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Dokumentenidentifikation DE202004006199U1 13.10.2005
Titel Untersetzer
Anmelder PD DESIGN HOUSE GmbH, 53501 Grafschaft, DE
Vertreter Patentanwälte von Kreisler, Selting, Werner et col., 50667 Köln
DE-Aktenzeichen 202004006199
Date of advertisement in the Patentblatt (Patent Gazette) 13.10.2005
Registration date 08.09.2005
Application date from patent application 20.04.2004
IPC-Hauptklasse A47G 23/03
IPC-Nebenklasse G10K 15/04   

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft einen Untersetzer für Gegenstände wie Becher, Gläser u. dgl., mit einem Untersetzer-Körper.

Untersetzer werden dazu benutzt, Trinkbehälter oder andere Behälter darauf abzustellen, um eine Befeuchtung oder Beschädigung der Unterlage bzw. eines Tisches zu vermeiden. Die üblichen Untersetzer bestehen aus Pappe (Bierdeckel), Keramik, Porzellan, Kork, Kunststoff oder Metall. Gelegentlich sind Untersetzer auch mit Verzierungen versehen oder bedruckt.

Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen Untersetzer zu schaffen, der eine zusätzliche Funktion hat.

Der Untersetzer nach der vorliegenden Erfindung weist die Merkmale des Anspruchs 1 auf.

Erfindungsgemäß weist der Untersetzer-Körper einen Tonspeicher und einen damit verbundenen Tonerzeuger sowie einen das Aufstellen und/oder das Abnehmen eines Gegenstandes detektierenden Sensor auf, der ein Ausgeben des Inhalts des Tonspeichers und eine Tonerzeugung durch den Tonerzeuger veranlasst. Beim Abnehmen des Gefäßes von dem Untersetzer oder beim Aufsetzen des Gefäßes auf den Untersetzer erfolgt eine Tonerzeugung. Hierbei kann es sich um eine Melodie, Sprache oder um andere Geräusche handeln. Wenn dem Untersetzer ein bestimmter Trinkbehälter zugeordnet ist, der mit Ornamenten verziert ist, kann die erzeugte Sprache oder Melodie auf das Motiv des Trinkbehälters abgestimmt sein. Bei dem Tonspeicher kann es sich um einen digitalen Voice-Recorder handeln. Dies ist ein miniaturisierter Sprachchip, in den Sprache eingespeichert werden kann. Der Sensor bewirkt ein Ausgeben des Speicherinhalts und eine Reproduktion der aufgezeichneten Töne oder Sprache.

Die Erfindung benutzt den Umstand, dass Tonspeicher und Tonerzeuger einschließlich der zugehörigen Batterien so kleinformatig und mit geringer Dicke hergestellt werden können, dass sie in einen Untersetzer mit üblichen Abmessungen integriert werden können. Beispielsweise hat ein Untersetzer eine übliche Abmessung mit einem Durchmesser von etwa 100 mm und eine Dicke von etwa 5 mm. In einen derartigen Untersetzer-Körper kann die Tonwiedergabevorrichtung aus Tonspeicher und Tonerzeuger integriert werden.

Gemäß einer bevorzugten Ausgestaltung der Erfindung ist der Tonspeicher löschbar und neu beschreibbar. Da der Tonspeicher kein Festspeicher ist, der fabrikmäßig mit einem Speicherinhalt versehen wird, besteht die Möglichkeit der Einspeicherung individueller Sprache oder Musik in Abhängigkeit von anderweitigen Accessoires oder nach Kundenwünschen. Der Untersetzer ist somit hinsichtlich der gespeicherten Töne kein Massenprodukt, sondern eher ein Individuum.

Der Tonspeicher und der Tonerzeuger sind vorzugsweise in den Untersetzer-Körper integriert. Dieser Körper kann aus einem weichen Material wie Schaumgummi bestehen, wobei Nester für das Einsetzen von Tonspeicher und Tonerzeuger ausgearbeitet sind. Alternativ hierzu besteht auch die Möglichkeit, die genannten elektrischen Komponenten mit einer weichen Masse zu umspritzen und sie somit einzukapseln.

Der erfindungsgemäße Untersetzer ist imstande, ein emotionales Trinkerlebnis zu ermöglichen, indem motiv- oder themenbezogene Melodien oder Sprachansagen von ihm ausgegeben werden.

