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Dokumentenidentifikation DE102004016099A1 20.10.2005
Titel Gummi-Metalldämpfer für ein Fahrschemellager eines Kraftfahrzeugs
Anmelder Bayerische Motoren Werke AG, 80809 München, DE
Erfinder Gratzl, Markus, 85221 Dachau, DE;
Landgrebe, Carsten, 81541 München, DE
DE-Anmeldedatum 01.04.2004
DE-Aktenzeichen 102004016099
Offenlegungstag 20.10.2005
Veröffentlichungstag im Patentblatt 20.10.2005
IPC-Hauptklasse B62D 21/11
IPC-Nebenklasse F16F 1/38   
Zusammenfassung Die Erfindung betrifft einen Gummi-Metalldämpfer für ein Fahrschemellager eines Kraftfahrzeugs aus mindestens einem Gummi-Federkörper und mindestens einem mindestens über einen Teilbereich seines Umfangs wellig geformten äußeren Stützkörper und mindestens einem inneren Stützkörper. Dabei ist der innere Stützkörper mindestens über einen Teilbereich seines Umfangs wellig geformt und die welligen Bereiche am inneren und äußeren Stützkörper sind einander in radialer Richtung korrespondierend zugeordnet.

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft einen Gummi-Metalldämpfer für ein Fahrschemellager eines Kraftfahrzeugs, nach dem Oberbegriff des ersten Anspruchs.

Fahrschemellager liegen in der Verbindung einer Fahrzeugachse zum Fahrzeugaufbau. Sie sind in unterschiedlichsten Ausführungsformen bekannt. Sie können Schwingungen bzw. Relativbewegungen zwischen der Fahrzeugachse und der Fahrzeug-Karosserie ermöglichen und dämpfen.

Die DE 199 47 759 C2 zeigt hierfür ein Beispiel. Zwischen einem äußeren Stützkörper und einem inneren Stützkörper ist ein Federkörper aus Gummi eingebracht.

Des weiteren ist aus der DE 44 12 879 A1 eine Lageranordnung bekannt, deren äußerer Stützkörper wellig gestaltet ist. Ein Grund dafür ist nicht angegeben.

Fahrschemellager stehen immer unter statischer Vorlast. Ist der Federkörper aus Gummi, so verhärtet die Gummimischung aufgrund von Druckspannungen, was ein schlechtes akustisches Übertragungsverhalten ergibt.

Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, einen Gummi-Metalldämpfer für ein Fahrschemellager eines Kraftfahrzeugs bereitzustellen, welcher unter Vorlast eine möglichst geringe dynamische Verhärtung aufweist.

Die Aufgabe wird erfindungsgemäß mit den Merkmalen des Anspruchs 1 gelöst. Weitere Ausgestaltungen der Erfindung ergeben sich aus den Unteransprüchen.

Nach der Erfindung besteht ein Gummi-Metalldämpfer für ein Fahrschemellager eines Kraftfahrzeugs aus mindestens einem Gummi-Federkörper und mindestens einem, mindestens über einen Teilbereich seines Umfangs wellig geformten äußeren Stützkörper und mindestens einem inneren Stützkörper. Dabei ist der innere Stützkörper mindestens über einen Teilbereich seines Umfangs ebenfalls wellig geformt und die welligen Bereiche am inneren und äußeren Stützkörper sind einander in radialer Richtung zugeordnet. Dadurch werden unter statischer Vorlast im Gummi Druckspannungen in Schubspannungen umgewandelt, was den Vorteil hat, dass die dynamische Verhärtung des Federkörpers aus Gummi abnimmt. Bei gleicher Vorlast und gleicher statischer Axialsteifigkeit eines Lagers gemäß dem Stand der Technik und eines Lagers gemäß der Erfindung, besitzt letzteres ein verbessertes akustisches Übertragungsverhalten. Außerdem ist es möglich, die statischen Steifigkeiten in allen Richtungen einzustellen.

Vorteilhafte Ausführungsformen der Erfindung sehen vor, dass sich ein welliger Bereich am inneren und äußeren Stützkörper in Umfangsrichtung über im wesentlichen 50 bis 80 Winkelgrad erstreckt. Wenn dann der Gummi-Metalldämpfer, am Umfang verteilt, zwei wellige Bereiche am inneren und äußeren Stützkörper besitzt, die einander im wesentlichen korrespondierend gegenüberliegen, kann der Gummi-Metalldämpfer so in das Kraftfahrzeug eingebaut werden, dass mindestens ein welliger Bereich am inneren und äußeren Stützkörper, in radialer Richtung gesehen, im wesentlichen zu einer Seite des Kraftfahrzeugs hin gerichtet ist.

