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Elektronisches Kontroll-System - Dokument DE102004013369A1
 
PatentDe  


Dokumentenidentifikation DE102004013369A1 06.10.2005
Titel Elektronisches Kontroll-System
Anmelder DIRAK Dieter Ramsauer Konstruktionselemente GmbH & Co. KG, 58256 Ennepetal, DE
Erfinder Ramsauer, Dieter, 58332 Schwelm, DE
Vertreter Stratmann, E., Dipl.-Ing. Dr.-Ing., Pat.-Anw., 40212 Düsseldorf
DE-Anmeldedatum 17.03.2004
DE-Aktenzeichen 102004013369
Offenlegungstag 06.10.2005
Veröffentlichungstag im Patentblatt 06.10.2005
IPC-Hauptklasse G07C 9/00
Zusammenfassung Beschrieben wird ein elektronisches Kontroll-System zur Kontrolle des Zugangs und Aufenthalts von Personen und/oder Gegenständen zu bzw. in Räumlichkeiten und zur Überwachung von Zuständen in diesen Räumlichkeiten, gekennzeichnet durch von jeder Person oder Gegenstand jeweils getragenen elektronisch oder elektromagnetisch ansprechbaren Identifikationseinrichtungen mit festgelegtem individuellem Code, wie Transponder (10) oder kontaktlos schreib-lesbare, einen Mikrochip und/oder einen Magnetstreifen aufweisender Karte (12, 14), und durch den einzelnen Räumlichkeiten zugeordnete Sende/Empfangsstationen (16) bzw. Schreib-Lesestationen (18), die mit den Transpondern (10) bzw. Karten (12, 14) in Wechselwirkung treten können und die ihrerseits mittels drahtloser oder drahtgebundener Verbindungseinrichtungen mit Zugangskontrolleinrichtungen (30), wie elektronisch ver- und entriegelbaren Türverschlüssen (48) verbunden sind, und/oder durch ein Netzwerk (34) und/oder Datenbus (36), an welchem Netzwerk (34) oder Datenbus (36) eine Datenverarbeitungs- und Speichereinrichtung (38) zur Verarbeitung, Speicherung und optional zur Weiterleitung von Daten an einen Personalcomputer (40) angeschlossen ist, und/oder durch Dateneingabe-/Ausgabeeinrichtungen, wie Bildschirm (42), Drucker (44) und Tastatur (46), zur Steuerung, Anzeige und/oder Ausdruck der überwachten Zustände.

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft ein elektronisches Kontroll-System zur Kontrolle des Zugangs und Aufenthalts von Personen und/oder Gegenständen zu bzw. in Räumlichkeiten und zur Überwachung von Zuständen in diesen Räumlichkeiten.

Aus der WO 02/29186 A1 ist bereits ein elektronisches Kontroll-System zur Kontrolle des Zugangs zu Schaltschränken bekannt, das die Zugangsberechtigung daran kontrolliert, ob die Person die den Zugang begehrt, auch dazu berechtigt ist. Dazu dienen verschiedene alternative Möglichkeiten. Es wird u. a. auch eine Transpondereinrichtung genannt, wie auch eine Chipkarte, die jeweils die Person identifizierende Merkmale aufweist und deren Daten von dem Verschlußsystem ausgelesen werden.

Aufgabe der Erfindung ist eine Weiterbildung des Systems dahingehend, daß es universeller einsetzbar ist.

Gelöst wird die Aufgabe dadurch, daß von jeder Person oder Gegenstand jeweils getragene elektronisch oder elektromagnetisch ansprechbare Identifikationseinrichtungen mit festgelegtem individuellem Code, wie Transponder oder kontaktlos schreib-lesbare, einen Mikrochip aufweisende Karte, und durch den einzelnen Räumlichkeiten zugeordnete Sende/Empfangsstationen bzw. Schreib-Lesestationen, die mit den Transpondern bzw. Karten in Wechselwirkung treten können und die ihrerseits mittels drahtloser oder drahtgebundener Verbindungseinrichtungen mit Zugangskontrolleinrichtungen, wie elektronisch ver- und entriegelbaren Türverschlüssen verbunden sind, und/oder durch ein Netzwerk und/oder Datenbus, an welchem Netzwerk oder Datenbus eine Datenverarbeitungs- und Speichereinrichtung zur Verarbeitung, Speicherung und optional zur Weiterleitung von Daten an einen Personalcomputer angeschlossen ist, und/oder durch Dateneingabe-/Ausgabeeinrichtungen, wie Bildschirm, Drucker und Tastatur zur Steuerung, Anzeige und/oder Ausdruck der überwachten Zustände.

