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Dokumentenidentifikation DE102004026412B3 20.10.2005
Titel Drehmomentübertragungsvorrichtung
Anmelder GKN Walterscheid GmbH, 53797 Lohmar, DE
Erfinder Schott, Wilhelm, Dipl.-Ing., 50996 Köln, DE;
Zubik, John, Dr., Lockport, Ill., US;
House, Nolan, Clarendon Hills, Ill., US;
Peterson, Dan, Villa Park, Ill., US
Vertreter Harwardt Neumann Patent- und Rechtsanwälte, 53721 Siegburg
DE-Anmeldedatum 29.05.2004
DE-Aktenzeichen 102004026412
Veröffentlichungstag der Patenterteilung 20.10.2005
Veröffentlichungstag im Patentblatt 20.10.2005
IPC-Hauptklasse F16D 1/12
IPC-Nebenklasse F16D 7/04   A01B 71/06   
Zusammenfassung Die Erfindung betrifft eine Drehmomentübertragungsvorrichtung, insbesondere zum Antrieb von oder in Antrieben von landwirtschaftlichen Geräten oder selbstfahrenden Arbeitsmaschinen, umfassend eine Kupplung 6, die ein Kupplungsgehäuse 7 mit einer Flanschplatte 10 und eine Kupplungsnabe 8 und zwischen beiden zumindest in einer Drehrichtung wirksame Drehmomentübertragungselemente 9 zur Übertragung eines Drehmomentes zwischen beiden aufweist, ein Mitnahmeelement 20, das um eine Längsachse 14 umfangsverteilt und radial von einem Mitnehmerabschnitt 21 vorstehende Mitnehmer 22 aufweist, welche in Umfangsrichtung zwischen sich Lücken 23 bilden, eine Lagerplatte 12, an der das Mitnahmeelement 20 um die Längsachse 14 drehbeweglich gelagert ist, Distanzhalter 15, welche die Lagerplatte 12 mit einem axialen Abstand zur Flanschplatte 10 am Kupplungsgehäuse 7 festlegen, so dass zwischen diesen ein Freiraum 17 gebildet ist, wobei der Mitnehmerabschnitt 21 des Mitnahmeelementes 20 im Freiraum 17 so aufgenommen ist, dass die Distanzhalter 15 in die Lücken 23 in Umfangsrichtung um die Längsachse 14 mit einem begrenzten Freigang zur Flanschplatte 10 beweglich eingreifen.

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft eine Drehmomentübertragungsvorrichtung, insbesondere zum Antrieb von oder in Antrieben von landwirtschaftlichen Geräten oder selbstfahrenden Arbeitsmaschinen.

Für das Verbinden beispielsweise eines von der Zapfwelle eines Traktors über eine Gelenkwelle anzutreibenden Anbaugerätes ist es erforderlich, dass für das Kuppeln der Gelenkwelle mit der Zapfwelle die noch ungekuppelte Gelenkwelle zu der Zapfwelle so ausgerichtet wird, dass die Gelenkwelle mit ihrem Kuppelabschnitt auf die mit einem Keilprofil versehene Zapfwelle axial aufgeschoben werden kann. Dies gestaltet sich häufig schwierig, weil insbesondere bei Anbaugeräten mit einer hohen zu beschleunigenden Masse ein Drehen der Gelenkwelle von Hand praktisch nicht möglich ist bzw. der Geräteantrieb blockiert sowie die Traktorzapfwelle vielfach über eine Bremse fixiert ist, um die für das Kuppeln erforderliche ausgerichtete Stellung zu erzielen.

Um dieses Kuppeln zu erleichtern, wurde in der DE 44 45 634 C2 vorgeschlagen, zwei Freiläufe so zu kombinieren, dass über einen begrenzten Drehwinkel die beiden Kupplungsteile zueinander frei drehbar sind, um die Bauteile der Antriebsverbindung, beispielsweise die Zapfwelle und den Kuppelabschnitt einer Gelenkwelle, in eine übereinstimmende Lage bringen zu können. Bei einem mit einem Keilprofil versehenen Zapfen und einer entsprechend ausgebildeten Bohrung des Kuppelabschnittes können somit die Zähne und Lücken so aufeinander ausgerichtet werden, dass ein einfaches Aufschieben und damit Kuppeln möglich ist. Die Größe der Teilungsunterschiede kann so gewählt werden, dass ein genügend großer freier Drehwinkel zur Verfügung steht. Diese Ausführungsform erfordert jedoch einen hohen Bauaufwand.

