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Dokumentenidentifikation DE202005010266U1 20.10.2005
Titel Haube für Blumentopf
Anmelder Fabre, Patrick Gerard Paul, Rueil Malmaison, FR
Vertreter BAUER WAGNER PRIESMEYER, Patent- und Rechtsanwälte, 52080 Aachen
DE-Aktenzeichen 202005010266
Date of advertisement in the Patentblatt (Patent Gazette) 20.10.2005
Registration date 15.09.2005
Application date from patent application 28.06.2005
IPC-Hauptklasse A47G 7/00
IPC-Nebenklasse A01G 9/12   

Beschreibung[de]

Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf Blumentöpfe. Unter Blumentopf werden in dem vorliegenden Schriftstück nicht nur die eigentlichen Blumentöpfe, sondern auch Tröge, Blumenkästen und jeder andere zur Aufnahme von Erde bestimmte Behälter verstanden, in dem Pflanzen wachsen, insbesondere Blumen, aber auch Grünpflanzen und Büsche.

Ein Blumentopf besteht aus einem flachen Boden, von dessen Rand sich eine Wand erhebt, die sich nach oben hin aufweitet. Dieser Blumentopf ist zur Aufnahme von Erde bestimmt. Der Boden des Topfes ist mit einem Loch durchbohrt, das für den Ablauf des Wassers bestimmt ist. Ein Loch dieser Art besitzt zum Beispiel einen Durchmesser von wenigstens 12 mm, der ein Ablaufen des Wassers ermöglicht. Mitunter stellt man fest, dass die Pflanze fault.

Die Erfindung beseitigt diesen Nachteil.

Erfindungsgemäß ist eine Haube aus wasserundurchlässigem Material vorgesehen, die einen freien Rand aufweist. Der Rand enthält Einkerbungen.

Die Haube, bei welcher der Umfang des freien Randes größer ist als die Abmessung des Loches, insbesondere als sein Durchmesser, wird auf dem Boden des Blumentopfes über dem Loch angeordnet. Die Erde ist somit nicht mehr direkt mit dem Loch in Kontakt, indem sie durch die Haube davon getrennt wird, sondern dank der vielfachen Einkerbungen, deren größte Abmessung weniger als 8 mm und insbesondere zwischen 4 und 8 mm beträgt und die zwischen Zinnen entlang dem freien Rand der Haube aufeinander folgen, kann das Wasser, indem es durch die Einkerbungen hindurchtritt, aus der im Innern des Topfes enthaltenen Erde zum Loch gelangen und ablaufen. Da die Einkerbungen eine relativ kleine Abmessung aufweisen, kann dort kaum Erde hindurchgelangen, zumal die Zinnen gemäß einer Verbesserung der Erfindung im wesentlichen vertikal sind, so dass die Erde nicht dazu neigt, dort unter der Wirkung der Schwerkraft einzudringen und sie zu verstopfen. Da die Einkerbungen in genügend großer Zahl vorhanden sind, ermöglicht ungeachtet ihrer kleinen Abmessung die von allen Einkerbungen erzielte Gesamtdurchflussleistung den Erhalt einer Durchflussleistung, die im wesentlichen derjenigen entspricht, die man erhält, wenn das Loch direkt mit dem Innern des Topfes ohne Zwischenschaltung der Haube kommuniziert. Die Pflanze verfault nicht mehr, da das frühere Faulen auf die Tatsache zurückzuführen ist, dass sich das Loch durch die dort angeschwemmte Erde verstopfte.

Die Kombination aus zahlreichen Einkerbungen, von geringer Abmessung im Vergleich zum Loch und in einem Abstand von diesem, und ihrer Ausrichtung verhindert, dass die Erde zum Loch in einem großen Klumpen gelangt, der dieses verstopfen kann, und gewährleistet, das die Pflanze nicht verfault.

