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Dokumentenidentifikation DE102004015424A1 20.10.2005
Titel Bettzeug für Pflegebedarf
Anmelder Eisele GmbH & Co.KG, 76437 Rastatt, DE
Erfinder Eisele, Mathias, 76437 Rastatt, DE;
Eisele, Siegfried, 76437 Rastatt, DE
Vertreter Patentanwalts-Partnerschaft Rotermund + Pfusch + Bernhard, 70372 Stuttgart
DE-Anmeldedatum 26.03.2004
DE-Aktenzeichen 102004015424
Offenlegungstag 20.10.2005
Veröffentlichungstag im Patentblatt 20.10.2005
IPC-Hauptklasse A47G 9/00
IPC-Nebenklasse A61G 7/05   
Zusammenfassung Die Erfindung betrifft ein Bettzeug (1) für Pflegebedarf mit zumindest zwei Bettzeugteilen, nämlich wenigstens eine Decke (2) und wenigstens ein Kissen (3), wobei wenigstens ein Bettzeugteil einen nachgiebigen Kern (4) und eine diesen allseits umhüllende flüssigkeitsdichte und abwaschbare Hülle (5) aufweist.
Zur Steigerung des Komforts des Bettzeugs (1) wird vorgeschlagen, zumindest beim Kissen (3) die Hülle (5) luftdurchlässig auszugestalten und/oder zumindest bei der Decke (2) die Hülle (5) in wenigstens einem Eckbereich (6) und/oder Randbereich (7) fest mit dem Kern (4) zu verbinden.

Beschreibung[de]

Die vorliegende Erfindung betrifft ein Bettzeug für Pflegebedarf, insbesondere in Krankenhäusern und Heimen sowie für häusliche Pflege, und umfasst zumindest zwei Bettzeugteile, nämlich wenigstens eine Decke und wenigstens ein Kissen.

Im medizinischen Bereich, insbesondere in Krankenhäusern und Pflegeheimen, herrschen hohe Ansprüche an die einzuhaltende Hygiene. Dies gilt allgemein für alle zur Anwendung kommenden Artikel und somit insbesondere auch für Pflegebedarfsartikel, wie z. B. das für Patientenbetten verwendete Bettzeug, also Kissen und Decken. Gerade im Pflegebereich kommt es häufig zu Verschmutzungen der einzelnen Bettzeugteile, beispielsweise durch Körperflüssigkeiten (z. B. Blut, Urin) oder auch im Rahmen einer je nach Pflegefall erschwerten Nahrungsaufnahme (z. B. durch Getränke und Essensreste). Um den erhöhten hygienischen Ansprüchen Rechnung zu tragen, müssen die einzelnen Bettzeugteile regelmäßig und insbesondere vergleichsweise häufig gewaschen werden. Häufiges Waschen führt jedoch bei herkömmlichen Kissen und Decken, die in einer wasserdurchlässigen Hülle (z. B. ein gewebter Stoff) einen nachgiebigen Kern (z. B. aus Federn oder Kunststofffasern) enthalten, rasch zu irreparablen Schäden der Hülle und/oder des Kerns.

Abhilfe schafft hier die Verwendung einer wasserdichten Hülle, die den jeweiligen Kern allseits dicht umhüllt. Zum einen gelangen die gesamten Verunreinigungen somit nur bis zur Hülle und nicht mehr in den Kern. Zum anderen wird auch der Kern beim Waschen nicht mehr nass. Insgesamt kann ein derartiges Kissen oder eine derartige Decke sehr viel häufiger gewaschen werden, ohne dass es dabei zu nennenswerten Verschleißerscheinungen kommt. Bei der Verwendung einer wasserdichten Kunststofffolie als Hülle kann außerdem die Hygiene schon dadurch verbessert werden, dass eine derartige Hülle erheblich besser zu reinigen ist als ein Stoffgewebe.

