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Dokumentenidentifikation DE102004013558A1 06.10.2005
Titel Vorrichtung zum Abstützen einer Brennkraftmaschine
Anmelder AUDI AG, 85057 Ingolstadt, DE
Erfinder Meixner, Christian, 85049 Ingolstadt, DE
DE-Anmeldedatum 19.03.2004
DE-Aktenzeichen 102004013558
Offenlegungstag 06.10.2005
Veröffentlichungstag im Patentblatt 06.10.2005
IPC-Hauptklasse B60K 5/12
Zusammenfassung Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Abstützen einer Brennkraftmaschine, insbesondere für Kraftfahrzeuge, auf einem Basisteil, mit einer Motorstütze, die über einen Flansch seitlich am Gehäuse der Brennkraftmaschine befestigt ist und mit dem freien Ende ihres Tragarmes mit einer Lageraufnahme des Basisteils zusammenwirkt, wobei ferner seitlich der Brennkraftmaschine ein elektrischer Startermotor angeordnet ist, der über ein Antriebsritzel mit einem Starterzahnkranz auf der Kurbelwelle der Brennkraftmaschine in Eingriff bringbar ist. Eine bauliche Vereinfachung und Montageerleichterung wird dadurch erzielt, dass der Startermotor an die Motorstütze angebaut und mit dieser an die Brennkraftmaschine montierbar ist.

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Abstützen einer Brennkraftmaschine, insbesondere für Kraftfahrzeuge, gemäß dem Oberbegriff des Patentanspruches 1.

Durch die DE 40 12 585 A1 ist eine derartige Vorrichtung bekannt, bei der an die Motorstütze ein Fluidfilter, insbesondere der Schmierölfilter der Brennkraftmaschine, angebaut ist. Damit soll die Zugänglichkeit des Schmierölfilters im Kraftfahrzeug unter Vermeidung zusätzlicher Auslegerteile verbessert werden; die Schmierölkanäle zwischen Filter und Maschine sind dabei in den Tragarm der Motorstütze integriert.

Aufgabe der Erfindung ist es, eine Vorrichtung der gattungsgemäßen Art vorzuschlagen, die eine baulich vereinfachte Konzeption von Motorstütze und Startermotor sowie eine vereinfachte Montage dieser Bauteile ermöglicht.

Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß mit den kennzeichnenden Merkmalen des Patentanspruches 1 gelöst. Vorteilhafte Weiterbildungen der Erfindung sind in den weiteren Patentansprüchen angeführt.

Erfindungsgemäß wird vorgeschlagen, dass der Startermotor an die Motorstütze angebaut und mit dieser an die Brennkraftmaschine montierbar ist. Startermotor und Motorstütze sind somit baulich vereint hergestellt und können demzufolge als vormontierte Montageeinheit an die Brennkraftmaschine angebaut werden.

In vorteilhafter Weiterbildung der Erfindung kann ferner zumindest ein Abschnitt des Gehäuses des Startermotors einteilig mit der Motorstütze ausgeführt sein; dies bewirkt neben einer vorteilhaften Gewichtsverringerung der Bauteile auch eine Teilereduzierung, wobei zudem die Motorstütze und der Startermotor in sich steifer ausgeführt sein können.

In baulich besonders günstiger Anordnung des Startermotors kann der einteilig mit der Motorstütze ausgeführte Abschnitt des Startermotors dessen Magnetschalter tragen bzw. aus dem entsprechenden Gehäusefortsatz des Startermotors gebildet sein.

Des weiteren kann der besagte Abschnitt des Startermotors derart in der Motorstütze angeordnet sein, dass der Magnetschalter unterhalb der Motorstütze und nahe deren Befestigungsflansch positioniert ist und sich somit bei geringstem zusätzlichem Bauraum quasi an die Motorstütze anschmiegt.

Dabei kann ferner an der Motorstütze ein mit dem Tragarm und dem Befestigungsflansch verbundener, versteifender Steg vorgesehen sein, der räumlich zwischen dem Magnetschalter und dem Startermotor verläuft. Dies ergibt eine besonders verwindungssteife Gestaltung der Motorstütze mit kompakter Einbindung des Magnetschalters in den zwischen Steg und Tragarm gebildeten Freiraum.

Die Motorstütze kann fertigungstechnisch vorteilhaft zusammen mit dem Abschnitt des Startermotors im Gießverfahren hergestellt sein; beispielsweise können die Motorstütze und der Abschnitt des Startermotors aus einer hochfesten Aluminiumlegierung bestehen.

