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Dokumentenidentifikation DE102004011274A1 29.09.2005
Titel Vorrichtung zur Befestigung von Vorsatzteilen an optischen Geräten
Anmelder Carl Zeiss Jena GmbH, 07745 Jena, DE
Erfinder Faulstich, Andreas, Dr., 76228 Karlsruhe, DE;
Herbst, Georg, 37085 Göttingen, DE;
Fahlbusch, Ingo, 37077 Göttingen, DE
DE-Anmeldedatum 09.03.2004
DE-Aktenzeichen 102004011274
Offenlegungstag 29.09.2005
Veröffentlichungstag im Patentblatt 29.09.2005
IPC-Hauptklasse G02B 7/00
IPC-Nebenklasse G03B 11/00   G03B 17/56   
Zusammenfassung Die vorliegende Erfindung betrifft eine Lösung zur lösbaren, sicheren Befestigung von Zubehörteilen, wie Filter, Blenden oder Kappen an optischen Geräten.
Bei der erfindungsgemäßen Vorrichtung zur Befestigung von Vorsatzteilen an optischen Geräten, insbesondere an Objektiven, verfügt das Objektiv (5) an seiner Außenfläche (6) über mindestens eine Ringnut (9), in die mindestens drei, vorzugsweise gleichmäßig über den Umfang verteilte, Federelemente, die an der Innenfläche (3) der ringförmig ausgebildeten Vorsatzteile (4) angeordnet sind, eingreifen, so dass das Vorsatzteil (4) am Objektiv (5) fixiert, drehbar und bezüglich der optischen Achse (15) zentriert ist.
Mit der vorgeschlagenen Lösung können unterschiedlichste Vorsatzteile, mit oder ohne optische Wirkung, an optischen Geräten drehbar und bezüglich der optischen Achse zentriert arretiert werden. Durch die vorteilhafte, verschleißarme Gestaltung der Federelemente wird stets eine zentrierte, sichere Befestigung von Vorsatzteilen gesichert.

Beschreibung[de]

Die vorliegende Erfindung betrifft eine Lösung zur lösbaren, sicheren Befestigung von Zubehörteilen, wie Filter, Blenden oder Kappen an optischen Geräten, insbesondere Objektiven.

Nach dem Stand der Technik sind eine Reihe von unterschiedlichen Lösungen zur Befestigung derartiger Vorsatzteile an Objektiven bekannt.

In der CH 373 636 wird beispielsweise eine Einrichtung zum Anschluss von Vorsatzteilen an ein Objektiv beschrieben. Die Filter, Vorsatzlinsen o. dgl. werden durch Magnetwirkung am Objektiv fixiert, wobei ein spezieller Adapterring verwendet wird, der über einen permanentmagnetischen Ring verfügt und über einen Gewindeanschluss mit dem Objektiv verbunden wird.

In der DE 87 13 573 U1 und der GB 2 286 252 A werden Vorrichtungen zum Halten von Vorsatzlinsen, Filtern u. dgl. vor Objektiven beschrieben. Die am Objektiv zu befestigenden Vorrichtungen dienen der Aufnahme beliebig ausgebildeter optischer Hilfsmittel. Da die Befestigung am Objekt über ein Gewinde erfolgt, sind diese Vorrichtungen nur für Objektive geeignet, die über ein entsprechendes, sogenanntes Filtergewinde verfügen. Aufgrund eines eingeschränkten Platzangebotes zwischen Mikroskopobjektive und -tisch ist eine derartige Lösung für Mikroskopobjektive kaum anwendbar.

Der in der DE 31 08 118 A1 beschriebene Schutzdeckel für das Objektiv eines Zielfernrohres wird durch eine Klemmvorrichtung befestigt. Der auf das Objektiv des Zielfernrohres aufschiebbare oder festklemmbare Klemmring verfügt über einen schwenkbaren Hebel an dem der eigentliche Schutzdeckel befestigt ist. Der schwenkbare Schutzdeckel lässt sich in Raststellungen arretieren, so dass der Schutzdeckel ständig am Zielfernrohr verbleiben kann.

