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Dokumentenidentifikation DE102004014406A1 20.10.2005
Titel Förderorgan zum Transport von Stückgut zwischen einem Rollfeld und einem Flugzeugladeraum, sowie System zum Be- und Entladen von Stückgut aus einem Flugzeugladeraum
Anmelder Telair International AB, Lund, SE
Erfinder Helmner, Anders, Bjärred, SE
Vertreter Kuhnen & Wacker Patent- und Rechtsanwaltsbüro, 85354 Freising
DE-Anmeldedatum 24.03.2004
DE-Aktenzeichen 102004014406
Offenlegungstag 20.10.2005
Veröffentlichungstag im Patentblatt 20.10.2005
IPC-Hauptklasse B64F 1/32
Zusammenfassung Die vorliegende Erfindung schlägt erstmals ein Hauptförderorgan (2) vor zum Transport von Stückgut zwischen einer Rollfeldebene und einem Laderaum eines Flugzeugs bzw. von einem oberhalb eines Rollfeldes befindlichen Ausgangspunkt zu einem Laderaum eines Flugzeugs zum Be- und Entladen des Flugzeugladeraums. Dabei ist das Hauptförderorgan (2) vorzugsweise mit einem selbstfahrenden Fahrgestell (4) auf dem Rollfeld (1) verfahrbar und reicht mit dessen vorzugsweise als Förderband (20) ausgebildeten Hauptförderorgan (2) vorzugsweise bis an eine Laderaumöffnung des Flugzeugs heran. An dem der Rollfeldebene zugewandten Ende des auf dem Rollfeld (1) verfahrbaren Hauptförderorgans (2) ist ein zusätzliches zweites Förderelement (8) angelenkt, das vorzugsweise als Förderband (24) ausgebildet ist und welches vertikal und horizontal verschwenkbar ist. Ferner wird erstmals ein entsprechendes System zum Be- und Entladen von Stückgut in einen Laderaum hinein bzw. aus einem Laderaum eines Flugzeugs heraus diskutiert.

Beschreibung[de]

Die vorliegende Erfindung betrifft ein Förderorgan zum Transport von Stückgut von einem oberhalb eines Rollfeldes befindlichen Ausgangspunkt zu einem Laderaum eines Flugzeugs zum Be- und Entladen des Flugzeugladeraums, nach dem Oberbegriff des Anspruchs 1, sowie ein System zum Be- und Entladen von Stückgut in einem Flugzeugladeraum, nach dem Oberbegriff des Anspruchs 13.

Beim Be- und Entladen von Stückgut in Flugzeugladeräume hinein bzw. aus diesen heraus muß derlei Stückgut generell zunächst vom Rollfeld zur Laderaumöffnung und durch diese hindurch gebracht, im Laderaum nach einem freien Platz gesucht und das Stückgut dort hin verbracht und abgelegt bzw. aufgestapelt oder verstaut werden bzw. beim Entladen entsprechend umgekehrt.

Dabei gibt es zwei generelle Hauptproblembereiche, in denen das mit dem Be- und Entladen eines Flugzeuges betraute Personal zum Teil massiven Verletzungsrisiken ausgesetzt sein kann bzw, einem beachtlichen Gesundheitsschädigungspotential unterworfen ist.

Dies ist zum einen die Übergabe des Stückgutes in den Laderaum des Flugzeugs mit der dortigen Verbringung.

Zum anderen ist dies die Übergabe der Gepäckstücke bzw. des Stückguts auf dem Rollfeld z.B. von einem Gepäcktransportfahrzeug bzw. dessen Gepäckstückanhänger zu einem Hauptförderorgan, welches das Stückgut ab einer gewissen Ausgangshöhe über dem Rollfeld, die häufig 1,50 m und mehr beträgt, von dort hinauf zum Laderaum des - Flugzeugs schafft.

In Bezug auf die flugzeugseitige Übergabe von Stückgut im Laderaum sind hierbei häufig die dort gerade bei kleineren und mittleren Flugzeugen beengten Raumverhältnisse ein erhebliches Erschwernis, da das Personal, das mit dem Be- und Entladen des Flugzeugs betraut ist, dann nur in gebückter, kniender oder gehockter Haltung arbeiten kann. Dabei muß die Entfernung von der Laderaumöffnung zum hinteren Ende des Laderaums auf den Knien rutschend überwunden werden. Beim Verstauen bzw. Stapeln des Stückguts muß das Personal dieses oft sich über die Schulter nach hinten drehend aufnehmen, hoch wuchten und nach vorne ablegen. Dabei können Beschädigungen oder Verletzungen der Muskeln, Sehnen oder Bänder als auch des Stützapparats leicht auftreten. Zudem müssen aus Wirtschaftlichkeitsgründen derzeit wenigstens 5 Tonnen Stückgut innerhalb von weniger als 10 Minuten be- oder entladen werden. Hierbei muß das im Flugzeugrumpf im Laderaum beschäftigte Personal zudem darauf achten, daß weder Stückgut beschädigt noch die Struktur des Laderaums verletzt wird. Dies führt dazu, daß die ohnehin den Stützapparat des betroffenen Personals stark belastenden Bewegungen schnell und unachtsam ausgeführt werden, was das Verletzungsrisiko beim Personal weiter steigert.