Die Verwendung eines wasserdichten Materials, insbesondere eine Plastikfolie, zur Herstellung der Hülle führt jedoch gleichzeitig dazu, dass die Hülle auch luftdicht ist, was grundsätzlich unter Hygieneaspekten kein Nachteil ist. Allerdings kann das eingeschlossene Luftvolumen den Komfort des Patienten beeinträchtigen, da sich die eingeschlossene Luft nachteilig auf die Polsterwirkung des Kissens und die Anschmiegbarkeit der Decke auswirkt. Des Weiteren kann die mechanische Beanspruchung des Kissens bzw. der Decke, insbesondere beim Waschvorgang, dazu führen, dass sich die Relativlage zwischen Hülle und Kern verändert. Insbesondere kann sich bei einer Decke ihr Kern innerhalb der Hülle verwerfen und Falten bilden. Auch dies ist für den Komfort abträglich und nur sehr mühsam zu beheben, da die Hülle nicht geöffnet werden darf.

Aus der DE 43 06 059 C1 ist ein Polster für Patientenliegeflächen bekannt, das aus einem elastischen Schaumstoffkern und einer Schutzhülle mit allseits dicht verschweißten innen liegenden Nähten besteht. Derartige Patientenliegeflächen finden sich z. B. auf Operationstischen. Um einen Luftaustausch zwischen einem Innenraum des Polsters und der Umgebung zu ermöglichen, kann in die Schutzhülle an einer beliebigen Stelle eine Öffnung eingeschnitten sein, die von innen mit einer flüssigkeitsdichten, jedoch luftdurchlässigen Folie verschlossen ist.

Die vorliegende Erfindung beschäftigt sich mit dem Problem, für ein Bettzeug der eingangs genannten Art eine verbesserte Ausführungsform anzugeben, die insbesondere einen erhöhten Komfort bietet.

Dieses Problem wird erfindungsgemäß durch die Gegenstände der unabhängigen Ansprüche gelöst. Vorteilhafte Ausführungsformen sind Gegenstand der abhängigen Ansprüche.

Die Erfindung beruht auf dem allgemeinen Gedanken, einerseits die durch das eingeschlossene Luftvolumen hervorgerufenen Komforteinbußen dadurch zu beheben, dass die Hülle luftdurchlässig ausgestaltet ist, und andererseits die durch eine Relativerstellung zwischen Hülle und Kern hervorgerufenen Komforteinbußen dadurch zu beheben, dass die Hülle am Kern fixiert ist. Durch die erfindungsgemäße Ausgestaltung des Bettzeugs lässt sich somit der Liegekomfort des Kissens deutlich steigern, wobei gleichzeitig eine Faltenbildung des Kerns innerhalb der Hülle bei der Decke vermieden wird, was ebenfalls den Komfort bei der Verwendung des Bettzeugs erhöht.

Gemäß einer vorteilhaften Ausführungsform kann die Fixierung des Kerns an der Hülle dadurch erfolgen, dass die Hülle mit dem Kern verschweißt ist, wozu Kern und Hülle aus hierzu geeigneten Kunststoffen bestehen. Eine derartige Schweißverbindung kann besonders einfach auch dann noch hergestellt werden, wenn der Kern bereits ordnungsgemäß in die Hülle eingesetzt und die Hülle schon dicht verschlossen ist. Beispielsweise kann hierzu ein Ultraschallschweißverfahren verwendet werden, das es insbesondere ermöglicht, die Hülle von beiden Seiten mit dem Kern zu verpressen und unter Ausbildung einer entsprechenden Schweißnaht zu verschweißen. Die Schweißnaht bildet dabei quasi einen den Kern durchdringenden und die beiden Seiten der Hülle miteinander verbindenden Steg.