In einer weiteren einfachen technischen Variante zur Befestigung von Deckeln, Kappen, Filtern u. ä. werden die Fassungen dieser Bauteile mit axial, unmittelbar nebeneinander verlaufenden Schlitzen versehen. Die dadurch entstehenden Segmente dienen bei entsprechender Vorspannung als Federelemente zur Fixierung der Deckel, Kappen, Filter u. ä., wobei die Fixierung nicht zentrisch erfolgt.

Der vorliegenden Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde eine Lösung zur Befestigung von Vorsatzteilen an Objektiven zu entwickeln, die eine schnelle, sichere, störunanfällige und verschleißarme definierte Arretierung ermöglicht.

Erfindungsgemäß wird die Aufgabe durch die Merkmale der unabhängigen Ansprüche gelöst. Bevorzugte Weiterbildungen und Ausgestaltungen sind Gegenstand der abhängigen Ansprüche.

Bei der vorgeschlagenen Vorrichtung zur Befestigung von Vorsatzteilen an Objektiven verfügt das Objektiv an seiner Außenfläche über mindestens eine Ringnut, in die mindestens drei, gleichmäßig über den Umfang verteilte Federelemente, die an der Innenfläche der ringförmig ausgebildeten Vorsatzteile angeordnet sind, eingreifen, so dass das Vorsatzteil am Objektiv fixiert, drehbar und bezüglich der optischen Achse zentriert ist.

Obwohl die Vorrichtung zur Befestigung von Vorsatzteilen insbesondere an Objektiven vorgesehen ist, ist ein Einsatz für Objektive fotografischer oder auch anderer abbildender optischer Geräte möglich.

Die Erfindung wird nachfolgend anhand zweier Ausführungsbeispielen näher beschrieben.

Dazu zeigen die Zeichnungen Schnittdarstellungen von Vorsatzteilen im montierten und unmontierten Zustand, wobei in

1: durch einen Ring verbundene Federbügel und in

2: federnd gelagerte Kugeln als Federelemente verwendet werden.

Bei der vorgeschlagenen Vorrichtung zur Befestigung von Vorsatzteilen an optischen Geräten, insbesondere Objektiven verfügt das Objektiv an seiner Außenfläche über mindestens eine Ringnut, in die mindestens drei, vorzugsweise gleichmäßig über den Umfang verteilte Federelemente, die an der Innenfläche der ringförmig ausgebildeten Vorsatzteile angeordnet sind, eingreifen, so dass das Vorsatzteil am Objektiv fixiert, drehbar und bezüglich der optischen Achse zentriert ist. Um die Vorsatzteile in unterschiedlichen Abständen fixieren zu können, kann das Objektiv an seiner Außenfläche auch über mehrere Ringnuten erfügen.

In einer vorteilhaften Ausgestaltung verfügt/verfügen die Ringnut(en) über Vertiefungen, in die die Federelemente bei drehender Bewegung einrasten können, um eine definierten Positionierung der Vorsatzteile in ein oder mehreren Stellungen zu ermöglichen. Dabei sind die Vertiefungen zweckmäßiger Weise so angeordnet, dass vorzugsweise alle Federelemente gleichzeitig einrasten können. Um eine exakte zentrierte Fixierung zu gewährleisten ist ein Einrasten von mindestens drei, gleichmäßig über den Umfang verteilte Federelemente erforderlich.

Das beschriebene Vorsatzteil kann dabei sowohl als ein einzelnes optisches Bauelement, oder als Haltevorrichtung zur Aufnahme verschiedenartig ausgebildeter, auch mehrerer optischer Bauelement, als auch als Adapter zur Befestigung optischer Bauelemente mit anderen Befestigungssystemen ausgebildet sein.

1 zeigt eine erste Ausgestaltungsvariante. Hierbei sind gleichmäßig über den Umfang verteilten Federbügel 1 durch einen Ring 2 verbunden, der an der Innenfläche 3 des ringförmig ausgebildeten Vorsatzteiles 4 angeordnet ist, so dass die Federbügel 1 in radialer Richtung frei federnd sind. Das Objektiv 5 verfügt dazu an seiner Außenfläche 6 über mindestens eine Ringnut 9, in die die Federbügel 1 eingreifen. Um die Vorsatzteile 4 in unterschiedlichen Abständen fixieren zu können, können auch mehrere Ringnuten 9 vorgesehen sein.