Auf diese Weise kann der Weg eines mit dem Chip oder dem Transponder versehenen Gegenstandes, wie Paket oder Aktentasche oder auch eine den Chip oder die Transpondereinrichtung tragenden Person in dem Bereich überwacht werden, in dem sich die Sende/Empfangsstationen bzw. Schreib-Lesestationen, untergebracht beispielsweise in Verschlußeinrichtungen erfindungsgemäßer Ausbildung, angeordnet sind. Insbesondere kann somit der Weg eines Mitarbeiters durch verschiedene Räumlichkeiten einer Fabrikanlage oder Büroeinrichtung überwacht werden, wie auch der Weg einer Aktentasche oder eines Paketes, die mit einem entsprechenden Transponder oder Chip ausgestattet ist. Dadurch wird eine höhere Sicherheit geboten, als es bisher möglich war.

Gemäß einer Weiterbildung der Erfindung kann der Transponder die äußere Form eines Schlüssels haben, insbesondere in der Weise, daß er sowohl elektronisch eine Tür zu Öffnen ermöglicht, wie auch seine Zuhaltungsausbildung auf mechanischem Wege. Es kann ein passiver oder aktiver, batteriegespeister Transponder sein.

Gemäß einer anderen Weiterbildung der Erfindung ist die Karte mit dem Chip mit einer Abdeckung versehen, die Daten abdeckt, die die zugehörige Person und/oder Zeitdaten und/oder die Räumlichkeiten angeben, zu denen diese Person Zugang haben soll. Das ermöglicht, unabhängig von der elektronischen Arbeitsweise die Kontrolle, ob die die Karte tragende Person tatsächlich zu dem Raum Zugang hat, zu dem sie Zugang verlangt.

Die Karte kann jeweils zusätzlich einen kontaktgebundenen Mikro-Chip aufweisen, der zusätzliche Funktionalität aufweist, z. B. entsprechend, bei welchen Zugangsstationen die Person vorbeigegangen ist.

In ähnlicher Weise und zu ähnlichen Zwecken kann die Karte (ggf. zusätzlich) einen Magnetstreifen aufweisen, auf dem entsprechende Informationen speicherbar sind.

Es ist von Vorteil, die Zugangskontrolleinrichtungen in einem Verschluß unterzubringen, der eine Mulde mit versenkbarer Hebelbetätigung aufweist.

Ein derartiger Verschluß ist besonders vielseitig einsetzbar, bietet Platz für Elektronik und ist auch mechanisch besonders geschützt.

So kann der Verschluß an einem Türblatt eines Schaltschrankes angebracht sein, dessen Inhalt gefährlich ist und daher vor unautorisiertem Zugang geschützt werden muß.

Eine Alternative ist, die Zugangskontrolleinrichtung in einem Schrankenantrieb eines Parkplatzzugangs unterzubringen. Statt dessen kann sie aber auch einen Automaten absichern.

Die Datenverarbeitungseinrichtung kann auch dazu dienen, die zeitliche Aufeinanderfolge der Auslösung von Zugangseinrichtungen von mehreren Räumen zur Ermittlung des Bewegungsweges des den zugehörigen Transponder oder Karte tragenden Gegenstandes oder Person zu bewerkstelligen.

Ein derartiger Gegenstand könnte für einen verschließbaren Behälter oder sonstiges Mobiliar oder Raumausstattungsteil mit integriertem Transponder oder integrierter Karte sein und so zur Überwachung des Vorhandenseins oder des Weges wertvoller oder gegen Diebstahl zu sichernder Gegenstände dienen.

Durch Verknüpfung von mehreren derartigen Einrichtungen wird möglich, Betriebszustände und Umfeldzustände von Schränken und daran angeschlossenen Ausrüstungen, wie Betriebsspannung, Betriebstemperatur, Innen- und/oder Außendruck, Stellung und/oder Bewegung von Schaltschrankverschlüssen zu ermitteln und auf einem Anzeigeschirm übersichtlich darzustellen.

Die Erfindung wird nachfolgend anhand von Ausführungsbeispielen näher erläutert, die in den Zeichnungen dargestellt sind.

