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Dokumentenidentifikation DE102004025567A1 13.10.2005
Titel Straßenfräse
Anmelder Dynapac GmbH, 26203 Wardenburg, DE
Erfinder Kramer, Thomas, 26131 Oldenburg, DE;
Fischer, Stefan, 26215 Wiefelstede, DE
Vertreter Meissner, Bolte & Partner Anwaltssozietät GbR, 28209 Bremen
DE-Anmeldedatum 25.05.2004
DE-Aktenzeichen 102004025567
Offenlegungstag 13.10.2005
Veröffentlichungstag im Patentblatt 13.10.2005
IPC-Hauptklasse E01C 23/088
Zusammenfassung Um insbesondere die Arbeitsbreite einer Straßenfräse verändern zu können, wird die Fräswalze (11) ausgetauscht gegen eine Fräswalze (11) mit einer anderen Breite. Bei bekannten Straßenfräsen ist dieser Austausch der Fräswalze (11) sehr aufwendig. Insbesondere sind zeitraubende Ausrichtarbeiten erforderlich.
Bei der erfindungsgemäßen Straßenfräse ist die Fräswalze (11) mit den dazugehörenden Komponenten, insbesondere einem Teil einer Seitenwand (20), einem Getriebe (30) und gegebenenfalls einem Lager (32), als Einheit austauschbar. Dabei wird ein Seitenwandinnenteil (38) der Seitenwand (20) mit ausgetauscht und ein zum Zentrieren der Fräswalze (11) erforderlicher Presssitz des Seitenwandinnenteils (38) gegenüber einem feststehenden Seitenwandaußenteil (37) der Seitenwand (20) durch einfaches Verdrehen des Seitenwandinnenteils (38) gegenüber dem Seitenwandaußenteil (37) zur Demontage der Fräswalze (11) aufgehoben. Dadurch ist ein rascher Wechsel der Fräswalze (11) möglich und es entfällt ein zeitraubendes Zentrieren der neu montierten Fräswalze (11).

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft eine Straßenfräse gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs 1.

Straßenfräsen dienen dazu, insbesondere den Fahrbahnbelag schadhaft gewordener Straßen vollflächig abzufräsen. Eine so abgefräste Straße dient dann als Unterbau für eine zu erneuende Straße, auf die lediglich ein neuer Straßenbelag aufzubringen ist.

Straßenfräsen der hier angesprochenen Art sind üblicherweise selbstfahrend ausgebildet. Sie verfügen über eine Fräswalze, die um eine horizontale Drehachse antreibbar am Rahmen eines Fahrwerks der Straßenfräse gelagert ist. Diese Lagerung erfolgt zwischen zwei Seitenwänden, an gegenüberliegenden Stirnseiten eines die Fräswalze mindestens im oberen Bereich umgebenden Fräswalzenkastens.

Verschiedene Gründe erfordern es, die Fräswalze nicht nur im Falle von Beschädigungen oder eines Verschleißes auszuwechseln. Beispielsweise werden Fräswalzen mit unterschiedlichen Arbeitsbreiten benötigt, um die Anforderungen des jeweiligen Anwendungsfalls zu erfüllen. Wenn nur schmale Straßenbelagbereiche abzufräsen sind, ist eine Fräswalze erforderlich, die schmaler ist als die übliche Arbeitsbreite der Straßenfräse. Beim Austausch der Fräswalzen muss die neue Fräswalze exakt zentriert und ausgerichtet im Fräswalzenkasten zwischen den Seitenwänden montiert werden. Das ist bei bekannten Straßenfräsen mit großem Aufwand verbunden. Damit eine exakte Ausrichtung und Zentrierung der Fräswalze auf ihrer Drehachse gewährleistet ist, muss sie spielarm montiert werden. Das führt zu einen strammen Sitz der Lagerstellen der Fräswalze am Rahmen der Straßenfräse. Dadurch ist die Fräswalze nur schwer zu demontieren. Auch das erhöht den Aufwand beim Austausch einer Fräswalze.

Der Erfindung liegt nun die Aufgabe zugrunde, eine Straßenfräse zu schaffen, die einen einfachen Austausch der Fräswalze zulässt, wobei gleichwohl eine exakte Ausrichtung und Zentrierung der neu zu montierenden Fräswalze gewährleistet ist.

Eine Straßenfräse zur Lösung dieser Aufgabe weist die Merkmale des Anspruchs 1 auf. Dadurch, dass die Fräswalze zusammen mit mindestens einem Teil einer Seitenwand und gegebenenfalls einem Getriebe als Einheit auswechselbar ist, wird das Auswechseln der Fräswalze vereinfacht. Es können vormontierte und bereits zueinander ausgerichtete sowie zentrierte Einheiten (Baugruppen) verwendet werden. Die Einheiten sind als Ganzes, nach einer Art einer "Cartridge" demontierbar und montierbar.

Bei der bevorzugten Ausgestaltung der Erfindung ist eine Seitenwand, nämlich diejenige, die wenigstens teilweise mit mindesten der Fräswalze die Einheit bzw. Baugruppe bildet, zweiteilig ausgebildet. Diese Seitenwand verfügt über ein zur Baugruppe gehörendes Seitenwandinnenteil und ein fest mit dem Rahmen verbundenes Seitenwandaußenteil. Das Seitenwandaußenteil gehört dann nicht zur auswechselbaren Baugruppe. Es braucht deshalb nur das Seitenwandinnenteil mit mindestens der Fräswalze ausgewechselt zu werden. Zugleich ist das Seitenwandinnenteil zentriert mit dem Seitenwandaußenteil verbindbar. Dadurch findet beim Montieren einer neuen Fräswalze zwangsläufig ein Zentrieren und Ausrichten der Baugruppe statt, in dem das Seitenwandinnenteil vom Seitenwandaußenteil selbsttätig bzw. zwangsläufig beim Montieren einer neuen Fräswalze exakt positioniert wird und damit einer Ausrichtung und Zentrierung des Seitenwandinnenteils mit der Fräswalze und dem Getriebe gegenüber dem fest am Fahrwerksrahmen verbleibenden Seitenwandaußenteil erfolgt. Schließlich dient das im Seitenwandaußenteil fest gehaltene Seitenwandinnenteil gleichzeitig als Festlager für die Fräswalze.

