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Dokumentenidentifikation DE202005007105U1 13.10.2005
Titel Decke insbesondere zur Nutzung im Freien
Anmelder AMAZONAS GmbH, 80999 München, DE
DE-Aktenzeichen 202005007105
Date of advertisement in the Patentblatt (Patent Gazette) 13.10.2005
Registration date 08.09.2005
Application date from patent application 04.05.2005
IPC-Hauptklasse A47G 9/06

Beschreibung[de]

Die nach heutigem technischen Stand üblichen Decken, welche der Nutzung im Freien dienen, um sie unter eine oder mehrere Personen unterzulegen, gibt es in verschiedenen Ausführungen in Bezug auf Größe und Material. Sie werden bevorzugt in der Freizeit genutzt, etwa zum Sonnenbaden oder Picknick. Üblicherweise sind sie rechteckig und so groß, dass eine, seltener zwei erwachsene Personen darauf ganz oder wenigstens vom Kopf bis in den Beinbereich hinein Platz finden, wenn sie sich ausgestreckt darauf legen. Sie schützen damit die empfindlicheren Körperpartien des Nutzers vor Unebenheiten im Boden, Schmutz, Feuchtigkeit, Kälte und Insekten.

Diese Decken werden manchmal bei Gelegenheiten genutzt, bei denen eine Person alleine Erholung im Freien sucht, bisweilen aber auch bei geselligen Anlässen, etwa mit mehreren Mitgliedern einer Familie oder im Freundeskreis. Wird eine große Decke genutzt, ist sie für eine einzelne Person häufig überdimensioniert und auf dem Weg zum Ort der Freizeitgestaltung eine unnötige Belastung in Bezug auf Gewicht und Volumen. Eine kleine Decke ist jedoch nicht ausreichend für mehrere Personen, sodass mehrere Decken mitgenommen werden müssen, die oft unterschiedliche Größen und Materialien aufweisen und bei der Benutzung überlappend ausgelegt werden, Lücken bilden oder verrutschen.

Der im Schutzanspruch 1 angegebenen Erfindung liegt das Problem zugrunde, eine Decke zur Nutzung im Freien zu schaffen, welche von einer bis zwei erwachsenen Personen genutzt werden kann, die aber auch die Möglichkeit bietet, mit weiteren Decken gleicher Machart so verbunden zu werden, dass sie bei größeren Menschengruppen zum Einsatz kommen kann.

Dieses Problem wird mit den im Schutzanspruch 1 aufgeführten Merkmalen gelöst, dass an mindestens zwei der vier Seiten der Decke die Zahnungen (1) offener Reißverschlüsse angebracht sind, wobei es sich bei den zwei Seiten bevorzugt um die längeren Seiten des Rechteckes handelt und auf einer – fest definierten und üblicherweise der linken – dieser zwei Seiten zusätzlich zur Zahnung (1a) der Zupfer (2a) und der Riegel (3a) des Reißverschlusses angebracht sind, während sich auf der anderen Seite das Gegenstück der Zahnung (1b) befindet. Mit der Erfindung wird erreicht, dass Decken gleicher Machart an ihren Seiten unendlich miteinander verbunden werden können, indem die baugleichen Reißverschlüsse aneinander gefügt werden. Dadurch kann die gewünschte Liegefläche flexibel auf die Anzahl der teilnehmenden Personen eingestellt werden. Schon bei der Planung des Ausfluges ist es so möglich, die optimale Zahl an Decken mitzuführen.

Eine vorteilhafte Ausgestaltung der Erfindung ist im Schutzanspruch 2 angegeben. Ist an allen vier Seiten der Decke die Zahnung (1a–d) eines Reißverschlusses angenäht, wobei nur an zwei, nicht gegenüberliegenden und fest definierten dieser vier Seiten je ein Zupfer (2a–b) und ein Riegel (3a–b) des Reißverschlusses angebracht sind, so ist die Liegefläche nicht nur zu ihren Seiten hin, sondern in alle vier Richtungen unendlich erweiterbar. Dadurch lassen sich Unterlagen für größere Gruppen anlegen und flexibel an die Platzverhältnisse anpassen, etwa bei Begrenzungen durch weitere Nutzer einer Freifläche, Bepflanzungen oder Mauern. Anders als bei einer nur seitlichen Zusammenfügung ist hier auch die Kommunikation zwischen den Mitgliedern der Gruppe erleichtert.

Eine vorteilhafte Ausgestaltung der Erfindung ist im Schutzanspruch 3 angegeben. Weist die Decke eine quadratische Grundfläche auf, ist eine Zusammenfügung mit anderen Decken gleicher Machart an allen vier Seiten möglich, wodurch die Anwendung noch einfacher und flexibler wird, da jede Decke beliebig an jeder freien Seite der anderen ausliegenden Decken angefügt werden kann.

