 Detailansicht, Ansicht von Hinten, der Verlängerung der Kehreinheit.

20 Detailansicht, Ansicht von oben, der Verlängerung der Kehreinheit Zunächst muß der gesamte Schneeschieber auf das zu räumende Schrägdach transportiert werden, und zwar auf die Oberseite der zu räumenden Modulfläche einer Photovoltaikanlage. Dazu stehen verschiedene handelsübliche Hilfs- und Sicherheitseinrichtungen (Leitern, Gerüste, Hebebühnen, Treppen, Dachleitern, Seile, Fanggurte, ...usw.) zur Verfügung. Auf den Dach oberhalb der Modulfläche sollte sich ein durchgehender Laufsteg in der länge der zu räumenden Modulfläche befinden auf den man sich sicher bewegen kann. Der Schneeschieber wird auf diesen Laufsteg der Länge nach abgesetzt.

Die einzelnen Schraubhebel (7)64 des Teleskoprohres werden nun bis zum Anschlag gelöst, die Teleskoprohre 1 auf die gewünschte Länge ausgezogen, und die Schraubhebel 64 wieder angezogen. Dabei müssen die Teleskoprohre 1 so ausgerichtet werden, dass die Markierungen (1)65 auf den Teleskoprohren übereinstimmen und so die Gewindestifte (2)3 in die vorgesehenen Bohrungen in den ausgezogenen Rohren 5 eingedreht und festgeklemmt werden können.

Der Stützwagen (14) der zwischen Führwagen und Schraubhebel aufgesteckt ist, kann nun stufenlos eingestellt werden, in dem die Klemmschraube (16)46 der Führungshülse 42 gelockert wird, in die gewünschte Position geschoben wird und die Klemmschraube 46 wieder fest angezogen wird. Auch die Höhe des Teleskoprohres wird über den Stützwagen (14) eingestellt, indem die Klemmschrauben an den Schenkel des Stützwagens 52 gelöst werden, die Schrauben oder Bolzen 66 zwischen Schenkel und Achse herausgezogen werden, in andere Bohrungen 50 der gebogenen Achse 14 eingesteckt und die Klemmschrauben der Schenkel 52 wieder angezogen werden.

Das Schneeschild (9)35 muß 10–15 mm höher 38 als der Besen 29 der auf den Modulen aufsitzt eingestellt sein. Ist dies nicht der Fall muß nachgestellt werden, in dem die Klemmhebel (11) an den Befestigungsblöcken 32 gelöst werden, mit Hilfe der Einstellschrauben 33 durch drehen, das Schneeschild 35 in die gewünschte Position bringen und die Klemmhebel 34 wieder fest anziehen.

Als nächstes ist der Drehwinkel der Schwinge (3) so einzustellen, dass der Besen 29 satt auf den Modulen aufliegt, aber nicht zusammengedrückt wird, in dem die Stellschrauben 24 eingedreht werden, dadurch wird das Schneeschild 35 und der Besen 29 hochgehoben, oder herausgedreht werden dadurch wird das Schneeschild 35 und der Besen 29 abgesenkt. Als letztes muß der Besen in seiner Neigung eingestellt werden. Dies geschieht in dem die Einsellschraube (10)30 eingedreht oder herausgedreht wird.

Der Schneeschieber ist nun einsatzbereit.

Als nächstes wird das gesamte Gerät am Teleskoprohre hochgehoben und quer zum Laufsteg auf die Modulfläche der Photovoltaikanlage gestellt, und zwar nur so das die Räder (7)63 des Führungswagens ganz oben auf den Modulen aufsetzen. Das Teleskoprohr 1 muß nun mittels der am Teleskoprohr 1 vorhanden Schraubhebel 64 nach links gedreht werden, so dass sich Räumschild 35 und Besen 29 langsam absenkt. Der Absenkvorgang wird durch einen Zylinderdämpfer (4)41 abgebremst um ein zu heftiges Aufschlagen auf den Modulen zu verhindern. Jetzt kann mit der Abräumung der Module begonnen werden, in dem der Schneeschieber losgelassen und mit dem Teleskoprohr (1)1 geführt wird. Je nach schräge des Daches und der Art des Schneebelages auf den Modulen muß der Schneeschieber am Teleskoprohr 1 angeschoben oder gebremst werden. An der Unterseite der Modulfläche angekommen, wird nun die gesamte Raumeinheit durch drehen des Teleskoprohres (7) nach rechts, mittels der am Teleskoprohr angebrachten Schraubhebel 64 hochgeschwenkt (8). Der Schneeschieber kann nun durch das Teleskoprohr 1 wieder nach oben gezogen werden. Sollte beim ersten Abschiebevorgang bemerkt werden, dass Schneeschild, Besen, Stützwagen, oder Teleskoprohr nicht passend eingestellt sind, so kann nun nachgestellt werden, in der schon angegebenen Weise. Um die zweite Bahn zu Räumen wird der gesamte Schneeschieber durch hochheben in die gewünschte Position gebracht, das Teleskoprohr 1 nach links gedreht und nach Absenken der Räumeinheit das Teleskoprohr 1 losgelassen. Die weitere Vorgehensweise wurde oben schon beschrieben. Diese Vorgang wird immer wieder wiederholt, bis die gesamte Modulfläche freigeräumt ist.