Es ist weiterhin vorgesehen, dass das Seitenwandaußenteil eine mit dem Seitenwandinnenteil, insbesondere der Fläche desselben, korrespondierende Ausnehmung aufweist. Die Ausnehmung ist so ausgebildet, dass sie das Seitenwandteil mindestens teilweise aufnimmt und vorzugsweise auch größtenteils umgibt. Beim Einsetzen des Seitenwandinnenteils in die korrespondierende Ausnehmung im Seitenwandaußenteil kommt automatisch eine Zentrierung und Ausrichtung der Fräswalze zustande. Das Seitenwandaußenteil, insbesondere die Ausnehmung desselben, dient also dazu, das Seitenwandinnenteil in die genaue vorgesehene und ausgerichtete Position zu bringen. Da das Seitenwandinnenteil die Fräswalze und vorzugsweise auch noch mindestens das Getriebe trägt, kommt auch gleichzeitig eine Zentrierung und Ausrichtung der Fräswalze sowie des Getriebes zustande.

Vorzugsweise verfügt die Ausnehmung im Seitenwandaußenteil über eine kreissegmentartige Grundfläche, deren kreisbogenförmige Umfangsfläche sich über einen Winkelbereich von mehr als 180°, vorzugsweise etwa 240° bis 280° erstreckt. Das Seitenwandinnenteil verfügt über eine, mit der Umfangsfläche des Seitenwandaußenteils korrespondierende kreisbogenförmige Umfangsfläche. Demzufolge ist ein wesentlicher Teil des Umfangs des Seitenwandinnenteils vom Seitenwandaußenteil umgeben. Dadurch ist es möglich, das Seitenwandinnenteil in die Ausnehmung im Seitenwandaußenteil einzusetzen, wodurch das Seitenwandinnenteil im Seitenwandaußenteil zentriert ist, wobei aber gleichwohl noch das Seitenwandinnenteil gegenüber dem Seitenwandaußenteil um die Drehachse der Fräswalze verdreht werden kann. Diese Verdrehbarkeit wird vorzugsweise in einer Richtung durch einen Anschlag begrenzt. Durch die Verdrehung ist es möglich, das Seitenwandinnenteil gegenüber dem Seitenwandaußenteil in der Ausnehmung zu verspannen, sodass ein fester Sitz des Seitenwandinnenteils im Seitenwandaußenteil zustande kommt.

Gemäß einer besonders vorteilhaften Weiterbildung der Straßenfräse ist der kreisbogenförmige Umfangsbereich der Ausnehmung des Seitenwandaußenteils mit mehreren voneinander beabstandeten Vorsprüngen versehen. Ebenso weist der äußere kreisbogenförmige Umfangsbereich des Seitenwandinnenteils mehrere voneinander beabstandete Vorsprünge auf. Der Abstand der Vorsprünge am Seitenwandinnenteil und auch am Seitenwandaußenteil ist jeweils so gewählt, dass zwischen zwei benachbarten Vorsprüngen Vertiefungen und auch Freiräume entstehen, die in Umfangsrichtung der Ausnehmung bzw. des Seitenwandinnenteils gesehen eine größere Breite aufweisen als die Vorsprünge. Vorzugsweise sind die Vorsprünge am Seitenwandinnenteil und am Seitenwandaußenteil derart korrespondierend angeordnet, dass bei montierter Fräswalze kreisbogenförmige Anlageflächen der Vorsprünge des Seitenwandinnenteils und des Seitenwandteils eng aneinander anliegen, vorzugsweise nach Art eines Presssitzes, zum formschlüssig zentrierten Halten des Seitenwandinnenteils mit der Fräswalze und vorzugsweise auch mindestens des Getriebes in der Ausnehmung des Seitenwandaußenteils. Die Anlageflächen der Vorsprünge am Seitenwandinnenteil und am Seitenwandaußenteil kommen in gegenseitigen Eingriff zueinander, wenn das Seitenwandinnenteil in der Ausnehmung des Seitenwandaußenteils verdreht wird, und zwar um die Drehachse der Fräswalze. Nach Art eines Bajonettverschlusses kommt so durch Verdrehen des Seitenwandinnenteils eine feste Verbindung mit einer gleichzeitigen Zentrierung und Ausrichtung der neu montierten Fräswalze zustande. Diese feste Verbindung bzw. der feste Presssitz zwischen den Anlageflächen der Vorsprünge des Seitenwandinnenteils und den Anlageflächen der Vorsprünge des Seitenwandaußenteils kann zum Demontieren der Fräswalze einfach aufgehoben werden, in dem das Seitenwandinnenteil um die Drehachse der Fräswalze entsprechend zurückgedreht wird. Dabei gelangen die Vorsprünge des Seitenwandinnenteils in die Freiräume zwischen benachbarten Vorsprüngen des Seitenwandaußenteils. Ebenso gefangen die Vorsprünge des Seitenwandaußenteils in die Zwischenräume zwischen benachbarten Vorsprüngen des Seitenwandinnenteils. Es wird dadurch der feste Sitz zwischen den Anlageflächen der Vorsprünge aufgehoben, sodass das Seitenwandinnenteil locker in der Ausnehmung des Seitenwandaußenteils sitzt und daraufhin die ganze Einheit mit dem Seitenwandinnenteil und mindestens der Fräswalze axial längs der Drehachse aus den Fräswalzenkasten des Rahmens herausgezogen werden kann.

Gemäß einer weiteren Ausgestaltung der Straßenfräse ist das auswechselbare Seitenwandinnenteil der sogenannten Nullseite der Fräswalze zugeordnet. Dieses ist diejenige Seite, die ein kantennahes Fräsen ermöglicht. Da an dieser Seite kein Antrieb der Fräswalze vorhanden sein kann, stört dieser beim Auswechseln der Fräswalze nicht.

Es ist weiterhin vorgesehen, auf der der Nullseite weggerichteten Antriebsseite der Fräswalze vor dem Getriebe ein vorzugsweise als Loslager der Fräswalze dienendes Lager zuzuordnen. Im Lager ist drehbar ein als Durchtrieb dienender Torsionsstab oder eine Torsionswelle angeordnet. Der Torsionsstab bildet eine Verbindung zwischen dem Getriebe und dem außen neben der der Nullseite gegenüberliegenden Seitenwand angeordneten Teil des Fräswalzenantriebs. Der Torsionsstab liegt wie das Getriebe idealerweise auf der Drehachse der Fräswalze. Dabei verlängert praktisch der Torsionsstab die auf der Drehachse der Fräswalze liegende Eingangswelle des Getriebes.