Um Stückgut vom Rollfeld zur Laderaumöffnung bzw. in den im Inneren des Flugzeugs direkt hinter der Laderaumöffnung liegenden Nahbereich zu bringen, von dem aus es dann vom Personal im Laderaum verstaut werden kann, sind beispielsweise folgende Vorgehensweisen bekannt:

Die DE 199 61 349 A1 beschreibt ein auf dem Rollfeld verfahrbares Gerät zum Be- und Entladen von Flugzeugen, mit einem Fahrgestell und einer auf dem Fahrgestell angeordneten Fördereinrichtung, wie beispielsweise einem Förderband. Dieses fahrbare Gerät weist einen Hauptförderer auf, der in seiner Höhe und Neigung gegenüber dem Fahrgestell verstellbar ist, sowie mindestens einen an einem Längsende des Hauptförderers um eine horizontale Querachse gegenüber diesem verschwenkbaren Übergabeförderer. Mit diesem fahrbaren Gerät kann Stückgut vom Rollfeld nach oben zur Laderaumöffnung des Flugzeugs verbracht und durch diese hindurch ins Flugzeug hinein übergeben werden. Dabei muß das Stückgut vom Bodenpersonal auf den unteren Übergabeförderer hinauf gewuchtet werden. Dieser übergibt das Stückgut an den Hauptförderer, der es bis in einen Bereich vor der Laderaumluke transportiert. Dort übergibt dann der zweite Übergabeförderer das Stückgut durch die Laderaumluke hindurch in den Laderaum, von wo es vom Personal wiederum von Hand zum Ablageplatz verbracht werden muß. Hierbei treten in beiden Übergabebereichen die eingangs diskutierten Probleme bzw. Gesundheitsrisiken für das mit dem Be- und Entladen der Stückgüter betraute Personal auf.

Weiterhin beschreibt die WO 98/54073 ein mit dessen vorderen Abschnitt durch eine Laderaumöffnung in den Laderaum eines Flugzeugs hinein führbares, dort wiederum über den Laderaumboden vermittels Rollen verfahrbares Förderorgan, das ein vom Rollfeld bis zum hinteren Ende des Laderaum führendes Förderband bereit stellen soll, zur Unterstützung des auch hier manuell von einer Person auszuführenden Be- und Entladevorgangs. Zum Betrieb des Förderorgans wird dieses auf dem Rollfeld an das Flugzeug herangefahren. Dann wird ein erster Abschnitt auf die Höhe der Laderaumöffnung gebracht, ein weiterer Abschnitt in die Laderaumöffnung hinein geführt, dort um 90°umgebogen und dann ein weiterer Abschnitt parallel zur Bordwand im Laderaum von der Laderaumöffnung bis zum hinteren Ende des Laderaums geführt. Ein zusätzlicher Tisch, der am hinteren Ende auf dem Boden aufgerichtet wird, soll sich über die gesamte Breite des Laderaums erstrecken und kann in der Höhe variiert werden. Damit kann Stückgut Be- und Entladen werden, wobei dieses z.B. beim Beladen mittels des Förderbandes vom Rollfeld bis zum Ende des Förderbandes im Laderaum vor den Tisch transportiert und dort von der am Tisch knienden Person auf den Tisch gezogen und über diesen weiterziehend dann oben auf den aufzuschichtenden Stückgutstapel geschoben wird. Das in der WO 98/540734 beschriebene Gerät hat zum Nachteil, daß sowohl bei unsachgemäßer Handhabung des Tisches als auch bei unsachgemäßer Handhabung des Förderorgans eine Beschädigung der Flugzeugstruktur die Folge ist. Weiterhin besteht auch bei dem vorstehend diskutierten, aus der WO 98/540734.bekannten Gerät rollfeldseitig das selbe zweite Hauptproblem, wie vorstehend bereits zum aus der DE 199 61 349 A1 bekannten Förderorgan angesprochen.

Ferner ist in der DE 100 07 332 A1 eine alternative Ausführungsform eines auf dem Rollfeld verfahrbaren Basisfahrzeugs mit einem bis in den Laderaum hinein reichenden endlosen Förderband diskutiert. Die DE 100 07 332 A1 schlägt ein reversierbares Fördermittel für Stückgüter mit schwenkbarem und in der Höhe und Länge verstellbaren Ausleger zum Be- und Entladen von Reisegepäckstücken bei Passagierflugzeugen vor. Zwischenübergabestationen sollen vermieden werden. Den Umschlag der Gepäckstücke bzw. das Verstauen und Entnehmen derselben im Laderaum bewerkstelligen auch hier wiederum Personen vor Ort von Hand. Rollfeldseitig bestehen die selben Probleme, wie vorstehend angerissen.

Um die Arbeit des Personals im Laderaum zu erleichtern, ist von der selben Anmelderin beispielsweise in der DE 42 38 095 A1 eine Beladevorrichtung für einen Laderaum eines Flugzeugs vorgeschlagen worden. Diese im rauben Alltag beim Be- und Entladen von Flugzeugen bewährte Laderaumbeladevorrichtung wird von der Anmelderin u. a. mit dem Prospekt „The sliding carpet loading system" erfolgreich beworben.

Diese Geräte bzw. Transporteinrichtungen helfen zwar, den Einsatz menschlicher Arbeitskraft im Laderaum zu erleichtern oder zu reduzieren, sie machen jedoch den Einsatz menschlicher Arbeitskraft, insbesondere im Bereich der Laderaumluke, immer noch erforderlich. Personal muß auch weiterhin im Flugzeugladeraum in äußerst unbequemer Arbeitshaltung das vom äußeren Förderorgan vom Rollfeld zur Laderaumöffnung hinauf beförderte Gepäck bzw. Stückgut entgegennehmen und über die Breite des Flugzeugrumpfes auf dem vorderen Ende der beispielsweise als Transportteppich ausgebildeten Transporteinrichtung im Laderaum ablegen und mit deren Hilfe sukzessive in das Innere des Laderaums befördern. Analoges gilt umgekehrt beim Entladen.

Um hier erfolgreich Abhilfe zu schaffen und die Arbeit des im Flugzeugladeraum tätigen Personals entscheidend zu erleichtern oder auf dessen Einsatz ganz verzichten zu können, hat die selbe Anmelderin in der DE 102 38 249 A1 ein System zum Be- und Entladen von Stückgut in einem Laderaum, insbesondere eines Flugzeugs, sowie eine Zwischenfördereinrichtung hierfür vorgeschlagen.

