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Dokumentenidentifikation DE69920523T2 29.09.2005
EP-Veröffentlichungsnummer 0001159102
Titel SPANNFUTTER
Anmelder Power Tool Holders Inc., Christiana, Del., US
Erfinder GADDIS, A., Benjamin, Clemson, US;
TAYLOR, S., Gregory, Seneca, US
Vertreter Müller-Boré & Partner, Patentanwälte, European Patent Attorneys, 81671 München
DE-Aktenzeichen 69920523
Vertragsstaaten DE
Sprache des Dokument EN
EP-Anmeldetag 14.12.1999
EP-Aktenzeichen 999652522
WO-Anmeldetag 14.12.1999
PCT-Aktenzeichen PCT/US99/29631
WO-Veröffentlichungsnummer 0000035619
WO-Veröffentlichungsdatum 22.06.2000
EP-Offenlegungsdatum 05.12.2001
EP date of grant 22.09.2004
Veröffentlichungstag im Patentblatt 29.09.2005
IPC-Hauptklasse B23B 31/12

Beschreibung[de]
Hintergrund der Erfindung

Die vorliegende Erfindung bezieht sich allgemein auf Spannfutter von angetriebenen Werkzeugantrieben, wie elektrische oder pneumatische Motorantriebe. Genauer bezieht sich die vorliegende Erfindung auf ein Spannfutter des schlüssellosen bzw. automatischen Typs.

Motorwerkzeugantriebe sind gut bekannt. Obwohl Spiralbohrer die üblichsten Werkzeuge an derartigen Antrieben sind, können die Werkzeuge auch Schraubenzieher, Steckschlüssel, Fräser, montierte Schleifsteine und andere Schneid- und Schleifwerkzeuge umfassen. Da der Werkzeugschaft von unterschiedlichem Durchmesser oder von polygonalem Querschnitt sein kann, ist die Vorrichtung üblicherweise mit einem Spannfutter versehen, welches über einen relativ großen Bereich ver- bzw. einstellbar ist. Das Spannfutter kann an dem Antrieb durch eine mit einem Gewinde versehene oder sich verjüngende Bohrung oder jegliche andere geeignete Mittel bzw. Einrichtungen festgelegt sein.

Eine Vielfalt von Spannfuttern wurde entwickelt, welche durch eine relative Rotation bzw. Drehbewegung zwischen einem Spannfutterkörper und einer ringförmigen Mutter bewegt bzw. betätigt werden. In einem typischerweise geneigten bzw. schrägen Spannfutter mit Backen beinhaltet beispielsweise ein Körperglied bzw. -element drei Durchtritte, welche um etwa 120° voneinander beabstandet angeordnet sind. Die Durchtritte sind so konfiguriert, daß ihre Mittellinien sich an einem Punkt entlang der Spannfutterachse vor dem Spannfutterkörper treffen. Drei Backen sind durch die Durchtritte gehalten und in diesen bewegbar, um einen zylindrischen Werkzeugschaft zu ergreifen, welcher ungefähr entlang der Mittelachse des Spannfutters angeordnet ist. Die Mutter dreht sich um das Zentrum des Spannfutters und greift in Gewinde bzw. Gewindegänge an den Backen ein, so daß eine Drehbewegung der Mutter die Backen in jeder Richtung in den Durchtritten bewegt. Der Körper und die Mutter sind so konfiguriert, daß eine Drehbewegung der Mutter in einer Richtung (der Schließrichtung) relativ zu dem Körper die Backen in einen Greifzustand bzw. -zusammenhang mit dem Werkzeugschaft beaufschlagt bzw. zwingt, während eine Drehbewegung in der entgegengesetzten Richtung (der Öffnungsrichtung) den Greifzustand löst bzw. freigibt. Ein derartiges Spannfutter kann automatisch bzw. schlüssellos sein, wenn es mit der Hand gedreht wird. Beispiele derartiger Spannfutter sind in den US-Patenten 5,125,673 und 5,193,824 geoffenbart, welche allgemein auf den vorliegenden Assignee bzw. Anmelder übertragen sind. Verschiedene Konfigurationen von automatischen Spannfuttern sind im Stand der Technik bekannt und für eine Vielfalt von Anwendungen wünschenswert.

Automatische bzw. schlüssellose Spannfutter, welche durch eine relative Drehbewegung zwischen einer Hülse und einem Spannfutterkörper betätigt werden, beinhalten Mittel bzw. Einrichtungen, um die Rotations- bzw. Drehposition der Mutter und des Körpers zu regeln bzw. zu steuern. Beispielsweise kann eine erste Hülse im Zusammenwirken mit der Mutter vorgesehen sein, während eine zweite Hülse, welche von der ersten Hülse unabhängig ist, an dem Körper festgelegt sein kann. Derart kann ein Benutzer die erste Hülse mit einer Hand drehen, während er die zweite Hülse mit der anderen Hand ergreift, wodurch der Körper stillgehalten wird. Alternativ kann in einigen Vorrichtungen, in welchen nur eine einzige Hülse vorgesehen bzw. zur Verfügung gestellt ist, ein Benutzer die einzige Hülse ergreifen und den Werkzeugantrieb betätigen, um die Spindel zu drehen, wodurch der Spannfutterkörper relativ zu der Hülse gedreht wird. Zusätzlich kann ein Mechanismus in einem Antrieb angeordnet sein, um die Spindel des Antriebs zu verriegeln, wenn der Antrieb nicht betätigt ist, wodurch eine Verwendung von einem Spannfutter mit lediglich einer Hülse bzw. Buchse ermöglicht wird.

Aus der US-A-4 395 170 ist ein Spannfutter mit einem Körper bekannt, der sich mit einer Bohrerspindel dreht. Der Körper umfaßt eine Vielzahl von Durchtritten, in denen von einer Mutter angetriebene Backen angeordnet sind, wobei die Mutter den Körper sowie die Backen umgibt. Eine Hülse bewegt sich axial auf dem Körper zwischen zwei Positionen. In der ersten Position verriegelt die Hülse in Drehrichtung die Mutter an einem Bohrergehäuse. Durch Bewegen der Hülse in diese Position kann das Spannfutter durch Aktivieren der Spindel geöffnet oder geschlossen werden. Somit kann das Spannfutter durch den Spindelantrieb geöffnet oder geschlossen werden. Durch eine Bewegung der Hülse in ihre zweite Position gelangt die Mutter außer Eingriff vom Bohrergehäuse, so daß die Mutter in bezug auf das Gehäuse drehbar ist. Sobald der Anwender folglich das Spannfutter mit der Spindel betätigt hat, so daß es auf einem Werkzeug festgelegt wird, kann die Hülse in die zweite Position bewegt werden, um die Mutter und den Körper gemeinsam zu drehen.

