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Dokumentenidentifikation DE202005006550U1 29.09.2005
Titel Informations- und Werbeträger
Anmelder Martin, Frank, 42929 Wermelskirchen, DE
Vertreter Patentanwälte Dr. Sturies Eichler Füssel, 42289 Wuppertal
DE-Aktenzeichen 202005006550
Date of advertisement in the Patentblatt (Patent Gazette) 29.09.2005
Registration date 25.08.2005
Application date from patent application 22.04.2005
IPC-Hauptklasse G09F 23/00
IPC-Nebenklasse G09F 15/00   

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft einen gewerblichen säulenartigen Informations- und/oder Werbeträger, mit einem an einem Sockel befestigten, aufblasbaren Balon aus vorwiegend luftdichtem, vorzugsweise bedruckbarem oder bedrucktem Gewebe, dessen Innenraum kommunizierend mit der Druckseite einer Luftfördervorrichtung verbunden und von dieser mit Druckluft beaufschlagbar ist.

Derartige Informations- und/oder Werbeträger weisen gegenüber ortsfest aufgestellten Litfassäulen den Vorteil auf, dass sie ein sehr niedriges Gewicht haben, somit leicht zu transportieren sind und in äußerst kurzer Zeit an praktisch allen beliebigen Standorten zum Einsatz gebracht werden können.

Nachteilig bei den bekannten Werbeträgern ist jedoch die unveränderlich vorgegebene Größe und Form des aufgeblasenen Ballons, so dass die Aufmerksamkeit der anzusprechenden Personenkreise angesichts der Vielzahl und Allgegenwart von Werbeträgern nicht in höchstmöglichem Maß geweckt wird.

Der vorliegenden Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, den bekannten Informations- und/oder Werbeträger so zu verbessern, daß die Aufmerksamkeit des Verkehrs für den Werbeträger erhöht wird.

Erfindungsgemäß wird diese Aufgabe dadurch gelöst, dass die vertikale Längserstreckung des unter Druckluft stehenden Ballons in aufgeblasenem Zustand mittels einer an der Ballonhülle angreifenden Rückstellvorrichtung zwischen einer maximalen und einer minimalen Höhe veränderbar ist.

So können auf einfache Weise die Höhe und das Aussehen bzw. das Erscheinungsbild des Werbeträgers kontinuierlich, diskontinuier-lich, periodisch oder aperiodisch verändert werden. Die Höhenveränderung kann zu einem wahrnehmbaren Bewegungseffekt führen. Durch den Bewegungseffekt wird die Aufmerksamkeit des Verkehrs für den Werbeträger deutlich erhöht.

Wesentlich für die Erfindung ist daher, daß die Höhe des unter Druckluft stehenden Ballons durch eine geeignete und nach Möglichkeit unsichtbare Vorrichtung in vorbestimmter Gesetzmäßigkeit veränderbar ist.

Die Rückstellvorrichtung, z.B. in der Form eines Zugelements, greift daher zweckmäßigerweise im Inneren des Ballons an der Ballonhülle an.

wenn die Ballonhülle selbst aus einem undurchsichtigen, d.h. blickdichten, Gewebe besteht, bleibt so das Zugelement unsichtbar, so daß die Ursache für die Höhenveränderung der Ballonhülle nicht ersichtlich wird.

Der damit verbundene Überraschungseffekt wird die Aufmerksamkeit vorbeigehender Passanten erheblich erhöhen.

Da allerdings infolge der unsichtbar bleibenden Ursache der Auf- und Abwärtsbewegung der Ballonhülle die Neugier des Verbrauchers am Gegenstand vorliegender Erfindung gesteigert wird, erhöht sich auch die Aufmerksamkeit des Verbrauchers für die auf der Außenfläche der Ballonhülle angebrachte Werbemitteilung.