Das Lager ist in besonderer Weise in der Fräswalze, und zwar insbesondere im Lagerrohr derselben, angeordnet. Dieses erfolgt erfindungsgemäß so, dass das Lager geringfügig pendeln kann, sodass die normalerweise auf der Drehachse der Fräswalze liegende Längsachse des Torsionsstabs geringfügige Schrägstellungen zur Drehachse der Fräswalze einnehmen kann. Dadurch ist es möglich, Fluchtungenauigkeiten zwischen der Längsachse einer Abtriebswelle des Fräswalzenantriebs und der Längsachse der Eingangswelle des Getriebes auszugleichen. Das Lager mit dem Torsionsstab dient so praktisch als ein Kardangelenk zur Verbindung des Fräswalzenantriebs mit dem Getriebe. Die Möglichkeit zur Pendelbewegung des Lagers gegenüber der Fräswalze kann auf verschiedene Weisen herbeigeführt werden. Beispielsweise ist dazu mindestens eine Fläche eines Sitzes zwischen dem Lager und der Fräswalze, insbesondere der Lagertrommel derselben ballig (erhaben) ausgebildet. Es kommt dann ein kugelkalottenartiger Sitz zwischen dem Lager und der Fräswalze bzw. der Lagertrommel zustande. Es können aber auch Wülste und/oder Rillen vorgesehen sein.

Gemäß einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung der Straßenfräse ist das Lager mit oder ohne Torsionsstab durch einfaches Verschieben der Einheit aus dem Seitenwandinnenteil, der Fräswalze, dem Getriebe in Längsrichtung der Drehachse der Fräswalze an den Fräswalzenantrieb ankuppelbar. Vorzugsweise sind dazu eine Antriebswelle des Fräswalzenantriebs und der Torsionsstab so ausgebildet, dass sie zusammensteckbar sind und dabei eine drehmomentübertragende und in gewisser Weise gelenkige Ankopplung des Fräswalzenantriebs an das Getriebe zum Antrieb der Fräswalze zustande kommt.

Ein bevorzugtes Ausführungsbeispiel der erfindungsgemäßen Straßenfräse wird nachfolgend anhand der Zeichnung näher erläutert. In dieser zeigen:

1 eine schematische Seitenansicht einer Straßenfräse,

2 ein perspektivische Ansicht einer Baugruppe (Einheit) zum Auswechseln einer Fräswalze,

3 einen mittigen Längsschnitt durch die Baugruppe der 2,

4 eine vergrößerte Einzelheit IV aus der 3,

5 eine perspektivische Ansicht eines Teils eines Rahmens der Straßenfräse mit montierter Fräswalze,

6 eine Ansicht analog zu 5 nach Durchführung einer ersten Stufe zur Demontage der Fräswalze,

7 eine Ansicht analog zu den 5 und 6 bei einer zweiten Stufe der Demontage der Fräswalze,

8 eine perspektivische Ansicht der demontierten Baugruppe mit separierter Fräswalze, und

9 eine Ansicht analog der 8 mit einer anderen (breiteren) Fräswalze.

Die 1 zeigt eine Straßenfräse 10 mit einer zylindrischen Fräswalze 11 zum Abfräsen schadhafter und/oder verschlissener Straßendecken. Die Straßenfräse 10 ist selbstfahrend ausgebildet und dazu mit einen entsprechenden Antrieb versehen. Der Antrieb dient auch dazu, über einen Fräswalzenantrieb 12 die Fräswalze 11 um eine horizontale Drehachse 13 drehend anzutreiben. Zum Antrieb der Straßenfräse 10 und insbesondere auch der Fräswalze 11 dient vorzugsweise ein Verbrennungsmotor, der Hydraulikpumpen antreibt, die wiederum zum Antrieb von Hydraulikmotoren dienen. Es ist auch denkbar, dass der Verbrennungsmotor einen Generator antreibt, der Strom zum Antrieb eines Elektromotors erzeugt.

Die Straßenfräse 10 verfügt über ein Fahrwerk 14, das im gezeigten Ausführungsbeispiel als Raupenfahrwerk ausgebildet ist. Das Fahrwerk kann insbesondere bei kleineren Straßenfräsen auch als Radfahrwerk ausgebildet sein. Das Fahrwerk 14 verfügt über ein Fahrwerksrahmen 15, der einen Fräswalzenkasten 16 aufweist. Der Fräswalzenkasten 16 erstreckt sich quer zur Arbeitsrichtung 17 der Straßenfräse 10, und zwar vorzugsweise über die gesamte Breite der Straßenfräse 10, insbesondere des Rahmens 15. Unter dem Rahmen 15 sind im gezeigten Ausführungsbeispiel vier umlaufende Raupenbänder 18 zur Bildung des Fahrwerks 14 angeordnet. Gegenüberliegende Stirnseiten des Fräswalzenkastens 16 sind mindestens größtenteils verschlossen durch Seitenwände 19 und 20, die in parallelen, vertikalen Ebenen liegen, die sich längs zur Arbeitsrichtung 17 erstrecken. Die Seitenwände 19 und 20 bilden Teile gegenüberliegender Längsseitenwände 21 des Rahmens 15 bzw. des Fräswalzenkastens (16) der Straßenfräse 10.

Im Fräswalzenkasten 16 ist die zylindrische Fräswalze 11 angeordnet, und zwar so, dass sich ihre horizontale Drehachse 13 quer zur Arbeitsrichtung 17 erstreckt. Außen neben einer Seitenwand 19 ist mindestens ein Teil des Fräswalzenantriebs 12 angeordnet, der sich seitlich an der Längsseitenwand 21 des Rahmens 15 entlang bis zur Drehachse 13 der Fräswalze 11 erstreckt. Der Fräswalzenantrieb 12 weist im gezeigten Ausführungsbeispiel eine Riemenscheibe 22, insbesondere eine Keilriemen- oder Zahnriemenscheibe, auf, deren Drehachse im Idealfall auf der Drehachse 13 der Fräswalze 11 liegt, nämlich diese seitlich über die Seitenwand 19 hinweg verlängert. Die dem Fräswalzenantrieb 12 gegenüberliegende Seitenwand 20 ist im Wesentlichen glatt ausgebildet. Diese Seitenwand 20 bildet dadurch gleichzeitig die sogenannte Nullseite 23 der Straßenfräse 10, mit der die Fräswalze 11 unabhängig davon, welche Breite diese aufweist, etwa bündig abschließt und dadurch auf der Nullseite 23 ein kantenbündiges Fräsen der auszubauenden, schadhaften Straßendecke ermöglicht.

Die Fräswalze 11 ist auswechselbar, und zwar nicht nur, um eine beschädigte oder verschlissene Fräswalze 11 gegen eine neue auszutauschen sondern vor allem auch gegen unterschiedlich breite Fräswalzen 11. Normalerweise verläuft die Fräswalze 11 vorzugsweise über die gesamte Arbeitsbreite der Straßenfräse 11, also etwa die gesamte Breite des Rahmens 15 bzw. des Fräswalzenkastens 16. Wenn jedoch nur schmale Streifen schadhafter oder verschlissener Straßendecken abgefräst werden sollen, die schmaler sind als die Arbeitsbreite der Straßenfräse 10, ist dazu eine entsprechend schmalere Fräswalze 11 erforderlich, die sich nur über einen Teil der Arbeitsbreite der Straßenfräse 10 erstreckt.