Aus der US-A-4 682 918 ist ein Spannfutter bekannt, bei dem ein Spannfutterkörper auf eine Spindel aufgeschraubt wird. Der Spannfutterkörper umfaßt drei schräge Bohrungen, die die jeweiligen Backen aufnehmen. Die Backen bewegen sich in den Backendurchtritten durch die Wechselwirkung einer Gewindespaltmutter auf- und abwärts. Ein festsitzender Bund umgibt die Spaltmutter und dreht den Spannfutterkörper. Das Spannfutter wird mit einer Schlagantriebsanordnung gebildet, die über die axiale Bewegung einer Hülse gesteuert wird, die entweder mit einem Keilwellenring verbunden ist oder einen Teil desselben bildet. Der Keilwellenring gibt axial nach vorn verlaufende Nasen vor, die auf dem Bund ausgebildeten Nasen zugewandt und mit diesen in Eingriff sind. Die Nasen sind mit weiteren Nasen in Eingriff, sobald die Hülse axial nach vorne zum Bund weggestoßen wird. Der Keilwellenring weist drei Keilwellen oder Finger auf, die von im Bohrergehäuse ausgebildeten Ausnehmungen aufgenommen werden. Eine Feder spannt die Hülse und den Keilwellenring vom Bund weg, so daß sich im Ruhezustand die Nasen mit den weiteren Nasen nicht mehr in Eingriff befinden. Im Betrieb betätigt ein Benutzer den Bohrer, so daß die Spindel und das Spannfutter gleichzeitig rotieren. Der Keilwellenring wird axial nach vorne gegen die rückwärts gerichtete Vorspannung der Feder bewegt, so daß die Nasen mit den weiteren Nasen in Eingriff gelangen. In dieser Position werden der Bund und die Spaltmutter mit Bezug auf den Spannfutterkörper drehfest gehalten, so daß sich die Backen auf einem Werkzeug festlegen. Sobald die Backen auf das Werkzeug gespannt sind, erzeugen die weiteren Nasen einen harten Schlag gegenüber den Nasen, um ein Schließen der Backen zu forcieren. Nach mehreren Schlägen wird die Hülse gelöst, und die Feder spannt die Hülse axial rückwärts aus dem Eingriff mit dem Bund heraus.

Aus der US-A-5 464 230 ist ein Spannfutter mit zwei Hülsen bekannt, das einen auf einer Bohrerspindel gelagerten und sich mit dieser drehenden Körper aufweist. Eine Verstellhülse dreht sich relativ zu dem Körper und ist mit winkligen Führungsdurchtritten zur Aufnahme von Backen ausgebildet. Die Backen weisen gezahnte Innenkanten auf, die mit einem an einem kegelstumpfförmigen vorderen Ende des Spannfutterkörpers gebildeten Schraubengewinde ineinandergreifen. Dreht sich der Körper relativ zur Hülse, gelangt das Schraubengewinde mit den gezahnten Innenkanten der Backen in Eingriff, wodurch die Backen je nach Drehrichtung in Eingriff mit einem Werkzeug bzw. aus diesem heraus bewegt werden. Der Körper weist ferner einen außen verlaufenden Steg auf. Ein erstes Lagerset ist zwischen der Vorderseite des Stegs und der Hülse angeordnet, und ein zweites Lagerset ist zwischen der Rückseite des Stegs und einer ringförmigen Unterlegscheibe angeordnet, die axial und drehbar an der Hülse befestigt ist. Das rückwärtige Ende des Körpers umfaßt zwei diametrisch gegenüberliegende ebene Flächen und nimmt einen Verriegelungsring sowie eine Haltehülse auf. Der Verriegelungsring ist drehbar am Spannfutterkörper, jedoch axial verschiebbar über einen begrenzten Abstand um diesen herum befestigt. Der Haltering ist axial am Spannfutterkörper über einen begrenzten Abstand, jedoch drehbeweglich relativ zu diesem befestigt. Mehrere Federn bilden eine Wirkverbindung zwischen dem Haltering und dem Verriegelungsring. Im Betrieb hält ein Benutzer die Haltehülse drehbar in der einen Hand und dreht die Verstellhülse mit der anderen Hand, bis die Backen auf einem Werkzeugschaft verriegelt sind. Nach Verriegeln auf dem Werkzeugschaft dreht sich die Haltehülse relativ zum Körper, so daß sich der Verriegelungsring axial in Eingriff mit den auf dem kreisförmigen Ring gebildeten Zähnen bewegt. Nach einer weiteren Drehung der Haltehülse relativ zur Verstellhülse bewegt sich der Verriegelungsring aus dem Eingriff mit der ringförmigen Unterlegscheibe derart heraus, daß das Spannfutter auf dem Werkzeugschaft weiter angezogen werden kann. Nach Lösen der Haltehülse spannen die zwischen der Haltehülse und dem Verriegelungsring befindlichen Federn die Haltehülse in eine Position vor, die dafür sorgt, daß der Verriegelungsring die Verstellhülse mit dem Spannfutterkörper drehend verriegelt.

Zusammenfassung der Erfindung

Die vorliegende Erfindung erkennt und bezieht sich auf Probleme betreffend Antriebe bei handbetätigten Spannfuttern. Derart ist, allgemein gesprochen, ein wesentliches Ziel dieser Erfindung ein verbesserter Antrieb und eine automatische bzw. schlüssellose Spannfutteranordnung.

Zusätzliche Ziele bzw. Gegenstände und Vorteile der Erfindung werden für Fachleute aus der detaillierten Beschreibung hierin ersichtlich oder augenscheinlich werden. Es sollte weiters geschätzt werden, daß Modifikationen und Variationen an den speziell illustrierten und diskutierten Merkmalen in verschiedenen Ausführungsformen und Anwendungen dieser Erfindung aufgrund der vorliegenden Bezugnahme darauf durchgeführt werden können, ohne den Geist und den Rahmen derselben zu verlassen. Derartige Variationen können eine Substitution von äquivalenten Mitteln bzw. Einrichtungen und Merkmalen anstelle der gezeigten und diskutierten und die funktionelle oder positionelle Umkehr von verschiedenen Teilen oder dgl. beinhalten, wobei sie jedoch nicht darauf beschränkt sind.

