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Dokumentenidentifikation DE102004016851A1 20.10.2005
Titel Aufzug für Gebäude und Anlagen mit einer Kabine
Anmelder PneumaSafe GmbH, 04741 Roßwein, DE
Erfinder Friedrich, Rainer, 08280 Aue, DE;
Gvenetadze, Merab, Dr., 01187 Dresden, DE
Vertreter Krause, W., Dr.-Ing. Faching.f.Erfindungswesen, Pat.-Anw., 09648 Mittweida
DE-Anmeldedatum 01.04.2004
DE-Aktenzeichen 102004016851
Offenlegungstag 20.10.2005
Veröffentlichungstag im Patentblatt 20.10.2005
IPC-Hauptklasse B66B 9/00
IPC-Nebenklasse B66B 5/00   
Zusammenfassung Die Erfindung betrifft Aufzüge für Gebäude und Anlagen mit einer Kabine, die über mindestens ein Tragmittel mit einem Antriebsmechanismus verbunden ist, wobei die Kabine in einem die Kabine aufnehmenden, vertikal angeordneten, rohrförmigen und unten abgeschlossenen Schacht mit mindestens einer mit einer Zugangstür verschließbaren Öffnung je Geschoss oder Ebene vertikal bewegbar angeordnet ist.
Diese zeichnen sich insbesondere durch ihren einfachen und gleichzeitig für den Nutzer sicheren Aufbau aus, so dass sich diese vorteilhaft für Gebäude mit nur wenigen Geschossen und Anlagen eignen.
Erfindungsgemäß ist die Fläche des Querschnitts eines oberen Teiles der Kabine oder eines oberen Bereichs der Kabine die größte Querschnittsfläche der Kabine, so dass dieser Teil oder dieser Bereich die anderen Bestandteile der Kabine überragt. Der Aufzug ist weiterhin so gestaltet, dass zwischen dem oberen Teil der Kabine oder dem oberen Bereich der Kabine und Schachtinnenwandung nur ein minimaler Spalt vorhanden ist.

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft Aufzüge für Gebäude und Anlagen mit einer Kabine, die über mindestens ein Tragmittel mit einem Antriebsmechanismus verbunden ist, wobei die Kabine in einem die Kabine aufnehmenden, vertikal angeordneten, rohrförmigen und unten abgeschlossenen Schacht mit mindestens einer mit einer Zugangstür verschließbaren Öffnung je Geschoss oder Ebene vertikal bewegbar angeordnet ist.

Bekannte Aufzüge bestehen im wesentlichen aus einem Aufzugsschacht, einer Kabine und einem Antrieb zum Bewegen der Kabine im Aufzugsschacht. Die Aufzugsschächte sind mit Führungsschienen, Schachttüren, einem Gegengewicht und Informationen bereitstellende Einrichtungen ausgestattet.

Derartige Lösungen sind unter anderem durch die EP 0 955 262 A1 (Hydraulischer Aufzug), EP 0 957 060 A1 (Hydroseilaufzug), DE 198 51 726 A1 (Aufzug mit Spindelhubseilantrieb), DE 199 02 853 A1 (Personen-Seilaufzug), DE 298 14 744 U1 (Aufzug mit Antrieb) und DE 298 19 566 U1 (Fahrstuhl) bekannt.

Bei weiteren Aufzuganlagen sind die Antriebe mit den Kabinen verbunden. Derartige Lösungen sind unter durch die EP 0 614 843 A1 (Antriebsvorrichtung für eine selbstfahrende Aufzugskabine) und DE OS 198 34 994 A1 (Aufzuganlage mit integrierter Maschineneinheit) bekannt. Bei diesen Aufzuganlagen kommen keine Gegengewichte und Zugmittel zum Einsatz. Allerdings werden auch Führungsschienen und Kabinenrahmen benötigt. Der Aufwand für die Kopplung der Antriebe und der Führungsschienen und damit für die Bewegungsübertragung zwischen Antrieb und Kabine steigt.

Diese Aufzüge weisen einen komplizierten und aufwendigen Aufbau auf. Insbesondere für Gebäude mit einer geringen Anzahl von Geschossen oder für Anlagen sind diese unökonomisch.