Vorzugsweise sind für die Fixierung des Kerns an der Hülle vier Verbindungsstellen vorgesehen, die jeweils in einem Eckbereich des jeweiligen Bettzeugteils angeordnet sind. Es hat sich gezeigt, dass diese vier Verbindungsstellen ausreichen, um Falten oder Verwerfungen, die der Kern innerhalb der Hülle unter Umständen noch aufweisen kann, besonders einfach entfernen zu können, in dem an den vier Ecken der Hülle gezogen wird.

Grundsätzlich kann die jeweilige Hülle dadurch luftdurchlässig ausgestaltet sein, dass sie vollständig oder in zumindest einem luftdurchlässigen Abschnitt aus einem luftdurchlässigen und flüssigkeitsundurchlässigen Material besteht. Derartige Materialien, auch Membranen genannt, sind in der Bekleidungsindustrie weit verbreitet und kommen dort insbesondere bei atmungsaktiver Funktionskleidung zum Einsatz.

Bei einer anderen Ausführungsform kann die jeweilige Hülle dadurch luftdurchlässig ausgestaltet sein, dass sie zumindest eine Öffnung enthält, die mit einem luftdurchlässigen und flüssigkeitsundurchlässigen Material verschlossen ist. Im Unterschied zur zuvor genannten Variante kann sich hier eine vereinfachte Fertigung ergeben, zumindest ist diese Lösung erheblich preiswerter, da nur sehr wenig von dem atmungsaktiven und teuren Membranmaterial benötigt wird.

Weitere wichtige Merkmale und Vorteile der Erfindung ergeben sich aus den Unteransprüchen, aus den Zeichnungen und aus der zugehörigen Figurenbeschreibung anhand der Zeichnungen.

Es versteht sich, dass die vorstehend genannten und die nachstehend noch zu erläuternden Merkmale nicht nur in der jeweils angegebenen Kombination, sondern auch in anderen Kombinationen oder in Alleinstellung verwendbar sind, ohne den Rahmen der vorliegenden Erfindung zu verlassen.

Ein bevorzugtes Ausführungsbeispiel der Erfindung ist in den Zeichnungen dargestellt und wird in der nachfolgenden Beschreibung näher erläutert, wobei sich gleiche Bezugszeichen auf gleiche oder funktional gleiche oder ähnliche Bauteile beziehen.

Es zeigen, jeweils schematisch,

1 eine stark vereinfachte Draufsicht auf ein Bettzeug nach der Erfindung,

2 eine vergrößerte Schnittansicht entsprechend Schnittlinien II in 1,

3 eine vergrößerte Schnittansicht entsprechend Schnittlinien III in 1.

Entsprechend 1 besteht ein erfindungsgemäßes Bettzeug 1 aus wenigstens zwei Bettzeugteilen, nämlich zumindest aus einer Decke 2 und zumindest aus einem Kissen 3. Jedes Bettzeugteil, also sowohl das Kissen 3 als auch die Decke 2, weisen jeweils einen nachgiebigen Kern 4 sowie eine den Kern 4 allseits umhüllende Hülle 5 auf. Damit das Bettzeug 1 für den Pflegebedarf, insbesondere in Krankenhäusern und Pflegeheimen sowie auch bei häuslicher Pflege, geeignet ist, muss die Hülle 5 flüssigkeitsdicht und abwaschbar ausgestaltet sein. Das heißt, die Hülle 5 besteht aus einem flüssigkeitsdichten und abwaschbaren Material, z. B. aus einer geeigneten Kunststofffolie. Der Kern 4 kann dabei grundsätzlich aus einem beliebigen Material bestehen. Insbesondere kann der Kern durch eine Füllung aus Federn oder Kunststofffasern, vorzugsweise Hohlfasern, gebildet sein. Bevorzugt wird jedoch eine Ausführungsform, bei welcher der Kern 4 aus einem zusammenhängenden Vliesmaterial besteht, das einlagig, beispielsweise bei der Decke 2, oder mehrlagig, vorzugsweise beim Kissen 3, in der jeweiligen Hülle 5 angeordnet ist.

