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Dokumentenidentifikation DE202004020480U1 29.09.2005
Titel Jalousieeinheit
Anmelder Fennel GmbH & Co KG, 32549 Bad Oeynhausen, DE
Vertreter Busse & Busse Patentanwälte, 49084 Osnabrück
DE-Aktenzeichen 202004020480
Date of advertisement in the Patentblatt (Patent Gazette) 29.09.2005
Registration date 25.08.2005
Application date from patent application 05.02.2004
File number of patent application claimed 10 2004 005 781.8
IPC-Hauptklasse A47B 96/20

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft eine Jalousieeinheit zur Nach- oder Ausrüstung eines Möbels.

Möbel weisen oft offene Einschubfächer oder offene Ablagen zur Aufnahme von verschiedenen Gegenständen auf. Es ist häufig erwünscht, diese offenen Ablagen oder Einschubfächer zur verschließen, wofür es bereits bekannt ist, in das Möbelstück Jalousien zu integrieren.

Diese Jalousien müssen speziell an das Möbelstück angepaßt werden und laufen, wie in der DE 299 17 513 U1 beschrieben, in gesondert in das Möbelstück einzufräsende Nuten. In diese Nuten müssen paßgenau Profile zur Führung der Jalousie eingelegt und befestigt werden. Weiterhin muß die Jalousie genau in die Führungsprofile eingepaßt werden, was ein großes Maß an Genauigkeit erfordert. Solche Arbeiten können nur von Fachpersonal durchgeführt werden, was zeit- und kostenintensiv ist. Zusätzlich sind solche Jalousien mit beispielsweise einer aufwendigen Aufroll- oder Abrollmechanik versehen, die die gesamte Konstruktion weiter verkompliziert.

Es ist außerdem bekannt, komplette Jalousienmodule, die lediglich in ein Möbelstück passend eingeschoben werden müssen, zu fertigen, um so Möbel nachträglich oder auch vor der Auslieferung an den Endabnehmer mit einem Rollo bzw. einer Jalousie auszustatten. Diese bislang bekannten Jalousiemodule weisen Seitenwände auf, die mit Hilfe von die Jalousie führenden oder auch tragenden Wellen miteinander verbunden sind. Die Jalousie ist also zwischen diesen Seitenwänden befindlich und lediglich von diesen beiden Seiten her geschützt.

Hieraus ergibt sich eine geringere Breite der Jalousie, die dementsprechend nicht in Nuten der Seitenwände des Möbels geführt werden kann. Stattdessen weisen solche Einschubmodule für Jalousien ein Führungsprofil aus Aluminium auf, das jeweils auf die Vorderseiten der Seitenwände aufgebracht werden muß. Um die Vorderseiten der Seitenwände vollständig abzudecken, sollte sich dieses Führungsprofil über die Gesamthöhe der Konstruktion erstrecken, womit sich wiederum große Probleme mit der Einführung der Jalousie in das Profil ergeben. Das Profil wird entweder so geschnitten, daß zurückbleibende Schnittkanten den Gesamteindruck beschädigen oder muß ebenfalls von Fachpersonal angepaßt werden. Ein solches Jalousiemodul ist am Markt bislang ohne Erfolg geblieben.

Es ist somit Aufgabe der vorliegenden Erfindung, die bisherigen Jalousiemodule für die Nach- oder Ausrüstung von Möbeln zu verbessern und insbesondere ein Jalousiemodul zu schaffen, welches leicht montierbar ist.

Die Aufgabe wird gelöst durch eine Vorrichtung gemäß Anspruch 1. Weitere vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung ergeben sich aus den Unteransprüchen.

