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Entkoppelelement zum Verbinden von Rohrleitungen für Abgasanlagen - Dokument DE102004011584A1
 
PatentDe  


Dokumentenidentifikation DE102004011584A1 29.09.2005
Titel Entkoppelelement zum Verbinden von Rohrleitungen für Abgasanlagen
Anmelder AUDI AG, 85057 Ingolstadt, DE
Erfinder Kosanke, Detlef, 85049 Ingolstadt, DE;
Bukovics, Jürgen, 85101 Lenting, DE
DE-Anmeldedatum 10.03.2004
DE-Aktenzeichen 102004011584
Offenlegungstag 29.09.2005
Veröffentlichungstag im Patentblatt 29.09.2005
IPC-Hauptklasse F16L 27/11
IPC-Nebenklasse F01N 7/08   
Zusammenfassung Ein rohrförmiges Entkoppelelement mit verbessertem Schwingungsdämpfungsverhalten bei guter lateraler und angularer Entkopplung zur Verbindung von Rohrleitungen, insbesondere für Abgasanlagen von Verbrennungsmotoren in Kraftfahrzeugen, mit einem flexiblen Mantelteil und mit mindestens einem Schwingungsdämpfungselement, wobei das Schwingungsdämpfungselement im den Strömungsquerschnitt bildenden Innern des Mantelteils angeordnet ist und ein quer zu seiner Längserstreckung eine elastische Eigensteifigkeit aufweisendes Federelement aufweist.

Beschreibung[de]

Die vorliegende Erfindung betrifft ein rohrförmiges Entkoppelelement zur Verbindung von Rohrleitungen, insbesondere für Abgasanlagen von Verbrennungsmotoren in Kraftfahrzeugen, mit einem flexiblen Mantelteil und mit mindestens einem Schwingungsdämpfungselement.

Entkoppelelemente mit flexiblem Mantelteil zum Verbinden von Rohrleitungen und mit Schwingungsdämpfungselementen sind bekannt, wobei abhängig von der Art des Leitungssystems vielfältige Ausführungen derartiger Verbindungen verwendet werden.

So ist z.B. in DE 40 34 055 A1 eine flexible Verbindung für Abgasleitungen von Verbrennungsmotoren beschrieben, die ein Wellrohr umfasst. Das Wellrohr ist von einem Geflechtsschlauch aus Metalldraht umgeben; der mit den Wellrohrenden verbunden ist. Zur Schwingungsdämpfung weist die flexible Verbindung ein mit Abstand zur Außenseite des Geflechtsschlauchs angeordnetes Dämpfungsglied auf, das als Federanordnung in Form von Schraubendruckfedern oder Bügelfedern ausgebildet ist.

Die Patentschrift DE 25 60 039 B1 beschreibt ebenfalls ein flexibles Verbindungsstück für Abgasleitungen von Brennkraftmaschinen, dass ein Wellrohr mit Anschlussstutzen an seinen Enden umfasst, wobei die Stutzen außen mittels eines blattfederartigen Stegs miteinander verbunden sind.

Im US-Patent US 5,299,837 wird eine Vorrichtung zum Verbinden von Teilen einer Abgasanlage, insbesondere Auspuffteilen eines Kraftfahrzeugs, beschrieben. Dabei werden Rohrteile der Abgasanlage mittels eines Wellrohrs verbunden, an dessen Enden Flansche angebracht sind, an denen auf der Außenseite des Wellrohrs Metallfedern angeordnet sind.

Die Patentschrift DE 195 48 340 C1 beschreibt eine Ansaugluftleitung für einen Verbrennungsmotor. Die von einem Ladeluftkühler und einem Verbrennungsmotor kommenden Rohre werden mittels eines Faltenschlauchs verbunden, der an seinen Enden mit Klemmschellen an den Rohren befestigt wird. Die Klemmschellen weisen Haken auf, an denen, zum Faltenschlauch beabstandet, elastische Gummiringe eingehakt sind. Die elastischen Mittel werden an den Elementen der Klemmschellen eingehängt und außenseitig am Faltenschlauch vorbeigeführt. Durch diese Verbindung der Rohre wird vermieden, dass pulsierende Ladedruckkräfte oder Vibrationen des Motors auf die Fahrzeugkarosserie übertragen werden.

Die Offenlegungsschrift DE 40 09 215 A1 zeigt eine Gelenkverbindung für Rohre, die als Verbindungselement ein Wellrohrstück umfasst. Die Rohre werden ineinander gesteckt und mittels Flanschen verbunden, die zwischen sich elastische Kissen aufweisen und mittels Halteklammern aufeinander zu gespannt werden.