Die Auf- und Abwärtsbewegung der Ballonhülle erfolgt dabei mit dem Prinzip einer Einstülpbewegung, die von der Anbringungsstelle des Zugelements an der Ballonhülle aus beginnt und sich in Richtung des jeweiligen Weges des Zugelements fortsetzt, ohne daß das eingestülpte Ende der Ballonhülle sichtbar wird.

Von außen betrachtet behält die Ballonhülle dabei ihre Form, während lediglich die obere Deckfläche zunehmend nach innen gestülpt wird. Ist die Ballonhülle hoch genug, verändert sich am Erscheinungsbild der Ballonhülle mit der Einstülpbewegung lediglich die Höhe des sichtbaren oberen Randes des Außenmantels. Dabei kann die Höhenveränderung kontinuierlich, diskontinuierlich, periodisch auf- und abschwellend und auch aperiodisch vonstatten gehen.

Der aufblasbare Ballon und der Sockel zu seiner Befestigung können einen kreisförmigen Querschnitt aufweisen. Diese Formgebung bietet den Vorteil einer praktisch positionsunabhängigen Montage des Ballons am Sockel und einer bis auf die Höhe unveränderbaren Außenkanten des Ballons auch während der Höhenveränderung.

Zur Montage weist der Sockel zweckmäßigerweise eine umlaufende, tellerrandförmig nach oben aufgebogene Wulst auf, um welche das untere Ballonende herum gelegt werden kann. Durch ein am unteren Ballonende vorgesehenes vorzugsweise dauerelastisches Band, z. B. einen Gummizug, wird das untere Ballonende radial nach innen gezogen und legt sich so dicht an die Innenfläche der aufgebogenen Wulst an. Die tellerrandförmige Wulst befindet sich dabei vorzugsweise am oberen Ende des Sockels.

Durch diese einfache Montagemöglichkeit des Ballons ist ein Wechsel der Ballonhülle in wenigen Sekunden möglich.

Das Aufblasen bzw. Aufrichten des ballonförmigen Werbeträgers erfolgt nach der Befestigung des unteren Ballonendes z.B. mittels eines im Sockel angeordneten Gebläses, dessen Ausgang mit der an diesem Ende befindlichen Öffnung des Ballons kommunizierend verbunden ist.

Um nun die vertikale Längserstreckung des Ballons in aufgeblasenem Zustand verändern zu können, dient die Rückstellvorrichtung. Die Rückstellvorrichtung kann auf verschiedene Arten ausgebildet sein.

Denkbar wäre z.B. eine mit dem Ballonmaterial verbundene Spiralfeder, die sich unter dem Einfluß des sich innerhalb des Ballons aufbauenden Druckes streckt und auf diese Weise eine aufrechte Auf- und Abbewegung des Ballons zuläßt.

Mit abfallendem Druck wird sich diese Spiralfeder dann wieder aufwickeln und auf diese Weise den Ballon verkleinern.

Denkbar wäre auch, im Inneren der Ballonhülle, vorzugsweise am oberen Ende, ein Zugelement anzubringen, welches innerhalb der Ballonhülle nach unten geführt wird. Das Zugelement kann dann aus der unten offenen Ballonhülle herausgeführt und unterhalb der Ballonhülle einem Windenmechanismus zugeführt werden.

Denkbar wäre auch, am oberen Ende der Ballonhülle ein Gewicht anzubringen, dessen Gewichtskraft bei aufgeblasenem Ballon von dem Innendruck innerhalb der Ballonhülle wenigstens gerade kompensiert wird.

Sinkt der Innendruck ab, wird die Gewichtskraft zu dem vorerwähnten Einstülpen der Ballonhülle führen.

Von besonderem Vorteil ist allerdings die Verwendung eines Zugelements, welches mit seinem von der Ballonhülle abgewandten Ende auf eine motorisch antreibbare Haspel aufgewickelt wird.

Als Motor kann z.B. eine in einer Kammer drehbar gelagerte Spiralfeder dienen, deren anderes Ende fest mit der Haspel verbunden ist oder ein Elektromotor.