Eine erfindungsgemäße Jalousieeinheit nach dem Oberbegriff des Anspruchs 1 weist eine Jalousieführung auf, welche an der Vorderseite eines Möbels anzubringen und zweiteilig ausgebildet ist. Ein Teil dieser Führungsschiene ist ein Deckprofil, welches auf einem zweiten Teil der Jalousieführung, einem Aufnahmeprofil, lösbar festzulegen ist. Dieses Aufnahmeprofil selbst weist einen in die Öffnung des Möbels hineinragenden Führungskörper zur Anlage der Jalousie auf. Außerdem deckt das Deckprofil zumindest teilweise eine Durchtrittsöffnung ab, durch die die Jalousie in die vom Deckprofil und Aufnahmeschiene gebildete Jalousieführung gelangt.

Durch die Zweiteilung der seitlich der Öffnung auf dem Möbel aufzubringenden Teile der Jalousieführung vereinfacht sich die Montage eines Jalousiemoduls auf erhebliche Weise. Nach dem Einschub des Jalousiemoduls in das hierfür vorgesehene Fach eines Möbels und der Anbringung des Aufnahmeprofils auf den Vorderseiten der Seitenwände seitlich der zu verschließenden Öffnung läßt sich die Jalousie auf den einen Teil der Jalousieführung ausbildenden Führungskörper des Aufnahmeprofils auflegen und muß nicht umständlich in die komplett fertig montierte Führungsschiene eingefädelt werden. Der Führungskörper des Aufnahmeprofils begrenzt somit die Bewegung der Jalousie in das Möbel hinein. Anschließend muß nur noch das Deckprofil der Jalousieführung über die Gesamthöhe der Konstruktion auf dem Aufnahmeprofil lösbar festgelegt werden. Das Deckprofil begrenzt somit die Bewegung der Jalousie in den vor dem Möbel befindlichen Raum. Damit ist die Jalousieführung komplett ausgebildet und eine einfach und ohne Fachkenntnis zu montierende Jalousieeinheit geschaffen.

Statt einer Steckverbindung zwischen Aufnahmeprofil und Führungsprofil, bei der durch Druckbeaufschlagung die Verbindung hergestellt werden kann, ist es auch denkbar, anders wirkende, lösbare Verbindungen zu realisieren. Hierbei könnte es sich um beispielsweise Schraubverbindung magnetische Verbindungen oder auch Klettverbindungen handeln.

Da sich das Deckprofil über die gesamte Höhe der Seitenwand erstreckt, kommt es nicht zur Ausbildung von den Gesamteindruck beschädigenden Schnittkanten, die teilweise im Stand der Technik zur Einbringung der Jalousie in die Führungsschiene notwendig waren.

Bei einer vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung ragt der Führungskörper des Aufnahmeprofils bis auf Höhe des Jalousiemoduls in die Öffnung hinein. Dieses bringt zwei weitere Vorteile mit sich. Zum einen ist das Jalousiemodul gegen unbeabsichtigtes Herausnehmen oder Herausfallen aus dem vorgesehenen Einschubfach gesichert, zum anderen bildet der Führungskörper des Aufnahmeprofils mit den gegebenenfalls bereits in den Modulwänden vorhandenen Teilen der Jalousieführung einen in etwa durchgängigen Bereich zur Führung der Jalousie aus, was eine noch einfachere Montage ermöglicht.

Bei einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung ist die überwiegende Zahl der Elemente des Jalousiemoduls durch Steck- oder Schubverbindungen bzw. Klemmverbindungen lösbar aneinander festgelegt. Durch diese Modulbauweise wird erreicht, daß der Transport eines noch nicht in ein Möbel eingesetzten Jalousiemoduls erheblich erleichtert wird, da die einzelnen Elemente des Jalousiemoduls platzsparend zusammengelegt und dann erst beim Endanwender zusammengesetzt werden können. Dieses führt zu für den Endanwender kostengünstigeren Produkten. Außerdem ist es so auf einfache Art und Weise möglich, schadhafte Teile zu ersetzen.