Es zeigt:

1 in einer schematischen Darstellung eine Möglichkeit, das erfindungsgemäße elektronische Kontroll-System aufzubauen;

2A und 2B einen für das erfindungsgemäße Kontroll-System geeigneten Verschluß in Seitenansicht und in Draufsicht;

3 in einer schematischen Darstellung Räumlichkeiten, die mit dem elektronischen Kontroll-System gemäß der Erfindung zweckmäßigerweise überwacht werden können;

4 einen Schrank, der erfindungsgemäß überwachbar ist;

5A, 5B und 5C in drei Ansichten eine praktische Ausführungsform des Verschlusses;

6 bis 11 verschiedene schematische Darstellungen der Wirkungsweise des elektronischen Kontroll-Systems gemäß der Erfindung.

In 1 ist eine Schemadarstellung eines elektronischen Kontroll-Systems zur Kontrolle des Zugangs und Aufenthalts von Personen und/oder Gegenständen zu bzw. in Räumlichkeiten und zur Überwachung von Zuständen in diesen Räumlichkeiten und der Gegenstände dargestellt, mit von jeder Person oder Gegenstand jeweils getragenen elektronisch oder elektromagnetisch ansprechbaren Identifikationseinrichtungen mit festgelegtem individuellem Code, wie ein Transponder 10, eine Karte mit einem Mikrochip 12, eine Karte mit Magnetstreifen 14 oder dgl., die mit einzelnen Räumlichkeiten zugeordneten Sende/Empfangsstationen 16 bzw. Schreib-Lesestationen 18, die mit den Transpondern 10 bzw. Karten 12, 14 in Wechselwirkung treten können, beispielsweise über niederfrequente elektromagnetische Felder (im Falle von Transpondereinrichtungen) 20, über hochfrequente Funkwellen oder Infrarotlicht 22, oder über Magnetfelder 24 (im Falle von Magnetstreifen), welche Stationen ihrerseits mittels drahtloser oder drahtgebundener Verbindungseinrichtungen 26, 28, 29 mit Zugangskontrolleinrichtungen 30, 32, wie elektronisch ver- und entriegelbaren Türverschlüssen verbunden sind, und/oder durch ein Netzwerk 34 und/oder Datenbus 36, an welchem Netzwerk oder Datenbus eine Datenverarbeitungs- und Speichereinrichtung 38 zur Verarbeitung, Speicherung und optional zur Weiterleitung von Daten an einen Personalcomputer oder Laptop 40 angeschlossen sind, und/oder durch Dateneingabe-/Ausgabeeinrichtungen 42, wie Bildschirm 42, Drucker 44 und Tastatur 46 zur Steuerung, Anzeige und/oder Ausdruck der überwachten Zustände.

Der Transponder 10 kann ein aktiver Transponder mit Batterie und Auslöseknopf sein und die äußere Form eines Schlüssels haben oder sogar einen mechanisch wirksamen Schlüssel, der zu der Transponder-Wirksamkeit auch ein direktes Aufschließen eines mechanischen Schlosses ermöglichen kann.

Aus Personalidentifikationsschutzgründen kann es günstig sein, wenn die Karte 12, 14 mit einer Abdeckung versehen ist, die die Daten abdeckt, die die zugehörige Person oder die Zeitdaten oder die Räumlichkeiten angeben, zu denen diese Person Zugang haben soll, wobei nur auf besondere Veranlassung die Verdeckung abgenommen werden kann, um einer Kontrollperson Zugang zu den Daten zu verschaffen.

Besonders günstig sind Karten mit kontaktgebundenem Mikrochip, der neben Speichereinrichtungen auch Informationen verarbeiten kann, z. B den Inhalt des Speichers beispielsweise nach Zugang zu einem Raum auslesen und entsprechend verändern und diese Informationen wieder speichern kann.

Besitzt die Karte ggf. zusätzlich einen Magnetstreifen, ist so eine Verarbeitung der Informationen auf dem Magnetstreifen nicht möglich.

Als besonders günstig hat sich erwiesen, wenn die Sende/Empfangsstation 16 mit der Zugangskontrolleinrichtung 30 zu einem Verschluß vereinigt wird, beispielsweise zu einem Verschluß mit in einer Mulde versenkbarer Hebelbetätigung, siehe Bezugszahl 48.

