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Dokumentenidentifikation DE69826787T2 13.10.2005
EP-Veröffentlichungsnummer 0000893613
Titel Kardanwelle
Anmelder Meritor Heavy Vehicle Systems, LLC, Troy, Mich., US
Erfinder Baldwin, Kevin, Rochester Hills, Michigan 48306, US;
Brissette, Ronald N., Lake Orion, Michigan 48360, US
Vertreter Andrae Flach Haug, 83022 Rosenheim
DE-Aktenzeichen 69826787
Vertragsstaaten DE, ES, FR, GB, IT
Sprache des Dokument EN
EP-Anmeldetag 14.07.1998
EP-Aktenzeichen 983055757
EP-Offenlegungsdatum 27.01.1999
EP date of grant 06.10.2004
Veröffentlichungstag im Patentblatt 13.10.2005
IPC-Hauptklasse F16D 3/06

Beschreibung[de]
HINTERGRUND DER ERFINDUNG

Die vorliegende Erfindung betrifft drehfest verbundene teleskopartige Antriebsstranganordnungen für Schwerfahrzeuge. Gegenwärtige Antriebsstranganordnungen umfassen keilverzahnte Steck- und Aufnahmeteile, die drehfest zur Übertragung einer Drehbewegung von einem Teil auf das andere verbunden sind. Üblicherweise treibt das Aufnahmeteil das Steckteil an. Auch erlauben die Antriebsstranganordnungen eine relative Längsbewegung zwischen dem Steckteil und dem Aufnahmeteil. Mit anderen Worten kann das Steckteil innerhalb des Aufnahmeteils gleiten oder rutschen, um so die Montage und Demontage zu erleichtern als auch die Aufnahme externer Kräfte zu unterstützen. Die externen Kräfte werden normalerweise durch die Bewegung des Fahrzeugs über eine Straßenoberfläche hervorgerufen.

Normalerweise ist das Aufnahmeteil an einem Joch angebracht und umfasst eine Anzahl interner und im Wesentlichen rechteckiger Keilverzahnungen. Das Aufnahmeteil wird maschinell aus verformbaren Eisengussstücken, Schmiedestücken oder Stangenmaterialien hergestellt und erfordert ein Verzahnungsnachschneiden, Bohren und Gewindebohren zusammen mit einem Außendurchmesserdrehen.

Normalerweise ist das Steckteil ebenfalls an einem Joch oder Rohr angebracht und umfasst eine Anzahl externer und im Wesentlichen rechteckiger Keilverzahnungen. Die Außenkeilverzahnungen sind aus Schmiedestücken hergestellt und erfordern ein Drehen, Wälzfräsen, Hurth-Fräsen oder Wälzen, um die geeignete Bemessung zu erreichen. Zusätzlich erfordern externe Keilverzahnungen ein Induktionshärten sowie eine Mehrgleitbeschichtung.

Die Keilverzahnungen des Steckteils greifen gleitend in die Keilverzahnungen des Aufnahmeteils ein. Somit kann das Steckteil innerhalb des Aufnahmeteils gleiten oder rutschen, jedoch darf das Steckteil nicht zu lose sein, damit Gleichgewicht, Vibration und Gesamtleistung des Fahrzeugs nicht in Mitleidenschaft gezogen werden. Folglich muss die Bemessung der Innen- und Außenverzahnungen genau kontrolliert werden.

Die Keilverzahnungen müssen die drehfeste Verbindung erleichtern, und sie müssen auch eine enge Toleranzpassung haben, damit das Spiel bei der Drehmomentübertragung von einem Teil auf das andere minimiert wird. Die zwischen den Keilverzahnungen erforderlichen engen Toleranzen stellen eine der Hauptschwierigkeiten dar, auf die man bei der Herstellung dieser bekannten Antriebsstränge stößt. Die oben aufgeführten Bearbeitungsvorgänge müssen verschiedene Faktoren berücksichtigen, welche die Toleranzen zwischen den Keilverzahnungen und den anderen Elementen des Steckteils und des Aufnahmeteils beeinträchtigen. Diese Faktoren können Änderungen bei der Wanddicke und der Rundheit sowie Temperaturschwankungen umfassen. Die maschinelle Bearbeitung dieser Teile sowie die Aufrechterhaltung der spezifischen Toleranzen, die zwischen den Keilverzahnungen für eine enge Passung von Metall an Metall benötigt werden, sind erkennbar äußerst schwierig, aufwändig und zeitraubend.