Diese Weiterbildung bietet den Vorteil der möglichen Ansteuerung des Motors über ein vorgegebenes Programm.

Bei beiden Ausführungsbeispielen läßt sich die Auf- und Abbewegung der Ballonhülle mit einfachen Mitteln so vorprogrammieren, daß die Aufmerksamkeit des Verbrauchers zusätzlich erhöht wird. Im Falle des Elektromotors durch Steuerung der angelegten Spannung. Im Falle der Spiralfeder, die infolge der drehbaren Lagerung in der Kammer über die gesamte aktive Länge eine konstante Kraft ausübt, durch Variation des Druckes im Ballon, z.B. durch Änderung der Drehzahl des Gebläsemotors.

Die hierzu erforderliche Haspel kann Bestandteil einer zugehörigen Winde sein.

Diese Winde kann im Inneren des Sockels angeordnet sein und besteht z.B. aus der Haspel, die in zwei Lagerblöcken gelagert sit, die auf einer Tragplatte befestigt sind.

Um ein Aufwickeln des eingestülpten Ballonendes auf die Haspel zu vermeiden, sollte die maximale vertikale Längserstreckung des Ballons nicht mehr als auf die Hälfte reduziert werden können.

Zur Befestigung des Zugelementes an der Ballonhülle dient beispielsweise eine am oberen Ballonende von innen befestigte Öse, mit der das Ende des Zugelementes lösbar verbunden werden kann.

Zum Aufblasen des Ballonkörpers muss in dessen Inneren ein gewisser Überdruck herrschen, der von einem Gebläse erzeugt werden kann. Zweckmäßigerweise wird zur Erzeugung des Überdrucks ein Radialgebläse eingesetzt, das über eine Ansaugöffnung im Sockelgehäuse mit Außenluft versorgt werden kann. Das Radialgebläse wird vorzugsweise deshalb verwendet, weil das Stufendruckverhältnis bei diesen Gebläsen etwa doppelt so hoch liegt wie bei einem Axialgebläse, so dass zur Erzeugung des erforderlichen Überdrucks eine geringere Drehzahl gewählt werden kann.

von besonderem Vorteil ist es, wenn die Drehzahl des Radialgebläses über ein entsprechendes Steuerungselement in Stufen oder stufenlos variiert werden kann. So ist es beispielsweise beim Aufblasen des Ballons möglich, kurzzeitig eine höhere Umdrehungszahl einzustellen, während bei aufgeblasenem Ballon die Drehzahl vermindert wird. Dadurch werden praktisch alle störenden Geräusche durch das laufende Gebläse vermieden.

Bei einer bevorzugten Ausführungsform weist der Sockel eine obere Platte auf, die einerseits zur Stabilität des gesamten Sokkelgehäuses beiträgt und andererseits zur Befestigung von Lampen dienen kann, mit deren Hilfe der Ballon von innen beleuchtet wird.

In dieser Platte sind Durchbrüche vorgesehen, um die vom Gebläse erzeugte Druckluft in das Balloninnere zu leiten. Zusätzlich dient ein mittiger Durchbruch zum Durchgriff des Zugelementes. Die auf der Oberseite der oberen Platte befestigten Leuchten tragen vorzugsweise ein durchbrochenes Schutzgitter, das eine Berührung zwischen der Ballonhülle und den heißen Lampen verhindert, wenn der Überdruck aus dem Balloninneren etwa zum Ende eines Benutzungszyklus reduziert wird.

Die innere Beleuchtung des Ballons ermöglicht aufgrund der Lichtdurchlässigkeit der Ballonhülle eine gute Erkennbarkeit der auf die Hülle aufgedruckten Information oder Werbung, wobei zusätzliche, die Aufmerksamkeit des Verkehrs steigernde Effekte dadurch erzeugt werden können, dass das Balloninnere mit unterschiedlichen oder wechselnden Lichtfarben ausgeleuchtet wird.