Im folgenden wird unter Bezugnahme auf die einzige Figur der Zeichnung ein Ausführungsbeispiel der Erfindung näher erläutert.

In der Zeichnung ist schematisch ein Vertikalschnitt durch einen Untersetzer mit einem darauf aufzusetzenden Trinkgefäß dargestellt.

Das in der Zeichnung abgebildete und nachstehend beschriebene Ausführungsbeispiel dient nur der Erläuterung einer möglichen Ausführungsform der Erfindung und beschränkt nicht den Schutzbereich der Erfindung. Dieser wird vielmehr durch die Ansprüche bestimmt.

Der Untersetzer 10, auf den ein Trinkgefäß 11 aufgestellt werden kann, weist einen flachen Untersetzer-Körper 12 in Form einer runden, rechteckigen oder anders geformten Scheibe auf. In den Untersetzer-Körper sind in entsprechenden Ausnehmungen die Komponenten eines digitalen Voice-Recorders eingebettet, nämlich ein digitaler Tonspeicher 13, ein Tonerzeuger 14, insbesondere Membranlautsprecher und Batterien 15. Diese Komponenten sind durch ebenfalls eingebettete Leiter 16 verbunden.

An dem Speicher 13 ist ein Sensor 17 vorgesehen, der die Anwesenheit eines Gefäßes 11 auf dem Untersetzer 10 feststellt und beispielsweise beim Aufsetzen des Gefäßes das Auslesen des Speichers 13 an den Tonerzeuger 14 veranlasst.

Der Speicher 13 ist ein Modul, das Sprache und Geräusche digital speichern kann. Der Speicher ist löschbar und beschreibbar. Sein Inhalt kann durch Aufsprechen mit einem entsprechenden Aufnahmegerät erneuert werden. Die gespeicherten Informationen bleiben auch ohne Stromversorgung erhalten. Durch einen Schaltmechanismus werden die digitalen Aufzeichnungen abgerufen. Die Aufzeichnungsdauer ist begrenzt, beispielsweise zwischen 15 und 120 Sekunden.

Die elektronischen Komponenten sind in das Material des Untersetzer-Körpers 12 eingebettet. Sie sind mit einer feuchtigkeitsundurchlässigen Bahn bedeckt, so. dass sie von auffliegender Feuchtigkeit nicht erreicht werden können. Die Oberseite und die Unterseite des Untersetzer-Körpers sind glatt und ebenflächig. Aus der Oberseite oder Unterseite ragt nur der Sensor 17 heraus, bei dem es sich um den Stift eines elektromechanischen Schalters handeln kann. Selbstverständlich sind auch andere Sensoren möglich, beispielsweise solche, die durch Annähern eines Magneten oder durch Wärme aktiviert werden.


Anspruch[de]
  1. Untersetzer für Gegenstände wie Becher, Gläser u. dgl. mit einem Untersetzer-Körper (12), dadurch gekennzeichnet , dass, der Untersetzer-Körper (12) einen Tonspeicher (13) und einen damit verbundenen Tonerzeuger (14) sowie einen das Aufstellen und/oder das Abnehmen eines Gegenstandes (11) detektierenden Sensor (17) aufweist, der ein Ausgeben des Inhalts des Tonspeichers (13) und eine Tonerzeugung durch den Tonerzeuger (14) veranlasst.
  2. Untersetzer nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Tonspeicher (13) löschbar und beschreibbar ist.
  3. Untersetzer nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Tonspeicher (13) und der Tonerzeuger (14) in den Untersetzer-Körper (12) eingebettet sind.
  4. Untersetzer nach einem der Ansprüche 1 – 3, dadurch gekennzeichnet, dass der Untersetzer-Körper (12) eine ebene Oberseite und eine ebene Unterseite aufweist.
  5. Untersetzer nach einem der Ansprüche 1 – 4, dadurch gekennzeichnet, dass der Untersetzer-Körper (12) eine Batterie (15) enthält.
  6. Untersetzer nach einem der Ansprüche 1 – 5, dadurch gekennzeichnet, dass der Untersetzer-Körper (12) mit einer feuchtigkeitsundurchlässigen Bahn bedeckt ist.
Es folgt ein Blatt Zeichnungen






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