Hierdurch ist es vorteilhafterweise möglich, die Dämpfungscharakteristik des Gummi-Metalldämpfers richtungsorientiert einzustellen. Dies wird noch vorteilhafter genutzt, wenn weitere, aus dem Stand der Technik bekannte Maßnahmen, wie Ausnehmungen oder Materialanhäufungen in den Gummi-Federkörper eingebracht sind.

Im folgenden wird die Erfindung anhand bevorzugter Ausführungsbeispiele weiter erläutert, wobei die beigefügte 1 einen Teil-Längsschnitt eines erfindungsgemäßen Gummi-Metalldämpfers zeigt. Die 2 bis 4 zeigen drei Längsschnitte entsprechend 1, mit jeweils anderer Belastung. 5 zeigt den erfindungsgemäßen Gummi-Metalldämpfer in räumlicher Darstellung. In sämtlichen Figuren sind gleiche Elemente mit den gleichen Bezugsziffern bezeichnet und erfindungswesentlich können sämtliche näher beschriebenen Merkmale sein.

Die 1 zeigt einen Gummi-Metalldämpfer für ein Fahrschemellager eines Kraftfahrzeugs, mit einem Gummi-Federkörper 1 und einem, über zwei Teilbereiche seines Umfangs wellig geformten äußeren Stützkörper 2. Ein innerer Stützkörper 3 ist ebenfalls über zwei Teilbereiche seines Umfangs wellig geformt, wobei die beiden welligen Bereiche am inneren und äußeren Stützkörper so an deren Umfang verteilt sind, dass sie einander gegenüberliegen. Außerdem sind die welligen Bereiche am inneren und äußeren Stützkörper 3, 2 einander in radialer Richtung korrespondierend zugeordnet und erstrecken sich in Umfangsrichtung über 65 Winkelgrade.

Der Gummi-Metalldämpfer ist so in ein nicht gezeichnetes Kraftfahrzeug eingebaut, dass mindestens ein welliger Bereich am inneren und äußeren Stützkörper 3, 2, in radialer Richtung gesehen, im wesentlichen zu einer Seite des Kraftfahrzeugs hin gerichtet ist.

Die 2 bis 5 zeigen mit den selben Bezugszeichen für die selben Teile den Gummi-Metalldämpfer entsprechend 1 in anderer Darstellung.

In den 2 bis 4 zeigen drei Längsschnitte den Gummi Metalldämpfer mit jeweils anderer Belastung. 2 zeigt den unbelasteten Zustand nach der Fertigung. 3 ist eine Darstellung des Gummi-Metalldämpfers in Konstruktionslage, also unter axial gerichteter Vorlast und in 4 wird eine Belastung simuliert, wie sie beim Fahren im vierten Gang auftreten kann.

In 5 ist der Gummi-Metalldämpfer räumlich in unbelastetem Zustand dargestellt.


Anspruch[de]
  1. Gummi-Metalldämpfer für ein Fahrschemellager eines Kraftfahrzeugs, mit mindestens einem Gummi-Federkörper (1) und mindestens einem, mindestens über einen Teilbereich seines Umfangs wellig geformten äußeren Stützkörper (2) und mindestens einem inneren Stützkörper (3), dadurch gekennzeichnet, dass der innere Stützkörper (3) mindestens über einen Teilbereich seines Umfangs ebenfalls wellig geformt ist und dass die welligen Bereiche am inneren und äußeren Stützkörper (3, 2) einander in radialer Richtung korrespondierend zugeordnet sind.
  2. Gummi-Metalldämpfer nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass sich ein welliger Bereich am inneren und äußeren Stützkörper (3, 2) in Umfangsrichtung über im wesentlichen 50 bis 80 Winkelgrade erstreckt.
  3. Gummi-Metalldämpfer nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass dieser, am Umfang verteilt, zwei wellige Bereiche am inneren und äußeren Stützkörper (3, 2) besitzt, die einander im wesentlichen gegenüberliegen.
  4. Gummi-Metalldämpfer nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass dieser so in das Kraftfahrzeug eingebaut ist, dass mindestens ein welliger Bereich am inneren und äußeren Stützkörper (3, 2), in radialer Richtung gesehen, im wesentlichen zu einer Seite des Kraftfahrzeugs hin gerichtet ist.
Es folgt ein Blatt Zeichnungen






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