Diese und andere Ziele bzw. Gegenstände können durch einen Antrieb erreicht werden, welcher ein Gehäuse, eine drehbare Antriebswelle und ein Spannfutter aufweist. Das Spannfutter weist ein im allgemeinen zylindrisches Körperglied bzw. -element mit einen Nasen- bzw. Vorderabschnitt auf, welcher eine axiale Bohrung darin ausgebildet hat. Der Körper weist eine Vielzahl von winkelig bzw. in Winkelabstand angeordneten Durchtritten darin ausgebildet auf, so daß jede einer Vielzahl von Backen gleitbar jeweils darin positioniert werden kann. Jede der Backen weist eine Fläche bzw. Seite und ein Gewinde bzw. Gewindegänge darauf ausgebildet auf. Eine Mutter ist in betrieblicher bzw. wirksamer Verbindung mit der Antriebswelle und den Gewinden an den Backen, so daß die Antriebswelle die Mutter relativ zu dem Körper zu einer Drehbewegung antreibt, um die Backen axial innerhalb der Durchtritte zu bewegen. Ein Verriegelungsmechanismus, welcher an wenigstens einem von dem Gehäuse und dem Körper montiert bzw. angeordnet ist, weist zwei Betriebs- bzw. Betätigungspositionen auf. Die erste verriegelt den Körper und das Gehäuse in Drehrichtung bzw. gegenüber einer Drehbewegung relativ zueinander verriegelt. Die zweite erlaubt eine relative Drehbewegung zwischen dem Körperglied und dem Gehäuse.

In einer bevorzugten Ausführungsform der vorliegenden Erfindung beinhaltet ein Spannfutter für eine Verwendung mit einem Antrieb, welcher ein Gehäuse und eine drehbare Antriebswelle aufweist, ein im allgemeinen zylindrisches Körperglied, welches einen Nasen- bzw. Vorderabschnitt mit einer darin ausgebildeten, axialen Bohrung aufweist. Der Körper weist eine Vielzahl von winkelig bzw. unter einem Winkel angeordneten Durchtritten darin ausgebildet auf, so daß jede einer Vielzahl von Backen gleitbar jeweils darin positioniert werden kann. Jede der Backen weist eine Fläche bzw. Seite und ein Gewinde bzw. Gewindegänge darauf ausgebildet auf. Eine Mutter ist in betrieblicher bzw. wirksamer Verbindung mit der Antriebswelle und den Gewindegängen an den Backen, so daß die Antriebswelle die Mutter zu einer Drehbewegung antreibt, so daß die Rotation der Mutter relativ zu dem Körper die Backen axial innerhalb der Durchtritte bewegt. Ein Verriegelungsmechanismus, welcher an wenigstens einem von dem Gehäuse und dem Körper montiert bzw. angeordnet ist, weist zwei Betriebs- bzw. Betätigungspositionen auf. Die erste verriegelt den Körper und das Gehäuse in Drehrichtung bzw. gegenüber einer Drehbewegung relativ zueinander. Die zweite erlaubt eine relative Rotation zwischen dem Körperglied und dem Gehäuse.

Fachleute werden die Merkmale und Aspekte derartiger Ausführungsformen und anderer bei einer Betrachtung bzw. Überprüfung der Beschreibung besser schätzen.

Kurze Beschreibung der Zeichnungen

Eine vollständige und die Durchführung ermöglichende Offenbarung der vorliegenden Erfindung, beinhaltend die beste Ausführungsform derselben für einen Fachmann, wird in der Beschreibung offenbart, welche sich auf die beigeschlossenen Figuren bezieht, in welchen:

1 eine Längsansicht, teilweise im Schnitt, eines Spannfutters in Übereinstimmung mit einer Ausführungsform der vorliegenden Erfindung ist;

2 eine Längsansicht, teilweise im Schnitt, des Spannfutters wie in 1 ist;

3 eine perspektivische Ansicht, teilweise im Schnitt, des Spannfutters wie in 1 ist;

4 eine Explosionsansicht des Spannfutters wie in 1 ist;

5A eine Längsansicht, teilweise im Schnitt eines Spannfutters in Übereinstimmung mit einer Ausführungsform der vorliegenden Erfindung ist;

5B eine vergrößerte Ansicht des in 5A angedeuteten Bereichs ist, in welcher sich eine Hülse über einen Arretierungsmechanismus bewegt; und

5C eine vergrößerte Ansicht des in 5A angedeuteten Bereichs ist, in welcher eine Hülse einen Arretierungsmechanismus passiert hat.

Eine wiederholte Verwendung von Bezugszeichen in der vorliegenden Beschreibung und den Zeichnungen zielt darauf ab, gleiche oder analoge Merkmale oder Elemente der Erfindung darzustellen.

Detaillierte Beschreibung von bevorzugten Ausführungsformen

Es wird nun im Detail auf gegenwärtig bevorzugte Ausführungsformen der Erfindung Bezug genommen, wobei eines oder mehrere Beispiele derselben in den beigeschlossenen Zeichnungen illustriert sind. Jedes Beispiel wird lediglich als Erläuterung der Erfindung, jedoch nicht als Einschränkung der Erfindung gegeben. Tatsächlich wird für Fachleute ersichtlich sein, daß Modifikationen und Variationen in der vorliegenden Erfindung innerhalb des Schutzbereiches der beigefügten Ansprüche durchgeführt werden können. Beispielsweise können Merkmale, welche als Teil einer Ausführungsform illustriert oder beschrieben sind, bei einer anderen Ausführungsform verwendet werden, um noch eine weitere Ausführungsform zu ergeben. Es ist daher beabsichtigt, daß die vorliegende Erfindung derartige Modifikationen und Variationen umfaßt, wie sie in den Bereich der beigeschlossenen Ansprüche und deren Äquivalente fallen.

Ein Motorbohrer gemäß der vorliegenden Erfindung ist in den Figuren strichliert durch ein Bohrergehäuse 30 und eine Antriebswelle 28 angedeutet. Obwohl es möglich sein kann, die vorliegende Erfindung an einem nicht angetriebenen Bohrer zu verwenden, sind Motorantriebe, wie elektrische und pneumatische Antriebe, bevorzugt. Darüber hinaus kann jeder geeignete Motorantrieb innerhalb der vorliegenden Erfindung verwendet werden und sollte gut in diesem Stand der Technik verstanden werden. Dementsprechend ist aus Gründen der Klarheit der Bohrer in den Figuren nur durch das Gehäuse und die Antriebswelle angedeutet.