Die Fräswalze 11 weist eine zylindrische, rohrartige Trommel 25 auf. Die Fräswalze 11 verfügt außerdem noch über ein Lagerrohr 26, das im gezeigten Ausführungsbeispiel einen Durchmesser aufweist, der geringer ist als derjenige der Trommel 25. Die Trommel 25 und das Lagerrohr 26 sind konzentrisch zueinander angeordnet, und zwar so, dass ihre Längsmittelachsen auf der Drehachse 13 der Fräswalze 11 liegen (3). Die Trommel 25 ist auf der Außenseite mit einer Vielzahl radial vorstehender Fräsmeißel 29 versehen. In der 3 ist nur ein Fräsmeißel 29 gezeigt. Die Fräsmeißel 29 stellen die Arbeitswerkzeuge der Fräswalze 11 dar. Die spitzen freien Enden aller Fräsmeißel 29 liegen auf einem gedachten Hüllzylinder 24, der in einigen Figuren punkt-strich-liniert symbolisiert ist und konzentrisch zur Drehachse 13 verläuft.

Die Trommel 25 verfügt über eine Länge, die etwa der Arbeitsbreite der Fräswalze 11 entspricht. Die 2 bis 4 zeigen eine Fräswalze 11, die schmaler als die maximal mögliche Arbeitsbreite der Straßenfräse 10 ist. Demzufolge erstreckt sich die Trommel 24 in Längsrichtung der Drehachse 13 nur über einen Teil des Abstands zwischen den Seitenwänden 19 und 20. Unabhängig von der Arbeitsbreite der Fräswalze 11, nämlich der Länge der Trommel 25, befindet sich eine zur Seitenwand 20, der kein Fräswalzenantrieb 12 zugeordnet ist, weisende vertikale Stirnseite der Trommel 25 immer auf einer gleichen vertikalen Ebene, die die Nullseite 23 bildet. Dadurch kann mit jeder Fräswalze 11, und zwar unabhängig von der Breite derselben, stets kantengenau ausgehend von der Nullseite 23 als Bezugspunkt gefräst werden. Die der Seitenwand 20 und der Nullseite 23 gegenüberliegende Stirnseite der Trommel 25 endet je nach Arbeitsbreite der Fräswalze 11 mehr oder weniger weit entfernt vor der der Seitenwand 19. Wenn die Arbeitsbreite der Fräswalze 11 sich über die gesamte Arbeitsbreite der Straßenfräse 10 erstreckt (9) endet die zur Seitenwand 19 weisende Stirnseite der Trommel 25 der Fräswalze 11 in der Nähe der Seitenwand 19.

Das Lagerrohr 26 ist mit der Trommel 25 über einen Ringflansch 28 verbunden. Dies kann mit der Trommel 25 und dem Lagerrohr 26 verschweißt oder verschraubt sein. Das Lagerrohr 26 erstreckt sich ausgehend ihrer der Seitenwand 19 zugerichteten Stirnseite bis zur Stirnseite der Trommel 25. Sowohl die Trommel 25 als auch das Lagerrohr 26 erstrecken sich jeweils nur über einen Teil des Abstands der Seitenwände 19, 20. Zusammen entsprechen die Längen der Trommel 25 und des Lagerrohrs 26 dem Abstand zwischen den Seitenwänden 19 und 20. Im gezeigten Ausführungsbeispiel ist das Lagerrohr 26 etwa so lang wie die Trommel 25 (3).

Im Bereich der Trommel 25 ist ein Getriebe 30 angeordnet. Hierbei handelt es sich um ein Untersetzungsgetriebe, beispielsweise ein Planetengetriebe. Das Getriebe 30 weist zu derjenigen Stirnseite der Trommel 25, die der neben der Nullseite 23 liegenden Seitenwand 20 zugeordnet ist. Ein feststehender (umdrehbarer) Teil des Gehäuses des Getriebes 30 ist mit der Seitenwand 20 verschraubt. Dadurch bildet das Getriebe 30 gleichzeitig ein Festlager der Fräswalze 11 an der Seitenwand 20. Ein drehend antreibbarer Teil des Getriebes 30 ist mit der Trommel 25 verbunden, und zwar mit einem Getriebeflansch 31 der Trommel 25 verschraubt. Dadurch treibt der drehende Teil des Getriebes 30 die Trommel 25 mit den Fräsmeißeln 29 und das Lagerrohr 26 der Fräswalze 11 um die horizontale Drehachse 13 umlaufend an.

In dem Lagerrohr 26 ist (teilweise) ein Lager 32 angeordnet. Das Lager 32 stellt ein Loslager der Fräswalze 11 dar und ist zwischen der Riemenscheibe 22 des Fräswalzenantriebs 12 und einer auf der Drehachse 13 liegenden Eingangswelle 33 des Getriebes 30 angeordnet. In einem Gehäuse des Lagers 32 ist drehbar ein Durchtrieb, nämlich ein Torsionsstab 34, gelagert. Ein gegenüber der Seitenwand 19 nach außen vorstehender Endbereich des Torsionsstabes 34 ist mit einer dazu korrespondierenden (nicht gezeigten) Bohrung, insbesondere einer Nuten aufweisenden Durchgangsbohrung in die Riemenscheibe 22 unverdrehbar eingeschoben. Vorzugsweise ist diese Verbindung nach Art einer Steckkupplung ausgebildet. Dabei liegt der Torsionsstab 24 ebenso wie die Durchgangsbohrung in der Riemenscheibe 22 idealerweise auf der Drehachse 13 der Fräswalze 11, bildet nämlich eine Verlängerung der Drehachse 13 zur Riemenscheibe 22 des Fräswalzenantriebs 12 hin.