Die zuvor beschriebenen Entkoppelelemente für die Leitungssysteme weisen meist unterschiedliche schwingungstechnische Entkopplungseigenschaften der verbundenen Leitungen (Rohre) in lateraler, angularer und axialer Richtung auf. Ziel ist es insbesondere Resonanzüberhöhungen bei kleiner Bauform zu vermeiden, da Schwingungen mit großer Amplitude z.B. bei Abgasanlagen von Kraftwagen über die Aufhängepunkte auf die Karosserie übertragen werden.

Es ist deshalb die Aufgabe der vorliegenden Erfindung ein verbessertes Entkopplungselement zum Verbinden von Rohrleitungen anzugeben, insbesondere für Abgasleitungssysteme von Verbrennungsmotoren in Kraftfahrzeugen, welches die genannten Nachteile verringert oder beseitigt.

Erfindungsgemäß wird die Aufgabe durch ein eingangs genanntes Entkoppelelement gelöst, wobei das Schwingungsdämpfungselement im den Strömungsquerschnitt bildenden Innern des Mantelteils angeordnet ist und ein quer zu seiner Längserstreckung eine elastische Eigensteifigkeit aufweisendes Federelement aufweist.

Hierdurch ergibt sich eine kleinere Baugröße des erfindungsgemäßen Entkoppelelements, da äußere Schwingungsdämpfungselemente und ihre etwaigen äußeren Haltevorrichtungen komplett entfallen können. Trotz maximaler kompakter Baugröße des erfindungsgemäßen Entkoppelelements, ergibt sich zu der maximalen Zahl von Biegefreiheitsgraden vorteilhaft zusätzlich, dass sich, bis es zu einer Mantelberührung durch das Schwingungsdämpfungselement kommt, auch starke Biegungen (kleine Biegeradien) realisieren lassen. Bei den bekannten, außen befindlichen Federelementen werden die Biegeradien des Entkoppelelements sehr schnell durch die Anordnung der Federelemente limitiert, da diese dann den Mantel berühren und daher einer weiteren Verbiegung entgegenwirken. Im Inneren bietet ein erfindungsgemäßes Entkoppelelement in der Regel genügend Raum, um ein ein Federelement umfassendes Schwingungsdämpfungselement so anzubringen, dass dieses bei Schwingungen und/oder Verbiegungen die inneren Mantelflächen nicht berührt. Sollen die gleichen Verbiegungen mit außen liegenden Elementen ohne Berührung des Mantels möglich sein, so müssen diese zur Mantelfläche sehr weit beabstandet angeordnet werden (wenn keine Biegefreiheitsgrade verloren gehen sollen), was einen zusätzlichen Raumbedarf für das Entkoppelelement erfordert, wobei ein außenliegendes Federelement sowieso wesentlich mehr Raum beansprucht als bei der erfindungsgemäßen Konstruktion notwendig ist. Dies ist insbesondere bei Abgasanlagen für Kraftfahrzeuge nachteilig, da dort im Allgemeinen der Raum aufgrund der immer umfangreicheren Ausstattungen sehr begrenzt ist.

Durch das erfindungsgemäße Entkoppelelement ergibt sich ferner der Vorteil, dass es hinsichtlich seiner räumlichen Biegefreiheitsgrade bzw. seiner Flexibilität maximale Freiheit hat. Anders als bei Anordnung eines Federelements außerhalb des Mantels ergibt sich aufgrund der zentralen oder relativ zentralen Lage in Bezug auf den Querschnitt kaum Unterschiede in bestimmten Raumrichtungen einer Schwingung oder Ausbiegung. Dies ist insbesondere bei symmetrischen Entkoppelelementen, wie z.B. einem linearen Wellrohr, sofort klar. Um das gleiche Biegeverhalten mit äußeren Schwingungsdämpfungselementen oder Federelementen zu erhalten, sind in der Regel mehrere, über den Umfang verteilt angeordnete Elemente notwendig. Dies bedeutet überdies im Allgemeinen ein anderes Dämpfungsverhalten hinsichtlich der Schwingungsdämpfung. Ferner ist bei den bekannten Entkoppelelementen ein erhöhter Fertigungs- und Montageaufwand erforderlich, wodurch sie sich verteuern. Das erfindungsgemäße Entkoppelelement weist insbesondere bezüglich lateraler und angularer Entkopplung bessere Eigenschaften auf, als ein mit einem äußeren Federelement bestücktes Entkoppelelement.