Beim erfindungsgemäßen Bettzeug 1 ist nun zumindest beim Kissen 3 die Hülle 5 luftdurchlässig ausgestaltet, was einen Druckausgleich zwischen dem Inneren der Hülle 5 und der Umgebung ermöglicht. Auf diese Weise erhält das Kissen 3 etwa denselben Liegekomfort wie ein herkömmliches, nicht für den Pflegebedarf geeignetes Kissen, das eine Stoffhülle aufweist. Darüber hinaus ist bei der hier gezeigten Ausführungsform auch bei der Decke 2 die Hülle 5 luftdurchlässig ausgestaltet, so dass auch bei der Decke 2 der Komfort bei ihrer Verwendung, insbesondere deren Anschmiegbarkeit, verbessert wird.

Zusätzlich oder alternativ ist beim erfindungsgemäßen Bettzeug 1 zumindest bei der Decke 2 die Hülle 5 in wenigstens einem mit 6 bezeichneten Eckbereich und/oder in wenigstens einem mit 7 bezeichneten Randbereich fest mit dem Kern 4 verbunden. Auf diese Weise wird eine Lagefixierung zwischen Hülle 5 und Kern 4 erreicht, die verhindert, dass sich der Kern 4 bei der Verwendung der Decke 2 innerhalb seiner Hülle 5 so weit verschiebt, dass sich Falten oder Verdrehungen oder Verwerfungen ausbilden können. Eine derartige Relativverstellung des Kerns 4 innerhalb der Hülle 5 kann sich bei einem herkömmlichen Bettzeugteil, insbesondere beim maschinellen Waschen, ergeben. Das Entfernen dieser Verwerfungen oder Falten des Kerns 4 ist bei einer herkömmlichen Decke recht mühsam, da die Hülle 5 allseits flüssigkeitsdicht ist und nicht geöffnet werden kann. Durch die erfindungsgemäß vorgeschlagene Fixierung des Kerns 4 an der Hülle 5 bleiben eine derartige Faltenbildung und Verwerfungen des Kerns 4 im wesentlichen aus. Außerdem erlauben es die randseitigen und/oder eckseitigen Fixierungen, durch Ziehen an der Hülle 5 den Kern 4 wieder glatt zu ziehen, um ggf. doch auftretende Falten oder dgl. mühelos zu entfernen. Bei der hier gezeigten, bevorzugten Ausführungsform ist außerdem auch beim Kissen 3 die Hülle 5 in wenigstens einem Eckbereich 6 und/oder Randbereich 7 fest mit dem Kern 4 verbunden. Dies kann bei einem Kissen 3 dann von Vorteil sein, wenn sein Kern 4 relativ flach dimensioniert ist. Bei einem Kissen 3 mit einem relativ dicken Kern 4 kann eine derartige Fixierung zwischen Kern 4 und Hülle 5 in der Regel entbehrlich sein, wenn der Kern 4 seine Hülle 5 soweit ausfüllt, dass an sich kein Raum für Relativbewegungen zwischen Hülle 5 und Kern 4 vorhanden ist.

Bei einer bevorzugten Ausführungsform des Bettzeugs 1 ist zum einen beim Kissen 3 die Hülle 5 luftdurchlässig ausgestaltet und zum anderen bei der Decke 2 die Hülle 5 am Kern 4 fixiert. Vorteilhaft ist eine Ausführungsform, bei der sowohl am Kissen 3 als auch an der Decke 2 beide erfindungsgemäßen, komfortsteigernden Maßnahmen realisiert sind, nämlich einerseits die luftdurchlässige Hülle 5 und andererseits die Fixierung der Hülle 5 am Kern 4.