Weitere Vorteile und Einzelheiten einer erfindungsgemäßen Jalousieeinheit können der nachfolgenden Beschreibung sowie den schematischen Darstellungen entnommen werden. In den Zeichnungen zeigt:

1 eine erfindungsgemäße Jalousieeinheit inklusive Möbel,

2 eine Perspektivdarstellung der Jalousieeinheit nach 1 ohne Führungsschienen,

3 einen Längsschnitt der Jalousieeinheit nach 1, entlang der Linie III – III

4 einen ähnlichen Längsschnitt einer weiteren erfindungsgemäßen Jalousieeinheit,

5 einen teilweisen Längsschnitt durch eine Jalousieeinheit nach 4, entlang der Linie V – V,

6 eine ähnliche Abbildung wie 5 mit einer weiteren neben der ersten Jalousieeinheit befindlichen weiteren Jalousieeinheit,

7 einen Teil einer Steckverbindung zur Befestigung eines Modulelementes,

8 eine teilweise Vorderansicht des Möbels mit Aufnahmeprofilen,

9 einen Auschnitt einer in ein Möbel eingesetzten Jalousieeinheit.

Eine Ausführungsform einer erfindungsgemäßen Jalousieeinheit 1 kann gemäß der Pfeile 2 in einen Möbelkorpus 3 eingesetzt, bzw. dort angebracht werden. Insgesamt weist die Jalousieeinheit 1 zwei Jalousieführungen 4 auf, die jeweils aus einem Aufnahmeprofil 6 und einem Deckprofil 7 bestehen. Die Jalousieführungen 4 dienen zur Aufnahme der Jalousie 8 und werden auf den Seitenrändern 9 des Möbelkorpus angebracht. Durch Abrollen der Jalousie 8 wird die zwischen den Seitenrändern 9 befindliche Öffnung 11 des Möbelkorpus geschlossen. Die Jalousie 8 befindet sich in Offenstellung der Jalousieeinheit 1 im wesentlichen aufgerollt innerhalb des Jalousiemoduls 12, welches in 2 näher erläutert wird.

Die in diesem Ausführungsbeispiel abgebildete Form eines Jalousiemoduls 12 weist zwei Modulelemente 13 auf, von denen eins das Jalousiemoduls 12 nach oben hin und eins nach unten hin begrenzt. Die so als Ober- bzw. Unterboden ausgebildeten Modulelemente 13 verbinden die beiden Modulwände 14, von denen in der hier gezeigten Darstellung lediglich eine sichtbar ist. Am unteren Ende der Jalousie 8 befindet sich eine in die Jalousie 8 integrierte Griffleiste 16, die sich vorteilhafterweise der Farbgebung und der Form der Jalousie 8 anpaßt. In eingebautem Zustand wird der Einblick in das Jalousiemodul 1 durch eine vordere Abdeckleiste 17 verhindert. Durch die beiden Modulelemente 13 ist das Jalousiemodul sicher und stabil ausgebildet.

Um einen sicheren Sitz des Jalousiemoduls 12 in dem Möbelkörper 3 zu gewährleisten, ragt ein Führungskörper 15 des Aufnahmeprofils 6 bis auf Höhe des Jalousiemoduls 12 in die Öffnung 11 hinein (8). Außerdem ist das Aufnahmeprofil 6 über die gesamte Höhe des Seitenrands 9 festgelegt, was zusätzlich einen sicheren Sitz des Deckprofils 7 gewährleistet und im Bereich des Einschubmoduls 12 auch der Führung der Jalousie 8 dienen kann.

Die vordere Abdeckleiste 17 ist bei diesem Ausführungsbeispiel an dem als oberer Boden ausgebildeten Modulelement 13 angebracht (2), wobei die Breite der Abdeckleiste 17 fast der Gesamtbreite des Jalousiemoduls 12 entspricht. Der Rest der Gesamtbreite wird durch die nach oben hin bis zum Rand das Jalousiemoduls 12 reichenden Deckprofile 7 bedeckt, die dadurch ebenfalls einen Schutz vor dem Herausrutschen des Jalousiemoduls aus dem Einschubpfad gewährleisten können.