Auch ist es möglich, anstelle der Lampen beispielsweise einen Projektor auf die obere Platte aufzusetzen, der mittels geeigneter Linsen die gewünschten Informationen auf der Ballonhülle projiziert.

Neben den optischen Einrichtungen kann es zweckmäßig sein, wenn die Aufmerksamkeit des Publikums zusätzlich durch akustische Systeme erhöht wird. Dazu können im Inneren des Sockels Lautsprecher vorgesehen sein, die z. B. an der Unterseite der durchbrochenen oberen Platte befestigt werden können.

Um die elektrischen Verbraucher im Inneren des Sockels mit Strom versorgen zu können, ist ein Stromanschluß vorgesehen, der das Gehäuse des Sockels dicht durchgreift. Hierbei kann eine zentrale Stromzuführung mittels eines Verteilers zu den entsprechenden Verbrauchern geführt werden. Auch ist es möglich, mit Hilfe eines im Inneren des Sockels vorgesehenen Transformators Niederspannungsverbraucher zu betreiben.

Der Sockel weist an seiner Unterseite mehrere Standfüße auf, wobei es sich empfiehlt, die elektrischen Verbraucher bzw. Anschlüsse in einer vor Spritzwasser geschützten Ausführung einzusetzen, so dass die gesamte Vorrichtung auch im Freien verwendet werden kann.

Die Erfindung wird anhand der Zeichnungsfiguren im Einzelnen erläutert und veranschaulicht. Es zeigen:

1 eine schematische Schnittdarstellung durch den Sockel und einen an ihm befestigten Ballon mit reduzierter vertikaler Längserstreckung,

2 die Vorrichtung gemäß 1 mit maximaler Längserstreckung des Ballons und

3 eine Darstellung gemäß 1 und 2 mit minimaler vertikaler Längserstreckung des Ballons.

Sofern im folgenden nichts anderes gesagt ist, gilt die folgende Beschreibung stets für alle Figuren.

Die in 1 dargestellte Vorrichtung besteht aus einem Sockel 1, an dem ein aufblasbarer Ballon 2 aus einem im wesentlichen luftdichten Gewebe 3 befestigt ist. Der Ballon ist von geradzylindrischer Gestalt und unten am Sockelende offen. Der Ballon steht aufrecht.

Der Sockel 1 besteht aus einem Gehäuse 4 mit kreisförmigem Querschnitt, einer Bodenplatte 5 und einer oberen Platte 6. Das kreisförmige Gebläse ist von Vorteil bei einer Weiterbildung, bei welcher der Ballon sich zusätzlich um eine vertikale Drehachse drehen kann, d.h. drehend angetrieben ist.

Im Inneren des Sockels 1 befindet sich ein Radialgebläse 7, das über eine Ansaugöffnung 8 in der Bodenplatte 5 mit Außenluft versorgt wird. Die vom Gebläse 7 erzeugte Druckluft kann durch die Durchbrüche 9, 10 in der oberen Platte 6 ins Innere des Ballons 2 gelangen, so dass sich dieser aufgrund des erzeugten Überdrucks aufbläht. Die Ansaugung der Außenluft erfolgt zentral durch das Radialgebläse und ist – ebenso wie die Strömungsrichtung der erzeugten Druckluft – durch die verschiedenen Pfeile schematisch dargestellt.

Zur dichten Befestigung des Ballons 2 am Sockel 1 trägt die obere Platte 6 auf ihrer Oberseite einen Teller 11, dessen umfänglich umlaufender Rand 12 tellerrandförmig nach oben aufgebogen ist und eine Wulst 13 mit einem inneren Hohlraum 14 bildet. Der Hohlraum 14 wird nach unten von der Seitenwand 15 des Gehäuses 4 begrenzt.

Das untere Ende 16 des Ballons 2 ist nach innen eingerollt und trägt einen Gummi- oder Kordelzug 17, so dass das Gewebe 3 des Ballons 2 gegen die Innenfläche 18 des aufgebogenen Wulstes 13 angedrückt wird.