In einer bevorzugten Ausführungsform, welche in den 1 bis 4 illustriert ist, stimmt ein Bohrspannfutter mit der Spindel überein und weist einen Körper auf, welcher Durchtritte aufweist, in welchen Backen gehalten sind. Die Backen bewegen sich (entweder in einer Öffnungs- oder einer Schließrichtung) durch eine in ein Gewinde eingreifende Mutter hin und her. Ein Verriegelungsmechanismus in der Form einer im allgemeinen zylindrischen Hülse bzw. Muffe ist axial in jede der zwei Richtungen bewegbar. In der ersten Position verriegelt die Hülse bzw. Buchse den Körper an dem Antriebsgehäuse in Drehrichtung bzw. gegenüber einer Drehbewegung. Da sich die Mutter unverändert frei relativ zu dem Körper drehen kann, bewirkt jedoch eine Betätigung der Antriebswelle eine relative Drehbewegung zwischen der Mutter und dem Körper, um das Spannfutter in Abhängigkeit von der Drehrichtung der Antriebswelle zu öffnen oder zu schließen. In der zweiten Position sind der Körper und die Hülse relativ zu dem Bohrergehäuse drehbar.

Unter Bezugnahme auf 1 befindet sich die Hülse in der zweiten Position und sie und der Körper können frei relativ zu dem Antriebsgehäuse rotieren. In 2 befindet sich die Hülse in der ersten Position, wobei sie das Antriebsgehäuse ergreift, so daß das Antriebsgehäuse, die Hülse und der Körper in Drehrichtung bzw. gegenüber einer Drehbewegung miteinander verriegelt sind.

Wie auch in den Figuren gezeigt, treibt eine Antriebsspindel die Mutter durch einen Kupplungsmechanismus zu einer Drehbewegung an. Der Kupplungsmechanismus verriegelt die Spindel in Drehrichtung an der Mutter, solang die Mutter nicht wesentlich dem Rotationsdrehmoment entgegenwirkt, welches durch einen Spindelring aufgebracht wird, wie dies in größerem Detail unten beschrieben wird. Wenn der Widerstand dieses Drehmoment überwindet, können die Zähne auf der Mutter und dem Spindelring übereinander rutschen bzw. gleiten. Die Mutter und die Spindel drehen sich dann relativ zueinander, so daß ein Schlag bzw. Stoß auftritt, wenn die folgenden Zähne an der Mutter und dem Spindelring in Eingriff gelangen. Bei hohen Spindeldrehzahlen bzw. -drehgeschwindigkeiten spannen aufeinanderfolgende Schläge bzw. Stöße das Spannfutter weiter fest. Zur selben Zeit verhindert jedoch das durch die Kupplung erlaubte Rutschen bzw. Gleiten eine Beschädigung an dem Antrieb und den Spannfutterkomponenten, wenn die Spindel für eine zu lange Zeitdauer betätigt wird.

Wiederum unter Bezugnahme auf 1 beinhaltet ein Spannfutter 10 einen Körper 12, eine hintere Hülse bzw. Muffe 20, einen Spindelring 14, einen Verriegelungsring 48 und eine Mutter 18. Der Körper 12 ist im allgemeinen zylindrisch in seiner Form und umfaßt einen Nasen- oder Vorderabschnitt 80 und einen Schwanz- oder Hinterabschnitt 82. Eine axiale Bohrung 24 ist in dem Vorderabschnitt 80 ausgebildet und ist etwas größer als der größte Werkzeugschaft dimensioniert, welchen das Spannfutter aufnehmen soll.

Backenführungen 42 sind in dem Körper 12 ausgebildet, um jede Backe bzw. Klaue 16 aufzunehmen. Drei Backen 16 werden verwendet und jede Backe ist von der benachbarten Backe um einen Winkel bzw. Bogen von etwa 120° getrennt. Die Achsen der Backenführungen 42 und die Backen 16 sind relativ zu der Spannfutterachse abgewinkelt und schneiden die Spannfutterachse an einem gemeinsamen Punkt vor dem Spannfutterkörper 12. Jede Backe 16 weist einen Werkzeugeingriffsabschnitt 34, welcher im allgemeinen parallel zu der Achse des Spannfutterkörpers 12 liegt, und Gewinde bzw. Gewindegänge 36 auf. Die Gewinde 36 können in jeder geeigneten Art und Steigung bzw. Ganghöhe konstruiert sein.

Die Mutter 18 ist eine einstückige Mutter, welche Gewindegänge 44 für ein Zusammenwirken bzw. -passen mit den Gewinden 36 an den Backen 16 beinhaltet. Die Mutter 18 ist in dem Körper in Eingriff mit den Backengewinden positioniert, so daß, wenn die Mutter relativ zu dem Körper 12 gedreht wird, die Backen nach vorne bewegt oder zurückgezogen werden. Ein äußerer Kegel, welcher durch die Gewindegänge der Mutter gebildet ist, bildet einen Winkel von ungefähr 15° relativ zu der Spannfutterachse.

Die äußere Umfangsoberfläche des Verriegelungsrings 48 kann gerändelt sein oder mit Längsrippen oder irgendeiner anderen Konfiguration versehen sein, um einem Benutzer zu ermöglichen, ihn sicher zu ergreifen. Die Hülse kann aus Stahl oder einem Strukturkunststoff, wie beispielsweise Polycarbonat, einem gefüllten bzw. verfüllten Polypropylen, beispielsweise mit Glas verfülltem Polypropylen, oder einer Mischung aus strukturellen Kunststoffmaterialien gebildet sein. Andere zusammengesetzte bzw. Kompositmaterialien, wie beispielsweise mit Graphit gefüllte bzw. verfüllte Polymere, können auch in einer gewissen Umgebung geeignet sein. In einer Ausführungsform ist die Hülse aus mit 30% Glas gefülltem Nylonmaterial konstruiert. Wie dies durch einen Fachmann geschätzt werden wird, werden die Materialien, aus welchen das Spannfutter gemäß der vorliegenden Erfindung hergestellt ist, von der Endverwendung des Spannfutters abhängen und die obigen werden lediglich beispielhaft genannt bzw. zur Verfügung gestellt.

Unter Bezugnahme auch auf 3 und 4 beinhaltet die Mutter 18 eine Vielzahl von Zähnen 58, welche Zähne 62 an dem Spindelring 14 ergreifen. In der illustrierten Ausführungsform sind zwei Zähne 58 und zwei Zähne 62 vorgesehen bzw. zur Verfügung gestellt. Der Spindelring 14 ist auf die Antriebswelle aufgeschraubt und treibt die Mutter durch die Zähne 58 und 62 zu einer Drehbewegung.