Im Stand der Technik sind viele Konstruktionen für drehfeste teleskopartige Steck- und Aufnahmeteile bekannt. Eine derartige Konstruktion ist für eine Lenkwellenanwendung vorgeschlagen worden. Bei dieser Anwendung besitzt eine Rohranordnung Steck- und Aufnahmeteile mit Endbereichen, die sich in gleitendem Eingriff miteinander befinden. Die Steck- und Aufnahmeteile sind Hohlrohre, die eine Anzahl von Zähnen aufweisen, die an einem ihrer Endbereiche ausgebildet sind. Das Steckteil ist kleiner konstruiert als das Aufnahmeteil, und ein Hohlraum befindet sich zwischen Steck- und Aufnahmeteil.

Eine Elastomerhülse wird in den Hohlraum zwischen dem Steckteil und Aufnahmeteil eingespritzt, um das Steckteil und das Aufnahmeteil drehfest mit minimaler Relativdrehung zwischen diesen zu verbinden. Insbesondere haftet die Hülse an einer Innenfläche des Aufnahmeteils an und ist komplementär zur Außenseite des Steckteils ausgebildet. Die Hülse fungiert als Zahngrößenkontrolleinrichtung sowie als Verschleißfläche für jede Art von auftretenden Rutschkräften. Es kommt zu einer gewissen Schrumpfung während des Abkühlens der Elastomerhülse von einer Einspritztemperatur auf eine Betriebs- oder Umgebungstemperatur, wodurch das Steckteil innerhalb des Aufnahmeteils gleiten kann. Die Hülse unterstützt die Verminderung von Spiel und sorgt für einen angemessen Toleranzbereich zwischen dem Steckteil und dem Aufnahmeteil. Diese Konstruktion ist bei der Verringerung des Gesamtgewichts der Lenkrohranordnung nützlich, wodurch die Passung zwischen dem Steckteil und dem Aufnahmeteil verbessert, die Gesamtherstellungskosten reduziert und die Herstellungseffizienz gesteigert werden. Diese Art von Verbindung ist jedoch nicht zur Verwendung bei Antriebssträngen für Schwerfahrzeuge vorgeschlagen worden.

Jeder der Zähne bei dieser bekannten Verbindung umfasst eine Außenfläche sowie ein Paar Beine. Die Beine der Zähne sind direkt miteinander verbunden. Folglich weisen die Innenflächen sowohl des Steckteils als auch des Aufnahmeteils eine Anzahl V-förmiger Beine auf, die sich nach außen zu den Außenflächen erstrecken. Diese Ausgestaltung der Zähne scheint bei Verwendung in einer Lenkrohranordnung effektiv zu funktionieren. Jedoch könnte bei einer Vergrößerung dieser Konstruktion auf die Größe eines üblichen Antriebstrangs die Ausgestaltung nicht den Drehkräften oder Drehmomenten zwischen den beiden Teilen standhalten. Insbesondere könnten die Beine der Zähne auf dem Aufnahmeteil als Rampen für die Beine der Zähne auf dem Steckteil funktionieren. Damit ist ein potentieller Nachteil bei dieser bekannten Konstruktion in dem V-förmigen Innenraum der Steck- und Aufnahmeteile sowie in der Größe der Zähne in Relation zu dem Gesamtdurchmesser der Teile zu sehen.

Folglich wird eine Antriebsstranganordnung für Schwerfahrzeuge benötigt, welche die Vorteile hohler oder dünnwandiger Steck- und Aufnahmeteile mit einer passgenauen Hülse aufweist. Außerdem sollen die Nachteile der oben offenbarten Zahnkonstruktion überwunden werden.

Die EP-A-0 747 605 offenbart ein rohrförmiges Teil für teleskopartige Antriebswellen mit einem Querschnittsprofil mit vier Vorsprüngen und jeweiligen Längskanälen. Jeder der Vorsprünge umfasst symmetrische, nach außen konvergierende Wände, und die Symmetrieebene von zwei gegenüberliegenden Vorsprüngen bildet einen Winkel von 95° mit der Symmetrieebene der beiden anderen gegenüberliegenden Vorsprünge.