Die US 5,681,222 A beschreibt eine Überlastreibkupplung mit einem Freigang im Rotationssinne. Die Kupplung weist ein Kupplungsgehäuse, eine Kupplungsnabe und zwischen beiden eine Reibanordnung zur Übertragung eines Drehmomentes auf. An das Kupplungsgehäuse ist eine Kreuzgelenkgabel fest angeschlossen. Beide müssen sich zusammen drehen, ohne dass zwischen diesen ein Freigang gegeben ist. Zwischen der Kupplungsnabe und der Kreuzgelenkgabel ist ein Wälzlager angeordnet, das beide zueinander in radialer und axialer Richtung fixiert. Zwischen einer Stirnwand des Kupplungsgehäuses und einer Druckplatte ist eine mit Reibbelägen versehene Kupplungslamelle angeordnet, welche mit der Kupplungsnabe über Vorsprünge und Ausnehmungen, eine Relativdrehbewegung zwischen beiden zulassend, verbunden ist. Ein Nachteil bei dieser Ausbildung ist, dass der Freigang im Drehsinne bei Bauteilen verwirklicht sein muss, die Bestandteil der Reibkupplung an sich sind. Eine solche Ausbildung ist auf Reibkupplungen begrenzt.

Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Drehmomentübertragungsvorrichtung bereit zu stellen, die an der Kupplung eine Mitnahmeanordnung umfasst, die eine begrenzte freie Relativdrehbewegung erlaubt und welche sich auf Kupplungen beliebiger Bauart übertragen lässt, ohne dass eine Änderung der Kupplung hinsichtlich ihres inneren Aufbaus erfolgen muss. Ferner soll gegenüber dem Stand der Technik eine vereinfachte Bauweise erreicht werden.

Gelöst wird diese Aufgabe erfindungsgemäß durch eine Drehmomentübertragungsvorrichtung, insbesondere zum Antrieb von oder in Antrieben von landwirtschaftlichen Geräten oder selbstfahrenden Arbeitsmaschinen, umfassend

  • – eine Kupplung, die

    – ein erstes Kupplungsteil mit einer Anschlussplatte aufweist,

    – ein zweites Kupplungsteil aufweist, das zum ersten Kupplungsteil drehbeweglich angeordnet ist,

    – mindestens ein, zumindest in einer Drehrichtung um eine Längsachse ein Drehmoment zwischen dem ersten Kupplungsteil und dem zweiten Kupplungsteil übertragendes Drehmomentübertragungselement aufweist,
  • – erste Mitnehmer,

    – die mit der Anschlussplatte verbunden sind,
  • – ein Mitnahmeelement, das

    – Drehanschläge aufweist, die mit den ersten Mitnehmern zur Drehmomentübertragung um die Längsachse nach Durchmessen eines vorgegebenen Drehspieles in Anlage bringbar sind,

    – um die Längsachse an der Anschlussplatte oder einem damit verbundenen Bauteil drehbar gelagert ist.

Ein Vorteil bei dieser Lösung ist, dass sich das Mitnahmeelement und die ersten Mitnehmer ohne großen Bauaufwand einer beliebig gestalteten Kupplung zuordnen lassen, die im Antriebsstrang für den Antrieb eines anzubauenden Gerätes oder einer selbstfahrenden Arbeitsmaschine angeordnet ist, d.h. ohne die Kupplung hinsichtlich des inneren Aufbaus ändern zu müssen. Darüber hinaus sind nur einfache Bauelemente erforderlich, um eine freie Drehbeweglichkeit im begrenzten Maße zu erreichen, damit das Kuppeln einer Gelenkwelle oder unmittelbar eines Mitnahmeelementes mit einem Antrieb, beispielsweise der Zapfwelle eines Traktors oder einer entsprechenden Zapfwelle einer selbstfahrenden Arbeitsmaschine zur Kupplung eines Vorsatzgerätes, ohne großen Kraftaufwand erreicht werden kann.