Ein einen größeren Durchmesser aufweisender Teil des Gehäuses 35 des Lagers 32 ist in dem Lagerrohr 26 gelagert, und zwar so, dass sich dieser Teil des Gehäuses 35 des Lagers 32 mit der drehend angetriebenen Fräswalze 11, insbesondere des dadurch umlaufenden Lagerrohrs 26, mitdreht. In besonderer Weise ist der Sitz des Gehäuses 35 des Lagers 32 in dem Lagerrohr 26 ausgebildet. Dieser Sitz ermöglicht in gewissen Grenzen eine Pendelbewegung des Lagers 32 in dem Lagerrohr 26. Dadurch können Fluchtfehler zwischen der Riemenscheibe 22 des Fräswalzenantriebs 12 und dem Getriebe 30 in der Fräswalze 11 ausgeglichen werden, indem die Längsmittelachse des Lagers 32 geringfügig schräg zur Drehachse 13 der Fräswalze 11 verlaufen kann. Das Lager 32 bildet dadurch eine kardangelenkartige Verbindung zwischen der Riemenscheibe 22 des Fräswalzenantriebs 12 und dem Getriebe 30 zum Antrieb der Fräswalze 11.

Die pendelnde Lagerung des Gehäuses 35 des Lagers 32 im Lagerrohr 26 kommt zustande durch eine ballige Mantelfläche 36 des im Durchmesser größeren Teils des Gehäuses 35. Diese Mantelfläche 36 hat im gezeigten Ausführungsbeispiel (4) eine tonnenartige Gestalt. Der Durchmesser des Gehäuses 35 nimmt dadurch zur Mitte der Mantelfläche 36 hin gegenüber den äußeren Stirnseiten geringfügig zu. Dadurch hat die Mantelfläche 36 in Längsrichtung der Drehachse 13 gesehen einen bogenförmigen Verlauf mit einem mittigen Scheitelpunkt. Es ist aber auch denkbar, die Pendelbewegung des Lagers 32 in der Fräswalze 11 durch andere geometrische Gestaltungen der Mantelfläche 36 des Gehäuses 35 herbeizuführen, beispielsweise durch einen dachartigen Verlauf oder umlaufende wulstartige Vorsprünge auf der Mantelfläche 36. Die Innenseite des Lagerrohrs 26 ist im Bereich der Mantelfläche 36 des Gehäuses 35 des Lagers 32 mit einer zylindrischen Lagerbuchse 51 versehen (4). Diese ist als Verschließteil ausgebildet und kann erforderlichenfalls leicht ausgewechselt werden.

In erfindungsgemäß besonderer Weise erfolgt das Auswechseln der Fräswalze 11, und zwar insbesondere zur Veränderung der Arbeitsbreite der Straßenfräse 10 durch unterschiedlich breite Fräswalzen 11. Dazu wird eine ganze Einheit bzw. Baugruppe aus einem Teil der Seitenwand 20, der Fräswalze 11 aus der Trommel 25 mit den Fräsmeißeln 29 und des Getriebes 30 ausgewechselt. Gegebenenfalls kann auch das Lager 32 und/oder der Torsionsstab 34 zusammen mit der Einheit ausgetauscht werden.

Vorzugsweise werden weder das Lager 32 noch der Torsionsstab 34 ausgewechselt, so dass diese an der Riemenscheibe 22 des Fräswalzenantriebs 12 verbleiben. Dann befindet sich eine lösbare, vorzugsweise steckbare, Verbindung zwischen der Eingangswelle 33 des Getriebes 30 und dem Torsionsstab 34. Die als Einheit auswechselbare Baugruppe besteht dann nur aus mindestens einem Teil der Seitenwand 20, der Fräswalze 11 und dem Getriebe 30. Das Auswechseln der eine Baugruppe darstellenden Einheit aus mindestens einem Teil der Seitenwand 20, der Fräswalze 11 und des Getriebes 30 erfolgt durch seitliches Herausziehen der Baugruppe längs der Drehachse 13 aus dem Fräswalzenkasten 16. Die Einheit mit der Fräswalze 11, dem Getriebe 30 und einem Teil der Seitenwand 20 ist dadurch nach Art einer Cartridge seitlich aus dem Fräswalzenkasten 16 herausziehbar und ebenso wieder einsetzbar. Das Herausziehen der Einheit aus dem Fräswalzenkasten 16 und das Einsetzen der Einheit in denselben erfolgt durch die Nullseite 23 der Straßenfräse 10 (5 bis 7). Hier stört der der gegenüberliegenden Seitenwand 19 zugeordnete Fräswalzenantrieb 12 das Auswechseln der Fräswalze 11 nicht.

Um beim cartridgeartigen Auswechseln der Einheit mit der Fräswalze 11 nicht die ganze Seitenwand 20 demontieren und anschließend wieder montieren zu müssen, ist die Seitenwand 20 mehrteilig ausgebildet. Dazu verfügt die Seitenwand 20 über ein fest mit dem Rahmen 15 bzw. dem Fräswalzenkasten 16 verbundenes Seitenwandaußenteil 37 und ein lösbares Seitenwandinnenteil 38. Im Seitenwandaußenteil 37 ist eine Ausnehmung 39 angeordnet, die eine kreissegmentartige Grundfläche aufweist. Die Ausnehmung 39 verfügt über eine kreisbogenförmige, teilkreisförmige, Umfangsfläche 40. Der Durchmesser dieser Umfangsfläche 40 ist größer als der maximale Durchmesser der Fräswalze 11, so dass die Fräswalze 11 mit den außen vorstehenden Fräsmeißeln 29 durch die Ausnehmung 39 hindurchpasst, wenn zum Auswechseln der Fräswalze 11 die ganze Einheit bzw. Baugruppe mit dem Seitenwandinnenteil 38 und der Fräswalze 11 mit der Trommel 25 und den daran radial nach außen weisend befestigten Fräsmeißeln 29 seitlich durch die Ausnehmung 39 im Seitenwandaußenteil 37 hindurch aus dem Fräswalzenkasten 16 herausgezogen und wieder eingesetzt wird (vgl. 7). Das Seitenwandinnenteil 38 ist korrespondierend zur Ausnehmung 39 im Seitenwandaußenteil 37 ausgebildet, verfügt also im Wesentlichen über die gleiche Grundfläche. Somit ist das Seitenwandinnenteil 38 auch mit einer kreissegmentartigen Grundfläche versehen und von einer teilkreisförmigen Umfangsfläche 41 umgeben. Die Umfangsflächen 40 und 41 erstrecken sich über mehr als einen Halbkreis, vorzugsweise über einen Winkelbereich zwischen 240° und 280°, insbesondere etwa 260°. Dadurch wird das Seitenwandinnenteil 38 formschlüssig in der Ausnehmung 39 des Seitenwandaußenteils 37 gehalten, wenn die Fräswalze 11 montiert ist (5). Wegen der mit dem Seitenwandinnenteil 38 korrespondierenden Grundfläche der Ausnehmung 39 im Seitenwandaußenteil 37 verschließt bei montierter Fräswalze 11 das Seitenwandinnenteil 38 die Ausnehmung 39 im Seitenwandaußenteil 37, wobei das Seitenwandinnenteil 38 und das Seitenwandaußenteil 37 in einer gemeinsamen vertikalen Ebene liegen, die die längs zur Arbeitsrichtung 17 verlaufende Seitenwand 20 bildet.