In der EP 0 550 904 A1 (Pneumatische Vakuumaufzuganlage) wird über eine pneumatische Druckänderung die Kabine in einem Schacht bewegt. Dazu wird über eine Öffnung im unteren Bereich des Schachtes Druckluft eingebracht, so dass die Kabine nach oben bewegt wird. Ein derartiger Aufzug ist in seinem technologischen Aufbau durch die notwendigen luftdichten Führungen zwischen Kabine und Schacht nur sehr aufwendig realisierbar. Der Aufwand steigt dabei mit den zu transportierenden Lasten. Für große Lasten sind dementsprechend hohe Drücke im Schacht notwendig. Bei einer Bewegung der besetzten Kabine im Schacht muss ein Luftaustausch gewährleistet sein, der mit der beschriebenen pneumatischen Vakuumaufzuganlage nicht gegeben ist.

Die DE 100 50 815 C2 (Aufzuganlage für Gebäude) betrifft Aufzuganlagen für Gebäude mit einer Kabine, die über ein Zugmittel mit einem Antriebsmechanismus verbunden ist. Diese bestehen im wesentlichen aus einem rohrförmigen Körper mit mehreren mittels Zugangstüren verschließbaren Öffnungen, einer Kabine und dem Antriebsmechanismus zum Bewegen der Kabine. Neben dem sehr einfachen Aufbau sind derartige Aufzuganlagen leicht in entstehende oder bestehende Gebäude einbaubar. Grundlage bildet ein vertikal angeordneter rohrförmiger Körper, indem die Kabine geführt ist und der rohrförmige Körper gleichzeitig die Führung darstellt. Dadurch ist eine sehr einfache Realisierung vorhanden, wobei Führungsschienen nicht notwendig sind. Mittel für eine ruck- und rüttelfreie Bewegung der Kabine im rohrförmigen Körper als Schacht sind nicht vorgesehen.

Der im Patentanspruch 1 angegebenen Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen sowohl einfach zu realisierenden als auch sicheren Aufzug für insbesondere Gebäude mit wenigen Geschossen oder Anlagen zu schaffen.

Diese Aufgabe wird mit den im Patentanspruch 1 aufgeführten Merkmalen gelöst.

Die Aufzüge für Gebäude und Anlagen mit einer Kabine, die über mindestens ein Tragmittel mit einem Antriebsmechanismus verbunden ist, wobei die Kabine in einem die Kabine aufnehmenden, vertikal angeordneten, rohrförmigen und unten abgeschlossenen Schacht mit mindestens einer mit einer Zugangstür verschließbaren Öffnung je Geschoss vertikal bewegbar angeordnet ist, zeichnen sich insbesondere durch ihren einfachen und gleichzeitig für den Nutzer sicheren Aufbau aus. Die erfindungsgemäßen Aufzüge eignen sich besonders vorteilhaft für Gebäude mit nur wenigen Geschossen und Anlagen, die zum Beispiel für Wartungsarbeiten begangen werden müssen. Das sind sowohl Ein- und Mehrfamilienhäuser als Gebäude als auch Windkrafträder oder Kanalisationen insbesondere mit mehreren Ebenen als Anlagen.

Die Aufzüge bestehen dabei im wesentlichen nur aus einem Schacht mit Zugangstüren je Geschoss oder Ebene, einer Kabine mit einer Kabinentür, einem Antriebsmechanismus für die Kabine und einem Computer als Steuer- und/oder Regeleinrichtung.

Erfindungsgemäß ist die Fläche des Querschnitts eines oberen Teiles der Kabine oder eines oberen Bereichs der Kabine die größte Querschnittsfläche der Kabine, so dass dieser Teil oder dieser Bereich die anderen Bestandteile der Kabine überragt. Der Aufzug ist weiterhin so gestaltet, dass zwischen dem oberen Teil der Kabine oder dem oberen Bereich der Kabine und Schachtinnenwandung nur ein minimaler Spalt vorhanden ist. Dadurch ist bei der Abwärtsbewegung der Kabine

  • – eine die Sinkgeschwindigkeit begrenzende Luftkompression des Luftvolumens sowohl zwischen Kabinenaußenwandung und Schachtinnenwandung als auch Kabine und Abschluss des Schachtes vorhanden,
  • – eine bestimmte und sowohl die Sinkgeschwindigkeit mitbestimmende oder bestimmende als auch die Position der Kabine während der Abwärtsbewegung stabilisierende Luftströmung zwischen Kabinenaußenwandung und Schachtinnenwandung gegeben und
  • – der Luftausgleich insbesondere im rohrförmigen Schacht gesichert.