Für eine erste Ausführungsform ist ergänzend vorgesehen, dass das Mitnahmeelement, um die Längsachse umfangsverteilt und radial von einem Mitnehmerabschnitt vorstehende zweite Mitnehmer als Drehanschläge aufweist, welche in Umfangsrichtung zwischen sich Lücken bilden, wobei die ersten Mitnehmer in die Lücken in Umfangsrichtung um die Längsachse mit Drehspiel eingreifen.

Dabei kann vorgesehen sein, dass eine Lagerplatte von den ersten Mitnehmern mit axialem Abstand zur Anschlussplatte gehalten wird, wozu die ersten Mitnehmer Distanzhalter bilden, so dass zwischen beiden ein Freiraum gebildet ist, und dass der Mitnehmerabschnitt des Mitnahmeelementes im Freiraum drehbeweglich aufgenommen ist.

In Ausgestaltung der Erfindung ist vorgesehen, dass das Mitnahmeelement eine Kreuzgelenkgabel eines zu einer Kreuzgelenkwelle gehörenden Kreuzgelenkes bildet oder umfasst.

Die Lagerplatte besitzt eine auf der Längsachse zentrierte Lagerbohrung, in der das Mitnahmeelement mit einem Lagerabschnitt drehbeweglich gelagert ist. Eine solche Lagerung ist ausreichend, da im Betrieb praktisch keine Relativbewegungen auftreten.

Vorzugsweise sind die ersten Mitnehmer durch zylindrische Distanzbuchsen gebildet, die sich gegen die Anschlussplatte und, wenn eine Lagerplatte vorgesehen ist, auch gegen diese abstützen. Die Lagerplatte wird dabei über Schrauben, die durch die Distanzbuchsen hindurchgeführt sind, an der Anschlussplatte festgelegt. Dem Mitnehmerabschnitt sind vorzugsweise drei oder sechs zweite Mitnehmer als Drehanschläge angeformt, die drei bzw. sechs Lücken bilden. Entsprechend sind drei bzw. sechs erste Mitnehmer vorgesehen, von denen jeweils einer in eine der Lücken eingreift.

Die Anwendung der erfindungsgemäßen Ausbildung ist beispielsweise günstig bei Kupplungen, die als Drehmomentbegrenzungskupplungen gestaltet sind und bei denen zwischen dem Kupplungsgehäuse und der Kupplungsnabe federnd abgestützte Sperrkörper als Drehmomentübertragungselemente angeordnet sind. Eine solche Kupplung ist beispielsweise in der DE 32 05 513 C1 näher beschrieben. Es ist jedoch eine Übertragung auf Reibkupplungen oder sonstig geartete Kupplungen auch möglich.

Bevorzugte Ausführungsbeispiele der Erfindung sind in der Zeichnung schematisch dargestellt.

Es zeigt

1 einen Traktor mit einem angehängten Gerät, das über eine Antriebsverbindung von der Zapfwelle des Traktors angetrieben wird,

2 eine Darstellung einer ersten Ausführungsform einer erfindungsgemäßen Drehmomentübertragungsvorrichtung halb in Ansicht und halb geschnitten,

3 das Mitnahmeelement gemäß 2 in einer Seitenansicht mit Zuordnung eines ersten Mitnehmers,

4 eine Darstellung einer zweiten Ausführungsform einer erfindungsgemäßen Drehmomentübertragungsvorrichtung, halb in Ansicht und halb im Längsschnitt,

5 eine Seitenansicht zu 4,

6 eine Darstellung ähnlich 4 für eine dritte Ausführungsform und

7 eine Seitenansicht zu 6.