Dabei kann zur Vereinfachung der Herstellung bei einer verwindungssteifen und robusten Konstruktion der Tragarm der Motorstütze im Querschnitt U-förmig nach oben offen ausgeführt und mit seinem Basisabschnitt an den Abschnitt des Startermotors angeformt sein.

Zur weiteren Vereinfachung der Montage kann die Motorstütze mit dem Startermotor nur über den Flansch mittels entsprechender Befestigungsschrauben an dem Gehäuse der Brennkraftmaschine befestigt sein. Dies verringert zusätzlich die Anzahl der Befestigungsschrauben und verbessert deren Zugänglichkeit bei der Montage, indem bevorzugt alle Befestigungsschrauben mit Bezug zur Startermotor-Drehachse tangential ausgerichtet und eingeschraubt sind.

Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ist im folgenden mit weiteren Einzelheiten näher erläutert. Die schematische Zeichnung zeigt in:

1 eine Frontansicht einer in ein Kraftfahrzeug eingebauten Brennkraftmaschine mit beiderseits angeordneten Motorstützen und einem in eine Motorstütze integrierten, elektrischen Startermotor;

2 eine raumbildliche Darstellung der Motorstütze und des Startermotors nach 1 in einer Ansicht schräg von vorne auf den Startermotor mit Magnetschalter;

3 die Motorstütze nach 2 in einer raumbildlichen Ansicht schräg von hinten auf das Antriebsritzel des Startermotors; und

4 die Motorstütze gemäß den 2 und 3 in einer raumbildlichen Ansicht deren Rückseite mit dem Befestigungsflansch.

In der 1 ist grob schematisch eine Brennkraftmaschine 10 mit V-förmig angeordneten Zylindern dargestellt, die mittels zweier seitlich angeordneter Motorstützen 12, 14 und über schwingungsdämpfende Lager 16 auf einem Hilfsrahmen 18 eines Kraftfahrzeuges abgestützt ist.

In der auf der Zeichnung linken Motorstütze 12 ist ein elektrischer Startermotor 20 mit einem Magnetschalter 22 integriert. Der Startermotor 20 und der Magnetschalter 22 sind soweit nicht beschrieben bekannter und dem Fachmann geläufiger Bauart und dienen zum Starten der Brennkraftmaschine 10, wobei ein Antriebsritzel 24 (vgl. die 2 bis 4) mit einem nicht dargestellten Starterzahnkranz auf einem Schwungrad der Brennkraftmaschine zusammenwirkt. Über den Magnetschalter 22 wird dabei das Antriebsritzel 24 durch entsprechendes axiales Verschieben mit dem Starterzahnkranz gekuppelt und gleichzeitig der Startermotor mit Spannung aus dem elektrischen Bordnetz des Kraftfahrzeuges beaufschlagt.

Wie insbesondere aus den 2 bis 4 ersichtlich ist, setzt sich die linke Motorstütze 12 (die rechte Motorstütze 14 kann ähnlich aufgebaut sein) im wesentlichen aus einem flächigen Flansch 26 und einem Tragarm 28 zusammen. Der Flansch 26 weist mehrere Bohrungen 26a auf, durch die hindurch mittels nicht dargestellter Befestigungsschrauben der Flansch 26 mit dem Zylinderkurbelgehäuse der Brennkraftmaschine 10 verschraubt ist. Die Befestigungsschrauben erstrecken sich dabei wie ohne weiteres ersichtlich tangential zur eingezeichneten Drehachse 20a des Startermotors 20.

Der Tragarm 28 hingegen ist nach unten abragend gebogen und weist einen U-förmigen Querschnitt auf, mit einem Basisabschnitt 28a und zwei seitlich und nach oben abragenden Schenkeln 28b. Am freien Ende ist der Tragarm 28 über einen angeformte Steg 28c mit dem Lager 16 des Basisteils bzw. Hilfsrahmens 18 verbindbar.

Die Motorstütze 12 mit dem Flansch 26 und dem Tragarm 28 ist aus einer hochfesten Aluminiumlegierung im Gießverfahren hergestellt, wobei ein Abschnitt 30 des Startermotors 20 an die Motorstütze 12 angegossen bzw. mit dieser einstückig ausgebildet ist.

Der Abschnitt 30 besteht aus dem entsprechend modifizierten Gehäusefortsatz des Startermotors 20, der radial nach oben abragend einen Stellhebel schwenkbar aufnimmt (wie bei elektrischen Startermotoren üblich und deshalb nicht dargestellt), welcher Stellhebel wiederum mit dem an den Abschnitt 30 angebauten Magnetschalter 22 zusammenwirkt.

