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Dokumentenidentifikation DE69920194T2 29.09.2005
EP-Veröffentlichungsnummer 0001066025
Titel Verwendung bestimmter Polyalkoxycopolymere für die Behandlung von Schuppen
Anmelder The Procter & Gamble Company, Cincinnati, Ohio, US
Erfinder STODDART, Barry, Gateshead NE9 5AP, GB;
NARINX, Emmanuel, B-4053 Embourg, BE
Vertreter TER MEER STEINMEISTER & Partner GbR Patentanwälte, 81679 München
DE-Aktenzeichen 69920194
Vertragsstaaten AT, BE, CH, CY, DE, DK, ES, FI, FR, GB, GR, IE, IT, LI, LU, NL, PT, SE
Sprache des Dokument EN
EP-Anmeldetag 22.03.1999
EP-Aktenzeichen 999425788
WO-Anmeldetag 22.03.1999
PCT-Aktenzeichen PCT/IB99/00476
WO-Veröffentlichungsnummer 0099048471
WO-Veröffentlichungsdatum 30.09.1999
EP-Offenlegungsdatum 10.01.2001
EP date of grant 15.09.2004
Veröffentlichungstag im Patentblatt 29.09.2005
IPC-Hauptklasse A61K 7/48
IPC-Nebenklasse A61K 7/06   A61K 31/765   A23L 1/307   C11B 9/00   

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft die Verwendung von bestimmten copolymeren Verbindungen zur Behandlung von Schuppen.

Hintergrund

Verschiedene Arten von Lipaseenzymen sind auf unserer Haut vorhanden, einschließlich Enzyme von Mikroorganismen, aus unserer Nahrung stammende Enzyme und durch den Körper produzierte Enzyme. Es ist bekannt, daß diese Enzyme unerwünschte Wirkungen haben können. Zum Beispiel nimmt man an, daß diese Enzyme einen Hautausschlag und möglicherweise Infektionen des Körpers hervorrufen, was zum Beispiel ein Problem darstellt, das bei den Verwendern von Gegenständen, welche mit der Haut und den Lipaseenzymen darauf in Kontakt kommen, wie Bandagen, Pflaster, Windeln, Inkontinenzartikel, Damenbinden, Trainingshosen, etc., auftritt. Man nimmt auch an, daß die Enzyme für die (weitere) Entwicklung von Schuppen und Akne verantwortlich sein können.

In den letzten Jahren haben Hersteller von Haut- und Gesundheitspflegeprodukten während den letzten Jahrzehnten Produkte entwickelt, welche dazu beitragen, die Häufigkeit von Problemen, welche durch Enzyme verursacht werden, insbesondere Hautausschläge, zu verringern. Die Hauptaufmerksamkeit richtete sich dabei darauf, die Exposition der Haut gegen die Enzyme zu verringern.

Verschiedene Lipaseenzyminhibitoren sind auf dem Fachgebiet bekannt. Zum Beispiel werden Antikörper verwendet, welche gegen bestimmte Lipaseenzyme spezifisch sind, wie in WO 95/24896 und WO 95/01155 beschrieben ist. EP 0117632-B betrifft Einwegartikel, welche Lipaseinhibitoren, vorzugsweise zinkhaltige Komponenten, und ein Vehikelmaterial umfassen. US 3,091,241 betrifft die Verwendung von Triacetin in Vaginaltampons zur Inhibierung der Lipaseenzymaktivität. US 3,961,486 lehrt die Verwendung von Adipinsäure zur Verminderung der Lipaseenzymaktivität und zur Verringerung des Hautausschlags.

Die Erfinder haben nun festgestellt, daß bestimmte copolymere Verbindungen mit einem Grundgerüst, umfassend eine oder mehrere lineare Alkoxyeinheiten und eine oder mehrere verzweigte Alkoxyeinheiten, Lipaseenzyme sehr wirksam inhibieren können oder die Lipaseenzymaktivität verringern. Es ist gezeigt worden, daß die Verbindungen bei verschiedenen Anwendungen, wo eine Verringerung der Lipaseenzymaktivität erwünscht ist, nützlich sind. Insbesondere haben die Erfinder festgestellt, daß die Verbindungen Lipaseenzyme aus verschiedenen Mikroorganismen einschließlich Bakterien inhibieren können und daß die Verbindungen auf diese Weise die Aktivität der Mikroorganismen verringern können und die durch diese Mikroorganismen verursachten Probleme reduzieren. Es ist gezeigt worden, daß die Verbindungen oder Zusammensetzungen, enthaltend die Verbindung, in der Lage sind, Schuppen zu verringern oder zu verhindern.

Zusammenfassung der Erfindung

Die Erfindung betrifft die Verwendung einer copolymeren Verbindung mit einem durchschnittlichen Molekulargewicht von mindestens 400, welche ein Polyalkoxygrundgerüst besitzt, umfassend mindestens eine verzweigte C1-C30-Alkoxyeinheit und mindestens eine lineare C1-C30-Alkoxyeinheit, zur Herstellung von Zusammensetzungen für die Behandlung von Schuppen.

Ausführliche Beschreibung der Erfindung

Die erfindungsgemäßen copolymeren Verbindungen, so wie hierin beschrieben, verringern die Enzymaktivität von Lipaseenzymen, indem sie die Enzyme inaktivieren. Folglich betrifft die Erfindung die Verwendung der nachstehend beschriebenen copolymeren Verbindungen zur Herstellung von Zusammensetzungen, um Schuppen zu inhibieren oder zu verringern.