Aus 1 ist der Traktor 1 mit der an seinem Heck angebrachten Zapfwelle 2 ersichtlich. An den Traktor 1 ist das Gerät 3 angehängt. Dem Gerät 3 ist eine Gelenkwelle 4 zugeordnet, die eine Drehübertragungsmomentvorrichtung 5, 105 oder 205 gemäß der Erfindung aufweist, welche der antriebsmäßigen Eingangsseite des Gerätes 3 zugeordnet ist. Die Drehmomentübertragungsvorrichtung 5, 105, 205 umfasst eine Kupplung 6, 106 oder 206. Die Gelenkwelle 4 ist über einen Kuppelabschnitt mit der Zapfwelle 2 des Traktors 1 verbunden, so dass eine Antriebsdrehbewegung von der Zapfwelle 2 des Traktors über die Gelenkwelle 4 und die erfindungsgemäße Drehmomentübertragungsvorrichtung 5, 105, 205 an das Gerät 3 weitergeleitet werden kann.

Nachfolgend wird zunächst eine Ausführungsform einer Drehmomentübertragungsvorrichtung 5 anhand der 2 bis 4 näher erläutert.

Aus 2 ist der Gesamtaufbau der Drehmomentübertragungsvorrichtung 5 ersichtlich. Diese umfasst die Kupplung 6. Die Kupplung 6 weist ein Kupplungsgehäuse 7 auf, das koaxial um eine Kupplungsnabe 8 angeordnet ist, welche beispielsweise zur Verbindung mit einem Antriebszapfen des in 1 dargestellten Gerätes 3 dient, um vom Traktor 1 eine Drehbewegung über die Gelenkwelle 4 in das Gerät 3 einzuleiten und ein zweites Kupplungsteil bildet. Die Kupplungsnabe 8 dient zur Verbindung mit dem Antriebszapfen des in 2 gezeigten Gerätes 3. Die Kupplungsnabe 8 überträgt eine Drehbewegung vom Traktor über die Gelenkwelle 1 an das Gerät 3.

Zwischen dem Kupplungsgehäuse 7 und der Kupplungsnabe 8 sind Drehmomentübertragungselemente 9, beispielsweise in Form von federbelasteten Sperrkörpern, wirksam, die eine Abschaltung bei Überschreitung eines bestimmten Drehmomentes bewirken sollen, wenn beispielsweise in dem Gerät 3 eine Blockade gegeben ist. Die Kupplung 5 hat also eine Sicherheitsfunktion. Die Anwendung des Erfindergedankens ist jedoch nicht auf eine solche Gestaltung einer Kupplung begrenzt. Es kann eine beliebige Kupplung vorgesehen sein, beispielsweise eine übliche Reibkupplung (siehe Ausführung gemäß 5, Kupplung 105), die eine Überlastung beim Anlauf eines Gerätes vermeiden soll.

Das Kupplungsgehäuse 7 weist eine Anschlussplatte 10 auf, die mit um die Längsachse 14 umfangsverteilten Gewindebohrungen 11 versehen ist. An dieser Anschlussplatte 10 ist eine Lagerplatte 12 unter Zwischenschaltung von insgesamt sechs ersten Mitnehmern 15, die als Distanzbuchsen gestaltet sind, festgelegt. Hierzu sind Schrauben 16 durch Durchgangsbohrungen 13 in der Lagerplatte 12 und durch Bohrungen der ersten Mitnehmer 15 hindurch in die Gewindebohrungen 11 der Anschlussplatte 10 eingeschraubt. Zwischen der Lagerplatte 12 und der Anschlussplatte 10 entsteht somit ein Freiraum 17. Die Lagerplatte 12 weist eine auf der Längsachse 14 zentrierte Lagerbohrung 18 auf.