Der die Federbügel 1 verbindende Ring 2 verfügt vorzugsweise über Hilfsmittel die formschlüssig in eine an der Innenfläche 3 des Vorsatzteiles 4 vorhandene Vertiefung einrasten können und eine sichere Verbindung gewährleisten. Im Ausführungsbeispiel verfügt der die Federbügel 1 verbindende Ring 2 über nach außen weisende Vorsprünge 7, die in eine an der Innenfläche 3 des Vorsatzteiles 4 vorhandene Ringnut 8 eingreift.

Die in 2 dargestellte Ausgestaltungsvariante sieht die Verwendung federnd gelagerte Kugeln 10 als Federelemente vor. Die federnd gelagerten Kugeln 10 sind vorzugsweise gleichmäßig über den Umfang verteilt und in radial ausgerichteten Bohrungen 11 des Vorsatzteiles 4 angeordnet. Die Bohrung 11 sind so ausgebildet, dass die an der Innenfläche 3 des Vorsatzteiles 4 vorhandenen Durchbrüche einen geringeren Durchmesser aufweisen als der Durchmesser der Kugeln 10. Die Kugeln 10 werden von ebenfalls in den, von der Außenfläche des Vorsatzteiles 4 mit einem Stopfen 12 verschlossenen, Bohrungen 11 angeordneten Federn 13 mit einer radial nach innen gerichteten Federkraft beaufschlagt. Die Stopfen 12 sind vorteilhaft so ausgeführt, dass sie gleichzeitig als Führung für die in den Bohrungen 11 angeordneten Federn 13 dienen. Das Verschließen der Bohrungen 11 mit den Stopfen 12 kann dabei durch Presspassung, Kleben o. ä. erfolgen. Es ist aber auch möglich die Bohrungen 11 und Stopfen 12 mit entsprechendem Gewinde zu versehen.

Das Objektiv 5 verfügt hierbei ebenfalls an seiner Außenfläche 6 über mindestens eine Ringnut, in die die federnd gelagerten Kugeln 10 eingreifen.

Um die Vorsatzteile 4 in unterschiedlichen Abständen fixieren zu können, können auch mehrere Ringnuten vorgesehen sein.

In den 1 und 2 ist als Vorsatzteil 4 eine Antireflex-Kappe dargestellt, die über eine Quarzglasplatte 14 verfügt, die zur Vermeidung von Reflexionen schräg zur optischen Achse 15 des Objektivs 5 angeordnet ist.

Die bei der vorgeschlagenen Vorrichtung an Objektiven 5 zu befestigenden Vorsatzteilen 4 können dabei sowohl Abdeck- oder Schutzkappen, als auch Kappen zur Erzeugung unterschiedlichster optischer Wirkungen, wie beispielsweise Blenden und Filter sein. Weiterhin sind aber auch Kappen mit Justierhilfen, wie Strichplatten oder Fadenkreuze, die beleuchtet oder unbeleuchtet sein können, vorteilhaft realisierbar. Denkbar ist auch eine Kappe mit einem Deckglas, welches plan auf dem Objektiv aufliegen sollte und dadurch die gleiche Wirkung wie ein auf einem Objekt aufliegenden Deckglas gewährleisten kann.

Mit der vorgeschlagenen technischen Lösung können unterschiedlichste Vorsatzteile, mit oder ohne optische Wirkung, an Objektiven auf einfache Art mit und ohne Raststellungen befestigt werden. Die zu befestigten Vorsatzteile werden dabei durch sicheres Arretieren gehalten. Verfügt das Objektiv über mehrere Ringnuten, so können Vorsatzteile in verschiedenen Abständen zum Linsensystem des Objektivs arretiert werden. Dies ist insbesondere bei Vorsatzteile mit Blenden von Vorteil. Für Vorsatzteile mit Justierhilfen oder beispielsweise Polarisationsfiltern ist zu gewährleisten, dass ein definiertes Drehen möglich ist. Dies wird durch die vorgeschlagene Lösung gesichert. Die in die Ringnut eingreifenden Federelemente ermöglichen ein einfaches Drehen der Vorsatzteile. Durch zusätzliche in den Ringnuten vorhandene Vertiefungen, in die die Federelemente bei drehender Bewegung einrasten können, ist sogar eine definierte Positionierung der Vorsatzteile in ein oder mehreren Stellungen möglich. Durch die vorteilhafte, verschleißarme Gestaltung der Federelemente wird stets eine zentrierte, sichere Befestigung der Vorsatzteilen gesichert.