Die Lipaseenzyme können von Mikroorganismen wie Bakterien, Pilzen oder Hefen stammen oder können durch den menschlichen oder tierischen Körper hergestellt werden oder können aus der Nahrung stammen oder können von Produkten, umfassend Lipaseenzyme, herrühren.

Die allgemeine Aktivität von Lipaseenzymen ist die Hydrolyse von Fetten, die in der Esterform vorliegen (wie die auf menschlicher Haut zu findenden Glyceride), und demgemäß die Erzeugung von Fettsäuren und Glycerin, welche eine Energiequelle im Körper darstellen können, aber auch Schuppen hervorrufen können. Da diese Gruppe von Enzymen bei Mikroorganismen wie Bakterien, Pilzen und Hefen, bei Tieren, bei Menschen und auch in Körperabsonderungen so weit verbreitet sind, sind sie praktisch immer in oder auf dem menschlichen oder tierischen Körper vorhanden.

Die erfindungsgemäßen Zusammensetzungen oder Verbindungen sind in Haarkonditionierungsmitteln, Haarstylingprodukten und Shampoos nützlich.

Mit Behandlung ist hierin eine Verbesserung des beeinträchtigen menschlichen oder tierischen Körpers, verursacht durch die Enzymaktivität, gemeint.

Die Menge der erfindungsgemäßen Verbindungen oder der Zusammensetzungen zur Verringerung der Lipaseenzymaktivität oder bei der Behandlung variiert mit der besonderen Lage des zu behandelnden Zustandes, der Schwere des zu behandelnden Zustandes, der erwarteten Dauer der Behandlung, irgendeiner bestimmten Empfindlichkeit für jede Zusammensetzung, welche für den Verbraucher spezifisch ist, dem Zustand des Verbrauchers, gleichzeitig verabreichten Therapien und anderen bei dem Verbraucher bestehenden Zuständen.

In bevorzugten Ausführungsformen der Erfindung wird bevorzugt, daß eine minimale Hemmkonzentration der erfindungsgemäßen Verbindungen oder der Zusammensetzungen hiervon verwendet wird, und zwar in einer Menge und Form, welche verfügbar ist, um die Aktivität der Lipaseenzyme zu inhibieren; zum Beispiel topisch aufgebracht auf die Haut oder das Haar oder oral eingenommen durch den Verbraucher.

Die erfindungsgemäßen Verbindungen können in Zusammensetzungen umfaßt sein, welche kosmetische Zusammensetzungen, vorzugsweise in Form eines Sprays, einer Creme, eines Schaums, einer Lotion, eines Gels, eines Öls, einer Salbe oder eines Pulvers oder einer Tablette, vorzugsweise in Form einer Wasser-in-Öl-Emulsion, sein können.

Besonders bevorzugte Zusammensetzungen sind in einem Shampoo umfaßt. Besonders bevorzugt werden auch oft Haarpflegezusammensetzungen.

Die Zusammensetzungen können zusätzliche Bestandteile umfassen, und die genaue Art und die Anteile der zusätzlichen Bestandteile hängen von der Anwendung der erfindungsgemäßen Verbindungen oder der Zusammensetzungen hiervon ab. Besonders bevorzugte zusätzliche Komponenten der erfindungsgemäßen Zusammensetzungen können bakterizide oder fungizide Mittel, Antischuppenmittel und/oder andere Enzyminhibitoren sein. Antikörper gegen Enzyme können vorhanden sein, aber sie können aufgrund der Natur der erfindungsgemäßen copolymeren Verbindungen bei den Zusammensetzungen weggelassen werden. Bei einer Reihe von Anwendungen können Tenside eingeschlossen sein, und in Hautpflegeprodukten können zinkhaltige Verbindungen verwendet werden.

Besonders bevorzugte Zusammensetzungen hierin sind Steroide enthaltende Zusammensetzungen. Besonders bevorzugte Zusammensetzungen hierin schließen auch Antiaknebestandteile, vorzugsweise Benzoylperoxid, ein.

Copolymere Verbindungen

Die erfindungsgemäße copolymere Verbindung umfaßt ein Polyalkoxygrundgerüst, umfassend mindestens eine verzweigte C1-C30-Alkoxyeinheit und mindestens eine lineare C1-C30-Alkoxyeinheit.

Vorzugsweise umfaßt das Copolymer ein Grundgerüst mit mindestens einer verzweigten C1-C24-Alkoxyeinheit und mindestens einer linearen C1-C24-Alkoxyeinheit, ehr bevorzugt mindestens einer verzweigten C1-C14-Alkoxyeinheit und mindestens einer linearen C1-C14-Alkoxyeinheit und noch mehr bevorzugt mindestens einer verzweigten C1-C6-Alkoxyeinheit und mindestens einer linearen C1-C6-Alkoxyeinheit. Am meisten bevorzugt umfaßt das Grundgerüst ein Kondensationsprodukt von Propylenglykol- und Ethylenglykoleinheiten.

Vorzugsweise umfaßt das copolymere Grundgerüst 5 bis 95 Gew.-%, mehr bevorzugt 10 bis 90 Gew.-%, stärker bevorzugt 40 bis 90 Gew.-%, noch mehr bevorzugt 60 bis 90 Gew.-% und am meisten bevorzugt 70 bis 90 Gew.-% an verzweigten Alkoxyeinheiten und 5 bis 95 Gew.-%, mehr bevorzugt 10 bis 90 Gew.-%, stärker bevorzugt 10 bis 60 Gew.-%, noch mehr bevorzugt 10 bis 40 Gew.-% und am meisten bevorzugt 10 bis 30 Gew.-% an linearen Alkoxyeinheiten.