Ein derartiger Verschluß wird beispielsweise in der WO 02/29186 A1 in verschiedenen Ausgestaltungen beschrieben und ist in 2A und 2B hier nochmals dargestellt. Dieser Hebelverschluß 48 besteht zweckmäßigerweise aus einer standarisierten, auf ein Türblatt 12 oder dgl. aufsetzbaren Mulde 114, in der ein verriegelbarer Griffhebel 116 mit seinem einen Ende 118 um eine zum Türblatt 112 parallele Achse 120 von einer Mulde 114 oder in einer von dieser gehaltenen Antriebswelle 122 für ein Stangenschloß 124, Vorreiber oder dgl. schwenkbar gehalten ist, und aus einer Verriegelungseinrichtung 126, mit der der Griff 116 in seiner in die Mulde 114 eingeschwenkten Stellung mittels eines Riegels 128 verriegelbar ist. Der Riegel 128 ist zweckmäßigerweise fallenartig aufgebaut und ermöglicht beim Einschwenken des Hebels 128 ein automatisches Zurückschieben des Riegels 128 und Verriegeln des Hebels in seiner eingeschwenkten Stellung.

Mit Hilfe eine Motors oder eines Elektromagneten kann der Riegel 128 zurückgezogen und der Hebel wieder angehoben werden, falls ein entsprechendes Signal der Zugangskontrolleinrichtung zugeführt wird, die daraufhin den Riegel 128 aus dem Handhebelaufnahmebereich für den Riegel zurückzieht, so daß dieser Handhebel wieder angehoben und der Verschluß betätigt werden kann, beispielsweise, in dem der Handhebel 128 die Antriebswelle 122 dreht und über eine hier nicht dargestellte Ritzelanordnung beispielsweise eine Verschlußstange 130, die parallel zum Abkantungsbereich des Türblatts laufen möge, aus einer verriegelten Stellung in eine entriegelte Stellung verschiebt. Die Verriegelungseinrichtung ist modulartig aufgebaut und die Moduln können bei Bedarf ausgetauscht werden, beispielsweise um eine Moduleinheit für die Tastaturbetätigung wie sie in 2B zu erkennen ist, auszutauschen gegen eine durch einen Transponder betätigbare oder durch eine Kartenlese-Einheit auszutauschen, je nach dem welcher Bedarf gerade anstehen sollte.

In 4 ist ein Schrank, beispielsweise ein Schaltschrank 50 mit zwei Türblättern 112, 113 zu erkennen, welche Türblätter mit Verschlüssen 48 von der in 2A, 2B beschriebenen Bauart verschlossen werden können. Die in dieses Schloß eingebaute Sende-/Empfangsstation 16 sendet beispielsweise an den Transponder 10, der von einer Person getragen wird oder z. B. in einem Gepäckstück untergebracht ist, ein relativ niederfrequentes Signal, das (bei passivem Transponder ohne Batterie) in regelmäßigen Abständen vorsorglich ausgestrahlt wird und den Transponder 10 einerseits mit Energie versorgt und anderseits ihn veranlaßt, ein in ihm abgespeichertes Identifikationssignal auszusenden, siehe Bezugszahl 20, welches Aussendesignal von der Sende-/Empfangsstation im Handhebel 48 aufgefangen und in geeigneter Weise verarbeitet wird, in dem beispielsweise die Zugangskontrolleinrichtung 30 direkt angesteuert und dazu veranlaßt wird, den Türverschluß zu öffnen, so daß der Handhebel des Verschlusses 48 angehoben und die Tür 112 des Schrankes 50 geöffnet werden kann, um beispielsweise Wartungsarbeiten innerhalb des Schaltschrankes auszuführen. Gleichzeitig oder zu einem späteren Zeitpunkt übersendet die Zugangskontrolleinrichtung 30 auf einer Funkwelle 28 oder aber auch drahtgebunden, was allerdings umständlich wäre, ein Signal an ein örtlich begrenztes Netz, ein sogenanntes Intranet, oder an einen Datenbus 34, 36, von wo es zu der Zentrale gelangt, die im Hause sein mag, also Teil des Intranet wäre, oder aber über eine Telefon- oder Datenleitung mit dem Internet verbunden, also weltweit oder örtlich unbegrenztes Netz, um die Information über den Zugang zu dem Schrank an eine geeignete Zentrale weiterzuleiten.

Bei einem aktiven Transponder mit Batterie kann ein Auslöseknopf betätigt werden, der zur Aussendung eines Identifikationssignals und z. B. der Entriegelung eines Türverschlusses führt.