Es versteht sich, daß die einzelnen Seitenteile des Jalousiemoduls 12, also Modulwände oder Ober- und Unterböden aus verschiedenen Werkstoffen 14 gefertigt werden können. So ist es denkbar, daß die Seitenwände beispielsweise aus Kunststoff bestehen, während der Ober- oder Unterboden aus beispielsweise Holz oder einem Verbundmaterial bestehen kann. Auch Metallelemente aus z.B. Aluminium sind denkbar und liegen im Rahmen der Erfindung.

Vorteilhafterweise ist das Modulelement 13 zur einfachen (De-) Montage über Steckverbindungen 18 lösbar an den Modulwänden 14 festgelegt. So läßt sich das Modulelement 13 einfach vom Jalousiemodul 12 abnehmen oder auch beispielsweise entgegen der Richtung des Pfeils 2 aus 1 verschieben, womit sich die lichte Weite zwischen der vorderen Abdeckleiste 17 und der Jalousie 8 verändert. Dieses ist insbesondere dann von Vorteil, wenn der Möbelkorpus 3 tiefer ist als das Jalousiemodul 12 und somit der vordere Abschluß des Möbels mit der Jalousieeinheit 1 hergestellt werden kann.

Bei der in 3 dargestellten Ausführungsform einer Jalousieeinheit ist die Jalousie 8 auf einer Trägerwelle 19 im Inneren des Jalousiemoduls 12 in offenem oder teilweise geöffnetem Zustand aufgewickelt. Zur ebenfalls einfachen (De-) Montage der Trägerwelle 19 ist diese auf beiden Seiten mit ihrem hier nicht mehr dargestellten Kern lösbar in schlüssellochförmigen Öffnungen 21 der Modulwände 14 lösbar festgelegt. Diese Befestigung wird durch ein Hintergreifen der Öffnung 21 von innen heraus durch den Kern der Trägerwelle 19 erreicht. Aufgrund der Schwerkraft verbleibt der Kern der Trägerwelle 19 in der schlüssellochförmigen Öffnung 21, kann aber bei Bedarf herausgenommen werden.

Zum Abrollen des Rollos bzw. der Jalousie 8, welches mittels Hoch- oder Herunterziehens der Griffleiste 16 in Richtung der Pfeile 22 bzw. 23 bewirkt wird, läuft die Jalousie 8 über eine Umlenkrolle 24. Diese Umlenkrolle 24 ist mit einer nicht näher erläuterten Aufrollmechanik 25 versehen, die das Hoch- oder Herunterziehen der Jalousie 8 unterstützt. Zusätzliche Schaumstoffringe 30 sorgen für eine gute Verbindung von Umlenkrolle 24 und Jalousie 8.

Statt der Festlegung des oberen Modulelements 13 mit Hilfe von Steckverbindungen 18 ist es natürlich auch denkbar, die Modulwände 14 mit Hilfe von Dübeln permanent mit den Modulelementen 13 zu verbinden. Dieses dient dann der weiteren Erhöhung der Stabilität der gesamten Konstruktion.

Falls für die Jalousieeinheit 1 ein Einschubfach mit lediglich geringer Tiefe zur Verfügung steht, so liegt es im Rahmen einer weiteren Ausbildung der Erfindung, die Jalousie 8 entlang von in den Modulwänden 14 vorhandenen Nuten 26 innerhalb des Jalousiemoduls 12 zu führen. Diese Nuten 26 führen die Jalousie 8 nicht schneckenförmig um lediglich eine Achse herum, sondern nutzen die gesamte Tiefe des Einschubfaches, um in diesem die Jalousie 8 in möglicherweise einer oder auch mehreren Schichten in der (auch teilweisen) Geschlossenstellung aufzubewahren. In der hier in 4 dargestellten Ausführungsform der Erfindung ist lediglich ein Teil der sich in der Geschlossenstellung befindenden Jalousie 8 dargestellt zwecks besserer Kenntlichmachung der Nut 26.