Eine teleskopartige Antriebswelle, welche unter Verwendung des rohrförmigen Teils konstruiert ist, umfasst innere und äußere Rohrteile, wobei das Innenteil einen kleineren Durchmesser als das Außenteil hat, wobei die Innen- und Außenrohrteile relativ zueinander gleiten können. Bei der Ausbildung für eine winkelförmige Antriebsübertragung kommen die entsprechenden Wände der rohrförmigen Teile in einer Richtung in Kontakt, und die gegenüberliegenden Wände sind weiter davon beabstandet.

Die US-A-5,243,874 offenbart ein Paar teleskopartiger Teile, die miteinanderverbundene Endbereiche mit einer vorgewählten Konstruktion umfassen, welche die Einbringung eines rohrförmigen Endbereichs in den anderen rohrförmigen Endbereich erleichtert. Die Oberflächenkonfiguration der miteinander verbundenen Endbereiche ist komplementär, so dass die Oberflächen auf einem Innenteil in die Oberflächen auf dem Außenteil eingreifen, um so eine Drehübertragung von einem teleskopartigen Teil zum anderen zu ermöglichen, während eine relative Längsbewegung dazwischen gestattet wird. Die inneren und äußeren Verbindungsteile sind voneinander beabstandet, um dazwischen einen Ring auszubilden und ein bestimmtes Toleranzmaß zu schaffen, das größer als die Toleranzbemessung ist, welche mit konventionell bearbeiteten teleskopartigen Endbereichen geschaffen wird. Der Toleranz wird durch die Einspritzung eines wärmehärtenden Harzmaterials bei erhöhter Temperatur in den Ring Rechnung getragen, wobei der Ring vollständig ausgefüllt wird. Das wärmehärtende Material schrumpft bei der Reduzierung auf eine niedrigere Betriebstemperatur oder Umgebungstemperatur um ein vorbestimmtes Maß, wodurch eine Elastomerhülse gebildet wird, die an der Innenfläche des äußeren Verbindungsteils anhaftet.

Die EP 0 707157 A offenbart eine Antriebsstranganordnung nach dem Oberbegriff des Anspruchs 1.

ZUSAMMENFASSUNG DER ERFINDUNG

Nach einem Aspekt der Erfindung ist eine Antriebsstranganordnung vorgesehen, wie sie im Anspruch 1 beansprucht wird.

Entsprechend beinhaltet der Antriebsstrang der vorliegenden Erfindung die Vorteile dünnwandiger Steck- und Aufnahmeteile mit einer einzigartigen Zahnkonstruktion.

Die Zähne zusammen mit den linearen, zwischen den Zähnen angeordneten Bereichen können den erforderlichen Drehkräften widerstehen, die bei Antriebssträngen von Schwerfahrzeugen auftreten.

KURZE BESCHREIBUNG DER ZEICHNUNGEN

Weitere Vorteile der vorliegenden Erfindung werden ohne weiteres unter Bezugnahme auf die folgende detaillierte Beschreibung zusammen mit den dazugehörigen Zeichnungen ersichtlich und besser verständlich, wobei

die 1 eine Perspektivansicht des erfindungsgemäßen Gegenstands zeigt,

die 2 eine Querschnittsansicht entlang der Linie 2-2 der 1,

die 3 eine vergrößerte Ansicht der in der 2 gezeigten Steck- und Aufnahmeteile,

die 4 eine Perspektivansicht, welche das Steckteil beabstandet zum Aufnahmeteil zeigt,

die 5 eine Querschnittsansicht entlang der Linie 5-5 der 4,

die 6 eine Querschnittsansicht entlang der Linie 6-6 der 4 und

die 7 eine Querschnittsansicht entlang der Linie 7-7 der 4.