Die Drehmomentübertragungsvorrichtung 5 umfasst ferner ein Mitnahmeelement 20. Dieses Mitnahmeelement 20 besitzt einen Mitnehmerabschnitt 21, von dessen Umfang beim Ausführungsbeispiel sechs zahnartige zweite Mitnehmer 22 vorstehen. Andere Anzahlen von Mitnehmern 22 sind möglich. Die zweiten Mitnehmer 22 sind umfangsverteilt um die Längsachse 14 angeordnet. Wie insbesondere aus 4 ersichtlich, sind insgesamt sechs solcher zweiten Mitnehmer 22 vorgesehen. Ferner weist das Mitnahmeelement 20 einen Lagerabschnitt 24 auf, der zylindrisch gestaltet ist und zu der Lagerbohrung 18 der Lagerplatte 12 passt. Des weiteren umfasst das Mitnahmeelement 20 zwei Kreuzgelenkgabelarme 25, die zu dem Kreuzgelenk gehören, das Teil der Gelenkwelle 4 gemäß 1 ist, und die an dieser nahe zum Gerät 3 angeordnet ist.

Das Mitnahmeelement 20 ist mit seinem Mitnehmerabschnitt 21 in dem Freiraum 17 zwischen der Lagerplatte 12 und der Anschlussplatte 10 so angeordnet, dass sich die ersten Mitnehmer 15 in den Lücken 23 zwischen den zweiten Mitnehmern 22 befinden, wobei in diesen Lücken 23 ein freier Bewegungsraum in Drehrichtung um die Längsachse 14 bereit gestellt wird, so dass das Mitnahmeelement 20 gegenüber der Anschlussplatte 10 der Kupplung 6 in Drehrichtung um die Längsachse 14 in begrenztem Maße frei (drehmomentfrei) drehverstellt werden kann. Da das Mitnahmeelement 20 mit der Gelenkwelle 4 fest verbunden ist, kann die Gelenkwelle 4 insgesamt im Verhältnis zur Kupplung 6, ohne dass die Aufbringung eines größeren Drehmomentes erforderlich wäre, von Hand drehverstellt werden, um beispielsweise die Gelenkwelle 4 gemäß 1 mit der Zapfwelle 2 zu kuppeln.

In 3 sind die ersten Mitnehmer 15 dem Mitnahmeelement 20 umfangsverteilt zugeordnet dargestellt. Hieraus ist erkennbar, dass diese auf einem Kreis 19 um die Längsachse 14 angeordnet sind, der so bemessen ist, dass die Außenfläche der ersten Mitnehmer 15 mit Spiel zum Grund der Lücken 23 angeordnet ist. Ferner ist auch die relative Drehbeweglichkeit des Mitnahmeelementes 20 zu den ersten Mitnehmern 15 erkennbar.

Das Mitnahmeelement 20 ist in der Lagerbohrung 18 über den Lagerabschnitt 24 gelagert, so dass eine einen Rundlauf sichernde Führung gegeben ist.

Soweit die Ausführungsform gemäß den 4 und 5 Bauteile aufweist, die denen der Ausführungsform nach den 2 bis 3 entsprechen, sind in den 4 und 5 Bezugszeichen gewählt, die zu denen gemäß 2 und 3 um den Zahlenwert 100 erhöht sind. Hinsichtlich der Beschreibung dieser Bauteile wird auf die Beschreibung zu den 2 und 3 verwiesen.

Nachfolgend werden die wesentlichen Unterschiede erläutert.

Bei der Drehmomentsübertragungsvorrichtung 105 gemäß 4 und 5 ist die Kupplung 106 als Reibkupplung gestaltet. Sie weist entsprechend ein erstes Kupplungsteil 107 auf, dass mit dem zweiten Kupplungsteil 108 über Drehmomentübertragungselemente 109 in Form von Reibscheiben verbunden ist.

Es sind an Stelle der sechs ersten Mitnehmer drei erste Mitnehmer 115 vorgesehen. Ferner ist das Mitnahmeelement 120 in 5 ohne die Gabelarme dargestellt. Es ist darüber hinaus über ein Wälzlager 28 an einem mit dem Mitnahmeelement 120 verbundenen Lagerelement 29 drehbeweglich gelagert. Die Axialsicherung übernimmt das Wälzlager 28. Zwischen dem als Distanzbuchse gestalteten ersten Mitnehmer 115 und dem Kopf der Schraube 116 ist eine Unterlegscheibe 27 angeordnet.