Weiterhin kann die Information, daß der Schrank mit einem Transponder 10 geöffnet worden ist, dazu dienen, festzustellen, daß die diesen Transponder tragende Person zu einem bestimmten Zeitpunkt an einem bestimmten Ort gewesen ist, was durch Aufzeichnung der übertragenen Daten ohne Probleme möglich ist. In ähnlicher Weise könnte mit einer Chipkarte 12 eine Verbindung 22 mit der Sende-/Empfangsstation 16, 18 des Verschlusses 48 hergestellt werden, mit ähnlichen Möglichkeiten, wie sie bezüglich des Transponders berichtet worden sind. Das gleiche Verfahren ist natürlich auch auf weitere Schränke, z. B. Schaltschrank 50 mit Schranktür 113, anwendbar. So sind in der 3 derartige Schaltschränke in einem Raum 52 zu erkennen, in dem sich eine Person 54 mit einer Aktentasche oder Werkzeugkasten 56 aufhält. Die Person 54 mag einen Transponderschlüssel oder eine Chipkarte mit seinen Identifikationsmerkmalen in der Tasche halten, und der Gegenstand, wie die Tasche 56, mag einen Transponder mit einer wiederum anderen Identifikationskennzeichnung enthalten. Der an den Schränken 50 befindliche Griff 48, in dessen Nähe sich Personen 54 und Gepäckstück 56 befinden, wird deren Präsenz feststellen können, in dem er in der bereits beschriebenen Weise in regelmäßigen Abständen, ein Signal aussendet, das von dem Transponder von 54 oder von 56 aufgenommen wird, woraufhin dieser aktiviert und mit Energie versorgt und veranlaßt wird, das in ihm abgelegte Identifikationssignal auszusenden, was wiederum Hebel 48 mit seinem Empfangsmodul aufnimmt und in der beschriebenen Weise an eine Zentrale weitergibt, die beispielsweise im Raum 58 angeordnet sein mag, wo diese Information an Bildschirmen 60 ablesbar sein möge. Entsprechende Steuer- und Überwachungsfunktionen üben auch andere Schwenkhebel aus, beispielsweise der Schwenkhebel 148 an der Tür, die den Raum 52 mit dem Raum 58 verbindet. Ebenso könnte das Vorhandensein der Tasche 156 an einem bestimmten Ort festgestellt werden. Auf diese Weise wird ein Diebstahl erschwert, in dem jedesmal, wenn die Tasche in der Nähe eines in einem Schwenkhebel untergebrachten Sende-/Empfangsmoduls gelangt, eine entsprechende Mitteilung an die Zentrale ergeht. Damit kann z. B. auch verfolgt werden, ob bestimmte Gegenstände, wie Möbel in einem Raum umgeräumt oder sonstwie bewegt werden. Der Raum 58 könnte auch ein Sicherheitsbüro darstellen, in dem definiert werden könnte, wer welchen Hebel zu welchem Zeitpunkt bedienen darf. Im Raum 62 könnte ein Überwachungspult aufgestellt sein, das es erlauben würde, den Status sämtlicher im Gebäude befindlicher Hebel auf einen Blick festzustellen.

Bestimmte Türen, z. B. die Tür 64 könnte der Raumkontrolle dienen, die den Zugang zu bestimmten Räumen unter sich hat.

Der Raum 66 könnte als Managerbüro definiert werden, das eine Managerfunktion erlaubt, mit der Möglichkeit Sicherheitseinstellungen durch eine Vielzahl von Funktionen zu recherchieren.

Die Parkplatzschranke 68 könnte die Zufahrt von Fahrzeugen zu bestimmten Parkzonen kontrollieren.

Im Rechenzentrum 70 könnten die Schrankenzugänge mit unterschiedlichsten Zugangsmethoden und zu Verbindungen konfiguriert werden.

Ein Geldautomat 72 könnte mit einem einzelnen Hebel bedienbar sein, als Beispiel für direkte Zugangsapplikation, die eine preisgünstige Möglichkeit der Zugangskontrolle und Überwachung für einzelne Gehäuseeinheiten darstellt.

Somit bietet das modulartig aufgebaute System mit wenigen Einzelteilen eine Vielzahl von Zugangsmöglichkeiten, die für jeden speziellen Anwendungsfall besonders gut geeignete Zusatzvarianten bietet. Im Falle von einem Tastaturfeld würde man beispielsweise Zugang zu einem gesicherten Schrank dadurch erhalten, daß eine manuelle Eingabe eines vierstelligen Codes auf der in dem Hebel integrierten Tastatur erfolgt. Mit der Transponderkarte wäre es möglich, auch einen vierstelligen Zugangscode bereit zu haben, wobei hier jedoch die Eingabe wegfallen würde. Hier steht die Transponderkarte für eine einzige Karte, die sämtliche autorisierten Zugänge ermöglicht. Zusätzlich bietet diese Applikation einen schnellen Zugang zu Schränken.