Ein weiterer Vorteil bei innen angeordnetem Federelement ist, dass das Entkoppelelement weniger stark den Umwelteinflüssen ausgesetzt ist, und dass es, z.B. bei Abgasanlagen von Kraftfahrzeugen, aufgrund von Fahrbahnbeschaffenheit oder sich auf der Fahrbahn befindenden Gegenstände weniger anfällig für Beschädigungen ist.

Ferner kann beim erfindungsgemäßen Entkoppelelement das Federelement im Allgemeinen seine Federeigenschaften besser zur Geltung bringen, da das Federelement im Inneren (wie oben ausgeführt) mehr Raum und unbehinderte Raumrichtungen zur Entfaltung seiner Federwirkung zur Verfügung hat, als dies bei außenseitiger Anordnung der Fall ist. Davon profitiert das erfindungsgemäße Entkoppelelement insbesondere bei lateralen und angularen Auslenkungen, die aufgrund der elastischen Eigensteifigkeit des Federelements ebenfalls gedämpft sind.

In einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung ist das Federelement in seiner Längserstreckung unelastisch ausgebildet. Damit wird in dieser Richtung eine hohe Steifigkeit des Entkoppelelements erzielt, wobei eine gute angulare und laterale Entkopplung aufgrund der elastischen Eigensteifigkeit des Federelements quer zur Längserstreckungsrichtung gewährleistet ist.

In einer weiteren vorzugsweisen Ausführungsform des erfindungsgemäßen Entkoppelelements ist das Federelement mit Abstand zur Innenwand des Mantelteils angeordnet. Das Entkoppeieiement kann allgemein in Strömungsrichtung eine beliebige Form aufweisen, so z.B. linear rohrförmig wie ein lineares Wellrohr, es kann aber auch vorgebogen sein, sodass es bereits Biegeradien, insbesondere auch bei dem Federelement, aufweist, wenn keine äußeren Kräfte an ihm angreifen. Durch den Abstand des Federelements zur Innenwand des Mantelteils lassen sich, wie oben bereits ausgeführt, vergleichsweise starke Biegungen aus der Grundstellung ausführen, ohne das das Federelement die Innenwand berührt. Gleiches ist auch für bogenförmige Entkoppelelemente erzielt, indem das Federelement und/oder das Schwingungsdämpfungselement dieselbe vorgebogene Form wie das Mantelteil hat. Hierbei ist insbesondere die elastische Eigensteifigkeit des Federelements von Vorteil, die es erlaubt, dem Federelement etwa die Form des Strömungsverlaufs im Mantelteil zu geben, bzw. die Form einer durch das Mantelteil verlaufenden Bahn, ohne dabei die Innenwand zu berühren. Allgemein kann das Schwingungsdämpfungselement und/oder das Federelement entlang einer beliebigen, durch das Mantelteil verlaufenden Bahn angeordnet sein. Dabei können diese Bauteile im Inneren durch Stützelemente zur Innenwand beabstandet angebracht sein.

Bei weiteren bevorzugten Ausgestaltungen der Erfindung ist das Federelement einendig axial starr oder beidendig axial starr mit dem Mantelteil verbunden. Eine derartige Verbindung kann z.B. mittels geeigneter Stützelemente erzeugt werden, die sowohl mit dem Mantelteil als auch mit dem Federelement starr oder dämpfend verbunden sind. Dadurch ergeben sich unterschiedliche Eigenschaften in axialer Richtung, sodass Schwingungen in dieser Richtung entsprechend stark bedämpft werden.

In anderen vorzugsweisen Ausführungsformen des erfindungsgemäßen Entkoppelelements ist das Federelement einendig oder beidendig axial verlagerbar mit dem Mantelteil verbunden. Dies kann ebenfalls mittels am Mantelteil befestigter Stützelemente erreicht werden, in denen das Federelement z.B. mittels eines Lagers axial geführt ist. In einer vorzugsweisen Ausführungsform ist die Verlagerbarkeit in Richtung auf die Mittelzone des rohrförmigen Entkopplungselements, wobei in entgegengesetzter Richtung eine starre Befestigung des Federelements am Mantelteil vorliegt. Dadurch wird für das erfindungsgemäße Entkoppelteil eine maximale axiale Länge festgelegt. Ebenso kann für das erfindungsgemäße Entkoppelelement eine minimale axiale Länge festgelegt werden, indem in einer weiteren vorzugsweisen Erfindungsausgestaltung die starre Befestigung in Richtung auf die Mittelzone des rohrförmigen Entkoppelelements besteht und in entgegengesetzter Richtung die Verlängerbarkeit des Federelements zum Mantelteil vorliegt. Die unterschiedlichen Befestigungsarten führen zu unterschiedlichen Feder- und/oder Dämpfungseigenschaften.