Anspruch[de]
  1. Vorrichtung zur Befestigung von Vorsatzteilen an optischen Geräten, bei der das optische Gerät an seiner vorzugsweise zylindrischen Außenfläche über mindestens eine Ringnut verfügt, in die mindestens drei, vorzugsweise gleichmäßig über den Umfang verteilte Federelemente, die an der Innenfläche der ringförmig ausgebildeten Vorsatzteile angeordnet sind, eingreifen, so dass das Vorsatzteil am optischen Gerät fixiert, drehbar und zentriert ist.
  2. Vorrichtung zur Befestigung von Vorsatzteilen an Objektiven, bei der das Objektiv (5) an seiner Außenfläche (6) über mindestens eine Ringnut (9) verfügt, in die mindestens drei, vorzugsweise gleichmäßig über den Umfang verteilte Federelemente, die an der Innenfläche (3) der ringförmig ausgebildeten Vorsatzteile (4) angeordnet sind, eingreifen, so dass das Vorsatzteil (4) am Objektiv (5) fixiert, drehbar und bezüglich der optischen Achse (15) zentriert ist.
  3. Vorrichtung nach Anspruch 2, bei der das Objektiv (5) an seiner Außenfläche (6) über mehrere Ringnuten (9) erfügt, so dass Vorsatzteile (4) in unterschiedlichen Abständen fixiert werden können.
  4. Vorrichtung nach mindestens einem der Ansprüche 2 bis 3, bei der die Ringnuten) (9) über Vertiefungen verfügen, in die die Federlemente bei radialer Bewegung einrasten können, um eine definierten Positionierung der Vorsatzteile (4) zu ermöglichen, wobei die Vertiefungen so angeordnet sind, dass vorzugsweise alle Federlemente gleichzeitig einrasten können.
  5. Vorrichtung nach mindestens einem der vorgenannten Ansprüche, bei der das Vorsatzteil (4) als Haltevorrichtung zur Aufnahme verschiedenartig ausgebildeter, auch mehrerer optischer Bauteile ausgebildet sein kann.
  6. Vorrichtung nach mindestens einem der vorgenannten Ansprüche, bei der das Vorsatzteil (4) als Adapter zur Befestigung optischer Bauteile mit anderen Befestigungssystemen ausgebildet sein kann.
  7. Vorrichtung nach mindestens einem der Ansprüche 2 bis 6, bei der als Federelemente durch einen Ring (2) verbundene Federbügel (1) verwendet werden, die an der Innenfläche (3) der ringförmig ausgebildeten Vorsatzteile (4) angeordnet ist, so dass die Federbügel (1) in radialer Richtung frei federnd sind.
  8. Vorrichtung nach Anspruch 7, bei der die Federbügel (1) verbindende Ring (2) formschlüssig in eine an der Innenfläche (3) der Vorsatzteile (4) vorhandnen Vertiefung einrasten kann.
  9. Vorrichtung nach mindestens einem der Ansprüche 2 bis 6, bei der als Federelemente federnd gelagerte Kugeln (10) verwendet werden, die in gleichmäßig über den Umfang verteilte, radial ausgerichtete Bohrungen (11) im Vorsatzteil (4) angeordnet sind, wobei die Bohrung (11) so ausgebildet ist, dass die an der Innenfläche (3) des Vorsatzteiles (4) vorhandenen Durchbrüche einen geringeren Durchmesser aufweisen als der Durchmesser der Kugeln (10), und bei der die Kugeln (10) von ebenfalls in den, von der Außenfläche des Vorsatzteiles (4) mit Stopfen (12) verschlossenen, Bohrungen (11) angeordneten Federn (13) mit einer radial nach innen gerichteten Federkraft beaufschlagt werden.
Es folgen 2 Blatt Zeichnungen






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