Ein Verriegelungsmechanismus beinhaltet eine zylindrische Hülse bzw. Muffe, welche eine hintere Hülse 20 und einen Verriegelungsring 48 umfaßt. Der Verriegelungsring 48 ist axial und in Drehrichtung an der hinteren Hülse 20 fixiert. Die zylindrische Hülse ist axial relativ zu dem Körper 12 hin und her bewegbar und ist an einer von zwei axialen Positionen durch einen Arretierungsmechanismus 46 gehalten. In der Ausführungsform der vorliegenden Erfindung, welche in den 1 bis 4 gezeigt ist, beinhaltet der Arretierungsmechanismus 46 eine Schraubenfeder 64, welche eine Kugel 66 in einen von zwei ringförmigen Schlitzen 54 und 56 in dem Verriegelungsring 48 beaufschlagt bzw. vorspannt. Jeder der Schlitze 54 und 56 kann kontinuierlich um die innere, gekrümmte Oberfläche 78 des Verriegelungsrings 48 ausgebildet sein, um ein Ausrichten zu erleichtern. Obwohl nur ein Paar in den Figuren gezeigt ist, kann eine Vielzahl von Kugeln bzw. Bällen 66 und entsprechenden Federn 64 um den Körper zur Verfügung gestellt sein. Mit der Hülse in der in 1 gezeigten, vorderen Position ist der Arretierungsmechanismus 46 in Eingriff mit dem Schlitz 54 und hält dadurch den Verriegelungsring 48 und die hintere Hülse 20 entfernt von dem Bohrergehäuse 30.

Die hintere Hülse 20 ist in Drehrichtung bzw. gegenüber einer Drehbewegung an dem Körper 12 durch Rippen 74 (3 und 4), welche in Rillen bzw. Nuten 72 aufgenommen sind, verriegelt. Unter Bezugnahme auf die vordere, axiale Position der Hülse 20 in 1 und auch unter Bezugnahme auf die 3 und 4 ist die hintere Hülse 20 an dem Spindelring 14 durch den Eingriff der Zähne 70 an dem hinteren Ende der Hülse 20 und der Zähne 60 um den Außenumfang des Spindelrings verriegelt. Der Spindelring wiederum ist in Drehrichtung bzw. gegenüber einer Drehbewegung an der Spindel 28 verriegelt. Derart treibt die Spindel 28 den Körper 12 zu einer Drehbewegung bzw. in Drehrichtung an, wenn sich die hintere Hülse in ihrer vorderen Position befindet.

Der Spindelring 14 ist im allgemeinen zylindrisch in seiner Form und umfaßt einen Nasen- oder Vorderabschnitt 84 und einen Schwanz- oder Hinterabschnitt 86. Eine axiale Bohrung 88 ist in dem Vorderabschnitt 84 ausgebildet. Eine mit einem Gewinde versehene Bohrung 26 ist in dem Hinterabschnitt 86 ausgebildet und weist eine Standardgröße auf, um mit der Antriebswelle 28 des Motorantriebs, welcher teilweise bei 30 angedeutet ist, zusammenzuwirken bzw. übereinzustimmen. Die Bohrungen 26 und 88 können in einem zentralen Bereich des Spindelrings 14 miteinander in Verbindung stehen. Während eine mit einem Gewinde versehende Bohrung 26 illustriert ist, könnte der Spindelring eine geneigte bzw. sich verjüngende Bohrung einer Standardgröße beinhalten, um mit einer sich verjüngenden Antriebswelle oder jeglichem anderen, geeigneten Verbindungsmechanismus zusammenzuwirken bzw. übereinzustimmen.

Wenn die Hülse 20 nach rückwärts von der vorderen, axialen Position, welche in 1 gezeigt ist, gezogen wird, drückt die vordere Kante des Schlitzes 54 die Kugeln 66 gegen die Federn 64, so daß die Federn komprimieren, wodurch dem Verriegelungsglied 48 ermöglicht wird, sich über die Kugeln zu bewegen. Da die Hülse ihre Rückwärtsbewegung fortsetzt, gelangen die Zähne 70 außer Eingriff von den Zähnen 60 und die hintere Hülse 20 bewegt sich in eine hintere bzw. rückwärtige Position, wie dies in 2 gezeigt ist. Die hintere Hülse nimmt Bolzen bzw. Stifte 50 in Ausnehmungen bzw. Vertiefungen 52 auf, um die hintere Hülse relativ zu dem Antriebsgehäuse 30 in Drehrichtung zu verriegeln, und der zweite Schlitz 56 nimmt die Kugeln 66 auf, um axial die hintere Hülse in ihrer Position zu halten.

Derart ist der Körper 12 in Drehrichtung an dem Gehäuse 30 durch den Eingriff der Rippen 74 und Rillen 72 (3 und 4) im Körper 12 bzw. der Hülse 20 und durch den Eingriff der Stifte 50 und der Vertiefungen 52 in der Hülse 20 bzw. dem Gehäuse 30 verriegelt. Aufgrund des Lösens bzw. Trennens der Zähne 70 von den Zähnen 60 ist jedoch der Spindelring 14 relativ zu dem Körper drehbar.

Eine Lageranordnung und ein Kupplungsmechanismus beinhalten eine Kupplungsfeder 22, welche an einer Seite an dem Spindelring 14 und an der anderen Seite an einem Lagerring 40 anliegt. Da der Spindelring 14 auf die Spindel 28 abgestimmt ist, beaufschlagt die Feder 22 den Lagerring 40 nach rückwärts gegen eine Halteklammer 38, welche in einem ringförmigen Schlitz im Körper 12 aufgenommen ist, wodurch der Körper 12 axial nach rückwärts relativ zu der Spindel beaufschlagt bzw. vorgespannt ist. Der Körper 12 drückt daher die Mutter 18 nach rückwärts gegen den Spindelring 14. Derart dreht eine Betätigung der Spindel 28 (1) den Spindelring 14, welcher wiederum die Mutter 18 durch die Zähne 58 und 62 (4) dreht. Wenn der Körper in Drehrichtung an dem Bohrergehäuse wie in 2 verriegelt ist, dreht sich daher die Mutter 18 relativ zu dem Körper 12, wodurch das Spannfutter in Abhängigkeit von der Drehrichtung der Spindel geöffnet oder geschlossen wird.