DETAILLIERTE BESCHREIBUNG DER BEVORZUGTEN AUSFÜHRUNGSFORM

Eine Antriebsstranganordnung ist allgemein mit 10 in der 1 gezeigt. Die Anordnung 10 umfasst ein rohrförmiges Steckteil 12, das sich zu einem Joch 14 erstreckt. Die Anordnung 10 umfasst auch ein röhrförmiges Aufnahmeteil 16, das sich zu einem Joch 18 erstreckt. Beim Zusammenbau gleitet das Aufnahmeteil 16 über das Steckteil 12 und ein akkordeonähnlicher Gummistiefel 20 bedeckt die Grenzfläche zwischen dem Steckteil 12 und dem Aufnahmeteil 16, um das Eindringen von Wasser und/oder Schmutz zu verhindern.

Wie in der 2 zu erkennen ist, umfasst das rohrförmige Steckteil 12 eine Achse 22, wobei eine dünne Wand eine Innenfläche 24 und eine Außenfläche 26 bestimmt. Das rohrförmige Aufnahmeteil 16 ist um die Achse 22 herum angeordnet und umfasst eine dünne Wand, die eine Innenfläche 28 und eine Außenfläche 30 bestimmt.

Unter Bezugnahme auf die 3 weist die dünne Wand des Steckteils 12 sich in Umfangsrichtung erstreckende erste, im Allgemeinen lineare Bereiche 32 auf, die mit einem ersten Radius r1 um die Achse 22 herum angeordnet sind. Für die Zwecke dieser Anwendung wird der Radius eines linearen Bereichs zu einem Mittelpunkt des linearen Bereichs gemessen. Ein Steckzahn, allgemein bei 34 gezeigt, trennt die nebeneinander liegenden ersten, im Allgemeinen linearen Bereiche 32. Jeder Steckzahn 34 umfasst einen sich in Umfangsrichtung erstreckenden zweiten, im Allgemeinen linearen Bereich 36, der mit einem zweiten Radius r2 um die Achse 22 herum angeordnet ist. Der erste Radius r1 ist größer als der zweite Radius r2. Auf ähnliche Weise umfasst die dünne Wand des Aufnahmeteils 16 sich in Umfangsrichtung erstreckende dritte, im Allgemeinen lineare Bereiche 38, die mit einem dritten Radius r3 um die Achse 22 herum angeordnet sind. Ein Aufnahmezahn, im Allgemeinen bei 40 gezeigt, trennt den nächsten angrenzenden dritten und im Allgemeinen linearen Bereich 48. Jeder Aufnahmezahn 40 umfasst einen sich in Umfangsrichtung erstreckenden vierten, im Allgemeinen linearen Bereich 42, der mit einem vierten Radius r4 um die Achse 22 herum angeordnet ist. Der dritte Radius r3 ist größer als der vierte Radius r4. Bei der bevorzugten Ausführungsform ist der erste 32, zweite 36, dritte 38 und vierte 42, im Allgemeinen lineare Bereich linear ausgebildet.

Jeder Steckzahn 34 umfasst ein Paar Beine 44, die sich radial von dem zweiten linearen Bereich 36 zu dem ersten linearen Bereich 32 erstrecken, und jeder Aufnahmezahn 40 umfasst ein Paar Beine 46, die sich radial von dem vierten linearen Bereich 42 zu dem dritten linearen Bereich 38 erstrecken. Insbesondere springt jeder Steckzahn 34 und jeder Aufnahmezahn 40 nach innen zu dem ersten 32 bzw. dritten 38 linearen Bereich zur Achse 22 vor.

Die Beine 44, 46 des Steckzahns 34 und des Aufnahmezahns 40 überlappen einander in radialer Richtung zum antriebsmäßigen Eingriff in das Steckteil 12 und das Aufnahmeteil 16. Die Zähne 34 des Steckteils 12 haben eine enge Toleranzpassung mit den Zähnen 40 des Aufnahmeteils 16, um das Spiel aus jeder Art von Drehmomentübertragung zu minimieren.

Zusätzlich zu dem drehfesten Eingriff gleitet das Steckteil 12 innerhalb des Aufnahmeteils 16, um eine relative Längsbewegung zwischen den beiden Teilen 12, 16 zu gestatten. Diese Gleitbewegung ist für die Montage und Demontage der beiden Teile 12, 16 erforderlich und auch zur Aufnahme externer Kräfte von einer Straßenoberfläche. Insbesondere gleitet das Steckteil 12 etwa 12,7 cm (fünf Inch) innerhalb des Aufnahmeteils 16 während der Montage und Demontage und üblicherweise etwa ein Inch bei typischen Antriebsvorgängen.