Zur Versteifung der Motorstütze 12 ist ein weiterer Steg 32 vorgesehen (vgl. 2), der unterhalb des Tragarmes 28 den Tragarm 28 mit dem Flansch 26 verbindet. Der Steg 32 ist mit dem Tragarm 28 bzw. dessen Basisabschnitt 28a und dem Flansch 26 zusammen gegossen.

Der Abschnitt 30 des Startermotors 20 ist wie ersichtlich so angeordnet, dass der angebaute Magnetschalter 22 exakt in den zwischen dem Steg 32 und dem Tragarm 28 gebildeten Freiraum einragt und dabei den Flansch 26 unmittelbar benachbart ist, während der Startermotor 20 darunter positioniert ist. Der Steg 32 verläuft somit zwischen dem Magnetschalter 22 und dem Startermotor 20.

Aufgrund der beschriebenen Konstruktion der Motorstütze 12 mit dem integrierten Startermotor 20, 22, 30 kann die in den 2 bis 4 dargestellte Montageeinheit mittels der die Bohrungen 26a des Flansches 26 durchdringenden Befestigungsschrauben an die Brennkraftmaschine 10 montiert werden. Dabei sind die tangential zur Drehachse 20a des Startermotors 20 ausgerichteten Befestigungsschrauben gut für ein entsprechendes Schraubwerkzeug zugänglich. Der Startermotor 20, 22, 30 benötigt keine zusätzliche Befestigung, obwohl eine solche bei Bedarf vorgesehen sein könnte.

Der Abschnitt 30 des Startermotors 20 ist im bevorzugten Ausführungsbeispiel mit der Motorstütze 12 zusammengegossen. Er kann aber auch anderweitig mit dieser zu einer Bau- und Montageeinheit verbunden sein, z.B. mittels Schraubverbindungen.

Ferner kann es ggf. angezeigt sein, den Flansch 26 der Motorstütze 12 mit Justiereinrichtungen, z.B. Passbohrungen und Passstiften, zu versehen, um einen zuverlässigen Verzahnungseingriff zwischen dem Antriebsritzel 24 und dem Starterzahnkranz (nicht dargestellt) auf dem Schwungrad bzw. der Kurbelwelle der Brennkraftmaschine 10 sicherzustellen.


Anspruch[de]
  1. Vorrichtung zum Abstützen einer Brennkraftmaschine, insbesondere für Kraftfahrzeuge, auf einem Basisteil, mit einer Motorstütze, die über einen Flansch seitlich am Gehäuse der Brennkraftmaschine befestigt ist und mit dem freien Ende ihres Tragarmes mit einer Lageraufnahme des Basisteils zusammenwirkt, wobei ferner seitlich der Brennkraftmaschine ein elektrischer Startermotor angeordnet ist, der über ein Antriebsritzel mit einem Starterzahnkranz auf der Kurbelwelle der Brennkraftmaschine in Eingriff bringbar ist, dadurch gekennzeichnet, dass der Startermotor 20, 22, 30) an die Motorstütze (12) angebaut und mit dieser an die Brennkraftmaschine (10) montierbar ist.
  2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass zumindest ein Abschnitt (30) des Gehäuses des Startermotors (20) einteilig mit der Motorstütze (12) ausgeführt ist.
  3. Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass der einteilig mit der Motorstütze (12) ausgeführte Abschnitt (30) den Magnetschalter (22) des Startermotors (20) trägt.
  4. Vorrichtung nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Abschnitt (30) derart in die Motorstütze (12) integriert ist, dass der Magnetschalter (22) unterhalb des Tragarmes (28) der Motorstütze (12) und nahe deren Flansch (26) positioniert ist.
  5. Vorrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass an der Motorstütze (12) ein mit dem Tragarm (28) und dem Flansch (26) verbundener, versteifender Steg (32) vorgesehen ist, der räumlich zwischen dem Magnetschalter (22) und dem Startermotor (20) verläuft.
  6. Vorrichtung nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Motorstütze (12) zusammen mit dem Abschnitt (30) des Startermotors (20) im Gießverfahren hergestellt ist.
  7. Vorrichtung nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Tragarm (28) der Motorstütze (12) im Querschnitt U-förmig nach oben offen ausgeführt ist, wobei dessen Basisabschnitt (28a) an den Abschnitt (30) des Startermotors (20) angeformt ist.
  8. Vorrichtung nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Motorstütze (12) mit dem Startermotor (20, 22, 30) nur über den Flansch (26) mittels entsprechender Befestigungsschrauben an dem Gehäuse der Brennkraftmaschine (10) befestigt ist.
Es folgen 4 Blatt Zeichnungen






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