Die Erfindung ist auf alle Blumentöpfe anwendbar, egal ob aus Kunststoff oder Terrakotta, jedoch ganz besonders in diesem letzteren Fall, da es schwierig ist, eine Vielzahl von Löchern am Boden eines Topfes aus Terrakotta vorzusehen und somit die aufgesetzte Haube, die aus Kunststoff sein kann, obwohl der Topf aus Terrakotta besteht, von besonderem Nutzen ist.

Die Form der Haube kann beliebig sein. Es kann sich um eine sphärische Kuppel handeln, aber auch um eine Haube von rechteckigem oder quadratischem Querschnitt. Die Einkerbungen sind vorzugsweise auf der gesamten Länge des Randes angeordnet. Das einfachste ist es, halbkreisförmige Einkerbungen mit einem Durchmesser von etwa 6 bis 8 mm zu bilden.

Die Einkerbungen sind voneinander durch Zinnen getrennt, die vorzugsweise vertikal sind, mit einer Länge, gerechnet entlang dem freien Rand, zwischen 2 und 6 mm. Die vertikalen Außenflächen der Zinnen grenzen somit Einkerbungen ab.

Gemäß einer Verbesserung weisen die Einkerbungen eine Eintrittsfläche auf, die anders als horizontal ist, wobei das Wesentliche ist, dass die Erde nicht dazu neigt, unter der Wirkung der Schwerkraft in die Einkerbung einzudringen. Die Zinnen können zu diesem Zweck sogar zum Innern der Haube hin geneigt sein.

Die einzige Figur der beigefügten Zeichnung ist eine schematische Schnittansicht, welche die Erfindung erläutert.

Der in der einzigen Figur dargestellte Blumentopf umfasst einen Körper 1 aus Terrakotta, der aus einer sich nach oben aufweitenden Wand besteht und durch einen Boden 2, in dem ein einziges Loch 3 von 12 mm Durchmesser vorgesehen ist, abgeschlossen wird. Auf dem Boden 2 ist eine aufgesetzte Haube 4 aus wasserundurchlässigem Kunststoff und in Gestalt einer halbkugelförmigen Kuppel angeordnet, so dass die Wandung nahe ihrem freien Rand im wesentlichen vertikal ist, und derart, dass zwischen ihrer Innenseite und dem Boden 2 ein freier Raum abgegrenzt wird. Der freie Rand der Haube, welcher auf dem Boden 2 ruht, ist mit Einkerbungen 5 versehen. Die Einkerbungen 5 sind durch Zinnen 6 von 4 mm Länge voneinander getrennt, gerechnet parallel zum Boden 2. Die Zinnen 6 sind im wesentlichen vertikal, so dass die Fläche, entlang der sich die Einkerbungen 5 zur Außenseite der Kuppel öffnen, im wesentlichen vertikal ist und sich der Strömungsquerschnitt für das Wasser im wesentlichen in einer vertikalen Ebene erstreckt. Jede halbkreisförmige Einkerbung besitzt einen Durchmesser von 8 mm. Der Durchmesser des freien Rands der Kuppel 4 beträgt 55 mm.


Anspruch[de]
  1. Haube (4) aus einem wasserundurchlässigen Material, die einen eingekerbten freien Rand aufweist, wobei die Fläche, entlang der sich die Einkerbungen (5) zur Außenseite öffnen, im wesentlichen vertikal ist, dadurch gekennzeichnet, dass die größte Abmessung jeder Einkerbung weniger als 8 mm beträgt.
  2. Haube nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die größte Abmessung jeder Einkerbung zwischen 4 und 8 mm beträgt.
  3. Haube nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass sie in Form einer sphärischen Kuppel vorliegt.
  4. Haube nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass jede Einkerbung halbkreisförmig ist.
  5. Blumentopf mit einem Boden (2), der mit einem einzigen Loch (3) versehen ist, dadurch gekennzeichnet, dass eine aufgesetzte Haube (4) nach einem der Ansprüche 1 bis 4 auf dem Boden (2) über dem Loch (3) angeordnet ist.
  6. Blumentopf nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass er aus Terrakotta ist.
Es folgt ein Blatt Zeichnungen






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