Bei einer ungewollten Abwärtsbewegung der Kabine ist dadurch vorteilhafterweise eine begrenzte Abwärtsbewegung durch die Realisierung des rohrförmigen Schachtes und der Kabine selbst vorhanden. Das ist bei Störungen von besonderer Bedeutung. Es entsteht ein Luftpolster, so dass die Geschwindigkeit auf ein physiologisch vertretbares Maß begrenzt wird. Damit ist automatisch eine Begrenzung und eine Fangvorrichtung bei Defekt, zum Beispiel bei einem Riss des Tragmittels oder einem Ausfall des Antriebsmechanismus oder bei einem unkontrolliertem Ablaufen, vorhanden. Eine Gefährdung von Personen ist weitestgehend ausgeschlossen. Eine ansonsten vorzusehende oder vorgesehene Einrichtung zur Geschwindigkeitsbegrenzung insbesondere auch einer Fangvorrichtung ist nicht notwendig.

Mit der besonderen Ausbildung der Kabine werden die strömenden Luftvolumina zwischen Kabinenaußenwandung und Schachtinnenwandung gleichzeitig zu einer rüttel- und ruckfreien Bewegung genutzt, so dass ein störungsfreies Bewegen der Kabine möglich ist.

Durch die Gestaltung der erfindungsgemäßen Aufzüge sind die Kabinen vorteilhafterweise als selbsttragende Konstruktionen ausführbar, so dass herkömmliche Kabinenrahmen entfallen und wesentliche Materialeinsparungen gegeben sind. Die Kabine ist so groß, dass mindestens eine Person in der Kabine Platz findet.

Ein weiterer Vorteil derartig realisierter Aufzüge besteht darin, dass diese leicht in sowohl entstehende als auch bestehende Gebäude und Anlagen eingebaut werden können. Grundlage bildet der vertikal angeordnete rohrförmige Schacht, in dem sich die Kabine und an dem sich der Antriebsmechanismus befinden. Dadurch ist eine sehr einfache Realisierung vorhanden, wobei auch besondere Führungseinrichtungen nicht notwendig sind. Neben dem Einbau kann der rohrförmige Schacht auch an Gebäuden oder an Anlagen platziert werden.

Insgesamt sind damit sehr einfach zu realisierende und sichere Aufzüge vorhanden, so dass durch den Einbau in entstehende oder bestehende Gebäude und Anlagen die ökonomischen Aufwendungen weitestgehend minimiert werden können.

Vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung sind in den Patentansprüchen 2 bis 13 angegeben.

Der Spalt zwischen Außenkante und entweder oberem Teil der Kabine oder oberem Bereichs der Kabine und Schachtinnenwandung bestimmt die Geschwindigkeitsbegrenzung der Kabine. Nach der Weiterbildung des Patentanspruchs 2 ist dieser Spalt so ausgebildet, dass bei der Abwärtsbewegung der Kabine eine die Sinkgeschwindigkeit verringernde Luftkompression sowohl zwischen Kabinenaußenwandung und Schachtinnenwandung als auch Kabine und Abschluss des Schachtes und dass eine bestimmte und sowohl die Sinkgeschwindigkeit mitbestimmende oder bestimmende als auch die Position der Kabine während der Abwärtsbewegung stabilisierende Luftströmung zwischen Kabinenaußenwandung und Schachtinnenwandung vorhanden sind. Damit ist eine begrenzte Geschwindigkeit bei einer ungewollten Abwärtsbewegung der Kabine gegeben. Im Störfall bewegt sich dadurch die Kabine kontrolliert abwärts.

Die Weiterbildung des Patentanspruchs 3 gewährleistet einen minimalen Spalt zwischen der Außenkante oder den Außenkanten der Kabinendecke und der Innenwandung des rohrförmigen Schachtes. Dadurch ist insbesondere bei einem Störfall eine begrenzte Abwärtsbewegung der Kabine im rohrförmigen Schacht gegeben.

Mit durchgehenden Öffnungen und/oder Durchbrüchen und/oder Vertiefungen für Luftströmungen im die angrenzende Kabinenwand überragendem Außenbereich entweder des oberen Teiles der Kabine oder des oberen Bereiches der Kabine nach der Weiterbildung des Patentanspruchs 4 ist der Luftstrom kontrolliert, so dass eine kontinuierliche Bewegung der Kabine gegeben ist.