Die copolymere Verbindung besitzt ein durchschnittliches Molekulargewicht von mindestens 400, vorzugsweise 600 oder 800 bis 200.000, mehr bevorzugt 900 bis 70.000 oder auch bis 10.000 oder auch 1.000 bis 8.500. Es kann bevorzugt werden, daß, wenn 40 Gew.-% des Grundgerüsts eine Ethoxyeinheit darstellen, die Verbindung ein relativ niedriges durchschnittliches Molekulargewicht besitzt, d.h. das durchschnittliche Molekulargewicht der Verbindung beträgt nicht mehr als 4.500.

Die Auswahl der erforderlichen copolymeren Verbindung hängt von der Anwendung hiervon und der verwendeten Form hiervon, zum Beispiel bei der Verwendung in Form einer Flüssigkeit, einer nichtwäßrigen Flüssigkeit oder einer festen Zusammensetzung, und von der Verwendung in einer Umgebung, welche wäßrig, nichtwäßrig oder trocken ist, ab.

Besonders bevorzugte copolymere Verbindungen sind Polyethylenglykol/Polypropylenglykol-Copolymere, welche von BASF unter dem Handelsnamen Pluronic und von ICI unter dem Handelsnamen Synperonic erhältlich sind.

Bevorzugt werden Pluronic 6800 und Synperonic 75, 85 oder 38. Besonders bevorzugt werden Pluronic 3100, 4300, 6100, 6200, 8100 und 10100 sowie Synperonic 31, 62, 44 und 101 und insbesondere Synperonic 81, 42 und 25R2. Pluronic 9400 kann eine weniger bevorzugte Verbindung zur Verwendung hierin sein. Besonders bevorzugt werden auch Pluronic 9200, 9400 und 10500 sowie Synperonic 31, 61, 62, 44, 64, 94 und 105. Mischungen dieser Verbindungen können auch verwendet werden.

Falls in den hierin beschriebenen Zusammensetzungen verwendet, liegt die copolymere Verbindung vorzugsweise in einem Anteil von 0,01 bis 50 Gew.-% der Zusammensetzung, mehr bevorzugt 0,1 bis 30 Gew.-% der Zusammensetzung und noch mehr bevorzugt 0,5 bis 10 Gew.-% der Zusammensetzung vor.

In fertigen Zusammensetzungen, so wie hierin beschrieben, beträgt der Anteil der Verbindungen hierin vorzugsweise 0,05 oder 0,1 Gew.-% bis 5 Gew.-%, mehr bevorzugt 0,1 bis 3 Gew.-% oder auch 0,1 bis 2 Gew.-% oder sogar 0,1 bis 1 Gew.-% oder auch bis 0,5 Gew.-% der Zusammensetzung.

Verfahren zur Herstellung der Zusammensetzungen

Die Zusammensetzungen hierin können durch irgendein Verfahren, welches auf dem Fachgebiet zur Herstellung von kosmetischen Zusammensetzungen oder einem Medikament bekannt ist, hergestellt werden. Das genaue Verfahren hängt von der Art der Zusammensetzung ab. Das Copolymer kann separat zu den Zusammensetzungen zugegeben werden oder zum Beispiel mit anderen Bestandteilen, welche üblicherweise in kosmetischen Zusammensetzungen oder Medikamenten verwendet werden, kombiniert werden oder zum Beispiel in Wasser oder Öl oder einer Wasser-in-Öl-Emulsion vor der Zugabe zu der Zusammensetzung dispergiert oder gelöst werden.

Verfahren zur Verwendung der Zusammensetzungen

Die erfindungsgemäße Zusammensetzung kann an den Verbraucher durch ein beliebiges auf dem Fachgebiet bekanntes Verfahren verabreicht werden. Es kann bevorzugt werden, daß die Zusammensetzung auf die Haut oder das Haar aufgebracht wird, welches) mit den Lipaseenzymen in Kontakt ist oder sich in der näheren Umgebung hiervon befindet. Es kann bevorzugt werden, daß die Zusammensetzung an den Verbraucher oral verabreicht wird.

Da die Zusammensetzung zur Behandlung von Schuppen verwendet wird, liegt die Zusammensetzung vorzugsweise in Form einer Shampoo- oder Konditionerzusammensetzung vor.

Die Zusammensetzungen können auch (zuerst) auf einen Gegenstand aufgetragen werden, welcher dann auf die Haut aufgebracht wird.

Zusätzliche Bestandteile

Die erfindungsgemäße Zusammensetzung kann zusätzliche Bestandteile umfassen. Welche Bestandteile anwesend sind und in welchem Anteil hängt von der Art der Zusammensetzung und der Verwendung hiervon ab. Besonders bevorzugte Bestandteile sind Tenside.

Bei Körperpflegeprodukten kann die Einbeziehung von kationischen organischen Verbindungen wie kationischen Tensiden sehr bevorzugt werden. Es kann bevorzugt werden, daß die Zusammensetzungen einen oder mehrere andere Bestandteile, welche Dermatitis verringern können, oder Verbindungen, welche die Heilung der Haut unterstützen können, wie Triacetin, Benzalkoniumsalze, metallhaltige Verbindungen, insbesondere zinkhaltige Verbindungen, Vitamine und Kortison, und auch Verbindungen zum Erweichen der Haut, wie Vaseline, Glycerin, Triethylenglykol, Lanolin oder Paraffin, und eine andere Gruppe von Polymeren, welche weitgehend durch Hersteller von Pharmazeutika und Kosmetika verwendet werden, so wie hierin ebenfalls beschrieben, umfassen.