Eine kurze Identifikation der Karte genügt.

Es gibt auch multifunktionelle Möglichkeiten, bei welcher Applikation eine handfreie Öffnung ermöglicht wird. Dabei wird automatisch ein Funksignal zur Identifikation übermittelt. Außerdem können durch die Position des Senders Mitarbeiter sowie Besucher in Gebäuden lokalisiert und überwacht werden. Zusatzfunktionen, wie automatisches Lichteinschalten, können einprogrammiert werden. Eine entsprechende Kontroll- und Überwachungssoftware vervollständigt diese Möglichkeit.

Die Möglichkeit, Zugänge zu definieren, könnte einem Administrator zugeordnet werden. Ein Zugang kann für eine Person alleine autorisiert werden, aber auch für eine Gruppe von Angestellten. Innerhalb einer spezifischen Gruppe könnten weitere, unterschiedliche Berechtigungsstufen vergeben werden. Zugang kann zu einem einzigen oder gleich zu mehreren Schränken gewährt werden. Die Fähigkeit, ganze Sicherheitsbereiche zu kontrollieren, waren bisher nicht so vielfältig wie jetzt.

Das erfindungsgemäße System erlaubt es, zu jedem Zeitpunkt den aktuellen Status eines Hebels zu überwachen. Die Identität der Personen, die Zugang zu dem Schrank hatten, kann ebenso ermittelt werden, wie die Hebel, die während einer definierten Zeitspanne geöffnet wurden. Sollten einmal Differenzen in Bezug auf die Sicherheitsaspekte zu klären seien, bietet die Software die notwendige Flexibilität, durch Endlos-Dokumentation sämtliche Zugriffe nachzuvollziehen, was durch eine Vielzahl von möglichen Darstellungen auf dem Monitor erleichtert wird. Schon Versuche, Schränke zu öffnen, können so anhand von Codeeingabe, Transponderkarten und multifunktionelle Schlüsseleinrichtungen festgestellt werden, selbst wenn die bereits deaktiviert wurden.

Das erfindungsgemäße Schloßsystem ist für unterschiedliche Schlösser geeignet, z. B. für Stangenschlösser, Zungenantriebe mit Rundstange oder auch nur für eine Punktverriegelung. Die lästige Schlüsselverwaltung, das Auswechseln von Profilzylindern bei Verlust eines Generalschlüssels oder bei Mitarbeiterwechsel entfällt hier komplett. Von Vorteil ist auch die Protokollierbarkeit der Zugänge und die kontrollierte Fernöffnung.

Die 5A zeigt in einer auseinandergezogenen Ansicht, die 5B in einer Ansicht von oben und die 5C in einer Ansicht von der Seite eine praktische Ausführungsform des erfindungsgemäßen Hebelverschlusses. In 5A sind folgende miteinander verbindbare Einheiten zu erkennen: Der Schwenkhebel 116 mit seiner Antriebswelle 122 und eine Abdeckkappe 132, die axial weggeschoben werden kann, um darunterliegende Tastatur oder sonst etwas, das als Applikationsmodul zur Verfügung steht, freizugeben. Die Mulde 114 nimmt diesen Hebel 116 auf. Außerdem umfaßt die Mulde das Applikationsmodul 126 mit der Tastatur 60 oder was sonst an anderen Applikationen vorhanden sein mag, den magnetisch bedienbaren Riegel 128, Notstromanschlüsse 134, 136 für eine bei 144 einschiebbare Notstrombatterie mit beispielsweise 9 Volt, eine Dichtungseinlage 138 und einen Abdeckdeckel 140 und zwei Schrauben 142, die das ganze nach dem Zusammenstecken zusammenhalten.

6 bis 11 zeigen einen Teil der Möglichkeiten, die erfindungsgemäße Anordnung auszugestalten. Mit 48-0 sind in 6 mehrere Hebelverschlüsse bezeichnet, die durch Transponderkarten und sonstige Zugangseinrichtungen ansteuerbar sind. Jedoch besitzt die Anordnung keine Tastatur. Mittels eines Transpondersignals kann ein Riegelantrieb betätigt und die Tür geöffnet werden. Der Zustand des Handgriffes und die Tatsache, ob die Tür 112 geöffnet ist oder nicht, sowie der Code mit dem die Tür geöffnet wurde, werden über eine Netzwerkeinrichtung 34 einem PC 40 zugeleitet, der diese Informationen wiedergibt und ggf. einem Server 38 zuleitet, wie auch mit Daten einer Datenbank 39 vergleicht.