Die Luftdurchlässigkeit der jeweiligen Hülle 5 kann bei einer bevorzugten Ausführungsform dadurch erreicht werden, dass die Hülle 5 wenigstens eine Öffnung 8 enthält, die mit einem flüssigkeitsundurchlässigen und luftdurchlässigen Material 9 verschlossen ist. Dieses spezielle Material 9 wird im folgenden auch als Membran 9 bezeichnet. Eine derartige Membran 9 ist beispielsweise eine mikroperforierte Folie oder ein Gewebe. Membranmaterialien mit diesen Eigenschaften sind insbesondere aus der Bekleidungsindustrie bekannt und müssen daher nicht näher erläutert werden.

Gemäß 1 ist sowohl die Hülle 5 des Kissens 3 als auch die Hülle 5 der Decke 2 jeweils mit einer derartigen, jeweils durch eine Membran 9 verschlossenen Öffnung 8 versehen. Je nach Anwendungsfall kann die jeweilige Hülle 5 auch mit mehreren derartigen Öffnungen 8 versehen sein, die jeweils mittels einer separaten Membran 9 oder mittels einer gemeinsamen Membran 9 verschlossen sein können.

2 zeigt nun einen vergrößerten Schnitt II durch den Bereich der Öffnung 8 in der Hülle 5 des Kissens 3. Entsprechendes gilt dann auch für die Öffnung 8 in der Hülle 5 der Decke 2.

Entsprechend 2 ist bei einer bevorzugten Ausführungsform die Membran 9 an einem Träger 10 befestigt, und zwar so, dass sie dabei eine Öffnung 11, die in diesem Träger 10 ausgebildet ist, verschließt. Beispielsweise überlappt die Membran 9 hierzu die genannte Trägeröffnung 11 randseitig und ist in einer ringförmig geschlossenen Kontaktzone mit dem Träger 10 verklebt. Diese ringförmige Verklebung ist in 2 mit 12 bezeichnet. Der Träger 10 ist aus einem luftdichten und flüssigkeitsdichten Material hergestellt, z. B. aus einer Kunststofffolie. Vorzugsweise besteht der Träger 10 aus demselben Material wie die Hülle 5. Der Träger 10 ist im Bereich der Hüllenöffnung 8 so positioniert, dass die daran angebrachte Membran 9 auch die Hüllenöffnung 8 randseitig überlappt. Des Weiteren ist der Träger 10 mittels einer luftdichten und flüssigkeitsdichten Verbindung 13 an der Hülle 5 befestigt, wobei diese Verbindung 13 die Membran 9 ringförmig geschlossen umgibt. Auf diese Weise bildet der Träger 10 vorzugsweise im Inneren der Hülle 5 eine Tasche aus, in welcher die Membran 9 angeordnet und die Öffnung 8 verdeckend positioniert ist. Zusätzlich kann die Membran 9 außerdem an der Hülle 5 befestigt sein, und zwar in einem mit 19 bezeichneten, die Hüllenöffnung 8 ringförmig umschließenden Bereich.

Damit Flüssigkeit von außen in das Innere der Hülle 5, also bis zum Kern 4 gelangen kann, muss sie die Membran 9 durchdringen, was diese aufgrund ihrer flüssigkeitsundurchlässigen Eigenschaft verhindert.

Die Befestigung der Membran 9 am Träger 10 und/oder an der Hülle 5 kann im einfachsten Fall durch die Verklebung 12 realisiert werden. Im Unterschied dazu wird die Verbindung 13 zweckmäßig als Schweißverbindung ausgeführt, die insbesondere mit einem Ultraschall-Schweißverfahren realisiert werden kann. Es ist klar, dass hierzu sowohl der Träger 10 als auch die Hülle 5 aus einem geeigneten Kunststoff bestehen.

Die Membran 9 ist zweckmäßig so ausgestaltet, dass sie zumindest eine ähnliche Flexibilität wie die Hülle 5 besitzt, um den Komfort des Kissens 3 bzw. der Decke 2 nicht zu beeinträchtigen.

