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Dokumentenidentifikation DE10258914B4 20.10.2005
Titel Entgratwerkzeug
Anmelder Beier, Hans-Michael, Prof. Dr., 15345 Wesendahl, DE
Erfinder Beier, Hans-Michael, Prof. Dr., 15345 Wesendahl, DE
DE-Anmeldedatum 17.12.2002
DE-Aktenzeichen 10258914
Offenlegungstag 15.07.2004
Veröffentlichungstag der Patenterteilung 20.10.2005
Veröffentlichungstag im Patentblatt 20.10.2005
IPC-Hauptklasse B23B 51/10

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft eine weitere Ausführungsform eines Entgratwerkzeuges zum Entgraten von Stoßkanten an sich kreuzenden Bohrungen oder an Längs- und Quernuten in Bohrungen eines Werkstücks, wie beispielsweise eines Motorblocks, nach Hauptpatent 102 15 0041, welches beim Einsatz rotatorisch und/oder translatorisch bewegt wird, mit einem Werkzeugschaft, der ein Einspannende und ein Ende mit einem innenliegenden Stützkörper und mindestens einem in einem Durchbruch beweglich angeordneten Schneidenkörper mit Schneide aufweist.

Für das im Hauptpatent 102 15 004 dargestellte Entgratwerkzeug ist insbesondere kennzeichnend, dass

  • – der Stützkörper am werkzeugseitigen Schaftende als festes Lager angeordnet ist,
  • – ein rohrförmiges Schaftstück, das durch ein oder mehrere Verbindungselemente mit dem Werkzeugschaft verbunden ist, den im Durchbruch beweglich gelagerten Schneidenkörper hält, welcher lose mit einem Spiel an der Oberfläche des Stützkörpers, die in Form und Abmessungen von der Oberfläche des Schneidenkörpers stets geometrisch unterschiedlich ist, aufliegt und
  • – ein unter Druck in eine Durchgangsbohrung des Werkzeugschaftes gepresster flüssiger oder gasförmiger oder aus einem Gas-Flüssigkeits-Gemisch bestehender Stoff die Schneide nach außen bewegt.

Die Schneidenkräfte sind so den sich während der Bearbeitung ändernden Gratabmessungen und den unterschiedlichen Werkstoffen anpassbar. Durch eine spezielle Verbindung des rohrförmigen Schaftstückes mit dem Werkzeugschaft (11 und 12) soll weiterhin eine gezielte Regelung der Schneidenkräfte in den niedrigen Druckbereichen möglich sein. Erreichbar ist dies, in dem mindestens zwei Innenspanngewindestifte quer zur Längsachse durch das Schaftstück und durch den Werkzeugschaft bis in die Durchgangsbohrung geführt sind, das durchgangsbohrungsseitige Ende des Innenspanngewindestiftes mindestens eine Querbohrung hat, die einen Durchfluss unter allen Lagebedingungen des Innenspanngewindestiftes sichert und damit auch als Drossel/Blende wirkt. Zusätzlich kann eine weitere als Drossel/Blende wirkende Bohrung in Längsrichtung des Innenspanngewindestiftes angeordnet werden. Das schaftstückseitige Ende ist im Durchmesser kleiner als der Außendurchmesser des Innenspanngewindestiftes und in der Länge kleiner als die Wandstärke des Schaftstückes. Das so ausgeführte Entgratwerkzeug soll den Druck unter Berücksichtigung des jeweiligen Anwendungsfalls mindern können. Die im Hauptpatent 102 15 004 beschriebene Ausführungsform einer speziellen Verbindung des rohrförmigen Schaftstückes mit dem Werkzeugschaft durch Innenspanngewindestifte hat jedoch den Nachteil, dass sich dieses Entgratwerkzeug zum Entgraten kleiner Bohrungsdurchmesser von bis zu 4,5 mm auf Grund der komplizierten Gestaltung der Innenspanngewindestifte nicht bewährt und der Herstellungsaufwand hierfür zu hoch ist. Hinzu kommt, dass die Ausführung des schaftstückseitigen Endes des Innenspanngewindestiftes eine Punkt- oder Flächenberührung mit der Bohrungswand – es berühren sich zwei gekrümmte Flächen – nicht ausschließt und damit Beschädigungen der Bohrungswand eintreten können.