Bei den Handhebelverschlüssen 48-1 handelt es sich z. B. um solche mit einer Tastatur, außerdem ist ein Mastercode für administrative Zwecke und beispielsweise 25 Benutzercodes vorgesehen. Mit Hilfe eines Mastercodes kann das Programm des Handgriffes programmiert werden.

Der Zustand des Handgriffes ist in einer Digitalanzeige, wie auch z. B. in einer Leuchtdiode dargestellt.

Beider Anordnung gemäß der 7 greifen Handgriffe 48-3, angesteuert durch aktive Schlüssel 10, wie Chipkarten oder Transponderkarten, auf ein Netzwerk 34 zu, das wiederum mit einem PC 40 und mit Datenbank 39 wie Server 38 in Verbindung steht. Bei 8 hat sich insofern etwas geändert, als dort zwischen dem Netzwerk 34 und den Hebelverschlüssen 48 Funkmodule 74 zwischengeschaltet sind, die ein Funknetzwerk bilden. Gemäß 9 kann eine Tür 112 mittels einer ganzen Reihe von Hebelbetätigungen 48 aktiviert werden, die über eine Datenleitungsammelschiene 78 miteinander verknüpft sind. 10 zeigt mit 80 ein System von weltweit zerstreuten Fernwirk-PC's, die über das Protokoll SNMP (SNMP = Simple Network Management Protocol) auf das lokale System 82 zugreifen können. Eine andere Möglichkeit einer weltweiten Fernwirkung von PC's über das SNMP-Protokoll zeigt die 11.

10Transponder 12Karte mit Mikrochip 14Karte mit Magnetstreifen 16Sende-/Empfangsstationen 18Schreib-/Lesestationen 20niederfrequente elektromagnetische Felder 22hochfrequente Funkwellen, Infrarotlicht 24Magnetfelder 26Verbindungseinrichtung 28Verbindungseinrichtung 30Zugangskontrolleinrichtung 32Zugangskontrolleinrichtung 34Netzwerk 36Datenbus 38Server, Datenverarbeitungs- und Speichereinrichtung 39Datenbank 40Personalcomputer, Laptop 42Bildschirm 44Drucker 46Tastatur 48Hebelverschluß 50Schaltschrank 52Raum 54Person 56Tasche 58Raum 60Überwachungsmonitor 62Raum 64Tür 66Raum 68Parkplatz 70Rechenzentrum 72Geldautomat 74Funkansteuerung 76Transponder/ChipkartenAnsteuerung 78Datensammelschiene 80Weltweite Fernwirk-PCs via SNMP 82lokales System 112Türblatt 113Türblatt 114Mulde 116Handhebel 118Ende 120Achse 122Antriebswelle 124Stangenschloß 126Verriegelungseinrichtung 128Riegel 130Verriegelungsstange 132Abdeckkappe 134Notstromanschluß 136Notstromanschluß 144Abdeckung Batterie