Als Zusatzeinrichtung (10) kann der Kehrbesen (9)29 der Schneeräumeinheit durch zwei ausklappbare Verlängerungen 53 ergänzt werden, in dem die Verlängerungen 53 ausklappbar an den festmontierten U-Profilschienen 26 der Kehreinheit befestigt sind und mit Schiebeverschlüssen 8 (18) mittels Klemmschrauben 62 geklemmt werden. Auf diese Weise wird die Räumbreite verdoppelt.

Natürlich ist die Erfindung nicht auf die dargestellten Ausführungsbeispiele beschränkt. Weitere Ausgestaltungen und Einsatzmöglichkeiten sind möglich, ohne den Grundgedanken zu verlassen. Wesentlich ist nur, dass die Räumeinheit aus Kehrbesen und Räumschild besteht, die hochklappbar an einem Wagen befestigt sind. Das Teleskoprohr das den Wagen verbindet, drehbar ist, um den Hochhebemechanismus zu betätigen, und das auf dem Teleskoprohr ein Stützwagen angebracht ist.


Anspruch[de]
  1. Teleskopschneeschieber mit Führ- und Stützwagen für Photovoltaikanlagen, der handgeführt ist und eine hochklappbare Räumeinheit besitzt, dadurch gekennzeichnet, dass das Führ.-und Bedienungsrohr (1)1 aus einzelnen, wie bei Teleskopen ineinandergeschobenen Rohren besteht, die auseinanderziehbar sind.
  2. Schneeschieber nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das klemmen und lösen der einzelnen Teleskoprohre (8)1 und 5 untereinander mittels Schraubhebel (7)64 geschieht, indem ein dehbares Rohr 8 durch eine Gewindebuchse 9 mit einen Gewindestift 3 verbunden ist. Dieser Gewindestift 3 ist mit der Gewindebuchse 9 und den drehbaren Rohr 8 mittels Verpressung verbunden und mit einen Sicherungsstift 11 gesichert. Schraubhebel 64 sind mit handelsübliche Gummi- oder Kunststoffgriffen 10 überzogen.
  3. Schneeschieber nach einem der vorgehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet dass durch Bohrungen (1)2 in den einzelnen, ineinandergeschobenen Teleskoprohren 1 eine kraft sowie formschlüssige Verbindung vorhanden ist.
  4. Schneeschieber nach einem der vorgehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die einzelnen ineinandergeschobenen Teleskoprohre (1)1 mit Innenbuchse (2)4 und Aussenbuchse 6 geführt sind, und der Innendurchmesser der Aussenbuchsen 6 kleiner ist als der Aussendurchmesser der Innenbuchse 4, und dadurch gegen auseinanderrutschen gesichert sind.
  5. Schneeschieber nach einem der vorgehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Teleskoprohr (1)1 drehbar mit der Befestigungseinheit des Führwagens 14 verbunden ist.
  6. Schneeschieber nach einem der vorgehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Achse des Führwagens (1)13 mit leichten Kunststoffrädern 63 mit Luftreifen ausgestattet ist.
  7. Schneeschieber nach einem der vorgehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass zwei Schwingenarme (1)20 drehbar auf der Achse 13 des Führungswagens aufgesteckt und mit Stellringen 22 fixiert sind. Beide Schwingenarme 20 sind mit der Schwingenbrücke 21 verbunden.
  8. Schneeschieber nach einem der vorgehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass ein Finger (1)16 an dem Teleskoprohr 1 mittels Schelle 17 angebracht ist, der seitlich absteht und unter die Schwingenbrücke 21 ragt, und mit Hilfe eines Kugellagers (3)18 das vorne am Finger 16 befestigt ist, bei drehen des Teleskoprohres 1 die Schwingenbrücke (1)21 und somit die gesamte Räumeinheit hochhebt.
  9. Schneeschieber nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass in der Schwingenbrücke (1)21 mittig eine Aussparung 17 vorhanden ist, die das Kugellager (3) 18 bei hochgedrehten Finger einrastet.
  10. Schneeschieber nach einem der vorgehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass sich unterhalb des Kugellagers (3)18 eine Gegendruckplatte 23 befindet die mit der Schwingenbrücke 21 fest verbunden ist, und somit der Hochhebemechanismuss zwangsgeführt ist.
  11. Schneeschieber nach einem der vorgehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass senkrecht zur Schwingenbrücke (4)21 links und rechts je eine Einstellschraube 24 mit Handdrehgriff sich befindet, die sich auf Anschläge 25 stützen die mit an der Achsbefestigung 25 nach vorne hinaus integriert sind. Durch drehen dieser Schrauben 24 kann der Drehwinkel der Schwingenarme (1)20 und somit der gesamten Schwinge eingestellt werden.