Insbesondere können die Hautpflege- oder Kosmetikzusammensetzungen in Form von Cremes, Sprays, Lotionen oder Gelen vorliegen. Vorzugsweise liegen die Kosmetikzusammensetzungen hierin in Form einer Öl-in-Wasser-Emulsion aus einer oder mehreren Ölphasen in einer wäßrigen kontinuierlichen Phase vor, wobei jede Ölphase eine einzige ölartige Komponente oder eine Mischung von ölartigen Komponenten in einer mischbaren oder homogenen Form umfaßt, aber wobei die verschiedenen Ölphasen andere Materialien oder verschiedene Kombinationen von Materialien enthalten. Der Gesamtanteil an Ölphasenkomponenten in den erfindungsgemäßen Zusammensetzungen beträgt vorzugsweise etwa 0,1 bis etwa 60 Gew.-%, bevorzugt etwa 1 bis etwa 30 Gew.-% und mehr bevorzugt etwa 1 bis etwa 10 Gew.-%.

Die vorliegenden Zusammensetzungen umfassen vorzugsweise, entweder als die gesamte Ölphase oder Ölphasen oder als ein Teil hiervon, wie oben erwähnt, eine erste siliconhaltige Phase, umfassend ein vernetztes Polyorganosiloxanpolymer und ein Siliconöl, wobei die Zusammensetzung 0,1 bis etwa 20 Gew.-%, vorzugsweise etwa 0,5 bis etwa 10 Gew.-% und mehr bevorzugt etwa 0,5 bis etwa 5 Gew.-% der Zusammensetzung der Kombination aus vernetztem Silicon und Siliconöl umfaßt.

Die Zusammensetzungen hierin umfassen auch vorzugsweise ein zweite Phase, welche ein unvernetztes Silicon enthält. In bevorzugten Ausführungsformen liegt die zweite siliconhaltige Phase in einem Anteil von etwa 0,1 bis etwa 20 Gew.-% und besonders etwa 0,1 bis etwa 10 Gew.-% der Zusammensetzung vor.

Geeignete Siliconfluids zur Verwendung in der zweiten siliconhaltigen Phase hierin schließen wasserunlösliche Silicone einschließlich nichtflüchtige Polyalkyl- und Polyarylsiloxangummen und -fluids, flüchtige cyclische und lineare Polyalkylsiloxane, polyalkoxylierte Silicone, Amino- und quaternäres Ammonium-modifizierte Silicone und Mischungen hiervon ein.

In bevorzugten Ausführungsformen umfaßt die zweite siliconhaltige Phase ein Silicongummi oder eine Mischung von Siliconen einschließlich des Silicongummis. So wie hierin verwendet, verweist der Begriff "Silicongummi" auf hochmolekulargewichtige Fluids auf Silicon-Basis mit einem massenmittleren Molekulargewicht oberhalb etwa 200.000 und vorzugsweise etwa 200.000 bis etwa 400.000. Siliconöle besitzen im allgemeinen ein Molekulargewicht von weniger als etwa 200.000. Typischerweise weisen Silicongummen eine Viskosität bei 25°C oberhalb von etwa 1.000.000 mm2.s–1 auf. Die Silicongummen schließen Dimethicone ein, wie durch Petrarch und andere, einschließlich US-A-4,152,416, 1. Mai 1979 an Spitzer et al., und Noll, Walter, Chemistry and Technology of Silicones, New York: Academic Press 1968, beschrieben. Silicongummen werden auch in den General Electric Silicone Rubber Product-Datenblättern SE 30, SE 33, SE 54 und SE 76 beschrieben.

In bevorzugten Ausführungsformen liegt eine andere, dritte, Ölphase in einer Menge von etwa 0,1 bis etwa 15 Gew.-% und mehr bevorzugt etwa 1 bis etwa 10 Gew.-% der Zusammensetzung vor. Die dritte Ölphase kann entweder eine separate Phase sein oder kann zusammen mit einer oder beiden der ersten und zweiten Siliconphasen eine Phase bilden. Vorzugsweise stellt die dritte Ölphase eine separate Phase dar.

Diese Ölphase umfaßt vorzugsweise ein organisches Nichtsiliconöl, wie ein natürliches oder synthetisches Öl, gewählt aus mineralischen, pflanzlichen und tierischen Ölen, Fetten und Wachsen, Fettsäureestern, Fettalkoholen, Fettsäuren und Mischungen hiervon, wobei die Bestandteile zum Vorsehen von kosmetischen Eigenschaften eines Erweichungsmittels nützlich sind.

Geeignete erste Ölphasenkomponenten zur Verwendung hierin schließen zum Beispiel wahlweise Hydroxy-substituierte ungesättigte C8-C50-Fettsäuren und Ester hiervon, Bienenwachs, gesättigte und ungesättigte Fettalkohole wie Behenylalkohol und Cetylalkohol, Kohlenwasserstoffe wie Mineralöle, Petrolatum und Squalan, Fettsorbitanester (vgl. US-A-3968255, Seiden, erteilt am 26. Oktober 1976), Lanolin und Lanolinderivate, tierische und pflanzliche Triglyceride wie Mandelöl, Erdnußöl, Weizenkeimöl, Leinsamenöl, Jojobaöl, Aprikosenkernöl, Walnußöl, Palmnußöl, Pistazienöl, Sesamöl, Rapsöl, Cadeöl, Maisöl, Pfirsichkernöl, Mohnsamenöl, Kiefernöl, Rizinusöl, Sojaöl, Avocadoöl, Distelöl, Kokosnußöl, Haselnußöl, Olivenöl, Traubenkernöl, Sheabutter, Shoreabutter und Sonnenblumenöl sowie C1-C24-Ester von dimeren und trimeren Säuren wie Diisopropyldimerat, Diisostearylmalat, Diisostearyldimerat und Triisostearyltrimerat ein. Von den obigen Spezies werden die Mineralöle, Petrolatumspezies, ungesättigten Fettsäuren und Ester hiervon sowie Mischungen hiervon bevorzugt.