Anspruch[de]
  1. Elektronisches Kontroll-System zur Kontrolle des Zugangs und Aufenthalts von Personen und/oder Gegenständen zu bzw. in Räumlichkeiten und zur Überwachung von Zuständen in diesen Räumlichkeiten, gekennzeichnet durch von jeder Person oder Gegenstand jeweils getragenen elektronisch oder elektromagnetisch ansprechbaren Identifikationseinrichtungen mit festgelegtem individuellem Code, wie Transponder (10) oder kontaktlos schreib-lesbare, einen Mikrochip und/oder einen Magnetstreifen aufweisender Karte (12, 14), und durch den einzelnen Räumlichkeiten zugeordnete Sende/Empfangsstationen (16) bzw. Schreib-Lesestationen (18), die mit den Transpondern (10) bzw. Karten (12, 14) in Wechselwirkung treten können und die ihrerseits mittels drahtloser oder drahtgebundener Verbindungseinrichtungen mit Zugangskontrolleinrichtungen (30), wie elektronisch ver- und entriegelbaren Türverschlüssen (48) verbunden sind, und/oder durch ein Netzwerk (34) und/oder Datenbus (36), an welchem Netzwerk (34) oder Datenbus (36) eine Datenverarbeitungs- und Speichereinrichtung (38) zur Verarbeitung, Speicherung und optional zur Weiterleitung von Daten an einen Personalcomputer (40) angeschlossen ist, und/oder durch Dateneingabe-/Ausgabeeinrichtungen, wie Bildschirm (42), Drucker (44) und Tastatur (46) zur Steuerung, Anzeige und/oder Ausdruck der überwachten Zustände.
  2. Elektronisches Kontroll-System nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Transponder (10) die äußere Form eines Schlüssels hat.
  3. Elektronisches Kontroll-System nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Karte (12, 14) mit einer Abdeckung versehen ist, die Daten der zugehörigen Person und/oder Zeitdaten und/oder die Räumlichkeiten angeben, zu denen diese Person Zugang haben soll.
  4. Elektronisches Kontroll-System nach Anspruch 1 oder 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Karte (12) (ggf. zusätzlich) einen kontaktgebundenen Mikro-Chip aufweist.
  5. Elektronisches Kontroll-System nach Anspruch 1, 3 oder 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Karte (14) (ggf. zusätzlich) einen Magnetstreifen aufweist.
  6. Elektronisches Kontroll-System nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Zugangskontrolleinrichtungen (30, 32) in einem Verschluß (48) mit in einer Mulde versenkbarer Hebelbetätigung (116) untergebracht sind.
  7. Elektronisches Kontroll-System nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß der Verschluß (48) an dem Türblatt (112) eines Schaltschrankes (50) angebracht ist.
  8. Elektronisches Kontroll-System nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß der Verschluß (48) an der Tür als Zugang zu einem Raum angebracht ist (52).
  9. Elektronisches Kontroll-System nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Zugangskontrolleinrichtungen in einem Schrankenantrieb eines Parkplatzzugangs (68) untergebracht sind.
  10. Elektronisches Kontroll-System nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Zugangskontrolleinrichtungen in einem Geldautomaten (72) untergebracht sind.
  11. Elektronisches Kontroll-System nach einem der vorhergehenden Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, daß die Datenverarbeitungseinrichtung die zeitliche Aufeinanderfolge der Auslösung von Zugangseinrichtungen (48) von mehreren Räumen zur Ermittlung des Bewegungsweges der den zugehörigen Transponder (10) oder Karte (12, 14) tragenden Person dient.
  12. Elektronisches Kontroll-System nach einem der vorhergehenden Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, daß die Datenverarbeitungseinrichtung die zeitliche Aufeinanderfolge der Auslösung von Zugangseinrichtungen (48) von mehreren Räumen zur Ermittlung des Bewegungsweges des den zugehörigen Transponder (10) oder Karte (12) tragenden Gegenstandes, wie verschließbare Behälter oder sonstiges Mobiliar oder Raumausstattungsteile mit integriertem Transponder (10) oder Karte (12) dient.
  13. Elektronisches Kontroll-System nach einem der Ansprüche 1 bis 12, dadurch gekennzeichnet, daß die Zugangskontrolleinrichtungen (126) in einem Verschluß mit in einer Mulde (114) versenkbarer Hebelbetätigung (116) untergebracht sind.
  14. Elektronisches Kontroll-System nach einem der Ansprüche 13 bis 14, dadurch gekennzeichnet, daß die Zugangseinrichtung eine Türanlage für ein Gebäude oder einen in sich abgeschlossenen Gebäudeteil ist.
  15. Elektronisches Kontroll-System nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Zugangseinrichtung einen Schaltschrankhebelverschluß (48) darstellt, der mit verschiedenen Zugangsmethoden konfigurierbar ist, beispielsweise Öffnung mittels eines Zugangscode einer Person, oder mit mehreren Codes einer oder mehrerer Personen.
  16. Elektronisches Kontroll-System nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Datenverarbeitungseinrichtung es ermöglicht, jederzeit die Wirksamkeit der einzelnen Zugangscodes zu beschränken oder zu erweitern.
  17. Elektronisches Kontroll-System nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Datenverarbeitungseinrichtung es ermöglicht, den Zustand der verschiedenen Zugangseinrichtungen festzustellen.
  18. Elektronisches Kontroll-System nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Datenverarbeitungseinrichtung es ermöglicht, Betriebszustände und Umfeldzustände von Schränken und daran angeschlossenen Ausrüstungen, wie Betriebsspannung, Betriebstemperatur, Innen- und/oder Außendruck, Stellung und/oder Bewegung von Schaltschrankverschlüssen zu ermitteln und auf einem Anzeigeschirm übersichtlich darzustellen.
Es folgen 8 Blatt Zeichnungen






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