Doch auch bei diesem erfolgreichen System verbleibt – wie bei allen vorstehend diskutierten Vorrichtungen – der zweite, bislang nicht gelöste Problembereich. Dies ist die Übergabe des Stückguts auf dem Rollfeld vom Gepäckförderfahrzeug bzw. dessen Anhängern zum auf dem Rollfeld verfahrbaren Hauptförderorgan. Dabei besteht bis heute als ein wesentliches ungelöstes Problem die bereits vorstehend kurz angesprochene, grundlegende Schwierigkeit, daß rollfeldseitig das z.B. mit Flurförderfahrzeugen, Gepäcktransportfahrzeugen oder dergleichen Transportgeräten beispielsweise in Anhängern oder dergleichen heran gefahrene Stückgut von auf dem Rollfeld arbeitenden Personen von Hand dem Anhänger entnommen und auf das rollfeldseitige Ende des Hauptförderorgans hinauf gewuchtet werden muß. Hierbei ergeben sich die selben, den Stützapparat des betroffenen Personals stark belastenden Bewegungen und somit das selbe Verletzungsrisiko, wie vorstehend in Bezug auf das im Flugzeugladeraum arbeitende Personal diskutiert.

Selbst bei dem aus der DE 199 61 349 A1 bekannten Hauptförderorgan, das über zwei Übergabeförderbänder verfügt, besteht genauso das zweite grundlegende Problem, daß rollfeldseitig das dort heran gebrachte Stückgut von auf dem Rollfeld tätigen Personen von Hand aus dem Anhänger entnommen und auf das rollfeldseitige Ende des Übergabeförderbands hinauf gewuchtet werden muß. Hierbei ergeben sich die selben, den Stützapparat des betroffenen Personals stark belastenden Bewegungen und somit das selbe Verletzungsrisiko, wie vorstehend in Bezug auf das im Flugzeugladeraum arbeitende Personal diskutiert.

Nachdem letzteres Verletzungsrisiko mit der DE 102 38 249 A1 von der selben Anmelderin beseitigt werden konnte, ist es daran anknüpfend, unter Vermeidung der vorstehend diskutierten rollfeldseitigen Nachteile, Aufgabe der vorliegenden Erfindung, auch das Verletzungsrisiko des auf dem Rollfeld tätigen Personals beim Be- und Entladen von Stückgut erheblich zu senken.

Diese Aufgabe wird jeweils gelöst durch die Merkmale des Anspruchs 1 wie auch des Anspruchs 13.

Dabei schlägt die vorliegende Erfindung ein Hauptförderorgan zum Transport von Stückgut von einer oberhalb eines Rollfeldes befindlichen Ausgangslage zu einem Laderaum eines Flugzeugs und zurück bzw. zwischen einer Rollfeldebene und einem Laderaum eines Flugzeugs vor, zum kontinuierlichen Be- und Entladen des Flugzeugladeraums, wobei das Hauptförderorgan auf dem Rollfeld verfahrbar ist, und wenigstens bis an eine Laderaumöffnung des Flugzeuges reichen soll. Hierbei wird erstmals vorgeschlagen, dass an dem der Rollfeldebene zugewandten Ende des auf dem Rollfeld verfahrbaren Hauptförderorgans ein zusätzliches zweites Förderorgan bzw. Förderelement angelenkt ist, das vertikal und horizontal beliebig verschwenkbar ist. Dabei soll dieses zweite Förderorgan bzw. Förderelement besonders bevorzugt als Förderband ausgebildet sein.

Dabei wird erstmals in vorteilhafter Weise dem auf dem Rollfeld tätigen Personal die Möglichkeit eröffnet, Stückgüter, wie beispielsweise Gepäckstücke, Koffer, Rucksäcke, Pakete, Kisten, Seesäcke oder dergleichen, wie sie beispielsweise von einem Gepäckförderfahrzeug in Anhängern, einem Flurfördersystem oder dergleichen Gepäckfördereinrichtungen bis zum Flugzeug herangefahren werden, direkt vom Anhänger von der dort befindlichen Ausgangslage auf dieses zweite Förderorgan bzw. Förderelement zu schieben, sei es z.B. in einer Höhe über Kopf oder in einer Höhe ganz unten knapp über dem Boden oder auch irgendwo aus der Mitte des Stückguthaufens heraus.

Mit anderen Worten: Das dem Personal zugewandte Ende des zusätzlichen Förderelements kann aufgrund dessen vertikaler und horizontaler Verschwenkbarkeit sowohl in der Höhe als auch in seiner Ausrichtung im Raum so orientiert bzw. ausgerichtet werden, dass dessen dem Bodenpersonal zugewandte Spitze immer exakt auf diejenige Höhe bzw. Position einstellbar ist, auf der sich ein aufzunehmendes Stückgut auf dem Transportfahrzeug gerade befindet. Dadurch, daß das dem am Boden tätigen Personal gegenüberliegende Ende des zweiten Förderorgans in, vorteilhafter Weise auch in dessen Lage horizontal verschwenkt werden kann, ist es zugleich möglich, dieses Ende nach vorne zum vorderen Ende eines Transportfahrzeuges oder nach hinten zum hinteren Ende eines Transportfahrzeuges auszurichten, so dass das Personal, welches Stückgut bzw. Gepäck vom Transportfahrzeug auf das Förderorgan schieben soll, dieses von jedem Lagepunkt aus erledigen kann. Folglich kann mit dem Ende des zusätzlichen Förderelements die volle Ausdehnung des Flurförderfahrezugs oder des Gepäckanhängers überstrichen werden. Damit ist in vorteilhafter Weise ausgeschlossen, dass das auf dem Rollfeld tätige Personal Stückgüter, Gepäckstücke oder dergleichen händisch vom Transportfahrzeug auf das Förderorgan wuchten muss unter dabei häufig zwangsläufig aufgrund der über einen längeren Zeitraum sich aufaddierenden Belastungen eintretender Schädigung des Stützapparates, insbesondere des Rückgrates oder der Muskeln oder der Sehnen. Vielmehr kommt das Förderorgan sozusagen dem Gepäck bis zu dessen Lagepunkt entgegen, so daß das Bodenpersonal kräfteschonend das jeweilige Stückgut lediglich auf das zusätzliche Förderelement zu schieben braucht. Das ist eine wesentliche Arbeitserleichterung im Vergleich zur bisherigen Vorgehensweise.