Der kreisförmigen Umfangsfläche 40 der Ausnehmung 39 im Seitenwandaußenteil 37 sind mehrere voneinander beabstandete Vorsprünge 42 zugeordnet. Die Vorsprünge 42 sind gleichmäßig auf die Umfangsfläche 40 verteilt, wobei der Abstand zwischen zwei benachbarten Vorsprüngen 42 größer ist als jeder einzelne der untereinander gleich ausgebildeten Vorsprünge 42. Ebenso weist die kreisförmige Umfangsfläche 41 des Zylinderwandinnenteils 38 nach außen weisende Vorsprünge 43 auf. Auch diese Vorsprünge 43 sind voneinander beabstandet und gleichmäßig auf die Umfangsfläche 41 verteilt, wobei Zwischenräume zwischen zwei benachbarten Vorsprüngen 43 größer sind als die untereinander gleichen Vorsprünge 43 (5). Die Vorsprünge 42 und 43 sind so bemessen und relativ zueinander angeordnet, dass ihre äußeren, kreisbogenförmigen Anlageflächen 44 und 45 bei montierter Fräswalze 11 zur gegenseitigen Anlage aneinander gelangen, also die kreisbogenförmigen Anlageflächen 44 der Vorsprünge 42 an der Umfangsfläche 40 der Ausnehmung 39 im Seitenwandaußenteil 37 sich an den Anlageflächen 45 der Vorsprünge 43 auf der Umfangsfläche 41 des Seitenwandinnenteils 38 abstützen (1). Wenn die korrespondierenden kreisbogenförmigen Anlageflächen 44 und 45 der Vorsprünge 42 und 43 des Seitenwandaußenteils 37 und des Seitenwandinnenteils 38 aneinander anliegen, ist die montierte Fräswalze 11 automatisch zentriert und ausgerichtet. Die Vorsprünge 42 und 43 sind dazu so bemessen, dass ihre Anlageflächen 44 und 45 stramm aneinander anliegen, so dass das Seitenwandinnenteil 38 in der Ausnehmung 39 des Seitenwandaußenteils 37 nach Art eines Presssitzes formschlüssig gehalten ist.

Ein vorstehender Zentriervorsprung 46 oder Anschlag an einer Ecke des Seitenwandinnenteils 38 dient zur Festlegung der Relativposition des Seitenwandinnenteils 38 bezüglich der Drehachse 13, wenn die Vorsprünge 42 und 43 sich gegenüberliegen und die Anlageflächen 44 und 45 bei montierter Fräswalze 11 zusammenliegen (5).

Das Seitenwandinnenteil 38 ist um die Drehachse 13 der Fräswalze 11 gegenüber dem Seitenwandaußenteil 37 verdrehbar in einer vom Zentriervorsprung 46 zugelassenen Richtung, und zwar in Bezug auf die Darstellung der 5 und 6 im Uhrzeigersinn. Wird das Seitenwandinnenteil 38 gegenüber dem Seitenwandaußenteil 37 so weit verdreht, dass die Anlageflächen 44 und 45 der Vorsprünge 42 und 43 außer Eingriff miteinander gelangen, also die Vorsprünge 42 sich in den Zwischenräumen zwischen zwei Vorsprüngen 43 befinden und die Vorsprünge 43 in Zwischenräumen zwischen zwei benachbarten Vorsprüngen 42 gelangen, ist der feste, zentrierte Sitz, insbesondere Presssitz, des Seitenwandinnenteils 38 in der Ausnehmung 39 des Seitenwandaußenteils 37 nach Art eines Bajonettverschlusses aufgehoben (6). Dann kann die ganze Baugruppe bzw. Einheit aus mindestens Fräswalze 11, Getriebe 30 und Seitenwandinnenteil 38 in Längsrichtung der Drehachse 13 aus dem Fräswalzenkasten 16 herausgezogen werden, so dass die Einheit mit der Fräswalze 11 neben den Rahmen 15 und das Seitenwandaußenteil 37 gelangt (7).

Anhand der Darstellung in den 5 bis 9 wird die Demontage und Montage einer Fräswalze 11 nachfolgend erläutert:

Die montierte Fräswalze 11 ist in der 5 gezeigt. Dabei befindet sich das Seitenwandinnenteil 38 deckungsgleich mit der Grundfläche der Ausnehmung 39 in der Ausnehmung 39 des Seitenwandaußenteils 37, wobei die Anlageflächen 44 und 45 der Vorsprünge 42 und 43 zusammenliegen, also die Vorsprünge 42 des Seitenwandaußenteils 37 sich an den Vorsprüngen 43 des Seitenwandinnenteils 38 abstützen zur Bildung eines die Fräswalze 11 positionierenden und insbesondere zentrierenden Presssitzes zwischen dem Seitenwandaußenteil 37 und dem Seitenwandinnenteil 38.

Zum Auswechseln der Fräswalze 11 werden nun die das Seitenwandinnenteil 38 mit dem Seitenwandaußenteil 37 verbindenden Schrauben 47 gelöst. Hierbei handelt es sich um nur wenige Schrauben, und zwar im gezeigten Ausführungsbeispiel um acht Schrauben 47. Es können aber auch weniger Schrauben 47 sein. Nach dem Lösen der Schrauben 47 wird das Seitenwandinnenteil 38 mit einem Werkzeug verbunden, wobei es sich um eine längliche Stange 48 handelt, die zwei quergerichtet vorstehende Zapfen 49 aufweist, die in korrespondierende Sackbohrungen 50 des Seitenwandinnenteils 38 eingreifen (6). Mit der Stange 48 ist durch Verschwenken derselben im Uhrzeigersinn das Seitenwandinnenteil 38 gegenüber dem Seitenwandaußenteil 37 verdrehbar, und zwar so weit, dass die Anlageflächen 44 und 45 der Vorsprünge 42 und 43 außer Eingriff miteinander gelangen (6}. Dabei befinden sich die Vorsprünge 42 des Seitenwandaußenteils 37 in Vertiefungen zwischen den Vorsprüngen 43 des Seitenwandinnenteils 38. Ebenso befinden sich die Vorsprünge 43 in Vertiefungen zwischen zwei benachbarten Vorsprüngen 42 des Seitenwandaußenteils 37. Auf diese Weise ist der die Fräswalze 11 im Fräswalzenkasten 16 zentrierende Presssitz zwischen dem Seitenwandinnenteil 38 und dem Seitenwandaußenteil 37 aufgehoben. Dadurch kann das Seitenwandinnenteil 38 mit der Fräswalze 11, also der Trommel 25 und den Fräsmeißeln 29, dem Getriebe 30 und gegebenenfalls dem Lager 32 und/oder dem Torsionsstab 34 als Einheit bzw. Baugruppe in Längsrichtung der Drehachse 13 aus dem Fräswalzenkasten 16 seitlich durch die Ausnehmung 39 im Seitenwandaußenteil 37 hindurch abgezogen werden. Hierbei wird gleichzeitig die Steckverbindung zwischen dem Torsionsstab 34 und der Riemenscheibe 22 des Fräswalzenantriebs 12 oder zwischen dem Torsionsstab 34 und der Eingangswelle 33 des Getriebes 30 – wenn das Lager 32 und der Torsionsstab 34 nicht demontiert werden – gelöst.