Die überwiegend links und rechts entlang der in der Geschlossenstellung befindlichen Jalousie 8 angeordneten Jalousieführungen 4 sind zweckmäßigerweise spiegelsymetrisch ausgebildet, je nach dem auf welcher Seite der Jalousie 8 sie sich befinden. Während die Aufnahmeprofile 6 mit Hilfe von beispielsweise Gewindeschrauben 29 am Möbelkorpus 3 befestigt sind, sind die Deckprofile 7 bei diesem Ausführungsbeispiel anschließend lediglich nur noch aufzustecken. Sollte es aufgrund von langem Gebrauch oder unverhältnismäßiger Krafteinwirkung auf das Jalousiemodul 21 zu beispielsweise Störungen der Betriebsfähigkeit der gesamten Einheit kommen, können die Deckprofile 7 einfach abgezogen werden, woraufhin die Jalousie 8 angehoben werden kann und das Innere des Jalousiemoduls einsehbar und eingreifbar ist.

Das Aufnahmeprofil 6 der Führungsschiene 4, weist bei diesem Ausführungsbeispiel einer erfindungsgemäßen Jalousieeinheit 1 einen in die Öffnung 11 des Möbels hineinragenden Führungskörper 15 zur Anlage der Jalousie 8 auf. Hierdurch wird verhindert, daß die Jalousie 8, deren Breite etwas geringer ist als die Breite der Öffnung 11, in den Körper des Möbels eindringt. Das Deckprofil 7 hingegen verhindert ein Eindringen der Jalousie 8 in den vor dem Möbel befindlichen Raum und legt zusammen mit dem Aufnahmeprofil 6 die Jalousie 8 in einer Ebene fest, die in etwa der Öffnung 11 des Möbels entspricht.

Der in 7 dargestellte Teil einer Steckverbindung 18 weist einen Grundkörper 31 auf, der in eine entsprechende Öffnung der Modulwände 14 gebracht wird und dort mit Hilfe einer Befestigungsnase 32 festgeklemmt ist. Diese Befestigungsnase 32 sitzt auf einem Bereich 33 des Grundkörpers 31, der aufgrund einer entsprechenden Materialwahl (beispielsweise Kunststoff) und einer entsprechenden Ausnehmung 34 in Vertikalrichtung 35 flexibel ist. Seitlich vom Grundkörper 31 abgehend befindet sich ein Bodensteg 37, der bei diesem Ausführungsbeispiel einen Winkel von in etwa 90° zum Grundkörper 31 ausbildet.

An den Bodensteg 37 ist an dem dem Grundkörper 31 entgegengesetzten Ende wiederum ein Seitensteg 38 angesetzt, welcher ebenfalls einen 90° Winkel zum Seitensteg ausbildet. Somit steht der Seitensteg 38 in etwa parallel zum Grundkörper 31 und bildet einen Bereich aus, in den das komplementäre Teil der Steckverbindung 18, welches an dem Modulelement 13 angeordnet ist, eingeschoben werden kann. Zur Befestigung des komplementären Teils ist an den Seitensteg 38 an dessen oberen Ende ein hakenförmiger Vorsprung 39 angebracht. Diese wird in der Figurenebene von oben aus betrachtet von dem komplementären Teil der Steckverbindung 18 hintergriffen. Die Abmessungen der beiden Teile der Steckverbindung sind wie in den 3 und 4 ersichtlich dergestalt gewählt, daß sie eine lösbare aber sicher sitzende Verbindung zwischen den Modulwänden 14 und dem Modulelement 13 bewirken.

Das Deckprofil 7 (5, 6) weist wenigstens eine Lasche 40 auf, die eine am Aufnahmeprofil 6 befindliche Anformung 41 hintergreift, um somit auf diesem festgelegt zu werden. Zumindest eines der beiden Elemente, Lasche 40 oder Anformung 41 sind biegsam ausgebildet, damit bei Druckbeaufschlagung in eine Richtung senkrecht zur Öffnungsebene das Deckprofil 7 entweder auf das Aufnahmeprofil 6 aufgedrückt oder andersherum abgenommen werden kann. Die Biegsamkeit dieser beiden Elemente wird entweder durch eine geeignete Materialwahl, z.B. Kunststoff oder auch durch andere Elemente, wie beispielsweise Federsysteme gewährleistet.