Eine weitere Ausführungsform des erfindungsgemäßen Entkoppelelements weist im Inneren mindestens einen Einsatz zur Befestigung oder zur Führung des Federelements auf. Dabei ist die Führung so ausgestaltet, dass sie einer Gasströmung einen nur unwesentlichen Widerstand entgegengesetzt. Mittels solcher Einsätze oder Führungen werden, wie bereits oben erwähnt, Stützelemente für das Federelement gebildet, um das Federelement zu halten, zu führen, dämpfend zu führen und/oder zu befestigen und um bevorzugt eine Beabstandung des Federelements zur Innenwand zu gewährleisten. Dies ist bei entsprechender Ausgestaltung auch vorteilhaft, um mögliche Schwingungen des Federelements in Richtung seiner elastischen Steifigkeit zu begrenzen und etwaige Resonanzfrequenzen in unkritische Frequenzbereiche zu verlagern.

Das Federelement kann beim erfindungsgemäßen Entkoppelelement als Federstange oder Federdraht ausgebildet sein, wobei der Verlauf des Federelements dann vorzugsweise dem Verlauf des Mantelteils und/oder dem Verlauf der Gasströmung folgt. Dies kann, wie schon erwähnt, bei vorgebogenen Entkoppelelementen ebenfalls durch Vorbiegen des Federelements erzielt werden, aber auch durch Verbiegen von Mantelteil und Federelement aus einer Grundstellung heraus. Im ersten Falle weist das Federelement bei Abwesenheit von Biegekräften keine Lateralspannung auf, d.h. es liegt keine Spannung lateral zum Verlauf des Entkoppelelements oder der Gasströmung vor. Im zweiten Fall ist das Federelement bezüglich dieser Richtung/Richtungen vorgespannt.

Ferner kann ein aus Federdraht bestehendes Federelement beim erfindungsgemäßen Entkoppelelement als Federwendel ausgebildet sein. Allgemein kann das Federelement aus Federstahl hergestellt sein.

Es können vorzugsweise auch mehrere Schwingungsdämpfungselemente im den Strömungsquerschnitt bildenden Inneren des Mantelteils angeordnet sein. Bei diesen Ausführungsformen mit mehreren Federelementen, können die Merkmale der weiter oben beschriebenen speziellen Ausführungsformen ebenfalls vorteilhaft verwendet werden. Ferner kann wenigstens ein Schwingungsdämpfungselement und/oder wenigstens ein Federelement wenigstens teilweise in koaxialer Lage mit dem Mantelteil angeordnet sein. Eine seitliche, von der koaxialen Lage abweichende Anordnung der Elemente ist ebenfalls möglich. Unter „koaxial" soll allgemein eine Anordnung entlang der Mittellinie in Strömungsrichtung des rohrförmigen Entkoppelelements verstanden werden. Eine seitliche Anordnung des Federelements kann vorteilhaft sein, wenn eine bezüglich der Mittellinie des Entkoppelelements unsymmetrische Biegebelastung zu erwarten ist. So kann z.B. dann in die dem Federelement bezüglich der Mittellinie gegenüberliegende Richtung stärker gebogen werden als in die andere Richtung, bis das Federelement zur Anlage an der Innenwand kommt.

Die Erfindung wird nun anhand der nachfolgenden Ausführungsbeispiele mittels der Figuren näher beschrieben. Dabei zeigen:

1a , 1b eine schematische Darstellung eines erfindungsgemäßen Entkoppelelements in Seitenansicht (Teilschnitt) und in Vorderansicht und

2a bis 2c schematische Darstellungen verschieden gelagerter Federelemente eines Entkoppelelements.