Die in vorstehend beschriebener Weise demontierte Baugruppe mit der Fräswalze 11, dem Getriebe 30 und dem Seitenwandinnenteil 38 kann nun gegen eine Baugruppe mit einer anderen Fräswalze 11, beispielsweise einer größeren Fräswalze 11 (9), ausgetauscht werden. Es ist aber auch möglich, nach dem Demontieren nur einen Teil der Einheit, vorzugsweise nur die Fräswalze 11, auszutauschen. Es wird dann das zuvor montierte Seitenwandinnenteil 38 mit dem Getriebe 30 wieder mit einer anderen Fräswalze 11 montiert. Werden nur Teile der Baugruppe ausgetauscht, ist das Seitenwandinnenteil 38 mit dem Getriebe 30 vom Innenflansch 31 in der Trommel 25 abzuschrauben.

Die 9 zeigt das Seitenwandinnenteil 38 mit dem Getriebe 30 vor der Montage mit einer breiteren über die gesamte Arbeitsbreite der Straßenfräse 10 sich erstreckenden Fräswalze 11. Zum Montieren dieser Fräswalze 11 ist zunächst ihr Innenflansch 31 mit dem Getriebe 30 zu verschrauben. Die nunmehr entstandene neue Einheit aus Seitenwandinnenteil 38, breiterer Fräswalze 11 und Getriebe 30 wird wieder auf der Drehachse 13 entlang in den Fräswalzkasten 16 geschoben, wobei das Seitenwandinnenteil 38 gegenüber dem Seitenwandaußenteil 37 so verdreht ist, dass die Vorsprünge 42 und 43 jeweils in Zwischenräume bzw. Vertiefungen zwischen zwei benachbarten anderen Vorsprüngen 42 bzw. 43 gelangen (6). Ist die gesamte Baugruppe vollständig in den Fräswalzenkasten 16 eingeschoben, so dass das Seitenwandinnenteil 38 noch verdreht in der Ausnehmung 39 des Seitenwandaußenteils 37 sich befindet, ist durch dieses Einschieben gleichzeitig eine Steckverbindung des Torsionsstabes 34 mit der Eingangswelle 33 des Getriebes 30 zustande gekommen. Nun wird die ganze Einheit über die Stange 48 gegen den Uhrzeigersinn um die Drehachse 13 verdreht. Dabei erfolgt eine Verdrehung des sich bereits vollständig in der Ausnehmung 39 befindlichen Seitenwandinnenteils 38 gegenüber dem Seitenwandaußenteil 37. Diese Verdrehung wird durch den Zentrievorsprung 46 an einer Ecke des Seitenwandinnenteils 38 begrenzt, so dass dann die Vorsprünge 42 und 43 zur Deckung miteinander gelangen, also die Anlageflächen 44 und 45 der Vorsprünge 42 am Seitenwandaußenteil 37 und der Vorsprünge 43 am Seitenwandinnnenteil 38 aneinander anliegen. Dadurch entseht wieder ein fester Presssitz des Seitenwandinnenteils 38 in der Ausnehmung 39 des Seitenwandaußenteils 37, wodurch eine Zentrierung des Seitenwandinnenteils 38 in der Ausnehmung 39 des Seitenwandaußenteils 37 zustande kommt. Hierbei wird auch gleichzeitig die Fräswalze 11 gegenüber der Drehachse 13 zentriert und ausgerichtet. Die Stange 48 kann dann entfernt werden und es ist abschließend mit den Schrauben 47 das Seitenwandinnenteil 38 am Seitenwandaußenteil 37 festzuschrauben.

Bei montierter Fräswalze 11 ist diese im Wesentlichen an der Seitenwand 20 gelagert. Diese bildet ein Festlager für die Fräswalze 11. Das andere Ende der Fräswalze 11 mit dem kleinen Lagerrohr 26 ist dem Lager 32 zugeordnet. Dabei bildet das Lager 32 ein Loslager, weil der äußere Durchmesser des Gehäuses 35 des Lagers 32 verschieblich und verdrehbar im Inneren des Lagerrohrs 26 gelagert ist. Eventuelle Fluchtfehler zwischen dem Getriebe 30 in der Fräswalze 11 und dem Lager 32, die durch einen Achsversatz ihrer Aufnahmebohrungen entstanden sein können, lassen sich durch die ballige Mantelfläche 36 des Gehäuses 35 des Lagers 32, wodurch die Längsmittelachse des Lagers 32 und des Torsionsstabs 43 eine – wenn auch nur geringe – Schrägstellung gegenüber der Drehachse 13 der Fräswalze 11 einnehmen kann, ausgleichen.

10Straßenfräse 11Fräswalze 12Fräswalzenantrieb 13Drehachse 14Fahrwerk 15Rahmen 16Fräswalzenkasten 17Arbeitsrichtung 18Raupenband 19Seitenwand 20Seitenwand 21Längsseitenwand 22Riemenscheibe 23Nullseite 24Hüllzylinder 25Trommel 26Lagerrohr 28Ringflansch 29Fräsmeißel 30Getriebe 31Getriebeflansch 32Lager 33Eingangswelle 34Antriebswelle 35Gehäuse 36Mantelfläche 37Seitenwandaußenteil 38Seitenwandinnenteil 39Ausnehmung 40Umfangsfläche 41Umfangsfläche 42Vorsprung 43Vorsprung 44Anlagefläche 45Anlagefläche 46Zentriervorsprung 47Schraube 48Stange 49Zapfen 50Sackbohrung 51Lagerbuchse