In vielen Möbeln sind häufig mehrere vertikale Einschubfächer nebeneinander angeordnet, welche durch genau eine Seitenwand getrennt sind. Es liegt daher im Rahmen dieser Erfindung, eine Jalousieführung 4 so auszubilden, daß sie auf einer Seitenwand festgelegt wird, die zwei nebeneinander befindliche Jalousiemodule trennt. Eine solche Jalousieführung 4 weist zwei Führungen auf, die jeweils in entgegengesetzter Richtung in die Öffnungsebenen der beiden zu schließenden Möbel hineinragen. Bei diesem Ausführungsbeispiel (6) ist das Aufnahmeprofil 6, welches auf der zwischen den beiden Jalousiemodulen 12 befindlichen Seitenwand aufgebracht wird, spiegelbildlich bezüglich einer Ebene durch die Seitenwand ausgebildet. Gleiches gilt für das Deckprofil 7. Damit weist dieser Teil der Jalousieführung 4 also zwei sich in entgegengesetzter Richtung in die Öffnungen 11 erstreckende Führungskörper 15 des Aufnahmeprofils 6, sowie ebenfalls zwei in jeweils die gleichen Richtungen ausgebildete Deckprofile 7 auf.

Sowohl die Jalousieführungen 4, die lediglich auf einer Seite eine Jalousie 8 aufweisen, als auch die Jalousieführungen 4, die auf beiden Seiten Jalousien 8 aufweisen, bilden jeweils mit der Jalousie 8 einen kleinen Freiraum 42 aus. Dieser ermöglicht das leichte Aufstecken der vorn befindlichen Führungsprofile 7, welche bei zu breiter Ausbildung der Jalousie 8 bzw. zu breiter Ausbildung der Aufnahmeprofile 6 nur schwierig aufgesteckt werden könnten. Dieses würde zu einem Festklemmen und demzufolge einer schlechten Bewegbarkeit der Jalousie 8 führen. Um ein möglichst geräuschloses Hoch- und Runterziehen der Jalousie 8 zu gewährleisten, ist es zusätzlich vorgesehen, die Jalousieführungen 4 abzupolstern. Dieses kann z.B. mit Hilfe von Stoffbeschlägen oder polsterähnlichen Aufbringungen durchgeführt werden. Gleiches gilt auch für die im Jalousiemodul 12 befindlichen Führungen, z.B. die Nuten 26.

Der in der 9 dargestellte Ausschnitt einer Jalousieeinheit zeigt das in einen Möbelkorpus 3 eingeschobene Jalousiemodul 12, welches von einem Führungskörper 15 des Aufnahmeprofils 6 am Herausfallen gehindert ist. Sowohl der Führungskörper 15 als auch die von einem hier nicht näher dargestellten Deckprofil 7 zumindest teilweise zu hintergreifenden Anformungen 41 bilden mit den Führungswänden 43 der Modulwände 14 und dem Deckprofil 7 eine nahezu geschlossene Jalousieführung 4 aus. Nachdem das Aufnahmeprofil 6, wie in 9 gezeigt, auf dem Möbelkorpus 3 festgelegt ist, muß lediglich die Jalousie 8 ein Stück aus dem Jalousiemodul 12 herausgezogen werden, um somit auf jeden Fall bereits in der Führung 4 der Jalousieeinheit 1 zu sitzen. Noch einfacher ist es, das Deckprofil 7 einfach aufzusetzen, um anschließend die Jalousie 8 quasi automatisch durch einfaches Herunterziehen entlang der fast kontinuierlichen und durch die Führungswände 43 und den Führungskörper 15 gebildete Führungsfläche in die Jalousieführung 4 einzubringen. Somit bilden bei diesem Ausführungsbeispiel einer erfindungsgemäßen Jalousieeinheit 1, das Deckprofil 7 und das Aufnahmeprofil 6 im oberen Bereich des Führungskörper 15 einen Durchtrittsbereich zur Einführung der Jalousie 8 in die Jalousieführung 4 aus