In 1 ist exemplarisch auch eine andere Ausführungsform zur Realisierung der Luftdurchlässigkeit für die Hülle 5 wiedergegeben. Die Decke 2 weist an ihrer Hülle 5 einen luftdurchlässigen Abschnitt 14 auf, der wieder durch ein geeignetes, flüssigkeitsundurchlässiges Material 15, insbesondere durch eine Membran 15, gebildet ist. Grundsätzlich unterscheidet sich diese Ausführungsform von der mit Bezug auf 2 beschriebenen Variante zum einen dadurch, dass der luftdurchlässige Abschnitt 14 erheblich größer dimensioniert ist als die Hüllenöffnung 8. Zum anderen kann die Membran 15 hier unmittelbar an der Hülle 5 befestigt sein, insbesondere angeschweißt sein, während die Membran 9 zum Verschließen der Hüllenöffnung 8 gemäß 2 indirekt über den Träger 10 an der Hülle 5 befestigt ist. Es ist klar, dass bei einer weiteren Alternativen grundsätzlich die gesamte Hülle 5 aus einem geeigneten luftdurchlässigen, jedoch flüssigkeitsundurchlässigen Material hergestellt sein kann, was jedoch mit den derzeit zur Verfügung stehenden Materialien zu teuer wäre, jedoch bei zukünftigen preiswerteren geeigneten Materialien durchaus eine brauchbare Alternative bilden könnte.

Entsprechend 1 kann zumindest bei der Decke 2 die Hülle 5 dadurch am Kern 4 fixiert sein, dass die Hülle 5 an vier Verbindungsstellen 16 fest mit dem Kern 4 verbunden ist, wobei diese Verbindungsstellen 16 jeweils in einem der vier Eckbereiche 6 angeordnet sind. Die Positionierung der Verbindungsstellen 16. erfolgt dabei so, dass diese von den benachbarten Randbereichen 7 des Kerns 4 bzw. der Hülle 5 beabstandet sind. Des Weiteren zeigt 1 eine bevorzugte Ausführungsform, bei welcher die Verbindungsstellen 16 geradlinig ausgestaltet sind und quasi Nähte oder Stege bilden. Diese geradlinigen Verbindungsstellen 16 sind vorteilhaft gegenüber den benachbarten Randbereichen 7 der Hülle 5 bzw. des Kerns um etwa 45° geneigt.

Zweckmäßig werden die einzelnen Verbindungsstellen 16 dadurch hergestellt, dass die Hülle 5 mit dem Kern 4 verschweißt wird. Die Verbindungsstellen 16 sind dann Schweißnähte 16.

Entsprechend 3 kann die Fixierung der Hülle 5 am Kern 4 so durchgeführt werden, dass die Hülle 5 im Bereich der jeweiligen Verbindungsstelle 16, also vorzugsweise im Bereich der Schweißnaht 16 von beiden Seiten, also von oben und von unten, mit dem Kern 4 verpresst und gleichzeitig verschweißt ist. Eine derartige, stegförmige Schweißnaht 16 kann beispielsweise mit Hilfe eines Ultraschall-Schweißverfahrens realisiert werden, bei dem die Hülle 5 mit eingelegtem Kern 4 in üblicher Weise zwischen einem Amboss und einer Sonotrode einer Ultraschall-Schweißvorrichtung gleichzeitig verpresst und verschweißt wird. Es ist klar, dass zum Herstellen derartiger Verbindungsstellen 16 sowohl die Hülle 5 als auch der Kern 4 aus einem hierfür geeigneten Kunststoff bestehen. Beispielsweise kann eine Hülle 5 aus einer Plastikfolie ohne weiteres mit einem Kern 4 aus Kunststoffvlies verschweißt werden.