Eine Ausbildung des rohrförmigen Körpers in einer selbsttragenden und stützenden und/oder tragenden Bauweise mit einer geschlossenen Innenwandung nach der Weiterbildung des Patentanspruchs 5 sichert eine separate und vom Gebäude oder Anlage unabhängige Bauform des Aufzuges. Der Aufzug kann dabei sowohl innerhalb als auch außerhalb eines Gebäude oder einer Anlage leicht platziert werden. Ein weiterer Vorteil besteht darin, dass die Aufzüge auch in bereits bestehende Gebäude und Anlagen eingebaut werden können, ohne dass die Statik dieses Gebäudes oder der Anlage beeinflusst wird. Der rohrförmige Schacht ist dabei so dimensioniert, dass dieser alle aus dem Betrieb des Aufzuges resultierenden horizontalen und vertikalen Kräfte aufnimmt. Gleichzeitig ist vorteilhafterweise der rohrförmige Schacht eine von sonstigen bauseitigen Gewerken weitestgehend unabhängige Baugruppe.

Die Realisierung des rohrförmigen Schachtes aus mehreren Teilen sichert eine leichte Montage vorzugsweise auch in bereits bestehende Gebäude und Anlagen.

Günstige Formen der Querschnitte des durch den rohrförmigen Körper begrenzten Raumes und der Bestandteile der Kabine sind nach der Weiterbildung des Patentanspruchs 6 entweder eine mehreckige Form oder die Form eines Kegelschnittes, insbesondere Kreis oder Ellipse.

Aufzüge mit einer pneumatischen Geschwindigkeitsbegrenzung der Kabine weisen den Vorteil auf, dass die Kabine bei einer Abwärtsbewegung durch das sich unter der Kabine ausbildende Luftpolster begrenzt wird. Dazu befindet sich nach der Weiterbildung des Patentanspruchs 7 zwischen dem unteren Ende des rohrförmigen Schachtes und der untersten Zugangsposition der Kabine ein zusätzlicher freier Raum oder in diesem Raum befindet sich mindestens ein Dämpfungselement. Das Luftpolster des freien Raumes oder das Dämpfungselement dienen der Verminderung der Kraft des Aufpralls der Kabine.

Die Höhe des freien Raumes ist aber so groß, dass auch bei Aufliegen der Kabine auf dem Boden des rohrförmigen Schachtes ein problemloses Verlassen der Kabine gegeben ist. Der dadurch gegebene Höhenunterschied kann leicht als Stufe überwunden werden.

Die Weiterbildungen der Patentansprüche 8 und 9 als Kombination Vertiefung/geführtes Konstruktionselement in der Vertiefung sind einfach realisierte Antidrallführungen der Kabine in dem rohrförmigen Schacht. Natürlich kann die Vertiefung oder das Konstruktionselement der Schachtinnenwandung so angeordnet sein, dass ein gewolltes Drehen der Kabine in dem rohrförmigen Schacht stattfindet.

Ein elektrischer Synchronmotor oder Servoantrieb als Antriebsmechanismus für die Kabine in dem rohrförmigen Schacht nach der Weiterbildung des Patentanspruchs 10 zeichnet sich durch Wartungsfreiheit und günstige Wärmeentwicklung aus. Derartige Antriebsmechanismen können so geregelt werden, dass auch bei geringen Drehzahlen große übertragbare Drehmomente erzielbar sind. Damit ist ein direkter Antrieb für die Bewegung der Kabine in dem rohrförmigen Körper möglich.

Gleitkörper und/oder Wälzkörper an der Kabine nach der Weiterbildung des Patentanspruchs 11 verhindern Kippbewegungen insbesondere beim Anfahren der Kabine.

Die geschlossene Kabinentür nach der Weiterbildung des Patentanspruchs 12 führt zu definierten pneumatischen Verhältnissen zwischen Kabine und rohrförmigen Schacht, da weitestgehend gleichbleibende Volumina gewährleistet sind. Weiterhin wird eine höhere Sicherheit für die Nutzer während der Bewegung der Kabine im rohrförmigen Schacht gewährleistet.

Die Steuer- und/oder Regeleinrichtung insbesondere in Form eines Computers und den damit verbundenen Baugruppen als Antriebsmechanismus und Einrichtung zur Positionsmessung der Kabine nach der Weiterbildung des Patentanspruchs 13 führt zu einer automatisierten Arbeitsweise des erfindungsgemäßen Aufzugs.

Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ist in den Zeichnungen jeweils prinzipiell dargestellt und wird im folgenden näher beschrieben.

Es zeigen:

1 eine Kabine in einem rohrförmigen Schacht und

2 ein Aufzug in einem Gebäude,

3 ein Aufzug an einem Gebäude und

4 eine Kabine in einem rohrförmigen Schacht mit einer Antidrallführung.

Ein Aufzug für Gebäude 10 besteht in einem Ausführungsbeispiel im wesentlichen aus einem rohrförmigen Schacht 1, einer Kabine 2, einem Antriebsmechanismus, wenigstens einem Tragmittel 3 und einer Steuerung.

Die 1 zeigt in einer prinzipiellen Darstellung eine Kabine 2 in einem rohrförmigen Schacht 1.

Der rohrförmige Schacht 1 ist in oder an dem Gebäude 10 vertikal über alle Geschosse reichend angeordnet (Darstellungen in den 2 und 3). Er besteht aus einem Teil oder mehreren Teilen, die bei dem Ein- oder Anbau zusammengesetzt, montiert und dabei verbunden werden. Der rohrförmige Schacht 1 weist eine geschlossene Schachtinnenwandung 4 mit wenigstens einer Öffnung je Geschoss 11 auf und ist in einer sowohl selbsttragenden als auch stützenden und/oder tragenden Bauweise realisiert. Dazu weist der rohrförmige Schacht 1 die Stabilität steigernde Rippen auf und/oder ist mit zusätzlichen stützenden Konstruktionselementen versehen. Die Rippen oder die Konstruktionselemente sind längs, diagonal und horizontal angeordnet, so dass ein geringer Materialeinsatz bei gleichen Steifigkeiten und Festigkeiten des rohrförmigen Schachtes 1 gesichert ist. Der rohrförmige Schacht 1 besteht aus einem Metall, insbesondere einem Stahl, einem Kunststoff, insbesondere einem Laminat, oder einem glasartigen Stoff Je Geschoss 11 besitzt der rohrförmige Schacht 1 die mit einer Zugangstür verschließbare Öffnung. Im unteren Bereich ist der rohrförmige Schacht 1 verschlossen und zwischen diesem Abschluss und der untersten Öffnung des rohrförmigen Schachtes 1 ist ein freier Raum 5 vorhanden (Darstellung in der 2). Der freie Raum 5 besitzt eine Höhe von größer/gleich 10 cm, wobei diese Höhe von den Abmessungen des Aufzuges abhängt. Damit kann die Kabine 2 auch in der tiefst möglichen Position leicht verlassen werden. In einer Ausführungsform kann sich im freien Raum 5 wenigstens ein Dämpfungselement 6 befinden. Das Dämpfungselement 6 ist ein plattenförmiger Körper aus einem elastischen Material wie einem Gummi.

Im rohrförmigen Schacht 1 befindet sich bewegbar die Kabine 2 zum vertikalen Transport wenigstens einer Person. Die Kabine 2 ist eine selbsttragende Konstruktion und besteht im wesentlichen aus einer Kabinendecke 7, einem Kabinenboden 8 und einer Kabinenwand 9 mit einer verschließbaren Kabinentür (Darstellung in der 1, wobei auf eine Darstellung der Kabinentür verzichtet wurde). Die Flächen der Querschnitte des durch den rohrförmigen Schacht 1 begrenzten Raumes, der Kabinendecke 7 und des Kabinenbodens 8 besitzen die gleichen Formen. Die Kabinenwand 9 schließt eine gleichgestaltete Flächenform ein. Derartige Flächen sind insbesondere Kreise, aber auch Mehrecke oder Ellipsen. Die jeweils korrespondierenden Abmessungen des Querschnitts der durch den rohrförmigen Schacht 1 begrenzten Fläche ist größer als die Fläche des oberen Teiles der Kabine 2 als Kabinendecke 7. Gleichzeitig sind die jeweils korrespondierenden Abmessungen des Querschnitts des oberen Teiles der Kabine 2 als Kabinendecke 7 größer als die der restlichen Abmessungen der Kabine 2, so dass zwischen dem oberem Teil der Kabine 2 als Kabinendecke 7 und der Schachtinnenwandung 4 der geringste Spalt vorhanden ist.