Die dritte Ausführungsform gemäß 6 und 7 betrifft eine Drehmomentsübertragungsvorrichtung 205, bei der ebenfalls Bauteile, die mit denen der Ausführungsform gemäß 2 bis 3 übereinstimmen, mit Bezugszeichen versehen sind, die zu denen der Ausführungsform gemäß 2 und 3 um den Zahlenwert 200 erhöht sind.

Nachfolgend werden die wesentlichen Unterschiede beschrieben. An Stelle der bei der Ausführungsform gemäß 2 und 3 vorgesehenen Kupplung 6 mit einer Reihe von Sperrkörpern sind, bei der Kupplung 206 zwei Reihen von Drehmomentübertragungselementen 209 in Form von Sperrkörpern vorgesehen. Ferner ist das Mitnahmeelement 220 in einer in der Anschlussplatte 210 vorgesehenen Lagerbohrung 218 gelagert.

Das Mitnahmeelement 220 ist mit einem scheibenförmigen Abschnitt versehen und weist auf dem Umfang verteilt vier kreisbogenförmige Durchbrüche 26 auf, deren Umfangsenden Drehanschläge 222 bilden. Durch diese Durchbrüche greifen erste Mitnehmer 215 in Form von Distanzbuchsen hindurch, die über Schrauben 216 mit Unterlegscheiben 227 mit der Anschlussplatte 210 verbunden sind. Durch die Unterlegscheiben 227 wird das Mitnahmeelement 220 in Richtung der Längsachse 214 gesichert.

Aus 7 ist erkennbar, das in Drehrichtung um die Längsachse 214 zwischen den ersten Mitnehmerelementen 215, von denen jedoch nur die Schrauben 216 zu sehen sind, und den in Umfangsrichtung auf dem Kreis 219 beabstandeten Umfangsenden der Durchbrüche 26, welche die Drehanschläge 222 bilden, ein erhebliches Drehspiel gegeben ist. Dies ist der Relativweg, den das Mitnahmeelement 220 im Verhältnis zur Anschlussplatte 210 und damit zur Kupplung 206 in Drehrichtung um die Drehachse 214 zurücklegen kann, ohne das ein Drehmoment übertragen wird.

1Traktor 2Zapfwelle 3Gerät 4Gelenkwelle 5, 105, 205Drehmomentübertragungsvorrichtung 6, 106, 206Kupplung 7, 107, 207erstes Kupplungsteil/Kupplungsgehäuse 8, 108, 208zweites Kupplungsteil/Kupplungsnabe 9, 109, 209Drehmomentübertragungselement 10, 110, 210Anschlussplatte 11, 111, 211Gewindebohrung 12Lagerplatte 13, 113Durchgangsbohrung 14, 114, 214Längsachse 15, 115, 215erster Mitnehmer 16, 116, 216Schrauben 17Freiraum 18, 218Lagerbohrung 19, 119, 219Kreis 20, 120, 220Mitnahmeelement 21, 121Mitnehmerabschnitt 22, 122, 222Drehanschläge/ zweite Mitnehmer 23,0123Lücke 24Lagerabschnitt 25, 225Kreuzgelenkgabelarme 26Durchbruch 27Unterlegscheibe 28Walzlager 29Lagerelement

Anspruch[de]
  1. Drehmomentübertragungsvorrichtung, insbesondere zum Antrieb von oder in Antrieben von landwirtschaftlichen Geräten oder selbstfahrenden Arbeitsmaschinen, umfassend

    – eine Kupplung (6, 106, 206), die

    – ein erstes Kupplungsteil (7, 107, 207) mit einer Anschlussplatte (10, 110, 210) aufweist,

    – ein zweites Kupplungsteil (8, 108, 208) aufweist, das zum ersten Kupplungsteil (7, 107, 207) drehbeweglich angeordnet ist,

    – mindestens ein, zumindest in einer Drehrichtung um eine Längsachse (14, 114, 214) ein Drehmoment zwischen dem ersten Kupplungsteil (7, 107, 207) und dem zweiten Kupplungsteil (8, 108, 208) übertragendes Drehmomentübertragungselement (9, 109, 209) aufweist,