Vorteilhafte Weiterbildungen der Erfindungen sind Gegenstand der Unteransprüche.

So ist in einer bevorzugten Ausführungsform des Förderorgans vorgesehen, dass das Förderelelement bzw. zweite Förderorgan in Längsrichtung längenveränderbar ist. Damit ist in weiter vorteilhafter Weise sichergestellt, dass ein auf dem Rollfeld tätiges Personal bzw. ein auf einem Gepäckfahrzeuganhänger tätiges Personal das ihm zugewandte Ende des zweiten Förderorgans über die gesamte Ausdehnung des Transportfahrzeuges mit sich ziehen kann, um auf diese Weise Gepäckstücke bzw. Stückgüter von jeder beliebigen Ausgangsposition aus ohne größere Kraftanstrengung auf das zweite Förderorgan zu schieben. Damit ist in vorteilhafter Weise eine möglichst verletzungs- bzw. risikofreies, Kräfte schonendes Arbeiten garantiert. Die betroffenen Mitarbeiter sind darüber hinaus hierdurch zusätzlich motivierbar, was sich letztlich in einer höheren Stückgut-Durchsatzrate beim Be- und Entladen bei zugleich geringerer Arbeitsbelastung positiv bemerkbar macht.

In einer weiter bevorzugten Ausführungsform ist vorgesehen, dass das zweite Förderorgan mit einem gezielt einstellbaren, ggf. feststellbaren Neigungswinkel, vorzugsweise zwischen –30° bis +30°, besonders bevorzugt zwischen –10° bis +10, relativ zum Neigungswinkel des auf dem Rollfeld verfahrbaren Hauptförderorgans orientierbar ist. Damit wird in vorteilhafter Weise sichergestellt, dass das dem Bedienpersonal zugewandte Ende des zweiten Förderelements bzw. Förderorgans sowohl von der untersten Ladekante eines Gepäckfahrzeugs bis hinauf zur obersten Schicht des darauf gestapelten Stückguts in der Höhe verstellbar ist, ohne daß hierfür die Neigung oder Ausrichtung des Hauptförderorgans verstellt werden müßte.

Entsprechend einer weiter bevorzugten Ausführungsform ist vorgesehen, dass das zweite Förderorgan für die Förderung von Stückgut im wesentlichen quer zur Längsachse des auf dem Rollfeld verfahrbaren Förderorgans um einen Winkelbereich von mit –30° bis +30° relativ zu dessen Förderrichtung verschwenkbar ist. Damit ist in vorteilhafter Weise sichergestellt, dass das dem Personal zugewandte Ende des zweiten Förderorgans vom vorderen Ende des Gepäckförderfahrzeugs bis zum hinteren desselbigen verschwenkt werden kann.

In einer weiter bevorzugten Ausführungsform wird vorgeschlagen, dass dem zusätzlichen Förderorgan Antriebseinrichtungen bzw. -elemente zugeordnet sind, wie beispielsweise beidseits der Ränder des Förderorgans angeordnete Parallelogramm-Lenker, Federspeicher, elektrische Antriebe oder dergleichen, zur Unterstützung einer Hub- oder Senkbewegung um eine horizontale Achse. Dies bietet den Vorteil, dass derlei Hub-. oder Senkbewegungen von einer auf dem Rollfeld tätigen Person nährungsweise kraftfrei vorgegeben werden können. Zudem bietet dies den Vorteil, dass derlei Hub- oder Senkbewegungen derart ausgeführt werden können, dass eine jeweils eingenommene bzw. vom Personal vorgegebene Endposition fest eingestellt werden kann, indem zum Beispiel bei Verwendung eines Federspeichers eine ihm zugeordnete Bremse gelöst, das zweite Förderorgan in seiner Höhe verstellt und dann die Bremse wieder angelegt wird. Demgegenüber kann eine Unterstützung einer Hub- oder Senkbewegung bei Verwendung eines elektrischen Antriebes durch die entsprechend zur Verfügung gestellten Motorleistung bewirkt werden. Das auf dem Rollfeld tätige Personal kann dann über entsprechende Bedienelemente oder Schaltknöpfe ein Heben oder Senken des zweiten Förderorgans ausführen. In allen Fällen ist jedenfalls sichergestellt, das derlei Bewegungen nährungsweise kraftfrei bis gänzlich ohne von der tätigen Person aufzubringende Kraft ausgeführt werden können, was wiederum hilft, das Verletzungsrisiko gegen Null zu drücken.

Einer weiter bevorzugten Ausführungsform zufolge ist vorgesehen, dass dem zusätzlichen Förderorgan Antriebseinrichtungen bzw. -elemente zugeordnet sind, wie beispielsweise wiederum Parallelogramm-Lenker, Federspeicher, elektrische Antriebe oder dergleichen, zur Unterstützung einer Schwenk-Hubbewegung um eine vertikale Achse. Damit werden dieselben Vorteile erzielt, wie vorstehend bereits diskutiert, nun jedoch im Bezug auf ein Verschwenken um die vertikale Achse, das heißt um ein Auslenken des Förderorgans sozusagen von links nach rechts und wieder zurück.

In einer weiter bevorzugten Ausführungsform ist vorgesehen, dass die Förderrichtung des zusätzlichen Fördeorgans automatisch an die Förderrichtung des auf dem Rollfeld verfahrbahren Förderorgans anpassbar ist. Ferner ist vorgesehen, dass die Fördergeschwindigkeit des zusätzlichen Förderorgans automatisch an die Fördergeschwindigkeit des auf dem Rollfeld verfahrbaren Förderorgans anpassbar ist. Nicht zuletzt ist vorgesehen, dass ein Ein- oder Ausschalten des auf dem Rollfeld verfahrbaren Förderorgans automatisch ein Ein- oder Ausschalten des zusätzlichen Förderorgans bewirkt. In allen diesen Fällen ist in vorteilhafter Weise sichergestellt, dass das zweite Förderorgan, welches sozusagen das rollfeldseitige Endstück des auf dem Rollfeld verfahrbaren Förderorgans bildet immer harmonisch mit dem Hauptförderorgan zusammenarbeitet. Hierzu bedarf es in vorteilhafter Weise keinerlei Eingriffe durch das auf dem Rollfeld tätige Personal. Dementsprechend bedarf es auch keiner besonderen Ausbildung zur Benutzung eines solchen Förderorgans.