Die Bestandteile des Aufzuges weisen dazu die folgenden Grundflächen auf:

  • – Innendurchmesser des rohrförmigen Schachtes 1 größer als der Durchmesser der Kabinendecke 7,
  • – Außendurchmesser der Kabinendecke 7 größer als Außendurchmesser des Kabinenbodens 8 und
  • – Außendurchmesser des Kabinenbodens 8 größer als Außendurchmesser der Kabinenwand 9.

So können in einer Ausführungsform des Ausführungsbeispiels die Differenzen zwischen zum einen dem Innendurchmesser des rohrförmigen Schachtes 1 und Durchmesser der Kabinendecke 7 (&Dgr;2) 2 mm und zum anderen die Durchmesser der Kabinendecke 7 und des Kabinenbodens 8 (&Dgr;1) 3 mm betragen. Damit besteht zwischen Kabinendecke 7 und Schachtinnenwandung 4 der geringste Spalt (Darstellung in der 1). Der geringe Spalt zwischen Außenkante der Kabinendecke 7 und Schachtinnenwandung 4 gewährleistet, dass bei der Abwärtsbewegung der Kabine 2 eine die Sinkgeschwindigkeit begrenzende Luftkompression sowohl zwischen der Außenwand der Kabine 2 und Schachtinnenwandung 4 als auch Kabine 2 und Abschluss des rohrförmigen Schachtes 1. Gleichzeitig ist eine bestimmte und sowohl die Sinkgeschwindigkeit mitbestimmende oder bestimmende als auch die Position der Kabine 2 während der Abwärtsbewegung stabilisierende Luftströmung zwischen Außenwand der Kabine 2 und Schachtinnenwandung 4 vorhanden. Damit ist eine pneumatische Geschwindigkeitsbegrenzung für die Kabine 2 realisiert.

Die Kabine 2 besitzt eine Kabinentür, die vorteilhafterweise im Innenraum der Kabine 2 oder zwischen einer als Doppelwandung ausgeführten Kabinenwand 8 verschoben werden kann. Die dafür notwendigen Konstruktionen sind bekannt.

Der Antriebsmechanismus befindet sich im oberen Bereich des rohrförmigen Schachtes 1, auf dem rohrförmigen Schacht 1 oder an dem rohrförmigen Schacht 1. Die Kabine 2 und den Antriebsmechanismus verbindet mindestens ein Tragmittel 3, das bekannterweise über Rollen geführt ist. Der Antrieb des Antriebsmechanismus ist ein elektrischer Synchronmotor oder elektrischer Servoantrieb. Beim Synchronmotor läuft das elektrisch erzeugte Erregerfeld im Ständer drehzahlabhängig um. Permanentmagneten sind im Läufer und Drehstromwicklungen zur Erzeugung des Rotationsfeldes sind auf dem Stator angebracht. Als Ansteuerung des Synchronmotors kommt ein Frequenzumrichter zum Einsatz. Der Antrieb des Antriebsmechanismus ist direkt oder über ein Getriebe mit dem Tragmittel 3 verbunden. Das Tragmittel 3 ist entweder ungegliedert zum Beispiel ein Seil oder gegliedert zum Beispiel eine Kette. Damit wird die Kabine 2 im rohrförmigen Schacht 1 je nach Ansteuerung direkt nach oben oder nach unten bewegt. Dabei wird das Tragmittel 3 auf einer Welle aufgewickelt oder läuft von dieser ab.

Der rohrförmige Schacht 1 kann entweder als separate Einrichtung oder als in sich geschlossener Aufzug in (Darstellung in der 2) oder an (Darstellung in der 3) ein Gebäude 10 montiert werden. Die Zugangstüren können als Schiebetüren, die zwischen einer Doppelwand des rohrförmigen Schachtes 1 geführt sind, oder als Drehtüren ausgebildet sein. Dabei muss gewährleistet sein, dass der rohrförmige Schacht 1 bei geschlossenen Zugangstüren weitestgehend luftundurchlässig verschlossen ist.

Zwischen dem rohrförmigen Schacht 1 und der Kabine 2 sind die Bestandteile einer Einrichtung zur Positionsmessung angeordnet, so dass ein Halt in den einzelnen Geschossen 11 erfolgen kann. Eine derartige Positionsmessung kann entweder über eine digitale oder eine analoge Messwerterfassung erfolgen.