Eine große Vielzahl von wahlweisen Bestandteilen wie nichtokklusive, Benetzungsmittel, Feuchthaltemittel, Geliermittel, Neutralisierungsmittel, Parfüme, Färbemittel und Tenside kann zu den Hautzusammensetzungen hierin zugegeben werden.

Die Zusammensetzungen hierin können ein Feuchthaltemittel umfassen. Geeignete Feuchthaltemittel zur Verwendung hierin schließen Sorbit, Propylenglykol, Butylenglykol, Hexylenglykol, ethoxylierte Glucosederivate, Hexantriol, Glycerin, Glycin, Hyaluronsäure, Arginin, Ajidew (NaPCA), wasserlösliche Polyglycerylmethacrylat-Gleitmittel und Panthenole ein. Ein bevorzugtes Feuchthaltemittel hierin ist Glycerin (zuweilen als Glycerol oder Glycerin bekannt). Chemisch gesehen ist Glycerin ein 1,2,3-Propantriol und ist ein Handelsprodukt. Eine umfangreiche Quelle für das Material ist die Herstellung von Seife. Glycerin wird in den erfindungsgemäßen Zusammensetzungen unter dem Gesichtspunkt einer Verstärkung der Befeuchtung besonders bevorzugt. Zur Verwendung hierin ebenfalls bevorzugt wird Butylenglykol. Besonders bevorzugt unter dem Gesichtspunkt einer Verstärkung der Befeuchtung wird eine Kombination von Glycerin und Harnstoff.

Die erfindungsgemäßen Zusammensetzungen können auch ein hydrophiles Geliermittel in einem Anteil von vorzugsweise etwa 0,01 bis etwa 10% enthalten. Das Geliermittel weist vorzugsweise eine Viskosität (1%-ige wäßrige Lösung, 20°C, Brookfield RVT) von mindestens etwa 4.000 mPa.s, mehr bevorzugt mindestens etwa 10.000 mPa.s und insbesondere mindestens etwa 50.000 mPa.s auf.

Geeignete hydrophile Geliermittel können allgemein als wasserlösliche oder kolloidal wasserlösliche Polymere beschrieben werden und schließen Celluloseether (z.B. Hydroxyethylcellulose, Methylcellulose oder Hydroxypropylmethylcellulose), Polyvinylpyrrolidon, Polyvinylalkohol, Guargummi, Hydroxypropylguargummi und Xanthangummi ein.

Neutralisierungsmittel, welche hierin zur Verwendung bei der Neutralisierung von hydrophilen Geliermitteln mit sauren Gruppen geeignet sind, schließen Natriumhydroxid, Kaliumhydroxid, Ammoniumhydroxid, Monoethanolamin, Diethanolamin und Triethanolamin ein. Der pH der Zusammensetzungen beträgt vorzugsweise etwa 4 bis etwa 9, mehr bevorzugt etwa 6 bis etwa 8,0.

Der Rest der Kosmetikzusammensetzung umfaßt Wasser oder einen wäßrigen Träger, welcher für die topische Anwendung auf der Haut geeignet ist. Der Wassergehalt der Zusammensetzungen hierin beträgt im allgemeinen etwa 30 bis etwa 98,89 Gew.-%, vorzugsweise etwa 50 bis etwa 95 Gew.-% und insbesondere etwa 60 bis etwa 90 Gew.-%.

Wie oben erwähnt, sind die bevorzugten Bestandteile in den Zusammensetzungen hierin, besonders in den Hautpflege-, Haarpflege-, Kosmetik- und Reinigungsprodukten hierin, ein oder mehrere Tenside.

Bei Haarpflegezusammensetzungen wie Shampoos kann bevorzugt werden, daß Salicylsäure, Selensulfid, Schwefel, Zinkpyrithion, Kohlenteer oder Mischungen hiervon vorhanden sind. Die Beimischung von Alkylisochinoliniumbromid, Benzethoniumchlorid, Magnesium, Omadin, Climbazol, Octopirox und/oder Ketoconazol kann auch bevorzugt werden. Diese Bestandteile können in einem geeigneten Anteil vorliegen, welcher vorzugsweise 0,01 bis etwa 10 Gew.-%, bevorzugt 0,05 bis 5 Gew.-% oder mehr bevorzugt 0,05 bis 3 Gew.-% oder auch bis 2 Gew.-% oder sogar bis 5 Gew.-% der Haarpflegezusammensetzung beträgt.