1 zeigt ein Entkoppelelements 100 in linearer rohrförmiger Ausführung mit einem flexiblen Mantelteil z.B. bestehend aus einem Geflecht 1, das einen Balg oder ein Wellrohr 3 von außen umgibt und einen Inliner 2, der den Balg von innen ummantelt. An den Stirnseiten sind Anschlussflansche 4, 4a zum Anschließen von nicht dargestellten Rohren vorgesehen, um diese Rohre zu verbinden und schwingungstechnisch zu entkoppeln. Die Befestigung der Rohre erfolgt mittels Rohrschellen, alternativ auch durch Schweißen oder Löten, an den Flanschen 4, 4a. Die Flansche 4, 4a bilden Einsätze aus, die als Stützelemente zum Halten eines ein Federelement 10 bildenden Schwingungsdämpfungselements dienen, das im Innenbereich 6 des Mantelteils angeordnet ist. Zum Halten des Federelements 10 sind Radialstege 4c an den Flanschen 4, 4a vorgesehen. Die Bewegungspfeile 7 und 8 geben schematisch die Entkopplungsrichtungen an, die zu einer Schwingungsdämpfung führen. Das Entkopplungselement kann also in lateraler Richtung 8 und ebenso in angularer Richtung 7 stark entkoppeln, da es in diese Richtungen flexibel ist. Durch das Anbringen des eine elastische Eigensteifigkeit quer zu seiner Längsrichtung aufweisenden Federelements 10 im Mantelinneren innerhalb des Strömungsquerschnitts, ergeben sich für das Entkoppelelement verschiedene Kennlinienmöglichkeiten, insbesondere in Abhängigkeit der Befestigungsarten. In 1 ist angenommen, dass das Entkoppelelement 100 in axialer Richtung sehr wenig entkoppelt, also ein vergleichsweise starres Verhalten relativ zu den anderen Richtungen 7, 8 aufweist. Dies ist dadurch erreicht, dass das Federelement 10 mit seinen beiden Enden fest mit den Flanschen 4, 4a verbunden ist. Die die Stützelemente bildenden Flansche 4, 4a sind mit dem Mantelteil fest verbunden. Das Federelement 10 verläuft koaxial zum Mantelteil. Eine koaxiale Anordnung erlaubt vorteilhaft eine gleiche Auslenkung oder Biegung in alle von der axialen Richtung abweichende Richtungen, ohne das das Federelement 10 mit dem Inliner 2 des Entkoppelelements 100 in Kontakt kommt.

Alternativ kann das Federelement auch von der axialen Lage abweichend, z.B. parallel verschoben angeordnet sein. Dies ist z.B. dann von Vorteil, wenn das Entkoppelelement in eine Richtung sehr viel stärker gebogen wird als in andere Richtungen.

Die vorstehend erwähnte Befestigungsart ist schematisch in 2c dargestellt. Durch Verbindungsmittel 5 ist eine feste Verbindung des Federelements 10 mit den Flanschen 4, 4a geschaffen. Die kurzen Pfeile 40 und 41 symbolisieren eine sehr kleine axiale Elastizität des Entkoppelelements. Die mit den Flanschen 4, 4a fest verbunden Mantelteile 1, 2, 3 sind der Einfachheit halber nicht dargestellt.

In 2a sind die fest mit dem Mantelteil 1, 2, 3 verbundenen Flansche 4, 4a nicht axial fest mit dem Federelement 10 verbunden, wie in 1 oder 2c, sondern an einem Ende axial verlagerbar. Durch mindestens einen äußeren Anschlag 10a am Federelement 10, der bei Dehnungsbeanspruchung des Entkoppelelements 100 die Bewegung in einer Richtung durch Anlage am Flansch 4a begrenzt, kann sich das flexible Mantelteil 1, 2, 3 -vom Flansch 4 aus betrachtet- in Richtung auf die Mittenzone bewegen, wobei in entgegengesetzter Richtung eine nahezu starre Verbindung der Stirnseiten des Entkoppelelements gegeben ist. Die Pfeile 20 und 21 symbolisieren die unterschiedliche axiale Verformbarkeit des Entkoppelelements.

Vom Flansch 4 aus betrachtet kann sich in 2b das flexible Mantelteil 1, 2, 3, bedingt durch den inneren Anschlag 9, nicht in Richtung der Mittelzone bewegen. Dagegen kann es sich in die umgekehrte Richtung bewegen. Wird das Entkoppelelement also axial beaufschlagt, so ergibt sich in einer Richtung eine starre Verbindung und in der anderen Richtung eine Verlagerbarkeit, die in Abhängigkeit von der Ausbildung der Führung auch gedämpft, also schwingungsberuhigend, erfolgen kann. Die Pfeile 30 und 31 symbolisieren auch hier die axiale Verformbarkeit. Es sei darauf hingewiesen, dass auch die axiale Federsteifigkeit durch Dämpfungselemente eingestellt werden kann.