Digitale Messwerterfassungssysteme sind unter anderem

  • – digital-inkrementale Messsysteme, wobei über die Unterteilung eines Weges in gleich große Teilstücke das Prinzip der Kettenmaßbildung zugrunde liegt,
  • – Durchlichtmesssysteme mit einer Lichtquelle, einem Maßstab, einer Abtastplatte und Fotoelementen oder
  • – digital-absolute Messsysteme, wobei jedem Streckenelement ein eindeutiger, auf einem festen Nullpunkt bezogener Messwert zugeordnet ist.

Bei einem analogen Messwerterfassungssystem wird jedem Wert der Messgröße stetig ein Messsignal zugeordnet. Derartige Systeme arbeiten insbesondere induktiv als Resolver, Drehmelder und Inductosyn. Ein weiteres ist das Laserinterferometer.

Für die Funktion des Aufzugs sind

  • – mindestens eine Ansteuerung des Synchronmotors,
  • – ein mit dem Läufer des Synchronmotors verkoppelter Drehgeber,
  • – die jeweils an der Kabine 2 und dem rohrförmigen Schacht 1 angeordneten Bestandteile der Einrichtung zur Positionsmessung der Kabine 2 im rohrförmigen Schacht 1 und
  • – Kontrollmechanismen für die offenen oder geschlossenen Positionen aller Türen mit der Steuer- und/oder Regeleinrichtung insbesondere einem Computer verbunden.

In einer weiteren Ausführungsform des Ausführungsbeispiels befindet sich zwischen dem rohrförmigen Schacht 1 und der Kabine 2 eine Antidrallführung. In einer ersten Variante sind in der Kabinendecke 7 und dem Kabinenboden 8 wenigstens eine Vertiefung 12 eingebracht und auf der Schachtinnenwandung 4 mindestens ein vertikal angeordnetes und in die Vertiefung 12 eingreifendes Konstruktionselement insbesondere in Form einer Schiene 13 angeordnet (Darstellung in der 4). In einer zweiten Variante ist in die Schachtinnenwandung eine vertikal verlaufende Vertiefung eingebracht und an der Kabinendecke und/oder dem Kabinenboden befindet sich ein in diese Vertiefung eingreifendes und darin bewegbares Konstruktionselement zum Beispiel in Form eines Zapfens.

Weiterhin können in einer Ausführungsform im Außenbereich der Kabinendecke 7 durchgehende Öffnungen oder Durchbrüche eingebracht sein, so dass ein kontrollierter Luftstrom bei einer Abwärtsbewegung der Kabine 2 vorhanden ist.

In einer weiteren Ausführungsform können an den einzelnen Haltestellen der Geschosse Lagesicherungselemente vorhanden sein. Das sind Form- oder Kraftschlusselemente, die an die Schachtinnenwandung lösbar angreifen und an der Kabinendecke und/oder dem Kabinenboden angebracht sind. Die Steuerungen der Betätigungselemente der Lagesicherungselemente sind mit dem Computer verbunden.