In einer weiter bevorzugten Ausführungsform ist vorgesehen, dass das zusätzliche Förderelement zum Transport des auf dem Rollfeld verfahrbaren Hauptförderorgans in eine aufrechte Position hoch klappbar ist. Damit ist sichergestellt, dass das zweite Förderelement bei einem Verfahren des Hauptförderorgans nicht auf dem Rollfeld nachschleift, ausschwenkt oder gar irgendwelche umstehenden Personen beim Wenden versehentlich verletzt werden könnten.

Entsprechend einer weiter bevorzugten Ausführungsform ist vorgesehen, dass das zusätzliche Förderelement relativ zum auf dem Rollfeld verfahrbaren Hauptförderorgan querverschieblich angelenkt ist. Damit kann in vorteilhafter Weise erforderlichenfalls ein direkter Zugang zum Hauptförderorgan bereit gestellt werden. Dies kann beispielsweise ratsam sein, wenn extrem schwere Stückgüter oder Gepäckstücke zum Flugzeugladeraum über das Hauptförderorgan hinauftransportiert werden sollen, welche aufgrund ihres großen Gewichts oder ihrer sperrigen Abmaße möglicherweise das zweite zusätzliche Förderorgan beschädigen könnten. Ferner könnte ein Zugang zum Hauptförderorgan von hinten erwünscht sein, wenn daran Wartungsarbeiten auszuführen sind. In beiden Fällen kann in vorteilhafter Weise das zweite Förderorgan seitlich beiseite geschoben oder beiseite geschwenkt werden und ist dann nicht im Wege.

Die vorstehend diskutierte Aufgabe wird weiterhin durch die Merkmale des Anspruchs 13 in systemtechnischer Hinsicht gelöst. Dabei wird ein System zum Be- und Entladen von Stückgut in einem Laderaum eines Flugzeug, mit einer Transporteinrichtung zur Förderung des Stückgutes in Richtung auf das Innere des Laderraumes beim Beladen bzw. von diesem weg beim Entladen vorgeschlagen. Hierbei soll die Transporteinrichtung mit deren vorderem Ende bis in den Bereich der Laderraumöffnung in den Flugzeugrumpf reichen und mit einem an der Außenseite des Flugzeuges an die Laderaumöffnung anschließenden zum Transport des Stückgutes zwischen der Rollfeldebene und der Laderaumöffnung kommunizieren, wobei zwischen dem Flugzeugseitigen Ende des äußeren Förderorgans und dem vorderen Ende der Transporteinrichtung im Laderaum wenigstens eine Zwischenförderung angeordnet ist, mit der das Stückgut beim Beladen zunächst in Querrichtung zur Flugzeuglängsachse tiefer in den Flugzeugrumpf hinein förderbar ist, und sodann in Flugzeuglängsrichtung förderbar und auf dem vorderen Ende der Transporteinrichtung im Laderraum ablegbar ist, und mit der beim Entladen über das vordere Ende der Transporteinrichtung hinaus in die Ebene der Laderaumöffnung beförderte Stückgut quer zur Flugzeuglängsachse durch die Laderaumöffnung hindurch weg förderbar ist. Dabei wird erstmals vorgeschlagen, dass an dem der Rollfeldebene zugewandten Ende des auf dem Rollfeld verfahrbaren Förderorgans ein zusätzliches Förderorgan vorzugsweise ein Förderband angelenkt ist, das vertikal oder horizontal verschwenkbar ist.

Damit lassen sich dieselben Vorteile Synergetischerweise erzielen, wie vorstehend bereits diskutiert, sodass diesbezüglich auf vorstehende Diskussion verwiesen werden kann.

Darüber hinaus ist vorgesehen, dass die Transporteinrichtung im Laderaum ein den Boden des Laderaums flächig abdeckender Transportteppich ist. Weiterhin ist vorgesehen, dass die Zwischenfördereinrichtung wenigstens ein in Förderrichtung längenveränderbares erstes Förderorgan vorzugsweise ein Förderband aufweist, das beim Beladen Stückgut im Bereich der Laderraumöffnung vom Flugzeugseitigen Ende des äußeren Förderorgans entgegennimmt und quer zur Flugzeuglängsachse weiter fördert, wobei sich an dessen Flugzeugrumpf immer ein weiteres Förderorgan vorzugsweise ein Förderband, anschließt, welches Stückgut vom ersten Förderorgan entgegennimmt und in Flugzeuglängsrichtung zum vorderen Ende des im Laderaum vorhandenen Transportteppichs fördert.

Die vorstehend diskutierte Erfindung wird nachfolgend in Ausführungsbeispielen anhand der Figuren, der Zeichnungen näher erläutert. Es zeigt:

1 in einer schematisch vereinfachten Seitenansicht eine beispielhafte Ausführungsform eines erfindungsgemäßen Hauptförderorgans mit an dessen rollfeldseitigem Ende angelenktem zweiten Förderelement;

2 die in 1 gezeigte Ausführungsform in einer schematisch vereinfachten Draufsicht von oben;

3 die in 1 und 2 gezeigte Ausführungsform schematisch vereinfacht in einer Draufsicht von oben mit Darstellung der Querverschiebbarkeit und Verschwenkbarkeit des zweiten Förderelements; und

4 das zweite Förderelement in hochgestellter Transportstellung gemäß der in 1 bis 3 gezeigten Ausführungsform.