Eine Elastomerhülse 48 ist an der Innenfläche 28 des Aufnahmeteils 16 angebracht und an diese angepasst und im Aufbau komplementär zur Außenfläche 26 des Steckteils 12. Auch haftet die Hülse an einem kleinen Bereich der Außenfläche 30 des Aufnahmeteils 16 an. Die Hülse 48 unterstützt das Ausfüllen kleiner Fehler oder Lücken zwischen dem Steckteil 12 und dem Aufnahmeteil 16. Die Beine 44, 46 des Steckzahns 34 und des Aufnahmezahns 40 greifen tatsächlich in die Hülse 48 zum Antreiben des Steckteils 12 und des Aufnahmeteils 16 ein. Mit anderen Worten fungiert die Hülse 48 als Zahngrößenkontrollvorrichtung und als Verschleißfläche. Beginnt das Aufnahmeteil 16 mit seiner Drehung, dann greift der Bereich der Hülse 48, welcher die Beine 46 des Aufnahmeteils 16 abdeckt, in die Beine 44 des Steckteils 12 ein. Wie weiter unten noch erläutert wird, ist das Aufnahmeteil 16 üblicherweise die Antriebswelle und das Steckteil 12 üblicherweise die Abtriebswelle.

Wie in der 4 zu erkennen ist, besteht das Steckteil 12 aus einem länglichen Rohr mit einem ersten Ende 50 und einem zweiten Ende 52, wobei das Joch 14 fest an dem zweiten Ende 52 befestigt ist. Auf ähnliche Weise besteht das Aufnahmeteil 16 aus einem länglichen Rohr mit einem ersten Ende 54 und einem zweiten Ende 56, wobei das Joch 18 fest an dem zweiten Ende 56 befestigt ist.

Das Steckteil 12 sowie das Aufnahmeteil 16 können in der Länge auf jede passende Größe zugeschnitten sein, um die gewünschten Spezifikationen zu erfüllen. Nach dem Zuschneiden werden die Joche 14, 18 an die zweiten Enden 52, 56 der Teile 12, 16 angeschweißt. Die Joche 14, 18 werden wiederum mit einer entsprechenden, nicht gezeigten Eingangsantriebswelle sowie einer entsprechenden, nicht gezeigten Ausgangsantriebswelle verbunden. Diese Jocharten sind dem Fachmann wohl bekannt. Bei der bevorzugten Ausführungsform ist das Joch 18 des Aufnahmeteils 16 mit einer nicht gezeigten Kupplungswelle verbunden, die wiederum mit einem nicht gezeigten Getriebe verbunden ist. Das Joch 14 des Steckteils 12 ist wiederum mit einer nicht gezeigten Radachse verbunden. Wie weiter oben erläutert, sind das Steckteil 12 und das Aufnahmeteil 16 drehfest verbunden, wodurch die Drehbewegung von dem Getriebe auf die Radachse übertragen wird.

Die 5 offenbart eine Querschnittsansicht durch das erste Ende 54 des Aufnahmeteils 16, wobei deutlich erkennbar die Hülse 48 an der Innenfläche 28 und der Außenfläche 30 des Aufnahmeteils 15 anhaftet. Wie im Abschnitt zum Hintergrund erläutert worden ist, kommt es zu einer gewissen Schrumpfung, wenn sich die Hülse von einer Einspritztemperatur auf eine Betriebs- oder Umgebungstemperatur abkühlt, wodurch das Steckteil 12 innerhalb des Aufnahmeteils 16 gleiten kann.

Wie am besten in der Querschnittsansicht der 7 zu sehen ist, unterscheidet sich der erste Radius r1 längenmäßig von dem zweiten Radius r2 um einen Abstand X, der weniger als 20% des ersten Radius r1 ausmacht. Auf ähnliche Weise, wie in der Querschnittsansicht der 6 zu erkennen ist, unterscheidet sich der dritte Radius r3 längenmäßig von dem vierten Radius r4 um einen Abstand Y, der weniger als 20% des dritten Radius r3 ausmacht. Folglich sind die Zähne 34, 40 des Steckteils 12 und des Aufnahmeteils 16 im Vergleich zu den Gesamtdurchmessern des Steckteils 12 und des Aufnahmeteils 16 relativ klein.