Zusätzlich oder alternativ kann die Hülle 5 auch auf andere Weise am Kern 4 fixiert werden. Beispielsweise können einzelne Abschnitt der Hülle 5 in den Randbereichen 7 am Kern 4 fixiert werden. Exemplarisch ist dies in 1 für das Kissen 3 dargestellt. Dort sind an den beiden, sich gegenüberliegenden kürzeren Randbereichen 7 des Kissens 3 jeweils eine Verbindungsstelle 17 vorgesehen. Derartige Verbindungsstellen 17 können beispielsweise durch ein Anschmelzen oder Anschweißen der Hülle 5 am Kern 4 hergestellt werden, was sich beispielsweise mittels einer entsprechenden Erwärmung im Bereich der Verbindungsstelle 17, z. B. durch Ultraschall-Schweißung, realisieren lässt. Grundsätzlich kann auch das Kissen 3, insbesondere wenn sein Kern 4 relativ flach ist, mit den in den Eckbereichen 6 angeordneten Verbindungsstellen 16, die von beiden Seiten der Hülle 5 durch den Kern 4 durchgeschweißt sind, versehen sein.

Um das Abreinigen des Kissens 3 bzw. der Decke 2 zusätzlich zu vereinfachen und die beim Reinigen erzielbare Hygiene zu verbessern, besteht die jeweilige Hülle 5 bei einer bevorzugten Ausführungsform aus einem alkoholbeständigen Material, das vorzugsweise ein Kunststoff ist. Die Hülle 5 ist zweckmäßig aus einer Folie hergestellt, besitzt also eine relativ kleine Wandstärke, beispielsweise etwa 0,15 mm, wodurch die Hülle 5 relativ flexibel und nachgiebig ist, was den Komfort der damit versehenen Decke 2 bzw. des damit versehenen Kissens 3 verbessert.

Bei ihrer Verwendung werden die einzelnen Teile, also Kissen 3 und Decke 2 des Bettzeugs 1 mit einem herkömmlichen Bezug aus Stoff versehen, um einen unangenehmen, direkten Kontakt zwischen der Hülle 5 aus Kunststoff und dem jeweiligen Patienten zu vermeiden. Da die Hülle 5 für Flüssigkeiten undurchlässig ist, kann sie insbesondere auch keinen Schweiß aufnehmen, den der Patient absondert. Dies kann ebenfalls als unangenehm empfunden werden. Das erfindungsgemäße Bettzeug 1 kann auch hier Abhilfe schaffen, in dem zwischen dem genannten Bezug und der Hülle 5 ein Zusatzbezug angeordnet wird, der hier jedoch nicht dargestellt ist. Dieser Zusatzbezug besteht aus einem besonders saugfähigen Material, z. B. Frottee, und kann dadurch Transpirationsflüssigkeit gut aufnehmen und vom Patienten abführen. Das Kissen 3 bzw. die Decke 2 wird demnach zunächst in den Zusatzbezug eingebracht und erst anschließend mit dem herkömmlichen Bezug versehen. Um ein Verrutschen des Zusatzbezugs relativ zur Hülle 5 zu vermeiden, kann die Hülle 5 des Kissens 3 und/oder der Decke 2 gemäß 1 mit einer hierfür geeigneten Hafteinrichtung 18 versehen sein, die punktweise oder streifenweise an bevorzugten Stellen angebracht ist und beispielsweise durch einen Bestandteil eines Klettverschlusses gebildet sein kann. Die Hafteinrichtung 18 ist in 1 mit unterbrochenen Linien angedeutet und kann zweckmäßig außen auf die Hülle 5 aufgeklebt sein.