Nunmehr unter Bezugnahme auf 4 definieren die Zähne 58 Seiten 68, welche Seiten an den Zähnen 62 gegenüberliegen, welche im wesentlichen parallel zu den Seiten 68 liegen. Jede Seite 68 ist unter einem Winkel von ungefähr 30° relativ zu einer Ebene 92 angeordnet, welche die Spannfutterachse 94 beinhaltet. Derart tendiert eine durch den Spindelring 14 auf die Mutter 18 aufgebrachte Drehkraft dazu, die Zähne 58 zu beaufschlagen, sich über die Zähne 62 zu bewegen. Wenn das Spannfutter nicht vollständig geöffnet oder geschlossen ist, überwindet die durch die Feder 22 aufgebrachte, axiale Kraft diese Tendenz und die Mutter dreht sich mit dem Spindelring.

Wenn das Spannfutter vollständig schließt (mit oder ohne einem eingefügten Werkzeug) oder vollständig öffnet, wird jedoch einer weiteren Drehbewegung der Mutter 18 widerstanden. Dieser Widerstand überwindet die Vorspannung der Feder 22 und die Zähne 58 bewegen sich über die Zähne 62, wodurch die Mutter 18 und der Körper 12 axial nach vorwärts gedrückt werden.

Wenn die Zähne 58 über die Zähne 62 passieren, bringt die Kupplungsfeder 22 die Lageranordnung 40 zurück in ihre ursprüngliche, axiale Position. Dies erzeugt aufeinanderfolgende Stöße gegen die Mutter, wenn der nächste Satz von Zähnen in Eingriff gelangt, wodurch das Spannfutter weiter angezogen wird oder das Spannfutter gelockert wird, wenn es übermäßig angezogen bzw. gespannt war. Der Hammereffekt ist für den Betätiger merkbar und zeigt daher an, daß sich die Backen 16 vollständig um das Betriebswerkstück geschlossen haben oder daß sich das Spannfutter vollständig geöffnet hat.

Unter Bezugnahme auch auf 2 bringt die hin- und hergehende Bewegung des Körpers 12 aufgrund des relativen Rutschens bzw. Gleitens zwischen der Mutter und dem Spindelring die hintere Hülse 20 nicht außer Eingriff von dem Bohrergehäuse 30. Der Schlitz 56 ist geringfügig breiter als der Durchmesser der Kugeln 66, so daß sich die Kugeln axial vorwärts zu dem Körper 12 bewegen können, ohne das Verriegelungsglied 48 und die Hülse 20 zu bewegen. Derart sollte die überschüssige Breite zumindest gleich dem Abstand sein, um welchen sich der Körper 12 bewegt. Sollten Reibungskräfte nichtsdestotrotz das Verriegelungsglied und die Hülse nach vorwärts mit dem Körper tragen oder wenn der Schlitz 56 keine zusätzliche axiale Breite beinhaltet, um eine Bewegung der Kugel 46 zu erlauben, sind die Stifte bzw. Bolzen 50 lang genug, um ein Lösen bzw. Trennen der Hülse zu vermeiden. D.h., die Länge der Stifte 50, welche sich in die Vertiefungen bzw. Ausnehmungen 52 erstrecken, ist größer als die axiale Vorwärtsbewegung des Körpers 12.

Die 5A5C illustrieren ein Spannfutter 10, welches einen Arretierungsmechanismus unterschiedlich von demjenigen aufweist, welcher in den 14 gezeigt ist. Insbesondere ist eine C-förmige Klammer- bzw. Klippfeder 96 in einer äußeren, ringförmigen Rille bzw. Nut im Spindelring 14 aufgenommen und weist einen Außendurchmesser auf, welcher größer ist als der Außendurchmesser des hinteren Endes des Spindelrings. Weiters ist der Außendurchmesser der Feder 96 größer als der Innendurchmesser eines hinteren Flansches 98 der Hülse 20. Derart hält die Feder 96 die hintere Hülse 20 in ihrer rückwärtigen, axialen Position, wie dies in 5A gezeigt ist.

Unter Bezugnahme auf 5B drückt, wenn die hintere Hülse nach vorwärts bewegt wird (wie durch einen Pfeil 100 angedeutet), um die hintere Hülse von den Stiften 50 zu lösen, der Flansch 98 die Feder 96 nach unten in die Rille des Spindelrings. Wenn sich der Flansch 98 über die Feder 96 bewegt, wie dies in 5C gezeigt ist, expandiert die biegsame bzw. nachgiebige Feder zurück in ihre ursprüngliche Position und hält danach die hintere Hülse in der vorderen, axialen Position. Wie in den Figuren gezeigt, können die Kanten bzw. Ränder des Flansches 98 abgeschrägt sein, um bei der Bewegung über die Feder 96 zu unterstützen.

Da der Arretierungsmechanismus der 5A5C zwischen dem Spindelring und der hinteren Hülse anstatt zwischen dem Spannfutterkörper und der hinteren Hülse wirkt, besteht eine geringere Wahrscheinlichkeit, daß die hintere Hülse mit dem Spannfutterkörper nach vorne gezogen wird, wenn die Mutter und der Spindelring relativ zueinander rutschen bzw. gleiten. Es können sich jedoch die Stifte 50 unverändert weit genug in die Ausnehmungen bzw. Vertiefungen 52 erstrecken, um ein Lösen bzw. Trennen der hinteren Hülse von dem Bohrergehäuse in dem Fall zu verhindern, falls eine Vorwärtsbewegung der hinteren Hülse dennoch auftreten sollte.

Während eine oder mehrere bevorzugte Ausführungsformen der vorliegenden Erfindung oben beschrieben wurden, sollte geschätzt bzw. erkannt werden, daß verschiedene, geeignete Ausführungsformen durch die vorliegende Erfindung umfaßt sind. Beispielsweise kann der in den Figuren gezeigte Verriegelungsmechanismus durch jeglichen geeigneten Mechanismus ersetzt werden, wie beispielsweise eine Hülse oder einen Hebel, welche(r) an dem Bohrergehäuse montiert ist und selektiv nach rückwärts erstreckbar ist, um den Körper zu ergreifen, so daß der Körper und das Gehäuse in Drehrichtung relativ zueinander verriegelt sind. Weiters können viele Variationen in der Anordnung, Konfiguration und Betätigung der Mechanismen realisiert werden, welche ein Element des Spannfutters mit einem anderen in Drehrichtung und axialer Richtung verriegeln.

Darüber hinaus sollte durch Fachleute verstanden werden, daß die oben beschriebenen Spannfutterkomponenten in verschiedenen, geeigneten Arten innerhalb der vorliegenden Erfindung angeordnet und konfiguriert werden können. Verschiedene Modifikationen und Variationen der vorliegenden Erfindung können durch Fachleute durchgeführt werden, ohne den Schutzbereich der vorliegenden Erfindung zu verlassen, wie in den beigefügten Ansprüchen genannt ist. Zusätzlich sollte verstanden werden, daß Aspekte der verschiedenen Ausführungsformen sowohl vollständig als auch teilweise untereinander getauscht werden können. Darüber hinaus werden Fachleute schätzen bzw. erkennen, daß die vorangehende Beschreibung lediglich beispielhaft gegeben ist und nicht beabsichtigt, die Erfindung zu beschränken, welche weiter in den beigefügten Ansprüchen beschrieben ist.