In 1 ist in einer ersten schematisch vereinfachten Seitenansicht das rollfeldseitige Heck eines auf dem Boden bzw. auf dem Rollfeld 1 verfahrbaren Hauptförderorgans 2 gezeigt. Das Hauptförderorgan 2 ist auf einem Fahrzeug 4, eine selbstfahrenden Fahrgestell oder dergleichen fahrbaren Untersatz montiert, damit dieses damit transportiert werden und vor Ort entsprechend beim Flugzeug positioniert werden kann. Das Hauptförderorgan 2 kann in seiner Orientierung bzw. Ausrichtung aus einer näherungsweise waagerechten Transportstellung heraus aufgerichtet bzw. geneigt. werden, ähnlich einer schiefen Ebene. Das Förderorgan 2 dient zum Transport von nicht näher dargestelltem Stückgut zwischen der Rollfeldebene 1 bzw. einem dort angelieferten Stückguttransportbehälter, einem Gepäckwagenanhänger, einem Flurförderorgan oder dergleichen und einem hier in 1 nicht näher dargestellten Laderaum eines Flugzeugs zum Be- und Entladen des Flugzeugladeraums. Hierzu ist das Förderorgan 2 mit dem Fahrzeug 4 auf dem Rollfeld 1 verfahrbar, so dass es in eine geeignete Ausgansposition vor der Laderaumöffnung des Flugzeuges gebracht und dort entsprechend zum Flughzeugrumpf ausgerichtet werden kann.

An dem der Rollfeldebene 1 zugewandten Ende 6 des auf dem Rollfeld 1 verfahrbaren Hauptförderorgan 2 ist ein zusätzliches zweites Förderelement 8 angelenkt. Dabei ist das zusätzliche zweite Förderelement 8 vorzugsweise als Förderband ausgebildet. Ferner ist das Förderelement 8 vertikal und horizontal verschwenkbar am Hauptförderorgan 2 angelenkt. Dementsprechend weist die dem auf dem Rollfeld 1 tätigen Bodenpersonal zugewandte Spitze 10 des zweiten Förderorgans 8 in der in 1 gestrichelt dargestellten Position nach oben und in der in 1 in durchgezogenen Linien dargestellten Position nach unten.

Das Verschwenken des zweiten Förderorgans 8 um eine horizontale Achse 12 wird dabei durch geeignete Elemente, wie beispielsweise Parallelogramm-Lenker, die z.B. beidseits der Ränder des Förderorgans 8 angeordnet sein können, Federspeicher mit oder ohne zusätzliche Brems- bzw. Feststellorgane, elektrische Antriebe und dergleichen mehr unterstützt. Im hier dargestellten Fall werden hierzu Federspeicher 14 eingesetzt, da diese kostengünstig einzusetzen und vor allem robust, wartungsarm und zuverlässig sind.

Bei der hier in 1 dargestellten Ausführungsform kann der Federspeicher 14 zusätzlich ein Bremselement aufweisen, mittels dem eine vom Bedienpersonal vorgegebene Neigungsposition des zweiten Förderorgans 8 bei Bedarf festgestellt und wieder arretiert werden kann. Alternativ kann an Stelle des hier gezeigten Federspeichers 14 auch ein Elektromotor oder dergleichen Antriebe vorgesehen sein, mit dem die Neigungsverstellung bewerkstelligt wird.

Die in 1 gezeigte Ausführungsform ist in 2 in einer ebenfalls schematisch vereinfachten Draufsicht von oben dargestellt. Das zweite Förderorgan 8 kann aufgrund dessen Anlenkung am Hauptförderorgan 2 in horizontaler Richtung um eine vertikale Achse 16 von links nach rechts und zurück entsprechend der hier stellvertretend markierten Positionen 18 und 18' verschwenkt werden. Darüber hinaus kann das zweite Förderorgan 8 erforderlichenfalls in einer entsprechenden Ausführungsform in dessen Längsrichtung X längenveränderbar gestaltet sein. Das Hauptförderorgan 2 weist in der hier dargestellten Ausführungsform ein Förderband 20 auf das am rollfeldseitigen Ende um eine Rolle 22 umgelenkt wird. Das zweite Förderorgan 8 ist ebenfalls mit einem Förderband 24 ausgestattet. Das Förderband 24 läuft dabei über eine Mehrzahl von Rollen 26 bzw. über eine Mehrzahl von Gruppen von Rollen 26 ab.

Wie aus 1 und 2 ersichtlich ist, kann die dem Rollfeld 1 zugewandte bzw. die dem Bedienpersonal zugewandte Spitze 10 des zweiten Förderelements 8 in jede beliebige Lage in horizontaler Richtung wie auch in vertikaler Richtung verschwenkt werden, so dass die Spitze 10 im Prinzip jeden beliebigen Ausgangspunkt, an dem ein aufzunehmendes Gepäckstück liegt, erreichen kann. Damit braucht das Bedienpersonal das Stückgut nicht mehr von Hand mit zum Teil enormer Kraftanstrengung auf das heckseitige Ende 6 des Hauptförderogans wuchten, sondern kann das Stückgut kräfteschonend und damit ohne größeres Verletzungsrisiko bzw. Gesundheitsschädigungspotential vom Gepäcktransportanhänger auf die Spitze 10 des zweiten Förderelements 8 schieben bzw. ziehen. Den Rest erledigt dann das zweite Förderelement 8 im Zusammenspiel mit dem Hauptförderorgan 2.