Anspruch[de]
  1. Bettzeug für Pflegebedarf mit zumindest zwei Bettzeugteilen, nämlich wenigstens eine Decke (2) und wenigstens ein Kissen (3),

    – wobei wenigstens ein Bettzeugteil einen nachgiebigen Kern (4) und eine diesen allseits umhüllende flüssigkeitsdichte und abwaschbare Hülle (5) aufweist,

    – wobei zumindest beim Kissen (3) die Hülle (5) luftdurchlässig ausgestaltet ist und/oder zumindest bei der Decke (2) die Hülle (5) in wenigstens einem Eckbereich (6) und/oder Randbereich (7) fest mit dem Kern (4) verbunden ist.
  2. Bettzeug nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass bei der Decke (2) die Hülle (5) luftdurchlässig ausgestaltet ist.
  3. Bettzeug nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass beim Kissen (3) die Hülle (5) in wenigstens einem Eckbereich (6) und/oder Randbereich (7) fest mit dem Kern (4) verbunden ist.
  4. Bettzeug nach einem der Ansprüche 1 bis 3,

    dadurch gekennzeichnet,

    – dass der Kern (4) aus einem Kunststoff besteht,

    – dass die Hülle (5) aus demselben oder aus einem anderen Kunststoff besteht,

    – dass die jeweilige Hülle (5) dadurch mit dem Kern (4) fest verbunden ist, dass die Hülle (5) mit dem Kern (4) verschweißt ist.
  5. Bettzeug nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass im Bereich der Schweißnaht (16) die Hülle (5) von beiden Seiten mit dem Kern (4) verpresst und verschweißt ist.
  6. Bettzeug nach Anspruch 4 oder 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Hülle (5) mit dem Kern (4) ultraschallverschweißt ist.
  7. Bettzeug nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass die jeweilige Hülle (5) an vier Verbindungsstellen (16) mit dem Kern (4) fest verbunden ist, die jeweils in einem Eckbereich (6) liegen.
  8. Bettzeug nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Verbindungsstellen (16) geradlinig ausgestaltet sind und gegenüber benachbarten Randbereichen (7) um etwa 45° geneigt sind.
  9. Bettzeug nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass der Kern (4) aus einem einlagigen oder mehrlagigen Vliesmaterial besteht.
  10. Bettzeug nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Hülle (5) aus einem alkoholbeständigen Material besteht.
  11. Bettzeug nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass die jeweilige Hülle (5) dadurch luftdurchlässig ausgestaltet ist, dass sie vollständig oder in zumindest einem luftdurchlässigen Abschnitt (14) aus einem luftdurchlässigen und flüssigkeitsundurchlässigen Material (15) besteht.
  12. Bettzeug nach einem der Ansprüche 1 bis 11, dadurch gekennzeichnet, dass die jeweilige Hülle (5) dadurch luftdurchlässig ausgestaltet ist, dass sie wenigstens eine Öffnung (8) enthält, die mit einem luftdurchlässigen und flüssigkeitsundurchlässigen Material (9) verschlossen ist.
  13. Bettzeug nach Anspruch 12,

    dadurch gekennzeichnet,

    – dass das luftdurchlässige und flüssigkeitsundurchlässige Material (9) an einem luftdichten und flüssigkeitsdichten Träger (10) befestigt ist und dabei eine Öffnung (11) in diesem Träger (10) verschließt,

    – dass der Träger (10) mit einer die Hüllenöffnung (8) ringförmig geschlossen umgebenden Verbindung (13) luftdicht und flüssigkeitsdicht an der Hülle (5) befestigt ist, derart, dass das luftdurchlässige und flüssigkeitsundurchlässige Material (9) die Hüllenöffnung (8) verdeckt und dadurch verschließt.
  14. Bettzeug nach Anspruch 13,

    dadurch gekennzeichnet,

    – dass der Träger (10) aus Kunststoff besteht,

    – dass die Hülle (5) aus demselben oder aus einem anderen Kunststoff besteht,

    – dass die den Träger (10) an der Hülle (5) festlegende Verbindung (13) eine Schweißverbindung, insbesondere eine Ultraschall-Schweißverbindung, ist.
  15. Decke für ein Bettzeug (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 14.
  16. Kissen für ein Bettzeug (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 14.
Es folgt ein Blatt Zeichnungen






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