Anspruch[de]
  1. Spannfutter (10) zur Verwendung mit einem Antrieb mit einem Gehäuse (30) und einer drehbaren Antriebswelle (28), welche sich davon erstreckt, wobei das Spannfutter (10) umfaßt:

    ein im allgemeinen zylindrisches Körperglied bzw. -element (12), welches einen Nasen- bzw. Vorderabschnitt (80) mit einer darin ausgebildeten, axialen Bohrung und eine Vielzahl von winkelig bzw. in Winkelabstand angeordneten Durchtritten (42) aufweist, welche darin ausgebildet sind und die axiale Bohrung schneiden;

    eine Vielzahl von Backen (16), wobei jede Backe (16) gleitbar in einem entsprechenden der winkelig bzw. unter einem Winkel angeordneten Durchtritte (42) positioniert ist und eine Backenfläche bzw. -seite (34) aufweist, gekennzeichnet durch ein Gewinde bzw. Gewindegänge (36), welches bzw. welche auf den Backenflächen ausgebildet ist bzw. sind;

    eine Mutter (18) in betrieblicher bzw. wirksamer Verbindung mit der Antriebswelle (28), so daß die Antriebswelle (28) die Mutter (18) zu einer Drehbewegung bzw. drehbar antreibt, wobei die Mutter (18) in die Gewindegänge (36) an den Backen (16) eingreift, so daß eine Drehbewegung der Mutter (18) relativ zu dem Körperglied (12) axial die Backen (16) innerhalb der Durchtritte (42) bewegt; und

    einen Verriegelungsmechanismus (20, 48), welcher selektiv betätigbar ist in

    eine erste Betriebs- bzw. Betätigungsposition, in welcher der Verriegelungsmechanismus (20, 48) das Gehäuse (30) und das Körperglied (12) relativ zueinander in Drehrichtung bzw. gegenüber einer Drehbewegung bzw. drehbar verriegelt, und

    eine zweite Betriebs- bzw. Betätigungsposition, in welcher der Verriegelungsmechanismus (20, 48) eine relative Drehbewegung zwischen dem Körperglied (12) und dem Gehäuse (30) erlaubt.
  2. Spannfutter nach Anspruch 1, worin der Verriegelungsmechanismus (20, 48) an dem Spannfutter (10) montiert bzw. angeordnet ist.
  3. Spannfutter nach Anspruch 1, worin ein Spindelring (14) an der Antriebswelle (28) festgelegt bzw. befestigt ist und die Mutter (18) durch ein Eingreifen von Zähnen auf dem Spindelring (14) und der Mutter (18) antreibt.
  4. Spannfutter nach Anspruch 1, worin der Verriegelungsmechanismus (20, 48) eine axiale reziprok bewegliche bzw. axiale reziproke Hülse bzw. Buchse (20) beinhaltet.
  5. Spannfutter nach Anspruch 2, worin der Verriegelungsmechanismus (20, 48) eine axial hin- und hergehende bzw. reziproke Hülse (20) beinhaltet und worin die Hülse die Antriebswelle (28) ergreift bzw. eingreift, so daß die Hülse in Drehrichtung bzw. drehbar an der Antriebswelle (28) in der zweiten Betätigungsposition verriegelt ist.
  6. Spannfutter nach Anspruch 5, worin die Hülse in der zweiten Betätigungsposition in Drehrichtung bzw. drehbar an dem Körperelement bzw. -glied (12) verriegelt ist.
  7. Spannfutter nach Anspruch 4, worin die Hülse in Drehrichtung bzw. drehbar an dem Körperelement (12) in der ersten Betätigungsposition und in der zweiten Betätigungsposition in Drehrichtung bzw. drehbar verriegelt ist und an dem Gehäuse (30) in der ersten Betätigungsposition in Drehrichtung bzw. drehbar verriegelt ist, so daß die Hülse in Drehrichtung bzw. drehbar das Körperelement (12) an das Gehäuse (30) verriegelt.
  8. Spannfutter nach Anspruch 1, beinhaltend einen Vorbelastungs- bzw. Vorspannmechanismus und einen Kupplungsmechanismus, welche zwischen der Mutter (18) und der Antriebswelle (28) tätig bzw. wirksam sind, wobei der Vorspannmechanismus die Mutter (18) und die Antriebswelle (28) zueinander bzw. zusammen beaufschlagt bzw. vorspannt und der Kupplungsmechanismus in Drehrichtung bzw. drehbar die Mutter (18) und die Antriebswelle (28) trennt bzw. außer Eingriff bringt, wenn die Backen (16) eine vollständig geschlossene Position erreichen.
  9. Spannfutter nach Anspruch 8, beinhaltend einen Spindelring (14), welcher zwischen der Antriebswelle (28) und der Mutter (18) angeordnet ist.
  10. Spannfutter nach Anspruch 1, wobei der Verriegelungsmechanismus weiterhin umfaßt:

    ein im allgemeinen zylindrisches, hinteres Hülsenglied (20), welches einen Nasen- bzw. Vorderabschnitt und einen Schwanz- bzw. Hinterabschnitt aufweist, wobei der Hinterabschnitt in Drehrichtung bzw. gegenüber einer Drehbewegung bzw. drehbar an dem Körperglied (12) verriegelt ist und axial zwischen einer ersten Position, in welcher das hintere Hülsenglied (20) in Drehrichtung bzw. drehbar an dem Gehäuse (30) verriegelt ist, und einer zweiten Position hin- und herbewegbar bzw. reziprokal ist, in welcher das hintere Hülsenglied (20) relativ zu dem Gehäuse (30) drehbar ist;

    einen Verriegelungsring, welcher an dem hinteren Hülsenglied (20) montiert ist und selektiv mit dem Körperglied (12) in Eingriff bringbar ist, um axial das hintere Hülsenglied (20) in der ersten Position und der zweiten Position zu halten;

    einen Spindelring (14), welcher eine mit einem Gewinde versehene, axiale Bohrung, um die Antriebswelle (28) aufzunehmen, und ein erstes Ende und ein zweites Ende, worin