In 2 nicht dargestellt sind die Möglichkeiten, dass das Federelement einendig starr und z.B. am anderen Ende verlagerbar mit dem Mantelteil verbunden ist. Die einendig starre Verbindung kann z.B. mittels einer festen Verbindung des Federelements 10 und des Einsatzes 4 erreicht werden. Das andere Ende kann verlagerbar sein, z.B. durch geeignete axiale Lagerung -auch Dämpflagerung- des Federelements.

Ferner können links und/oder rechts eines Einsatzes oder beider Einsätze Anschläge 9, 10a mit axialem Spiel angebracht sein, sodass die maximale Dehnung bzw. Stauchung des Entkoppelelements vorgegeben werden kann.

Durch gelagerte und/oder starre oder fest verbundene Ausbildung von Federelement 10 und Einsätze 4 ergibt sich ein unterschiedliches Dämpfungsverhalten des Entkoppelelements mit den daran angeschlossenen Rohren.

100Entkoppelelement 1Geflecht 2Inliner 3Balg oder Wellrohr 4Einsatz, Stützelement, Flansch 4aEinsatz, Stützelement, Flansch 5Verbindungsmittel 6Innenbereich 7angulare Bewegung 8laterale Bewegung 9Anschlag 10Federelement, Schwingungsdämpfungselement 10aAnschlag 21Pfeil 20Pfeil 31Pfeil 30Pfeil 40Pfeil 41Pfeil

Anspruch[de]
  1. Rohrförmiges Entkoppelelement (100) zur Verbindung von Rohrleitungen, insbesondere für Abgasanlagen von Verbrennungsmotoren in Kraftfahrzeugen, mit einem flexiblen Mantelteil (1, 2, 3) und mit mindestens einem Schwingungsdämpfungselement, dadurch gekennzeichnet, dass das Schwingungsdämpfungselement im den Strömungsquerschnitt bildenden Innern des Mantelteils (1, 2, 3) angeordnet ist und ein quer zu seiner Längserstreckung eine elastische Eigensteifigkeit aufweisendes Federelement (10) aufweist.
  2. Entkoppelelement nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Federelement (10) in seiner Längserstreckung unelastisch ausgebildet ist.
  3. Entkoppelelement nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Federelement (10) mit Abstand zur Innenwand (2) des Mantelteils (1, 2, 3) angeordnet ist.
  4. Entkoppelelement nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Federelement (10) einendig axial starr mit dem Mantelteil (1, 2, 3) verbunden ist.
  5. Entkoppelelement nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Federelement (10) beidendig axial starr mit dem Mantelteil (1, 2, 3) verbunden ist.
  6. Entkoppelelement nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Federelement einendig axial verlagerbar mit dem Mantelteil verbunden ist.
  7. Entkoppelelement nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Federelement (10) beidendig axial verlagerbar mit dem Mantelteil (1, 2, 3) verbunden ist.
  8. Entkoppelelement nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Verlagerbarkeit in Richtung auf die Mittelzone des rohrförmigen Entkoppelelements (100) besteht, und dass in entgegengesetzter Richtung die starre Befestigung des Federelements (10) am Mantelteil (1, 2, 3) vorliegt.
  9. Entkoppelelement nach einem der vorhergehenden Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass die starre Befestigung in Richtung auf die Mittelzone des rohrförmigen Entkoppelelements (100) besteht und dass in entgegengesetzter Richtung die Verlagerbarkeit des Federelements (10) zum Mantelteil vorliegt.
  10. Entkoppelelement nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass mindestens ein im Innern des Entkoppelelements (100) angeordneter Einsatz (4, 4a, 4c) zur Befestigung und/oder Führung des Federelements (10) vorgesehen ist.
  11. Entkoppelelement nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Federelement (10) als Federstange oder Federdraht ausgebildet ist.
  12. Entkoppelelement nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Federdraht eine Federwendel bildet.
  13. Entkoppelelement nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Federelement (10) aus Federstahl besteht.
  14. Entkoppelelement nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass mehrere Federelemente (10) im Inneren des Mantelteils (1, 2, 3) vorgesehen sind.
  15. Entkoppelelement nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Federelement (10) koaxial im Entkoppelelement (100) angeordnet ist.
Es folgt ein Blatt Zeichnungen






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