Anspruch[de]
  1. Straßenfräse mit einem Fahrwerk (14), einer Fräswalze (11) und einem ein Getriebe (30) aufweisenden Fräswalzenantrieb (12), wobei die Fräswalze (11) auswechselbar zwischen Seitenwänden (19, 20) eines Fräswalzenkastens (16) gelagert und vom Fräswalzenantrieb (12) über das Getriebe (30) drehend antreibbar ist, dadurch gekennzeichnet, dass die Fräswalze (11) zusammen mit mindestens einem Teil einer Seitenwand (20) und ggf. dem Getriebe (30) als Einheit auswechselbar ist.
  2. Straßenfräse nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass diejenige Seitenwand (20), die mindestens zum Teil mit der Fräswalze (11) austauschbar ist, zweiteilig ausgebildet ist, in dem sie über ein mit der Fräswalze (11) auswechselbares Seitenwandinnenteil (38) und ein fest mit einem Rahmen (15) des Fahrwerks (14) bzw. dem Fräswalzenkasten (16) verbundenes Seitenwandaußenteil (37) aufweist, wobei das Seitenwandinnenteil (38) zentriert mit dem Seitenwandaußenteil (37) verbindbar ist.
  3. Straßenfräse nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass das Seitenwandaußenteil (37) eine mit dem Seitenwandinnenteil (38), insbesondere der Grundfläche derselben, korrespondierende Ausnehmung (39) aufweist, die das Seitenwandinnenteil (38) mindestens teilweise aufnimmt.
  4. Straßenfräse nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Ausnehmung (39) im Seitenwandaußenteil (37) eine kreissegmentartige Grundfläche aufweist, deren kreisbogenförmige Umfangsfläche (40) sich über einen Winkelbereich von über 180°, vorzugsweise etwa 240° bis 280°, erstreckt.
  5. Straßenfräse nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Grundfläche des Seitenwandinnenteils (38) etwa der Grundfläche der Ausnehmung (39) im Seitenwandaußenteil (37) entspricht, vorzugsweise ebenfalls kreissegmentartig ausgebildet ist.
  6. Straßenfräse nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die die kreisbogenförmige Umfangsfläche (40) der Ausnehmung (39) im Seitenwandaußenteil (37) mehrere voneinander beabstandete Vorsprünge (42) aufweist, und die kreisbogenartige äußere Umfangsfläche (41) des Seitenwandinnenteils (38) ebenfalls über mehrere beabstandete Vorsprünge (43) verfügt.
  7. Straßenfräse nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Vorsprünge (43) am Seitenwandinnenteil (38) und die Vorsprünge (42) am Seitenwandaußenteil (37) derart korrespondieren, dass bei montierter Fräswalze (11) kreisbogenförmige Anlageflächen (44, 45) der Vorsprünge (42, 43) des Seitenwandinnenteils (38) und des Seitenwandaußenteils (37) eng aneinander anliegen zum formschlüssigen, zentrierten Halten des Seitenwandinnenteils (38) in der Ausnehmung (39) des Seitenwandaußenteils (37).
  8. Straßenfräse nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das kreissegmentartige Seitenwandinnenteil (38) um eine Drehachse (13) der Fräswalze (11) in der Ausnehmung (39) im Seitenwandaußenteil (37) verdrehbar ist.
  9. Straßenfräse nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass durch ein Verdrehen des Seitenwandinnenteils (38) in der Ausnehmung (39) des Seitenwandaußenteils (37) die äußeren Vorsprünge (43) des Seitenwandinnenteils (38) in den Bereich von Lücken zwischen zwei benachbarten Vorsprüngen (42) des Seitenwandaußenteils (37) und die Vorsprünge (42) des Seitenwandaußenteils (37) in den Bereich von Lücken zwischen zwei benachbarten Vorsprüngen (43) am Seitenwandinnenteil (38) bringbar sind.
  10. Straßenfräse nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Getriebe (30) und die Fräswalze (11) fest mit der demontierbaren Seitenwand, insbesondere dem Seitenwandinnenteil (38) verbunden sind, zur Bildung eines Festlagers für die Fräswalze (11).
  11. Straßenfräse nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das auswechselbare Seitenwandinnenteil (38) einer Nullseite (23) der Fräswalze (11) zugeordnet ist.
  12. Straßenfräse nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass eine Eingangswelle (33) des Getriebes (30) auf der Drehachse (13) der Fräswalze (11) angeordnet ist.
  13. Straßenfräse nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass auf der der Nullseite (23) weggerichteten Antriebsseite der Fräswalze (11) dem Getriebe (30) ein Lager (32) zugeordnet, insbesondere vorgeordnet, ist, wobei dieses Lager (32) vorzugsweise ein Loslager der Fräswalze (11) bildet.
  14. Straßenfräse nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Lager (32) auf der Drehachse (13) der Fräswalze (11) angeordnet ist, vorzugsweise derart, dass es Pendelbewegungen um seine Längsmittelachse ausführen kann.
  15. Straßenfräse nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Lager (32) in der Fräswalze (11), insbesondere einem Lagerrohr (26) derselben gelagert ist, vorzugsweise mit einem Außenumfang seines Gehäuses (35).
  16. Straßenfräse nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass ein Sitz des Gehäuses (35) des Lagers (32) und/oder dem Lagerrohr (26) der Fräswalze (11) mindestens bereichsweise erhaben, insbesondere ballig, ausgebildet ist.
  17. Straßenfräse nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass im Lager (32) ein mit der Eingangswelle (33) des Getriebes (30) verbundener Torsionsstab (34) drehbar gelagert ist, vorzugsweise derart, dass mindestens der Torsionsstab (34) Pendelbewegungen gegenüber dem Getriebe (30) ausführen kann.
  18. Straßenfräse nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Lager (32) und/oder der Torsionsstab (34) zusammen mit dem Getriebe (30), der Fräswalze (11) und dem Seitenwandinnenteil (38) als Einheit bzw. als Baugruppe austauschbar sind, vorzugsweise derart, dass die ganze Einheit bzw. Baugruppe in Längsrichtung der Drehachse (13) durch die Nullseite (23) hindurch aus dem Fräswalzenkasten (16) und/oder den Rahmen (15) herausziehbar und wieder einsetzbar ist.
  19. Straßenfräse nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der als Durchtrieb dienende Torsionsstab (34) an den Antrieb der Fräswalze (11), insbesondere eine Riemenscheibe (22) des Fräswalzenantriebs (12), oder die Eingangswelle (33) des Getriebes (30) ankuppelbar ist, vorzugsweise durch eine Steckverbindung.
  20. Straßenfräse nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Fräswalzenantrieb (12) außen an der der Nullseite (23) gegenüberliegenden Seitenwand (19) des Fräswalzenkastens (16) und/oder des Rahmens (15) angeordnet ist.
Es folgen 6 Blatt Zeichnungen






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