    das erste Ende Zähne aufweist, welche mit darauf abgestimmten bzw. zusammenpassenden Zähnen an der Mutter (18) verriegeln bzw. verzahnen und außer Eingriff gelangen können, um zu erlauben, daß sich der Spindelring (14) frei relativ zu der Mutter (18) dreht;

    das zweite Ende Zähne aufweist, welche mit darauf abgestimmten bzw. zusammenpassenden Zähnen an dem hinteren Hülsenglied (20) verriegeln bzw. verzahnen, um in Drehrichtung bzw. drehbar das hintere Hülsenglied (20) an dem Spindelring (14) zu verriegeln; und

    eine Kupplungsfeder, welche betätigbar bzw. operativ an dem Spindelring (14) angeordnet ist und die Mutter (18) und den Spindelring (14) zueinander bzw. zusammen beaufschlagt bzw. vorspannt, so daß, wenn die Mutter (18) außer Eingriff von dem Spindelring (14) gelangt, wodurch das Körperglied (12) in der axialen Richtung bewegt wird, die Kupplungsfeder die Mutter (18) und das Körperglied (12) zu ihrer ursprünglichen, axialen Position zurückbringt.
  11. Spannfutter nach Anspruch 1, wobei:

    der Verriegelungsmechanismus (20, 48) an wenigstens einem von dem Gehäuse (30) und dem Körperglied (12) angeordnet ist und selektiv betätigbar ist in

    eine erste Betriebs- bzw. Betätigungsposition, in welcher der Verriegelungsmechanismus (20, 48) das Gehäuse (30) und das Körperglied (12) relativ zueinander in Drehrichtung bzw. gegenüber einer Drehbewegung bzw. drehbar verriegelt, und

    eine zweite Betriebs- bzw. Betätigungsposition, in welcher der Verriegelungsmechanismus (20, 48) eine relative Drehbewegung bzw. drehbar zwischen dem Körperglied (12) und dem Gehäuse (30) erlaubt.
  12. Spannfutter nach Anspruch 11, beinhaltend einen im allgemeinen zylindrischen Spindelring (14), welcher auf die Antriebswelle (28) abgestimmt ist bzw. mit dieser zusammenpasst, und in drehendem Antriebseingriff mit der Mutter (18) ist.
  13. Spannfutter nach Anspruch 11, worin der Verriegelungsmechanismus eine axial hin- und hergehende bzw. reziproke Hülse (20) beinhaltet, welche an dem Spannfutter (10) montiert bzw. angeordnet ist.
  14. Spannfutter nach Anspruch 12, worin der Verriegelungsmechanismus (20, 48) eine axial hin- und hergehende bzw. reziproke Hülse (20) beinhaltet, welche an dem Spannfutter (10) montiert ist, und worin die Hülse (20) den Spindelring (14) ergreift bzw. eingreift bzw. mit ihm zusammenwirkt, so daß die Hülse (20) in Drehrichtung bzw. drehbar an dem Spindelring (14) in der zweiten Betätigungsposition verriegelt ist.
  15. Spannfutter nach Anspruch 14, worin die Hülse (20) in der zweiten Betätigungsposition in Drehrichtung bzw. drehbar an dem Körperglied (12) verriegelt ist.
  16. Spannfutter nach Anspruch 13, worin die Hülse (20) in Drehrichtung bzw. drehbar an dem Körperglied (12) in der ersten Betätigungsposition und der zweiten Betätigungsposition verriegelt ist und in Drehrichtung bzw. drehbar an dem Gehäuse (30) in der ersten Betätigungsposition verriegelt ist, so daß die Hülse (20) in Drehrichtung bzw. drehbar das Körperglied (12) an dem bzw. das Gehäuse (30) verriegelt.
  17. Spannfutter nach Anspruch 16, worin die Hülse (20) sich axial erstreckende Rippen beinhaltet, welche gleitbar innerhalb sich axial erstreckender Rillen bzw. Nuten an dem Körperglied (12) aufgenommen sind, und worin die Hülse (20) ringförmig angeordnete Zähne beinhaltet, welche verriegelt bzw. ineinander eingreifend in der ersten Betätigungsposition durch ringförmig angeordnete Zähne an dem Gehäuse (30) aufgenommen sind, wobei die Hülsenzähne außer Eingriff von den Gehäusezähnen in der zweiten Betätigungsposition gelangen.
  18. Spannfutter nach Anspruch 12, beinhaltend einen Vorbelastungs- bzw. Vorspannmechanismus und einen Kupplungsmechanismus, welche betätigbar bzw. operativ zwischen der Mutter (18) und dem Spindelring (14) sind, wobei der Vorspannmechanismus die Mutter (18) und den Spindelring (14) zueinander bzw. zusammen beaufschlagt bzw. vorspannt und der Kupplungsmechanismus in Drehrichtung die Mutter (18) und die Antriebswelle (28) außer Eingriff bringt, wenn die Backen (16) eine vollständig geschlossene Position erreichen.
  19. Spannfutter nach Anspruch 18, worin die Kupplung wenigstens einen sich axial erstreckenden Zahn an dem Spindelring (14) beinhaltet, welcher mit einem sich axial erstreckenden Zahn an der Mutter (18) verzahnt bzw. verriegelt.
  20. Spannfutter nach Anspruch 19, worin der Mutterzahn eine Seite aufweist, welche unter einem schiefen Winkel relativ zu einer Ebene angeordnet ist, welche die Spannfutterachse beinhaltet, und worin der Spindelringzahn eine Seite aufweist, welche der Muterzahnseite gegenüberliegt und im wesentlichen parallel zu dieser ist.
  21. Spannfutter nach Anspruch 20, worin der Vorspannmechanismus eine Feder beinhaltet, welche an dem Körperglied (12) und dem Spindelring (14) anliegt bzw. lagernd angeordnet ist und das Körperglied (12) nach rückwärts relativ zu dem Spindelring (14) beaufschlagt bzw. vorspannt.
  22. Spannfutter nach Anspruch 13, worin das Gehäuse (30) eine Vielzahl von Stiften bzw. Zapfen beinhaltet, welche sich axial davon erstrecken, und worin die Hülse (20) eine Vielzahl von Löchern beinhaltet, welche die Stifte in der ersten Betätigungsposition aufnehmen.
  23. Spannfutter nach Anspruch 11, beinhaltend einen Arretierungs- bzw. Feststellmechanismus, welcher in dem Körperglied (12) angeordnet ist und ausgebildet ist, um freigebbar die Hülse (20) in jeder der ersten und zweiten Betätigungspositionen zu halten.
Es folgen 5 Blatt Zeichnungen






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