Auch in Schutzanspruch 4 findet sich eine vorteilhafte Ausgestaltung der Erfindung. Wird an einer der Zahnungen (1c) des Reißverschlusses zusätzlich ein Kissen (4) mittels einer an der Seite des Kissens (4) angenähten passenden Zahnung (1e) angebracht, so kann der Nutzer die Liegefläche in der Länge noch erweitern und die Bequemlichkeit des Liegens durch Ablage des Kopfes auf dem Kissen (4) steigern. Dies gilt insbesondere bei einer länglichen Ausführung der Decke, bei der das Kissen (4) bevorzugt mit einer der kurzen Seiten verbunden wird. Das Kissen (4) kann aus demselben Material bestehen wie die Decke, es kann aber auch zur zusätzlichen Erweiterung des Komforts aus weicherem Material bestehen oder gefüttert sein.

Eine weitere vorteilhafte Ausgestaltung der Erfindung ist im Schutzanspruch 5 angegeben. Besteht die Decke aus mehreren, mindestens zwei Schichten, wobei die Oberseite (5) aus weichem, hauffreundlichem Textil besteht, während die Unterseite (6) wasserdicht ausgeführt ist, so ist zum einen eine angenehme Nutzung auch in leicht bekleidetem Zustand oder bei empfindlicher Haut gegeben, zum anderen wird Feuchtigkeit aus dem Untergrund abgehalten, durch die Decke zu dringen.

1 zeigt die Erfindung in einfacher Ausführung nach Schutzanspruch 1 mit den Zahnungen (1a–b) an den beiden langen Seiten der Decke, wobei die linke Seite zusätzlich einen Zupfer (2a) und einen Riegel (3a) aufweist.

2 zeigt eine aufwändigere Ausgestaltung der Erfindung, in der zusätzlich zu Zahnungen an allen vier Seiten (1a–d) sowie Zupfern (2a–b) und Riegeln (3a–b) an zwei sich nicht gegenüberliegenden Seiten ein Kissen (4) mit einer passenden Zahnung (1e) an einer der kurzen Seiten der Decke angebracht ist.

In 3 ist ein Querschnitt durch eine Ausgestaltung der Erfindung nach Schutzanspruch 5 zu sehen mit der weichen, hautfreundlichen Textilschicht (5) an der Oberseite und der wasserdichten Schicht (6) an der Unterseite sowie den beiden seitlichen Zupfern (1a–b) an den Rändern der Decke.


Anspruch[de]
  1. Decke insbesondere zur Nutzung im Freien, mit rechteckiger Grundfläche beliebiger Größe zum Unterlegen unter eine oder mehrere Personen,

    dadurch gekennzeichnet,

    dass an mindestens zwei der vier Seiten die Zahnungen (1) offener Reißverschlüsse angebracht sind,

    wobei es sich bei den zwei Seiten bevorzugt um die längeren Seiten des Rechteckes handelt und auf einer – fest definierten und üblicherweise der linken – dieser zwei Seiten zusätzlich zur Zahnung (1a) der Zupfer (2a) und der Riegel (3a) des Reißverschlusses angebracht sind, während sich auf der anderen Seite das Gegenstück der Zahnung (1b) befindet.
  2. Decke nach Schutzanspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Zahnungen (1a–d) der Reißverschlüsse an allen vier Seiten der Decke angebracht sind, wobei nur an zwei, nicht gegenüberliegenden und fest definierten dieser vier Seiten je ein Zupfer (2a–b) und ein Riegel (3a–b) des Reißverschlusses angebracht sind.
  3. Decke nach Schutzanspruch 1 und 2 dadurch gekennzeichnet, dass die Decke eine quadratische Grundfläche aufweist.
  4. Decke nach Schutzanspruch 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass an einer der Zahnungen (1c) des Reißverschlusses zusätzlich ein Kissen (4), bei nicht quadratischer Form der Decke bevorzugt an einer der kurzen Seiten mittels einer an einer Seite des Kissens (4) angenähten passenden Zahnung (1e) angebracht wird, wobei das Kissen (4) aus demselben Material wie die Decke, aber auch aus anderem, bevorzugt weicherem oder gefüttertem Material bestehen kann.
  5. Decke nach Schutzanspruch 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Decke aus mehreren, mindestens zwei Schichten besteht, wobei die Oberseite (5) aus weichem, hautfreundlichem Textil hergestellt ist, während die Unterseite (6) wasserdicht ausgeführt ist.
Es folgt ein Blatt Zeichnungen






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