Aus 3 wird in einer weiteren, wiederum schematisch vereinfachten Draufsicht von oben die Querverschiebbarkeit des zweiten Förderorgans 8 ersichtlich. Dabei kann das zweite Förderorgan 8 entweder über einen Tragarm bzw. Ausleger 28 derart am Förderorgan 2 angelenkt und/oder querverschieblich gelagert sein, dass es beispielsweise mit dem Ausleger 28 um eine vertikale Achse 30 um die Ecke verschwenkt werden kann, so dass dann eine Zugangsmöglichkeit von hinten an das Heck des Hauptförderorgans 2 geschaffen ist. Alternativ kann auch das zweite Förderorgan 8 derart über den Ausleger 28 am Hauptförderorgan 2 angelenkt sein, dass der Ausleger 28 quer verschieblich ist und im Anschluss daran das zweite Förderorgan 8 um die vertikale Achse 16 verschwenkt wird. In all diesen Fällen ist es jedenfalls möglich, das zweite Förderorgan 8 von seiner am hinteren Ende befindlichen bzw. heckseitigen Position neben das Heck des zweiten Förderorgans 2 zu bringen.

Schließlich ist in 4 in einer weiteren schematisch vereinfachten Seitenansicht des rollfeldseitigen Endes des Hauptförderorgans 2 die sogenannte Transportstellung des zweiten Förderorgans 8 gezeigt. Zum Transport beispielsweise von einer Halle zum Rollfeld 1 oder zum Verfahren des Hauptförderorgans 2 auf dem Rollfeld 1 mit Hilfe des selbiges tragenden Fahrzeugs 4 oder mit Hilfe eines selbstfahrenden Fahrgestells, auf dem das Hauptförderorgan 2 montiert ist, kann das zweite Förderorgan bzw. Förderelement 8 näherungsweise aufrecht aufgerichtet bzw. hoch geklappt werden, so dass dieses beim Verfahren des Hauptförderorgans 2 nicht versehentlich im Weg ist, nicht über dessen äußere Abmaße hinaus ragt und auch nicht etwaige umstehende Personen beim Schwenken bzw. Rangieren des Fahrzeugs 4 versehentlich verletzen kann.

Durch den Einsatz des zweiten Förderorgans 8 können die bei herkömmlichen Hauptförderorganen vorherrschenden rauhen Arbeitsbedingungen der auf dem Rollfeld tätigen Arbeiter wesentlich verbessert werden.

Im Betrieb wird das auf dem Rollfeld verfahrbare Hauptförderorgan z.B. vor oder neben einem Flugzeug geparkt und in Position gebracht. Das Hauptförderorgan 2 wird flugzeugseitig angehoben, bis dessen oberes Ende an die Laderaumluke heran reicht. Das Gepäckförderfahrzeug wird mit dem als erstes zu entladenden Anhänger in der Nähe des rollfeldseitigen Endes 6 des Hauptförderorgans 2 abgestellt, und zwar derart, daß der Anhänger in etwa 1 Meter Abstand zum Hauptförderorgan 2 hat. Nun wird das zum Transport nach oben hochgeklappte zweite Förderelement 8 herunter geschwenkt, bis dieses mit dessen dem Flugzeug abgewandter Spitze 10 bzw. Ende in einer oberen Position auf der selben Höhe ist, wie die oberen Gepäckstücke des Gepäckwagens bzw. die auf diesem aufgeschichtete obere Schicht an Stückgütern. Die Stückgüter werden dann aus deren Anfangsposition heraus vom Anhänger auf das zweite Förderelement 8 geschoben und von diesem zum Hauptförderorgan 2 weitergereicht, welches diese dann zum Laderaum schafft. Dabei kann das zweite Förderelement seitlich um die vertikale Achse 16 verschwenkt werden, damit alle Gepäckstücke vom Anhänger aufgenommen werden können, gleichgültig ob diese vorne oder hinten auf dem Anänger liegen. Sobald die oberste Schicht weggeschafft ist, kann das zweite Förderelement 8 ein wenig abgesenkt werden, bis dieses auf Höhe der nächsten Schicht von Stückgut ist, ohne daß hierbei irgendwelche Veränderungen am Hauptförderorgan 2 vorgenommen werden müßten. Nun wird der zuvor beschriebene Vorgang wiederholt. Dies geschieht solange, bis der Gepäckanhänger leer und das Flugzeug beladen ist. Beim Entladen eines Flugzeugs wird dementsprechend in umgekehrter Reihenfolge verfahren.

Die vorstehend diskutierte Erfindung schafft damit erstmals ein Förderorgan zum Transport von Stückgut zwischen einer Rollfeldebene und einem Laderaum eines Flugzeugs bzw. von einem oberhalb eines Rollfeldes befindlichen Ausgangspunkt zu einem Laderaum eines Flugzeugs zum Be- und Entladen des Flugzeugladeraums. Dabei ist das Förderorgan bzw. Hauptförderorgan vorzugsweise mit einem selbstfahrenden Fahrgestell auf dem Rollfeld verfahrbar und reicht mit dessen vorzugsweise als Förderband ausgebildten Förderorgan wenigsten bis an eine Laderaumöffnung des Flugzeuges heran. An dem der Rollfeldebene zugewandten Ende des auf dem Rollfeld verfahrbaren Förderorgans ist ein zusätzliches zweites Förderorgan bzw. Förderelement angesenkt, das vorzugsweise als Förderband ausgebildet ist, und welches vertikal und/oder horizontal verschwenkbar ist. Ferner wird erstmals ein entsprechendes System zum Be- und Entladen von Stückgut in einen Laderaum hinein bzw. aus einem Laderaum eines Flugzeuges heraus diskutiert.