Deshalb besteht die Aufgabe der Erfindung darin, ein Entgratwerkzeug zum Entgraten von Stoßkanten an sich kreuzenden Bohrungen oder an Längs- und Quernuten in Bohrungen eines Werkstücks, wie beispielsweise eines Motorblocks, nach Hauptpatent 102 15 004 zu schaffen, das durch eine geänderte Gestaltung die Nachteile des Innenspanngewindestiftes beseitigt und damit das Entgraten kleiner Bohrungsdurchmesser von bis zu 4,5 mm sicher und qualitätsgerecht garantiert. Aufgabengemäß wird die Erfindung durch die kennzeichnenden Merkmale des Patentanspruchs 1 gelöst. Diese Ausführungsform des Entgratwerkzeuges hat den Vorteil, dass das Entgraten kleiner Bohrungsdurchmesser von bis zu 4,5 mm durch eine noch gezieltere Zuführung des in die Durchgangsbohrung des Werkzeugschaftes gepressten Stoffes erfolgen kann. Der Innenspanngewindestift ist einfach und kostengünstig herstellbar. Die Erfindung soll näher an einem Ausführungsbeispiel erläutert werden. Hierzu zeigen die zugehörigen Zeichnungen in

1: die neue Verbindung des Schaftstückes mit dem Werkzeugschaft im Schnitt

2: eine andere Ausführungsform des schaftstückseitigen Endes des Innenspanngewindestiftes von 1 im Längsschnitt und

3: den Innenspanngewindestift von 1 im Längsschnitt

In 1 ist die neue Verbindung des Schaftstückes mit dem Werkzeugschaft im Schnitt dargestellt. Sie zeigt, dass das rohrförmige Schaftstück 11 durch einen quer zur Längsachse 4 durch die Durchgangsbohrung 12 angeordneten Innenspanngewindestift 29 mit dem Werkzeugschaft 1 verbunden ist. Der Innenspanngewindestift 29 hat im Bereich der Durchgangsbohrung 12 eine Nut 33.

2 zeigt eine andere Ausführungsform des schaftstückseitigen Endes des Innenspanngewindestiftes im Längsschnitt. Das schaftstückseitige Ende 31 des Innenspanngewindestiftes 29 ist kegelförmig ausgeführt, wobei der Winkel &agr; < 10 Grad beträgt. Dadurch werden u. a. Beschädigungen der Bohrungswand vermieden und ein verbesserter Toleranzausgleich des Innenspanngewindestiftes zum im Durchbruch beweglich gelagerten Schneidenkörper erreicht. Zur Montage ist am schaftstückseitigen Ende 31 ein Innensechskant 32 angeordnet.

3 zeigt den Innenspanngewindestift von 1 im Längsschnitt. Ein sicheres Entgraten von extrem kleinen Bohrungsdurchmessern, wie beispielsweise von 2,8 mm, ist dadurch möglich, wenn der Durchmesser D3 der Durchgangsbohrung 12 des Werkzeugschaftes 1 größer als der Kerndurchmesser D1 des Innenspanngewindestiftes 29 ist sowie der Durchmesser D3 der Durchgangsbohrung 12 und der Durchmesser D des Innenspanngewindestiftes 29 gleich sind. Damit kann der in die Durchgangsbohrung 12 gepresste Stoff, z. B. Druckluft, uneingeschränkt zu den Schneiden gelangen.


Anspruch[de]
  1. Entgratwerkzeug zum Entgraten von Stoßkanten an sich kreuzenden Bohrungen oder an Längs- und Quernuten in Bohrungen eines Werkstücks, wie beispielsweise eines Motorblocks, nach Hauptpatent 102 15 004, bei dem der Stützkörper (6) am werkzeugseitigen Schaftende (5) als festes Lager angeordnet ist, ein rohrförmiges Schaftstück (11), das durch ein oder mehrere Verbindungselemente (13) mit dem Werkzeugschaft (1) verbunden ist, den im Durchbruch (10) beweglich gelagerten Schneidenkörper (21) hält, welcher lose mit einem Spiel (8) an der Oberfläche des Stützkörpers (6), die in Form und Abmessungen von der Oberfläche des Schneidenkörpers (21) stets geometrisch unterschiedlich ist, aufliegt und ein unter Druck in eine Durchgangsbohrung (12) des Werkzeugschaftes (1) gepresster flüssiger oder gasförmiger oder aus einem Gas-Flüssigkeits-Gemisch bestehender Stoff die Schneide (3) nach außen bewegt, dadurch gekennzeichnet, dass das rohrförmige Schaftstück (11) durch einen quer zur Längsachse (4) durch die Durchgangsbohrung (12) angeordneten Innenspanngewindestift (29), dessen Kerndurchmesser D1 kleiner als der Durchmesser D3 der Durchgangsbohrung (12) ist und dessen Durchmesser D gleich dem Durchmesser D3 der Durchgangsbohrung (12) entspricht, mit dem Werkzeugschaft (1) verbunden ist.
  2. Entgratwerkzeug nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Innenspanngewindestiftes (29) im Bereich der Durchgangsbohrung (12) eine Nut (33) hat.
  3. Entgratwerkzeug nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, dass das schaftstückseitige Ende (31) des Innenspanngewindestiftes (29) kegelförmig mit einem Winkel &agr; von < 10 Grad ausgeführt ist.
Es folgt ein Blatt Zeichnungen






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