Im Inneren des Sockels 1 befindet sich weiterhin eine oberhalb des Radialgebläses 7 angeordnete Tragplatte 19, die zur Befestigung einer Seilwinde 20 dient. Die Seilwinde 20 besteht aus einer Windenhaspel 21, die in den Lagerböcken 22, 23 gelagert ist und mittels eines Elektromotors 24 angetrieben wird. Auf der Windenhaspel 21 ist ein Zugelement 25 in Form eines Seiles aufgewickelt, das die obere Platte 6 mittig durchgreift und mittels einer Öse 26 mit dem im aufgeblasenen Zustand oberen Ende des Ballongewebes 3 verbunden ist.

Je nach der auf der Windenhaspel 21 befindlichen Teillänge des Zugelements 25 stellt sich die vertikale Längserstreckung des Ballons 2 ein.

Die sich jeweils einstellende vertikale Längserstreckung des Ballons kann statisch und dynamisch beeinflußt werden.

Hierunter ist zu verstehen, daß z.B. mit einer vorbestimmt eingestellten aktuellen Länge des Zugelements 25 die hierzu korrespondierende vertikale Längserstreckung des Ballons festliegt.

Andererseits wird durch eine periodische, aperiodische oder stochastische Aufwickelbewegung der Windenhaspel 21 die aktuelle vertikale Längserstreckung des Ballons zu der Aufwickelbewegung korrespondierend verändert.

Die Höhe des Ballons folgt daher der Gesetzmäßigkeit, welche der Windenhaspel 21 durch den entsprechend steuerbaren Elektromotor 24 aufgeprägt ist.

Diese ständige Veränderbarkeit der Ballonhöhe erweckt eine bislang unerreichbare Aufmerksamkeit vorbeigehender Passanten, so daß der auf der Oberfläche der Ballonhülle aufgebrachten Werbeaussage folglich ebenfalls eine erhöhte Aufmerksamkeit geschenkt wird.

Auf der Oberseite des Tellers 11 befinden sich zwei übereinander liegende Platten 27, 28, wobei die Platte 28 zwei schematisch dargestellte Lampen 29, 30 trägt, mit deren Hilfe das Innere des Ballons 2 beleuchtet wird. Die Lampen 29, 30 sind jeweils mit einem Schutzgitter 31 ausgerüstet, so dass eine Berührung der nicht aufgeblasenen Ballonhülle mit den gegebenenfalls heißen Lampen 29, 30 verhindert wird.

Im Inneren des Sockels 1 befindet sich weiterhin ein Lautsprecher 32, der mit einem von außen zugänglichen Bedienungsgerät 33 verbunden ist. Wesentlich ist auch, daß der Lautsprecher einschließlich der zentralen Kalotte mittig gebohrt ist, damit das Zugelement 25 zentral an der – hier – kreiszylindrischen Ballonhülle angreifen kann.

Dabei wurde festgestellt, daß die zentrale Durchbohrung der Lautsprecherkalotte praktisch keinen hörbaren Qualitätsverlust der Lautsprecherabstrahlung hervorruft. Das Bedienungsgerät 33 sitzt luftdicht im Gehäuse 4 des Sockels 1. Bei dem Bedienungsgerät 33 handelt es sich beispielsweise um einen Verstärker mit Klangregelung, an dem ein Audio-Abspielgerät z.B. ein SD-Cardplayer, vorzugsweise im Mp3-Format angebracht ist.

Ein derartiger Player bietet den Vorteil, daß er rein auf elektronischer Basis, d.h. unmechanisch arbeitet. Weiterhin kann er unproblematisch entfernt werden.

Darüber hinaus läßt sich durch den einfachen Austausch unterschiedlicher SD-Cards die jeweils anzuwendende akustische Werbeinformation einfach verändern.

Auf der Bodenplatte 5 des Sockels 1 sitzt ein Stromverteiler 34, der über eine dicht durch das Gehäuse 4 geführte Anschlussleitung 35 mit elektrischer Energie versorgt werden kann.