  12. Schneeschieber nach einem der vorgehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, eine U-Profilschiene (9)26 in V-Stellung an den Schwingenarmen 20, mit Halbmondzwischenlagen 27 mittels Schrauben 28 befestigt ist.
  13. Schneeschieber nach einem der vorgehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass mit Hilfe einer Einstellschraube (10)30 die Neigung der U-Profilschiene 26 eingestellt werden kann.
  14. Schneeschieber nach einem der vorgehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass in die U-Profilschienen (9)26 von Außen handelsübliche Besenelemente 29 eingeschoben sind, und mittels Schrauben 55 geklemmt werden.
  15. Schneeschieber nach einem der vorgehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass ein Räumschild (1)35 in V-Stellung vorne auf die Schwingenarme 20 mittels klemm.- und einstellbarer Befestigungsblöcke (11)32 auf zwei Befestigungswinkel 31 aufgesteckt und mittels Klemmhebel 34 festgeklemmt ist. Mit den Einstellschrauben 33 ist dass Räumschild 35 in der Höhe verstellbar.
  16. Schneeschieber nach einem der vorgehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass beim Räumschild (5)35 die Unterkante 40 links 39 und rechts 39 Außen abgeschrägt ist. Die Räumschildunterkante 40 kann auch mit einer Gummilippe ausgestattet sein. Durch Sicken (5) 19 im unteren Schenkel des Schneeschildes 36 kann die Stabilität erhöht werden.
  17. Schneeschieber nach einem der vorgehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet dass ein auf Zug wirkender Dämpfer (4)41 den Absenkvorgang der gesamten Schwinge mit Besen 29 und Räumschild 35 abbremst, und somit der Besen 29 sanft aufsetzt.
  18. Schneeschieber nach einem der vorgehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass ein Stützwagen (13) über eine Hülse 42 die auf das Führ.- und Bedienungsrohr (7)42 aufgesteckt ist, über die ganze Länge des ersten Segments des Führ.- und Bedienungsrohrs 1 stufenlos verschiebbar ist.
  19. Schneeschieber nach einem der vorgehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Hülse des Stützwagens (16 Schnitt D:D)42 in jeder Position durch einen Klemmring 45 der mit einer Klemmschraube 46 versehen ist, mittels Aussparung (15)43 und einer Nut 44 die in der Mitte der Hülse 42 sich befindet klemmbar ist. Dadurch bleibt das Führ- und Bedienungsrohr (7)1 um mindesten 90° drehbar.
  20. Schneeschieber nach einem der vorgehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die beiden Schenkel des Stützwagens (14)48 schwenkbar mittels Schrauben oder Bolzen gelagert sind, und durch ihre U-Form sowohl die Befestigung an der Hülse (16)47, als auch Befestigung an der Achse (14)14 übergreifen.
  21. Schneeschieber nach einem der vorgehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Schenkel des Stützwagens (14)48 mit je einer Arretierschraube 52 ausgestattet sind, um ein verdrehen der Geometrie Hülse 42, Schenkel 48 und Achse 14 zu verhindern.
  22. Schneeschieber nach einem der vorgehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Achse (14)14 des Stützwagens gebogen ist, und Bohrungen 50 angebracht sind, mit der das Führ.- und Bedienungsrohr (7)1 in der Höhe verstellt werden kann.
  23. Schneeschieber nach einem der vorgehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Achse des Stützwagens (13)51 mit zwei leichten Kunststoffräder mit Luftreifen ausgestattet ist.
  24. Schneeschieber nach einem der vorgehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Verlängerung der U-Profilschienen (10)53 der Kehreinrichtung mit seitlich je zwei Laschen ( 20) durch einsetzen von Schrauben oder Bolzen 55 beweglich, und somit hochklappbar ist, und Besen wie ( 9)29 eingesetzt werden können.
  25. Schneeschieber nach einem der vorgehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Verlängerungen der U-Profilschiene (19)53 mit einen Schiebeverschluß (18) mit Klemmutter 62 von Hand, ohne Werkzeug fest arretiert, und wieder gelöst werden kann.
  26. Schneeschieber nach einem der vorgehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Räumschildaussenkanten (5)68 mit einer Randverstärkung versehen sein können.
  27. Schneeschieber nach einem der vorgehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Bedienung des Teleskoprohres von rechtsseitig auf linksseitig umrüstbar ist.
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