Bei Deodorantzusammensetzungen kann besonders bevorzugt werden, daß ein Parfüm anwesend ist, vorzugsweise in Kombination mit zusätzlichen Hilfsmitteln, welche die Langlebigkeit des Parfüms erhöhen, oder mit Hilfsmitteln, welche die Restkonzentration des Parfüms verbessern, einschließlich Dioctyladipat und/oder Farnisol. Besonders bevorzugt werden auch Triclosan, Zinkphenolsulfonat, Propylenglykol und/oder Dipropylenglykol. Nützlich können auch Aluminiumverbindungen wie Aluminiumchlorid oder Aluminiumchlorhydrat und einschließlich Zirkonium und/oder Zirkoniumaluminiumglycinat oder Mischungen hiervon sein. Diese Bestandteile können in einem geeigneten Anteil vorliegen, welcher vorzugsweise 0,01 bis etwa 10 Gew.-%, bevorzugt 0,05 bis 5 Gew.-% oder mehr bevorzugt 0,05 bis 3 Gew.-% oder auch bis 2 Gew.-% oder sogar bis 5 Gew.-% der Deodorantzusammensetzung beträgt.

Im wesentlichen können irgendwelche anionische Tenside, welche für Reinigungszwecke nützlich sind, in der Reinigungszusammensetzung eingeschlossen sein. Diese können Salze (einschließlich zum Beispiel Natrium-, Kalium-, Ammonium- und substituierte Ammoniumsalze wie Mono-, Di- und Triethanolaminsalze) der anionischen Sulfat-, Sulfonat-, Carboxylat- und Sarcosinat-Tenside umfassen. Anionische Sulfat- und Sulfonat-Tenside werden bevorzugt.

Besonders bevorzugt werden Tensidsysteme, umfassend ein Sulfonat- und ein Sulfat-Tensid, vorzugsweise ein lineares oder verzweigtes Alkylbenzolsulfonat und Alkylethoxysulfate, so wie hierin beschrieben, vorzugsweise in Kombination mit einem kationischen Tensid, wie hierin beschrieben.

Andere anionische Tenside schließen die Isethionate wie die Acylisethionate, N-Acyltaurate, Fettsäureamide von Methyltaurid, Alkylsuccinate und Sulfosuccinate, Monoester von Sulfosuccinat (besonders gesättigte und ungesättigte C12-C18-Monoester), Diester von Sulfosuccinat (besonders gesättigte und ungesättigte C6-C14-Diester) und N-Acylsarcosinate ein. Harzsäuren und hydrierte Harzsäuren sind auch geeignet, wie Rosin und hydriertes Rosin, sowie Harzsäuren und hydrierte Harzsäuren, welche in Tallöl vorkommen oder daraus abgeleitet sind.

Anionisches Sulfat-Tensid

Anionische Sulfat-Tenside, welche zur Verwendung hierin geeignet sind, schließen die linearen und verzweigten, primären und sekundären Alkylsulfate, Alkylethoxysulfate, Fettoleoylglycerinsulfate, Alkylphenolethylenoxidethersulfate, die C5-C17-Acyl-N-(C1-C4-alkyl)- und -N-(C1-C2-hydroxyalkyl)glucaminsulfate und Sulfate von Alkylpolysacchariden, wie die Sulfate von Alkylpolyglucosid (die nichtionischen, nicht-sulfatierten Verbindungen, welche hierin beschrieben werden), ein.

Alkylsulfat-Tenside sind vorzugsweise aus den linearen und verzweigten, primären C10-C18-Alkylsulfaten, mehr bevorzugt den verzweigtkettigen C11-C15-Alkylsulfaten und den linearen C12-C14-Alkylsulfaten gewählt.

Alkylethoxysulfat-Tenside sind vorzugsweise gewählt aus der Gruppe, bestehend aus den C10-C18-Allcylsulfaten, welche mit 0,5 bis 20 Molen Ethylenoxid pro Molekül ethoxyliert worden sind. Mehr bevorzugt ist das Alkylethoxysulfat-Tensid ein C11-C18- und am meisten bevorzugt ein C11-C15-Alkylsulfat, welches mit 0,5 bis 7 und vorzugsweise 1 bis 5 Molen Ethylenoxid pro Molekül ethoxyliert worden ist.

Anionisches Sulfonat-Tensid

Anionische Sulfonat-Tenside, welche zur Verwendung hierin geeignet sind, schließen die Salze von linearen C5-C20-Alkylbenzolsulfonaten, Alkylestersulfonaten, primären oder sekundären C6-C22-Alkansulfonaten, C6-C24-Olefinsulfonaten, sulfonierten Polycarbonsäuren, Alkylglycerinsulfonaten, Fettacylglycerinsulfonaten, Fettoleylglycerinsulfonaten und irgendwelche Mischungen hiervon ein.

Anionisches Carboxylat-Tensid

Geeignete anionische Carboxylat-Tenside schließen die Alkylethoxycarboxylate, die Alkylpolyethoxypolycarboxylat-Tenside und die Seifen ('Alkylcarboxyle'), besonders bestimmte sekundäre Seifen, wie hierin beschrieben, ein.

Geeignete Alkylethoxycarboxylate schließen solche mit der Formel RO(CH2-CH2O)XCH2COOM+ ein, worin R eine C6- bis C18-Alkylgruppe ist, x von 0 bis 10 reicht, und die Ethoxylatverteilung derart ist, daß auf Gewichtsbasis die Menge an Material, worin x 0 ist, weniger als 20% beträgt, und M ein Kation ist. Geeignete Alkylpolyethoxypolycarboxylat-Tenside schließen solche mit der Formel RO-(CHR1-CHR2-O)-R3 ein, worin R eine C6- bis C18-Alkylgruppe ist, x 1 bis 25 ist, R1 und R2 gewählt sind aus der Gruppe, bestehend aus Wasserstoff, Methylsäurerest, Bernsteinsäurerest, Hydroxybernsteinsäurerest und Mischungen hiervon, und R3 gewählt ist aus der Gruppe, bestehend aus Wasserstoff, substituiertem oder unsubstituiertem Kohlenwasserstoff mit zwischen 1 und 8 Kohlenstoffatomen, und Mischungen hiervon.