In einer Ausführungsform beträgt der erste Radius r1 4,88 cm (1,9225 Inch) und der zweite Radius r2 4,39 cm (1,7295 Inch), gemessen vom Mittelpunkt der ersten linearen Bereiche 32 bzw. der zweiten linearen Bereiche 36. Der Abstand X beträgt 0,490 cm (0,193 Inch), was etwa 10% des ersten Radius r1 entspricht. Der dritte Radius r3 beträgt 5,44 cm (2,142 Inch) und der vierte Radius r4 4,95 cm (1,9505 Inch), gemessen vom Mittelpunkt der dritten linearen Bereiche 38 bzw. der vierten linearen Bereiche 42. Der Abstand Y beträgt 0,486 cm (0,1915 Inch), was etwa 9% des dritten Radius r3 entspricht.

Wie ebenfalls in den 6 und 7 zu sehen ist, sind die zweiten 36 und dritten 38 linearen Bereiche länger als die ersten 32 und vierten 42 linearen Bereiche. Mit anderen Worten sind die linearen Bereiche oder Räume zwischen den Zähnen im Aufnahmeteil länger als die Zähne selbst. Tatsächlich machen die zweiten 36 und dritten 38 linearen Bereiche mehr als die Hälfte des Gesamtumfangs des Steckteils 12 bzw. des Aufnahmeteils 16 aus. Auch bildet jeder Aufnahmezahn 40 weniger als 1/20 des Gesamtumfangs des Aufnahmeteils 16. Insbesondere befindet sich jeder Steckzahn 34 und Aufnahmezahn 40 bezogen auf die Achse des Steckteils 12 und des Aufnahmeteils 16 im 30°-Abstand. Dieser Aufbau der Zähne und der linearen Bereiche oder Räume ist bei der Übertragung hoher Drehmomentskräfte von einem Teil auf das andere äußerst effizient.

Die Erfindung wurde in anschaulicher Weise beschrieben und ist so aufzufassen, dass die dabei verwendete Terminologie eher mit Worten beschreibend als einschränkend gedacht ist.

Offensichtlich sind viele Abänderungen und Variationen der vorliegenden Erfindung im Licht der oben beschriebenen Lehren möglich. Deshalb versteht es sich von selbst, dass im Umfang der beigefügten Ansprüche die Erfindung anders ausgeführt werden kann als hier speziell beschrieben worden ist.


Anspruch[de]
  1. Antriebsstranganordnung (10) umfassend:

    ein rohrförmiges Steckteil (12) mit einer Achse (22), wobei eine dünne Wand eine Innenfläche (24) und eine Außenfläche (26) begrenzt, die um die Achse (22) des Steckteils (12) herum angeordnet sind,

    ein rohrförmiges Aufnahmeteil (16), das um die Achse (22) herum angeordnet ist und

    eine dünne Wand aufweist, die eine Innenfläche (28) und eine Außenfläche (30) des Aufnahmeteils (16) begrenzt,

    eine Hülse (48), die an dem rohrförmigen Steckteil (12) und dem rohrförmigen Aufnahmeteil (16) anhaftet und an die Innenfläche des Aufnahmeteils (16) und die Außenfläche des Steckteils (12) angepasst ist, um sämtliche Zwischenräume zwischen dem rohrförmigen Steckteil und dem rohrförmigen Aufnahmeteil auszufüllen,

    wobei das Steckteil (12) ein erstes und zweites Ende mit einem Joch (18) aufweist, das fest an dem zweiten Ende des Steckteils (12) angebracht ist,

    wobei das Aufnahmeteil (16) ein erstes und zweites Ende mit einem Joch (18) aufweist, das fest an dem zweiten Ende des Aufnahmeteils (16) angebracht ist,

    wobei die dünne Wand des Steckteils (12) sich in Umfangsrichtung erstreckende Steckzähne (34) aufweist,