Anspruch[de]
  1. Aufzug für Gebäude und Anlagen mit einer Kabine, die über mindestens ein Tragmittel mit einem Antriebsmechanismus verbunden ist, wobei die Kabine in einem die Kabine aufnehmenden, vertikal angeordneten, rohrförmigen und unten abgeschlossenen Schacht mit mindestens einer mit einer Zugangstür verschließbaren Öffnung je Geschoss oder Ebene vertikal bewegbar angeordnet ist, dadurch gekennzeichnet, dass wenigstens die Flächen der Querschnitte sowohl des durch den rohrförmigen Schacht (1) begrenzten Raumes als auch eines oberen Teiles der Kabine (2) oder oberen Bereichs der Kabine (2) die gleichen Formen aufweisen, dass sowohl die jeweils korrespondierenden Abmessungen des Querschnitts der durch den rohrförmigen Schacht (1) begrenzten Fläche größer als die Fläche des oberen Teiles der Kabine (2) oder oberen Bereichs der Kabine (2) als auch die jeweils korrespondierenden Abmessungen des Querschnitts des oberen Teiles der Kabine (2) oder des oberen Bereichs der Kabine (2) größer als die der restlichen Abmessungen der Kabine (2) sind, so dass zwischen dem oberem Teil der Kabine (2) oder dem oberem Bereich der Kabine (2) und Schachtinnenwandung (4) der geringste Spalt vorhanden ist.
  2. Aufzug nach Patentanspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Spalt zwischen Außenkante und entweder oberem Teil der Kabine (2) oder oberem Bereiches der Kabine (2) und Schachtinnenwandung (4) so ausgebildet ist, dass bei der Abwärtsbewegung der Kabine (2) eine die Sinkgeschwindigkeit verringernde Luftkompression sowohl zwischen Kabinenaußenwandung und Schachtinnenwandung (4) als auch Kabine (2) und Abschluss des rohrförmigen Schachtes (1) und dass eine bestimmte und sowohl die Sinkgeschwindigkeit mitbestimmende oder bestimmende als auch die Position der Kabine (2) während der Abwärtsbewegung stabilisierende Luftströmung zwischen Kabinenaußenwandung und Schachtinnenwandung (4) vorhanden sind.
  3. Aufzug nach Patentanspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass im Querschnitt entweder der obere Teil der Kabine (2) oder der obere Bereich der Kabine (2) die durch den rohrförmigen Schacht (1) begrenzte Fläche weitestgehend ausfüllt.
  4. Aufzug nach Patentanspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass im die angrenzende Kabinenwand (9) überragendem Außenbereich entweder des oberen Teiles der Kabine (2) oder des oberen Bereiches der Kabine (2) durchgehende Öffnungen und/oder Durchbrüche und/oder Vertiefungen für Luftströmungen eingebracht sind, so dass ein kontrollierter Luftstrom bei einer Abwärtsbewegung der Kabine (2) vorhanden ist.
  5. Aufzug nach Patentanspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der rohrförmige Schacht (1) bei geschlossenen Zugangstüren eine geschlossene Schachtinnenwandung (4) besitzt, dass das ein sowohl selbsttragender als auch stützender und/oder tragender rohrförmiger Schacht (1) ist und dass der rohrförmige Schacht (1) aus einem Teil oder mehreren Teilen besteht.
  6. Aufzug nach Patentanspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Flächen der Querschnitte des durch den rohrförmigen Schacht (1) begrenzten Raumes, der Kabinendecke (7), der Kabine (2) und des Kabinenbodens (8) gleichgestaltet sind und dass diese Flächen entweder mehreckig ausgebildet sind oder die Form eines Kegelschnittes aufweisen.
  7. Aufzug nach Patentanspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass bei unterster Zugangsposition zwischen den unteren Abschlüssen sowohl des rohrförmigen Schachtes (1) als auch der Kabine (2) ein freier Raum (5) oder dass bei unterster Zugangsposition zwischen den unteren Abschlüssen sowohl des rohrförmigen Schachtes (1) als auch der Kabine (2) ein Raum mit wenigstens einem Dämpfungselement (6) vorhanden ist.
  8. Aufzug nach Patentanspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass entweder der obere Teil der Kabine (2) oder der obere Bereich der Kabine (2) wenigstens eine Vertiefung (12) aufweist und dass sich auf der Innenwandung des rohrförmigen Schachtes 1 mindestens ein vertikal angeordnetes und in die Vertiefung (12) eingreifendes Konstruktionselement insbesondere eine Führungsschiene (13) befindet.
  9. Aufzug nach Patentanspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Innenwandung des rohrförmigen Schachtes (1) mindestens eine vertikal verlaufende Vertiefung aufweist und dass an der Kabine (2) wenigstens ein in die Vertiefung eingreifendes und darin geführt verfahrbares Konstruktionselement insbesondere ein Zapfen angeordnet ist.
  10. Aufzug nach Patentanspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Antriebsmechanismus ein elektrischer Synchronmotor oder ein elektrischer Servoantrieb ist.
  11. Aufzug nach Patentanspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass sich an der Kabine (2) Gleitkörper und/oder Wälzkörper befinden.
  12. Aufzug nach Patentanspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Kabine (2) wenigstens eine Kabinentür aufweist.
  13. Aufzug nach Patentanspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass sowohl eine Steuerung des Antriebsmechanismus als auch jeweils an der Kabine (2) und dem rohrförmigen Schacht (1) angeordnete Bestandteile einer Einrichtung zur Positionsmessung der Kabine (2) im rohrförmigen Schacht (1) mit einer Steuer- und/oder Regeleinrichtung insbesondere einem Computer verbunden sind.
Es folgen 3 Blatt Zeichnungen






IPC
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