Geeignete Seifen-Tenside schließen die sekundären Seifen-Tenside ein, welche eine Carboxyleinheit enthalten, die mit einem sekundären Kohlenstoff verbunden ist. Bevorzugte sekundäre Seifen-Tenside zur Verwendung hierin sind wasserlösliche Vertreter, gewählt aus der Gruppe, bestehend aus den wasserlöslichen Salzen von 2-Methyl-1-undecansäure, 2-Ethyl-1-decansäure, 2-Propyl-1-nonansäure, 2-Butyl-1-octansäure und 2-Pentyl-1-heptansäure.

Alkalimetallsarcosinat-Tensid

Andere geeignete anionische Tenside sind die Alkalimetallsarcosinate mit der Formel R-CON(R1)CH2COOM, worin R eine lineare oder verzweigte C5-C17-Alkyl- oder -Alkenylgruppe ist, R1 eine C1-C4-Alkylgruppe ist, und M ein Alkalimetallion ist. Bevorzugte Beispiele sind die Myristyl- und Oleoylmethylsarcosinate in Form ihrer Natriumsalze.

Alkoxyliertes nichtionisches Tensid

Im wesentlichen sind irgendwelche alkoxylierten nichtionischen Tenside hierin geeignet. Die ethoxylierten und propoxylierten, nichtionischen Tenside werden bevorzugt.

Bevorzugte alkoxylierte Tenside können aus den Klassen der nichtionischen Kondensate von Alkylphenolen; nichtionischen ethoxylierten Alkohole; nichtionischen ethoxylierten/propoxylierten Fettalkohole; nichtionischen Ethoxylat/Propoxylat-Kondensate mit Propylenglykol; und der nichtionischen Ethoxylatkondensationsprodukte mit Propylenoxid/Ethylendiamin-Addukten gewählt sein.

Nichtionisches alkoxyliertes Alkohol-Tensid

Die Kondensationsprodukte von aliphatischen Alkoholen mit 1 bis 25 Molen Alkylenoxid, besonders Ethylenoxid und/oder Propylenoxid, sind zur Verwendung hierin geeignet. Die Alkylkette des aliphatischen Alkohols kann entweder gerade oder verzweigt, primär oder sekundär sein und enthält im allgemeinen 6 bis 22 Kohlenstoffatome. Besonders bevorzugt werden die Kondensationsprodukte von Alkoholen mit einer Alkylgruppe, enthaltend 8 bis 20 Kohlenstoffatome, mit 2 bis 10 Molen Ethylenoxid pro Mol Alkohol.

Nichtionisches Polyhydroxyfettsäureamid-Tensid

Zur Verwendung hierin geeignete Polyhydroxyfettsäureamide sind solche mit der Strukturformel R2CONR1Z, worin bedeuten: R1H, C1-C4-Hydrocarbyl, 2-Hydroxyethyl, 2-Hydroxypropyl, Ethoxy, Propoxy oder eine Mischung hiervon, vorzugsweise C1-C4-Alkyl, mehr bevorzugt C1- oder C2-Alkyl, am meisten bevorzugt C1-Alkyl (d.h. Methyl); und R2 ein C5-C31-Hydrocarbyl, vorzugsweise geradkettiges C5-C19-Alkyl oder -Alkenyl, mehr bevorzugt geradkettiges C9-C17-Alkyl oder -Alkenyl, am meisten bevorzugt geradkettiges C11-C17-Alkyl oder -Alkenyl, oder eine Mischung hiervon; und Z ein Polyhydroxyhydrocarbyl mit einer linearen Hydrocarbylkette, wobei mindestens drei Hydroxylgruppen direkt an die Kette gebunden sind, oder ein alkoxyliertes Derivat (vorzugsweise ethoxyliert oder propoxyliert) hiervon. Z wird vorzugsweise aus einem reduzierenden Zucker in einer reduktiven Aminierungsreaktion abgeleitet; mehr bevorzugt ist Z ein Glycityl.

Nichtionisches Fettsäureamid-Tensid

Geeignete Fettsäureamid-Tenside schließen solche mit der Formel R6CON(R7)2 ein, worin R6 eine Alkylgruppe mit 7 bis 21 und vorzugsweise 9 bis 17 Kohlenstoffatomen ist, und jedes R7 gewählt ist aus der Gruppe, bestehend aus Wasserstoff, C1-C4-Alkyl, C1-C4-Hydroxyalkyl und -(C2H4O)xH, worin x im Bereich von 1 bis 3 liegt.

Nichtionisches Alkylpolysaccharid-Tensid

Geeignete Alkylpolysaccharide zur Verwendung hierin sind in US-Patent 4,565,647, Llenado, erteilt am 21. Januar 1986, offenbart und weisen eine hydrophobe Gruppe mit 6 bis 30 Kohlenstoffatomen und eine hydrophile Polysaccharidgruppe, z.B. ein Polyglykosid, mit 1,3 bis 10 Saccharideinheiten auf.