Der Stromverteiler 34 beinhaltet zusätzlich auch Steuerungsmodule sowohl für den Motor des Radialgebläses 7 als auch für den Motor 24 der Windenhaspel 21.

Die Steuerungsmodule dienen dem Zweck, einerseits die Drehzahl des Radialgebläses bedarfsgerecht anzupassen und andererseits die Ein- und Ausfahrbewegung der Ballonhülle durch entsprechend eingerichtete Drehzahlen des Elektromotors 24 im Sinne der Erfindung zu verändern.

Hierunter ist zu verstehen, daß ein voll aufgerichteter Ballon lediglich mit geringer Luftmenge aufgebläht werden muß, so daß die Drehzahl des Elektromotors 24 dann entsprechend heruntergesetzt werden kann.

Während der Aufrichtbewegung und insbesondere während der ersten Inbetriebnahme bedarf die Ballonhülle eines zusätzlichen Luftmassenstroms, der durch entsprechend höher gewählte Drehzahlen des Elektromotors 24 leicht realisiert werden kann.

Das Steuerungsmodul für den Elektromotor 24 kann so programmierbar sein, wie es für das Erwecken höchster Aufmerksamkeit notwendig ist, also im Sinne einer periodischen, aperiodischen oder stochastischen Auf- und Abwärtsbewegung der Ballonhülle.

Der Sockel 1 weist untere Standfüße 36 auf, durch die die Bodenplatte 5 bzw. das Gehäuse 4 beabstandet zum Untergrund aufgestellt werden können und die ungehinderte Luftzufuhr durch die Ansaugöffnung 8 gewährleistet ist.

Die Bedienelemente für das Radialgebläse 7, die Lampen 28, 29 sowie die Seilwinde 20 sind aus Gründen der Übersichtlichkeit nicht dargestellt.

Bei der Darstellung gemäß 2 ist der Ballon 2 durch Abwikkeln des Zugelementes 25 zu seiner maximalen vertikalen Längserstreckung aufgebläht, während er sich in 3 durch entsprechendes Aufwickeln des Zugelementes 25 in seiner niedrigsten vertikalen Höhe befindet.

Eine weitere Maßnahme zur Erhöhung der Aufmerksamkeit kann dadurch erfolgen, daß der Ballon zusätzlich um seine vertikale Achse drehbar gelagert ist. Hierfür kann der Teller 11 auf einer vertikalen Achse sitzen und gegenüber dem Sockel 1 drehbar gelagert sein. Die Lagerung kann ein Gleit- oder Wälzkörperlager sein. Vorteilhaft kann jedoch ein Luftlager Verwendung finden, indem der vom Gebläse 7 erzeugte Luftstrom teilweise abgezweigt wird und zwischen dem Oberrand des Sockels 1 und dem Unterrand des Tellers 11 ins Freie geführt wird. Über entsprechend schräg gestellte Leitbleche kann dann die Drehbewegung allein über den Luftstrom erfolgen.

Wesentlich ist allerdings auch hier die kontrollierte Vertikalbewegung des Ballons.

1Sockel 2Ballon 3Gewebe 4Gehäuse 5Bodenplatte 6Obere Platte 7Radialgebläse, Gebläse 8Ansaugöffnung 9Durchbruch 10Durchbruch 11Teller 12Rand 13Wulst 14Hohlraum 15Seitenwand 16Unteres Ende 17Gummizug, Bandelement 18Innenfläche 19Tragplatte 20Seilwinde 21Windenhaspel 22Lagerbock 23Lagerbock 24Elektromotor 25Zugelement 26Öse 27Platte 28Platte 29Lampe 30Lampe 31Schutzgitter 32Lautsprecher 33Bedienungsgerät 34Stromverteiler mit Steuerungsmodulen 35Anschlussleitung 36Standfuß