Anspruch[de]
  1. Jalousieeinheit zur Nach- oder Ausrüstung eines mit einer zu schließenden Öffnung (11) versehenen Möbels, mit einem in das Möbel einschiebbaren Jalousiemodul (12) und einer aus einer Offenstellung in eine zumindest teilweise Geschlossenstellung bewegbaren Jalousie (8), sowie auf zwei Seiten der Öffnung (11) angeordneten Jalousieführungen, dadurch gekennzeichnet, daß die Jalousieführungen (4) jeweils ein Aufnahmeprofil (6) und ein auf dem Aufnahmeprofil (6) lösbar festlegbares Deckprofil (7) besitzen, wobei die Aufnahmeprofile (6) einen in die Öffnung (11) des Möbels hineinragenden Führungskörper (15) zur Anlage der Jalousie (8) aufweisen und eine Jalousieführung (4) im Bereich eines Aufnahmeprofils (6) einen von einem Deckprofil (7) zumindest teilweise abdeckbaren Durchtrittsbereich zur Einführung der Jalousie (8) in die Jalousieführung (4) aufweist.
  2. Jalousieeinheit nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Führungskörper (15) des Aufnahmeprofils (6) bis auf Höhe des Jalousiemoduls (12) in die Öffnung (11) hineinragt.
  3. Jalousieeinheit nach einem der Ansprüche 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Aufnahmeprofile (6) über die gesamte Höhe der zu verschließenden Öffnung (11) an den Seiten festgelegt sind.
  4. Jalousieeinheit nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß das Aufnahmeprofil (6) mit zumindest einer vom Deckprofil (7) zumindest teilweise hintergreifbaren Anformung (41) zur Befestigung desselben versehen ist.
  5. Jalousieeinheit nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß das Deckprofil (6) zumindest eine Lasche (40) zur Befestigung am Aufnahmeprofil (6) aufweist.
  6. Jalousieeinheit nach einem der Ansprüche 4 oder 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Anformung (41) des Aufnahmeprofils (6) und/oder die Lasche (40) des Deckprofils (7) biegsam ausgebildet ist/sind.
  7. Jalousieeinheit nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß eine Jalousieführung (4) mit der Jalousie (8) einen Freiraum (42) für die Bewegung einer Lasche (40) des Deckprofils (7) und/oder einer Anformung (41) des Aufnahmeprofils (6) während des Aufbringens des Deckprofils (7) auf das Aufnahmeprofil (6) ausbildet.
  8. Jalousieeinheit nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß eine Jalousieführung (4) zwei Führungsbereiche für zwei nebeneinander befindliche und durch eine Seitenwand getrennte Jalousien (8) ausbildet.
  9. Jalousieeinheit nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß die lichte Weite zwischen Jalousie (8) und einer vorderen Abdeckleiste (17) durch Positionierung derselben variierbar ist.
  10. Jalousieeinheit nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, daß die überwiegende Zahl der Elemente des Jalousiemoduls (1) durch Steck- oder Klemmverbindungen (18) lösbar aneinander festgelegt sind.
  11. Jalousieeinheit nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, daß ein Teil der Jalousie (8) als Griffleiste (16) ausgebildet ist.
  12. Jalousieeinheit nach einem der Ansprüche 1 bis 11, gekennzeichnet durch zumindest ein Befestigungselement zur Festlegung des Jalousiemoduls (1) in dem Möbel.
  13. Möbel mit einer zu schließenden Öffnung (11), gekennzeichnet durch eine Jalousieeinheit (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 12.
Es folgen 9 Blatt Zeichnungen






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