    – erste Mitnehmer (15, 115, 215),

    – die mit der Anschlussplatte (10, 110, 210) verbunden sind,

    – ein Mitnahmeelement (20, 120, 220), das

    – Drehanschläge (22, 122, 222) aufweist, die mit den ersten Mitnehmern (15, 115, 215) zur Drehmomentübertragung um die Längsachse (14, 114, 214) nach Durchmessen eines vorgegebenen Drehspieles in Anlage bringbar sind,

    – um die Längsachse (14, 114, 214) an der Anschlussplatte (10, 110, 210) oder einem damit verbundenen Bauteil (29) drehbar gelagert ist.
  2. Drehmomentübertragungsvorrichtung nach Anspruch 1 dadurch gekennzeichnet, dass das Mitnahmeelement (20) um die Längsachse (14) umfangsverteilt und radial von einem Mitnehmerabschnitt (21) vorstehende zweite Mitnehmer (22) als Drehanschläge aufweist, welche in Umfangsrichtung zwischen sich Lücken (23) bilden, wobei die ersten Mitnehmer (15) in die Lücken (23) in Umfangsrichtung um die Längsachse (14) mit Drehspiel eingreifen.
  3. Drehmomentübertragungsvorrichtung nach Anspruch 2,

    dadurch gekennzeichnet,

    dass eine Lagerplatte (12) von den ersten Mitnehmern (15) mit axialem Abstand zur Anschlussplatte (10) gehalten wird, wozu die ersten Mitnehmer (15) Distanzhalter bilden, so dass zwischen beiden ein Freiraum (17) gebildet ist und

    dass der Mitnehmerabschnitt (21) des Mitnahmeelementes (20) im Freiraum (17) drehbeweglich aufgenommen ist.
  4. Drehmomentübertragungsvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Mitnahmeelement (20, 120, 220) eine Kreuzgelenkgabel eines zu einer Kreuzgelenkwelle gehörenden Kreuzgelenkes bildet oder umfasst.
  5. Drehmomentübertragungsvorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Lagerplatte (12) eine auf der Längsachse (14) zentrierte Lagerbohrung (18) aufweist, in der das Mitnahmeelement (20) mit einem Lagerabschnitt (24) drehbeweglich gelagert ist.
  6. Drehmomentübertragungsvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die ersten Mitnehmer (15, 115) durch zylindrische Distanzbuchsen gebildet sind, die sich gegen die Anschlussplatte (10, 110) und, wenn eine Lagerplatte (12) vorgesehen ist, auch gegen diese abstützen.
  7. Drehmomentübertragungsvorrichtung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Lagerplatte (12) über Schrauben (16), die durch die als Distanzbuchsen gestalteten ersten Mitnehmer (15) hindurchgeführt sind, an der Anschlussplatte (10) festgelegt ist.
  8. Drehmomentübertragungsvorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass drei oder sechs zweite Mitnehmer (22, 122) als Drehanschläge dem Mitnehmerabschnitt (21) angeformt sind, die drei bzw. sechs Lücken (23, 123) bilden, und dass drei bzw. sechs erste Mitnehmer (15, 115) vorgesehen sind, von denen jeweils einer in eine der Lücken (23, 123) eingreift.
  9. Drehmomentübertragungsvorrichtung nach Anspruch 1 dadurch gekennzeichnet, dass die Drehanschläge von den Umfangsenden (222) von kreisbogenförmigen Durchbrüchen (26) in dem Mitnahmeelement (220) gebildet werden und dass die ersten Mitnehmer (215) durch die Durchbrüche (26) durchgreifende Distanzbuchsen gebildet sind, die durch Schrauben (216) an der Anschlussplatte (210) befestigt sind.
  10. Drehmomentübertragungsvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Kupplung (6, 206) als Drehmomentbegrenzungskupplung ausgebildet ist, bei der zwischen dem Kupplungsgehäuse (7, 207) und der Kupplungsnabe (8, 208) federnd abgestützte Sperrkörper als Drehmomentübertragungselemente (9, 209) angeordnet sind.
  11. Drehmomentübertragungsvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Kupplung (106) als Reibkupplung gestaltet ist.
Es folgen 4 Blatt Zeichnungen






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