Anspruch[de]
  1. Gewerblicher, säulenartiger Informations- und/oder Werbeträger, mit einem an einem Sockel (1) befestigten, aufblasbaren Ballon (2) aus vorwiegend luftdichtem, vorzugsweise bedruckbarem oder bedrucktem Gewebe (3), dessen Innenraum kommunizierend mit der Druckseite einer Luftfördervorrichtung verbunden und von dieser mit mittels eines im Sockel (1) angeordneten Gebläses (7) mit Druckluft beaufschlagbar ist, dadurch gekennzeichnet, dass die vertikale Längserstreckung des unter Druckluft stehenden Ballons (2) in aufgeblasenem Zustand mittels einer an der Ballonhülle angreifenden Rückstellvorrichtung zwischen einer maximalen und einer minimalen Höhe veränderbar ist.
  2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der aufgeblasene Ballon (2) und der Sockel (1) einen kreisförmigen Querschnitt aufweisen.
  3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Sockel (1) zur Befestigung des Ballons (2) eine umfänglich umlaufende, tellerrandförmig aufgebogene Wulst (13) zur Aufnahme des unteren Ballonendes (16) aufweist, das mittels eines Bandelementes (17) in radialer Richtung nach innen gezogen wird und dicht an der Innenfläche (18) des aufgebogenen Wulstes (13) anliegt.
  4. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass als Rückstellvorrichtung ein im Inneren des Ballons angeordnetes Zugelement dient und daß eine im Inneren des Sockels (1) angeordnete oder vom Sockel (1) getragene, manuell oder motorisch antreibbare Winde (20) zum Auf- bzw. Abwickeln des Zugelementes (25) vorgesehen ist.
  5. Vorrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass das obere Ende des Zugelementes lösbar mit einer mittig am oberen Ballonende befestigten Öse (26), einem Haken oder dergleichen verbindbar ist.
  6. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass das im Sockel (1) vorgesehene Gebläse als elektrisch antreibbares Radialgebläse (7) ausgebildet ist, das über eine Ansaugöffnung (8) im Sockelgehäuse (4) mit Außenluft versorgbar ist.
  7. Vorrichtung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Drehzahl des Radialgebläses (7) einstellbar ist.
  8. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass der Sockel (1) eine durchbrochene obere Platte (6) aufweist, auf der ein oder mehrere Lampen (29, 30) zur Beleuchtung des Balloninneren vorgesehen sind.
  9. Vorrichtung nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Lampen (29, 30) durch Schutzgitter (31) oder dergleichen vor einer Berührung mit der Ballonhülle geschützt sind.
  10. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass im oder am Sockel (1) ein oder mehrere Lautsprecher (32) vorgesehen sind.
  11. Vorrichtung nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet dass ein Zentrallautsprecher vorgesehen ist, der mittig durchbohrt ist.
  12. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 11, dadurch gekennzeichnet, dass zur Versorgung und Regelung der elektrischen Verbraucher Stromanschlüsse bzw. Bedienungselemente und Steuerungsmodule vorgesehen sind.
  13. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 12, dadurch gekennzeichnet, dass der Sockel (1) bodenseitig angeordnete Standfüße (36) und bodenseitige Öffnungen als Lufteintritt für die Luftfördereinrichtung aufweist.
  14. Vorrichtung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß als motorischer Antrieb eine in einer Kammer frei drehbare Spiralfeder dient, deren äußeres Windungsende aus der Kammer herausgeführt und drehfest mit einer Aufwickelspule für ein Zugelement verbunden ist.
  15. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 14, dadurch gekennzeichnet, daß der Ballon gegenüber dem Sockel zusätzlich um eine vertikale Drehachse drehbar gelagert ist.
  16. Vorrichtung nach Anspruch 15, dadurch gekennzeichnet daß die Lagerung über einen zwischen Teller (11) und Sockel (1) geführten Luftstrom erfolgt.
Es folgen 2 Blatt Zeichnungen






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