    wobei die dünne Wand des Steckteils (12) auch sich in Umfangsrichtung erstreckende erste, im Allgemeinen lineare Bereiche (32) aufweist, die auf einem ersten Radius (r1) um die Achse (22) herum zentriert sind, und die Steckzähne (34) nebeneinander liegende erste, im Allgemeinen lineare Bereiche (32) trennen, jeder Steckzahn (34) einen sich in Umfangsrichtung erstreckenden zweiten, im Allgemeinen linearen Bereich (36) aufweist, der auf einem zweiten Radius (r2) um die Achse (22) herum zentriert ist,

    wobei die dünne Wand des Aufnahmeteils (16) sich in Umfangsrichtung erstreckende Aufnahmezähne (40) aufweist,

    wobei die dünne Wand des Aufnahmeteils (16) auch sich in Umfangsrichtung erstreckende dritte, im Allgemeinen lineare Bereiche (38) aufweist, die auf einem dritten Radius (r3) um die Achse (22) herum zentriert sind, und die Aufnahmezähne (40) nebeneinander liegende dritte, im Allgemeinen lineare Bereiche (38) trennen, wobei jeder Aufnahmezahn (40) einen sich in Umfangsrichtung erstreckenden vierten, im Allgemeinen linearen Bereich (42) aufweist, der auf einem vierten Radius (r4) um die Achse (22) herum zentriert ist, und

    wobei der erste Radius (r1) größer als der zweite Radius (r2) ist, der dritte Radius (r3) größer als der vierte Radius (r4) ist und die zweiten und dritten, im Allgemeinen linearen Bereiche (36, 38) eine größere Umfangslänge als die ersten bzw. vierten, im Allgemeinen linearen Bereiche (32, 42) aufweisen,

    wobei die Antriebsstranganordnung (10) dadurch gekennzeichnet ist, dass der Längenunterschied zwischen dem ersten und dem zweiten Radius (r1, r2) weniger als 20% des ersten Radius (r1) beträgt und der Längenunterschied zwischen dem dritten und vierten Radius (r3, r4) weniger als 20% des dritten Radius (r3) beträgt.
  2. Anordnung (10) nach Anspruch 1, wobei die Hülse (48) an dem rohrförmigen Aufnahmeteil (16) befestigt ist.
  3. Anordnung (10) nach Anspruch 2, wobei die Hülse (48) an der Innenfläche des Aufnahmeteils (16) befestigt und komplementär zur Außenfläche des Steckteils (12) ausgebildet ist und die Hülse (48) auch an einem Bereich der Außenfläche des Aufnahmeteils (16) anhaftet.
  4. Anordnung (10) nach Anspruch 1, wobei die ersten, zweiten, dritten und vierten, im Allgemeinen linearen Bereiche (32, 36, 38, 42) linear sind.
  5. Anordnung (10) nach Anspruch 4, wobei jeder Steckzahn (34) ein paar Beine (44) umfasst, die sich radial von dem zweiten, im Allgemeinen linearen Bereich (36) zum ersten, im Allgemeinen linearen Bereich (32) erstrecken, und jeder Aufnahmezahn (40) ein Paar Beine (46) aufweist, die sich radial vom vierten, im Allgemeinen linearen Bereich (42) zum dritten, im Allgemeinen linearen Bereich (38) erstrecken.
  6. Anordnung (10) nach Anspruch 5, wobei jeder Steck- und Aufnahmezahn (34, 40) nach innen von dem ersten bzw. dritten, im Allgemeinen linearen Bereich (32, 38) zur Achse (22) hin vorspringt.
  7. Anordnung (10) nach Anspruch 6, wobei sich die Beine (44, 46) der Steck- und Aufnahmezähne (34, 40) in radialer Richtung zum Antriebseingriff der Steck- und Aufnahmeteile (12, 16) überlappen.
  8. Antriebsstranganordnung (10) nach Anspruch 1, wobei die Umfangslänge der zweiten und dritten, im Allgemeinen linearen Bereiche (36, 38) jeweils mehr als die Hälfte des Gesamtumfangs des Steck- bzw. Aufnahmeteils beträgt.
  9. Antriebsstranganordnung (10) nach Anspruch 1, wobei die Steck- und Aufnahmezähne (34, 40) unter einem gleichen Winkel um die Achse (22) herum beabstandet sind, wobei der gleiche Winkel 30° beträgt.
Es folgen 4 Blatt Zeichnungen






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