Anspruch[de]
  1. Hauptförderorgan (2) zum Transport von Stückgut von einer oberhalb eines Rollfeldes (1) befindlichen Ausgangslage zu einem Laderaum eines Flugzeugs und zurück zum kontinuierlichen Be- und Entladen des Flugzeugladeraums, wobei das Hauptförderorgan (2) auf dem Rollfeld (1) verfahrbar ist und wenigstens bis an eine Laderaumöffnung des Flugzeuges reicht, dadurch gekennzeichnet, daß an dem der Rollfeldebene (1) zugewandten Ende (6) des auf dem Rollfeld (1) verfahrbaren Hauptförderorgans (2) ein zusätzliches zweites Förderelement (8), vorzugsweise ein Förderband (24), angelenkt ist, das vertikal und horizontal verschwenkbar ist.
  2. Hauptförderorgan (2) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das zweite Förderelement (8) in dessen Längsrichtung (X) längenveränderbar ist.
  3. Hauptförderorgan (2) nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß das zweite Förderelement (8) mit einem, vorzugsweise gezielt feststellbaren, einstellbaren Neigungswinkel (34), vorzugsweise zwischen –30° bis +30°, besonders bevorzugt zwischen –15° bis +15°, relativ zum Neigungswinkel (36) des auf dem Rollfeld (1) verfahrbaren Hauptförderorgans (2) orientierbar ist.
  4. Hauptförderorgan (2) nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß das zweite Förderelement (8) für die kontinuierliche Förderung von Stückgut im wesentlichen quer zur Längsachse des auf dem Rollfeld (1) verfahrbaren Hauptförderorgans (2) um einen Winkelbereich (38) von etwa –30° bis +30° relativ zu dessen Förderrichtung (32) verschwenkbar ist.
  5. Hauptförderorgan (2) nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß Teile der tragenden Struktur des zusätzlichen Förderelements (8) aus Werkstoffen geringer Dichte, wie beispielsweise Aluminium, Faserverbundwerkstoffen oder dergleichen, hergestellt sind.
  6. Hauptförderorgan (2) nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß dem zusätzlichen Förderelement (8) Antriebseinrichtungen zugeordnet sind, wie beispielsweise Parallelogramm-Lenker, Federspeicher (14), elektrische Antriebe oder dergleichen, zur Unterstützung einer Hub- oder Senkbewegung um eine horizontale Achse (12).
  7. Hauptförderorgan (2) nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß dem zusätzlichen Förderelement (8) Antriebseinrichtungen zugeordnet sind, wie beispielsweise Parallelogramm-Lenker, Federspeicher, elektrische Antriebe oder dergleichen, zur Unterstützung einer Schwenk-Bewegung um eine vertikale Achse (16).
  8. Hauptförderorgan (2) nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß die Förderrichtung (40) des zusätzlichen Förderelements (8) automatisch an die Förderrichtung (32) des auf dem Rollfeld (1) verfahrbaren Hauptförderorgans (2) anpaßbar ist.
  9. Hauptförderorgan (2) nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß die Fördergeschwindigkeit des zusätzlichen Förderelements (8) automatisch an die Fördergeschwendigkeit des verfahrbaren Hauptförderorgans (2) anpaßbar ist.
  10. Hauptförderorgan (2) nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, daß ein Ein- oder Ausschalten des Hauptförderorgans (2) automatisch ein Ein- oder Ausschalten des Förderelements (8) bewirkt.
  11. Hauptförderorgan (2) nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, daß das Förderelement (8) zum Transport des Hauptförderorgans (2) in eine im wesentlichen aufrechte Position (42) hochklappbar ist.
  12. Hauptförderorgan (2) nach einem der Ansprüche 1 bis 11, dadurch gekennzeichnet, daß das Förderelement (8) relativ zum Hauptförderorgan (2) quer verschieblich angelenkt oder gelagert ist.
  13. System zum Be- und Entladen von Stückgut in einem Laderaum eines Flugzeugs, mit einer Transporteinrichtung zur Förderung des Stückgutes in Richtung auf das innere Ende des Laderaumes beim Beladen bzw. von diesem weg beim Entladen, wobei die Transporteinrichtung mit deren vorderem Ende bis in den Bereich der Laderaumöffnung im Flugzeugrumpf reicht, und mit einem an der Außenseite des Flugzeuges an die Laderaumöffnung anschließenden Hauptförderorgan (2) zum Transport des Stückgutes zwischen der Rollfeldebene (1) und der Laderaumöffnung, wobei zwischen dem flugzeugseitigen Ende des äußeren Hauptförderorgans (2) und dem vorderen Ende der Transporteinrichtung im Laderaum wenigstens eine Zwischenfördereinrichtung angeordnet ist, mit der das Stückgut beim Beladen zunächst in Querrichtung zur Flugzeuglängsachse tiefer in den Flugzeugrumpf hinein förderbar ist und sodann in Flugzeuglängsrichtung förderbar und auf dem vorderen Ende der Transporteinrichtung im Laderaum ablegbar ist, und mit der beim Entladen über das vordere Ende der Transporteinrichtung hinaus in die Ebene der Laderaumöffnung gefördertes Stückgut quer zur Flugzeuglängsachse durch die Laderaumöffnung hindurch weg förderbar ist, dadurch gekennzeichnet, daß an dem der Rollfeldebene (1) zugewandten Ende (6) des auf dem Rollfeld verfahrbaren Hauptförderorgans (2) ein zusätzliches Förderelement (8), vorzugsweise ein Förderband (14), angelenkt ist, das vertikal und horizontal verschwenkbar ist.
  14. System nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, daß die Transporteinrichtung im Laderaum ein den Boden des Laderaumes flächig abdeckender Transportteppich, zur insbesondere taktweisen Förderung des Stückgutes, ist.
  15. System nach Anspruch 13 oder 14, dadurch gekennzeichnet, daß die Zwischenfördereinrichtung wenigstens ein in Förderrichtung längenveränderbares erstes Förderorgan, vorzugsweise ein Förderband, aufweist, das beim Beladen Stückgut im Bereich der Laderaumöffnung vom flugzeugseitigen Ende des äußeren Förderorgans entgegennimmt und quer zur Flugzeuglängsachse weiterfördert, wobei sich an dessen flugzeugrumpfinneren Ende ein weiteres Förderorgan, vorzugsweise ein Förderband, anschließt, welches das Stückgut vom ersten Förderorgan entgegennimmt und in Flugzeuglängsrichtung zum vorderen Ende des im Laderaum vorhandenen Transportteppichs fördert.
  16. System nach einem der Ansprüche 13 bis 15, gekennzeichnet durch wenigstens eines der Merkmale des Förderorgans nach einem der Ansprüche 1 bis 12.
Es folgen 4 Blatt Zeichnungen






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