Bevorzugte Alkylpolyglykoside besitzen die Formel: R2O(CnH2nO)t(Glykosyl)x worin R2 gewählt ist aus der Gruppe, bestehend aus Alkyl, Alkylphenyl, Hydroxyalkyl, Hydroxyalkylphenyl und Mischungen hiervon, worin die Alkylgruppen 10 bis 18 Kohlenstoffatome enthalten; n 2 oder 3 ist; t 0 bis 10 ist, und x 1,3 bis 8 ist. Das Glykosyl ist vorzugsweise aus Glucose abgeleitet.

Amphoteres Tensid

Geeignete amphotere Tenside zur Verwendung hierin schließen die Aminoxid-Tenside und die Alkylamphocarbonsäuren ein.

Geeignete Aminoxide schließen die Verbindungen der Formel R3(OR4)xN0(R5)2 ein, worin R3 gewählt ist aus einer Alkyl-, Hydroxyalkyl-, Acylamidopropyl- und Alkyl- phenylgruppe, oder Mischungen hiervon, enthaltend 8 bis 26 Kohlenstoffatome; R4 eine Alkylen- oder Hydroxyalkylengruppe mit 2 bis 3 Kohlenstoffatomen oder Mischungen hiervon ist; x 0 bis 5 und vorzugsweise 0 bis 3 ist; und jedes R5 eine Alkyl- oder Hydroxyalkylgruppe mit 1 bis 3 Kohlenstoffatomen oder eine Polyethylenoxidgruppe mit 1 bis 3 Ethylenoxidgruppen ist. Bevorzugt werden C10-C18-Alkyldimethylaminoxid und C10-C18-Acylamidoalkyldimethylaminoxid.

Ein geeignetes Beispiel für eine Alkylamphodicarbonsäure ist Miranol (TM) C2M Conc., hergestellt durch Miranol, Inc., Dayton, NJ.

Zwitterionisches Tensid

Zwitterionische Tenside können in den erfindungsgemäßen Reinigungszusammensetzungen auch eingeschlossen sein. Diese Tenside können allgemein als Derivate von sekundären und tertiären Aminen, als Derivate von heterocyclischen, sekundären und tertiären Aminen oder als Derivate von quaternären Ammonium-, quaternären Phosphonium- oder tertiären Sulfoniumverbindungen beschrieben werden. Betain- und Sultain-Tenside sind beispielhafte zwitterionische Tenside zur Verwendung hierin.

Geeignete Betaine sind die Verbindungen mit der Formel R(R')2N+R2COO, worin R eine C6-C18-Hydrocarbylgruppe ist, jedes R1 typischerweise ein C1-C3-Alkyl ist, und R2 eine C1-C5-Hydrocarbylgruppe ist. Bevorzugte Betaine sind C12-18-Dimethylammoniohexanoat und die C10-18-Acylamidopropan (oder -ethan)-dimethyl (oder -diethyl)-betaine. Komplexe Betain-Tenside sind zur Verwendung hierin auch geeignet.

Kationische Tenside

Geeignete kationische Tenside zur Verwendung hierin schließen die quaternären Ammoniumtenside ein. Vorzugsweise ist das quaternäre Ammoniumtensid ein Mono-C6-C16- und vorzugsweise -C6-C10-N-alkyl- oder -alkenylammonium-Tensid, worin die restlichen N-Positionen durch Methyl-, Hydroxyethyl- oder Hydroxypropylgruppen substituiert sind. Bevorzugt werden auch die monoalkoxylierten und bisalkoxylierten Amintenside.

Eine andere geeignete Gruppe von kationischen Tensiden, welche in den Reinigungszusammensetzungen hierin oder den Komponenten hiervon verwendet werden können, sind kationische Ester-Tenside. Das kationische Ester-Tensid ist vorzugsweise eine wasserdispergierbare Verbindung mit Tensideigenschaften, umfassend mindestens eine Ester (d.h. -COO-)-Bindung und mindestens eine kationisch geladene Gruppe. Geeignete kationische Ester-Tenside einschließlich Cholinester-Tenside sind zum Beispiel in den US-Patenten Nrn. 4228042, 4239660 und 4260529 beschrieben worden.


Anspruch[de]
  1. Verwendung einer copolymeren Verbindung mit einem mittleren Molekulargewicht von mindestens 400, welche ein Polyalkoxyrückgrat besitzt, umfassend mindestens eine verzweigte C1-C30-Alkoxyeinheit und mindestens eine lineare C1-C30-Alkoxyeinheit, zur Herstellung einer Zusammensetzung für die Behandlung von Schuppen.
  2. Verwendung einer copolymeren Verbindung mit einem mittleren Molekulargewicht von mindestens 400, welche ein Polyalkoxyrückgrat besitzt, umfassend mindestens eine verzweigte C1-C30-Alkoxyeinheit und mindestens eine lineare C1-C30-Alkoxyeinheit zur Behandlung von Schuppen.
  3. Verwendung nach Anspruch 2, worin die Zusammensetzung ein Shampoo oder ein Konditioniermittel oder ein Haarstylingprodukt ist.
  4. Verwendung nach einem der vorangehenden Ansprüche, worin das Copolymer ein mittleres Molekulargewicht von 800 bis 70.000 aufweist und worin das Rückgrad der Verbindung 10 Gew.-% bis 90 Gew.-% verzweigte C1-C6-Alkoxyeinheiten und 90 Gew.-% bis 10 Gew.-% lineare C1-C6-Alkoxyeinheiten umfasst.
  5. Verwendung nach einem der vorangehenden Ansprüche, worin die Zusammensetzung 0,1 Gew.-% bis 30 Gew.-% der Zusammensetzung an Polymer umfasst.
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